Die Erfindung bezieht sich auf eine Matratze in Modulbauweise, die
Segmente in einem Profil enthält.
Eine Matratze in Modulbauweise aus Segmenten in einem Profil aufzubauen,
ist ein bekanntes Verfahren. Eine solche Matratze enthält ein Profil, das heißt
einen Außenrand, in dem sich die einzelnen Segmente befinden. Im Vergleich
zu konventionellen Matratzen, die als ein Ganzes hergestellt sind, hat dies den
Vorteil, dass die Eigenschaften für die einzelnen Segmente gewählt werden
können, so dass der Schlafkomfort genau auf die Person zugeschnitten werden
kann, die in dem Bett schlafen wird. Solche Matratzen sind unter anderem aus dem
internationalen Patentantrag WO 03/101257 und dem kanadischen Patentantrag
CA 02290244 bekannt. In diesen Anträgen
werden Matratzen mit Segmenten unterschiedlicher Festigkeit beschrieben.
Obgleich die bekannten Matratzen die Möglichkeit bieten, den
Schlafkomfort den persönlichen Wünschen anzupassen, besteht der Bedarf,
das Bett noch weiter zu verbessern.
Zu diesem Zweck ist die Matratze gemäß der Erfindung dadurch
gekennzeichnet, dass die Matratze längliche Segmente enthält, die quer
zur Schlafrichtung der Matratze verlaufen, und dass an mindestens einer Seite mindestens
ein längliches Seitensegment parallel zur Schlafrichtung der Matratze angebracht
ist.
Im Rahmen der Erfindung ist die Schlafrichtung der Matratze eine Richtung
vom Fußende zum Kopfende der Matratze.
Die bekannten Matratzen haben bei CA
02290244 quadratische Segmente und bei WO 03/101257 Segmente, die quer
zur Schlafrichtung des Bettes, also von links nach rechts angebracht sind. Solche
Segmente werden hier im Folgenden als „Quersegment" bezeichnet.
Obgleich hierdurch der Schlafkomfort verbessert werden kann, indem
man die Festigkeit der unterschiedlichen Segmente den persönlichen Umständen
anpasst, hat der Erfinder erkannt, dass dies eventuell auch einen Nachteil hat,
die Matratze hat nämlich an den Seiten eine Festigkeit, die ausschließlich
von der Festigkeit der Quersegmente oder der Bettumrandung abhängt. Hierdurch
kann es schwieriger sein, aus dem Bett zu kommen.
Eine Matratze gemäß der Erfindung ist an mindestens einer
Seite mit mindestens einem Längssegment parallel zur Schlafrichtung ausgestattet.
Ein solches Segment wird hier im Folgenden als „Seitensegment" bezeichnet.
Dieses Seitensegment verschafft dem Rand der Matratze Festigkeit, wobei sich die
Festigkeit den persönlichen Wünschen und Bedürfnissen anpassen lässt,
auch wenn diese sich nach einiger Zeit ändern sollten.
Insbesondere für Menschen, die aufgrund körperlicher Probleme
Mühe mit dem Verlassen des Bettes haben, ist die Erfindung eine gute Lösung.
Der Schlafkomfort kann durch die Verwendung der Quersegmente den persönlichen
Umständen und Wünschen angepasst werden, falls notwendig oder nützlich
auch nach dem Erwerb der Matratze. Wie leicht jemand aus dem Bett steigt, ist jedoch
auch ein persönlicher Umstand. Die bekannten Matratzen bieten keine einzige
Möglichkeit, dies zu berücksichtigen. Die bekannten Matratzen sind mit
einem Standardprofil ausgestattet. Die Erfindung ermöglicht es, die Festigkeit
der Ränder der Matratze den persönlichen Wünschen und Möglichkeiten
anzupassen.
Eine der Ausführungen der Matratze ist eine Doppelmatratze. Bei
einer Doppelmatratze können die verschiedenen Personen sehr unterschiedlich
sein. Denkbar wäre zum Beispiel, dass eine der Personen Vorteil von einem Seitensegment
hat, das hohe Festigkeit bietet, viel mehr als die Festigkeit, die die Quersegmente
bieten, während die andere Person eine viel geringere Festigkeit am Matratzenrand
benötigt. Für Doppelbetten ist die Erfindung auch sehr nützlich,
falls die Personen, die in dem Bett schlafen, sich im Laufe der Zeit ändern.
Diese und weitere Aspekte der Erfindung werden im Folgenden beschrieben
und anhand der Zeichnung illustriert.
Die Zeichnungen stellen Folgendes dar:
: eine Matratze, die aus dem kanadischen Patentantrag
CA 02290244 bekannt ist,
: eine Matratze gemäß der Erfindung,
und
: ein weiteres Beispiel einer Matratze gemäß
der Erfindung.
Die Abbildungen sind nicht maßstabgetreu gezeichnet, gleiche
Teile werden in der Regel mit den gleichen Ziffern bezeichnet.
zeigt eine Matratze, die aus dem kanadischen
Patentantrag CA 02290244 bekannt ist. Matratze
1 enthält ein Profil 2. Profil 2 enthält Segmente
3a bis 3f und 4a bis 4e. Durch die Verwendung
von Segmenten ist es möglich, die Eigenschaften der Matratze den persönlichen
Umständen und Vorlieben anzupassen, wie zum Beispiel dem Alter, breiten Schultern
und Hüften und wenn jemand es bevorzugt, dass die Matratze
an bestimmten Stellen fester ist. Diese Abbildung zeigt eine Doppelmatratze. Die
Matratze hat an der Ober- und Unterseite eine Deckschicht, die hier nicht abgebildet
ist, welche die Matratze zu einem Ganzen zusammenfügt. Obgleich die bekannte
Matratze Vorteile bietet, hat der Erfinder gesehen, dass eine weitere Verbesserung
möglich ist.
zeigt eine Matratze gemäß der Erfindung.
Die Matratze enthält ein Profil 2, in diesem Fall ein U-förmiges
Profil, und Quersegmente 5. Diese Segmente verlaufen quer zur Schlafrichtung
S des Bettes, der Richtung vom Fußende zum Kopfende. Vorzugsweise sollte die
Zahl der Quersegmente 5 mehr als 10 betragen. Die Matratze enthält
außer diesen Quersegmenten mindestens ein Seitensegment 6, das parallel
zur Schlafrichtung S verläuft. Vorzugsweise erstreckt sich ein Seitensegment
6 fast vom Kopfende bis zum Fußende der Matratze. Die Seitensegmente
haben den Vorteil, dass die Eigenschaften der Ränder der Matratze verstellbar
sind und sich einfach und ohne große Kosten den persönlichen Umständen
anpassen lassen. Für Menschen mit einem körperlichen Problem ist es oft
schwierig, aus dem Bett zu steigen. Die Seitensegmente ermöglichen es, die
Festigkeit eines Matratzenrandes nach Bedarf zu erhöhen. Mittels eines Pfeils
ist angegeben, dass, wenn zwei Seitensegmente verwendet werden, beide an der gleichen
Seite der Matratze oder an jeder der Seiten jeweils ein Seitensegment angebracht
werden kann.
Dabei ist zu bedenken, dass Matratzen eine Ware sind, die für
einen längeren Zeitraum angeschafft werden, manchmal für Jahrzehnte. Die
Wahrscheinlichkeit, dass während eines solchen Zeitraums ein Käufer durch
Älterwerden oder durch eine Krankheit wie Multiple Sklerose oder Rheuma oder
Rückenschmerzen Bedarf nach einem festen Matratzenrand bekommt, der ihn beim
Aussteigen aus dem Bett ausreichend unterstützt, lässt sich gewiss nicht
ausschließen. Eine Änderung ist relativ schnell möglich.
Die bekannten Matratzen in Modulbauweise bieten keine einfache Möglichkeit,
geänderte Umstände zu berücksichtigen. In diesem Beispiel kann an
beiden Seiten ein Seitensegment vorhanden sein. In den Ausführungsformen kann
nur an einer Seite ein Seitensegment vorhanden sein oder an einer Seite zwei nebeneinander
liegende Seitensegmente. Die Position der Seitensegmente kann vom Benutzer selbst
geändert werden. Die Seitensegmente haben vorzugsweise eine relativ geringe
Breite von 4 bis 10 cm. Eine solche Breite bietet ausreichenden Halt, ohne dass
dadurch der Schlafkomfort beeinträchtigt würde.
zeigt ein weiteres Beispiel einer Matratze
gemäß der Erfindung. Diese Beispiel zeigt eine Doppelmatratze. Bei Doppelmatratzen
zeigt sich der Vorteil der Erfindung noch stärker. Die Wahrscheinlichkeit,
dass eine der beiden Personen, die in dem Bett schlafen, die Erfindung nutzen kann,
ist höher als für eine einzelne Person. Die bevorzugte Ausführungsform
der Matratze hat an jeder der beiden Seiten ein Seitensegment und die Seitensegmente
haben unterschiedliche Eigenschaften. Unter unterschiedlichen Eigenschaften wird
im Rahmen der Erfindung unter anderem Folgendes verstanden:
- – unterschiedliche Festigkeit
- – unterschiedliches spezifisches Gewicht
- – unterschiedliches Material
Bei den bevorzugten Ausführungsformen weist das Seitensegment
mindestens eine Eigenschaft auf, die anders ist als bei den Quersegmenten.
Es möge deutlich sein, dass im Rahmen der Erfindung viele Variationen
möglich sind, und sich die Erfindung nicht auf die oben dargestellten Beispiele
beschränkt.