GEBIET DER ERFINDUNG
Diese Erfindung bezieht sich auf eine Reduktion der Verkehrslast einer
überlasteten Zelle in einem Mobilkommunikationssystem.
HINTERGRUND DER ERFINDUNG
In Mobilkommunikationssystemen können Mobilstationen und Basis-Sendeempfänger-Stationen
Verbindungen durch die Kanäle einer sogenannten Funkschnittstelle aufbauen.
Ein gewisser Frequenzbereich wird immer für die Verwendung durch das System
zugewiesen. Um eine ausreichende Kapazität im Mobilkommunikationssystem auf
diesem begrenzten Frequenzband zu erhalten, müssen die verwendeten Kanäle
mehrmals verwendet werden. Aus diesem Grund ist das Abdeckungsgebiet des Systems
in Zellen aufgeteilt, die durch die Funkabdeckungsgebiete einzelner Basis-Sendeempfänger-Stationen
BTS ausgebildet werden, weswegen diese Systeme auch oft als zellulare Funksysteme
bezeichnet werden.
1 zeigt die Netzelemente und die Beziehungen zwischen
ihnen in einem bekannte Mobilkommunikationssystem. Das Netz ist gemäß
einem GSM-System gezeigt, das als ein Beispiel in der vorliegenden Anwendung verwendet
wird. Die durchgehenden Linien in der Figur zeigen Verbindungen an, die sowohl Signalisierverbindungen
als auch Rufverbindungen einschließen, während die gestrichelten Linien
Verbindungen zeigen, die nur die Signalisierung einschließen. Das Netz umfasst
Basis-Sendeempfänger-Stationen BTS, die über einen Funkpfad Verbindungen
mit Mobilstationen MS von Mobilstationsteilnehmern aufbauen, Basisstationssteuerungen
BSC, die die Basis-Sendeempfänger-Stationen steuern, und Mobildienstvermittlungszentralen
MSC. Hierarchisch gibt es unter der MSC mehrere Basisstationssteuerungen BSC und
unter diesen mehrere Basis-Sendeempfänger-Stationen BTS. Die Schnittstelle
zwischen der MSC und der BSC wird Schnittstelle A genannt, während die Schnittstelle
zwischen der BSC und der BTS Schnittstelle A-bis genannt wird.
Rufverbindungen, die aufgebaut wurden, verlaufen von der Basis-Sendeempfänger-Station
BTS durch die Basisstationssteuerung BSC zur Mobildienstvermittlungszentrale MSC.
Die MSC verbindet Rufe mit ihren untergeordneten Basisstationssteuerungen, mit anderen
MSC-Zentralen oder mit einem öffentlichen Telefonnetz PSTN oder mit einem dienstintegrierenden
digitalen Netz ISDN. Das Netz umfasst auch ein Netzverwaltungssystem NMS, das für
das Sammeln von Information über den Zustand des Netzes und für das Liefern
von Information und Programmen an andere Netzelemente verwendet werden kann.
Im freien Zustand messen die Mobilstationen die Signale, die von den
Basis-Sendeempfänger-Stationen gesendet werden, und wenn es erforderlich ist,
werden sie einen Verbindungsaufbau von der Basis-Sendeempfänger-Station, die
zur Zeit am besten bedient, anfordern. Während der Verbindung kann das Netz
die Mobilstation ohne eine Verbindungsunterbrechung an eine andere Zelle durch eine
Übergabe zwischen den Zellen bewegen, wenn dies erforderlich ist.
Im aktiven Rufzustand sendet eine Mobilstation MS Messergebnisse regelmäßig
als eine Berichtsnachricht durch die bedienende Basis-Sendeempfänger-Station
BTS an die Basisstationssteuerung BSC. Die Berichtsnachricht umfasst die Messergebnisse
der Signalstärken der bedienenden Basis-Sendeempfänger-Station und von
nicht mehr als sechs benachbarten Basis-Sendeempfänger-Stationen, die das beste
Signal liefern. Neben der Mobilstation führt die Basis-Sendeempfänger-Station
BTS auch Messungen der Verbindungsqualität aus. Die Ergebnisse der Messungen,
die von den Mobilstationen und den Basis-Sendeempfänger-Stationen ausgeführt
werden, werden in der Basisstationssteuerung BSC analysiert. Die Basisstationssteuerung
unterhält auch Information über freie Kanäle in Basis-Sendempfänger-Stationen
ihrer untergeordneten Zellen. In einem GSM-System obliegt die Verwaltung der Funkressourcen
nahezu vollständig der Verantwortlichkeit der Basisstationssteuerung BSC.
Eine Mobilstation wird durch eine Übergabe von der bedienenden
Zelle in eine benachbarte Zelle bewegt, beispielsweise wenn
- – Die Messergebnisse einer Mobilstation/Basis-Sendeempfänger-Station
einen niedrigen Signalpegel und/oder eine niedrige Qualität der aktuell bedienenden
Zelle anzeigen, und ein besserer Signalpegel von einer umgebenden Zelle erhalten
werden kann,
- – eine Umgebungszelle Kommunikationen mit niedrigeren Sendeleistungspegeln
erlaubt,
- – wenn eine Mobilstation MS sich zu weit von der bedienenden Basis-Sendeempfänger-Station
BTS entfernt hat, oder wenn
- – es eine zu große Belastung in der bedienenden Zelle gibt.
Eine Übergabe kann auch aus anderem Grund erfolgen, beispielsweise
durch Probleme bei einer Basis-Sendempfänger-Station. Faktoren, die die Wahl
der Zielzelle bei einer Übergabe beeinflussen, sind beispielsweise der Signalpegel
und/oder die Belastung der Zielzelle. Um eine Stabilität des Mobilkommunikationsnetzes
zu gewährleisten, werden die Messergebnisse und die Parameter, die bei einer
Übergabe verwendet werden, über einen gewissen Zeitschlitz
gemittelt. Auf diese Weise wird die Übergabe unempfindlicher gegenüber
gestörten Messergebnissen, die durch eine temporäre Interferenz oder einen
Schwund verursacht werden, gemacht.
Übergaben können erfolgen
- – Innerhalb einer Zelle (Innenzellen-Übergabe),
- – Zwischen zwei Zellen, die derselben Basisstationssteuerung untergeordnet
sind (Übergabe zwischen Basis-Sendeempfänger-Stationen),
- – Zwischen Zellen, die zwei Basisstationssteuerungen untergeordnet sind,
die derselben Mobildienstvermittlungszentrale MSC untergeordnet sind (Übergabe
zwischen Basisstationssteuerungen), oder
- – Zwischen Zellen, die zwei unterschiedlichen Mobildienstvermittlungszentralen
MSC untergeordnet sind (Übergabe zwischen Mobildienstvermittlungszentralen).
Übergaben liegen nahezu allein in der Verantwortlichkeit der
Basisstationssteuerung BSC. Die Mobildienstvermittlungszentrale MSC nimmt nur an
solchen Übergaben zwischen Basisstationssteuerungen teil, die sich durch die
Belastung der Zelle ergeben.
Diese Erfindung bezieht sich auf so eine Übergabe verursacht
durch eine übermäßige Belastung, wobei das Basisprinzip davon in
2 dargestellt ist. Die Figur zeigt sieben Zellen, Zellen
A-G, bei denen die Lastsituationen unterschiedlich sind. Zelle A ist bis zur extremen
Grenze ihrer Kapazität belastet. Zelle C ist etwas weniger als Zelle A belastet.
Die Belastung der Zellen B und E ist im Hinblick auf ihre Kapazität normal,
während die Zellen D, F und G leicht belastet sind. Die Lastsituation ist proportional
zur Dicke der schrägen Linien in den Zellen, die in der Figur gezeigt sind.
Insgesamt betrachtet wird der optimale Netzbetrieb erzielt, wenn die Belastungen
aller Zellen sich auf demselben Pegel befinden, oder wenn zumindest alle Zellen
Ressourcen aufweisen, um neue Verbindungen aufzubauen. Um diese Situation zu erreichen,
wird die Last der Zelle A durch Übergaben, die durch Pfeile angezeigt sind
in die Zellen D, F und G, die leicht belastet sind, abgeleitet.
Mit Hilfe einer Übergabe, verursacht durch eine übermäßige
Zellenbelastung, kann in einer Zelle Raum für eine neue Verbindung geschaffen
werden. Wenn kein Raum für eine Verbindung besteht, wird die Verbindung zu
einem anderen Kanal durch einen direkten Neuversuch schon in der Rufaufbauphase
übergeben. Der gerichtete Neuversuch in der Phase des Rufaufbaus kann nur auf
der Basis einiger weniger Messberichte gemacht werden. Die Zielzelle der Übergabe
muss hierbei auf der Basis sehr unzulänglicher Messungen gewählt werden.
Andererseits würden zumindest einige Mobilstationen, die eine Verbindung mit
einer Basis-Sendeempfänger-Station der Zelle besitzen, typischerweise eine
ähnliche Verbindungsqualität auch mit einer anderen Basis-Sendeempfänger-Station
erzielen. Aus der Gesamtschau ist es hierbei am vorteilhaftesten, von der Zelle
eine oder mehrere Mobilstationen in einem aktiven Zustand zu benachbarten Zellen
zu bewegen, und die neue Verbindung ohne eine Übergabe in der Rufaufbauphase
aufzubauen.
Ein anderes Beispiel der Vorteile der Übergabe, verursacht durch
eine übermäßige Zellenbelastung, ist eine Situation, bei der es einen
freien Kanal sowohl in der Zelle S1 als auch der Zelle S2 gibt, und in der Zelle
S1 versucht wird, eine Hochgeschwindigkeitsverbindung aufzubauen, die die Verwendung
von zwei Kanälen erfordert. Es ist somit mit einer Übergabe möglich,
eine der Verbindungen in der Zelle S1 zur Zelle S2 zu bewegen, wodurch zwei freie
Kanäle in der Zelle S1 für die Verwendung durch eine neue Verbindung erhalten
werden.
Das folgende ist eine Untersuchung einer Übergabe des Stands
der Technik, verursacht durch eine übermäßige Zellbelastung, wie
dies in der Spezifikation GSM 08.08 (Version 4.7.1), die vom European Telecommunications
Standards Institute ETSI veröffentlicht wurde, wobei die dafür erforderliche
Signalisierung in 3 gezeigt wird.
Die MSC erkundigt sich bei der Basisstationssteuerung BSC über
die Überlastsituation einer einzelnen Zelle durch das Senden einer Nachricht
RESSOURCENANFORDERUNG 301 an die Basisstationssteuerung, in der die Zelle,
der Typ des Berichts und die Berichtsperiode, wenn es eine gibt, identifiziert werden.
Die Basisstationssteuerung BSC beginnt einen Bericht über die
Nutzungsrate der Zellenkapazität mit dem Typ des Berichts, der durch die MSC
angegeben wird. Die Basisstationssteuerung überwacht konstant die Interferenzpegel
freier Kanäle. Freie Kanäle werden gemäß ihrem Interferenzpegel
in fünf Klassen, die durch das Netzverwaltungssystem NMS bestimmt werden, unterteilt.
Die BSC berichtet an die MSC die Anzahl der freien Kanäle in jeder Interferenzpegelklasse
in ihrer gesendeten RESSOURCENANZEIGE-Nachricht 302.
Die Mobildienstvermittlungszentrale MSC studiert die Information,
die sie über die Lastsituationen der verschiedenen Zellen empfangen hat, und
am Punkt 303 in 3 prüft sie ob die AUSTRITTSKRITERIEN,
die eine Übergabe durch eine Zellenbelastung auslösen, für eine Zelle
erfüllt werden. Die AUSTRITTSKRITERIEN sind ein Kriterium, das in der Mobildienstvermittlungszentrale
MSC getrennt für jede Zelle definiert ist, und das die Situation definiert,
wo die Zellenbelastung reduziert werden sollte. Durch Errichten
des Kriteriums ist es möglich, beispielsweise das Ziel zu bestimmen, das mindestens
ein Kanal in jeder Zelle immer frei gehalten werden sollte.
Die MSC bestimmt als Zielzellenkandidaten einen Satz {Si} solcher
Zellen, bei dem die EINTRITTSKRITERIEN erfüllt sind. Die EINTRITTSKRITERIEN
definieren eine Situation, bei der die Zellenbelastung ohne Probleme mit solchen
Übergaben durch den Verkehr, die der Zelle zugewiesen sind, erhöht werden
kann. Übergaben auf der Basis des Verkehrs, die der Zelle zugewiesen sind,
können beispielsweise in solchen Situationen erlaubt werden, bei denen es mehr
als 4 freie Kanäle in der Zelle in den Interferenzklassen 1, 2 und 3 gibt.
Um eine Entscheidung über eine Übergabe wegen einer Zellenbelastung zu
fällen, muss die Mobildienstvermittlungszentrale MSC auch Information über
die Lastsituation von der Zelle benachbarter Zellen neben der Information, die sie
von der belasteten Zelle selbst erhalten hat, erhalten.
Wenn herausgefunden wurde, dass eine Übergabe wegen einer Belastung
notwendig ist, und nachdem geschlossen wurde, wie viele Mobilstationen von der Zelle
bewegt werden müssen, und nachdem Zielzellenkandidaten für die Übergabe
gefunden wurden, sendet die Mobildienstvermittlungszentrale eine Anforderung an
die Basisstationssteuerung, mittels einer Übergabe eine gewisse Anzahl von
Mobilstationen aus der Zelle heraus zu bewegen, indem sie eine ÜBERGABEKANDIDATENABFRAGE-Nachricht
304 an die Basisstationssteuerung sendet. In der Nachricht benennt die
Mobildienstvermittlungszentrale die Zelle, von der die Übergaben gemacht werden,
die Anzahl der Mobilstationen, die aus der Zelle heraus bewegt werden sollten und
den Satz {Si} der Zielzellenkandidaten für die Übergabe.
Die Basisstationssteuerung beginnt am Punkt 305 aus der überlasteten
Zelle die Anzahl der Mobilstationen, die von der Mobildienstvermittlungszentrale
MSC gefordert wurden, in die Zellen {Si}, die in der ÜBERGABEKANDIDATENABFRAGE-Nachricht
der Mobildienstvermittlungszentrale benannt wurden, zu bewegen. Die Basisstationssteuerung
entscheidet, welche Mobilstationen sie aus der überlasteten Zelle bewegen will
und zu welchen Zellen, die von der MSC benannt sind, sie diese bewegen wird. Die
Basisstationssteuerung gründet ihre Entscheidung auf solche Messberichte der
Mobilstationen, die sie kennt.
Eine Mobilstation kann von der Zelle S1 durch eine Übergabe in
die Zelle S2 bewegt werden, wenn gemittelte Messungen der Mobilstation der Signalstärken
der Zelle S2 anzeigen, dass das Signal der Zelle S2 höher als der TRHO-ZIELPEGEL(S2)-Grenzwert,
der für sie in der Zelle S1 vorbestimmt ist, ist. Die TRHO-ZIELPEGEL(Si)-Grenzwerte
werden für die benachbarten Zellen Si jeder Zelle individuell für jede
Zelle aufgestellt. Die Idee der Verwendung des TRHO-ZIELPEGEL-Parameters besteht
darin, die Übergabe wegen einer Zellenbelastung nicht in eine solche Zelle
vorzunehmen, wo die Verbindung zwischen Mobilstation und der Basis-Sende-Empfängerstation
von zu schlechter Qualität sein würde.
Wenn die Basisstationssteuerung entschieden hat, welche Mobilstationen
sie aus der überlasteten Zelle herausbewegen will, und welches die Übergabezielzellen
für die einzelnen Mobilstationen sind, beginnt sie mit den Übergaben.
Wenn eine Übergabezielzelle für eine Mobilstation sich unter der Verwaltung
derselben Basisstationssteuerung befindet, wird die BSC an die Mobilstation MS durch
die Basis-Sendeempfänger-Station BTS eine ÜBERGABEBEFEHLS-Nachricht senden,
wo sie den neuen Kanal für die Verwendung durch die Mobilstation angibt. Wenn
die Zielzelle einer anderen Basisstationssteuerung BSC2 untergeordnet ist, wird
die BSC an die Mobildienstvermittlungszentrale eine ÜBERGABEANFORDERUNGS-Nachricht
senden mit einem Begründungskode "Antwort auf MSC-Anforderung", worin sie eine
Liste möglicher Übergabezielzellen in einer Präferenzreihenfolge
angibt. Wenn die BSC mit den Übergaben begonnen hat, so gibt sie in der ÜBERGABEKANDIDATENANTWORT-Nachricht
306 zur MSC an, wie viele Mobilstationen sie bewegt.
Die Implementierung einer Übergabe wegen des Verkehrs erfordert
eine Parametrisierung sowohl in der Basisstationssteuerung BSC als auch in der Mobildienstvermittlungszentrale
MSC. Der TRHO-ZIELPEGEL-Parameter muss in der Basisstationssteuerung BSC für
jede benachbarte Zelle der Zellen definiert werden. Wenn der TRHO-ZIELPEGEL-Parameter
für eine benachbarte Zelle Sj der Zelle Si nicht definiert ist, dann kann keine
Übergabe wegen einer Belastung der Zelle Si in die Zelle Sj stattfinden.
Die AUSTRITTSKRITERIEN-Bedingung muss in der Mobildienstvermittlungszentrale
für alle solche Zellen definiert werden, von denen eine Übergabe wegen
einer Zellenbelastung vorgenommen werden kann. Der EINTRITTSKRITERIEN-Parameter
muss für alle solche Zellen definiert werden, in die die Last anderer Zellen
durch eine Übergabe wegen einer Zellenbelastung bewegt werden sollte. Da die
Parametrisierung viel Arbeit umfasst und sie an mehreren unterschiedlichen Plätzen
ausgeführt werden muss, wird eine Übergabe wegen einer Zellenbelastung
typischerweise nur in solchen Zellen verwendet, bei denen eine konstante Überlast
auftritt. Dies ist der Grund, warum die Übergabe wegen einer Zellenbelastung
nach dem Stand der Technik kaum für das Lindern kurzer Belastungsspitzen, die
durch Überlastsituationen, beispielsweise durch Verkehrsunfälle,
verursacht werden, verwendet wird.
Die Nachteile des oben beschriebenen Verfahrens sind die arbeitsaufwendige
Natur der Parametrisierung, die vom Verfahren gefordert wird, und die Belastung
der Schnittstelle A zwischen der Basisstationssteuerung BSC und der Mobildienstvermittlungszentrale
MSC. Die Schnittstelle A wird unnötig belastet, insbesondere bei Übergaben
durch die interne Zellenbelastung einer Basisstationssteuerung BSC. Zusätzliche
Probleme können in Netzen verursacht werden, wo Basisstationssteuerungen und
Mobildienstvermittlungszentralen, die von unterschiedlichen Herstellern hergestellt
sind, verwendet werden. Sowohl die Mobildienstvermittlungszentrale MSC als auch
die Basisstationssteuerung BSC müssen hierbei Übergaben wegen einer Zellenbelastung
unterstützen.
Die europäische Patentanmeldung 0 615 395 A1 bezieht sich auf
ein mobiles Funkkommunikationssystem mit einer Verkehrsverteilungssteuerung durch
das Variieren der Zellengrößen. Im Verfahren der EP
0 615 395 A1 gibt es eine Verkehrverwaltungstabelle in einer Relaisstation,
wobei die Relaisstation die Basisstationen miteinander verbindet. Wenn der Verkehr
in einer Zelle sich dicht an einer maximalen Zugriffszahl befindet, die in der Verkehrverwaltungstabelle
angezeigt wird, sendet die Relaisstation an die Basisstation, die die Zelle steuert,
ein Steuersignal, das ein Erniedrigung der Verstärkung des Pilotsignals, das
die Leistung sendet, befiehlt.
Die internationale Patentanmeldung WO 98/21908 wurde am 22. Mai 1998
veröffentlicht und bildet somit keinen vorveröffentlichten Stand der Technik
für die vorliegende Anmeldung. Die WO 98/21908 offenbart eine Anordnung für
die Bestimmung von Übergabegrenzen in einem zellularen Kommunikationssystem
durch das Berechnen eines Leistungsbudgets für jede Basisstation/Nachbar-Kombination
und dem Bestimmen einer Wahrscheinlichkeitsverteilungsfunktion für jede solche
Kombination im Kommunikationssystem. Auf dieser Basis werden optimale Übergabegrenzen
bestimmt, durch das Maximieren des Verkehrs des Kommunikationssystems über
alle Basisstationen.
Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, die oben erwähnten
Probleme des Stands der Technik zu eliminieren oder zumindest zu lindern. Diese
Aufgabe wird mit dem Verfahren, das im unabhängigen Anspruch definiert ist,
gelöst.
KURZE BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
Die erfinderische Idee besteht darin, in einer Basisstationssteuerung
BSC zentral eine solche Übergabe, die wegen einer Zellenbelastung erfolgt,
zu implementieren. Die Implementierung erfordert die Implementierung aller solcher
Funktionen und Kriterien, die sich auf die Übergabe wegen einer Zellenbelastung
beziehen, in der Basisstationssteuerung.
Vorteile, die durch die Zentralisierung erzielt werden, sind beispielsweise
dass die erforderliche Signalisierung geringer sein wird. Da das Verfahren unabhängig
von den anderen Netzelementen ist, wird die gesamte notwendige Parametrisierung
in einem Netzelement ausgeführt. Dies erleichtert das Einführen und die
Wartung der Funktion.
Da alle Information und Funktionen, die für die Entscheidung
über eine Übergabe benötigt werden, in der Basisstationssteuerung
erfolgen, können die Übergabekriterien als dynamische Kriterien definiert
werden. Wenn beispielsweise neue Gespräche aufgebaut werden, erfolgt eine Prüfung
in der Basisstationssteuerung BSC, um herauszufinden, ob die frei Kapazität
der Zelle ausreichend ist, um eine neue Verbindung aufzubauen, so dass diese Information
flexibel als eine Basis für die AUSTRITTSKRITERIEN und die EINTRITTSKRITERIEN
verwendet werden kann, die eine Übergabe wegen einer Zellenbelastung auslösen.
Auf diese Weise ist ein Rufaufbau immer in der besten Zelle möglich.
KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
Die Erfindung wird genauer unter beispielhaften Bezug auf die angefügten
Zeichnungen beschrieben.
1 zeigt die Struktur eines bekannten zellularen Funknetzes;
2 zeigt die Prinzipien der Übergabe wegen einer
Zellenbelastung;
3 zeigt die Signalisierung bei einer Übergabe
wegen des Verkehrs des Stands der Technik;
5 zeigt die Struktur des Algorithmus, der die Übergabe
wegen einer Zellenbelastung auslöst;
6 zeigt die Struktur des Algorithmus, der eine Übergabe
wegen einer Zellenbelastung ausführt;
7 zeigt eine Bewegung zweier Mobilstationen von einer
belasteten Zelle zu anderen Zellen durch eine Übergabe; und
8 zeigt funktionelle Blöcke einer Basisstationssteuerung
gemäß der Erfindung.
DETAILLIERTE BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
In der Erfindung werden Übergaben wegen einer Zellenbelastung
in einer zentralisierten Weise in der Basisstationssteuerung BSC ausgeführt.
Die Implementierung der Erfindung erfordert somit die Implementierung des Algorithmus,
der die AUSTRITTSKRITERIEN überwacht, die die Funktion auslösen, und die
Implementierung des Zielzellenauswahlalgorithmus in der Basisstationssteuerung.
Beispielsweise kann eine solche Situation, bei dem kein freier Kanal
in einer Zelle vorhanden ist, als die AUSTRITTSKRITERIEN für das Auslösen
einer Übergabe wegen einer Zellenbelastung in einer Richtung aus der Zelle
heraus definiert werden. In seiner einfachsten Form kann das Kriterium als gleiches
Kriterium für alle Zellen, die der Basisstationssteuerung untergeordnet sind,
definiert werden. Da für die Basisstationssteuerung eine besser Information
über die Lastsituationen der Zellen als für die Mobildienstvermittlungszentrale
verfügbar ist, können die AUSTRITTSKRITERIEN auch alternativ als dynamische
Kriterien definiert werden. Ein Beispiel eines Kriteriums, das als ein dynamisches
Kriterium definiert ist, ist ein solches Kriterium, das angibt, das mindestens so
viele Kanäle ständig in der Zelle frei gehalten werden sollten, dass die
Verbindungsaufbauverfahren, die in den Verbindungsaufbauanforderungen, die von der
Basis-Sendeempfänger-Station empfangen werden, angefordert werden, durch die
Basis-Sendeempfänger-Station implementiert werden können. Das Bewegen
von Last aus dieser Zelle heraus wird somit gestartet mit dem Aufbau einer neuen
Verbindung, wenn die Kanäle, die an der Basis-Sendeempfänger-Station frei
sind, nicht ausreichend sind, um die angeforderte Verbindung aufzubauen.
Beispielsweise kann eine Situation, bei der es 3 freie Kanäle
in einer Zelle gibt, als die EINTRITTSKRITERIEN definiert werden. In ihrer einfachsten
Form sind die EINTRITTSKRITERIEN für alle Zellen, die der Basisstationssteuerung
unterstehen, die gleichen. Ein Vorteil gegenüber dem Stand der Technik ist
der, dass wenn in der Basisstationssteuerung geprüft wird, ob der AUSTRITTSKRITERIEN-Zustand
erfüllt ist, solche Information über die Zielzellenbelastung für
den Vergleich verfügbar ist, wobei sie aktueller ist als bei einem Vergleich,
der in der Mobildienstzentrale ausgeführt wird. Auch die EINTRITTSKRITERIEN
können so definiert werden, dass sie sich dynamisch ändern, beispielsweise
auf der Basis der Aufbaurate der neuen Verbindungen, die zur Zeit geschätzt
wird. Die Basisstationssteuerung BSC besitzt Information über eine Interferenz
in freien Kanälen der Zellen, die beträchtlich genauer ist als die Information,
die der Mobildienstvermittlungszentrale verfügbar ist. Zusätzlich besitzt
die BSC Information über die Messberichte der Mobilstationen. Die Fähigkeit
einer Zelle, Übergaben wegen der Belastung einer anderen Zelle zu empfangen,
kann in der Basisstationssteuerung durch das Kombinieren dieser zwei Informationsstücke
eingeschätzt werden, wodurch diese Einschätzung viel besser ist als die,
die in der Mobildienstvermittlungszentrale einfach auf der Basis der Kanalinterferenzwerte
ausgeführt wird.
Das Funkkriterium TRHO-ZIELPEGEL, das für das Signal der Zielzelle
in einer Übergabe wegen einer Zellenbelastung aufgestellt wird, kann beispielsweise
mit der Hilfe des Funkkriteriums RXLEVMIN, das in anderen Übergaben verwendet
wird, definiert werden. In seiner einfachsten Form wird das Funkkriterium einer
Übergabe wegen einer Zellenbelastung als erfüllt angesehen, immer dann
wenn das Funkkriterium erfüllt wird, das in anderen Übergaben an die Zelle
verwendet wird. Die nahezu sofortige Rückkehr einer Mobilstation zur ursprünglichen
Zelle durch eine Übergabe, die erfolgt ist, um den besten Funkkanal zu erhalten,
muss auf irgend eine andere Weise verhindert werden, beispielsweise durch die Verwendung
eines Timers.
In einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung werden einige
Mobilstationen aus einer belasteten Zelle durch das Reduzieren des HO-GRENZ-Kriteriums,
das für Übergaben aus der Zelle heraus auf der Basis der Qualität
des Funkkanals aufgestellt wurde, herausgenommen. Der Kanal wird durch eine Übergabe
auf der Basis der Funkkanalqualität gewechselt, wenn herausgefunden wird, dass
dasselbe Signal-zu-Rausch-Verhältnis in der Zielzelle bei einer Sendeleistung
unter einer gewissen HO-GRENZE erzielt wird. Beispielsweise ist 6 dB eine typischer
HO-GRENZ-Wert. Die Idee hinter der Verwendung dieser Grenze besteht darin, Übergaben
zwischen Zellen vor und zurück zu reduzieren. Durch das Erniedrigen der erforderlichen
Leistungsgrenze werden einige Mobilstationen der belasteten Zelle veranlasst, eine
Übergabe gemäß der normalen Übergabeprozedur in eine andere
Zelle auszuführen. Entsprechend muss für Übergaben in die Zelle die
HO-GRENZE erhöht werden, wodurch solche Übergaben reduziert werden, die
auf die Zelle gerichtet sind und die die Belastung der Zelle erhöhen. Diese
Ausführungsform wird in 4 untersucht.
4 zeigt einen Algorithmus, der konstant die Erfüllung
der AUSTRITTSKRITERIEN und der EINTRITTSKRITERIEN prüft. Wenn am Punkt
402 herausgefunden wird, dass die AUSTRITTSKRITERIEN erfüllt sind,
so wird weiter zum Punkt 403 gegangen, wo eine Prüfung ausgeführt
wird, um herauszufinden, ob HO-GRENZE sich schon an seinem MIN(HO-GRENZ)-Minimumwert
befindet, der ihm beispielsweise im Netzverwaltungssystem NMS gegeben wurde. Wenn
dies nicht der Fall ist, geht die Funktion zum Punkt 404 weiter, wo die HO-GRENZ-Leistungsgrenze
für Übergaben auf der Basis der Funkkanalqualität um einen vorbestimmten
Schritt reduziert wird. Die Kriterien können gleichmäßig, beispielsweise
um 1 dB, für alle Zielzellenkandidaten erniedrigt werden, wodurch die notwendige
Parametrisierung minimiert wird. In ähnlicher Weise kann ein einzelner Reduktionsschritt
für jeden Zielzellenkandidaten definiert werden, wenn das erforderlich ist.
Wenn die Austrittskriterien nicht erfüllt werden, erfolgt eine
Prüfung an einem Punkt 411, um herauszufinden, ob die EINTRITTSKRITERIEN
erfüllt werden. Wenn das Kriterium nicht erfüllt wird, kehrt die Funktion
zum Anfang zurück. Wenn das Kriterium erfüllt wird, so erfolgt am Punkt
412 eine Prüfung, ob sich HO-GRENZE schon an ihrem festgelegten Maximumwert
MAX(HO-GRENZE) befindet. Wenn dies nicht der Fall ist, wird die Leistungsgrenze
um einen vorbestimmten Schritt angehoben. Ein Vorteil dieser Ausführungsform
besteht darin, dass es überhaupt keine Notwendigkeit für solche getrennten
TRHO ZIELPEGEL-Funkkriterien der Übergabe wegen einer Zellenbelastung gibt,
die für jede Nachbarzelle der Zelle getrennt parametrisiert werden müssen.
Ein Algorithmus, wie er in 5 gezeigt
ist, kann beispielsweise verwendet werden, um zu prüfen, ob die AUSTRITTSKRITERIEN
erfüllt werden. Aus der Rufsteuerung erhält der Algorithmus eine konstante
Information über die Anzahl K freier Kanäle in der Zelle (Punkt
501) und über die Anzahl L der Kanäle, die für die Implementierung
der Verbindungsanforderungen, die an die Zelle erfolgen, erforderlich ist (Punkt
511). Zusätzlich wird der Parameter N an den Algorithmus geliefert,
um die minimale Anzahl von Kanälen zu bestimmten, die frei gehalten werden
sollten. Wenn K < N oder K < L geht die Funktion zu Punkt 503 weiter,
wo herausgefunden wird, dass die AUSTRITTSKRITERIEN erfüllt werden. Ansonsten
geht die Funktion zum Punkt 513 weiter, wo herausgefunden wird, dass das
Kriterium nicht erfüllt wird.
Das Folgende ist eine Studie eines Beispiels einer Implementierung
einer Übergabe auf der Basis der Belastung der Zelle gemäß der Erfindung.
Alle Zellen sind derselben Basisstationssteuerung untergeordnet. Dieselben AUSTRITTSKRITERIEN
sind für alle Zellen aufgestellt, was als Ziel bedeutet, immer mindestens einen
Kanal in jeder Zelle frei zu halten, und wobei ein anderes Ziel ist, immer Raum
für neue Verbindungsanforderungen in der Zelle durch Übergaben wegen einer
Zellenbelastung zu liefern.
Für alle Zellen sind auch dieselben EINTRITTSKRITERIEN definiert,
was bedeutet, dass Übergaben durch die Belastung einer anderen Zelle zur Zelle
gemacht werden können, wenn mindestens drei freie Kanäle in der Zelle
nach der Übergabe bleiben.
6 zeigt ein Flussdiagramm eines Algorithmus, der in
der Basisstationssteuerung lokalisiert ist, um Übergaben wegen einer Zellenbelastung
zu steuern. Am Bedingungspunkt 602 führt der Algorithmus eine konstante
Prüfung aus, ob die erwähnten AUSTRITTSKRITERIEN erfüllt werden.
Wenn die Bedingung erfüllt wird, so werden Schritte gestartet, um die Mobilstation
aus der überlasteten Zelle heraus zu bewegen. Zielzellenkandidaten {Si} für
eine Übergabe, die wegen einer Zellenbelastung auszuführen ist, werden
am Punkt 603 gesucht. Solche Zellen gehören zum Satz der Zielzellenkandidaten
{Si}, für die die oben beschriebenen EINTRITTSKRITERIEN erfüllt sind.
Am Punkt 604 wird eine solche Mobilstation MSk gesucht, für die die
besten Funkparameter in einer Zelle Sj, die zum Satz {Si} gehören, gemäß
den Messungen der Nachbarzellensignale, die von den Mobilstationen vorgenommen werden,
erzielt werden. Am Punkt 605 erfolgt eine Prüfung, ob der Übergabekandidat,
der am Punkt 604 als bester Kandidat definiert wurde, die Funkbedingung
erfüllt, das heißt, ob die Signalstärke, die von der Mobilstation
MSk von der Zelle Sj gemessen wird, den TRHO-ZIELPEGEL übersteigt. Wenn die
Bedingung erfüllt ist, geht die Funktion zum Punkt 606, wo eine Übergabe
für die Mobilstation MSk zur Zelle Sj ausgeführt wird. Am Punkt
607 wird eine Benachrichtigung der ausgeführten Übergabe an die
Mobildienstvermittlungszentrale MSC gegeben. In der gesamten Funktion ist dies der
einzige Punkt, der für die Mobildienstvermittlungszentrale MSC sichtbar ist.
Wenn am Punkt 605 herausgefunden wird, dass die Funkbedingung
nicht erfüllt wird, so geht die Funktion zum Punkt 611 weiter, wo
die Zelle Sj aus dem Satz der Zielzellenkandidaten {Sj} entfernt wird. Wenn nach
dieser Entfernung noch Zellen in der Liste bleiben, wird die Funktion vom Punkt
604 fortgesetzt. Wenn der Satz leer ist, wird die Funktion ohne eine Übergabe
beendet.
In 7 wird eine Situation untersucht,
bei der die Belastung der Zelle S1 durch Übergaben an die Zellen S2 und S3
erniedrigt wird. In Zelle S1 ist ein Kanal frei, in Zelle S2 und in Zelle S3 sind
4 Kanäle frei.
In dieser Stufe empfängt die Basis-Sendeempfänger-Station
der Zelle S1 eine Anforderung, eine neue Verbindung unter Verwendung eines Kanals
aufzubauen, und sie baut die Verbindung auf. Nachdem die Verbindung aufgebaut wurde,
werden alle Kanäle der Zelle S1 verwendet. Es wird dann herausgefunden, dass
die AUSTRITTSKRITERIEN in der Zelle S1 erfüllt sind. In Erwiderung auf die
Erfüllung des Kriteriums wird weiter zum Punkt 603 im in
6 gezeigten Algorithmus gegangen, der die Übergaben
wegen einer Zellenbelastung steuert. Es wird am Punkt 603 herausgefunden,
dass die EINTRITTSKRITERIEN sowohl in der Zelle S2 als auch in
der Zelle S3 erfüllt werden. Aus Messberichten, die durch die Basisstationssteuerung
von Mobilstationen in aktiver Zusammenarbeit mit der Basis-Sendeempfänger-Station
der Zelle S1 empfangen werden, findet die Basisstationssteuerung heraus, dass die
besten Funkparameter im Moment für eine Verbindung zwischen der Mobilstation
in Zelle S1 und der Basis-Sendeempfänger-Station entweder der Zelle S2 oder
S3 zwischen der Mobilstation MS1 und der Basis-Sendeempfänger-Station der Zelle
S3 erzielt werden. Am Punkt 605 erfolgt eine Prüfung, um herauszufinden,
ob die Signalstärkemessung, die von der Mobilstation MS1 über das Signal
der Basis-Sendeempfänger-Station der Zelle S3 angegeben ist, den Grenzwert,
der durch den TRHO-ZIELPEGEL-Parameter definiert wird, übersteigt. Da dies
in unserem Beispiel der Fall ist, wird die Mobilstation MS1 durch eine Übergabe
am Punkt 606 zur Zelle S3 bewegt. Schließlich wird die durchgeführte
Übergabe an die Mobildienstvermittlungszentrale MSC mit einer ÜBERGABEAUSFÜHRUNGS-Nachricht
berichtet. Nach der ausgeführten Übergabe gibt es einen freien Kanal in
Zelle S1, es gibt 4 freie Kanäle in Zelle S2 und 3 freie Kanäle in Zelle
S3.
Die Basisstationssteuerung empfängt dann eine Anforderung, eine
Verbindung unter Verwendung zweier paralleler Kanäle in der Zelle S1 aufzubauen.
In Erwiderung auf die Anforderung nach einem Verbindungsaufbau prüft die Basisstationssteuerung,
ob es genügend freie Kapazität in der Zelle S1 für eine neue Verbindung
gibt. Da dies nicht der Fall ist, sind die AUSTRITTSKRITERIEN erfüllt, und
der Algorithmus der 6 geht zum Punkt 603 weiter.
Es wird an diesem Punkt herausgefunden, dass die EINTRITTSKRITERIEN nur in der Zelle
S2 erfüllt sind. Aus den Messberichten, die von der Basisstationssteuerung
von Mobilstationen in aktiver Zusammenarbeit mit der Basis-Sendeempfänger-Station
der Zelle S1 empfangen werden, findet die Basisstationssteuerung heraus, dass die
besten Funkparameter im Moment für eine Verbindung zwischen einer Mobilstation
in Zelle S1 und der Basis-Sendeempfänger-Station der Zelle S2 zwischen der
Mobilstation MS2 und der Basis-Sendeempfänger-Station der Zelle S2 zu finden
sind. Am Punkt 606 erfolgt eine Prüfung, um herauszufinden, ob die
Signalstärkenmessung, die von der Mobilstation MS2 über das Signal der
Basis-Sendeempfänger-Station der Zelle S3 berichtet wird, den Grenzwert übersteigt,
der durch den TRHO-ZIELPEGEL-Parameter bestimmt wird. Da dies wiederum in unserem
Beispiel nicht der Fall ist, wird die Mobilstation MS2 durch eine Übergabe
am Punkt 606 zur Zelle C2 bewegt. Schließlich wird die ausgeführte
Übergabe an die Mobildienstvermittlungszentrale MSC berichtet. Nach der ausgeführten
Übergabe gibt es zwei freie Kanäle in Zelle S2 und 3 freie Kanäle
in Zelle S2 und in Zelle S3.
Nach der ausgeführten Übergabe gibt es zwei freie Kanäle
in Zelle S1, so dass es möglich ist, die angeforderte Verbindung unter Verwendung
zweier paralleler Kanäle aufzubauen. Wenn die Verbindung aufgebaut wurde, werden
die EINTRITTSKRITERIEN der Zelle S1 erfüllt, aber da der Satz der Zielzellenkandidaten
{Si}, der am Punkt 603 auszubilden ist, leer ist, kann die Zellbelastung
durch Übergaben wegen einer Belastung nicht reduziert werden, bis in irgend
einer Zelle eine neue Kapazität frei wird.
8 zeigt ein Beispiel der Struktur einer Basisstationssteuerung,
die das Verfahren gemäß der Erfindung verwirklicht. Gemäß der
Erfindung muss sich in der Basisstationssteuerung ein Speicherbereich MA1
801 befinden, wo Information über die Kriterien, die eine Übergabe
wegen einer Zellenbelastung auslösen, gespeichert ist. Zusätzlich muss
gemäß der Erfindung die Basisstationssteuerung mit Vergleichsmitteln
802 fähig sein, die Zellenlastsituationen, die ihr gemäß
dem Stand der Technik bekannt sind und im Speicherbereich MA2 803 gespeichert
sind, mit den Kriterien, die im Speicherbereich MA3 801 gespeichert sind,
zu vergleichen. Auf der Basis des Vergleichs werden Übergabeimplementierungsmittel
804 ausgelöst, um die Übergabefunktion, die in der Basisstationssteuerung
angeordnet ist, in einer Weise gemäß dem Stand der Technik auszuführen.
Diese Mittel, die die Funktion gemäß der Erfindung implementieren, können
beispielsweise mit dem Bus 800 verbunden sein, mit dem andere Einheiten,
die BSC-Funktionen ausführen, ebenfalls verbunden sind. Solche Einheiten können
beispielsweise eine Vermittlungssteuerung 811, die ein Vermittlungsfeld
812 steuert, eine Synchronisiereinheit 821, die der Synchronisation
der Basisstationssteuerung dient, eine Netzverwaltungseinheit 831, die
sich um Verbindungen mit dem Netzverwaltungssystem NMS kümmert, und eine Messberichtsanalyseeinheit
841, die die Messberichte der Mobilstationen und der Basis-Sendeempfänger-Stationen
verarbeitet, sein.
Das Verfahren kann nicht direkt bei Übergaben zwischen Basisstationssteuerungen
auf der Basis einer Zellenbelastung verwendet werden. Bei Übergaben zwischen
Basisstationssteuerungen, deren Zahl in der Praxis beträchtlich niedriger ist
als die Anzahl der internen Übergabe der Basisstationssteuerungen, ist es möglich,
Übergaben beispielsweise gemäß dem Stand der Technik auszuführen.
Eine andere Alternative besteht darin, Übergaben zwischen Basisstationssteuerungen
gemäß der Erfindung auszuführen, indem eine Entscheidung über
die Übergabe in der Basisstationssteuerung BSC ausgeführt wird und indem
die ÜBERGABEANFORDERUNG an die Mobildienstvermittlungszentrale MSC mit der
Zellenbelastung als Begründungskode gesandt wird. Es muss jedoch angemerkt
werden, dass die letztere Ausführungsform nicht vollständig kompatible
mit der Spezifikation GSM 08.08 ist. Eine dritte alternative Ausführungsform
erfolgt gemäß einer Ausführungsform der Erfindung,
um, wie das in 4 gezeigt ist, die Signalgrenze, die
bei Übergaben notwendig ist, auf der Basis des besseren Funkkanals zu ändern.
Übergaben werden dann als normale Übergaben zwischen Basisstationssteuerungen
ausgeführt, um einen besseren Funkkanal zu erzielen.
Es ist offensichtlich, dass die Ausführungsformen der Erfindung
nicht auf die Ausführungsformen, die oben als Beispiele präsentiert wurden,
begrenzt sind, sondern sie gemäß dem Umfang der angefügten Ansprüche
variieren können.