Hintergrund der Erfindung
Gewebe werden oft dazu verwendet, Oberflächen und Strukturen
für ästhetische und funktionelle Zwecke zu bedecken. Beispielsweise können
Gewebeverkleidungen als Lautsprechergitter verwendet werden, um die Lautsprecherelemente
zu verbergen und zu schützen. Gewebeverkleidungen werden oft für Lampenschirme
verwendet, die dabei helfen, ein Zimmer zu dekorieren und das Leuchten der Belichtungsquelle
zu dämpfen. Gewebe können auch für Wand- oder Fensterverkleidungen
(sowohl als Vorhänge als auch an Fenstersimsen) verwendet werden, die eine
Dekoration zur Verfügung stellen und auch Installationen, wie beispielsweise
Lautsprecher, Audio/Video-Vorrichtungen und Heizungs- und Kühlungsrohre verbergen
können. Gewebe können auch für die modularen Trennschirme verwendet
werden, die allgemein zum Aufteilen eines Büroraums in einen oder mehrere kleinere
abgetrennte Räume verwendet werden, um dadurch persönlichen Raum und Privatheit
für Angestellte zur Verfügung zu stellen und auch eine akustische Dämpfung
und einen Feuerschutz zur Verfügung zu stellen. Herkömmlicher Büroteiler
lassen zu, dass der Grundriss und das Erscheinungsbild des Büroraums auf einfache
Weise geändert wird, und zwar entweder durch neues Anordnen der Teiler oder
einfach durch Austauschen der Paneele mit neuen Paneelen mit Geweben einer anderen
Farbe und/oder Struktur bzw. Beschaffenheit.
Bei vielen dieser Anwendungen sind die Gewebeverkleidungen an einem
strukturellen Rahmen angebracht, der dem Gewebe die Form gibt. Beispielsweise verwenden
herkömmliche Büroteiler typischerweise einen festen Stahl- oder Aluminiumrahmen,
an welchem Paneele durch Befestigungsmittel oder Formstücke bzw. Pressteile
angebracht sind. Die Paneele haben typischerweise eine steife Traglage, oft eine
gepresste Faserplatte oder metallische Errichtungen, an welcher eine oder mehrere
Schichten eines Gewebes angebracht sind. Lautsprechergitter, Lampenschirme und Fenstersimse
verwenden auch Rahmen, über welche das Gewebe gestreckt und befestigt wird.
Eine Herstellung und eine Installation herkömmlicher Gewebeverkleidungen
können komplex, zeitaufwendig und teuer sein. Beispielsweise wird die Außenschicht
eines Gewebes, das auf die Struktur angewendet wird, d.h. die Schicht, die dann
sichtbar ist, wenn die Struktur verwendet wird, oft ein dekoratives oder auf andere
Weise sichtbares Webmuster enthalten, das in seiner Art ausgerichtet ist. Weil mehrere
Strukturen in Verbindung verwendet werden können, wie beispielsweise bei Büroteilern
oder Fensterverkleidungen, ist es für die gerichteten Muster wichtig, dass
sie von Struktur zu Struktur genau und konsistent ausgerichtet sind. Wenn die Strukturen
nicht sorgfältig angepasst sind, kann jeder Unterschied zwischen der Ausrichtung
des Musters zwischen zwei benachbarten Strukturen eklatant offensichtlich und äußerst
unattraktiv sein. Verkleidungen werden typischerweise durch Anheften oder anderes
Befestigen des Gewebes an der Struktur angewendet. Als Ergebnis ist es schwierig,
das Gewebe an der Struktur auf konsistente Weise auszurichten. Dieses Problem wird
durch die Tatsache kompliziert gemacht, dass irgendwelche Knitterfalten im Gewebe
auch unansehnlich sind. Somit ist es wichtig, das Gewebe dicht um die Struktur zu
strecken, wenn es befestigt wird. Der Streckprozess schafft eine größere
Wahrscheinlichkeit, dass das Gewebe nicht richtig ausgerichtet werden wird. Darüber
hinaus muss das Gewebe an Ecken angehäuft werden, um dadurch Falten oder andere
Laschen von Material auszubilden, die an der Ecke sichtbar sind. Ebenso können
deshalb, weil viele der Strukturen schwer und sperrig sind, wie beispielsweise Faserplattenstützen
von Teilerpaneelen, eine Installation und ein Austausch der Verkleidungen schwierig
sein.
Das US Patent Nr. 5,111,579 für Anderson lehrt ein Verfahren
zum Herstellen einer Abdeckpaneele für einen Büroteiler mit einer mehrschichtigen
zusammengesetzten Lagen. Wenigstens eine Schicht, nämlich die Tragschicht,
ist ein nicht gewebtes Material, das in eine gewünschte Form ausgebildet oder
geformt werden kann. Eine weitere Schicht der Lage ist eine dekorative Gewebeschicht,
die vor dem Formungsprozess zum Ausbilden einer zusammengesetzten Lage mit der Tragschicht
verbunden werden kann. Die zusammengesetzte Lage wird dann geformt, um eine Paneele
auszubilden, die zur Verwendung mit einem Tellerrahmen geeignet ist. Befestigungsmittel
sind entlang den Seiten der Paneele positioniert. Die oberste Seite und die unterste
Seite der Paneele werden geformt, um stufenartige Flansche auszubilden. Die Befestigungsmittel
werden zum Befestigen der Seiten der Paneele am Rahmen verwendet. Die stufenartigen
Flansche werden zwischen dem Rahmen und obersten und untersten Rahmenkappen eingefangen.
Dieser Prozess erzeugt eine Paneele, die ausreichend fest ist, um ohne eine gepresste
Faserplattenstütze verwendet zu werden, und ausreichend leicht, um eine einfache
Handhabung und Installation zuzulassen. Darüber hinaus wird das Gewebe deshalb,
weil es mit der Traglage ausgebildet ist, einfacher und genauer ausgerichtet, wodurch
die Wahrscheinlichkeit von fehlerhaft ausgerichteten und unansehnlichen Installationen
reduziert wird.
Die Paneele von Anderson überwinden jedoch nicht alle Nachteile,
die mit der Installation und der Wartung von Büroteilern verbunden sind. Beispielsweise
beschreibt Anderson Paneele, die an Rahmen mit einer Reihe von
Befestigungsmitteln oder Clips befestigt werden, die entlang von zwei der Ränder
der Paneele angebracht sind. Die anderen zwei Ränder sind ausgebildet, um gestufte
Flansche zu definieren, die zwischen dem Rahmen und einer Kappe bzw. Abdeckung oder
einer Form, die am Rahmen befestigt ist, gefangen werden. Somit ist die Herstellung
der Paneele durch die Notwendigkeit kompliziert, eine Reihe von Befestigungsmitteln
anzubringen. Zusätzliche Arbeitsstationen und Geräte müssen zur Verfügung
gestellt werden, um die Befestigungsmittel zu installieren, wodurch sich die Kosten
jeder Paneele erhöhen. Darüber hinaus ist dann, wenn die Paneele installiert
wird, der Prozess durch die Notwendigkeit kompliziert, die Abdeckungen oder Formen
am Rahmen zu sichern. Bei großen Installationen kann selbst die anscheinend
triviale Handlung eines Sicherns von einer oder zwei Formen pro Paneele die Gesamtheit
drastisch erhöhen, die zum Fertigstellen der Installation erforderlich ist.
Ebenso erzeugt das Verfahren zum Ausbilden von Paneelen nach Anderson Faltungen
oder Falten an den Ecken der Paneele, die unansehnlich sein können. Darüber
hinaus wäre es schwierig, das Verfahren von Anderson bei komplizierteren Verkleidungen
zu verwenden, wie beispielsweise bei Lampenschirmen und Fensterverkleidungen.
Somit ist es erwünscht, eine einfach herzustellende, formbare
Gewebeverkleidung für Büroteiler, Lautsprechergitter, Lampenschirme, Fenster-
und Wandverkleidungen und andere dekorative und funktionelle Anwendungen zur Verfügung
zu stellen, die mit geringfügiger oder keiner Notwendigkeit für zusätzliche
Befestigungsmittel oder die Verwendung von Kappen oder Formen zum Sichern der Paneele
vor Ort installiert werden kann und die mit Ecken ohne die Notwendigkeit von Falten
oder Laschen geformt werden kann.
Zusammenfassung der Erfindung
Die vorliegende Erfindung stellt ein Verfahren zum Ausbilden von Gewebeverkleidungen
und Gewebeverkleidungen selbst zur Verfügung, wie es jeweils in den Ansprüchen
1 und 8 definiert ist. Wie es hierin detaillierter beschrieben ist, drückt
eine flexible Membran ein Gewebesichtgebilde gegen ein Werkzeug, das einen unterschnittenen
Rand enthält. Die Unterschneidung kooperiert mit der Druckmembran, um unterschnittene
Flansche um die Peripherie der Verkleidung auszubilden. Nuten, erhöhte Rippen
oder andere dekorative Eigenschaften können an dem Werkzeug angeordnet sein,
um dann, wenn es erwünscht ist, komplementäre Eigenschaften an der ausgebildeten
Verkleidung zu erzeugen, die dekorativ sein kann und auch die Paneele versteifen
kann und Tendenzen für die Gewebepaneele widerstehen kann, nicht ebene Formen
bei einer Verwendung anzunehmen. Alternativ dazu kann das Werkzeug eine Aufnahmekonfiguration
verwenden, d.h. eine Vertiefung, die durch eine überhängende Lippe umgeben
ist. Die Gewebeverkleidungen werden über der Vertiefung angeordnet, und die
Druckmembran expandiert bzw. dehnt sich aus, was die Gewebeverkleidungen in die
Vertiefung und unter die überhängende Lippe drückt. Ein aufnehmendes
Werkzeug kann auch Nuten, Rippen oder andere dekorative Eigenschaften für dekorative
und strukturelle Zwecke enthalten.
Das bevorzugte Gewebesichtgebildet ist aus einer Schicht eines herkömmlichen,
dekorativen, gewebten Polyestergewebes (von dem Typ, der gegenwärtig bei herkömmlichen
Gewebeverkleidungen verwendet wird) hergestellt, oder Geweben mit anderen synthetischen
oder natürlichen Fasern, und einer relativ steifen nicht gewebten Polyesterfaserstütze.
Die Stütze weist nicht gewebte Fasern in einer Verbindungsmatrix auf. Die nicht
gewebten Fasern können einen gewissen Anteil einer aktivierenden oder wärmeschmelzbaren
Faser enthalten, die mit dem Binder wirkt, um zuzulassen, dass die Stütze geformt
wird. Die aktivierende Faser wird durch Wärme gehärtet, die während
des Formungsprozesses angelegt wird, um dadurch das ausgebildete Sichtgebilde zu
versteifen und zuzulassen, dass es eine erwünschte Form hält. Benachbarte
Schichten werden nicht vor einem Formen verbunden, um einen Schlupf bzw. eine Verschiebung
zwischen den Schichten zuzulassen. Dieser Schlupf lässt zu, dass das Endprodukt
seine erwünschte Form ohne ein Knittern oder eine Faltenbildung des Außengewebes
an Ecken zu erreichen. Der Schlupf lässt auch die geeignete Ausbildung der
unterschnittenen Flansche und glatte Ecken zu. Eine mittels Wärme oder Druck
aktivierte Klebeschicht wird auf die Oberfläche von einer oder beiden der Gewebeschichten
aufgetragen, so dass Schichten miteinander verbunden werden, wenn das Sichtgebilde
einmal gemäß dem Werkzeug ist.
Der bevorzugte Formungsprozess erzeugt eine relativ steife Zusammensetzung
aus Gewebe und Stütze mit einem Flansch um den Umfang eines zentralen Bereichs.
Der Rand des Flansches bildet eine unterschnittene Lippe aus. Dieser Prozess erzeugt
auch glatte Ecken, ohne dass eine Lasche oder eine Falte erforderlich ist, um überschüssiges
Gewebe anzuhäufen. Die Struktur, an welcher eine solche Verkleidung angebracht
werden wird, ist mit einer Montagelippe um den abzudeckenden Bereich versehen. Die
Verkleidung wird durch Drücken des unterschnittenen Flansches der Verkleidung
über die Montagelippe angebracht, so dass sie in eine Stelle "einschnappt".
Ebenso kann die Montagelippe mit einer federartigen Struktur ausgebildet sein, die
eine zusätzliche Kraft zum Halten der Verkleidung an einer Stelle zur Verfügung
stellt.
Gewebeverkleidungen der Erfindung haben viele erwünschte Eigenschaften.
Beispielsweise sind modulare Büroteiler, die die Verkleidungen verwenden, leichter
als herkömmliche Bürowandteilersysteme und lassen einen Zusammenbau der
Systeme im Wesentlichen vor Ort zu. Teilerrahmen werden einfach zusammengebolzt
oder auf andere Weise aus Komponenten vor Ort zusammengebaut. Die Abdeckpaneele
werden dann in eine Position an den Rahmen "eingeschnappt". Das System ist ökonomisch
und ermöglicht eine einfache Entfernung und einen einfachen Austausch von beschädigten
Gewebepaneelen. Weiterhin ist es unnötig, Tee-Form- oder andere Klemmanordnungen
zu verwenden, die teuer und zeitaufwendig beim Installieren sein können, um
Geweberänder vor Ort zu halten. Gleichermaßen sind Wand- und Fensterverkleidungen,
Lautsprechergitter und Lampenschirme leichter, weniger komplex und einfacher zu
installieren und auszutauschen.
Die vorliegende Erfindung kann zum Bereitstellen von Gewebeverkleidungen
verwendet werden, die auf einfache Weise in eine Vielfalt von Formen geformt werden
können, welche relativ glatte Ecken ohne Laschen oder merkbare Falten haben,
die Mittel zum Befestigen von ihnen an der Struktur enthalten, die ohne die Notwendigkeit
von Befestigungsmitteln behandelt sind, die auf die Struktur, die behandelt wird,
"eingeschnappt" werden können und die auf einfache Weise an diese Struktur
angebracht werden, um z.B. leichtgewichtige modulare Büroteilerschirme zur
Verfügung zu stellen.
Die Abdeckpaneele, die die modularen Büroteilerschirme ausbilden,
können selbst leichtgewichtig sein, werden auf einfache Weise an den Tellerrahmen
angebracht und werden auf einfache Weise hergestellt.
Ein Außengewebe an den Abdeckpaneelen kann genau ausgerichtet
werden und kann mit einem Minimum an festen Kanten hergestellt werden.
Die bevorzugte geformte Gewebeverkleidung kann auf einfache Weise
recycelt werden.
Andere Aufgaben, Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung
werden unter Bezugnahme auf das Übrige dieses Dokuments offensichtlich werden.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
1 ist eine Teil-Querschnittsansicht einer Gewebeverkleidung,
die die vorliegende Erfindung verkörpert.
2 ist eine Perspektive der Verkleidung der
1, welche an einer Struktur installiert ist.
3 ist eine Querschnittsansicht einer Blasenpresse zum
Ausbilden der Verkleidung der 1.
4 ist eine Querschnittsansicht der Blasenpresse der
3 mit der aufgeblasen Blase.
5 ist eine Querschnittsansicht der Blasenpresse der
3 mit der nicht aufgeblasenen Blase.
6 ist eine Querschnittsansicht eines Schichtgebildes,
wie es beispielsweise in Verbindung mit der vorliegenden Erfindung verwendet werden
kann.
7 ist eine Seitenansicht eines Werkzeugs zur Verwendung
mit der Blasenpresse der 3.
8 ist eine Draufsicht auf ein Werkzeug zur Verwendung
mit der Blasenpresse der 3.
9 ist eine Endansicht des Werkzeugs der 8.
10 ist eine Draufsicht auf ein Werkzeug zur Verwendung
mit der Blasenpresse der 3.
11 ist eine Endansicht des Werkzeugs der
10.
12 ist ein Teilquerschnitt des Werkzeugs der
7.
13 ist eine perspektivische Ansicht des Werkzeugs der
12 mit einem Schichtgebilde teilweise bei einer Stelle
zum Formen.
14 ist eine perspektivische Ansicht des Werkzeugs der
12, die die daran geformte Gewebeverkleidung zeigt.
15 ist eine perspektivische Teilansicht des Werkzeugs
der 12, die den Eckteil mit der daran geformten Gewebeverkleidung
zeigt.
16 ist eine Draufsicht auf eine dekorative Form zur
Verwendung mit dem Werkzeug der 7.
17 ist eine Seitenansicht der Form der 16.
18 ist eine perspektivische Ansicht der Form der
16, die im Einsatz gezeigt ist.
19 ist eine perspektivische Ansicht einer modularen
Büroteileranordnung, die die vorliegenden Erfindung verkörpert.
20 ist eine auseinander gezogene perspektivische Ansicht
von zwei Abschnitten der Anordnung der 19.
21 ist eine perspektivische Ansicht eines Teilabschnitts
der Schiene des Rahmens der 20.
22 ist eine Teilquerschnittsansicht des Rahmens der
19.
23 ist eine Teilquerschnittsansicht eines alternativen
Ausführungsbeispiels der Lippe der Schiene der 19.
24 ist eine Teilquerschnitts-Seitenansicht des Rahmens
der 19.
25 ist eine Teilquerschnitts-Draufsicht auf den Rahmen
der 19.
26 ist eine Teilquerschnittsansicht der Anordnung der
19.
27 ist eine Teil-Seitenansicht der Anordnung der
19.
28 ist eine Teilquerschnittsansicht der Anordnung der
19.
29 ist eine perspektivische Ansicht eines alternativen
Ausführungsbeispiels einer modularen Büroteileranordnung gemäß
der vorliegenden Erfindung.
30 ist eine Teilquerschnittsansicht der Anordnung der
28.
31 ist eine Teilquerschnittsansicht der Anordnung der
28.
32 ist eine Teilquerschnittsansicht eines alternativen
Ausführungsbeispiels eines Werkzeugs zum Ausbilden von Gewebeverkleidungen
gemäß der vorliegenden Erfindung.
33 ist eine Teilquerschnittsansicht des Werkzeugs der
32 mit der aufgeblasenen Blase.
34 ist eine Teilquerschnittsansicht des Werkzeugs der
32, die ein Zusammenschneidwerkzeug zeigt.
35 ist eine Teilquerschnittsansicht des Werkzeugs der
32, die das Werkzeug teilweise auseinander genommen
zeigt.
36 ist eine Teilquerschnittsansicht einer Gewebeverkleidung,
die mit dem Werkzeug der 32 ausgebildet worden ist.
Detaillierte Beschreibung der Zeichnungen
Die 1 und 2
zeigen eine ausgebildete Gewebeverkleidung 10 gemäß der vorliegenden
Erfindung. Die Verkleidung 10 enthält einen zentralen Bereich
12 und einen Befestigungsbereich 14. Der zentrale Bereich
12 kann innerhalb der Beschränkungen des nachfolgend beschriebenen
Prozesses planar sein oder kann in irgendeine erwünschte Form ausgebildet sein.
Der Befestigungsbereich 14 enthält einen Flansch 18, der
am Umfang des zentralen Bereichs 12 ausgebildet ist und unter einem Winkel
A nach innen gefaltet ist. Der Flansch 18 ist flexibel, was zulässt,
dass er für eine Installation etwas herausgezogen wird, wie es durch die Geisterlinien
19 gezeigt ist. Der Winkel A ist typischerweise etwa 90°, kann aber
in Abhängigkeit von der vorausgesetzten Anwendung der Verkleidung
10 größer oder kleiner ausgebildet werden. Eine nach innen gedrehte
oder "unterschnittene" Lippe 20 dreht sich vom Flansch 18 aus
nach innen und ist typischerweise parallel zum zentralen Bereich 12 (wenn
der zentrale Bereich 12 planar ist). Der Flansch 18 und die Lippe
20 arbeiten mit dem zentralen Bereich 12 zusammen, um die Verkleidung
10 an der zu behandelnden Struktur zu befestigen.
Wie es in 2 gezeigt ist, enthält
eine Struktur 22, die ein Büroteiler, ein Lautsprechergehäuse,
ein Lampenschirm, eine Fenster- oder Wandverkleidung oder irgendeine andere Struktur,
für welche es wünschenswert sein kann, an ihr eine Gewebeverkleidung zu
befestigen, sein kann, eine Montagelippe 24, die bezüglich der Form
und der Größe komplementär zu der Kombination aus dem Flansch
18 und der Lippe 20 ist. Der Flansch 18 und die Lippe
20 werden über die Montagelippe 24 "geschnappt", um dadurch
die Verkleidung 10 an der Struktur 22 zu befestigen.
Nimmt man wieder Bezug auf 1, ist die
Verkleidung 10 durch wenigstens drei Schichten ausgebildet. Eine Außenschicht
26 ist ein herkömmliches, dekoratives, gewebtes Polyestergewebe oder
ein anderes synthetisches oder natürliches Fasergewebe.
Eine Stützschicht 28 ist ein nicht gewebtes Polyestergewebe.
Andere nicht gewebte Gewebe, wie beispielsweise diejenigen, die Olefin, Polypropylen
oder andere formbare Fasern verwenden, können verwendet werden. Es ist herausgefunden
worden, dass Fasern, die nicht hygroskopisch sind, für die meisten Anwendungen
bevorzugt sind, weil es für Paneele, die mit solchen Fasern ausgebildet sind,
weniger wahrscheinlich ist, sich beim Vorhandensein von Feuchtigkeit zu verformen;
jedoch können hygroskopische Fasern für bestimmte Anwendungen geeignet
oder sogar erwünscht sein. Bei einem illustrativen Ausführungsbeispiel
ist annähernd 20 % des nicht gewebten Gewebes eine "aktivierende",
d.h. wärmeschmelzbare, Polyesterfaser, die durch die Anwendung von Wärme
und Druck in eine erwünschte Form geformt werden kann. Andere Proportionen
und andere Materialien, wie beispielsweise Olefin, Polypropylen oder andere Materialien,
können für die aktivierenden Fasern verwendet werden, wie es erwünscht
ist, um sie an die Eigenschaften des Endprodukts für die erwünschte Verwendung
anzupassen. Ein wärmeaktiviertes Verbindungsmittel, wie beispielsweise Polyester,
Olefin, Polypropylen oder ein anderes Harz, kann dazu verwendet werden, ein Formen
einer Stützschicht 28 weiter zu unterstützen. Weil die Stützschicht
28 unter Verwendung von Wärme und/oder Druck geformt werden kann,
so dass sie in einer erwünschten Form bleibt, sind keine zusätzlichen
Materialien zum Ausbilden des peripheren Flanschs 18 und der Lippe
20 erforderlich.
Eine Klebeschicht 30 ist zwischen den Schichten
26 und 28 positioniert. Die Klebeschicht 30 ist ein mittels
Wärme oder Druck aktiviertes Klebemittel in Netz-, Pulver- oder einer anderen
herkömmlichen Form. Das Klebemittel kann ein Polyester, Olefin, Polypropylen
öder ein anderes geeignetes Harz sein. Die Klebeschicht 30 kann im
Voraus auf die Schicht 26 oder 28 oder beide vor einem Formen
aufgetragen werden. Wie es nachfolgend detailliert beschrieben ist, müssen
die Schichten 26 und 28 dazu fähig sein, sich zu Beginn des
Formungsprozesses in Bezug zueinander zu bewegen. Somit muss ein mittels Druck aktiviertes
Klebemittel, wenn es verwendet wird, zulassen, dass sich die Schichten
26 und 28 vor einem Aktivieren bewegen, wie es erwünscht
ist.
Andere Materialschichten können zwischen den Schichten
36 und 38 angeordnet oder an der Innenseite der Verkleidung
10 befestigt sein, um andere Eigenschaften zur Verfügung zu stellen,
die erwünscht sein können, wie beispielsweise eine Klangdämpfung
oder eine Flammenhemmung. Beispielsweise kann eine Feuerhemmungs- oder Klangdämpfungslage
32 durch die Klebemittelschicht 34 mit der Schicht 28
verbunden werden. Die Lage 32 kann mit der Verkleidung 10 verbunden
werden, nachdem sie ausgebildet worden ist, oder kann zu dem Schichtgebilde (wie
es nachfolgend beschrieben ist) vor einem Formen hinzugefügt werden. Gleichermaßen
kann eine Stützplatte 36 mit der Klebemittelschicht 38 vor
oder nach dem Formungsprozess angebracht werden. Die Stützplatte
36 kann eine Spanplattenlage zum Versteifen der Verkleidung 10
sein und kann durch die Verwendung von Klanglöchern dazu verwendet werden,
einen Klang weiter zu dämpfen oder auf andere Weise die Klangeigenschaften
der Verkleidung 10 zu steuern. Die Klebeschichten 34 und
38 können herkömmliche Klebemittel sein. Wärme- oder druckempfindliche
Klebemittel können verwendet werden, wenn die Schichten 32 und/oder
36 während eines Formens aufzutragen sind, und sonst kann irgendein
Klebemittel, wie beispielsweise ein auf Polyester basierendes oder ein anderes Klebemittel,
wie es geeignet ist, verwendet werden. Die Schicht 32 kann auch zwischen
den Schichten 26 und 28 angeordnet werden, wenn es erwünscht
ist.
Es kann erwünscht sein, die Materialien für die Schichten
der Verkleidung 10 so auszuwählen, dass sie eine im Wesentlichen ähnliche
Aufmachung bzw. Ausstattung haben. Beispielsweise können alle Schichten, einschließlich
der Klebemittelschichten, aus einem auf Polyester basierenden Material hergestellt
sein. Eine Auswahl von gleichen bzw. ähnlichen Materialien wird zulassen, dass
irgendeine feste Kante, d.h. Reste vom Herstellungsprozess, sowie weggeworfene Verkleidungen
auf einfache Weise recycelt werden. Dies ist deshalb so, weil die Verwendung von
gleichen Materialien die Notwendigkeit zur Trennung von verbundenen Schichten vermeidet
– oft eine schwierige Aufgabe.
Bei dem illustrativen Ausführungsbeispiel erstreckt sich die
Stützschicht 28 über die Gesamtheit der Verkleidung
10. Dies ist erwünscht, wenn die Verkleidung 10 dekorative
oder strukturelle Eigenschaften im zentralen Bereich 12 haben soll, oder
wenn es erwünscht ist, dass die gesamte Verkleidung 10 steif und/oder
relativ fest ist. Bei einigen Anwendungen, wie beispielsweise bei Lautsprechergittern,
können solche strukturellen oder dekorativen Aspekte nicht erwünscht sein.
In solchen Fällen muss die Stützschicht 28 nur um den Umfang
der Verkleidung 10 vorhanden sein, um die Ausbildung des Flansches
18 und der Lippe 20 zuzulassen, und nur genügend in den zentralen
Bereich 12 vorstehend sein, um zuzulassen, das der Befestigungsbereich
14 richtig arbeitet.
Wie es in 6 gezeigt ist, enthält
das Schichtgebilde 40 eine Außenlage 26 und eine Traglage
28. Die Klebeschicht 30 ist zwischen den Lagen bzw. Schichten
26 und 28 angeordnet. Andere Schichten können auch vorgesehen
sein, wie es oben beschrieben ist, obwohl diese anderen Schichten auch nach dem
Formungsprozess an die Verkleidung 10 angebracht werden können. Die
Klebeschicht 30 kann im Voraus auf eine oder beide der Schichten
26 und 28 aufgetragen werden, aber die Schicht 30 verbindet
die Schichten 26 und 28 nicht, bis der Formungsprozess begonnen
hat. Die Schichten des Schichtgebildes 40 müssen frei sein, um in
Bezug zueinander zu gleiten, wenn eine Blase 46 aufgeblasen wird, so dass
die Schichten derart positioniert werden können, dass sie eine erwünschte
Struktur erzeugen.
Die 3–5
zeigen den Formungsprozess zum Ausbilden von Gewebeverkleidungen. Eine herkömmliche
Blasenform 42 von dem Typ, der typischerweise zum Verbinden von Vinylabdeckungen an
Gehäusetüren, Tischoberflächen und Formen verwendet wird, ist vorgesehen.
Das Schichtgebilde 40 wird in einer Blasform 42 angeordnet.
Die Blasform 42 hat ein Bett 44 und eine Blase
46. Ein Werkzeug 48 wird auf dem Bett 44 platziert. Das
Werkzeug 48 kann von irgendeiner Form sein, um das erwünschte Produkt
zu erzeugen. Das Werkzeug 48 hat eine Lippe 50 und eine Unterschneidung
52, die im Wesentlichen kontinuierlich um den Umfang eines zentralen Bereichs
12 vorgesehen sind.
Die Blase 46 wird unter Anwendung von Druck aufgeblasen,
was das Schichtgebilde 40 mit dem Werkzeug 48 in Übereinstimmung
bringt, so dass das Schichtgebildet 40 um die Lippe 50 gebogen
wird und in die Unterschneidung 40 gezwängt wird. Wärme kann
durch Verwenden von heißer Luft zum Auffüllen der Blasen 46 angewendet
werden, um dadurch das Schichtgebilde 40 zu erwärmen. Andere Wärmequellen,
wie beispielsweise Wärmelampen, Spulen oder eine andere herkömmliche Einrichtung
können verwendet werden, um das Schichtgebilde 40 während eines
Formens zu erwärmen. Das Werkzeug 48 wird vorzugsweise auch vorgewärmt,
um den Formungsprozess zu beschleunigen. Die Wärme aktiviert irgendwelche Klebeschichten
im Schichtgebilde 40, was die Schichten des Schichtgebildes 40
verbindet. Die Wärme aktiviert auch Verbindungsmittel und aktivierende Fasern
in der Stützschicht 28, um die Verkleidung 10 weiter in die
erwünschte Form auszubilden.
Wenn einmal ausreichende Wärme und ausreichender Druck auf das
Schichtgebilde 40 lange genug angewendet worden ist, um sicherzustellen,
dass es die erwünschte Form erreicht hat und dass alle Schichten miteinander
verbunden worden sind, wird Luft aus der Blase 46 abgelassen und wird das
Bett 44 aus der Form 42 herausbewegt und wird zugelassen, dass
es sich abkühlt. Typischerweise wendet der Prozess einen Druck von etwa 5,5
bar bei 180 Grad Celsius für einhundertundzwanzig bis einhundertsechzig Sekunden
an. Natürlich können diese Parameter in Abhängigkeit von den ausgewählten
Materialien und den erwünschten Ergebnissen variiert werden. Überschüssiges
Material, oder eine "Kante", können dann zurechtgeschnitten werden, um die
schließlich ausgebildete Gewebeverkleidung 10 zu erzeugen. Die Kante
kann dann zur Verwendung beim Ausbilden neuer Lagen oder anderer Produkte recycelt
werden.
Wie es in 7 gezeigt ist, hat das Werkzeug
48 eine Basis 54 und einen obersten Teil 56. Der oberste
Teil 56 ist durch einen sich nach innen neigenden Rand 50 entlang
eines Radius Q umgeben und schließt an diesen an. Eine Unterschneidung
52, die durch Maschinenbearbeitung oder anderes ausgebildet werden kann,
der eine Wölbung mit einem Radius R ausbildet, definiert das untere Ausmaß
des Rands 50. Der Rand 50 und die Unterschneidung 52
bilden einen peripheren Flansch 18 der Gewebeverkleidung 10 aus.
Der Rand 50 kann sich unter einem Winkel B nach innen neigen. Die Größe
des Winkels B kann derart ausgewählt werden, dass er einen erwünschten
Einschnittwinkel A des Flansches 18 erzeugt (was in 1
gezeigt ist). Beispielsweise ist der Winkel B beim illustrativen Ausführungsbeispiel
annähernd 22 Grad. Weil der Flansch 18 etwas zurückprallt, wenn
er vom Werkzeug 48 entfernt ist, ist der resultierende Winkel A des Flansches
18 beim illustrativen Ausführungsbeispiel etwa 90 Grad. Eine Variation
des Winkels B und der in dem Schichtgewebe 40 verwendeten Materialien wird
Variationen bezüglich des Winkels A erzeugen, wie es erwünscht ist. Die
Basis 54 des Werkzeugs 48 hat eine Unterschneidung 52
um ihren Umfang.
Der Radius R kann bezüglich der Größe variiert werden,
um die erwünschte Verkleidung 10 zu erzeugen. Der Radius R muss groß
genug sein, um zuzulassen, dass das Schichtgewebe 40 vollständig in
die Unterschneidung 52 wenigstens bis zu der Stelle 58 gezogen
wird, wie es in 12 gezeigt ist. Bei dem in
7 gezeigten illustrativen Beispiel hat das Werkzeug
48 eine Höhe H von etwa 60,2 mm (2,37 Inches), eine Lippenhöhe
L von etwa 15,7 mm (0,63 Inches) und einen Radius R von etwa 19,1 mm (0,75 Inches).
Wenn die Blase 46 aufgeblasen ist, um dadurch das Schichtgewebe
40 um den Rand 50 und in die Unterschneidung 52 zu zwängen,
wird zugelassen, dass die Schichten 26 und 28 des Schichtgewebes
40 in Bezug zueinander gleiten, um dadurch Knitterfalten zu vermeiden,
die verursacht werden könnten, wenn eine differentielle Bewegung zwischen den
Schichten nicht zugelassen wäre. Dann wird Wärme angewendet, die das Klebemittel
zwischen den Schichten 26 und 28 und den aktivierenden Fasern
und Bindemitteln in der Schicht 28 aktiviert, um dadurch die Schichten
zu verbinden und das Schichtgewebe 40 in der erwünschten Form zu fixieren.
Wenn die Anordnung einmal aus der Form 42 entfernt ist und zugelassen ist,
dass sie abkühlt, wird ein Kantenbereich 60 an der Stelle
58 zugeschnitten, um dadurch die Lippe 20 auszubilden.
Die 8–11
zeigen alternative Ausführungsbeispiele der Werkzeuge 48, die zum
Ausbilden von schmaleren Verkleidungen 10 und Verkleidungen mit zentralen
Bereichen 12 mit unterschiedlichen Eigenschaften verwendet werden können.
Beispielsweise zeigt 11 ein Werkzeug 48 mit
einem zentralen Bereich mit Krone 12 zum Ausbilden einer Verkleidung
10 mit einem gekrümmten obersten Teil. Gleichermaßen zeigt die
8 ein Werkzeug 48 mit einer abgerundeten Lippe
50 zum Bereitstellen von Verkleidungen 10 mit einem gekrümmten
Umfang. Andere Werkzeugmerkmale, wie beispielsweise Nuten
62 (7) oder Keilen 64 (16–18)
können am zentralen Bereich 12 des Werkzeugs 48 vorgesehen
sein, um ästhetische oder strukturelle Eigenschaften im zentralen Bereich
12 der Verkleidung 10 zu erzeugen. Solche Werkzeugsmerkmale können
in temporärer Form vorgesehen sein, wie z.B. durch auffüllbare Nuten oder
entfernbare Keilschablonen, so dass ein Werkzeug dazu verwendet werden kann, eine
Mehrzahl von Verkleidungs-10-Produkten zu erzeugen. Es ist zu beachten, dass der
Radius R bezüglich der Größe wesentlich variieren kann, vorausgesetzt,
dass eine ausreichende Höhe H zugelassen ist, so dass das Schichtgewebe
40 vollständig in die Unterschneidung 52 gezogen werden kann.
Die Werkzeuge 48 können zusammenlegbar sein, um ein
einfaches Entfernen der Verkleidung 10 zuzulassen, wenn sie nach einem
Formen einmal gekühlt ist. Zusammenlegbare Formungswerkzeuge sind im Stand
der Technik eines Formens und eines Thermoformens wohlbekannt, und herkömmliche
Entwicklungen können ausgewählt und angewendet werden, wie es geeignet
ist.
Die 13–15
zeigen die verschiedenen Stufen eines Platzierens des Schichtgewebes 40
auf dem Werkzeug 48 und eines Formens von ihm. in 13
wird das Schichtgewebe 40 über dem Werkzeug 48 platziert.
Es ist zu beachten, dass die Ränder des Schichtgewebes 40 sich gut
über die umfängliche Lippe 50 des Werkzeugs 40 hinausgehend
erstrecken. Dieser "Überflug" lässt zu, dass die Blase 46 (nicht
gezeigt, siehe die 3–5)
das Schichtgewebe 40 bis zu dem erwünschten Ausmaß unter die
Unterschneidung 52 zieht. Das Ausmaß eines Überflugs muss jedoch
begrenzt werden, so dass das Schichtgewebe 40 nicht zwischen der Blase
46 und dem Bett 44 eingefangen wird. Ein solches Einfangen würde
den Rand des Schichtgewebes 40 drücken und es außerhalb des Werkzeugs
48 halten, um dadurch zu verhindern, dass das Schichtgewebe 40
in die Unterschneidung 52 gezogen wird. Somit ist, wie es in den
12 und 14 gezeigt ist,
wenn das Schichtgewebe 40 vollständig um das Werkzeug 48
ausgebildet ist, ein Rand 66 des Schichtgewebes 40 nicht in Kontakt
mit dem Bett 44.
Wie es in den 14–15
gesehen werden kann, kann der Formungsprozess dazu, eine nasen- bzw. bugförmige
Eigenschaft 68 (die "Nase") an den Ecken der Verkleidung 10 (vor
einem Zuschneiden der Kante) auszubilden. Die Nase 68 wird dann ausgebildet,
wenn die Blase 46 (siehe die 3–5)
das Schichtgewebe 40 in die Unterschneidung 52 zieht. An den Ecken
des Werkzeugs 48 drückt die Blase 46 das Schichtgewebe
40 und zieht die Blase 46, anstelle davon, dass Schichtgewebe
40 in die Unterschneidung 52 zu ziehen, das Schichtgewebe
40 etwas heraus, so dass es die Nase 68 ausbildet. Wie es oben
angemerkt ist, ist ein dauerhaftes Problem beim Ausbilden oder auf andere Weise
anbringen von Geweben um eine Ecke die Notwendigkeit, das Gewebe um die Ecke zu
bündeln oder zu falten. Dies erzeugt einen unansehnlichen Effekt. Aufgrund
der Nase 68 kombiniert mit dem Schlupf, der zwischen den Schichten des
Schichtgewebes 40 zugelassen ist, bilden Gewebe, die gemäß der
vorliegenden Erfindung ausgebildet sind, sehr glatte Ecken mit wenig oder keiner
Bündelung oder Faltung. Somit müssen Produkte, auf welche die Verkleidung
10 angewendet wird, keine Eckenkappen oder andere "Befestigungen" haben,
um den durch Bündeln oder Falten verursachten unansehnlichen Effekt zu vermeiden.
Bei einem alternativen Ausführungsbeispiel können, wie es
in den 32-36 dargestellt
ist, die Verkleidungen 10 unter Verwendung einer aufnehmenden Form
201 ausgebildet sein. Die Aufnahmeform 201 enthält eine Basis
202, eine periphere Wand bzw. Umfangswand 204 und einen Deckel
206. Um die Verkleidung 10 unter Verwendung der Aufnahmeform
201 zu erzeugen, wird das Schichtgewebe 40 über der Aufnahmeform
201 platziert. Das Schichtgewebe 40 kann so sein, wie es oben
beschrieben ist, oder kann eine gewebte Fläche 208 und eine nach oben
ragende nicht gewebte Stützschicht 210 enthalten. Die Blase
46 wird aufgeblasen, was das Schichtgewebe 40 in die Wanne und
die Unterschneidung treibt, die durch die Wände 204 und den Deckel
206 ausgebildet sind. Die nach oben ragende nicht gewebte Stützschicht
210 wird durch die Blase 46 komprimiert, federt aber zurück,
um die erwünschte Struktur auszubilden, wenn Luft aus der Blase 46
ausgelassen wird und sie entfernt wird. Die Schichten des Schichtgewebes
40 gleiten in Bezug zueinander, um zuzulassen, dass das Schichtgewebe
40 konform mit der Aufnahmeform 201 ohne ein Bündeln ist.
Dann werden, wie es oben beschrieben ist, Wärme und Druck angelegt,
um die Elemente des Schichtgewebes 40 auszubilden und um Klebemittel zwischen
den Schichten zu aktivieren. Ungleich der "Stecker"-Werkzeuge, die oben beschrieben
sind, bildet die Blase 46 keine Nase bei dem Schichtgewebe 40
an den Ecken aus. Stattdessen bündeln sich die Gewebeschichten bis über
die Stelle X in der Aufnahmeform 201 nach oben. Nichtsdestoweniger bleiben
die Gewebeschichten unterhalb der Stelle X ungebündelt. Wenn einmal eine Verkleidung
10 ausgebildet worden ist, wird ein Messer 212 in die Aufnahmeform
201 eingefügt, was die Verkleidung 10 entlang dem Innenrand
des Deckels 206 zuschneidet, um dadurch die gebündelten Bereiche des
Gewebes zu entfernen. Der Deckel 206 wird dann entfernt, was zulässt,
dass die Verkleidung 10 aus der Aufnahmeform 201 herausgehoben
wird.
Die 19–31
zeigen verschieden Ausführungsbeispiele von Verkleidungen
10, wie sie bei modularen Büroteilen und Wandverkleidungen verwendet
werden. Die 19 zeigt ein Büroteilersystem
100 mit Abschnitten 102. Die Abschnitte 102 können
variierende Größen haben und an ihren Rändern mit anderen Abschnitten
102 verbunden werden, um einen Büroraum in virtuell irgendeiner erwünschten
Konfiguration zu konfigurieren. Beispielsweise können kürzere Abschnitte
102A vorgesehen sein, um ein Hineinsehen in kleine abgetrennte Raumbereiche
zuzulassen. Fensterabschnitte 102B, die eine Fensterscheibe enthalten,
können auch für denselben Zweck vorgesehen sein. Energie-Auslässe
104 können innerhalb der Abschnitte 102 vorgesehen sein,
so dass Bürogeräte in jedem kleinen abgetrennten Raum verwendet werden
können, der durch eine Teileranordnung 100 ausgebildet ist.
Nimmt man Bezug auf 20, weist jeder Abschnitt
102 einen Rahmen 106 und zwei Verkleidungen 10, die die
vorliegende Erfindung verkörpern, auf. Der Abschnitt 102 kann nur
eine Verkleidung 10 verwenden, wenn beispielsweise die nicht bedeckte Seite
nicht im Blickfeld ist. Der Rahmen 106 weist zwei Seitenschienen
108, nämlich eine oberste Schiene 110 und eine unterste Schiene
1112, auf. Die Schienen 108–112 können aus
Holz, Aluminium, Stahl, Plastik oder irgendeinem anderen geeigneten Material hergestellt
sein. Die Schienen 108–112 sind mit Befestigungsmitteln,
Leim, Schweißen oder irgendeiner anderen Einrichtung verbunden. Klammern
114 können vorgesehen sein, um den Rahmen 106 zu stabilisieren
und rechteckförmig auszubilden. Benachbarte Abschnitte 102 können
mit herkömmlichen Befestigungsmitteln 116, wie beispielsweise Muttern
und Bolzen, miteinander verbunden werden. Während andere, dauerhaftere Befestigungsmittel
verwendet werden können, werden entfernbare Befestigungsmittel bevorzugt, weil
Installationen von Büroteileranordnungen 102 nicht typischerweise
dauerhafte Strukturen sind. Wie es in der 21 gezeigt
ist, haben die Schienen 108–112 jeweils eine Lippe
118, die entlang jedes Außenrands ausgebildet ist, um mit den Verkleidungen
10 ein Paar zu bilden. Die Verkleidungen 10A können auch
an den Enden der Abschnitte 102 vorgesehen sein, wo keine weiteren Abschnitte
anzuschließen sind – solche Verkleidungen 10A werden Endkappen
genannt. Verkleidungen können auch entlang der obersten Teile der Abschnitte
102 vorgesehen sein (nicht gezeigt).
Die Verkleidungen 10 können Nuten 121 definieren,
um die Verkleidungen 10 zu versteifen und zu verfestigen. Alternativ dazu
(nicht gezeigt) können Furchen oder andere Oberflächeneigenschaften ausgebildet
sein, um ästhetische Eigenschaften an den Verkleidungen 10 zu versteifen,
zu verfestigen und/oder zu erzeugen.
Nimmt man Bezug auf 22, ist die Verkleidung
10 an der Schiene 108 durch eine "schnappende" Befestigungseinrichtung
14 um die Lippe 118 um die Lippe 118 befestigt. Weil
die Schienen 110–112 auf eine Weise konstruiert sind, die
gleich der Schiene 108 ist, wird sich die folgende Diskussion auf die Schienen
108 beziehen. Es ist jedoch zu verstehen, dass eine Diskussion der Struktur
und der Funktion der Schienen 108 gleichermaßen für die Schienen
110–112 gilt. Der Flansch 18 und die Lippe
20 sind ausgebildet, um mit der Lippe 118 zusammenzuarbeiten,
um die Verkleidung 10 an der Schiene 108 zu sichern. Aneinander
liegende Schienen 108 werden durch Befestigungsmittel 116 mit
einer ausreichenden Trennung zusammengehalten, um den Einbau der Verkleidungen
10 zuzulassen, während sie ausreichen nahe genug sind, um eine relativ
schmale Trennung zwischen eingebauten Verkleidungen 10 zur Verfügung
zu stellen, um dadurch eine ästhetisch ansprechende Verbindung zwischen den
Abschnitten 102 zur Verfügung zu stellen. Diese Beabstandung kann
variiert werden, um irgendeinen erwünschten Effekt zu erzeugen. Weil (wie es
in 20 gezeigt ist) die Befestigungseinrichtung
14 und die Lippe 118 relativ kontinuierlich um den Umfang der
Verkleidung 10 bzw. des Rahmens 106 sind, wird die Verkleidung
10 fest an dem Rahmen 106 gesichert, ohne die Notwendig für
zusätzliche Befestigungsmittel oder Clips. Die Verkleidung 10 wird
durch ein Schnappen der Ecke 120 der Verkleidung 10 über
die Ecke 122 des Rahmens 106 eingebaut. Der Einbauende lässt
dann seine oder ihre Hand entlang des Randes der Verkleidung 10 laufen,
was die Befestigungseinrichtung 14 weich über die Lippe
118 der Schiene 106 schnappt.
Nimmt man Bezug auf 23, können die
Schienen 108 mit einer Lippenfeder 124 anstelle der Lippe
118 versehen sein, die Lippenfeder 124 weist eine federartige
Struktur auf, die aus Plastik, Metall oder irgendeinem anderen geeigneten Material
hergestellt ist, welche den Flansch 18 in einer Richtung C nach außen
zwingt. Beim illustrativen Ausführungsbeispiel ist die Federlippe
124 ein "S"-förmiger Federstahlclip, obwohl andere Konfigurationen
vorgesehen sein können. Die Federlippe 124 dient zum Bereitstellen
einer zusätzlichen Spannung zum Straffhalten der Verkleidung 10.
Die 24 und 25
zeigen ein alternatives Ausführungsbeispiel der Rahmen 106. Die Rahmen
106 können mit einer Endschiene 125 oder einer obersten Schiene
126 versehen sein, welche zulassen, dass eine Verkleidung 10 entlang
der obersten Seite oder der Seite des Abschnitts 102 angebracht wird. Ein
herkömmliches Fußgestell 130 kann an die Schiene 112
befestigt sein. Die Schienen 108–112 können aus einem
einzelnen, extrudierten Plastikblock mit den Lippen 118 ausgebildet sein.
Die Lippen 118 können unter einem Winkel D etwas eingeschnitten sein,
so dass der Flansch 18 der Verkleidung 10 (nicht gezeigt) weniger
sichtbar sein kann. Wie es oben angegeben ist, kann der Winkel
A der Verkleidung 10 variiert werden, wie es erwünscht ist, um gemäß
dem Winkel D der zu behandelnden Struktur zu sein. Der Eckrahmen 128 kann
auch vorgesehen sein. Eckabdeckungen (nicht gezeigt) können an die Eckrahmen
128 auf dieselbe Weise angewendet werden, wie es oben in Bezug auf die
Verkleidungen 110 beschrieben ist, d.h. eine Befestigungseinrichtung
14 wird über die Lippen 118 geschnappt, um die Eckabdeckung
(nicht gezeigt) an einer Stelle zu sichern.
Wie es in den 26–28
gezeigt ist, können die Verkleidungen 10 auf eine Vielfalt von unterschiedlichen
Formen und Größen erzeugt werden, um unterschiedliche Rahmenentwicklungen
und -strukturen unterzubringen. Beispielsweise kann eine kleine Paneele ausgebildet
werden, um eine dekorative Endkappe 10A für den Abschlussrand eines
Teilabschnitts zur Verfügung zu stellen. Ebenso kann dort, wo der Teil teilweise
glasiert ist (wie es in 1 beim Teil 12B gezeigt
ist), die Verkleidung 10B in einer Innenöffnung 132 enthalten
sein, die durch einen Innenflansch 134 definiert ist. Kleinere mittlere
Paneele 10C können an Verbindungen zwischen den Abschnitten
12 nötig sein.
Wie es in 28 gezeigt ist, kann der Innenraum
zwischen zwei Verkleidungen 10 mit Watte 136 gefüllt sein,
um bestimmte Eigenschaften zur Verfügung zu stellen, die erwünscht sein
können, wie beispielsweise eine Klangdämpfung oder eine Flammenhemmung.
Bei einem alternativen Ausführungsbeispiel können, wie es
in den 29–31 gezeigt
ist, modulare, dekorative Wandverkleidungen 200 vorgesehen sein, die Rahmen
106 und Verkleidungen 10 aufweisen. Die Rahmen 106 sind
direkt an einer existierenden Wand befestigt und haben Lippen 118, wie
es oben beschrieben ist. Die Verkleidungen 10 werden mit der Befestigungseinrichtung
14 daran auf dieselbe Weise wie derjenigen befestigt, die oben beschrieben
ist, d.h. die Flansche 18 und die Lippen 20 werden über die
Lippen 118 "geschnappt". Watte 136 kann in dem Raum zwischen der
Verkleidung 10 und der Wand eingefügt werden, um eine Klangdämpfung
oder eine Feuerhemmung zur Verfügung zu stellen. Tatsächlich können
die Verkleidungen 10 vorgesehen sein, um akustische Paneele, Lautsprecher
oder andere Vorrichtungen zu verbergen, die in bestimmten Räumen nötig
sein könnten, wie beispielsweise Studios, Galerien oder Theatern.
Obwohl das Vorangehende zu Zwecken eines Darstellens, eines Erklärens
und eines Beschreibens bestimmter Ausführungsbeispiele eines modularen Teilerschirms
und von anderen geformten Gewebeverkleidungen in besonderem Detail zur Verfügung
gestellt ist, werden Modifikationen und Anpassungen an die beschriebenen Schirme
und andere Ausführungsbeispiele Fachleuten auf dem Gebiet offensichtlich werden,
und können hergestellt werden, ohne von dem Schutzumfang der Erfindung abzuweichen,
wie er in den Ansprüchen definiert ist.