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Dokumentenidentifikation DE102007022112A1 22.11.2007
Titel Vorrichtung zum Kräuseln eines synthetischen Fadens
Anmelder Saurer GmbH & Co. KG, 41069 Mönchengladbach, DE
Erfinder Stündl, Mathias, 22880 Wedel, DE
Vertreter Kahlhöfer - Neumann - Herzog - Fiesser, Patentanwälte, 40210 Düsseldorf
DE-Anmeldedatum 11.05.2007
DE-Aktenzeichen 102007022112
Offenlegungstag 22.11.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 22.11.2007
IPC-Hauptklasse D02G 1/00(2006.01)A, F, I, 20070511, B, H, DE
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Kräuseln eines synthetischen Fadens. Hierzu wird der Faden mittels eines Texturiermittels zu einem Fadenstopfen aufgestaucht, einem Stopfenspeicher zur thermischen Behandlung zugeführt und einem Abzugsmittel zu einem gekräuselten Faden aufgelöst. Der Stopfenspeicher wird hierbei durch eine drehbar gelagerte Behandlungstrommel mit einem gasdurchlässigen Führungsmantel gebildet, an dessen Umfang der Fadenstopfen mit mehreren Umschlingungen geführt und mit einem gasförmigen Fluid durchströmt ist. Um bei mehrfacher Umschlingung des Fadenstopfens keine gegenseitige Beeinträchtigungen der Umschlingungen an der Fadentrommel zu erhalten, weist erfindungsgemäß der Führungsmantel der Behandlungstrommel zur Führung des Fadenstopfens zumindest zwei radial umlaufende Führungsbahnen und eine zwischen den Führungsbahnen ausgebildete Trennbahn auf, wobei der Führungsmantel im Bereich der Trennbahn gasundurchlässig ist und wobei die Trennbahn vom Fadenstopfen gekreuzt wird.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Kräuseln eines synthetischen Fadens gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Bei der Herstellung eines gekräuselten Fadens wird zunächst eine Vielzahl von stranförmigen Filamenten mittels einer Spinneinrichtung aus einer thermoplastischen Schmelze extrudiert. Das Filamentbündel wird nach einer Abkühlung zusammengefasst, verstreckt und anschließend einer Kräuselvorrichtung zugeführt. Um den synthetischen Faden zu kräuseln, weist die Kräuselvorrichtung ein Texturiermittel zur Bildung eines Fadenstopfens, einen Stopfenspeicher zur thermischen Behandlung des Fadenstopfens und ein Abzugsmittel zur Auflösung des Fadenstopfens auf. Eine derartige Vorrichtung ist beispielsweise aus der DE 26 32 082 A1 bekannt.

Die bekannte Kräuselvorrichtung weist als Texturiermittel eine Texturierdüse auf, bei welcher die einzelnen Filamente des Filamentbündels mittels eines vorzugsweise heißen Fluids zu einem Fadenstopfen aufgestaucht werden, wobei sich Schlingen und Bögen in den einzelnen Filamenten ausbilden. Um die Formänderungen der Filamente zwecks einer Kräuselung zu fixieren, wird der Fadenstopfen von dem Texturiermittel innerhalb einer Stauchkammer geführt. Beim Auftreffen der Filamente auf den Fadenstopfen innerhalb der Stauchkammer entstehen somit die gewünschten Schlingen und Bögen der Einzelfilamente. Zum Erreichen einer möglichst stabilen Kräuselung wird der Faden vorzugsweise durch ein heißes Fördermedium geführt und gleichzeitig erwärmt, so dass eine plastische Formänderung in den einzelnen Filamenten stattfinden kann. Zur Fixierung der Kräuselung wird der Fadenstopfen anschließend einem Stopfenspeicher übergeben, in welchem eine thermische Behandlung insbesondere eine Kühlung des Fadestopfens stattfindet. Bei der bekannten Vorrichtung wird der Stopfenspeicher durch eine drehend angetriebene Behandlungstrommel gebildet, an dessen Umfang der Fadenstopfen mit mehreren Umschlingungen geführt ist. Die Behandlungstrommel besitzt einen gasdurchlässigen Führungsmantel, durch welchen eine durch eine Absaugvorrichtung erzeugter Kühlluftstrom von außen nach innen durch den Führungsmantel geführt wird. Zur Führung des Fadenstopfens an dem Führungsmantel der Behandlungstrommel ist auf einer Einlassseite der Behandlungstrommel ein ortsfester Vorschub angeordnet, durch welchen der Fadenstopfen bei Drehung der Behandlungstrommel axial am Umfang der Trommel verschoben wird, so dass der Fadenstopfen den Führungsmantel der Behandlungstrommel spiralförmig in mehreren Windungen umschlingt.

Nach dem Abkühlen des Fadenstopfens wird der Fadenstopfen durch ein dem Stopfenspeicher nachgeordnetes Abzugsmittel zu einem gekräuselten Faden aufgelöst.

Die bekannte Vorrichtung ist aufgrund der Aufnahme einer großen Fadenstopfmenge innerhalb des Stopfenspeichers besonders geeignet, um bei der thermischen Behandlung lange Verweilzeiten zu erhalten bzw. um bei hohen Produktionsgeschwindigkeiten eine ausreichende Verweilzeit zur thermischen Behandlung des Fadenstopfens zu erhalten. In Praxis hat sich jedoch gezeigt, dass das Verschieben der Fadenstopfen am Umfang der Trommel zu einer gegenseitigen Beeinflussung der Fadenstopfenwindungen am Umfang der Behandlungstrommel führen. So haben sich Einzelfilamente der benachbarten Fadenstopfenwindungen miteinander verhakt und führten beim Auflösen zu ungewünschten Filamentbrüchen.

Aus der US 5,974,777 ist ebenfalls eine Vorrichtung zur thermischen Behandlung eines Fadenstopfens bekannt, bei welchem der Fadenstopfen mit mehreren Umschlingungen am Umfang einer Behandlungstrommel geführt ist. Die Behandlungstrommel weist einen gasdurchlässigen Führungsmantel auf, der durch ein zugeordnetes Leitmittel in einem Einlaufbereich und einen axial angrenzenden Auslaufbereich geteilt ist. Dabei wird der Fadenstopfen am Umfang des Führungsmantels in dem Einlaufbereich abgelegt und bei fortschreitender Drehung der Kühltrommel durch das Leitmittel im Einlaufbereich axial an dem Führungsmantel in den Auslaufbereich verschoben, so dass eine Mehrfachumwindung des Fadenstopfens an dem Umfang des Führungsmantels realisierbar ist. Die bekannte Vorrichtung besitzt jedoch auch den Nachteil, dass der Fadenstopfen am Umfang des perforierten Führungsmantels in mehreren Windungen axial verschoben wird. Aufgrund der an dem Führungsmantel vorherrschenden Saugwirkung werden zudem Verschubkräfte erforderlich, die ungewünschte seitliche Kompression des Fadenstopfens bewirken. Darüberhinaus sind Verhakungen einzelner Filamente mit der Oberfläche des Führungsmantels beim axialen Verschieben der Fadenstopfen möglich, die zu herausragenden Einzelfilamenten in dem gekräuselten Faden führen.

Ein weiterer Nachteil bei dem in Stand der Technik bekannten Behandlungstrommel zur Aufnahme eines mehrfach umschlungenen Fadenstopfens liegt darin, dass bei Mehrfachumschlingung eine erste Umschlingung zum Verschieben der zweiten Umschlingung genutzt werden muß, so dass benachbarte Umschlingungen des Fadenstopfens unmittelbar zusammengeführt werden. Damit ist eine gegenseitige Beeinflussung der Fadenstopfenumschlingungen und die damit einhergehenden Probleme in der thermischen Behandlung sowie beim Auflösen des Fadenstopfens unvermeidlich.

Demgemäß ist es Aufgabe der Erfindung, eine Vorrichtung zum Kräuseln eines synthetischen Fadens der eingangs genannten Art derart weiterzubilden, dass der Fadenstopfen unabhängig von der Produktionsgeschwindigkeit auch bei längeren Verweilzeiten eine gleichmäßige thermische Behandlung erhalten kann.

Ein weiteres Ziel der Erfindung liegt darin, eine gattungsgemäße Vorrichtung zu schaffen, bei welcher ein erzeugter Fadenstopfen während seiner Behandlung bis zur Auflösung sicher geführt und zu einem hochwertigen gekräuselten Faden aufgelöst wird.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass der Führungsmantel der Behandlungstrommel zur Führung des Fadenstopfens zumindest zwei radial umlaufende Führungsbahnen und eine zwischen den Führungsbahnen ausgebildete Trennbahn aufweist, wobei der Führungsmantel im Bereich der Trennbahn gasundurchlässig ist, und wobei die Trennbahn vom Fadenstopfen gekreuzt wird.

Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind durch die Merkmale und Merkmalskombinationen der Unteransprüche definiert.

Die Erfindung besitzt den besonderen Vorteil, dass der Fadenstopfen im wesentlichen in einer geradlinigen Führung am Umfang der Behandlungstrommel geführt ist, wie es ansonsten nur bei einfach umschlungenen Behandlungstrommeln möglich ist. Hierzu weist der Führungsmantel der Behandlungstrommel mehrere radial umlaufende Führungsbahnen auf, die in axialer Richtung des Führungsmantels nebeneinanderliegend ausgebildet sind. Zwischen den einzelnen Führungsbahnen ist jeweils eine Trennbahn an dem Führungsmantel der Behandlungstrommel ausgebildet, wobei der Führungsmantel im Bereich der Trennbahn gasundurchlässig ausgeführt ist. Zum Wechsel der Führungsbahnen lässt sich somit die Trennbahn durch den Fadenstopfen in einfacher Art und Weise überqueren, um in der benachbarten Führungsbahn erneut geradlinig am Umfang des Führungsmantels der Behandlungstrommel geführt zu werden. Durch die zwischen den Führungsbahnen ausgebildete Trennbahn ist ein radial umlaufender Bereich an dem Führungsmantel gebildet, der keine Gasströmung an seiner Oberfläche bewirkt. Diese strömungsfreien Zonen am Rand der Führungsbahn führen dazu, dass zusätzlich eine seitlich auf den Fadenstopfen eintretende Gasströmung erzeugt wird. Somit kommt es zu einer sehr intensiven thermischen Behandlung des Fadenstopfens innerhalb der Führungsbahn. Der Abstand zwischen den Führungsbahnen und damit die Breite der Trennbahn wird bevorzugt derart gewählt, dass keine Berührungen zwischen den Fadenstopfenumschlingungen stattfinden können.

Um den Wechsel des Fadenstopfens von einer ersten Führungsbahn zu einer benachbarten Führungsbahn zu erleichtern, wird die Weiterbildung der Erfindung bevorzugt ausgeführt, bei welcher die Behandlungstrommel im Bereich der Führungsbahnen und im Bereich der Trennbahn jeweils einen im wesentlichen gleichgroßen Trommelaußendurchmesser aufweist.

Zur Vermeidung von Kollisionen der Fadenstopfenumschlingungen am Umfang der Behandlungstrommel ist der Trennbahn am Umfang der Behandlungstrommel ein Leitmittel zur Führung des Fadenstopfens derart zugeordnet, dass durch Drehung der Trommel ein Wechsel des Fadenstopfens von der zulaufenden Führungsbahn zu der ablaufenden Führungsbahn bewirkt wird. Somit lässt sich durch Verschieben des Fadenstopfens am Umfang der Behandlungstrommel die Trennbahn in kurzer Wegstrecke überqueren.

Das Leitmittel wird dabei bevorzugt durch ein Leitblech gebildet, das mit kurzem Abstand zum Umfang der Behandlungstrommel gehalten ist und das sich schräg über die zulaufende Führungsbahn und die angrenzende Trennbahn erstreckt. Das Leitblech ist bevorzugt ortsfest positioniert, um den Übergang des Fadenstopfens von einer Führungsbahn zur benachbarten Führungsbahn an einer festen Position der Behandlungstrommel ausführen zu können. Es besteht jedoch auch die Möglichkeit, dass das Leitblech in radialer Richtung der Behandlungstrommel beweglich auszubilden, um den Umschlingungsgrad des Fadenstopfens in der zulaufenden Führungsbahn zu verändern.

Zur Ablage des Fadenstopfens am Umfang der Behandlungstrommel ist gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ein Zuführmittel zwischen dem Texturiermittel und dem Stopfenspeicher angeordnet, wobei das Zuführmittel mit einem Stopfenauslaß einer der Führungsbahnen am Umfang der Behandlungstrommel zugeordnet ist und wobei der Stopfenauslaß im wesentlichen tangential zur Führungsbahn ausgerichtet ist, um den Fadenstopfen am Umfang der Behandlungstrommel abzulegen. Der Fadenstopfen lässt sich somit ohne Deformationen sicher am Umfang der Behandlungstrommel ablegen.

Um einen möglichst hohen Grad der Umschlingung in den Führungsbahnen am Umfang der Behandlungstrommel zu erhalten, ist gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung das Leitmittel in Drehrichtung der Behandlungstrommel mit kurzem Abstand vor dem Zuführmittel angeordnet. So wird der Fadenstopfen in der Führungsbahn kurz vor Erreichen der Ablagestelle in die benachbarte Führungsbahn verschoben.

Der Stopfenauslaß des Zuführmittels wird bevorzugt durch eine Führungsschiene mit einem nutförmigen Stopfenkanal gebildet, wobei ein freies Ende der Führungsschiene der Führungsbahn am Umfang der Trommel zugeordnet ist. Das freie Ende der Führungsschiene wird dabei mit geringem Abstand oberhalb des Führungsmantels im wesentlichen tangential zu der Behandlungstrommel gehalten.

Zur Ausführung einer Umlenkung des Fadenstopfens bei Zuführung ist die Führungsschiene L-förmig mit einem langen Steg und einem kurzen Steg ausgebildet, wobei der Stopfenkanal im Übergangsbereich zwischen dem kurzen Steg und langen Steg der Führungsschiene bogenförmig eingebracht ist und wobei das freie Ende des kurzen Steges der Führungsbahn am Umfang der Trommel zugeordnet ist. Damit lassen sich Umlenkungen im Bereich von 90° ausführen, ohne dass der Fadenstopfen unzulässige Kompressionen erhält.

Die Weiterbildung der Erfindung, bei welcher das Zuführungsmittel zumindest eine angetriebene Förderwalze zur Führung des Fadenstopfens aufweist, ist besonders geeignet, um einen definierten Ablage des Fadenstopfens am Umfang der Behandlungstrommel zu erhalten. Hierbei ist die Förderwalze bevorzugt dem Stopfenauslaß zugeordnet. Die Anordnung, bei welcher die Förderwalzen dem kurzen Steg der Führungsschiene zugeordnet ist und mit dem Stopfenkanal einen Förderspalt bildet, hat sich besonders bei starken Umlenkungen des Fadenstopfens unmittelbar vor Ablage auf die Behandlungstrommel bewährt. Die Regulierung des Fadenstopfens zur Ablage an den Führungsmantel der Behandlungstrommel erfolgt somit unmittelbar vor Ablage des Fadenstopfens.

Zur Realisierung einer Vielzahl von Fadenumschlingungen an einer Behandlungstrommel ist die Weiterbildung der Erfindung bevorzugt ausgeführt, bei welcher an dem Umfang der Behandlungstrommel eine Mehrzahl von Führungsbahnen und mehrere Trennbahnen ausgebildet sind, wobei benachbarte Führungsbahnen durch eine der Trennbahnen getrennt sind. Damit bleibt eine separate Führung des Fadenstopfens auch über mehrere Umschlingungen am Führungsmantel der Behandlungstrommel gewährleistet.

Hierbei ist vorzugsweise jeder der Trennbahn ein von mehreren Leitmitteln zugeordnet, wobei die Leitmittel als einteiliges oder mehrteiliges stationäres Bauteil ausgebildet sein können. So lässt sich das Leitmittel durch eine Mehrzahl von Leitblechen bilden, die in Abstand zueinander jeweils einer der Trennbahnen zugeordnet sind, wobei die Leitbleche sich jeweils bis über die zulaufende Führungsbahn erstrecken.

Es besteht jedoch auch die Möglichkeit, das Zuführmittel und den Stopfenspeicher derart auszubilden, dass mehrere Fadenstopfen parallel nebeneinander führbar und behandelbar sind.

Zu diesem Zweck weist das Zuführmittel bevorzugt mehrere Stopfenauslässe auf, die eine ersten Gruppe von Führungsbahnen am Umfang der Trommel zugeordnet sind. Um zu einer zweiten Gruppe von Führungsbahnen am Umfang der Trommel zu gelangen, ist zwischen der ersten Gruppe von Führungsbahnen und der zweiten Gruppe von Führungsbahnen eine Trennbahn ausgebildet.

Die Führungsbahngruppen am Führungsmantel der Behandlungstrommel können dabei unmittelbar durch einen gasdurchlässigen Bereich des Führungsmantels gebildet sein, so daß die Fadenstopfen mit Abstand zueinander an dem Führungsmantel geführt sind. Es besteht jedoch auch die Möglichkeit, dass die Führungsbahngruppe durch einen Bereich am Führungsmantel gebildet ist, bei welcher mehrere ringförmige Sperrzonen an dem Führungsmantel ausgebildet sind, die gasundurchlässig sind und jeweils zwischen sich eine Führungsbahn bilden.

Bei der Führung mehrerer parallel laufender Fadenstopfen am Führungsmantel der Behandlungstrommel ist der zwischen zwei Gruppen von Führungsbahnen angeordneten Trennbahn bevorzugt ein Leitmittel mit mehreren Leitorganen zugeordnet, wobei das Leitmittel zu jedem Fadenstopfen jeweils ein Leitorgan aufweist. Damit lässt sich jeder Fadenstopfen separat voneinander führen, um die Trennbahn zu überqueren. Die Leitorgane an dem Leitmittel können beispielsweise durch jeweils ein Leitblech gebildet sein, welche gemeinsam an einem Leitmittelträger gehalten sind.

Zur thermischen Behandlung des Fadenstopfens am Umfang der Behandlungstrommel wird zur Erzeugung eines kontinuierlichen Gasstromes die Behandlungstrommel bevorzugt mit einer Absaugeinrichtung gekoppelt, um im Innern der Behandlungstrommel ein gegenüber der Umgebung wirkenden Unterdruck zu erzeugen. Damit lässt sich beispielsweise bei der Abkühlung des Fadenstopfens ein kontinuierlicher Kühlluftstrom aus der Umgebung generieren, der den Fadenstopfen von außen nach innen durchdringt.

Die Erfindung wird nachfolgend anhand einiger Ausführungsbeispiele der erfindungsgemäßen Vorrichtung unter Bezug auf die beigefügten Figuren näher beschrieben und weitere Vorteile aufgezeigt.

Es stellen dar:

1 schematisch ein erstes Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Vorrichtung

2 schematisch eine Seitenansicht der Behandlungstrommel aus dem Ausführungsbeispiel nach 1

3 schematisch eine Draufsicht der Behandlungstrommel aus dem Ausführungsbeispiel nach 1

4 schematisch eine Querschnittsansicht eines weiteren Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen Vorrichtung

5 schematisch eine Querschnittsansicht eines weiteren Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen Vorrichtung

6 schematisch eine Draufsicht auf eine Behandlungstrommel eines weiteren Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen Vorrichtung

7 schematisch eine Querschnittsansicht eines weiteren Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen Vorrichtung

In 1 ist ein erstes Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Vorrichtung zum Kräuseln eines synthetischen Fadens in einer Ansicht schematisch dargestellt. Die Kräuselvorrichtung, die beispielsweise in einem Spinnprozess integrierbar ist, weist ein Texturiermittel 1 auf, um einen laufenden Faden 5 zu einem Fadenstopfen 6 aufzustauchen. Das Texturiermittel 1 ist in diesem Ausführungsbeispiel durch eine Texturierdüse 8 und eine angrenzende Stauchkammer 9 gebildet, wie sie beispielsweise aus der WO 03/004743 bekannt ist. Insoweit wird an dieser Stelle ausdrücklich Bezug zu der zitierten Druckschrift genommen, so dass an dieser Stelle eine weitergehende Beschreibung entbehrlich ist.

Die Texturierdüse 8 ist an einer Druckluftquelle angeschlossen, um den Faden 5 mittels eines Förderfluids in die angrenzende Stauchkammer 9 zu fördern. Innerhalb der Stauchkammer 9 wird der multifile Faden zu einem Fadenstopfen aufgestaucht, so dass sich die Einzelfilamente des Fadens in Bögen und Schlingen an der Stopfenoberfläche ablegen. Der Fadenstopfen wird über einen Auslassstutzen 10 aus der Stauchkammer 9 geführt.

Zur weiteren insbesondere thermischen Behandlung wird der Fadenstopfen 6 einem Stopfenspeicher 3 zugeführt. Der Stopfenspeicher 3 hierbei durch eine Behandlungstrommel 11 gebildet, die einen gasdurchlässigen Führungsmantel 12 aufweist. Die Behandlungstrommel 11 ist über einen hier nicht dargestellten Trommelantrieb drehbar angetrieben. Die Behandlungstrommel 11 ist an den Stirnseiten verschlossen und über einen Sauganschluß 14 mit einer Absaugvorrichtung 15 verbunden. Über die Absaugvorrichtung 15 wird im Innern der Behandlungstrommel 11 ein Unterdruck erzeugt, so dass gasförmiges Fluid von außen über den Führungsmantel 12 ins Innere der Behandlungstrommel 11 gesaugt wird. Zur Behandlung des Fadenstopfens 6 wird dieser an dem Führungsmantel 12 der Behandlungstrommel 11 abgelegt und am Umfang der Behandlungstrommel 11 geführt. Hierzu ist der Behandlungstrommel 11 ein Zuführmittel 2 zugeordnet, durch welches der aus dem Auslassstutzen 10 des Texturiermittels 1 austretenden Fadenstopfen 6 zum Umfang der Behandlungstrommel 11 geführt wird. Die Ausbildung des Zuführmittels 2 und der Behandlungstrommel 11 sowie die damit ausgeführte Führung des Fadenstopfens 6 wird nachfolgend noch näher erläutert.

Zur thermischen Behandlung des Fadenstopfens 6 wird dieser mit mehreren Umschlingungen des Führungsmantels 12 der Behandlungstrommel geführt. Die Behandlungstrommel 11 bewegt sich dabei mit einer Umfangsgeschwindigkeit, die einer vorbestimmten Laufgeschwindigkeit des Fadenstopfens entspricht.

Auf einer Auslassseite ist dem Stopfenspeicher 3 ein Abzugsmittel 4 zugeordnet. Durch das Abzugsmittel 4 wird der im Stopfenspeicher 3 geführte Fadenstopfen 6 zu einem gekräuselten Faden 7 aufgelöst. Das Abzugsmittel 4 ist in diesem Ausführungsbeispiel durch zwei angetriebene Galetten 16.1 und 16.2 gebildet.

Nach dem Auflösen des Fadenstopfens 6 zu dem gekräuselten Faden 7 läßt sich der gekräuselte Faden 7 beispielsweise einer Aufwickeleinrichtung zuführen, um den Faden 7 zu einer Spule aufzuwickeln. Bei Integration der Kräuselvorrichtung in einem Schmelzspinnprozess wird die in 1 dargestellte Vorrichtung bevorzugt derart integriert, dass der Faden 5 vor dem Kräuseln verstreckt wird. Insoweit wird das Texturiermittel 1 einer Verstreckeinrichtung nachgeordnet sein.

Zur weiteren Erläuterung der Stopfenführung innerhalb des Stopfenspeichers 3 ist in den 2 und 3 die Behandlungstrommel in mehreren Ansichten dargestellt. 2 zeigt eine Seitenansicht und in 3 ist die Behandlungstrommel 11 in einer Draufsicht gezeigt. Soweit kein ausdrücklicher Bezug zu einer der Figuren gemacht ist, gilt die nachfolgende Beschreibung für die 1, 2 und 3.

Der Führungsmantel 12 der Behandlungstrommel 11 ist in mehrere radial umlaufende Zonen mit gasdurchlässigen Mantelabschnitten in dem Führungsmantel 12 und mit gasundurchlässigen Mantelabschnitten in den Führungsmantel 12 aufgeteilt. Die gasdurchlässigen Mantelabschnitte des Führungsmantels 12 sind als Führungsbahnen bezeichnet. Das in 2 gezeigte Ausführungsbeispiel weist insgesamt drei Führungsbahnen 17.1, 17.2 und 17.3 auf. Die Führungsbahn 17.1 bildet einen Einlauf an dem Führungsmantel 12 und die Führungsbahn 17.3 einen Ablauf an dem Führungsmantel 12.

Die Zonenbereiche am Führungsmantel 12 mit gasundurchlässigen Wandungsabschnitten werden als Trennbahn bezeichnet, wobei jeweils zwischen zwei benachbarten Führungsbahnen 17.1 und 17.2 eine Trennbahn 18.1 ausgebildet ist. Die Trennbahn 18.1 ist radial umlaufend an dem Führungsmantel 12 ausgebildet und trennt somit die Führungsbahn 17.1 und 17.2 voneinander. In axialer Richtung folgt zwischen den Führungsbahnen 17.2 und 17.3 eine weitere Trennbahn 18.2, die ebenfalls eine gasundurchlässige Zone am Umfang der Behandlungstrommel 11 bildet. Die Führungsbahnen 17.1, 17.2 und 17.3 sowie die dazwischen liegenden Trennbahnen 18.1 und 18.2 sind an dem Führungsmantel 12 mit jeweils identischen Trommelaußendurchmesser ausgebildet, so dass keine wesentlichen Durchmesserstufen vorhanden sind.

Die Stirnseiten der Behandlungstrommel 11 sind verschlossen, wobei zu einer Seite die Behandlungstrommel 11 über eine Achse 24 mit einem Trommelantrieb 13 verbunden ist. Auf der gegenüberliegenden Seite weist die Behandlungstrommel 11 einen Sauganschluss 14 auf, welcher den Innenraum der Behandlungstrommel 11 mit der Absaugvorrichtung 15 verbindet.

In dem Einlaufbereich der Behandlungstrommel 11 ist das Zuführmittel 2 ortsfest an einem hier nicht dargestellten Maschinengestell angeordnet. Das Zuführmittel 2 wird in diesem Ausführungsbeispiel durch eine Führungsschiene 19 gebildet, die einen Stopfenkanal 26 aufweist. Das freie Ende der Führungsschiene 19 bildet einen Stopfenauslass 20, der mit kurzem Abstand oberhalb der Führungsbahn 17.1 dem Führungsmantel 12 zugeordnet ist. Die Führungsschiene 19 ist im Bereich des Stopfenauslasses 20 im wesentlichen tangential zu dem Führungsmantel 12 ausgerichtet.

Über das Zuführmittel 2 wird der aus dem Texturiermittel 1 austretende Fadenstopfen 6 kontinuierlich an die erste Führungsbahn 17.1 am Umfang des Führungsmantels 12 der Behandlungstrommel 11 abgelegt.

Vor dem Einlassbereich des Fadenstopfens ist der Behandlungstrommel 11 ein Leitmittel 21 derart zugeordnet, dass der am Führungsmantel 12 geführter Fadenstopfen 6 erfasst und im wesentlichen in axialer Richtung an dem Führungsmantel 12 geführt wird. Das Leitmittel 21 ist der Trennbahn 18.1 derart zugeordnet, dass bei Drehung der Behandlungstrommel 11 der Fadenstopfen 6 aus der Führungsbahn 17.1 in die benachbarte Führungsbahn 17.2 geführt wird. Dabei wird die Trennbahn 18.1 mit möglichst kurzer Wegstrecke durchquert. In dem gezeigten Ausführungsbeispiel ist das Leitmittel 21 durch ein Leitblech 22.1 gebildet, das sich schräg zur Achse der Behandlungstrommel 11 über die Trennbahn 18.1 und die Führungsbahn 17.1 erstreckt. Dabei mündet ein freies Ende des Leitbleches 22.1 in die benachbarte Führungsbahn 17.2. Das Leitblech 22.1 ist an einem Leitmittelträger 23 gehalten, der beispielsweise über die Führungsschiene 19 mit einem Maschinengestell verbunden ist. Die Unterseite des Leitbleches 22.1 ist dabei derart geformt, dass einer im wesentlichen kleiner Abstand zwischen dem Führungsmantel 12 und der Unterseite des Leitbleches 22.1 einstellt. Der Abstand zwischen dem Leitblech 22.1 und dem Führungsmantel 12 ist dabei derart gewählt, dass keine Verklemmungen einzelner Filamente des Fadenstopfens 6 eintreten können.

Das Leitblech 22.1 ist in Drehrichtung der Behandlungstrommel 11 mit kurzem Abstand vor dem Zuführmittel 2 insbesondere dem durch die Führungsschiene 19 gebildeten Stopfenauslaß 20 erhalten. Damit lässt sich der Fadenstopfen nach Ablage auf der Führungsbahn 17.1 in geradem Lauf mit maximaler Umschlingung führen.

Um eine mehrfache Umschlingung des Führungsmantels 12 zu bewirken, weist das Leitmittel 21 ein zweites Leitblech 22.2 auf, das der zweiten Trennbahn 18.2 zugeordnet ist. Das zweite Leitblech 22.2 ist im wesentlichen identisch zu dem ersten Leitblech 22.1 ausgebildet, wobei das Leitblech 22.2 den Fadenstopfenübergang von der zweiten Führungsbahn 17.2 in die dritte Führungsbahn 17.3 aufweist. In jedem der Fälle weist ein Ende des Leitbleches 22.1 oder 22.2 im wesentlichen über die gesamte Breite der zulaufenden Führungsbahn 17.1 oder 17.2, die den Fadenstopfen heranführt. Das gegenüberliegende Führungsende des Leitbleches 22.1 oder 22.2 ragt demgegenüber nur in einen Einlassbereich der ablaufenden Führungsbahn 17.2 oder 17.3, in welcher der Fadenstopfen aufgenommen und im geradlinigen Verlauf weitergeführt wird. Damit lässt sich der Fadenstopfen im wesentlichen gerade über eine Mehrzahl von Umschlingungen an den Führungsmantel der Behandlungstrommel 11 führen. Die Trennbahnen 18.1 und 18.2 sind vorzugsweise derart schmal ausgebildet, dass die in den Führungsbahnen 17.1, 17.2 und 17.3 geführten Fadenstopfen ohne gegenseitige Berührung geführt werden. In Abhängigkeit von der Größe der Fadenstopfen können die Trennbahnen 18.1 und 18.2 eine Breite von wenigen Millimeter oder mehreren Zentimetern betragen.

Zur thermischen Behandlung wird ein temperiertes gasförmiges Fluid von außen durch die gasdurchlässigen Wandungen der Führungsbahnen 17.1, 17.2 und 17.3 eingesaugt und im Innern der Behandlungstrommel 11 abgeführt. So lässt sich beispielsweise zur Abkühlung eines bereits temperierten Fadenstopfens in einfacher Art und Weise die Umgebungsluft dazu nutzen, um den in den Führungsbahnen 17.1, 17.2 und 17.3 geführten Fadenstopfen abzukühlen. Grundsätzlich besteht jedoch auch die Möglichkeit, durch zusätzliche Fluidquellen ein in der Umgebung der Behandlungstrommel 11 abgegebenes temperiertes Fluid beispielsweise zum Erwärmen des Fadestopfens einzusaugen und abzuführen. So lassen sich auch vorteilhaft mehrere Behandlungszonen an der Behandlungstrommel 11 ausbilden, so dass der Fadenstopfen bei einer Mehrzahl von Umschlingungen in mehreren Stufen behandelbar ist.

In 4 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Vorrichtung in einer Querschnittsansicht dargestellt. In der Querschnittsansicht ist das Zuführmittel 2 und der Stopfenspeicher 3 gezeigt, wobei das vorgeordnete Texturiermittel 1 und das nachgeordnete Abzugsmittel 4 identisch zu dem vorgenannten Ausführungsbeispiel nach 1 ausgebildet sein könnten.

Bei dem in 4 dargestellten Ausführungsbeispiel ist der Stopfenspeicher 3 durch eine Behandlungstrommel 11 gebildet, die im wesentlichen identisch zu dem Ausführungsbeispiel nach 2 und 3 ausgebildet ist. Insoweit werden nachfolgend nur die Unterschiede zu dem zuvor genannten Ausführungsbeispiel beschrieben. In der Darstellung der Behandlungstrommel 11 ist die Schnittebene in die Trennbahn 18.1 mit gasundurchlässigem Mantelabschnitt des Führungsmantels 12 gezeigt.

Das Zuführmittel 2 weist eine L-förmige Führungsschiene 19 auf. Die Führungsschiene 19 besitzt einen langen Steg 27, er einem hier nicht dargestellten Auslassstutzen zugeordnet ist. An dem langen Steg 27 schließt sich ein kurzer Steg 28 an, der an seiner Unterseite eine dem Führungsmantel 12 der Behandlungstrommel 11 angepaßte Form aufweist, im kurzen Abstand oberhalb der sich drehenden Behandlungstrommel 11 gehalten ist. An einer Seite der Führungsschiene 19 ist ein Stopfenkanal 26 ausgebildet, der insbesondere im Übergangsbereich zwischen dem langen Steg 27 und dem kurzen Steg 28 bogenförmig ausgeführt ist.

Zur Ablage des Fadenstopfens weist das Zuführmittel 2 desweiteren eine Förderwalze 29 auf, die unmittelbar oberhalb des Stopfenkanals 26 der Führungsschiene 19 im Bereich des kurzen Steges 28 zugeordnet ist. Zwischen der Führungsschiene 19 und der Förderwalze 29 ist ein Förderspalt gebildet, durch welchen der Fadenstopfen 6 in Abhängigkeit von der Umfangsgeschwindigkeit der Förderwalze 29 aus dem Stopfenauslass 20 zu Ablage an dem Führungsmantel 12 geführt wird.

In Drehrichtung der Behandlungstrommel ist dem Zuführmittel 2 ein Leitmittel 21 zugeordnet, das ein oder mehrere Leitbleche 22.1 aufweist, um die Führung des Fadenstopfens zwischen den Führungsbahnen ausführen zu können. Das Leitbleche 22.1 ist über den Leitmittelträger 23 mit der Führungsschiene 19 verbunden.

Das in 4 dargestellte Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist besonders geeignet, um eine hohe Gleichmäßigkeit bei der Zuführung und Ablage des Fadenstopfens am Umfang der Behandlungstrommel 11 zu erhalten. Insbesondere kann auch die Stopfenabführgeschwindigkeit aus dem Texturiermittel darüber beeinflusst werden.

In 5 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Vorrichtung schematisch in einer Querschnittsansicht dargestellt. Das Ausführungsbeispiel nach 5 ist im wesentlichen identisch zu dem Ausführungsbeispiel nach 4, so dass au die vorgehende Beschreibung Bezug genommen wird und nur die Unterschiede erläutert werden.

Bei dem in 5 dargestellten Ausführungsbeispiel wird das Zuführmittel 2 durch zwei zusammenwirkende Förderwalzen 29.1 und 29.2 gebildet. Sie bilden einen Förderspalt, um den aus einem Auslassstutzen 10 austretenden Fadenstopfen 6 zu führen und zu fördern. Auf der Auslassseite der Förderwalzen 29.1 und 29.2, die vorzugsweise mit gleichgroßen Umfangsgeschwindigkeiten angetrieben sind, schließt sich eine schuhförmige Führungsschiene 19 an, die einen Stopfenkanal 26 zur Führung des Fadenstopfens aufweist. Am freien Ende der Führungsschiene 19 ist der Stopfenauslaß 20 gebildet, der unmittelbar einer Führungsbahn zugeordnet ist.

Bei der Herstellung von gekräuselten Fäden ist es auch bekannt, mehrere Fadenstopfen parallel nebeneinander in einem Stopfenspeicher zu führen. In 6 ist hierzu ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Vorrichtung schematisch in einer Draufsicht einer Behandlungstrommel dargestellt. Das Ausführungsbeispiel nach 6 ist im wesentlichen identisch zu dem Ausführungsbeispiel nach 2 und 3, wobei das Zuführmittel 2 jeweils zwei parallel geführte Fadenstopfen 6.1 und 6.2 der Behandlungstrommel 11 zuführt.

Das Zuführmittel 2 wird in diesem Ausführungsbeispiel durch eine Führungsschiene 19, beispielsweise einer L-förmigen Führungsschiene gebildet, die zwei parallel nebeneinander verlaufende Stopfenkanäle 26.1 und 26.2 aufweisen. Die Stopfenkanäle 26.1 und 26.2 münden in jeweils einen Stopfenauslaß 20.1 und 20.2, denen eine erste Gruppe von Führungsbahnen 30 zugeordnet ist. Die Führungsbahnen 30 sind am Führungsmantel 12 der Behandlungstrommel 11 durch eine umlaufende Zone mit gasdurchlässiger Wandung ausgebildet, so dass die Fadenstopfen 6.1 und 6.2 parallel nebeneinander führbar sind. Der Abstand zwischen den Fadenstopfen 6.1 und 6.2 wird dabei durch das Zuführmittel 2 definiert.

Um eine zweite Umschlingung der Fadenstopfen 6.1 und 6.2 an dem Umfangstrommel 11 zu realisieren ist der ersten Gruppe von Führungsbahnen 30 eine zweite Gruppe von Führungsbahnen 31 an den Führungsmantel 12 radial umlaufend ausgebildet. Auch die zweite Gruppe der Führungsbahnen 31 wird der Zone mit gasdurchlässiger Wandung auf. Zwischen den Gruppen von Führungsbahnen 30 und 31 ist eine Trennbahn 18 am Führungsmantel 12 der Behandlungstrommel 11 ausgebildet. Die Trennbahn 18 wird durch eine Zone mit gasundurchlässiger Wandung an dem Führungsmantel 12 gebildet. Der Trennbahn 18 ist ein Leitmittel 21 zugeordnet, das mehrere den Fadenstopfen 6.1 und 6.2 zugeordnete Leitorgan 32.1 und 32.2 aufweist. Jedes der Leitorgane 32.1 und 32.2 kann jeweils aus einem Leitblech gebildet sein. Durch das Leitorgan 32.1 wird der Fadenstopfen 6.1 im schrägen Lauf axial aus der Führungsbahn 30 in die benachbarte Führungsbahn 31 geführt. Dabei überquert der Fadenstopfen 6.1 die Trennbahn 18. Das Leitorgan 32.2 ist dem Fadenstopfen 6.2 zugeordnet, um diesen in die benachbarte Führungsbahn 31 zu führen.

In diesem Ausführungsbeispiel werden die Fadenstopfen 6.1 und 6.2 nach Teilumschlingung der Führungsbahn 31 jeweils zu einem gekräuselten Faden aufgelöst von der Behandlungstrommel abgezogen.

Alternativ besteht auch die Möglichkeit, die beiden Gruppen von Führungsbahnen 30 und 31 an dem Führungsmantel 12 der Behandlungstrommel 11 derart auszubilden, dass jeweils durch Trennbahnen voneinander getrennte Führungsbahnen entstehen. Die zwischen den Führungsbahnen ausgebildete radial umlaufende Trennbahnen werden bevorzugt durch nicht gasdurchlässige Zonen am Führungsmantel 12 ausgebildet, so dass die Fadenstopfen 6.1 und 6.2 in der ersten Gruppe der Führungsbahn 30 und der zweiten Gruppe der Führungsbahn 31 jeweils in separaten Führungsbahnen gehalten sind.

Damit lassen sich auch mehrere Fadenstopfen getrennt voneinander am Umfang der Behandlungstrommel führen.

Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist somit sowohl zur einfädigen Fadenführung als auch zur Behandlung mehrerer parallel laufender Fäden geeignet. Durch die separate und getrennte Führung des Fadenstopfens an einer mehrfachumschlungenen Behandlungstrommel lassen sich sehr gleichmäßige und qualitativ hochwertige gekräuselte Fäden herstellen. Insbesondere zur Ausbildung der Kräuselung ist die thermische Behandlung und somit die Fixierung der Kräuselung in den Einzelfilamenten von besonderer Bedeutung. Desweiteren lassen sich mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung hohe Produktionsgeschwindigkeiten realisieren, ohne dabei Mindest-Verweilzeiten zur thermischen Behandlung zu unterschreiten. Zur Verlängerung von Verweilzeiten lassen sich dementsprechend die Anzahl der Umschlingungen an einer Behandlungstrommel vergrößern.

Ebenso ist die Ausbildung der Zuführmittel 2 zwischen dem Texturiermittel 1 und dem Stopfenspeicher 3 in den gezeigten Ausführungsbeispielen beispielhaft.

In 7 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Vorrichtung dargestellt, bei welchem das Texturiermittel 1 und das Zuführmittel 2 derart zusammenwirken, dass der Fadenstopfen unmittelbar aus der Stauchkammer an den Umfang der Behandlungstrommel geführt ist. In der Querschnittsansicht ist das Zuführmittel 2 und der Stopfenspeicher 3 gezeigt, wobei das nachgeordnete Abzugsmittel 4 identisch zu dem vorgenannten Ausführungsbeispiel nach 1 ausgebildet sein könnte.

Der Stopfenspeicher 3 ist durch die Behandlungstrommel 11 gebildet, die identisch zu dem Ausführungsbeispiel nach 2 und 3 ausgebildet ist. Insoweit werden nachfolgend nur die Unterschiede zu den zuvor genannten Ausführungsbeispielen beschrieben. In der Darstellung der Behandlungstrommel 11 ist die Schnittebene in die Trennbahn 18.1 mit gasdurchlässsigem Mantelabschnitt des Führungsmantels 12 gezeigt.

Das Texturiermittel 1 ist identisch zu den vorhergehenden Ausführungsbeispielen ausgeführt, wobei die Stauchkammer 9 unmittelbar im kurzen Abstand zum Umfang der Behandlungstrommel 11 endet. Zur Verlängerung des durch die Stauchkammer 9 gebildeten Stopfenkanals 26 ist auf der Auslassseite der Stauchkammer 9 das Zuführmittel 2 durch Führungsschienen 19.1 und 19.2 gebildet, die in den Stopfenkanal 26 aus der Stauchkammer 9 bis zum Umfang der Behandlungstrommel 11 führen.

In Drehrichtung der Behandlungstrommel 11 ist dem Zuführmittel 2 ein Leitmittel 21 zugeordnet, das ein oder mehrere Leitbleche 22.1 aufweist, um die Führung des Fadenstopfens zwischen den Führungsbahnen ausführen zu können, wie bereits zu dem Ausführungsbeispiel nach 2 und 3 beschrieben.

Das in 7 dargestellte Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Vorrichtung lässt sich alternativ auch derart ausführen, dass als Stopfenspeicher 3 eine zweite Behandlungstrommel unmittelbar unterhalb der ersten Behandlungstrommel angeordnet ist. So könnte beispielsweise die Mehrfachumschlingung des Fadenstopfens an der nachgeordneten Behandlungstrommel ausgebildet sein. Die erste Behandlungstrommel würde als Zuführmittel wirken, um den Fadenstopfen mit einer Teilumschlingung am Umfang der ersten Behandlungstrommel zu führen und der nachfolgenden Behandlungstrommel zu übergeben. Wesentlich ist hierbei, dass zur Bildung mehrere Umschlingungen an dem Führungsmantel der Behandlungstrommel mehrere separate Führungsbahnen ausgebildet sind, die jeweils durch Trennbahnen getrennt sind und somit eine separierte Führung der Umschlingungen des Fadenstopfens ermöglichen.

Die erfindungsgemäße Vorrichtung lässt sich durch Ausbildungsvarianten der Texturiermittel, der Zuführmittel und der Speichermittel somit für alle gängigen Verfahren zur Herstellung von stauchgekräuselten Fäden einsetzen.

1
Texturiermittel
2
Zuführmittel
3
Stopfenspeicher
4
Abzugsmittel
5
Faden
6, 6.1, 6.2
Fadenstopfen
7
gekräuselter Faden
8
Textuierdüse
9
Stauchkammer
10
Auslassstutzen
11
Behandlungstrommel
12
Führungsmantel
13
Trommelantrieb
14
Sauganschluß
15
Absaugvorrichtung
16.1, 16.2
Galetten
17.1, 17.2, 17.3.
Führungsbahn
18, 18.2, 18.2
Trennbahn
19
Führungsschiene
20
Stopfenauslass
21
Leitmittel
22.1, 22.2
Leitblech
23
Leitmittelträger
24
Achse
25.1, 25.2, 25.3
Umschlingung
26, 26.1, 26.2
Stopfenkanal
27
Langer Steg
28
Kurzer Steg
29, 29.1, 29.2
Förderwalze
30
erste Führungsbahngruppe
31
zweite Führungsbahngruppe
32.1, 32.2
Leitorgan


Anspruch[de]
Vorrichtung zum Kräuseln eines synthetischen Fadens mit einem Texturiermittel (1) zur Bildung eines Fadenstopfens (6), mit einem Stopfenspeicher (3) zur thermischen Behandlung des Fadenstopfens (6) und mit einem Abzugsmittel (4) zur Auflösung des Fadenstopfens (6), wobei der Stopfenspeicher (3) eine drehbar gelagerte Behandlungstrommel (11) mit einem gasdurchlässigen Führungsmantel (12) aufweist, an dessen Umfang der Fadenstopfen (6) mit mehreren Umschlingungen geführt und mit einem gasförmigen Fluid durchströmt ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Führungsmantel (12) der Behandlungstrommel (11) zur Führung des Fadenstopfens (6) zumindest zwei radial umlaufende Führungsbahnen (17.1, 17.2) und eine zwischen den Führungsbahnen (17.1, 17.2) ausgebildete Trennbahn (18.1) aufweist, wobei der Führungsmantel (12) im Bereich der Trennbahn (18.1) gasundurchlässig ist und wobei die Trennbahn (18.1) vom Fadenstopfen (6) gekreuzt wird. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Behandlungstrommel (11) im Bereich der Führungsbahnen (17.1, 17.2) und im Bereich der Trennbahn (18) jeweils einen im wesentlichen gleich großen Trommelaußendurchmesser aufweist. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Trennbahn (18.1) am Umfang der Behandlungstrommel (11) ein Leitmittel (21) zur Führung des Fadenstopfens (6) derart zugeordnet ist, dass durch Drehung der Behandlungstrommel (11) ein Wechsel des Fadenstopfens (6) von der zulaufenden Führungsbahn (17.1) zu der ablaufenden Führungsbahn (17.2) bewirkt wird. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Leitmittel (21) durch ein Leitblech (22.1) gebildet ist, dass mit kurzem Abstand zum Umfang des Führungsmantels (12) gehalten ist und sich schräg über die zulaufende Führungsbahn (17.1) und die angrenzende Trennbahn (18.1) erstreckt. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass ein Zuführmittel (2) zwischen dem Texturiermittel (1) und dem Stopfenspeicher (3) angeordnet ist und dass das Zuführmittel (2) mit einem Stopfenauslass (10) tangential einer der Führungsbahnen (17.1) am Umfang der Behandlungstrommel (11) zugeordnet ist, durch welchen Stopfenauslass (20) der Fadenstopfen (6) am Umfang der Behandlungstrommel (11) in die Führungsbahn (17.1) ablegbar ist. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Leitmittel (21) in Drehrichtung der Behandlungstrommel (11) mit kurzem Abstand vor dem Zuführmittel (2) angeordnet ist. Vorrichtung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Stopfenauslass (20) durch eine Führungsschiene (19) mit einem nutförmigen Stopfenkanal (26) ausgebildet ist, wobei ein freies Ende der Führungsschiene (19) der Führungsbahn (17.1) am Umfang der Behandlungstrommel (11) zugeordnet ist. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsschiene (19) L-förmig mit einem langen Steg (27) und einem kurzen Steg (28) ausgebildet ist, wobei der Stopfenkanal (26) im Übergangsbereich zwischen dem kurzen Steg (28) und dem langen Steg (27) der Führungsschiene (19) bogenförmig ausgebildet ist und wobei das freie Ende des kurzen Steges (28) der Führungsbahn (17.1) am Umfang der Behandlungstrommel (11) zugeordnet ist. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, das das Zuführungsmittel (2) zumindest eine angetriebene Förderwalze (29) zur Führung des Fadenstopfens (6) aufweist, die dem Stopfenauslass (20) zugeordnet ist. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Förderwalze (29) dem kurzen Steg (28) der Führungsschiene (19) zugeordnet ist und mit dem Stopfenkanal (26) einen Förderspalt bildet. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Umfang der Behandlungstrommel (11) eine Mehrzahl von Führungsbahnen (17.1, 17.2, 17.3) und mehrere Trennbahnen (18.1, 18.2) ausgebildet sind, wobei benachbarte Führungsbahnen (17.1, 17.2) durch eine der Trennbahnen (18.1) getrennt sind. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass jeder der Trennbahn (18.1, 18.2) ein von mehreren Leitmitteln (22.1, 22.2) zugeordnet ist, wobei die Leitmittel (22.1, 22.2) als einteiliges oder mehrteiliges stationäres Bauteil ausgebildet sind. Vorrichtung nach einem der Anspruch 5 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Zuführmittel (2) und der Stopfenspeicher (3) derart ausgebildet sind, dass mehrere Fadenstopfen (6.1, 6.2) parallel führbar und behandelbar sind. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass das Zuführmittel (2) mehrere Stopfenauslässe (20.1, 20.2) aufweist, die einer ersten Gruppe von Führungsbahnen (30) am Umfang der Behandlungstrommel (11) zugeordnet sind, wobei zwischen einer ersten Gruppe von Führungsbahnen (30) und einer zweiten Gruppe von Führungsbahn (31) die Trennbahn (18) ausgebildet ist. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 14 dadurch gekennzeichnet, dass die Behandlungstrommel (11) mit einer Absaugeinrichtung (15) verbunden ist, durch welche im innern der Behandlungstrommel (11) ein gegenüber der Umgebung wirkender Unterdruck erzeugbar ist.






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