Die Erfindung betrifft eine Dichtungseinheit für KFZ-Kühlmittelpumpen,
wie sie im Oberbegriff des Patentanspruchs 1 definiert ist. Eine derartige Dichtung
ist aus dem Dokument DE-A-3928840 bekannt.
Eine solche Dichtung ist auf der Welle der Turbine der Pumpe montiert
und soll daher eine dynamische Abdichtung um die Welle herum sicherstellen.
Die Dichtung ist gleichermaßen in dem auf dem Pumpengehäuse
befestigten Pumpendeckel montiert und soll hier außerdem eine statische Abdichtung
gewährleisten.
Die Dichtungseinheit weist ein in den Pumpendeckel einbaubares Außengehäuse
mit einer parallel zur Achse der Dichtung verlaufenden Wand zum Einbau in dem Pumpendeckel
sowie eine querlaufende Krempe auf, die die axiale Wand nach innen verlängert,
und zwar zur Anlage am Pumpendeckel, wobei ein Abdichtstreifen um die axiale Wand
herumläuft, um eine Abdichtung zwischen der Dichtung und dem Pumpendeckel sicherzustellen.
Es kann sich um einen Streifen aus einem Material der geschützten Marke Curil
handeln, um einen Streifen aus Klebemittel oder auch um einen Streifen auf der Basis
von PTFE.
Die verschiedenen Streifentypen sind nicht mehr in der Lage, die absolute
Abdichtung sicherzustellen, wie sie derzeit vom Markt gefordert wird. Tatsächlich
verteilt sich das Material des Dichtstreifens aufgrund der Montage durch Verpressen
unkontrolliert zwischen dem Gehäuse und dem Pumpendeckel, und zwar demnach
mit der Gefahr, eine perfekte Abdichtung nicht mehr gewährleisten zu können.
Die Erfindung ist darauf gerichtet, eine Dichtung mit perfektionierter
statischer Abdichtung vorzuschlagen.
Hierzu betrifft die Erfindung eine Dichtungseinheit für KFZ-Kühlmittelpumpen,
aufweisend ein Außengehäuse mit einer parallel zu einer Dichtungsachse
verlaufenden Wand zwischen einem vorderen Boden und einer hinteren Krempe, die die
axiale Wand verlängert, wobei das Gehäuse mit der axialen Wand zum Einsetzen
in einen Pumpendeckel und mit der Krempe zum Abstützen an dem Pumpendeckel
vorgesehen ist, wobei die Dichtung dadurch gekennzeichnet ist, dass die hintere
Krempe des Gehäuses nach vorn auf sich selbst umgebogen ist, unter Bildung
eines im wesentlichen torischen Raums, in welchem ein Dichtungsring vorgesehen ist,
durch dessen Zwischenschaltung die hintere Krempe an dem Pumpendeckel abstützbar
ist, wobei der Dichtungsring auf diese Weise seitlich gehalten unter axialem Druck
gegen den Pumpendeckel gepresst wird, wodurch eine statische Dichtheit sichergestellt
ist, wobei der Dichtring auch seitlich gequetscht unter axialem Druck gegen den
Pumpendeckel gehalten wird, was eine statische Abdichtung sicherstellt.
Die statische Abdichtung der Dichtung nach der Erfindung wird sichergestellt
durch einen Dichtring, der in einem ausreichendem Raum angeordnet ist.
Der Einbau der Dichtung mittels eines angepassten und mit Anschlag
arbeitenden Presswerkzeugs ermöglicht es, eine gesteuerte Kompression des Dichtrings
sicherzustellen. Das leichte Spiel zwischen dem Pumpendeckel und dem vorderen Abschnitt
der hinteren Krempe verhindert Zufälligkeiten bei der Montage aufgrund eventueller
Ungenauigkeiten beim Zuschneiden des Gehäuses.
Der axiale Abstand zwischen dem vorderen Boden des Gehäuses und
dem vorderen Abschnitt der hinteren Krempe kann beibehalten werden, um unter der
Wirkung einer Feder die Kompressionsbelastung der Dichtung aufrechtzuerhalten, und
zwar dies unter Beibehaltung auch insgesamt der radialen Dimensionen der Dichtung.
Bei der bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Dichtung trägt die hintere Krempe eine Ringlippe, die quer zur Achse der Dichtung
abgebogen ist, um das Risiko einer Beschädigung des Dichtelements auszuschließen.
Ein besseres Verständnis der Erfindung ergibt sich aus der folgenden
Beschreibung der bevorzugten Ausführungsform der Dichtung unter Bezugnahme
auf die beigefügte Zeichnung, auf der
1 im Axialschnitt eine Halb-Ansicht einer Dichtung nach
dem Stande der Technik zeigt;
2 im Axialschnitt, in verkleinertem Maßstab, eine
Ansicht des Außengehäuses der erfindungsgemäßen Dichtung zeigt;
und
3 im Axialschnitt, in vergrößertem Maßstab,
eine Ansicht eines Umfangsabschnitts, samt zugehöriger Stützlippe, des
Außengehäuses der erfindungsgemäßen Dichtung zeigt, und zwar
zusammen mit dem Dichtring.
Gemäß 1 weist eine klassische
Dichtungseinheit nach dem Stande der Technik, mit einer Achse 1, einen
Außenabschnitt 2, der eine statische Abdichtung gegenüber einem
Pumpendeckel sicherstellt, sowie einen Innenabschnitt 4 auf, der eine dynamische
Abdichtung gegenüber der Turbinenwelle des Pumpengehäuses gewährleistet,
wobei letzteres nicht dargestellt ist, jedoch auf derselben Achse
1 wie die Dichtung liegt.
Zur Erinnerung: Der dynamische Innenabschnitt der Dichtung weist eine
Konditionierungshülse 5, einen Gegenring 7 und eine Leiste
8 auf.
Der Außenabschnitt 2 der statischen Abdichtung umfasst
eine Reibscheibe 6, ein Außengehäuse 9, eine Membran
10, einen Membranring 11, eine Feder 12 und einen Federring
13. Das Gehäuse 9 umfasst eine Umfangswand 14, die
sich parallel zur Achse 1 erstreckt, und zwar zwischen einem vorderen Boden
15 und einer hinteren Krempe 16. Die Krempe 16 ist eine
querverlaufende Krempe, senkrecht zur Achse 1, wobei sie die axiale Umfangswand
14 nach außen hin verlängert. Das Gehäuse 9 ist
mittels seiner axialen Umfangswand 14 in den Pumpendeckel 3 eingepasst
und stützt sich mittels seiner Krempe 16 gegen den Pumpendeckel
3 ab. Ein Abdichtstreifen 17 läuft um die Umfangswand
14 herum, um die statische Abdichtung zwischen der Dichtung und dem Deckel
3 sicherzustellen.
Die erfindungsgemäße Dichtung (2,
3) unterscheidet sich von der nach dem Stande der Technik
lediglich durch den Umfang des Außengehäuses 9'.
Die Umfangswand 14, parallel zur Achse 1, wird verlängert
durch eine hintere Krempe 26, die auf sich selbst nach vorne kreisbogenförmig
zurückgebogen ist, im vorliegenden Fall um etwa 180°, wobei ein Endabschnitt
eine Ringlippe 27 bildet. Die Ringlippe 27 ist quer zur Achse
1 der Dichtung abgebogen, und zwar im wesentlichen um 90°, bezogen
auf den angrenzenden Abschnitt 28 der hinteren Krempe 26, um sich
im wesentlichen in einer Ebene 29 quer zur Achse 1 zu erstrecken.
Die hintere Krempe 26 bildet einen im wesentlichen turusförmigen Raum
30. In diesem Raum 30 ist ein Dichtring 31 angeordnet.
Die Ringlippe 27 ist abgebogen, um das Risiko einer Beschädigung des
Dichtrings 31 auszuschließen.
Nach dem Einsetzen des Gehäuses 9' in den Pumpendeckel
3, wobei der Dichtring 31 im Raum 30 der Krempe
26 gehalten wird, kommt die Krempe 26 unter Zwischenschaltung
der Dichtung 31 zur Anlage am Pumpengehäuse 3. Der Dichtring
31, seitlich gehalten, wird somit gegen den Pumpendeckel 3 gequetscht,
was eine exzellente statische Abdichtung sicherstellt.
Somit kommt die hintere Krempe nicht in direkten Kontakt mit dem Pumpengehäuse.
Bei der Montage verwendet man ein Werkzeug, das am Pumpengehäuse derart zur
Anlage kommt, dass ein Spiel zwischen der Ringlippe und dem Pumpengehäuse verbleibt.
Das Spiel wird eingestellt durch den Dichtring, der unter Druck steht. Diese Anordnung
gestattet es, den Druckwert der Dichtung zu beherrschen und in Serie zu reproduzieren,
und zwar unabhängig von den Toleranzen bei der Herstellung der Komponenten
des Erzeugnisses.
Es sei darauf hingewiesen, dass der axiale Abstand zwischen dem vorderen
Boden 32 des Gehäuses 9' und der hinteren Fläche
33 des Abschnitts der Krempe im wesentlichen gleich dem entsprechenden
Abstand des Gehäuses 9 der Dichtung aus dem Stande der Technik bleiben
kann.