Technisches Gebiet
Die Erfindung bezieht sich auf das Gebiet der mit Abgasen
von Brennkraftmaschinen beaufschlagten Strömungsmaschinen.
Sie betrifft eine Leitvorrichtung zum Erzeugen eines Vordralls
im Ansaugbereich eines Verdichters sowie einen Abgasturbolader mit einer solchen
Vordrait-Leitvomchtung.
Stand der Technik
Abgasturbolader werden zur Leistungssteigerung von Brennkraftmaschinen
eingesetzt. Bei modernen Brennkraftmaschinen wird die Anpassung der Abgasturbolader
an variable Betriebsbedingungen zunehmen schwieriger. Eine weit verbreitete Möglichkeit
dazu bietet die so genannte variable Turbinen- und/oder Verdichtergeometrie. Bei
der variablen Turbinengeometrie werden die Leitschaufeln des Leitapparates stromauf
des Turbinenrades entsprechend dem Leistungsbedarf der Turbine mehr oder weniger
steil zur Strömung ausgerichtet. Bei der variablen Verdichtergeometrie werden
die Leitschaufeln im Diffusor stromab des Verdichterrades mehr oder weniger steil
zur Strömung ausgerichtet.
Eine weitere Möglichkeit zur Anpassung des Abgasturboladers
an die variablen Betriebsbedingungen bieten Vordra!!-Leitvomchtungen, welche im
Luftansaugebereich des Verdichters in der angesaugten Luft einen bestimmten Vordrall
erzeugen, je nach Betriebspunkt mehr oder weniger ausgeprägt mit- oder gegenläufig
zur Drehrichtung des Verdichterrades.
Bei herkömmlichen Vordrall-Leitvorfichtungen, wie
sie etwa aus der
DE 36 13 857 A1
bekannt sind, werden die Schaufeln in einem im Lagerbereich einteiligen
Gehäuse gelagert. Dazu muss die Schaufel mit einer zusätzlichen Lagerbüchse
gesichert und der Verstellhebel aus Montagegründen trennbar ausgeführt
sein. Dies kann zu zusätzliche Kosten und Toleranzfehlern führen und die
Zuverlässigkeit in Betrieb erheblich reduzieren.
Kurze Darstellung der Erfindung
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, eine
über eine lange Betriebszeit zuverlässig funktionierende, einfach zu montierende
Vordrall-Leftvorrichtung mit verstellbaren Leitschaufeln zu schaffen.
Die erfindungsgemässe Vordrall-Leitvorrichtung zum
Erzeugen eines Vordralls im Ansaugbereich eines Verdichters, umfasst eine Mehrzahl
von Leitschaufeln, welche jeweils um einen mit der Leitschaufel verbundenen Schaufelschaft
schwenkbar sind, wobei die Schaufelschäfte und somit die Drehachsen der Leitschaufeln
im wesentlichen senkrecht und radial zu der Wellenachse des Verdichters ausgerichtet
sind. Die erfindungsgemässe Vordrall-Leitvorrichtung umfasst weiter einen koaxial
zur Wellenachse des Verdichters angeordneten, um diese Achse schwenkbaren Stellring,
sowie Verstellhebel zum Übertragen von Drehmoment vom Stellring auf den Schaufelschaft
jeder Leitschaufel. Erfindungsgemäss sind Schaufelschaft und Verstellhebel
jeder Leitschaufel einteilig ausgebildet.
Durch die einteilige Ausführung der Leitschaufel wird
die Anzahl der zu montierenden Komponenten reduziert. Dies vereinfacht die Montage
und allfällige Servicearbeiten an der Leitvorrichtung.
Das Gehäuse der erfindungsgemässen Vordrall-Leitvorrichtung,
in welchem die Leitschaufeln drehbar gelagert sind, umfasst mindestens zwei, im
Bereich der Lager der Leitschaufel zusammengefügte Teile.
Dies ermöglicht einerseits die Montage der einteilig
mit integriertem Verstellhebel ausgeführten Leitschaufel, zudem ist es dadurch
möglich die Schaufel mit der Lagerstelle bezüglich der Drehachse jeder
Laufschaufel in axialer Richtung zu lagern und zu sichern.
Diese axiale Lagerung der Leitschaufeln erfolgt erfindungsgemäss
über Vorsprünge an den Schaufelschäften und an dem die Schaufelschäfte
umgebenden Gehäuse. Diese Vorsprünge erstrecken sich bezüglich der
Drehachse der Leitschaufel in radialer Richtung. Die Vorsprünge greifen zur
axialen Lagerung der Leitschaufel ineinander. Zusätzlich oder alternativ können
auch Nuten in das Gehäuse und/ oder in die Schaufelschäfte eingelassen
sein, welche zur axialen Sicherung der Leitschaufel mit entsprechenden Vorsprüngen
zusammenwirken. Werden sowohl in das Gehäuse als auch die Schaufelschäfte
Nuten eingelassen, kann die axiale Lagerung mit speziellen Lagerringen erfolgen,
welche in den Nuten angeordnet werden. Die Nuten und Vorsprünge können
sich auch nur teilweise um den jeweiligen Schaufelschaft erstrecken.
Weitere Vorteile ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
Nachfolgend werden verschiedene Ausführungsformen
der Erfindung anhand von Zeichnungen detailliert erläutert. Hierbei zeigt
- Fig. 1
- einen Schnitt durch eine erste Ausführungsform einer erfindungsgemäss
ausgebildeten Vordrall-Leitvorrichtung, mit einem mittels Halterippe gehaltenen
Zentralkörper,
- Fig. 2
- eine isometrische Detailansicht der Vordrall-Leitvorrichtung nach Fig. 1,
- Fig. 3
- einen Schnitt durch eine zweite Ausführungsform einer erfindungsgemäss
ausgebildeten Vordrafi-Leitvorrichtung,
- Fig. 4
- eine isometrische Detailansicht der Vordrall-Leitvorrichtung nach Fig. 3,
- Fig. 5
- einen vergrössert dargestellten Ausschnitt des Schnittes in Fig. 1 im Bereich
des Leitschaufel-Schaftes mit einer detaillierten Darstellung einer ersten Variante
der axialen Lagerung der Leitschaufeln,
- Fig. 6
- den vergrössert dargestellten Ausschnitt des Schnittes in Fig. 1 im Bereich
des Leitschaufel-Schaftes mit einer detaillierten Darstellung einer zweiten Variante
der axialen Lagerung der Leitschaufeln,
- Fig. 7
- einen vergrössert dargestellten Ausschnitt des Schnittes in Fig. 1 im Bereich
des Verstellhebels mit Details zur Lagerung des Verstellringes,
- Fig. 8
- einen Schnitt durch eine erfindungsgemäss ausgebildete Vordrall-Leitvorrichtung
mit einem durch die Leitschaufeln gehaltenen Zentralkörper, und
- Fig. 9
- einen Ausschnitt mit einer alternativen Variante der zweite Ausführungsform
der erfindungsgemäss ausgebildeten Vordrall-Leitvorrichtung nach Fig. 3.
Weg zur Ausführung der Erfindung
Fig. 1 zeigt einen Schnitt durch eine Leitvorrichtung im
Ansaugbereich eines Verdichters. Solche Verdichter werden, wie eingangs beschrieben,
in Abgasturboladern zum Steigern der Leistung von Brennkraftmaschinen eingesetzt.
Die Pfeile in der Figur deuten den Strömungsweg des zu verdichtenden Mediums
an, welches in der Regel Luft für den Verbrennungsvorgang in der Brennkraftmaschine
ist.
Die Leitvorrichtung umfasst mehrere, bezüglich der
Verdichterachse in radialer Richtung ausgerichtet angeordnete Leitschaufeln 10.
Jede der Leitschaufeln umfasst neben dem in den Strömungskanal hineinragenden
Schaufelprofil 11 einen Schaufelschaft 12, mit welchem das Schaufel profil drehbar
in einem Gehäuse gelagert ist. Ober einen Verstellhebel 13 lässt sich
das Schaufelprofil um die Achse des Schaufelschaftes drehen. Zum Antrieb des Verstellhebels,
und somit zum Verstellen des Schaufel profils, ist ein Verstellring 30 vorgesehen,
welcher konzentrisch zur Achse des Verdichters angeordnet ist.
In einer ersten Ausführungsform gemäss den Fig.
1 und 2 erfolgt die Drehmomentübertragung vom Verstellring 30 auf den Schaufelschaft
12 über einen am freien Ende des Verstellhebels 13 angeordneten Kugelkopf 14.
Der Kugelkopf 14 wird in einer Nut 31 des Verstellrings mit zwei parallel zueinander
verlaufenden Wänden geführt. In der Nut hat der Kugelkopf die translatorischen
und rotatorischen Bewegungsfreiheiten, welche zur Umsetzung der Momentübertragung
notwendig sind. Um eine gleichmässige, grossflächige Druckverteilung im
Kontaktbereich zwischen Kugelkopf und Nutwand zu erzielen, und um so den Verschleiss
der aufeinander pressenden Teile zu verringern, ist die zum Übertragen von
Drehmoment vom Verstellring auf den Schaufelschaft jeder Leitschaufel auf den Kugelkopf
der Stellhebel wirkende Oberfläche nach Art einer Kugelpfanne ausgebildet.
Dabei ist die Kugelpfanne zumindest teilweise aus einem translatorisch verschiebbar
angeordneten Gleitschuh 20 gebildet. Wird der Verstellring 30 zum Verstellen der
Leitschaufeln gedreht, so wird der Gleitschuh 20 von dem Kugelkopf 14 in der Nut
31 in der Ebene der Nutwände verschoben. Wird der Stellring weggedreht, so
verändert sich die Lage des . Versteilhebels relativ zum Verstellring. Neben
der translatorischen Verschiebung des Rotationszentrums des Kugelkopfes innerhalb
der Nut, kommt es zu einer Verdrehung des Verstellhebels bezüglich des Verstellrings.
Die translatorische Verschiebung des Rotationszentrums des Kugelkopfes wird durch
den, den Nutwänden entlang gleitenden Gleitschuh ermöglicht, während
sich für die Verdrehung der Kugelkopf in der durch den Gleitschuh geformten
Kugelpfanne beliebig in jede Richtung verdrehen kann. Der Gleitschuh kann auch zweiteilig
ausgebildet sein, indem auf jeder Seite der Nut im Verstellring eine Kugelpfannenhälfte
mit einer flachen, gleitfähigen Rückseite angeordnet ist.
In einer zweiten Ausführungsform gemäss den Fig.
3 und 4 erfolgt die Drehmomentübertragung vom Verstellring 30 auf den Schaufelschaft
12 über einen am freien Ende des Verstellhebels 13 angeordneten, zylinderförmigen
Stift 15. Der Stift greift in eine Bohrung eines im Verstellring 30 ebenfalls in
einer Bohrung 32 gelagerten, zylinderförmigen Gleitelements 21 ein. Der Gleitzylinder
21 lässt sich in der Bohrung 32 um die eigene Achse drehen und entlang der
eigenen Achse verschieben. Die Bohrung im Gleitzylinder, welche zur Aufnahme des
Stifts 15 vorgesehen ist, steht senkrecht zur Achse des Gleitzylinders. Der Stift
lässt sich in dieser Bohrung um seine eigene Achse drehen und entlang seiner
eigenen Achse verschieben. Somit sind wiederum die für die Umsetzung der Momentübertragung
notwendigen Bewegungsfreiheiten, je zwei translatorische und rotatorische, gegeben.
Alternativ kann der Stift 15, wie in der Fig. 9 dargestellt, im Gleitzylinder 21
fixiert und dafür in einer entsprechenden Bohrung im freien Ende des Verstellhebels
13 der Leitschaufel gleitend gelagert sein.
Anstelle der dargestellten und detailliert beschriebenen
sind weitere Ausführungsformen zur Momentübertragung denkbar, etwa mit
einem als Zahnradsegment ausgebildeten Verstellhebel, welcher in dem mit einem Zahnkranz
versehenen Verstellring eingreift. Erfindungsgemäss sind Schaufel profil 11,
Schaufelschaft 12 und der Verstellhebel 13 mitsamt dem für die Momentübertragung
notwendigen Aufsatz, also dem Kugelkopf 14 bzw. dem Stift 15, einteilig ausgebildet.
Dies bedeutet, dass die gesamte Leitschaufel 10 mit ihren funktionellen Bestandteilen
aus einem Stück gegossen oder gefräst oder aber aus mehreren Teilen vor
dem Einbau ins Gehäuse kraft-, form- oder materialschlüssig zu einem Stück
zusammengefügt ist. Beispielsweise wird das Schaufel profil, der Schaufelschaft
und der Verstellhebel als ein Stück gegossen und anschliessend der Kugelkopf
bzw. der Stift in eine dafür vorgesehene Öffnung im Verstellhebel mit
Presssitz eingetrieben oder aber lose eingefügt und angeschweisst oder -gegossen.
Damit die einteilig ausgebildete Leitschaufel in die dafür
vorgesehene Ausnehmung im Gehäuse eingebracht werden kann, ist das Gehäuse
erfindungsgemäss im Bereich der Lagerstellen der Leitschaufeln geteilt.
Wie aus Fig. 2 ersichtlich wird, sind mindestens zwei,
bezüglich der Verdichterachse in axialer Richtung zusammenfügbare Gehäuseteile
41 und 42 vorgesehen. Im Bereich der Lagerstelle jeder Leitschaufeln bilden die
beiden Gehäuseteile gemeinsam die Ausnehmung 45. Die beiden Gehäuseteile
41 und 42 werden beispielsweise mit Verbindungselementen in dafür vorgesehenen
Bohrungen 46 oder über andere, nachträglich verbaute Gehäuseteile
zusammengehalten.
Dank der erfindungsgemässen Teilung des Gehäuses
im Bereich der Leitvorrichtung, lässt sich die Lagerung der Leitschaufeln und
des Verstellrings stark vereinfachert. Wie in Fig. 5 dargestellt, lässt sich
so der Schaufelschaft in axialer Richtung anstatt mit einer zusätzlichen Lagerbuchse
oder mit aussen liegenden Lagerstellen auf einfache Weise an radial vorstehenden
Gehäusekanten 49 sichern. Diese Gehäusevorsprünge 49 können
beidseitig oder an einem Gehäuseteil jeweils an den axialen Enden der Lagerstelle
des Schaufelschaftes vorgesehen sein. Zusätzlich oder alternativ kann, wie
in Fig. 6 dargestellt, eine zumindest teilweise umlaufende Nut in der Ausnehmung
zwischen den beiden Gehäuseteilen 41 und 42 einen den Schaufelschaft ebenfalls
zumindest teilweise umlaufenden Vorsprung17 aufnehmen. Anstelle einer Nut in den
Gehäuseteilen kann in einer anderen Variante die Nut auch in den Schaufelschaft
eingelassen und die Gehäuseteile mit einem entsprechenden Vorsprung versehen
sein. In einer weiteren Variante ist in einem Gehäuseteil eine Nut eingelassen
während das andere Gehäuseteil einen Vorsprung aufweist und entsprechend
der Schaufelschaft mit je einem Vorsprung und einer Nut versehen ist. Mittels einer
nicht vollständig umlaufenden Nut und einem noch weniger weit umlaufenden Vorsprung
lässt sich auch auf einfache Weise die Drehbarkeit der Leitschaufeln begrenzen.
In einer weiteren Variante sind sowohl in den Schaufelschaft wie auch das in das
ihn umgebende Gehäuse Nuten eingelassen. Ein in den Nuten angeordneter Lagerring
sorgt in dieser Variante für die axiale Lagerung der Leitschaufeln. Alle diese
Varianten der innen liegenden Axiallagerungen ermöglichen eine Verringerung
des axialen Spiels der Leitschaufeln. Zur Verbesserung der Gleiteigenschaft im Lagerbereich
der Leitschaufeln oder um Verschleiss vorzubeugen, können die Lagerbestandteile,
also die Gehäuseteile und/ oder der Schaufelschaft gehärtet oder mit einer
Beschichtung aus einem abriebfesten Material versehen sein.
Die axiale und radiale Lagerung des Verstellrings lässt
sich, wie in Fig. 7 dargestellt, ebenfalls auf einfach Weise realisieren. Bevor
die Gehäuseteile 41 und 42 in axialer Richtung zusammen geschoben werden, wird
der Verstellring 30 zusammen mit den Leitschaufeln zwischen den Gehäuseteilen
oder auf einem der beiden Gehäuseteile angeordnet. Beim Zusammenschieben erfolgt
anschliessend automatisch die endgültige Ausrichtung des Verstellringes in
axialer Richtung. Dabei wird der Verstellring 30 von beiden Seiten durch ein entsprechendes
Lagerelement 47' und 47" in axialer Richtung gelagert. Wie auch aus Fig. 2 ersichtlich,
ist das erste axiale Lagerelement 47' Teil des ersten Gehäuseteils 41, während
das zweite axiale Lagerelement 47" Teil des zweiten Gehäuseteils 42 ist. Die
radiale Lagerung des Verstellrings lässt sich auf einfache Weise durch Auflage
des Verstellrings auf einem umlaufenden Vorsprung 48 erreichen.
Wie in der Lagerstelle der Leitschaufel, können auch
die Lagerteile des Verstellrings gehärtet oder Beschichtet sein.
Im zentralen Bereich der Leitvorrichtung, in welchem die
Spitzen der mehreren Leitschaufeln zusammen kommen, ist gemäss einer Ausführungsform
der erfindungsgemässen Leitvorrichtung ein zentraler Gehäusekörper
angeordnet. Dieser Zentralkörper liegt konzentrisch auf der Achse des Verdichters.
Der Zentralkörper ist Teil des Gehäuses, welches im Bereich der Leitvorrichtung
den Strömungskanal des zu verdichtenden Mediums bildet.
Wie in Fig. 1 dargestellt, kann der Zentralkörper
44 über eine oder mehrere radial verlaufende Gehäuserippen 43 positioniert
und festgehalten sein.
Um die Strömung im Strömungskanal nicht mit solchen
Rippen beeinträchtigen zu müssen, kann der Zentralkörper auch über
die Leitschaufelspitzen positioniert und festgehalten werden. Wie in Fig. 8 dargestellt
sind hierzu radial geführte Bohrungen 441 in den Zentralkörper 44 eingelassen,
in welche speziell hierfür ausgebildete Schäfte 16 an den Schaufelspitzen
eingreifen. Diese Vorrichtung mit den strahlenförmig um den Zentralkörper
angeordneten Leitschaufeln ermöglicht auch eine vereinfachte Montage der Leitschaufeln,
welche vor dem Einbringen in eines der beiden Gehäuseteile 41 oder 42 bereits
um den Zentralkörper 44 angeordnet werden können. Anschliessend kann die
Einheit aus Zentralkörper und sämtlichen Leitschaufeln in einem einzigen
Arbeitsschritt an den dafür vorgesehenen Platz geführt werden.
Natürlich können entsprechende Bohrungen auch
in der Ausführungsform mit mittels einer Halterippe positioniertem und gehaltenem
Zentralkörper vorgesehen sein. In diesem Fall dienen sie auch einer vereinfachten
Montage, indem die Leitschaufeln mit den speziellen Schaufelspitzen-Schäften
in die Bohrungen im Zentralkörper eingesteckt werden, bevor sie anschliessend
in die radial verlaufenden Ausnehmungen in dem einen Gehäuseteil platziert
werden.
Die beschriebenen Schaufelspitzen-Schäfte können
fest mit den Spitzen der Leitschaufeln verbunden, oder aber drehbar in dafür
vorgesehenen Bohrungen in den Schaufeispitzen gelagert sein. Im zweiten Fall können
die Schäfte auch fest mit dem Zentralkörper verbunden sein, so dass bei
der Montage die Leitschaufeln mit ihren Bohrungen an den Schaufelspitzen auf die
Schäfte aufgesteckt werden.
Natürlich ist auch eine Ausführungsform der erfindungsgemässen
Leitvorrichtung ohne Zentralkörper mit bis in die Mitte laufenden Leitschaufeln
möglich.
Bezugszeichenliste
- 10
- Leitschaufel
- 11
- Schaufelprofil
- 12
- Schaufelschaft
- 13
- Verstellhebel zum Bewegen der Leitschaufeln
- 14
- Kugelkopf
- 15
- Stift
- 16
- Schaufelspitzen-Schaft zum Zentrieren und Festhalten des Zentralkörpers
- 17
- Wellenvorsprung zur axialen Lagerung der Leitschaufel
- 20
- Gleitschuh
- 21
- Gleitzylinder
- 30
- Verstellring zum Bewegen der Leitschaufeln über die Verstellhebel
- 31
- Ringnut zur Aufnahme von Gleitschuh
- 32
- Ringbohrung zur Aufnahme von Gleitzylinder
- 40
- Gehäuse
- 41, 42
- Gehäuseteile
- 43
- Halterippe
- 44
- Zentralkörper
- 441
- Bohrung zur Aufnahme des Schaufelspitzen-Schafts
- 45
- Aussparung im Gehäuse zur Aufnahme des Schaufelschaftes
- 46
- Bohrung zur Fügung der Gehäuseteile
- 47
- Lagerelement zur axialen Lagerung des Verstellrings
- 48
- Lagerelement zur radialen Lagerung des Verstellrings
- 49
- Radiale Vorsprünge im Bereich der Aussparung im Gehäuse zur axialen
Lagerung der Leitschaufel