Die vorliegende Erfindung betrifft ein Ventilgehäuse-Zwischenstück
aus spritzgegossenem Kunststoff, Silikon oder Metall (Aluminium). Für den Einsatz
eines solchen Ventilgehäuse – Zwischenstückes werden aus wirtschaftlichen
Gründen marktübliche Standard-Ventile verwendet.
Für die Verbindung eines Standard-Ventils mit einem elastischen
Behältnis ist erfindungsgemäß ein Ventilgehäuse-Zwischenstück
erforderlich.
Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, einen abgedichteten Anschluss
zwischen einem Standard-Ventil und einem Ventilgehäuse-Zwischenstück eine
kostengünstige, einfach zu fertigende Verbindung herzustellen, welche für
die unterschiedlichsten Anschlussarten von elastischen Behältnissen geeignet
ist.
Die Aufgabe wird gelöst durch eine Ventilgehäuse-Zwischenstück
nach Anspruch 1.
Die Erfindung geht von der Erkenntnis aus, dass ein besonders einfaches
und kostengünstiges Ventilgehäuse-Zwischenstück herstellbar ist,
in dem das Innere des Ventilgehäuse-Zwischenstückes im Wesentlichen aus
konzentrischen Bohrungen besteht, die leicht von der einen oder anderen Seite einzubringen
sind. Dies erlaubt eine besonders einfache Form des Ventilgehäuse-Zwischenstückes.
Für Großserien kann die Herstellung als Spritzgussteil und für kleine
Stückzahlen kostengünstig als Drehteil erfolgen und zwar in unterschiedlichsten
Werkstoffen, wie Kunststoff und Silikone oder Metalle.
In einer einfachsten Ausführungsform ist das Ventilgehäuse-Zwischenstück
entlang einer Längsachse ausgebildet. An einem Ende oben, weist es einen Aufnahmebereich
auf, der zur Aufnahme einer Ventilkomponente eines vorgebbaren Ventils vorgesehen
ist. Dabei kann es sich insbesondere um standardisierte Ventile handeln, die auf
dem Markt verbreitet sind.
Weiterhin ist an dem Ventilgehäuse-Zwischenstück zur Befestigung
von druckbeaufschlagbaren elastischen Behältnissen ein äußerer Befestigungsbereich
vorgesehen. Dieser dient zur Befestigung eines elastischen Behältnisses für
das zu speichernde Medium wobei das elastische Behältnis zugleich als Energiespeicher
für den erforderlichen Austreibdruck ausgebildet ist.
Erfindungsgemäß ist für den Aufnahmebereich der Ventilkomponente
vom oberen Ende des Ventilgehäuse-Zwischenstückes her entlang seiner Achse
eine erste Bohrung mit einem Radius R1 eingebracht. Die Bohrung ist dabei,
ausgehend vom äußeren freien Ende des Ventilgehäuse-Zwischenstückes
mit einer zylindrischen glatten Wandfläche ausgebildet, die insbesondere keine
Vertiefungen oder Erhöhungen aufweist. In axialer Richtung benachbart zu dieser
ersten Bohrung ist eine zweite Bohrung vorgesehen. Diese weist einen Radius R2
auf, der kleiner ist als R1. Der Übergang von R1 nach
R2 verläuft erfindungsgemäß zwischen den von den Radien
R1 und R2 jeweils definierten Mantelflächen. Das bedeutet,
dass die Mantelflächen der beiden Bohrungen ineinander übergehen, ohne
dass der Übergang eine Ausweitung größer als R1 oder Einschnürung
kleiner als R2 erfährt. Insbesondere ist die erste Bohrung, also
über ihre gesamte Länge zylindrisch und mit glatter Mantelfläche
ausgebildet, ohne etwaige Vertiefungen oder Hinterschneidungen auszubilden. Auch
die zweite Bohrung ist erfindungsgemäß mit durchgehend glatter bzw. zylindrischer
Mantelfläche ausgebildet, ohne im Querschnitt irgendwelche Profilierungen zu
bilden.
Der Vorteil dieser Ausführungsform liegt darin, dass der Aufnahmebereich
für ein Standardventil sehr einfach durch Bohrungen zu fertigen ist, was insbesondere
auch die Herstellung des Ventilgehäuse-Zwischenstückes sowohl als Spritzgussteil,
da leicht entformbar, als auch als Drehteil kostengünstig erlaubt.
Bei dem erfindungsgemäßen Ventilgehäuse-Zwischenstück
ist dagegen die erste Bohrung vollständig ohne Rasteinrichtungen, Hinterschneidungen,
radiale Ausbuchtungen etc. ausgebildet und geht nirgendwo über den Radius R1
hinaus. Diese Herstellung ist besonders einfach.
Nach einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung
ist der Übergang von R1 nach R2 durch in eine axiale
Richtung stetig abnehmenden Radius R2 gebildet. Das bedeutet, dass der
Radius R1 in axialer Richtung von der ersten Bohrung zur zweiten Bohrung
einen stetig abnehmenden Verlauf zeigt, sich also dem Radius R2 monoton
annähert. Dieser Verlauf stellt erfindungsgemäß sicher, dass er besonders
einfach durch ein geeignetes Bohrinstrument alleine durch axialen Vorschub im Ventilgehäuse-Zwischenstück
ausgebildet bzw. gefertigt werden kann. Hinterschneidungen oder sonstige Rastmechanismen
entfallen nach wie vor in diesem Bereich, so dass auch ein solches stetig abnehmendes
Profil leicht durch das entsprechende Werkzeug durch allein axialen Vorschub erreicht
werden kann. Mangels Hinterschneidung ist ein radialer Versatz eines Werkzeuges
hier nicht nötig.
Insbesondere lässt sich der Übergang konisch ausbilden,
so dass der Radius R1 in axialer Richtung konstant (im Querschnitt also
entlang einer Geraden) in den Radius R2 überführt wird. Eine
solche konische Ausbildung eignet sich einerseits insbesondere
als Einführhilfe für die Spitze des einzubringenden Ventilgehäuse,
andererseits eignet sich die konische Fläche besonders gut als Anlagebereich
für ein Dichtmittel, welches den Ventilkörper und das Ventilgehäuse-Zwischenstück
gegeneinander abdichtet (siehe dazu auch 1). Der konische
Übergang lässt sich besonders einfach bei Drehteilen dadurch herstellen,
dass ein Bohrer mit dem Radius R1 und dem entsprechenden Bohrwinkel an
seiner Spitze verwendet wird, um in einem Arbeitsgang sowohl die erste Bohrung als
auch die anschließende konische Übergangszone herzustellen.
Selbstverständlich ist gemäß einer weiteren vorteilhaften
Ausführungsform auch ein rechtwinkliger Übergang der beiden Radien ineinander
denkbar, so dass der Radius R1 abrupt auf den Radius R2 verringert
wird. (siehe 2) Nach einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform
der Erfindung ist vorgesehen, dass die zweite Bohrung an ihrem der ersten Bohrung
abgewandten Ende in eine dritte Bohrung übergeht. Auch die dritte Bohrung soll
konzentrisch zu den beiden anderen Bohrungen ausgebildet sein, wobei ihr Radius
R3 größer ist als der der zweiten Bohrung R2. Diese
Aufweitung des Durchmessers in Längsrichtung der Achse kann vorteilhaft für
einen Rastmechanismus verwendet werden, um den durch die zweite Bohrung hindurchgedrückten
Standard-Ventilkörper mit dem Ventilgehäuse-Zwischenstück zu verrasten.
Eine im Querschnitt beispielsweise pfeilförmig ausgebildete Spitze eines in
das Ventilgehäuse-Zwischenstück einzusetzenden Standard-Ventilkörpers
kann dabei so durch die zweite Bohrung hindurchgedrückt werden, dass sich die
Spitze in der anschließenden dritten Bohrung etwas aufweitet und somit ein
Herausziehen des Standard-Ventilkörpers aus dem Ventilgehäuse-Zwischenstück
verhindert. Auch diese dritte Bohrung kann besonders einfach in das Ventilgehäuse-Zwischenstück
eingebracht werden. Zur leichteren Entformung kann bei einem Spritzgussteil die
Bohrung R3 auch konisch ausgeführt werden.
2 zeigt eine andere Variation der Dichtung
13', wobei der Dichtungssitz als rechtwinkelige Variante ausgebildet ist.
Nach einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung
ist der Befestigungsbereich, an dem das elastische Behältnis befestigt wird,
mit einem Profil versehen, so dass die Befestigung an sich verbessert werden kann.
Bei dieser Profilierung kann es sich insbesondere um Vertiefungen oder Erhebungen
handeln, die um die Achse herumlaufen und so insbesondere gegen eine axiale Verschiebung
des befestigten Behältnisses relativ zum Ventilgehäuse-Zwischenstück
einen Widerstand bieten, der auf Reibschluss oder auch Formschluss basieren kann.
Die Vertiefungen oder Erhebungen können dabei in Umlaufrichtung auch unterbrochen
und beispielsweise in Form einzelner Noppen angeordnet sein. Auf diesen Noppen lässt
sich das elastische Behältnis besonders leicht und sicher befestigen und gegen
ein Verrutschen sichern. Durch eine Schelle, die den Hals des elastischen Behältnisses
im Befestigungsbereich außen umläuft, wird eine umlaufende Verspannung
erzielt, die den Hals auch an das von dem Ventilgehäuse-Zwischenstück
vorgegebene Profil anpasst bzw. in dieses hineindrückt. Eine besonders sichere
Verbindung lässt sich so bewerkstelligen.
Je nach Ausführungsform der umlaufenden Vertiefungen oder Erhebungen
lassen sich sowohl als Spritzguss als auch im Rahmen einer Drehbearbeitung des Ventilgehäuse-Zwischenstückes
einfach und kostengünstig herstellen.
Eine weitere vorteilhafte Ausführungsform der Erfindung sieht
vor, dass der Befestigungsbereich durch eine radiale Erhebung begrenzt wird, die
sich am oberen und unteren Bereich des Ventilgehäuse-Zwischenstückes befindet.
Dadurch wird ein Anschlag bzw. ein Profil ausgebildet, in welches der Hals des zu
befestigenden elastischen Behältnisses vollständig eingesetzt wird, so
dass ein Verrutschen in axialer Richtung verhindert wird.
Eine weitere vorteilhafte Ausführungsform der Erfindung sieht
vor, dass an dem Aufnahmebereich gegenüber liegenden Ende des Ventilgehäuse-Zwischenstückes
eine Einführschräge vorgesehen ist, um die Wandung des elastischen Behältnisses
leichter auf das Ventilgehäuse-Zwischenstück aufschieben zu können.
Auch diese Einführschräge kann als konische Form leicht im Rahmen einer
Drehbearbeitung oder einer Spritzgussfertigung hergestellt werden.
Wie vorstehend bereits ausgeführt, sieht eine Ausführungsform
der Erfindung vor, dass zur Verbindung des Ventilgehäuse-Zwischenstückes
mit dem einzusetzenden Standard-Ventil ein Rastmechanismus vorgesehen ist. Vorteilhafterweise
ist dieser Rastmechanismus im Bereich des Übergangs von der zweiten zu der
dritten Bohrung vorgesehen, wobei der Übergang hier zum Zweck einer Hinterschneidung
entsprechend ausgebildet sein kann. Insbesondere eine senkrecht zur Achse erfolgende
radiale Aufweitung von der zweiten zur dritten Bohrung kann hier als Anschlagfläche
genutzt werden, um mit einem durch die zweite Bohrung hindurchgedrückten Standard-Ventil
zusammenzuwirken. In Verbindung mit einem Dichtelement, welches im Übergangsbereich
zwischen der ersten und der zweiten Bohrung eingesetzt wird, ergibt sich eine besonders
stabile und dichte Verbindung zwischen dem Ventilgehäuse-Zwischenstück
und dem vorgegebenen Standard-Ventil, ohne dass spezielle Hinterschneidungsbereiche
im Bereich der ersten oder zweiten Bohrung dafür erforderlich wären.
Erfindungsgemäß lässt sich das gesamte Ventilgehäuse-Zwischenstück
rotationssymmetrisch zu seiner Längsachse ausbilden, also im Rahmen einer Drehbearbeitung
herstellen. Bei Spritzguss ist eine einfache Entformung ebenfalls gewährleistet.
Dies erlaubt die Verwendung unterschiedlichster Materialien für das Ventilgehäuse-Zwischenstück,
wobei Kunststoff oder Silikon sowie Metalle (Aluminium) zu nennen wären. Andere
Materialien sind dadurch jedoch nicht ausgeschlossen.
Weitere vorteilhafte Ausführungsformen ergeben sich aus den Unteransprüchen.
Nachfolgend wird eine Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Ventilgehäuse-Zwischenstückes anhand der l näher
erläutert. Die 1 zeigt dabei einen schematischen
Querschnitt durch das Ventilgehäuse-Zwischenstück mit beispielhafter Befestigung
des elastischen Behältnisses und dem eingesetzten nur teilweise dargestellten
Standard-Ventil.
Ein Ventilgehäuse-Zwischenstück (1) ist rotationssymmetrisch
zu einer Achse (2) ausgebildet. Von einem oberen Ende (3) des
Ventilgehäuse-Zwischenstückes ist eine erste Bohrung mit dem Radius (R1)
eingebracht. Die Bohrung verläuft mit konstanter, glatter, zylindrischer Wandfläche
in axialer Richtung bis zu einem Übergangsbereich (11), in dem der
größere Radius (R1) auf einen kleineren Radius (R2)
überführt wird. Mit dem Radius (R2) erstreckt sich eine zweite
Bohrung in axialer Richtung weiter durch das Ventilgehäuse-Zwischenstück,
bis sich eine dritte Bohrung mit einem Radius (R3) anschließt, der
größer ist als (R2).
Während der Übergang von (R1) nach (R) im Wesentlichen
stetig entlang einer konischen Fläche ausgeführt wird, erfolgt die Änderung
von (R) nach (R) in einem Übergangsbereich (12) sprunghaft radial
nach außen. Alternativ kann, wie in 2 gezeigt,
der Übergang von (R ) auf (R) auch sprunghaft ausgeführt und mit einem
entsprechenden Dichtelement (13') zwischen Teil (4) und Teil (1)
versehen werden.
In die erste, zweite und dritte Bohrung ist ein Standard-Ventilgehäuse
(4) eingesetzt, in dem es mit seiner Spitze voran durch die erste und zweite
Bohrung hindurchgeschoben wird. Die Aufweitung im Übergangsbereich (12)
dient als Rastmechanismus, um das Standard-Ventilgehäuse (4) mit dem
Ventilgehäuse-Zwischenstück (1) dauerhaft und sicher zu verbinden.
Im Übergangsbereich (11) ist des Weiteren ein Dichtelement (13)
eingesetzt, welches sich umlaufend an die konische Übergangsfläche und
gleichzeitig an das Standard-Ventilgehäuse anlegt. Diese Anordnung stellt besonders
sicher, dass das Dichtelement (13) über seinen gesamten Umfang abdichtet.
An seinem äußeren Umfang weist das Ventilgehäuse-Zwischenstück
(1) einen Befestigungsbereich (6) auf, an dem ein elastisches,
druckbeaufschlagbares Behältnis (5) befestigbar ist. Das elastische
Behältnis (5), von dem in der 1 nur der
obere Halsbereich dargestellt ist, dient dabei als Aufnahmebehältnis für
das zu speichernde bzw. auszugebende pastöse Medium. Über eine Schelle
(14) ist der Hals des elastischen Behältnisses (5) radial
gegen das Ventilgehäuse-Zwischenstück (1) bzw. dessen Befestigungsbereich
(6) verspannt.
Der Befestigungsbereich (6) weist zur besonders sicheren
Befestigung ein Profil auf, welches durch um die Achse (2) umlaufende Rillen
gebildet ist. Weiterhin weist das Ventilgehäuse-Zwischenstück (1)
zwei radiale Erhebungen (7) auf, die den Befestigungsbereich (6)
in axialer Richtung begrenzen. Gleichzeitig dienen diese radialen Erhebungen als
reib- oder gar formschlüssige Barrieren, die ein Abrutschen des elastischen
Behältnisses (5) in axialer Richtung verhindern.
An dem zweiten unteren Ende (8) des Ventilgehäuse-Zwischenstückes
(1) ist eine Einführschräge (9) in Form einer konischen
Fläche ausgebildet, um ein elastisches Behältnis (5) mit seinem
Hals leichter über das Ventilgehäuse-Zwischenstück (1) überzuschieben
bzw. im Befestigungsbereich (6) zur Anlage bringen zu können.