Die Erfindung betrifft eine Solar-Umwälzpumpe zum
Anschluss an eine Photovoltaik-Paneleinrichtung, mit einem Elektromotor, welcher
elektronisch kommutiert ist und eine Steuerungseinrichtung aufweist, durch welche
ein periodisches Kommutierungssignal bereitstellbar ist.
Die Erfindung betrifft ferner ein Verfahren zur Regelung
einer Solar-Umwälzpumpe, welche durch eine Photovoltaik-Paneleinrichtung mit
elektrischer Energie versorgt wird und welche einen elektronisch kommutierten Elektromotor
aufweist.
Weiterhin betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Anlaufsteuerung
einer Solar-Umwälzpumpe, welche durch eine Photovoltaik-Paneleinrichtung mit
elektrischer Energie versorgt wird und welche einen elektronisch kommutierten Elektromotor
aufweist.
Weiterhin betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Leistungseinstellung
einer Solar-Umwälzpumpe, welche durch eine Photovoltaik-Paneleinrichtung mit
elektrischer Energie versorgt wird und welche einen elektronisch kommutierten Elektromotor
aufweist.
Solar-Umwälzpumpen zum Anschluss an eine Photovoltaik-Paneleinrichtung
werden im Zusammenhang mit solarthermischen Kollektoreinrichtungen verwendet. Sie
dienen zur Förderung von flüssigem Medium, insbesondere Wasser, durch
die Solarkollektoreinrichtung zur Erhitzung des Mediums. Die Photovoltaik-Paneleinrichtung
stellt die notwendige elektrische Energie zum Betrieb der Solar-Umwälzpumpe
bereit.
Da die solaren Einstrahlungsbedingungen variieren, variiert
die elektrische Energieversorgung von Solar-Umwälzpumpen, was mit Problemen
behaftet sein kann.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Solar-Umwälzpumpe
der eingangs genannten Art bereitzustellen, welche bei einfachem Aufbau verbesserte
Betriebseigenschaften aufweist.
Diese Aufgabe wird bei der eingangs genannten Solar-Umwälzpumpe
erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass die Steuerungseinrichtung so
ausgebildet ist, dass das Kommutierungssignal bezüglich des Verhältnisses
von Einschaltzeit zu Ausschaltzeit variiert wird.
Das Kommutierungssignal sorgt dafür, dass eine Rotation
eines Rotors des Elektromotors erfolgt. Spulen des Elektromotors werden durch das
Kommutierungssignal phasenversetzt angesteuert. Über einen duty cycle erfolgt
eine Variation innerhalb des Kommutierungssignals, das heisst das Verhältnis
von Einschaltzeit zu Ausschaltzeit wird variiert. Dadurch wird der Prozentsatz der
Einschaltzeit bezogen auf eine Periode des Kommutierungssignals variiert.
Die solaren Einstrahlungsbedingungen variieren, so dass
die durch die Photovoltaik-Paneleinrichtung bereitgestellte elektrische Leistung
zeitlich schwankt. Dadurch kann die Drehzahl der Solar-Umwälzpumpe (als Drehzahl
des Rotors des Elektromotors) variieren. Durch die Variation des Verhältnisses
von Einschaltzeit zu Ausschaltzeit im Kommutierungssignal lässt sich eine Maximierung
der Drehzahl bei gegebenen Einstrahlungsbedingungen erreichen, da sich das für
gegebene Einstrahlungsbedingungen optimierte Verhältnis von Einschaltzeit zu
Ausschaltzeit auffinden lässt.
Insbesondere ist das Kommutierungssignal kontinuierlich
variierbar. Dadurch lässt sich eine permanente Variation des Verhältnisses
von Einschaltzeit und Ausschaltzeit durchführen, um so kontinuierlich für
eine Optimierung der Solar-Umwälzpumpe zu sorgen.
Beispielsweise ist eine Variation des Kommutierungssignals
in seiner Form und/oder in seiner Amplitude vorgesehen. Es ist insbesondere bekannt,
einen elektronisch kommutierten Motor über Blockkommutierung zu betreiben.
Das entsprechende Kommutierungssignal umfasst stufenförmige Pulse. Über
die Änderung der Pulslänge innerhalb einer Periode lässt sich das
Verhältnis von Ausschaltzeit zu Einschaltzeit verändern. Es ist auch eine
Sinuskommutierung bekannt, bei welcher das Kommutierungssignal Sinuskurven bzw.
Sinus-Einhüllenden-Kurven umfasst. Beispielsweise wird das entsprechende Signal
aus einzelnen Pulsen generiert, die in ihrer Pulshöhe so eingestellt sind,
dass sich eine Sinuskurve ergibt. Eine Variation des Verhältnisses von Einschaltzeit
zu Ausschaltzeit lässt sich erreichen, wenn solche Signalpulse mit einem duty
cycle multipliziert werden. Dadurch wird die Hüllamplitude der Sinuskurve variiert,
wobei die Sinusform an sich erhalten bleibt.
Insbesondere erfolgt die Variation des Kommutierungssignals
bezüglich Einschaltzeit und Ausschaltzeit (duty cycle) auf einer Zeitskala,
welche sehr viel größer ist als eine Periode des Kommutierungssignals.
Diese Zeitskala der Variation ist eine Zeitskala, auf welcher eine Variation der
solaren Einstrahlungsbedingungen erwartet wird. Sie liegt insbesondere im Zehntelsekundenbereich
oder größer.
Günstig ist es, wenn die Variation des Verhältnisses
von Einschaltzeit und Ausschaltzeit am Kommutierungssignal durch Schritte der Vergrößerung
oder Verkleinerung des Verhältnisses erfolgt. Es erfolgt insbesondere ein Hin-
und Hertakten des duty cycles mit dem Ziel, die Drehzahl des Rotors des Elektromotors
zu maximieren.
Ganz besonders vorteilhaft ist es, wenn die Steuerungseinrichtung
einen Regelkreis umfasst, bei welchem die Drehzahl eines Rotors des Elektromotors
die Regelgröße ist und das Verhältnis von Einschaltzeit und Ausschaltzeit
am Kommutierungssignal die Steuergröße ist. Dieser Regelkreis lässt
sich insbesondere softwaremäßig in der Steuerungseinrichtung realisieren.
Der duty cycle wird so variiert, dass sich die optimierte, nämlich maximale
Drehzahl, ergibt. Beispielsweise wird ausgehend von einem bestimmten Verhältnis
das Verhältnis von Einschaltzeit zu Ausschaltzeit vergrößert. Wenn
sich dadurch eine Erhöhung der Drehzahl ergibt, wird eine weitere Erhöhung
durchgeführt. Wenn sich eine Erniedrigung der Drehzahl ergibt, erfolgt eine
Taktung in der anderen Richtung.
Insbesondere ist es vorgesehen, dass das Regelziel für
die Regelgröße eine Maximierung der Drehzahl ist, um so eine optimierte
Pumpenleistung zu erhalten. Dadurch lässt sich auf einfache Weise eine Selbstoptimierung
der Solar-Umwälzpumpe erreichen, ohne dass eine externe Regelungseinrichtung
notwendig ist. Diese Selbstoptimierung bzw. Selbstregelung der Solar-Umwälzpumpe
lässt sich auf einfache Weise durch eine integrierte Steuerungseinrichtung
realisieren.
Insbesondere ist eine Messeinrichtung für die Drehzahl
oder für eine die Drehzahl charakterisierende Größe vorgesehen. Dadurch
lässt sich die Drehzahl bestimmen, um so das Verhältnis von Einschaltzeit
und Ausschaltzeit gezielt variieren zu können, um eine maximierte Drehzahl
zu erreichen.
Insbesondere ist die Messeinrichtung durch einen integrierten
Positionsgeber des Elektromotors gebildet. Dieser integrierter Positionsgeber umfasst
beispielsweise einen oder mehrere Hall-Sensoren.
Es ist grundsätzlich auch möglich, dass eine
Leistungsmesseinrichtung für den Elektromotor vorgesehen ist. Die Leistung
ist direkt abhängig von der Drehzahl. Das Regelziel der Maximierung der Drehzahl
entspricht einem Regelziel der Maximierung der Leistung.
Günstigerweise ist der Regelkreis in den Elektromotor
integriert. Dadurch lässt sich ein einfacher und kostengünstiger Aufbau
erreichen.
Die eingangs genannte Aufgabe wird ferner erfindungsgemäß
durch die eingangs genannte Solar-Umwälzpumpe gelöst, dass durch die Steuerungseinrichtung
prüfbar ist, ob genügend elektrische Energie für eine Ausrichtung
und/oder einen nachfolgenden Anlauf eines Rotors des Elektromotors bereitsteht.
Nach der Initialisierung der Steuerungseinrichtung erfolgt
eine Ausrichtung des Rotors des Elektromotors und nach der Ausrichtung erfolgt der
Anlauf des Elektromotors. Die dazu notwendige Energie wird von der Photovoltaik-Paneleinrichtung
zumindest indirekt bereitgestellt. Es kann nun vorkommen, dass nicht genügend
elektrische Energie zur Ausrichtung bzw. zum Anlauf des Elektromotors vorhanden
ist. Beispielsweise liefert eine Photovoltaik-Paneleinrichtung morgens wenig Strom
bei hoher Spannung. Die Solar-Umwälzpumpe bildet einen Ohmschen Widerstand
im Stromkreis. Sie schließt dann bei einem erfolglosen Startversuch kurz. Es
kann dann zu einem häufigen erfolglosen Antakten der Solar-Umwälzpumpe
kommen, wenn solche Anlauf-Kurzschlüsse vorliegen. Es ist dabei grundsätzlich
so, dass die Ausrichtung bzw. der Anlauf des Elektromotors mit einer Geräuschemission
verbunden ist.
Bei der erfindungsgemäßen Lösung wird geprüft,
ob genügend elektrische Energie bereitsteht, ohne dass eine Bewegung des Rotors
erfolgt. Dadurch wird eine unnötige Geräuschemission verhindert, wenn
nicht genügend elektrische Energie bereitsteht.
Weiterhin lässt sich durch die erfindungsgemäße
Lösung sicherstellen, dass ein Pufferspeicher soweit aufgeladen werden kann,
dass für eine Ausrichtung und für einen Anlauf des Elektromotors genügend
elektrische Energie bereitsteht.
Günstig ist es, wenn dem Elektromotor ein Pufferspeicher
für elektrische Energie zugeordnet ist. In diesem Pufferspeicher wird elektrische
Energie bereitgestellt, um für eine Ausrichtung des Rotors und einen Anlauf
des Elektromotors zu sorgen.
Günstig ist es, wenn der Pufferspeicher in die Solar-Umwälzpumpe
bzw. in den Elektromotor integriert ist.
Ganz besonders vorteilhaft ist es, wenn der Pufferspeicher
zwischen einer Motorelektronikanordnung des Elektromotors und der Photovoltaik-Paneleinrichtung
angeordnet ist. Der Pufferspeicher kann durch von der Photovoltaik-Paneleinrichtung
bereitgestellte elektrische Energie aufgeladen werden. Diese steht dann bereit,
um für eine Ausrichtung des Rotors und für einen Anlauf des Elektromotors
zu sorgen.
Der Pufferspeicher ist insbesondere in die Solar-Umwälzpumpe
integriert. Es ist dann günstig, wenn der Pufferspeicher zwischen der Motorelektronikanordnung
und einem elektrischen Anschluss für die Photovoltaik-Paneleinrichtung angeordnet
ist.
Ganz besonders vorteilhaft ist es, wenn durch die Steuerungseinrichtung
ein Zeitfenster zwischen Ausrichtung des Rotors und Anlaufen des Elektromotors vorgebbar
ist. Beispielsweise liegt die Dauer für ein solches Zeitfenster im Sekundenbereich;
beispielsweise liegt es in der Größenordnung von drei Sekunden. Durch
die Vorgabe des Zeitfensters lässt sich eine zeitliche Entzerrung zwischen
der Ausrichtung des Rotors und dem Anlaufen des Elektromotors (zur permanenten Drehung
des Rotors) erreichen. Dadurch lässt sich gewährleisten, dass nach der
Ausrichtung des Rotors genügend elektrische Energie zum Anlaufen des Elektromotors
bereitsteht.
Es kann vorgesehen sein, dass der Elektromotor eine Mehrzahl
von Spulen aufweist und dass durch die Steuerungseinrichtung eine Last an eine Spule
anlegbar ist, um zu prüfen, ob für eine Ausrichtung des Rotors und/oder
ein Anlauf des Elektromotors ausreichend elektrische Energie bereitsteht. Die Last
wird angelegt und es wird dann geprüft, ob sich eine ausreichende Spannung
in der Spule aufbauen kann oder ob diese Spannung zusammenbricht. Wenn sich eine
genügende Spannung aufbauen kann, dann wird für eine vollständige
Spannungsbeaufschlagung des Elektromotors gesorgt, um eine Ausrichtung des Rotors
zu erreichen und einen Anlauf durchzuführen.
Günstig ist es, wenn die Last so anlegbar ist, dass
keine Bewegung des Rotors des Elektromotors erfolgt. Insbesondere erfolgt eine Lastanlegung
nur an eine einzige Spule des Elektromotors, um eine Bewegung des Rotors zu verhindern.
Ganz besonders vorteilhaft ist es, wenn durch die Steuerungseinrichtung
die Lastanlegung an die Spule nach einem Initialisierungsvorgang vor Ausrichtung
des Rotors des Elektromotors erfolgt. Dadurch werden Rotorbewegungen mit der entsprechenden
Geräuschemission verhindert, wenn nicht ausreichende elektrische Energie zum
Anlauf bereitsteht. Dadurch lässt sich auch sicherstellen, dass ein Pufferspeicher
genügend aufgeladen wird, um für eine Ausrichtung des Rotors und einen
Anlauf des Elektromotors zu sorgen.
Die eingangs genannte Aufgabe wird bei der eingangs genannten
Solar-Umwälzpumpe ferner erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass
die Steuerungseinrichtung eine Einstelleinrichtung umfasst, durch welche eine untere
Grenze für die Spannungsbeaufschlagung des Elektromotors feststellbar einstellbar
ist.
Eine Solar-Umwälzpumpe wird an eine Solarkollektoreinrichtung
angeschlossen. Die Solarkollektoreinrichtung kann eine unterschiedliche Anzahl von
Solarkollektoren umfassen. Entsprechend muss die Förderleistung der Solar-Umwälzpumpe
angepasst sein.
Durch eine erfindungsgemäße Einstelleinrichtung
lässt sich eine Solar-Umwälzpumpe an eine weite Bandbreite von Solarkollektoreinrichtungen
anpassen. Dadurch lässt sich die Solar-Umwälzpumpe bei der Installation
des Systems fest einstellen, um eine optimierte Arbeitsweise zu erhalten.
Es wird dabei eine untere Grenze für die Spannungsbeaufschlagung
des Elektromotors fest eingestellt, wobei der tatsächliche Wert der unteren
Grenze abhängig ist von der Ausbildung der Solarkollektoreinrichtung.
Dadurch lässt sich eine Leistungsdrosselung der Solar-Umwälzpumpe
einstellen, welche so ausgeführt ist, dass bei einer Verminderung der solaren
Einstrahlung die Förderleistung der Pumpe mindestens näherungsweise proportional
zurückgeht. Dadurch wird eine unnötige Umschichtung in einem Mediumspeicher
verhindert und eine Stratifizierung erreicht. Über das Vorsehen einer Einstelleinrichtung
lässt sich eine Selbstoptimierung der Solar-Umwälzpumpe angepasst an die
entsprechende Solarkollektoreinrichtung erreichen.
Die untere Grenze der Spannungsbeaufschlagung ist insbesondere
bezogen auf eine maximale Leerlaufspannung der Photovoltaik-Paneleinrichtung.
Günstig ist es, wenn durch die Einstelleinrichtung
eine Leistungsdrosselung der Solar-Umwälzpumpe einstellbar ist. Dadurch lässt
sich die Förderleistung und die Verminderung der Förderleistung angepasst
an die Solarkollektoreinrichtung, an welche die Solar-Umwälzpumpe angeschlossen
wird, optimiert einstellen.
Insbesondere ist durch die Einstelleinrichtung die untere
Grenze der Spannungsbeaufschlagung in einem Bruchteilbereich der maximalen Leerlaufspannung
der Photovoltaik-Paneleinrichtung einstellbar. Die Leistung einer Photovoltaik-Paneleinrichtung
(I x U) nimmt bei steigender Spannung bis zu einem Maximum zu und nimmt dann ab.
Zu der maximalen Leerlaufspannung hin nimmt die Leistung ab. Durch die Einstellung
einer unteren Spannung wird gewährleistet, dass man eine angepasste Förderleistung
auch bei Verringerung der solaren Einstrahlung erhält.
Insbesondere liegt der Bruchteilbereich zwischen mindestens
50 % und höchstens 95 % der maximalen Leerlaufspannung. Der Bereich hängt
davon ab, wie die Solarkollektoreinrichtung ausgebildet ist. Wenn diese eine große
Anzahl von Solarkollektoren enthält, dann liegt der Bruchteilbereich eher bei
50 %. Wenn diese nur einen Solarkollektor enthält, dann liegt der Bruchteilbereich
eher bei 95 %.
Der Elektromotor ist beispielsweise ein bürstenloser
Gleichstrommotor. Er kann einen permanentmagnetischen Stator aufweisen.
Der Erfindung liegt ferner die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren
zur Regelung einer Solar-Umwälzpumpe der eingangs genannten Art bereitzustellen,
welches auf einfache Weise ausführbar ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst,
dass ein Kommutierungssignal kontinuierlich bezüglich des Verhältnisses
von Einschaltzeit und Ausschaltzeit variiert wird.
Die Vorteile des erfindungsgemäßen Verfahrens
wurden bereits im Zusammenhang mit der erfindungsgemäßen Solar-Umwälzpumpe
gemäß Anspruch 1 erläutert.
Weitere vorteilhafte Ausführungsformen wurden ebenfalls
bereits mit weiteren Ausführungsbeispielen der Solar-Umwälzpumpe gemäß
Anspruch 1 erläutert.
Der Erfindung liegt ferner die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren
zur Anlaufsteuerung einer Solar-Umwälzpumpe bereitzustellen, welches einen
effektiven Betrieb einer Solarkollektoranordnung ermöglicht.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst,
dass vor einer für eine Drehung des Rotors geeigneten Ansteuerung geprüft
wird, ob für eine Ausrichtung des Rotors und/oder für einen Anlauf des
Elektromotors ausreichend elektrische Energie bereitsteht.
Die Vorteile des erfindungsgemäßen Verfahrens
wurden bereits im Zusammenhang mit der erfindungsgemäßen Solar-Umwälzpumpe
gemäß Anspruch 13 erläutert.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen wurden ebenfalls bereits
im Zusammenhang mit der erfindungsgemäßen Solar-Umwälzpumpe gemäß
Anspruch 13 erläutert.
Der Erfindung liegt ferner die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren
zur Leistungseinstellung einer Solar-Umwälzpumpe bereitzustellen, über
welches die Solar-Umwälzpumpe an eine vorgegebene Solarkollektoreinrichtung
anpassbar ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst,
dass eine untere Grenze für die Spannungsbeaufschlagung des Elektromotors eingestellt
wird.
Die Vorteile dieses erfindungsgemäßen Verfahrens
wurden bereits im Zusammenhang mit der Solar-Umwälzpumpe gemäß Anspruch
23 erläutert.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen dieses erfindungsgemäßen
Verfahrens wurden ebenfalls bereits im Zusammenhang mit der Solar-Umwälzpumpe
gemäß Anspruch 23 erläutert.
Die oben genannten Verfahren (Anspruch 29, Anspruch 34
und Anspruch 40) können auch kombiniert an einer Solar-Umwälzpumpe eingesetzt
werden, wobei alle drei Verfahren realisiert sein können oder zwei von diesen
Verfahren realisiert sein können.
Die nachfolgende Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen
dient im Zusammenhang mit der Zeichnung der näheren Erläuterung der Erfindung.
Es zeigen:
- Figur 1
- eine schematische Darstellung einer Solarkollektor-Anordnung mit einer Photovoltaik-Paneleinrichtung
und einer Solar-Umwälzpumpe;
- Figur 2
- eine schematische Darstellung eines Ausführungsbeispiels eines Elektromotors
einer erfindungsgemäßen Solar-Umwälzpumpe;
- Figur 3
- eine schematische Darstellung eines Teils eines Beispiels eines Kommutierungssignals;
- Figur 4
- eine schematische Darstellung eines Teils eines weiteren Beispiels eines Kommutierungssignals;
und
- Figur 5
- ein Strom-Spannungs-Diagramm einer Photovoltaik-Panel-einrichtung bei verschiedenen
Einstrahlungsbedingungen.
Eine solarthermische Anordnung (Solarkollektor-Anordnung),
welche in Figur 1 schematisch gezeigt und dort mit 10 bezeichnet ist, umfasst eine
solarthermische Kollektoreinrichtung 12, an welcher ein flüssiges Medium, insbesondere
Wasser, solarthermisch erwärmbar ist. Zur Förderung des Mediums ist eine
Solar-Umwälzpumpe 14 vorgesehen. Die Solar-Umwälzpumpe 14 ist zwischen
einem Mediumspeicher 16 und der solarthermischen Kollektoreinrichtung 12 angeordnet.
Medium wird von der Solar-Umwälzpumpe 14 aus dem Mediumspeicher 16 zu der solarthermischen
Kollektoreinrichtung 12 gefördert, um dieses dort zu erwärmen. Erwärmtes
Medium wird von der solarthermischen Kollektoreinrichtung 12 in den Mediumspeicher
16 zurückgeführt. Aus dem Mediumspeicher 16 kann (erwärmtes) Medium
an einem (oberen) Auslass 17a entnommen werden. Entsprechend ist eine Nachführungseinrichtung
vorgesehen, um bei einer Mediumentnahme wieder (zu erwärmendes) Medium über
einen (unteren) Einlass 17b zuführen zu können.
Zwischen der Solar-Umwälzpumpe 14 und der solarthermischen
Kollektoreinrichtung 12 ist ein Rückschlagventil 18 angeordnet, das dafür
sorgt, dass Medium nicht von der Solarkollektoreinrichtung 12 zur Solar-Umwälzpumpe
14 zurückfließen kann.
Die Solar-Umwälzpumpe 14 ist durch Solarenergie betrieben.
Sie ist dazu mit einer Photovoltaik-Paneleinrichtung 20 verbunden, welche die zum
Betrieb der Solar-Umwälzpumpe 14 notwendige elektrische Energie bereitstellt.
Die Photovoltaik-Paneleinrichtung 20 steht in räumlicher
Beziehung mit der solarthermischen Kollektoreinrichtung 12; diese Beziehung ist
vorzugsweise derart, dass für die Photovoltaik-Paneleinrichtung 20 und für
die solarthermische Kollektoreinrichtung 12 mindestens näherungsweise die gleichen
solaren Einstrahlungsbedingungen vorliegen.
Die Solar-Umwälzpumpe 14 umfasst einen Elektromotor
22 (Figur 2) mit einem um eine Drehachse 24 rotierbaren Rotor 26. Ferner weist der
Elektromotor 22 einen Stator 28 auf.
Bei dem Elektromotor 22 handelt es sich um einen elektronisch
kommutierten Elektromotor wie beispielsweise einen bürstenlosen Gleichstrommotor.
Bei dem in Figur 2 gezeigten Ausführungsbeispiel ist der Rotor 26 permanentmagnetisch
ausgebildet und an dem Stator 28 sind eine Mehrzahl von Spulen 30a, 30b, 30c angeordnet,
wobei an die Spulen 30a, 30b, 30c ein periodisches Kommutierungssignal angelegt
wird. Die Teilkommutierungssignale für die jeweiligen Spulen 30a, 30b, 30c
sind phasenversetzt zueinander. Bei drei Spulen beträgt der Phasenversatz 120°.
Es ist grundsätzlich auch möglich, dass der Stator
permanentmagnetisch ausgebildet wird und der Rotor eine Mehrzahl von Spulen aufweist,
welche mit einem Kommutierungssignal beaufschlagt werden.
Bei dem in Figur 2 gezeigten Ausführungsbeispiel ist
der Stator 28 innenliegend und der Rotor 26 außenliegend (Außenläufer).
Es ist auch möglich, dass der Rotor 26 innenliegend (Innenläufer) ist
und der Stator 28 außenliegend.
Ein Laufrad der Solar-Umwälzpumpe 14 ist drehfest
mit dem Rotor 26 verbunden.
Der Rotor 26 kann über eine Rotorwelle drehbar um
die Drehachse 24 gelagert sein. Es ist beispielsweise auch möglich, dass der
Rotor 26 über ein sphärisches Lager bezüglich des Stators 28 drehbar
gelagert ist.
Der Elektromotor 22 weist eine Steuerungseinrichtung 32
auf, welche an die Spulen 30a, 30b, 30c gekoppelt ist, um diesen das Kommutierungssignal
bereitzustellen. Die Steuerungseinrichtung 32 kann ganz oder teilweise als integrierte
Schaltung realisiert sein. Insbesondere weist sie einen oder mehrere Prozessoren
auf. Sie bildet insbesondere eine Motorelektronikanordnung 33 oder ist zumindest
Teil dieser.
Dem Rotor 26 ist eine Messeinrichtung 34 zugeordnet, durch
welche die Drehzahl des Rotors 26 messbar ist. Diese Messeinrichtung 34 ist mit
der Steuerungseinrichtung 32 verbunden.
Beispielsweise ist die Messeinrichtung 34 als Positionsgeber
und insbesondere integrierter Positionsgeber ausgebildet, welcher beispielsweise
ein oder drei Hall-ICs umfasst.
Der Elektromotor 22 erhält seine elektrische Energie
von der Photovoltaik-Paneleinrichtung 20. Er weist eine entsprechende Anschlusseinrichtung
36 zum Anschluss an die Photovoltaik-Paneleinrichtung 20 auf.
Dem Elektromotor 22 ist ein Pufferspeicher 38 für
elektrische Energie zugeordnet. Dieser Pufferspeicher 38 ist zwischen der Motorelektronikanordnung
33 und der Photovoltaik-Paneleinrichtung 20 angeordnet. Der Pufferspeicher 38 ist
durch elektrische Energie, welche von der Photovoltaik-Paneleinrichtung 20 geliefert
wird, aufladbar. Durch ihn ist elektrische Energie zum Ausrichten/Anlaufen des Rotors
26 bereitstellbar.
Der Pufferspeicher 38 ist insbesondere an die Steuerungseinrichtung
32 gekoppelt.
Der Pufferspeicher 38 umfasst einen oder mehrere Kondensatoren
40 zur Pufferspeicherung von elektrischer Energie.
Der Pufferspeicher 38 ist insbesondere in die Solar-Umwälzpumpe
14 bzw. den Elektromotor 22 integriert.
Der Steuerungseinrichtung 32 ist eine Einstelleinrichtung
42 zugeordnet, über welche die minimale Spannung, mit welcher der Elektromotor
22 beaufschlagt wird, einstellbar ist. Durch die Einstelleinrichtung 42 ist diese
minimale Spannung festgelegt einstellbar. Dadurch lässt sich, wie unten noch
näher beschrieben, eine Leistungsdrosselung der Solar-Umwälzpumpe 14 fest
einstellen, um eine Anpassung an die Anzahl von Kollektoren der solarthermischen
Kollektoreinrichtung 12 zu realisieren.
Die feste Einstellung der minimalen Spannungsbeaufschlagung
des Elektromotors 22 über die Einstelleinrichtung 42 erfolgt insbesondere bei
der Installation der solarthermischen Anordnung 10.
Die erfindungsgemäße Solar-Umwälzpumpe 14
funktioniert wie folgt:
Bei Sonnenbestrahlung der solarthermischen Anordnung 10
wird durch die Photovoltaik-Paneleinrichtung 20 die Solar-Umwälzpumpe 14 mit
elektrischer Energie versorgt. Bei ausreichender Energieversorgung wird der Rotor
26 in Rotation versetzt und treibt das Laufrad der Solar-Umwälzpumpe 14 an.
Dadurch wird flüssiges Medium gefördert und durch die solarthermische
Kollektoreinrichtung 12 hindurch transportiert. Das flüssige Medium erwärmt
sich dort. Erwärmtes Medium wird in den Mediumspeicher 16 zurückgeführt,
von wo es bei Bedarf entnommen werden kann.
Die solaren Einstrahlungsbedingungen variieren zeitlich.
Beispielsweise steht bei Wolkenbedeckung weniger elektrische Energie zum Betrieb
des Elektromotors 22 bereit.
Beim Anlaufen der Solar-Umwälzpumpe 14 wird zunächst
die Steuerungseinrichtung 32 und insbesondere ein von dieser umfasster Prozessor
initialisiert. Anschließend muss der Rotor 26 bezüglich des Stators 28
ausgerichtet werden, um eine Rotationsbewegung initiieren zu können. Die entsprechende
Energie zur Ausrichtung des Rotors 26 stammt von dem Pufferspeicher 38.
Nach der Ausrichtung des Rotors 26 kann dieser, wenn genügend
elektrische Energie bereitsteht, anlaufen. Die elektrische Energie zum Anlaufen
stammt wiederum aus dem Pufferspeicher 38.
Erfindungsgemäß ist es vorgesehen, dass nach
Initialisierung der Steuerungseinrichtung 32 geprüft wird, ob ausreichend elektrische
Energie für eine Ausrichtung des Rotors 26 bzw. ein Anlauf des Rotors 26 bereitsteht.
Beispielsweise wird eine Last an eine der Spulen 30a, 30b, 30c angelegt. Es wird
dann geprüft, ob sich bei Lastanlegung eine genügend große Spannung
aufbauen kann oder ob die Spannung zusammenbricht. Die Lastanlegung erfolgt derart,
dass der Rotor 26 sich nicht dreht.
Durch diese Vorgehensweise wird verhindert, dass eine Rotorausrichtung
26 bzw. ein Anlaufen erfolgt, wenn nicht ausreichend elektrische Energie bereitsteht.
Das Ausrichten des Rotors 26 bzw. das Anlaufen ist mit Geräuschemission verbunden.
Durch das erfindungsgemäße Prüfungsverfahren wird eine unnötige
Geräuschemission verhindert.
Ferner wird dafür gesorgt, dass sich der Pufferspeicher
38 aufladen kann. Es erfolgt eine zeitliche Entzerrung zwischen dem Ausrichten bzw.
Anlaufen des Rotors 26 und dem Aufladen des Pufferspeichers 38. Es wird verhindert,
dass die Solar-Umwälzpumpe 14 nach der Initialisierung der Steuerungseinrichtung
32 sofort startet; es wird zunächst geprüft, ob genügend elektrische
Energie bereitsteht. Weiterhin wird durch die Steuerungseinrichtung 32 ein Zeitfenster
zwischen dem Ausrichten des Rotors 26 und dem Anlaufen des Elektromotors 22 gelegt.
Die Länge dieses Zeitfensters liegt beispielsweise in der Größenordnung
von drei Sekunden. Dadurch wird sichergestellt, dass nach der Ausrichtung des Rotors
26 mit dem entsprechenden Energieverbrauch der Pufferspeicher 38 wieder soweit gefüllt
ist, dass genügend Energie für den Anlauf des Elektromotors 22 bereitsteht.
Durch diese erfindungsgemäße Vorgehensweise lässt
sich die Solar-Umwälzpumpe 14 auf effektive Weise betreiben.
Die Spulen 30a, 30b, 30c des Elektromotors 22 werden beim
Betrieb des Elektromotors 22 über die Steuerungseinrichtung 32 durch das Kommutierungssignal
beaufschlagt. In Figur 3 ist schematisch ein Teil eines Beispiels eines Kommutierungssignals
als Strom i1 für die Spule 30a gezeigt. Das in Figur 3 gezeigte
Teil-Kommutierungssignal ist stufenförmig. Entsprechende Kommutierungssignale
werden bei der Block-Kommutierung verwendet. Das Kommutierungssignal ist periodisch.
Das Kommutierungssignal setzt sich aus den Teilkommutierungssignalen
für die Spulen 30a, 30b, 30c zusammen, wobei die Teilkommutierungssignale um
120° phasenversetzt zueinander sind.
Erfindungsgemäß ist es beim Betrieb der Solar-Umwälzpumpe
14 vorgesehen, dass durch die Steuerungseinrichtung 32 das Verhältnis von Einschaltzeit
zu Ausschaltzeit (duty cycle) variiert. In Figur 3 ist für einen Teil des Kommutierungssignal
für eine Periode mit der Zeitdauer T1 die Einschaltzeit mit dem
Bezugszeichen 44 angedeutet. Die Ausschaltzeit ist mit dem Bezugszeichen 46 angedeutet.
Durch Variation des Verhältnisses von Einschaltzeit 44 zu Ausschaltzeit 46
stellt die Steuerungseinrichtung 32 die Einschaltquote im Kommutierungssignal ein.
In Figur 3 sind gestrichelt und gepunktet andere Verhältnisse
von Einschaltzeit 44 zu Ausschaltzeit 46 angedeutet.
Es kann beispielsweise auch eine Sinuskommutierung vorgesehen
sein. In Figur 4 ist ein entsprechendes Teil-Kommutierungssignal für die Spule
30a gezeigt. Dieses (periodische) Kommutierungssignal wird zusammengesetzt aus einzelnen
Stufen, welche eine solche Höhe aufweisen, dass sich durch ihre Zusammensetzung
nach Glättung eine Sinuskurve ergibt. Die einzelnen Stufen 60 werden durch
entsprechende Halbleiterbauelemente der Motorelektronikanordnung 33 hergestellt.
Die Periode für die Erzeugung der Stufen 60 liegt beispielsweise in der Größenordnung
von 20 kHz.
Die Höhe der Stufen 60 ist variierbar. Ein duty cycle
wird dann der Stufenbildung durch die Motorelektronikanordnung 33 überlagert.
Dadurch lässt sich das Verhältnis von Ausschaltzeit zu Einschaltzeit variieren.
Diese Überlagerung eines (langsamen) duty cycle entspricht
einer Variation der Amplitude bzw. Hüllamplitude der Sinuskurve des Kommutierungssignals.
Die Form des Kommutierungssignals als Sinussignal bleibt dabei unverändert,
nur die Amplitude bzw. Hüllamplitude ändert sich.
Bei einem Sinus-Kommutierungssignal wird das Verhältnis
von Einschaltzeit und Ausschaltzeit durch Amplituden- bzw. Hüllamplituden-Variation
erreicht.
Die Steuerungseinrichtung 32 umfasst einen Regelkreis,
welcher insbesondere softwaremäßig realisiert ist. Die Regelgröße
dieses Regelkreises ist die Drehzahl des Rotors 26 des Elektromotors 22. Das Regelziel
für diese Regelgröße ist eine Maximierung der Drehzahl, um eine maximale
Leistung der Solar-Umwälzpumpe 14 zu erhalten. Die Steuergröße ist
das Verhältnis der Einschaltzeit 44 zur Ausschaltzeit 46 (duty cycle).
Es wird so vorgegangen, dass eine ständige Variation
des duty cycles erfolgt und zwar in der Richtung, dass das Regelziel maximale Drehzahl
erreicht wird. Es erfolgt dabei eine Variation des Verhältnisses von Einschaltzeit
44 zu Ausschaltzeit 46, wobei diese Variation vorzugsweise in Schritten erfolgt.
Die Zeitskala dieser Variation ist angepasst an eine typische Zeitskala für
Änderungen in den solarthermischen Einstrahlungbedingungen. Beispielsweise
liegt diese Zeitskala in der Größenordnung einer Sekunde. Diese Zeitskala
ist langsam gegenüber der Zeitskala des Kommutierungssignals.
Wenn das Kommutierungssignal eine Frequenz von 20 kHz aufweist,
dann liegt die Periodendauer T1 bei 50 µs. Die Zeitskala der Variation
ist um einen Faktor 20.000 langsamer.
Die Regelung erfolgt derart, dass ausgehend von einem bestimmten
Verhältnis von Einschaltzeit 44 zu Ausschaltzeit 46 das Verhältnis beispielsweise
vergrößert wird. Es wird dann überprüft, ob sich die Drehzahl
vergrößert oder verkleinert. Bei einer Verkleinerung der Drehzahl erfolgt
eine Veränderung des Verhältnisses in der anderen Richtung. Bei einer
Vergrößerung der Drehzahl wird in der gleichen Richtung fortgefahren.
Erfindungsgemäß erfolgt ein Hin- und Hertakten
des Verhältnisses der Einschaltzeit 44 zu der Ausschaltzeit 46, um eine maximale
Drehzahl zu erreichen. Die Überprüfung der Drehzahl erfolgt dabei über
die Messeinrichtung 34.
Es kann auch vorgesehen sein, dass dem Elektromotor 22
eine Messeinrichtung zugeordnet ist, welche dessen Leistung misst. Die Leistung
des Elektromotors 22 ist eine die Drehzahl charakterisierende Größe.
Durch die erfindungsgemäße Lösung lässt
sich eine Drehzahlregelung in den Elektromotor 22 integrieren, welche über
die integrierte Steuerungseinrichtung 32 erfolgt. Dadurch lässt sich auf einfache
Weise während des Betriebs der Solar-Umwälzpumpe 14 eine Leistungsoptimierung
erreichen, auch bei variierenden Solarstrahlungsbedingungen.
Diese Regelung lässt sich auf einfache Weise realisieren.
Die Einstelleinrichtung 42 dient zur Optimierung der Solar-Umwälzpumpe
14 im Zusammenhang mit der solarthermischen Kollektoreinrichtung 12. Es lässt
sich über die Einstelleinrichtung 42 eine Optimierung bei der Installation
erreichen.
Die solarthermische Kollektoreinrichtung 12 kann eine unterschiedliche
Anzahl von Solarkollektoren aufweisen, je nach den vorliegenden Verhältnissen.
Über die Einstelleinrichtung 42 lässt sich die Solar-Umwälzpumpe
14 anpassen.
In Figur 5 ist ein I-U-Diagramm einer Photovoltaik-Paneleinrichtung
20 für verschiedene Solareinstrahlungsbedingungen gezeigt. Die von der Photovoltaik-Paneleinrichtung
20 gelieferte elektrische Leistung I x U nimmt mit zunehmender Spannung zu, bis
sie ein Maximum erreicht, und fällt dann ab. In dem Diagramm in Figur 5 ist
die maximale Leistung durch einen Kreis angezeigt. Für die Solarbestrahlungsstärke
von 1000 W/m2 ist der Punkt der maximalen Leistung durch das Bezugszeichen
48 angedeutet.
Durch die Einstelleinrichtung 42 wird die minimale Spannung
eingestellt, mit welcher der Elektromotor 22 und damit die Solar-Umwälzpumpe
14 durch die Steuerungseinrichtung 32 beaufschlagt wird, wobei diese minimale Spannung
fest eingestellt wird. Wie aus dem Diagramm gemäß Figur 5 ersichtlich
ist, nimmt oberhalb des Maximums bei einer Vergrößerung der Spannung über
den Punkt der maximalen Leistung hinaus die Leistung ab. Durch die Einstelleinrichtung
42 lässt sich deshalb, angepasst an die Anzahl der Solarkollektoren der solarthermischen
Einrichtung 12, die Maximalleistung der Solar-Umwälzpumpe 14 einstellen.
Die Einstellung erfolgt bei der Installation in Abhängigkeit
von der Anzahl der solarthermischen Kollektoren der solarthermischen Kollektoreinrichtung
12. Die Einstellung erfolgt in Relation zu der Leerlaufspannung der Photovoltaik-Paneleinrichtung
20 insbesondere als bestimmter Prozentsatz. Die Leerlaufspannung der Photovoltaik-Paneleinrichtung
20 (beim Strom Null) lässt sich messen.
Wenn eine große Anzahl von solarthermischen Kollektoren
der solarthermischen Kollektoreinrichtung 12 vorliegt, dann kann eine kleine Mindestspannung
eingestellt werden. Dies ist in Figur 5 durch das Bezugszeichen 50 angedeutet. Bei
dieser Mindestspannung liegt man in der Nähe des Maximums. Es ergibt sich dann
auch bei Verringerung der solaren Einstrahlungsleistung eine mindestens näherungsweise
proportionale Verringerung der Leistung und damit eine entsprechende Verringerung
der Förderleistung der Solar-Umwälzpumpe 14. Dadurch wird sichergestellt,
dass die Leistung der Solar-Umwälzpumpe bei Verringerung der solaren Einstrahlung
entsprechend zurückgeführt wird, um zu verhindern, dass eine zu starke
Umwälzung von Medium in dem Mediumspeicher 16 erfolgt. (Wenn keinen ausreichende
Erwärmung des Mediums an der solarthermischen Kollektoreinrichtung 12 erfolgt,
dann ist auch keine vollständige Umwälzung des Mediums im Mediumspeicher
16 erwünscht.)
Wenn die solarthermische Kollektoreinrichtung 12 eine geringere
Anzahl von Solarkollektoren enthält, dann ist es vorteilhaft, wenn die Mindestspannung
größer gewählt ist. Dies ist in Figur 5 durch das Bezugszeichen 52
angedeutet. Wenn eine geringe Anzahl von Solarkollektoren vorliegt, dann ist auch
eine geringere Förderleistung notwendig. Eine fest eingestellte Leistungsdrosselung
wird dadurch erreicht, dass die Mindestspannung größer gewählt wird,
das heisst die Mindestspannung 52 ist größer als die Mindestspannung 50.
Dadurch wiederum wird, wie aus dem Diagramm gemäß Figur 5 ersichtlich
ist, eine mindestens näherungsweise proportionale Förderrückführung
erreicht, wenn die solare Einstrahlungsleistung sinkt. Dadurch wiederum wird verhindert,
dass eine zu große Menge an Medium umgewälzt wird.
Bei einer noch geringeren Anzahl an Solarkollektoren für
die solarthermische Kollektoreinrichtung 12 ist es vorteilhaft, wenn eine noch größere
Mindestspannung gewählt wird. Dies ist in Figur 5 durch das Bezugszeichen 54
angedeutet. (Beispielsweise entspricht die Mindestspannung 50 einer Einstellung
für zehn Solarkollektoren, die Mindestspannung 52 einer Einstellung für
drei Solarkollektoren und die Mindestspannung 54 einer Einstellung für einen
Solarkollektor.) Bei dieser Einstellung lässt sich wiederum eine mindestens
näherungsweise proportionale Rückführung der Förderleistung
bei Verringerung der solarthermischen Einstrahlungsbedingungen erreichen.
Vorzugsweise wird durch die Einstelleinrichtung 42 eine
Mindestspannung 50, 52, 54 eingestellt, welche im Bereich zwischen mindestens 50
% und höchstens 95 % der maximalen Leerlaufspannung der Photovoltaik-Paneleinrichtung
20 liegt.
Durch die erfindungsgemäße Lösung lässt
sich für unterschiedliche solarthermische Kollektoreinrichtungen 12 (mit unterschiedlicher
Anzahl von Solarkollektoren) eine mindestens näherungsweise Linearsierung erreichen
mit einer selbstoptimierenden Pumpe, die angepasst ist an die Zirkulationsanforderungen
der entsprechenden solarthermischen Anordnung 10. Bei der Installation wird über
die Einstelleinrichtung 42 die Mindestspannung 50, 52, 54 fest eingestellt, um das
gegebene System zu optimieren.
Diese Einstellung lässt sich auf einfache Weise durchführen.