Die Erfindung betrifft ein Bett mit einem Rahmen, der eine Matratze
aufnimmt und einer Umrandung des Rahmens, vorzugsweise mit einer Umrandung, die
zugleich den Rahmen trägt.
Betten sind in diversen Ausführungsformen bekannt.
Neuzeitliche Betten besitzen eine Matratze. Die üblichen Matratzen
bedürfen einer unterstützenden Auflage. Dies leistet in der Regel ein
Rahmen. Der Rahmen ist von einer Umrandung umgeben. Die Umrandung hält zumeist
den Rahmen. Die Umrandung wird auch als Bettgestell bezeichnet.
Die Bettgestelle sind mit den Rahmen üblicherweise so abgestimmt,
daß sie einheitliche Betthöhen bilden. Daneben gibt es Sonderbauweisen,
auch Betten, die extrem niedrig angeordnet sind, wahlweise Betten, die ohne Füße
auf dem Boden stehen.
Die Erfindung will die Wünsche nach unterschiedlichen Betthöhen
mit einer einzigen Ausführung erfüllen. Nach der Erfindung wird das durch
ein Bett mit einer Bettumrandung erreicht, in der der Bettrahmen in unterschiedlichen
Höhen montierbar ist.
Die Montage kann durch Verschrauben des Bettrahmens oder durch Einhängen
des Bettrahmens oder durch eine Steckverbindung oder durch die Befestigung von Konsolen
und Auflegen des Bettrahmens auf den Konsolen erfolgen.
Für die Verschraubung und/oder für die Steckverbindung können
innen an der Bettumrandung vorgebohrte Löcher vorgesehen sein. Die Löcher
besitzen einen Abstand voneinander, der vorzugsweise nicht größer als
5 cm ist, noch weiter bevorzugt nicht größer als 2,5 cm ist.
Bei der Verarbeitung von ausreichend festem Material für die
Umrandung können die Schrauben und Stifte unmittelbar in das Material greifen.
Solches Material ist zum Beispiel Holz mit einer Festigkeit wie Buche.
Auch Bei der Verarbeitung weniger festen Materials, insbesondere bei der Verarbeitung
von Spanplatten für die Umrandung sind vorzugsweise größere Bohrungen
mit Einsätzen vorgesehen, die eine günstige Kraftübertragung auf
die Umrandung sicherstellen.
Bei geringem Abstand der Bohrungen kann es von Vorteil sein, die Bohrungen
von der Vertikalen nach rechts und/oder links horizontal zu versetzen. Dadurch wird
der Abstand zwischen den Bohrungen oder Einsätzen größer und die
Belastung des umgebenden Materials geringer.
Anstelle der Bohrungen können auch vertikale Nuten in die Bettumrandung
gearbeitet werden. Wahlweise können in den Nuten Stäbe mit den oben erläuterten
Bohrungen befestigt werden. Vorzugsweise sind die Stäbe so weit nach unten
geführt, daß sie unmittelbar auf den Füßen des Bettes oder unmittelbar
auf dem Untergrund aufstehen, so daß die Belastung aus der Auflage des Bettrahmens
und aus der Benutzung des Bettes günstig abgeleitet wird.
Die Stäbe können auch ihrerseits mit Nuten versehen sein,
die in Abständen mit Ausnehmungen versehen sind, die sich in horizontaler Richtung
erstrecken, so daß ein flacher Stab, der sich von einer Umrandungsseite aus
deren Nut in die Nut der gegenüberliegenden Umrandungsseite erstreckt, durch
Drehen in eine Stellung gebracht werden kann, in der er in der in der Nut auf und
ab bewegt wird, bis er die gewünschte Stellung erreicht hat. In der gewünschten
Stellung kann der Stab wieder gedreht werden, so daß er in die sich horizontal
erstreckende Ausnehmung greift.
Es können in den Ecken der Bettumrandung auch Profile vorgesehen
sein, die sich mit einer vertikal verlaufenden Kante in den umschlossenen Innenraum
erstrecken. In die Kante sind solche Ausnehmungen eingearbeitet, daß ein eingelegter
Stab in der gewünschten Stellung nicht herausfällt und der Bettrahmen
aufgelegt werden kann.
Wahlweise werden auch verschiedene Metallbeschläge, insbesondere
Beschläge aus Stahl, verwendet, welche einzelne oder mehrere der oben beschriebenen
Funktionen erfüllen. Darüber hinaus können zusätzliche Funktionen
erfüllt werden. Es können auch mit einem einzigen Beschlag alle Funktionen
durch den Beschlag erfüllt werden.
Im einfachsten Fall finden Winkel Verwendung. Mit den Winkeln können
die Wände oder Bretter oder Platten, aus denen die Umrandung gefertigt wird,
zusammen gehalten werden. Es können zwei oder mehr Winkel zum Einsatz kommen,
von denen mindestens jeweils ein Winkel am oberen und unteren Ende einer Stoßstelle
der Wände, Bretter oder Platten der Umrandung montiert wird. Es kann auch ein
einziger Winkel diese Aufgabe erfüllen, der vom oberen Ende bis zum unteren
Ende reicht.
Für die Positionierung des Bettrahmens ist wahlweise gleichfalls
ein Winkel vorgesehen. Alle Winkel können mit den Wänden, Bretter oder
Platten verschraubt werden. Günstig ist, wenn der zur Bestigung des Bettrahmens
dienende Winkel zwei Schenkel besitzt, die zwischen sich einen rechten Winkel einschließen.
Auch andere Konstruktionen sind möglich.
Günstig ist, wenn dieser Winkel mit einem an der Umrandung befestigten
Schenkel vertikal angeordnet ist und mit dem freien Schenkel in den Innenraum der
Umrandung ragt. Auf dem freien Schenkel wird der Bettrahmen aufgelegt. Von Vorteil
ist, wenn der befestigte Schenkel dabei nach oben weist. Dann wird dieser Schenkel
von dem Bettrahmen an einem Abheben von der Umrandung gehindert. Das verleiht der
Konstruktion zusätzliche Sicherheit.
In einer weiteren Variante ist ein zur Verbindung von zwei aneinander
stoßenden Wänden, Bretter oder Platten einer Umrandung vorgesehener Winkel
mit einem horizontal verlaufenden Steg versehen, der die beiden Schenkel verbindet.
Das wird im weiteren als Eckprofil bezeichnet. Der Steg des Eckprofils hat die gleiche
Aufgabe wie der oben erläuterte, in den Innenraum der Umrandung weisende Schenkel.
Der Steg trägt den Bettrahmen.
Von Vorteil ist, wenn der Bettrahmen mit dem Eckprofil bzw. dem vorstehenden
Winkelprofil verschraubt wird. Dazu sind in dem Steg des Eckprofils bzw. in dem
nach innen ragenden freien Schenkel des Winkelprofils Schraublöcher vorgesehen.
Das gibt dem Bett mehr Stabilität.
Wahlweise kann auch ein Winkelprofil zur Verbindung von zwei aneinander
stoßenden Wänden, Bretter oder Platten einer Umrandung zur Anwendung kommen,
das mit Schraubenlöchern zum Anschrauben einer Konsole versehen ist.
Von Vorteil sind Winkelprofile mit einer Vielzahl gleichmäßig
verteilter Schraubenlöcher in beiden Schenkeln versehen sind. Von der Vielzahl
der Schraubenlöcher kann eine kleinere Zahl ausgewählt werden, die für
eine ausreichende Verschraubung erforderlich sind. Dies ist von Vorteil, um sowohl
eine Umrandung für ein Ein-Personen-Bett als auch eine Umrandung für ein
Doppelbett herzustellen. Dann kann mit den gleichen Profilen und den gleichen Schrauben
am Doppelbett wie am Ein-Personen-Bett gearbeitet werden und den höheren Festigkeitsanforderungen
des Doppelbettes durch eine erhöhte Schraubenzahl bzw. den geringeren Festigkeitsanforderungen
der Umrandung für ein Ein-Personen-Bett durch eine geringere Schraubenzahl
Rechnung getragen.
Es ist noch vorteilhafter, den Durchmesser der Schraubenlöcher
und deren Abstand der vorgesehenen Verschraubung der Konsolen anzupassen.
Das Profil erlaubt es, die Schrauben auch in geringem Abstand voneinander
zu setzen, der ohne Profil für eine sichere Verschraubung nicht möglich
wäre.
Vorteilhafterweise lassen sich die Eckprofile auch zur Montage/Befestigung
von Füßen für das Bett nutzen. Die Füße können sich
nunmehr auf unterhalb der Umrandung sichtbaren Bereich beschränken.
Schließlich lassen sich die Eckprofile auch nutzen, um außen
an der Bettumrandung im Bereich der Ecken Zierkanten zu montieren.
Die äußeren Abmessungen der Matratze sind kleiner als die
zugehörigen Innenabmessungen der Umrandung. Dadurch ist gewährleistet,
daß die Matratze in die Umrandung eingelegt werden kann und von der Umrandung
gehalten wird. Vorzugsweise ragt die Matratze mindestens 1 cm in die Umrandung,
noch weiter bevorzugt mindestens 2 cm in die Umrandung und höchst bevorzugt
mindestens 3 cm in die Umrandung.
Die Einstellbarkeit des Bettrahmens kann auch genutzt werden, um eine
Anpassung des Betts an die vom Käufer jeweils ausgesuchten Matratzen zu bewirken.
Bei geringer Matratzendicke ergibt sich eine hohe Stellung des Bettrahmens.
Bei hoher Matratzendicke ergibt sich eine niedrige Dicke des Bettrahmens.
Statt einer dicken Matratze können auch zwei oder mehr Matratzen übereinander
gelegt werden.
Soweit dabei mehrere Matratzen übereinander gelegt werden und
die oberste Matratze oberhalb der Oberkante der Bettumrandung liegt, kann es von
Vorteil sein, die oberste Matratze an der darunter liegenden Matratze zu fixieren.
Dazu ist eine lösbare Verbindung günstig, zum Beispiel eine Klettverbindung.
Die Klettverbindung kann streifenförmig sein, zum Beispiel kopfseitig und fußseitig
angeordnete Streifen besitzen.
Bei mehreren Matratzen ist es von Vorteil, wenn die oberste Matratze
einlagig oder mehrlagig aus Abstandstextilien wie Abstandsgewirke, Abstandsgewebe
oder Abstandsgestricke oder Abstandsgehäkel besteht. Einzelheiten einer solchen
Matratze sind in der PCT/EP2005/012416 beschrieben. Abstandstextilien besitzen in
jeder Lage zwei Schichten, die durch Stege aus Filamente, Fasern oder Fäden
miteinander verbunden sind. Die Filamente, Fasern oder Fäden werden dabei so
geführt, daß sie sowohl die beabstandeten Schichten als auch die sie verbindenden
Stege bilden. Die verschiedenen Lagen eines mehrlagigen Abstandstextiles sind vorzugsweise
miteinander verbunden. Zur Verbindung eignet sich ein Nähen, Nadeln und dergleichen.
Die Verbindung soll nach Möglichkeit die Vorteile von Abstandstextilien nicht
beeinträchtigen. Dazu gehören Luftdurchlässigkeit und Feuchtigkeitsdurchlässigkeit
wie auch die Reinigungsmöglichkeit.
Die Matratze aus Abstandstextilien ist vorzugsweise mit einer Umhüllung
versehen. Als Umhüllung findet vorzugsweise gleichfalls ein Abstandstextil
Verwendung, nur wesentlich dünner als die Lagen in der Matratze.
Die oben beschriebene Matratze aus Abstandstextilien kann mit beliebigen
unteren Matratzen kombiniert werden. Günstig ist, wenn der Härtegrad der
Matratzen nach unten hin zunimmt, so daß die obere Matratze weicher als die
untere Matratze ist. Handelsüblich werden 3 Härtegrade unterschieden.
Davon unabhängig können beliebige Sonderhärtegrade Anwendung finden.
Die untere Matratze, kann eine Federkernmatratze, eine Latexmatratze,
eine Schaumstoffmatratze, auch eine Wassermatratze sein.
Bei den Federkernmatratzen unterscheidet man die Taschenfederkernmatratzen
und die Tonnentaschenfederkernmatratzen. Bei den Latexmatratzen sind Naturlatex
und Schichtlatex als Unterarten bekannt.
Bei den Schaumstoffmatratzen kommt Kaltschaumstoff oder viskoelastischer
Schaumstoff vor.
Federkernmatratzen besitzen einen Federkern. Klassisch ist der Bonnelfederkern
mit Stahlfedern in taillierter Form, die durch eine Spirale miteinander verbunden
sind. Die Federn können diverse andere Beschaffenheit besitzen. Vorzugsweise
werden die Federkerne in Reiehn von Stofftaschen eingenäht und diese Reihen
zu einer Fläche in Matratzengröße montiert. Montiert heißt üblicherweise
verklammert oder verklebt.
Über dem Federkern sind verschiedene Materialien als Polsterung
verarbeitet. Dort kommt vor: Filz und/oder Vlies, Schaumstoff, Wolle, Rosshaar,
Viskose.
Die Federkernmatratzen bieten ein gutes Raumklima. Eindringende Feuchtigkeit
wird an die Außenluft abgegeben. Preislich handelt es sich bei schlichten Matratzen
um eine kostengünstige Ware.
Die Nachteile bekannter Federkernmatratzen werden in der Kombination
mit Matratzen aus Abstandstextilien nicht relevant, weil die Abstandstextilien alle
Nachteile kompensieren.
Wahlweise können die Federkernmatratzen auch noch zusätzlich
mit einer Lage aus Abstandstextil versehen sein.
Die Bettumrandung besitzt vorzugsweise nicht nur eine Bretter oder
Plattenkonstruktion, die in der oben beschriebenen Form tragfähig ist. Außen
ist wahlweise noch eine Polsterung und/oder ein Textilbezug vorgesehen. Der Polsterung
kann mit einem entsprechenden Kunststoffschaum die jeweils gewünschte Form
gegeben werden, glatt und eben oder konvex und gewölbt.
Für den Textilbezug ist eine Lösbarkeit zum Zwecke der Reinigung
bzw. Auswechselung günstig. Die Lösbarkeit kann mit einer Klettverbindung
erreicht werden.
Mit dem erfindungsgemäßen Bett können ohne weiteres
Höhen von 40 bis 60 cm und mehr an dem Bett eingestellt werden.
In der Zeichnung sind mehrere Ausführungsbeispiele der Erfindung
dargestellt.
1 zeigt ein Bett mit einer Bettumrandung
1, einem von der Bettumrandung umschlossenen Bettrahmen 10 und
Matratzen 2, 3 und 4. Die Matratze 2 besteht
aus mehreren Lagen eines Abstandsgewirkes und einer Umhüllung aus einem Textil.
Die Matratze 3 ist eine Taschenfederkernmatratze.
Zwischen den Matratzen 2 und 3 ist noch eine weitere
Matratze 4 aus einem Abstandsgewirke vorgesehen.
Die Matratzen besitzen von oben nach unten eine zunehmende Stauchhärte.
Alle Matratzen werden von dem Bettrahmen 10 getragen, der
mit den Wänden 7 der Umrandung fest verschraubt ist.
Dabei ist die Höhe des Bettrahmens 10 so gewählt,
daß die oben liegende Matratze 2 ein Maß 8 von der Bettumrandung
umschlossen ist.
Im Ausführungsbeispiel beträgt das Maß 3 cm.
Die Matratze 2 hat eine Dicke von 16 cm, die Matratze
4 eine Dicke von 4 cm.
Die Bettumrandung 1 ist außen noch mit einem Schaumstoffpolster
versehen, dessen Kontur mit 6 bezeichnet worden ist.
Zu der Bettumrandung gehören Füße 5.
Die Höhe der Bettumrandung beträgt ohne Einreichung der
Füße 40 cm.
Das Ausführungsbeispiel nach 2 besitzt
gleichfalls eine obere Matratze 15 aus Abstandsgewirke, und zwar aus drei
Lagen Abstandsgewirke. Es besitzt auch eine Bettumrandung
17 und einen die Matratzen tragenden Bettrahmen 18. Es unterscheidet
sich von dem Ausführungsbeispiel nach 1 durch
eine Matratze 16, die aus einer oberen Lage Abstandsgewirke und einem darunter
angeordneten Taschenfederkernteil besteht. Außerdem schließt die Bettumrandung
17 mit der Oberkante der Matratze 16 bündig ab.
Das Schaumstoffpolster hat eine Dicke von 3 cm.
Das Schaumstoffpolster bedeckt die Außenwand der Bettumrandung
nur soweit, daß oben ein Rand von 4 cm frei bleibt. Außerdem ist am oberen
Rand des Schaumstoffpolsters eine Keder 19 als Verzierung vorgesehen.
Außerdem sind Füße 20 mit einer Länge
in jeder gezeigten Richtung von 10 cm und einer Höhe von 2,5 cm dargestellt.
Das Schaumstoffpolster ist nach 3 am
unteren Rand 25 und am oberen Rand 26 mit einem Klettband zur
Befestigung eines Textilbezuges versehen.
4 zeigt eine Innansicht der Bettumrandung mit einem
Stoß zweier Bretter 30 und 31 und einem darin vorgesehenen
Bettrahmen 32.
Die 5 und 6
zeigen zwei alternativen zu Verbindung der Bretter und des Bettrahmens.
Nach 5 wird die Verbindung durch ein
Eckprofil gebildet. Das Eckprofil ist aus einem Winkelprofil 35 und einem
Steg 37 zusammengesetzt. Das Eckprofil 35 ist mit diversen Schraubenbohrungen
36 versehen. Das Eckprofil wird so in der in 4
mit 33 bezeichneten Ecke/Stoß zwischen den Bretten positioniert, daß
der Bettrahmen 32 mit dem Steg 37 unterfaßt wird. Durch die
Schraubenbohrungen 36 werden nach Bedarf Schrauben in die Bretter
30 und 31 gebohrt.
Nach 6 sind unterschiedliche Winkel vorgesehen.
Neben Winkeln, die wie ein Winkel 35 (ohne Steg 37) zur Verbindung
der Bretter am Stoß verschraubt werden sind an anderer Stelle Winkel
41 mit den dort mit 40 bezeichneten Brettern verschraubt. Die
Winkel 41 ragen mit ihrem verschraubten Schenkel nach oben, während
der frei Schenkel den mit 42 bezeichneten Bettrahmen unterfasst. Mit
43 ist ein Textil bezeichnet, das an dem Bettrahmen befestigt ist und eine
Unterfederung für die Matratzen bildet.