Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Alarmsystem für
landwirtschaftliche Ausrüstungen gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs
1, und sie ist insbesondere auf Mähdrescher anwendbar.
In älteren Mähdresch-Erntemaschinen (Mähdrescher aus
Gründen der Kürze) würde der Fahrer oder Betreiber des Mähdreschers
im Freien sitzen und in der Lage sein, direkt zu hören, wenn irgendwelche Fehler
entstehen. Es bestand entsprechend kein Bedarf zur Erzeugung eines akustischen Alarms,
weil der Fehlerzustand selbst ein Geräusch entwickeln würde. Weiterhin
waren die Geräusche, die durch die verschiedenen Fehler hervorgerufen werden,
in vielen Fällen für den Fehler charakteristisch, und aus dem Hören
des Geräusches allein konnte der Fahrer die Art des Fehlers bestimmen, der
aufgetreten war.
In moderneren Mähdreschern sitzt der Fahrer in einer Kabine und
er ist von seiner Umgebung isoliert. Obwohl dies eine verbesserte Sicherheit und
Bequemlichkeit für den Fahrer ergibt, bedeutet dies auch, dass der Fahrer nicht
so eng in Berührung mit der Arbeitsweise des Mähdreschers steht und möglicherweise
nicht erkennt, dass ein Fehler aufgetreten ist. Aus diesem Grunde ist es erforderlich,
verschiedene Warnungen in der Kabine vorzusehen, um den Fahrer über Fehlfunktionen
zu informieren.
Die Komplexität eines Mähdreschers bedeutet, dass es viele
mögliche Fehlfunktionen gibt, auf die der Fahrer aufmerksam gemacht werden
muss. Bei all den Einstellungen und Steuerungen, die in dem Bedienfeld der Kabine
vorhanden sind, kann es für einen Fahrer sehr verwirrend und irritierend sein,
lediglich einen Hinweiston zu hören oder ein Blinklicht zu sehen und zu versuchen,
die exakte Art der Fehlfunktion zu bestimmen. Beispielsweise hat das Alarmsystem,
das in der GB-A-770 931 beschrieben ist, lediglich eine Alarmhupe zum Signalisieren
einer übermäßigen Ansammlung von Erntematerial oberhalb der Strohschüttler,
der Reinigungssiebe oder der Strohballenpresse.
Um die exakte Art der Fehlfunktion zu bestimmen, muss sich der Fahrer
dem Bedienfeld zuwenden, um festzustellen, welche Lampe blinkt oder welche Warnmitteilung
auf einem Bildschirm angezeigt wird. In der Zwischenzeit wird seine Aufmerksamkeit
von der laufenden Aufgabe des Lenkens des Mähdreschers und der Positionierung
des das Erntematerial sammelnden Vorsatzgerätes vor dem Mähdrescher abgelenkt.
Ein momentaner Verlust an Aufmerksamkeit kann ausreichend sein, um eine Strecke
des stehenden Erntematerials zu verfehlen oder um das Vorsatzgerät in den Boden
zu drücken.
Ähnliche Probleme treten auch bei modernen Traktor-Arbeitsgeräte-Kombinationen
auf, bei denen der Fahrer von den Umgebungsgeräuschen durch eine Kabine abgeschirmt
ist und er über den Status des gezogenen Arbeitsgerätes durch einen Monitor
informiert wird, der in der Kabine installiert ist. Auch hier besteht die Hauptaufgabe
des Fahrers im richtigen Lenken des Arbeitsgerätes über das Feld, und
er sollte nicht in unnötiger Weise von diesem Lenkvorgang abgelenkt werden,
um die Art irgendwelcher Fehlfunktionen auf dem Monitor zu prüfen.
Im Hinblick auf eine Milderung des vorstehenden Nachteils ergibt die
vorliegende Erfindung landwirtschaftliche Ausrüstungen, die ein Alarmsystem
aufweisen, das im Fall der Feststellung einer Fehlfunktion betreibbar ist, um ein
akustisches Alarmsignal abzugeben, das für die Fehlfunktion charakteristisch
ist und von dem Fahrzeug-Fahrer der Fehlfunktion zugeordnet wird, dadurch gekennzeichnet,
dass:
das akustische Alarmsignal durch Auffangen und Weiterleiten des durch die Fehlfunktion
erzeugten Klangsignals an den Fahrzeug-Fahrer erzeugt wird; oder
das akustische Alarmsignal synthetisch erzeugt wird, um an den Klang zu erinnern,
der mit der Fehlfunktion verbunden sein würde.
Auf diese Weise kann die Aufmerksamkeit des Fahrers auf das Feld vor
der Ausrüstung und die Betriebsweise der Komponenten außerhalb der Kabine
konzentriert bleiben. Er muss sich nicht dem Bedienfeld zuwenden, um die Art der
Fehlfunktion zu erkennen, und er kann in effizienter Weise weiterarbeiten, so dass
eine wichtige Quelle für eine Ermüdung vermieden wird.
Es ist bereits von anderen Industrien bekannt, dass gesprochene Mitteilungen
erzeugt werden, wenn bestimmte Fehlerzustände auftreten. Derartigen Mitteilungen
werden jedoch nicht immer von allen möglichen Fahrern verstanden. Das akustische
Alarmsystem gemäß der vorliegenden Erfindung vermeidet die Notwendigkeit
eines neuen Satzes von Alarmmitteilungen für jede Fremdsprache, wenn die Ausrüstung
in ein anderes Land verkauft wird. Eine typische landwirtschaftliche Maschine kann
in einem geographischen Gebiet verkauft werden, in dem über fünfzehn unterschiedliche
Sprachen verwendet werden. Die bekannten Systeme würden dann
eine Übersetzung der Alarmmitteilungen in die gleiche Anzahl von Sprachen und
das Laden des übersetzten Textes in den Speicher der Systeme erfordern. Derartige
Übersetzungen würden auch dann erforderlich sein, wenn gesprochene Mitteilungen
zum Warnen des Fahrers verwendet werden.
Die Verwendung von unterschiedlichen akustischen Alarmen beschleunigt
den Lernprozess für neue Fahrer.
Das Klangerzeugungskonzept wird aus den verschiedenen Möglichkeiten
verständlich, die weiter unten ausgeführt sind, ein typisches Beispiel
würde jedoch ein frequenzmoduliertes Heulen zur Anzeige des Antriebsverlustes
einer Welle, beispielsweise aufgrund eines Rutschens oder eines gerissenen Antriebsriemens
sein.
Verschiedene Parameter des akustischen Alarms können modifiziert
werden, um dem Fahrer zusätzliche Information zu liefern. Wenn beispielsweise
das Klangsignal in der Kabine durch ein Stereosystem erzeugt wird, kann die relative
Amplitude von den linken und rechten Seiten der Kabine dazu verwendet werden, die
Position der Fehlfunktion anzuzeigen. Weiterhin kann die Amplitude des Klanges geändert
werden, um anzuzeigen, wie schwerwiegend der Alarmzustand ist.
Die Erfindung wird nachfolgend in Form eines Beispiels unter Bezugnahme
auf die beigefügte Zeichnung beschrieben, die eine schematische Seitenansicht
eines Mähdreschers ist.
Obwohl die Erfindung auf irgendein landwirtschaftliches Fahrzeug oder
eine Kombination eines Fahrzeuges und eines landwirtschaftlichen Arbeitsgerätes
angewandt werden kann, wird sie hier unter Bezugnahme auf einen Mähdrescher
beschrieben. Um den Hintergrund der Erfindung zu verstehen, wird ein derartiger
Mähdrescher kurz beschrieben, obwohl seine Konstruktion und Betriebsweise als
solche bekannt ist.
Der dargestellte selbstfahrende Mähdrescher 1 hat große
vordere Antriebsräder 5 und kleinere lenkbare Hinterräder
6. Die Leistung für die Vorwärtsbewegung und für die Erntematerial-Verarbeitungsfunktionen
wird von einem Motor 13 auf der Oberseite des Mähdreschers geliefert.
Der Mähdrescher ist mit einem Vorsatzgerät 14 versehen, das lösbar
an dem Gehäuse eines Stroh-Schrägförderers 15 befestigt
ist. Dieses Gehäuse kann um eine Querachse unterhalb und hinter der die Mähdrescher-Kabine
tragenden Lenkplattform 8 nach oben und nach unten bewegt werden. Die Kabine
enthält den Fahrersitz und ein Bedienfeld 98 mit einer Anzeige zur
Überwachung der verschiedenen Erntemaschinen-Funktionen.
Für die Erntevorgänge wird der Stroh-Schrägförderer
15 nach unten bewegt, bis der sich in Querrichtung erstreckende Mähbalken
17 geringfügig über der Ebene des Bodens schwimmt. Der Mähbalken
umfasst einen Satz von Seite an Seite angeordneten dreieckigen Messerabschnitten,
die in einer Querrichtung hin- und herbewegt werden. Die Schneidkanten der Messer
wirken mit stationären Messerfingern zusammen, um die Erntematerial-Stängel
von ihren Wurzeln abzuschneiden, während sich die Maschine über das Feld
bewegt. Gleichzeitig wird eine sich in Querrichtung erstreckende Vorsatzgeräte-Haspel
18 gedreht, um die abgeschnittenen Stängel zur Rückseite des
Vorsatzgerätes und in die Reichweite einer sich in Querrichtung erstreckenden
Förderschnecke 19 zu führen. Diese Förderschnecke hat zwei
entgegengesetzte Förderschnecken-Schaufelabschnitte, die das gemähte Erntematerial
zur Mitte des Vorsatzgerätes fördern, die mit der Mündung des Stroh-Schrägföderer-Gehäuses
ausgerichtet ist. An dieser Stufe umfasst das Erntematerial die Stängel und
die Ähren mit den Körnern.
Der Stroh-Schrägförderer 15 umfasst einen Satz
von vier Ketten, die unter regelmäßigen Intervallen miteinander durch
sich in Querrichtung erstreckende abgewinkelte Profile verbunden sind. Die Profile
umfassen das von der Förderschnecke 19 zur Mündung des Schrägföderer-Gehäuses
gelieferte Material und fördern es nach oben und nach hinten zu dem Dreschmechanismus
11. Auf das Material schlägt eine Dreschtrommel 20, die mit
einem Dreschkorb 23 zusammenwirkt, um die Körner von den Ähren
zu lockern. Der Dreschkorb besteht aus sich in Querrichtung erstreckenden Abschnitten
von Flachstahlmaterial, durch die hindurch sich senkrecht hierzu dicke Stahldrähte
erstrecken, wodurch ein Gitter gebildet wird, das das Stroh festhält, jedoch
ein Hindurchlaufen der Körner ermöglicht. Die Dreschwirkung ergibt sich
hauptsächlich aus der Wechselwirkung von Schlagleisten auf der Dreschtrommel
mit den Kanten der flachen Stahlabschnitte des Dreschkorbes 23. Wenn der
Dreschkorb richtig auf den Pfad der Trommel-Schlagleisten ausgerichtet ist, wird
der größte Teil der Körner aus den Ähren durch diese erste Trommel
20 herausgeschlagen.
Das Material, das das hintere Ende des Dreschkorbes 23 erreicht,
besteht aus einer Mischung von Stroh (den Erntematerial-Stängeln), Ähren,
Körnern und kleinen Erntematerial-Teilchen (die als Spreu bezeichnet
werden). Um eine weitere Drehung des Materials durch und um die Dreschtrommel
20 herum zu verhindern, wird das Material vom Umfang der Trommel durch
die Schaufeln der Stroh-Wendetrommel 21 abgenommen. Ein weiterer Dreschkorb
ist unterhalb der Trommel gebaut, um es gelockerten Körnern zu ermöglichen,
auf den darunter liegenden Reinigungsmechanismus 12 zu fallen. Die Stroh-Wendetrommel
21 liefert die Mischung aus Erntematerial in Rückwärtsrichtung
zu einer rotierenden Trenneinrichtung 22. Dieser Rotor weist sich nach
außen erstreckende Zähne auf, die die Mischung auseinanderreißen,
wodurch die Materialschicht, die von der Stroh-Wendetrommel 21 zugeführt
wird, aufgebrochen wird. Auch die rotierende Trenneinrichtung hat einen darunterliegenden
Dreschkorb, der die weitere Ablagerung von Körnern auf den Reinigungsmechanismus
12 ermöglicht.
Das Material von der rotierenden Trenneinrichtung wird auf das vordere
Ende der Strohschüttler 24 abgelegt. Die fünf oder sechs Strohschüttler
24 sind auf Kurbelabschnitten von zwei Querachsen befestigt. Die Kurbelabschnitte
weisen eine derartige Phasenlage auf, dass bei einer Drehung der Achsen die Strohschüttler
sich in kreisförmigen Mustern bewegen. Jeder Strohschüttler bewegt sich
in dem oberen Teil des Musters nach hinten und in dem unteren Teil nach unten. Die
Phasensteuerung stellt sicher, dass ein sich vorwärts bewegender Strohschüttler
zwischen sich nach oben und nach hinten bewegenden Strohschüttlern liegt. Auf
diese Weise werden die langen Stängel in dem gedroschenen Erntematerial zur
Rückseite des Mähdreschers bewegt. Das Stroh kommt mit den Zähnen
der Seitenabschnitte der Strohschüttler während deren Aufwärts- und
Rückwärts-Bewegung in Eingriff. Die Strohschüttler 24 lockern
das Material derart auf, dass die Körner aus dem Strohmaterial herausfallen
können. Auf ihrer oberen Oberfläche weisen die Strohschüttler Gitterabschnitte
auf, die ein Hindurchfallen der Körner ermöglichen. Diese Körner
werden in den wannenförmigen Bodenabschnitten der Strohschüttler aufgenommen
und gleiten entlang dieser Abschnitte zum vorderen Ende der Strohschüttler,
von wo aus sie auf den Reinigungsmechanismus 12 fallen. Gleichzeitig wird
das Stroh über die Strohschüttler hinweg zum hinteren Ende des Mähdreschers
unter die Strohhaube 25 bewegt, von wo aus es auf das Feld fallen kann.
Alternativ kann das Stroh über eine Führungsplatte 46 in einen
rotierenden Strohäcksler 45 geführt werden, der das Stroh zerkleinert
und es in einem breiten Muster auf das Feld auswirft.
Die Dreschtrommel 20 und deren Dreschkorb 23 werden
üblicherweise als der Dreschmechanismus bezeichnet, d.h. die Vorrichtung, die
die heftigste Wirkung auf das Erntematerial ausführt. Die rotierende Trenneinrichtung
22 und die Strohschüttler 24 bilden den Trennmechanismus,
d.h. die Vorrichtung, die die Trennung der gedroschenen Körner von dem Stroh
bewirkt.
Das Material, das auf den Reinigungsmechanismus abgeschieden wird,
besteht nicht nur aus den Körnern, sondern auch aus kleinen Teilchen des Erntematerials,
gebrochenen oder nicht gebrochenen Ähren, kurzen Strohteilen und der Spreu.
Der Hauptteil des Materials, das von dem Dreschmechanismus kommt,
wird auf einem gewellten Stufenboden 28 abgelegt. Diese Platte wird in
Schwingungen versetzt, um das Material in Rückwärtsrichtung zu fördern,
während es gleichzeitig eben gemacht wird. Während ihrer nach hinten gerichteten
Bewegung haben die Körner eine Tendenz, unter den leichteren Rest des Erntematerials
zu wandern und sich in der Nähe des Bodens des Stufenbodens 28 zu
konzentrieren. Eine gleichförmige Schicht aus Erntematerial fällt von
dem Stufenboden 28 auf ein Vorreinigungssieb 29. Dies ist ein
erstes einstellbares Sieb. Während des Herunterfallens von dem Stufenboden
auf das Sieb 29 wird das Material einer Luftströmung von einem Gebläse
33 ausgesetzt, so dass die leichteren Teilchen nach hinten geblasen werden.
Die gleiche Gebläseanordnung ergibt eine Luftströmung durch die Vorreinigungssiebe
29 und die nachfolgenden Siebe 31, 32, um das sich über
diese bewegende leichte Material über diese hinweg und nach hinten und aus
dem Mähdrescher 1 heraus zu blasen.
Das Material, das durch das Vorreinigungssieb 29 fällt
(hauptsächlich Körner) wird von einem kleinen Stufenboden 30
aufgenommen, der es zu dem unteren Sieb 32 führt. Dieses untere Sieb
ist das Körnersieb, das so eingestellt ist, dass es lediglich die Körner
durchlässt. Oberhalb des Körnersiebes 32 befindet sich ein Spreusieb
31, das den größten Teil des Materials empfängt, das von
dem Vorreinigungssieb 29 und den Unterseiten der Strohschüttler
24 zugeführt wird. Dieses obere Sieb ist auf eine größere
Öffnung als das darunterliegende Körnersieb 32 eingestellt. Material,
das durch ein richtig eingestelltes Körnersieb 32 fällt, enthält
nichts Anderes als Körner. Diese fallen auf eine Rutsche für reine Körner,
die sie in Vorwärtsrichtung zu einer Querförderschnecken-Wanne
36 führt. Eine Förderschnecke 35 für saubere Körner
drückt die Körner zur Seite in Richtung auf einen Höhenförderer
für reine Körner (nicht gezeigt) auf der rechten Seite des Mähdreschers.
Auf der Höhe des Körnertanks 10 liefert der Höhenförderer
die Körner an einen (ebenfalls nicht gezeigten) Aufwärts-Schneckenförderer,
der die Körner auf die Oberseite der Körner ablegt, die bereits in den
Körnertank geliefert wurden.
Während sich das Material über das Spreusieb 31
bewegt, werden größere Erntematerialteilchen aus dem Mähdrescher
heraus bewegt und auf dem Feld abgelegt, mit oder ohne die Unterstützung der
Luftströmung von dem Gebläse 33. Alternativ können die Abfälle
von dem Sieb 31 auf einem Spreuverteiler (nicht gezeigt) gesammelt werden,
der hinter und unterhalb des hinteren Endes des Spreusiebes 31 eingebaut
ist. Diese Verteilungseinrichtung verteilt das Material in einem gleichförmigen
Muster auf das Feld, wodurch eine Ansammlung der Abfälle in dem Gebiet verhindert
wird, das lediglich der Breite des Mähdreschers 1 entspricht.
Erntematerial, das das obere Sieb 31 durchlaufen hat, jedoch
nicht das Körnersieb 32 durchlaufen konnte, fällt schließlich
auf eine zweite Rutsche. Dieses Material enthält unter anderem unvollständig
gedroschene Ähren, die Überkehr, die immer noch ungedroschene Körner
enthält. Die zweite Rutsche führt das Material in Vorwärtsrichtung
zu einer Überkehr-Förderschnecken-Wanne 38. Eine sich in Querrichtung
erstreckende Überkehr-Förderschnecke fördert die Überkehr seitlich
zu rotierenden Nachdrescheinrichtungen 39 auf jeder Seite des Mähdreschers,
wobei jede Nachdrescheinrichtung einen gezahnten Rotor umfasst, der mit stationären
Zähnen zusammenwirkt, die an dem Rotorgehäuse angebracht sind. Entlang
der Seiten des Reinigungsmechanismus 12 angeordnete (nicht gezeigte) Überkehr-Rückführungs-Höhenförderer
heben das nachgedroschene rückgelieferte Material an und fördern es nach
oben und vorwärts entlang der Seite des Mähdreschers. Jeder Höhenförderer
hat an seinem oberen Ende ein Paar von Flügeln, die das Material auf den Stufenboden
28 ausstoßen, wo es mit dem Erntematerial gemischt wird, das von den
Drehkörben 23 kommt.
Der gesamte Reinigungsmechanismus 12 ist in vorteilhafter
Weise an einem (nicht gezeigten) Hilfsrahmen befestigt, der für eine Schwenkbewegung
um eine horizontale quer verlaufende Achse an dem Hauptrahmen 2 des Mähdreschers
1 befestigt ist. Eine derartige Anordnung ist ausführlich in der GB-A-2.052.238
beschrieben. Ein (ebenfalls nicht gezeigtes) elektrisches Stellglied, dessen eines
Ende an dem Hauptrahmen befestigt ist und dessen anderes Ende an dem Hilfsrahmen
befestigt ist, ermöglicht die horizontale Ausrichtung des Reinigungsmechanismus,
wenn der Mähdrescher entlang eines Hanges bewegt wird.
Auf diese Weise können der Stufenboden 28 und die Siebe
39, 31, 32 horizontal gehalten werden, so dass die Reinigungskapazität
des Mechanismus 12 nicht in nachteiliger Weise durch die Höhenlagen
des Feldes beeinflusst wird.
Wenn der Körnertank 10 voll ist, kann er mit Hilfe einer
Körnertank-Förderschnecke 42, die am Boden des Körnertanks
eingebaut ist, und eines Entladerohrs 43 entleert werden, das durch einen
Hydraulikzylinder 45 ausgeschwenkt werden kann, damit sein Ende oberhalb
eines Anhängers liegt, der sich benachbart zu dem Mähdrescher
1 bewegt. Die Körner werden durch die Drehung einer Entlade-Förderschnecke
44 im Inneren des Rohres 43 entladen.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf die Warnung des Fahrers
des Mähdreschers über Fehlfunktionen innerhalb der komplexen Umgebung,
wie sie vorstehend beschrieben wurde, und sie ist auf die Lieferung von Warnungen
gerichtet, die selbsterklärend sind. Dies wird dadurch erreicht, dass die Alarmsignale
hörbar gemacht werden, und dass die ausgesandten Klangsignale so ausgebildet
sind, dass sie an die Fehlfunktion erinnern, die zu dem Alarmzustand führte.
Diese Signale sind weder verbal noch musikalisch.
Bekannte Mähdrescher haben verschiedene Wellen-Status-Überwachungseinrichtungen,
die die Drehzahl der verschiedenen Antriebswellen überwachen und einfach einen
Hinweiston oder ein Summergeräusch erzeugen, wenn die zugehörige Wellendrehzahl
unter einen bestimmten Schwellenwert absinkt. Derartige Wellen-Status-Überwachungseinrichtungen
können entweder in Hardware oder in Software implementiert werden. Die Erfindung
befasst sich nicht mit der Art und Weise, wie Fehlfunktionen festgestellt werden,
sondern mit Alarm-Klangsignalen, die erzeugt werden, um die Aufmerksamkeit des Fahrers
auf die Fehlfunktion zu lenken.
Die folgende Tabelle gibt Beispiele von Klangsignalen, die intuitiv
verstanden werden:
Im Fall aller der vorstehend in der Tabelle aufgeführten Fehler
ist es möglich, Klangsignale zu erzeugen, die dem Fahrer intuitiv die Art der
Fehlfunktion anzeigen. In bestimmten anderen Fällen, beispielsweise bezüglich
der Wellendrehzahl-Überwachungseinrichtung der Spreuverteilungseinrichtung,
bei dem es kein Klangsignal gibt, das natürlich dem Fehlerzustand zugeordnet
ist, ist es möglich, einen starken Signalton zu erzeugen, und es ist nicht
wichtig, dass alle Alarm-Klangsignale in natürlicher Weise der zugehörigen
Fehlerbedingung zugeordnet sind.
Wie dies aus der Tabelle zu erkennen ist, können Klänge
gemischt werden. So kann der Klang eines langsamer werdenden Riemens mit dem Klang
eines Dreschmechanismus 20, 23 gemischt werden, um anzuzeigen,
dass es eine Fehleranzeige von der Wellendrehzahl-Überwachungseinrichtung ist,
die mit einem Teil des Dreschmechanismus verbunden ist.
Unter Verwendung eines Stereo-Audiosystems ist es möglich, eine
Richtungsinformation zu liefern, so dass in den Fällen, in denen es duplizierte
Ausrüstungsteile auf entgegengesetzten Seiten des Fahrzeuges gibt, die Richtung
des Alarmklanges die Seite des Fahrzeuges anzeigen kann, auf der eine Fehlfunktion
aufgetreten ist.
Die Amplitude des Alarmsignals kann, falls gewünscht, geändert
werden, um die Dringlichkeit oder die schwerwiegende Eigenschaft des Alarmzustandes
und die Bedeutung anzuzeigen, die der Fahrer der Warnung zumessen sollte.
Die verschiedenen Alarmklänge können synthetisiert werden,
jedoch können sie in der einfachsten Weise an einer Maschine aufgezeichnet
und elektronisch verarbeitet werden, um den gewünschten Klang zu erzielen.
Es ist verständlich, dass die Erfindung auf andere landwirtschaftliche
Ausrüstungen als Mähdrescher angewandt werden kann, und dass die vorstehend
angegebene Tabelle keine erschöpfende Liste von Klängen enthält,
die mit Fehlerzuständen verbunden sind, die in landwirtschaftlichen Fahrzeugen
auftreten.
Anspruch[de]
Landwirtschaftliche Ausrüstung (1) mit einem Alarmsystem,
das im Fall der Feststellung einer Fehlfunktion betreibbar ist, um ein akustisches
Alarmsignal abzugeben, das für die Fehlfunktion charakteristisch ist und von
dem Fahrzeug-Fahrer der Fehlfunktion zugeordnet wird,
dadurch gekennzeichnet, dass:
das akustische Alarmsignal durch Auffangen und Weiterleiten des Klanges, der von
der Fehlfunktion erzeugt wird, an den Fahrzeug-Fahrer erzeugt wird, oder
das akustische Alarmsignal synthetisiert wird, um an den Klang zu erinnern, den
man der Fehlfunktion zuordnen würde.Landwirtschaftliche Ausrüstung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass das Signal nicht-verbal und nicht-musikalisch ist.Landwirtschaftliche Ausrüstung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass das akustische Alarmsignal ein gemischtes Signal ist,
wobei ein Teil des Alarmsignals die Art der Fehlfunktion und der andere Teil den
Ursprung des Klanges anzeigt.Landwirtschaftliche Ausrüstung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass das Alarmsignal in Stereo erzeugt wird, und dass die
Richtung des Klanges die Seite des Fahrzeuges anzeigt, auf der eine Fehlfunktion
aufgetreten ist.Landwirtschaftliche Ausrüstung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die verschiedenen Alarmsignale, die von dem Alarmsystem
erzeugt werden, eine unterschiedliche Amplitude aufweisen, wobei die Lautstärke
eines Alarmklanges die Dringlichkeit oder die schwerwiegende Eigenart des Alarmzustandes
anzeigt.