Die Erfindung betrifft eine höhenverstellbare Kopfstützvorrichtung
sowie einen Rollstuhl mit einer derartigen höhenverstellbaren Kopfstützvorrichtung.
Höhenverstellbare Kopfstützvorrichtungen sind aus dem Stand
der Technik bekannt. Sie werden unter anderem bei Sitzen im medizinischen Bereich
sowie im Pflegebereich verwendet, beispielsweise auch bei Rollstühlen. Ein
Dusch- und Toilettenrollstuhl mit einer höhenverstellbaren Kopfstütze
wird unter der Produktbezeichnung OCEAN VIP von der AQUATEC GmbH vertrieben.
Die Höhenverstellbare Kopfstützvorrichtung dieses bekannten
Dusch- und Toilettenrollstuhls wird nachfolgend in Verbindung mit den
7 bis 11 beschrieben.
Es versteht sich, dass die Darstellungen in den Figuren dieser Anmeldung einschließlich
besagter 7 bis 10 nicht
maßstabsgetreu sind. Zum Zwecke der besseren Darstellung bestimmter Einzelheiten
sind die Bauteile teilweise vergrößert und vereinfacht dargestellt.
7 zeigt eine bekannte höhenverstellbare Kopfstützvorrichtung
200 in einer perspektivischen Darstellung. Die Vorrichtung weist eine Kopfstütze
201 auf, welche an einer Horizontalstrebe 202 befestigt ist. Die
Kopfstütze lässt sich horizontal verschieben, indem eine Klemmeinrichtung
203 gelöst wird, wodurch die Horizontalstrebe 202 längst
des kürzeren Schaftes 204A an eines J-förmig ausgeführten
Kopfstützenstützelements 204 verschoben werden kann.
Das Kopfstützenstützelement 204 ist mittels einer
Klemmverbindung 300 an einem Querstabelement 210 befestigt. Das
Querstabelement 210 kann beispielsweise der Mittelteil eines Schiebegriffs
eines Rollstuhls sein.
Die Klemmverbindung 300 ist, jeweils teilweise aufgeschnitten,
in 8 in einer perspektivischen Darstellung und in
10 in einer Seitenansicht gezeigt, wobei jeweils nur
ein Teil des Kopfstützenstützelements 204 sowie des Querstabelements
210 gezeigt sind.
Die Klemmverbindung 300 weist einen U-förmigen Haltebügel
360 auf, der über zwei rechteckige Ausnehmungen 361A,
361B verfügt, durch welche das Kopfstützenstützelement
204, das ebenfalls rechteckig ausgebildet ist, hindurch gesteckt werden
kann. Der Innenradius des U-förmig ausgebildeten Haltebügels
360 ist so bemessen, dass er dem Außendurchmesser des Querstabelements
210 angepasst ist. Zwischen dem Querstabelement 210 und dem Kopfstützenstützelement
204 ist ein Distanzstück 370 angeordnet, das verschiebbar
mittels einer Nut/Feder-Verbindung in dem Haltebügel 360 gelagert
ist. Die entsprechenden Nuten 362A und 362B des Haltebügels
360 sind in 9 gezeigt.
In dem Haltebügel 360 ist eine Gewindebohrung
380 angebracht, in die ein Schraubelement 390 eingeschraubt ist.
Das Schraubelement 390 ist mit einem Kreuzgriff (391)
versehen, welches ein Lösen und Festziehen der Klemmverbindung 300
von Hand ermöglicht.
Die Funktion der bekannten Klemmverbindung wird nachfolgend erläutert.
Wie insbesondere in den 8 und 10
dargestellt, wird der Haltebügel 360 so um das Querstabelement
210 gelegt, dass die Gewindebohrung 380mit einer in dem Querstabelement
210 angebrachten Bohrung 211 fluchtet. Gegenüber der Bohrung
211 ist in dem Querstabelement 210 eine zur Innenseite hin konkave
Ausbuchtung 212 vorgesehen.
Das Distanzstück 370 wird in den Haltebügel
360 eingefügt und das Kopfstützenstützelement
204 durch die Ausnehmungen 361A, 361B des Haltebügels
360 hindurch gesteckt. Das Schraubelement 390 wird in die Gewindebohrung
380 eingeschraubt und hierbei durch die Bohrung 211 des Stabelements
210 hindurchgeführt, bis es an der Ausbuchtung 212 anliegt.
Bei weiterem Einschrauben des Schraubelements 390 wird der Haltebügel
360 gegenüber dem Stabelement 210 in 10
nach rechts bewegt, wodurch das Kopfstützenstützelement 204 gegen
das Distanzstück 370 und das Distanzstück 370 gegen
das Querstabelement 210 gedrückt wird. Hierdurch entsteht eine Klemmverbindung,
die eine sichere Positionierung des Kopfstützenstützelements
204 gegenüber dem Querstabelement 210 bereitstellt.
Wenn das Schraubelement 390 geringfügig aus dem Haltebügel
360 herausgeschraubt wird, wir die Klemmverbindung gelöst und das
Kopfstützenstützelement 204 kann gegenüber dem Haltebügel
360 und somit gegenüber dem Querstabelement 210 in Längsrichtung
verschoben werden. Hierdurch wird eine stufenlose Höhenverstellung der Kopfstütze
201 erreicht.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die bekannte höhenverstellbare
Kopfstützvorrichtung weiter zu verbessern, insbesondere hinsichtlich Funktions-
und Betriebssicherheit.
Zur Lösung dieser Aufgabe stellt die Erfindung eine höhenverstellbare
Kopfstützvorrichtung bereit mit einem Querstabelement und einem Kopfstützenstützelement
sowie einer Klemmverbindung zur stufenlos verstellbaren Befestigung des Kopfstützenstützelements
an dem Querstabelement, wobei die Klemmverbindung einen zwei Aussparungen
sowie eine Gewindebohrung aufweisenden Haltebügel, der das Querstabelement
umgreift, wobei die Aussparungen übereinander und die Gewindebohrung quer zur
Längsrichtung des Kopfstützelements in dem Haltebügel angeordnet
sind, eine Zentrierbuchse, die ein Außengewinde und ein Innengewinde aufweist,
wobei die Zentrierbuchse in die Gewindebohrung des Haltebügels eingeschraubt
ist, und ein Schraubelement, das von der Außenseite des Haltebügels in
die Zentrierbuchse eingeschraubt ist, auf, wobei das Kopfstützenstützelement
in die Aussparungen des Haltebügels eingeführt ist, das Querstabelement
eine Bohrung aufweist, in die die Zentrierbuchse eingeführt ist, und die Klemmverbindung
durch Einschrauben des Schraubelements in die Zentrierbuchse und das hierdurch bewirkte
Heranführen des Kopfstützenstützelements an das Querstabelement bewirkt
wird.
Die erfindungsgemäße höhenverstellbare Kopfstützvorrichtung
unterscheidet sich somit von der zuvor erläuterten bekannten höhenverstellbaren
Kopfstützvorrichtung durch die Ausführung der Klemmverbindung, nämlich
dadurch, dass eine Zentrierbuchse vorgesehen ist, welche ein Außengewinde und
ein Innengewinde aufweist. Mit seinem Außengewinde ist die Zentrierbuchse in
die Gewindebohrung des Haltebügels eingeschraubt. Mit einem zylindrischen Zentrierabschnitt
ist die Zentrierbuchse in eine entsprechend ausgeführte Bohrung des Querstabelements
eingeführt. Das Schraubelement wird mittels des Innengewindes der Zentrierbuchse
mit der Klemmverbindung verschraubt.
Durch die Bereitstellung der Zentrierbuchse wird eine besonders exakte
Lagerung und Fixierung der Bauteile zueinander gewährleistet.
In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist die Drehrichtung
des Innengewindes der Zentrierbuchse derjenigen des Außengewindes der Zentrierbuchse
entgegengesetzt. Ist beispielsweise das Innengewinde als Linksgewinde ausgeführt,
so ist das Außengewinde als Rechtsgewinde ausgeführt. Hierdurch wird vermieden,
dass die Gewindebuchse beim Betätigen des Schraubelements unbeabsichtigt aus
dem Haltebügel herausgeschraubt wird.
Vorzugsweise ist zwischen den Kopfstützenstützelement und
dem Querstabelement ein Distanzstück angeordnet, welches in einer bevorzugten
Ausführungsform über eine Nut/Feder-Verbindung in dem Haltebügel
geführt ist. Das Distanzstück ist vorzugsweise aus Kunststoff gefertigt,
um eine möglichst verschleiß- und spielfreie Klemmung zu gewährleisten.
Das Querstabelement ist vorzugsweise rohrförmig ausgebildet.
Gegenüber der Bohrung zur Aufnahme der Zentrierbuchse ist in dem Querstabelement
vorzugsweise eine nach innen konkave Ausbuchtung vorgesehen, die als Widerlage für
das Schraubelement fungiert.
Das Kopfstützenstützelement und die entsprechenden Aussparungen
des Haltebügels sind vorzugsweise rechteckig ausgebildet. Es versteht sich,
dass auch andere Formen, beispielsweise kreisförmige oder andere abgerundete
Geometrien möglich sind.
Ein erfindungsgemäße Rollstuhl mit einer höhenverstellbaren
Kopfstützvorrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung ist vorzugsweise
so ausgebildet, dass das Querstabelement als Schiebegriff ausgebildet ist.
Die Erfindung wird im folgenden anhand eines bevorzugten Ausführungsbeispiels
unter Bezug auf die Zeichnungen näher erläutert, in der
1 eine perspektivische Darstellung einer erfindungsgemäßen
höhenverstellbaren Kopfstützvorrichtung ist,
2 eine schematische Darstellung der Klemmverbindung
ist, wobei zum Zwecke der Darstellung das Querstabelement weggelassen ist,
3 eine Explosionszeichnung eines Distanzstücks,
der Zentrierbuchse, des Haltebügels und Schraubelement ist,
4 eine perspektivische Darstellung der Zentrierbuchse
ist,
5 eine Schnittdarstellung der Zentrierbuchse ist,
6 eine axiale Draufsicht der Fixierbuchse ist,
7 eine 1 entsprechende
perspektivische Darstellung einer bekannten höhenverstellbaren Kopfstützvorrichtung
ist,
8 eine teilweise im Schnitt gehaltene Darstellung einer
bekannten Ausführungsform einer Klemmverbindung ist,
9 eine vergrößerte perspektivische Darstellung
eine bekannten Haltebügels ist,
10 eine teilweise im Schnitt gehaltene Seitenansicht
einer bekannten Klemmverbindung ist, und
11 eine perspektivische Schnittdarstellung
eines Querstabelements ist.
Die 7 bis 11
sind eingangs erläutert worden. Soweit im Folgenden nicht anderweitig beschrieben,
treffen die diesbezüglichen Ausführungen auch auf die erfindungsgemäße
höhenverstellbare Kopfstützvorrichtung zu. Entsprechend sind in den
1 bis 6 diejenigen Bauteile,
die den jeweiligen bekannten Bauteilen gemäß den 7
bis 11 entsprechen, mit Bezugzeichen versehen, die
gegenüber den jeweils entsprechenden Bezugszeichen in den 7
bis 11 um den Betrag 200 kleiner gewählt
sind. So ist beispielsweise der Kopfstütze bei dem Ausführungsbeispiel
der Erfindung gemäß 1 das Bezugszeichen
1 zugeordnet, während für die Kopfstütze des bekannten Ausführungsbeispiels
gemäß 7 das Bezugszeichen 201 verwendet
ist.
Das Querstabelement 10 gemäß der vorliegenden Erfindung
entspricht grundsätzlich demjenigen gemäß dem eingangs beschriebenen
Stand der Technik. Lediglich die Bohrung 11 ist bei dem erfindungsgemäßen
Querstabelement anders ausgeführt, wie nachfolgend erläutert. In
11 sind daher der Einfachheit halber beide Bezugszeichen
210 für das Querstabelement gemäß Stand der Technik und
das Bezugszeichen 10 für das erfindungsgemäße Querstabselement
verwendet. Entsprechendes gilt für die Bezugszeichen 211 und
11 für die Bohrung sowie die Bezugszeichen 212 und
12 für die Ausbuchtung.
Wie zuvor beschrieben, weist die Klemmverbindung der erfindungsgemäßen
höhenverstellbaren Kopfstützvorrichtung eine Zentrierbuchse
20 auf. Hierzu wird insbesondere auf die 2
bis 5 verwiesen. Die Zentrierbuchse 20 verfügt
über ein Außengewinde 22, mit dem sie in die Gewindebohrung
180 des Haltebügels 160 eingeschraubt werden kann. Als Anlage
dient ein an der Zentrierbuchse 20 vorgesehener Bund 25.
Die Zentrierbuchse 20 verfügt zudem über einen
Zentrierabschnitt 21, der in die Bohrung 11 des Querstabelements
10 eingeführt ist. Es versteht sich, dass bei dem Querstabelement
10 der Klemmverbindung der erfindungsgemäßen höhenverstellbaren
Kopfstützvorrichtung die Bohrung 11 so ausgeführt werden muss,
dass sie als Gleitpassung auf den Außendurchmesser des Zentrierabschnitts
21 der Zentrierbuchse 20 abgestimmt ist. Beim eingangs erläuterten
Stand der Technik ist die Bohrung 211 demgegenüber so bemessen, dass
der Gewindeabschnitt des Schraubelements 390 hindurchgeführt werden
kann.
Das Einschrauben der Zentrierbuchse 20 in die Gewindebohrung
180 des Haltebügels 160 wird durch eine Nut 26 erleichtert,
in die ein Schraubendreher angesetzt werden kann.
Die Zentrierbuchse 20 verfügt zudem über ein Innengewinde
23, dessen Drehrichtung derjenigen des Außengewindes 22 entgegensetzt
ist. Wenn das Außengewinde 22 als Rechtsgewinde ausgeführt ist,
ist das Innengewinde 23 als Linksgewinde ausgeführt. Entsprechend
wird das Innengewinde 23 als Linksgewinde ausgeführt, wenn das Außengewinde
22 als Rechtsgewinde ausgeführt ist.
Nach dem Einschrauben der Gewindebuchse 20 in die Gewindebohrung
180 des Haltebügels 160 kann dieser so über das Querstabelement
10 gesteckt werden, dass der Zentrierabschnitt 21 der Zentrierbuchse
20 in die Bohrung 11 des Querstabelements 10 eindringt.
Das Distanzstück 170 kann dann in den Haltebügel 160
eingeführt werden und anschließend wird das Kopfstützenstützelement
4 durch die Ausnehmungen 161a, 161b hindurchgeführt.
Schließlich wird das Schraubelement 190 mittels des Kreuzgriffs
191 in die Zentrierbuchse 20 eingeschraubt, bis es an der Ausbuchtung
12 des Querstabelements 10 anliegt. Bei weiterem Einschrauben
des Schraubelements 190 wird das Kopfstützenstützelement
4 über das Distanzstück 170 mit dem Querstabelement
10 verklemmt.