Die Erfindung betrifft eine Befestigungsvorrichtung gemäß
dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Eine derartige Befestigungsvorrichtung ist in der DE
101 63 807 A1 beschrieben. Zur Anbringung des Bügels und Befestigung
des Antriebs in der Kastenschiene muss ein Werkzeug, beispielsweise ein Schraubendreher
oder ein Vierkantschlüssel, verwendet werden, um mittels der Klemmvorrichtung
den nötigen Anpressdruck für den Rohrmotor in der Kastenschiene zu erzeugen.
Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, eine Befestigungsvorrichtung
der im Oberbegriff des Anspruchs 1 genannten Art zu schaffen, die leicht zu montieren
bzw. demontieren ist, aber auch eine starke Niederhaltekraft für den Antrieb
erzeugt und die eine Befestigung des Antriebs in der Kastenschiene ohne Verwendung
eines Werkzeugs erlaubt.
Diese Aufgabe wird mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
Damit kann der Antrieb in der Kastenschiene in deren Längsrichtung
verschoben und dann an einem gewünschten Ort verriegelt werden, vorzugsweise
auch zum Kuppeln mit bzw. Entkuppeln von einer Antriebswelle. Die Montage der Befestigungsvorrichtung
erfolgt einfach dadurch, dass der Bügel auf die Kastenschiene aufgesteckt oder
in die mit umgebogenen Rändern versehene Kastenschiene eingesteckt und die
Klemmvorrichtung mittels des Exzenterhebels betätigt wird. Dadurch ist der
Antrieb gegen eine radiale Verdrehung und axiale Verschiebung gesichert.
Eine weitere, zweckmäßige Ausbildung der Erfindung sieht
vor, dass der Bügel auf seiner Basis zwei mit jeweils einer Bohrung versehene
Bügellaschen und eine Öffnung zwischen den Bügellaschen aufweist
und dass der Exzenterhebel in den Bohrungen der Bügellaschen mittels eines
Stifts gelagert ist.
Eine weitere, zweckmäßige Ausbildung der Erfindung sieht
vor, dass das Druckstück einen Flachkörper aufweist, dessen horizontaler
Umfang größer als der Umfang der Öffnung der Bügelbasis ist
und dessen untere Fläche an die Geometrie des Antriebs angepasst ist, dass
auf dem Körper zwei mit jeweils einem vertikalen Langloch versehene Druckstücklaschen
angeordnet sind, die einen derartigen Abstand voneinander aufweisen, dass sie zwischen
die Bügellaschen passen, und dass das Druckstück von unten in die Öffnung
der Bügelbasis eingesetzt und der Stift durch die Langlöcher geführt
ist.
Gemäß einer weiteren Ausbildung der Erfindung ist der Antrieb
in einer sich in der Kastenschiene abstützenden und an seine Rundung angepasste
Wanne aufgenommen. Dadurch kann die Verdrehsicherheit des Antriebs in der Kastenschiene
erhöht werden. Um die radiale Verdrehsicherheit des Antriebs weiter zu erhöhen,
kann der Antrieb außen im Bereich des Bügels und/oder die untere Fläche
des Druckstücks und/oder die Innenfläche der Wanne mit einer Rändelung
versehen sein.
Eine weitere Ausbildung der Erfindung sieht vor, dass der Bügel
U-förmig ausgebildet ist, die Kastenschiene umgreift und mittels Krallen am
Kastenschienenboden gehalten wird. Dies ist eine der Ausbildungsmöglichkeiten
des Bügels, die bereits durch die genannte DE
101 63 807 bekannt ist.
Eine weitere Ausbildungsmöglichkeit des Bügels besteht gemäß
der Erfindung darin, dass die Ränder der Längswände der Kastenschiene
U-förmig nach innen gebogen sind und dass der Bügel an seinen Enden Winkelstücke
aufweist, die unter die Ränder einhakbar sind. Dadurch ist der Bügel einfacher
gestaltet, und die Montage der Kastenschiene wird nicht behindert.
Gemäß einer weiteren Ausbildung der Erfindung ist die Bügelbasis
mit in Bügellängsrichtung verlaufenden Verstärkungsrippen versehen,
so dass die Durchbiegungsmöglichkeit der Bügelbasis vermindert wird.
Eine weitere, vorteilhafte Ausbildung der Erfindung sieht vor, dass
die Wanne in die U-förmigen Ränder eingreift und sich dort abstützt.
Gleichzeitig kann der Wannenrand durch den Bügel an den Kastenschienenwänden
festgelegt werden.
Die Erfindung wird nun anhand von Ausführungsbeispielen näher
erläutert. Es zeigen:
1 eine perspektivische Ansicht einer Kastenschiene,
einer Wanne und eines darin eingebauten Antriebs sowie der Befestigungsvorrichtung
gemäß der Erfindung für diesen Motor,
2 eine Stirnansicht der Anordnung der 1
mit offener Befestigungsvorrichtung,
3 eine Stirnansicht der Anordnung der 1
mit geschlossener Befestigungsvorrichtung,
4 eine Stirnansicht der Anordnung der 1
mit offener und geschnittener Befestigungsvorrichtung,
5 eine Stirnansicht der Anordnung der 1
mit geschlossener und geschnittener Befestigungsvorrichtung,
6 eine perspektivische Ansicht der Wanne
nach 1,
7 eine Seitenansicht des Bügels der Befestigungsvorrichtung
nach 1,
8 eine Stirnansicht des Bügels der 7,
9 eine Draufsicht auf den Bügel der
7,
10 eine perspektivische Ansicht des Bügels der
7,
11 eine Seitenansicht des Druckstücks der
1,
12 eine Stirnansicht des Druckstücks der
11,
13 eine Draufsicht auf das Druckstück der
11,
14 eine perspektivische Ansicht des Druckstücks
der 11,
15 eine Draufsicht auf eine weitere Ausführung
einer Befestigungsvorrichtung, eine Kastenschiene und einen Antrieb, wobei ein Drehklemmhebel
im geöffneten (geschlossenen) Zustand der Befestigungsvorrichtung dargestellt
ist, und
16 eine Draufsicht auf die Anordnung der
15, wobei der Drehklemmhebel im geschlossenen (geöffneten)
Zustand der Befestigungsvorrichtung dargestellt ist.
In 1 ist eine U-förmige Kastenschiene
1 aus einer Basis 2 und daran anschließenden Schenkeln
3, 4 dargestellt, die U-förmig nach innen abgebogene Ränder
5, 6 aufweisen. In die Kastenschiene 1 ist ein Antrieb
7 eingebaut, der in einer Wanne 8 aufgenommen und mit einer Rändelung
9 versehen ist.
Zur Befestigung des Antriebs 7 in der Wanne 8 bzw.
der Kastenschiene 1 dient eine Befestigungsvorrichtung 10. Diese
besteht aus einem Bügel 11 aus Flachmaterial, der derart angebracht
ist, dass er die Kastenschiene 1 auf deren offenen Seite überbrückt.
Ferner umfasst die Befestigungsvorrichtung 10 einen auf dem Bügel
11 drehbar gelagerten Exzenterhebel 12 und ein Druckstück
13, das mittels des Exzenterhebels auf den Antrieb 7 pressbar
ist.
In den 2 bis 5
sind Stirnansichten der Anordnung nach 1 dargestellt,
aus denen die Funktionsweise der Befestigungsvorrichtung 10 näher
hervorgeht. Wie die 2 zeigt, sind die Enden des Bügels
11 mit Winkelstücken 14, 15 versehen, die von einer
Bügelbasis 16 abgebogen und unter die Ränder 5,
6 einhakbar sind. Durch diese Winkelstücke sind auch die Wannenränder
17, 18, die in die Ränder 5, 6 eingreifen
und sich dort abstützen, an den Seitenwänden der Kastenschiene
1 festlegbar. In den 2 und 4
ist der Exzenterhebel 12 derart umgelegt, dass er das Druckstück
13 freigibt und damit die Befestigungsvorrichtung geöffnet ist. In
den 3 und 5 ist der Exzenterhebel
12 derart zur anderen Seite umgelegt, dass er das Druckstück
13 auf den Antrieb 7 presst und damit die Befestigungsvorrichtung
geschlossen ist.
Die 6 zeigt die Wanne 8 genauer.
Sie ist am Wanneninnenboden mit einer Rändelung 19, außen mit
Stützfüßen 20, 21 und am Umfang mit Versteifungsrippen,
wie der Rippe 22, versehen.
In den 7 bis 10
ist der Bügel 11 näher dargestellt, der als Stanz- und Biegeteil
hergestellt ist, aber auch aus Kunststoff hergestellt werden kann. In der Mitte
sind zwei Bügellaschen 23, 24 ausgestanzt und um einen Winkel
von 90° nach oben gebogen. Jede Bügellasche ist mit einer Bohrung
26 bzw. 26' versehen, durch die ein Stift zum Halten des Exzenterhebels
führbar ist. Beim Stanzen wird auch eine zwischen diesen Bügellaschen
angeordnete, viereckige Öffnung 25 geschaffen, durch die von unten
das Druckstück einführbar ist. Ferner ist die Bügelbasis
16 mit zwei in Bügellängsrichtung verlaufenden Verstärkungsrippen
27, 28 versehen.
In den 11 bis 14
ist das Druckstück 13 näher dargestellt. Das Druckstück
13 besteht aus einem viereckigen Flachkörper 29, dessen Grundfläche
größer als die Öffnung 25 des Bügels ist und der auf
seine Unterseite mit einer an die Rundung des Antriebs angepassten Fläche
30 versehen ist. Diese Fläche kann eine Rändelung 31
tragen. Auf dem Flachkörper 29 ragen zwei Druckstücklaschen
32, 33 in einem solchen Abstand nebeneinander einstückig
heraus, dass sie zwischen die Bügellaschen 23, 24 passen,
wobei zwischen diesen Laschen noch ein Verstärkungsboden 34 vorgesehen
ist. Jede Druckstücklasche 32, 33 ist mit einem vertikalen
Langloch 34 bzw. 35 versehen, durch die bei der Montage der Befestigungsvorrichtung
der genannte Stift führbar ist. Das Druckstück 13 lässt
sich vertikal zwischen den Bügellaschen verschieben und wird dabei in den Langlöchern
35, 36 geführt.
Die 15, 16
zeigen eine weitere Ausführung einer Befestigungsvorrichtung gemäß
der Erfindung, die sich von der ersten Ausführung dadurch unterscheidet, dass
kein Exzenterhebel, sondern ein Schwenkhebel 12' verwendet wird, der beim
Verschwenken beispielsweise in einem Gewinde geführt wird und dabei das Druckstück
entweder freigibt oder auf den Antrieb drückt.
Die Kastenschiene 1 kann in einfacher Weise
mit Montagebügeln an einer nicht dargestellten Wand montiert werden.