| Dokumentenidentifikation |
DE602004004534T2 22.11.2007 |
| EP-Veröffentlichungsnummer |
0001637677 |
| Titel |
VERRIEGELUNGSSYSTEM FÜR MÖBELSCHUBLADEN |
| Anmelder |
Ojmar S.A., Elgoibar, Guipuzcoa, ES |
| Erfinder |
SEVILLANO GIL, Benito, E-20870 Elgoibar, ES |
| Vertreter |
Hössle Kudlek & Partner, Patentanwälte, 70173 Stuttgart |
| DE-Aktenzeichen |
602004004534 |
| Vertragsstaaten |
AT, BE, BG, CH, CY, CZ, DE, DK, EE, ES, FI, FR, GB, GR, HU, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, RO, SE, SI, SK, TR |
| Sprache des Dokument |
FR |
| EP-Anmeldetag |
24.02.2004 |
| EP-Aktenzeichen |
047139159 |
| WO-Anmeldetag |
24.02.2004 |
| PCT-Aktenzeichen |
PCT/ES2004/000084 |
| WO-Veröffentlichungsnummer |
2004104336 |
| WO-Veröffentlichungsdatum |
02.12.2004 |
| EP-Offenlegungsdatum |
22.03.2006 |
| EP date of grant |
24.01.2007 |
| Veröffentlichungstag im Patentblatt |
22.11.2007 |
| IPC-Hauptklasse |
E05B 65/46(2006.01)A, F, I, 20070102, B, H, EP
|
| IPC-Nebenklasse |
A47B 88/04(2006.01)A, L, I, 20070102, B, H, EP
|
| Beschreibung[de] |
|
Bei der vorliegenden Erfindung handelt es sich um ein Sperrsystem
für Schubladen und Auszüge, mit dem das Kippen des Möbels verhindert
wird, dabei insbesondere bei Büro- und ähnlichen Möbelstücken.
Derzeit werden Möbel mit Schubladen oder ähnlichen Auszügen
in grossem Maße zum Archivieren von Dokumenten aller Art (Mappen, Ordner und
dergl.) eingesetzt, und es sind zahlreiche Systeme entwickelt worden, mit denen
das Kippen des Möbels bei mehreren gleichzeitig ausgezogenen Laden oder Auszügen
verhindert werden soll. Die Zahl der in diesem Zusammenhang anzuführenden Patente
ist riesig, beispielhaft sollen nur die Folgenden aufgezählt werden, dabei
sowohl von dem Anmelder selbst (EP 1059402,
U 1030864, U
1032265, U 1039748) als auch von
anderen Anmeldern (EP 0286199,
FR 2365677, FR
2173463, FR 2677071,
NL 7604359, US
4768844).
Bei der Mehrzahl der aktuell vorhandenen Systeme, die zum derzeitigen
Stand der Technik gehören, werden die meisten Elemente der jeweiligen Vorrichtungen
auf das Maß des Möbels bzw. der Schubladen und Auszüge zugeschnitten,
woraus folgt, dass die Hersteller für jedes Möbel Bauteile in unterschiedlichen
Größen fabrizieren müssen. Dieser Tatbestand verhindert eine Standarisierung
und führt zu einer Verteuerung der Preise.
Die sich aus diesen aktuell vorhandenen Systemen ergebenden Probleme,
einschließlich solcher, die eine Standarisierung anstreben, sind folgende:
- a) Eine übermäßige Zahl von Komponenten bzw. der Einsatz von
schwierig herzustellenden komplexen, schwer zu montierenden und/oder schwierig zu
bedienenden Systemen.
- b) Übermäßig viele, von den Herstellern der Mechanismen den Herstellern
der Möbel auferlegte Einschränkungen und/oder Auflagen.
- c) In gegenläufiger Richtung oder an ungeeigneten Stellen angebrachte Bedienungs-
bzw. Sperrvorrichtungen.
- d) Eine fehlende Sicherheit gegenüber unsachgemäßer Bedienung.
- e) Die Unmöglichkeit des Öffnens der Schubladen oder Auszüge
im Falle eines ungewollten Schließens.
Weitere Probleme und Beschränkungen der bekannten Systeme zum
Sperren von Schubladen und Auszügen von Möbelstücken sind rein technischer
bzw. konstruktiver Natur: Eins oder mehr Bauteile bewegen sich notwendigerweise
mit einer Drehbewegung, ein Umstand, der den Mechanismus über die Maßen
kompliziert macht.
Der Gegenstand der hier beschriebenen Erfindung vermeidet diese Problematik
und beinhaltet ein neuartiges Sperrsystem für Schubladen oder Auszügen
von Möbeln, bei dem sich alle nicht ortsfesten Komponenten und Bauteile linear
geführt bewegen.
Der Gegenstand der hier beschriebenen Erfindung gehört zu den
Systemen mit einer an die einzelnen Schubladen/Führungen fest montierten Schleppachse,
die ein entsprechendes Sperrsystem beaufschlagt. Bei diesem System sind die Sperrvorrichtungen
aller Schubladen oder Auszüge so miteinander verbunden, dass das Öffnen
einer derselben das gleichzeitige Öffnen aller übrigen verhindert, wobei
das System der hier beschriebenen Erfindung dadurch gekennzeichnet ist, dass es
an jedem Auszug bzw. an jeder Führung über Folgendes verfügt:
- a) Ein am Möbel fest angebrachtes Trägereisen mit einer Nut/Schiene
mit mindestens zwei zueinander im Winkel angeordneten Laufstrecken;
- b) Ein bewegliches Sperrelement mit zwei versenkt angeordneten und hochspringenden
Bolzen, die in der oben angeschriebenen Nut/Schiene linear geführt werden können,
indem sie von der fest an der Lade/Auszug bzw. der Führung angebrachten Achse
bei deren linearen Verfahren mitgeschleppt werden.
- c) Untereinander gefluchtete bewegliche Arme, konkret einem oberen und einem
unteren, die in einer in den Trägereisen eingebrachten Schiene, in der sie
geführt werden, linear auf einer maximalen Wegstrecke (a) verfahren werden
können. In einer vorteilhaften Ausführung sind die Breite der Nut/Schiene,
der Durchmesser der Schleppachse, der Durchmesser der Bolzen und der maximale Verfahrweg,
auf der sich die beweglichen Arme verfahren lassen, von derselben Größe.
Dadurch wird erreicht, dass eine Lade bzw. ein Auszug in seiner geöffneten
Stellung automatisch das Öffnen der anderen verhindert.
In einer vorteilhaften Ausführung bilden die genannten beweglichen
oberen Arme eine extreme Rampe in welche ausgänglich einer der Bolzen des Sperrelements
einfällt, um beim Öffnen einer der Laden/Auszüge dessen geführtes
Verfahren zu begünstigen und damit das Öffnen der anderen Laden/Auszüge
gesperrt wird.
Darüber hinaus beinhaltet das System folgende Umfänge:
- – Rückholmechanismen, welche die Neigung haben, beim horizontalen
Verfahren der Bolzen die genannten Arme mit einer vertikalen unidirektionalen Annäherung
an die genannten beweglichen Arme zu verfahren und die vorhandene Wegstrecke (a)
zwischen den beweglichen Armen frei zu lassen;
- – Mindestens eine an ihren Enden mit zwei beweglichen
Armen der beiden nebeneinander stehenden Trägereisen verbundenen Zugstange.
In einer vorteilhaften Ausführung werden die genannten Rückholmechanismen
von Federn gebildet, welche gegengesetzt an einem ihrer Enden von dem entsprechenden
beweglichen Arm und am anderen von dem Trägereisen begrenzt werden, auf dem
sie montiert sind, und ist das Sperrelement mit den alle auf derselben Seite hervorspringenden
Bolzen extrem flach ausgelegt.
Zum besseren Verständnis der hier beschriebenen Erfindung werden
Zeichnungen einer vorzugsweisen Ausführung eingereicht, die zwar Veränderungen
unterliegen kann aber in einem solchen Fall in keiner Weise das Grundprinzip verfälschen.
Die 1 zeigt eine perspektivische Gesamtansicht
und stellt in schematischer Weise das Sperrsystem für Schubladen bzw. Auszüge
von Möbeln dar, wie sie Gegenstand der vorliegenden Erfindung sind, zusammen
mit seinen grundlegenden Komponenten in Betriebsstellung, wobei die untere Schublade/Auszug
in der Position "Lade geöffnet" und die obere in der Position "Lade geschlossen"
steht.
Die 2 zeigt eine allgemeine Ansicht in
der Draufsicht und stellt in schematischer Weise das Sperrsystem für Schubladen
bzw. Auszüge von Möbeln dar, wie sie Gegenstand der vorliegenden Erfindung
sind, zusammen mit seinen grundlegenden und mit beiden Laden/Auszügen in Verbindung
stehenden Komponenten (c), wobei die untere Schublade/Auszug in der Position "Lade
geöffnet" und die obere in der Position "Lade geschlossen" steht.
Die 3 zeigt in der Draufsicht eine Einzelheit eines
Moduls in der Bewegung zur Stellung "Lade geöffnet" – 3a
– sowie in der Bewegung zur Stellung "Lade geschlossen" 3b
– als beispielhaft aber nicht einschränkend für eine praktische
Ausführung.
Die 4a und 4b
zeigen ähnliche Ansichten wie die 3a und
3b, stellen aber eine Variante zur Lösung einer
von der Norm abweichenden Situation dar.
Eine solche nicht normale Situation ergibt sich in einem Fall, in
dem die Bolzen (2a), (2d) der Sperrklinke (2) auf der
ersten Teilstrecke (11a) der Nut/Schiene (11) verbleiben und die
Schleppachse (e) aussen davon steht (4a).
Im Nachstehenden wird beispielhaft aber in keiner Weise einschränkend
eine praktische Ausführung der hier vorgestellten Erfindung beschrieben.
Das Sperrsystem für Schubladen bzw. Auszügen von Möbeln
nach der vorliegenden Erfindung ist für die Anwendung in Möbelstücken
(M) mit Schubladen bzw. Auszügen angedacht, die über eine mit der Schublade
oder dem Auszug bzw. deren Führung (c) verbundene Schleppachse (a) verfügen,
und bei denen die Schleppachse (e) eine entsprechende Sperrvorrichtung beaufschlagt.
Nach Maßgabe der hier vorgestellten Erfindung gehören zu
dem grundlegend für Schubladen bzw. Auszüge von Möbelstücken
für Büros oder ähnlichen Anwendungen eingesetzten und mit allen Schubladen
bzw. Auszügen (c) des Möbels (M) in Wechselwirkung stehenden Sperrmechanismus
folgende Komponenten:
- – Eine Trägerplatte (1)
- – Ein Sperrmechanismus (2)
- – Einen im oberen Bereich der Trägerplatte (1) angebrachten
Arm (3a) und einen im unteren Bereich derselben angebrachten Arm (3b),
wobei diese Komponenten in ihrer Gesamtheit einen modularen Zusammenbau (für
jede Lade bzw. jeden Auszug) bilden. Zusätzlich gehören dazu:
- – Eine Rückholvorrichtungen – Federn (4) –
- – Mindestens eine Zugstange (5), die an ihren Enden an die beiden
beweglichen Armen (3a), (3b) der beiden nebeneinander sitzenden
Trägerplatten (1) das Verbindungsglied zwischen jeweils zwei benachbarten
modularen Zusammenbauten, d.h. zwischen zwei benachbarten Schubladen bzw. Auszügen
(c) darstellen.
Nach Maßgabe der hier vorgestellten Ausführung gilt für
jede Trägerplatte (1) folgendes:
- a) Sie verfügt über eine Nut/Schiene (11) mit mindestens
einem ersten (11a) und einem zweiten zueinander abgewinkelten (Amplitude
&agr;) Teilabschnitt (11b).
- b) Sie verfügt über eine zu einer der Teilstrecken (11a)
der oben genannten Nut/Schiene (11) im rechten Winkel stehenden Nut/Schiene
(12), die an beiden Enden in zueinander koaxial angeordneten Aufnahmen
(13) und der oben genannten Nut/Schiene (12) weiter läuft.
- c) Sie verfügt über eine Aufnahme (14), in die mindestens
eine Feder (4) eingreift.
Nach Maßgabe der hier vorgestellten Ausführung wird jedes
Sperrelement (2) in einem einteiligen Körper strukturiert, aus dem
zur selben Seite hin zwei Bolzen (2a), (2b) hervorstehen.
Nach Maßgabe der hier vorgestellten Ausführung wird von
einem der beweglichen Arme – von der Position her der obere bewegliche Arm
(3a) – an seinem Ende ein Rampe (31) gebildet.
Bei dem System, das Gegenstand der hier vorgestellten
Erfindung ist, werden die nachstehend beschriebenen Größenverhältnisse
erfüllt:
Die maximale Amplitude, in der sich die beweglichen Arme (3a), (3b)
sowie die damit in Verbindung stehenden Stangen (5) bewegen können;
der Durchmesser der Bolzen (2a) und (2b) des Sperrelements (2)
und der Durchmesser der mit der Schublade bzw. dem Auszug oder der Führung
(c) verbundenen Schleppachse (e) ist derselbe bzw. weitestgehend derselbe (in den
Darstellungen auf den Zeichnungen ist dieser als Maß (a) angegeben).
Der Gegenstand der hier vorgestellten Erfindung beinhaltet beliebige
alternative praktische Ausführungen, welche die Grundlagen der Vorschlags weder
verfälschen noch in sonstiger Weise ändern: So kann beispielsweise die
Nut/Schiene (11) mehr als zwei von den Führungen mit Amplituden (&agr;),
(&bgr;) abgewinkelte äussere Teilstrecken besitzen, die entweder gleich oder
voneinander verschieden sind und zu derselben Seite oder auch zu unterschiedlichen
Seiten zeigen. Mit diesen Komponenten und Strukturen zum Erreichen des Sperrmechanismus,
welcher Gegenstand der hier beschriebenen Erfindung ist, sind folgende Montagen
angedacht:
- a) Die Montage einer an dem Möbel (M) so angebrachten Trägerplatte
(1), dass eine der Teilstrecken (11a) der Nut/Schiene (11)
horizontal angeordnet und die zweite Teilstrecke (11b) zu dieser Horizontalen
in einem Winkel (&agr;) angeordnet ist.
Die damit verbundenen Arme (3a), (3b) und die Stangen (5)
vertikal geführt werden.
- b) An jedem Modul einer der Arme (3a) die Tendenz aufweist, aufgrund
der Wirkungsweise der Feder (4) herunter zu fahren und dabei die übrigen
Arme (3a), (3b) zu beaufschlagen und die Wirkungsweise der Federn
(4) im Zusammenbau des Mechanismus kumuliert wird.
- c) Das Sperrelement (2) so montiert ist, dass die Bolzen (2a),
(2b) in die Nut/Schiene (11) eingreifen.
Die Funktionsweise des Mechanismus ist dabei folgende:
- a) Wenn sämtliche Schubladen bzw. Auszüge (c) geschlossen sind, greifen
die Bolzen (2a), (2b) des Sperrelements (2) in die horizontal
laufende Teilstrecke (11a) der Nut/Schiene (11) ein, und die Schleppachse
(e) kommt zwischen den beiden zu stehen. In dieser Stellung werden die Federn (4)
aktiviert und zwingen den gesamten Zusammenbau von Gestängen (5) und
beweglichen Armen (3a), (3b) so runter zu fahren, dass die Amplitude
(a) im Oberst möglichen Bereich des Mechanismus zu Stehen kommt.
- b) Im Moment des Öffnens einer der Schubladen bzw. Auszüge (c) nimmt
die Achse (e) das Sperrelement (2) mit und drückt deren Bolzen (2b)
so, dass dieser bei seinem Verfahren gegen die Anschrägung (31) des
beweglichen Arms (3a) stösst, diese sich daraufhin hebt und bei ihrem
Heben die übrigen beweglichen oberen Arme (3a) mitnimmt und damit
das Verfahren der unteren beweglichen Arme (3b) unterbindet. Die Amplitude
(a) ist damit in diesen Bereich gewandert und klinkt hier den Bolzen (2a)
des Sperrelements (2) ein. Damit kann die Schleppachse (e) ihren Weg zum
Öffnen der Schublade bzw. des Auszugs (c) weiterfahren, nachdem dieser von
dem Bolzen (2a) befreit ist, der inzwischen in die Teilstrecke (11b)
der Nut/Schiene (11) eingegriffen hat.
Solange wie die Schublade bzw. der Auszug (c) geöffnet steht,
d.h. der Bolzen (2a) aufgrund der Wirkung der Feder (4) die Arme
(3a), (3b) mit Druck beaufschlagt, bleiben die übrigen Schubladen/Auszüge
(c) geschlossen und gesperrt, da die übrigen Arme (3a), (3b)
selbst beim Anstoßen des entsprechenden Bolzens (2b) gegen die entsprechende
Anschrägung (31) sich nicht aus ihrer Stellung bewegen können.
Nach Maßgabe der von der 4 gezeigten Variante
verfügt die Nut/Schiene (11) darüber hinaus in der Weiterführung
ihrer Teilstrecke (11a) über eine dritte Teilstrecke (11c).
Die Teilstrecken (11a) und (11c) stehen winklig zueinander und
bilden den Winkel (&bgr;).
Jedes der Sperrelemente (2) wird von einem einteiligen Körper
gebildet, aus dem auf einer der Seiten zwei Bolzen (2a) und (2b)
herausstehen, von denen mindestens einer eine Anschrägung (21) besitzt.
Zum Weiteren lässt sich erkennen, dass die beweglichen Arme (3a)
jeweils an ihren Enden (31a) und (31b) über gegenläufige,
d.h. symmetrisch mit Bezug auf ihrer Verfahrachse angeordnete Anschrägungen
verfügt, sowie über mindestens einen Stößel (32), wobei
dieser bzw. diese der dritten Teilstrecke (11c) der Nut/Führung gegenüberstehend
angeordnet ist bzw. sind.
Die auf den 4a und 4b
dargestellten Variante beinhaltet die nachstehend beschriebene Ausführung:
- a) Die Bolzen (2a), (2b) verfügen über eine Anschrägung
(21), womit die wahlweise Anordnung eines Sperrelements (2) sowohl
in die Rechts- als auch in die Linksrichtung möglich gemacht wird.
- b) Die beweglichen Arme (31) verfügen jeder über symmetrisch
angeordnete Stößel (32), womit die wahlweise Anordnung eines
beweglichen Arms (3a) sowohl in die Rechts- als auch die Linksrichtung
möglich gemacht wird.
Im Falle einer nicht normalen Situation – 4a,
4b –, in welcher eine beliebige Schublade bzw.
ein beliebiger Auszug (c) offensteht, sind die Bolzen (2a)
und (2b) des Sperrelements (2) in der horizontalen Teilstrecke
(11) eingegriffen, und die Schleppachse (e) befindet sich von diesen entfernt.
In dieser Stellung kommen die Federn (4) zum Wirken und bringen das gesamte
Gestänge (5) und die beweglichen Arme (3a) und (3b)
so zum Runterfahren, dass die Amplitude (a) im Oberst möglichen Bereich des
Mechanismus zu Stehen kommt, womit eine beliebige andere Schublade bzw. ein beliebiger
anderer Auszug geöffnet werden kann.
Mit der im Rahmen dieser Erfindung vorgestellten Lösung ist es
ausreichend, dass die dem in einer nicht normalen Stellung stehenden Sperrelement
(2) entsprechende Schublade bzw. Auszug (c) geschlossen wird, damit
- a) die Schleppachse (e) zuerst auf die Anschrägung (31b) des beweglichen
Arms (3a) drückt, um diesen in der Führung (12) hochzufahren
und anschließend Druck auf den Bolzen (2b) ausübt, um diesen
in der dritten Teilstrecke (11c) der Nut/Schiene (11) hochzufahren.
Diese letzte Wirkungsweise wird durch die Anschrägung (21) des Bolzens
(2b) erleichtert.
- b) Durch das Überwinden des Bolzens (2) durch die Achse (e) wird
dieser aufgrund der Wirkungsweise der Feder (4) durch den Stößel
(32) des beweglichen Arms (3a) mit Druck beaufschlagt und dadurch
in die Stellung für eine korrekte Funktionsweise mit geschlossener Schublade
bzw. Auszug (c) gezwungen.
|
| Anspruch[de] |
Sperrsystem für Schubladen bzw. Auszüge von Möbeln vom
Typ der mit einer Schublade bzw. einem Auszug (c) verbundenen Mitnehmerwelle (e),
mit welcher eine entsprechende Sperrvorrichtung beaufschlagt wird (e), wobei die
Sperrvorrichtungen aller Schubladen bzw. Auszüge des Möbels in einer Weise
miteinander in Verbindung stehen, dass das Öffnen einer derselben das Öffnen
aller anderen unterbindet, dadurch gekennzeichnet, dass das System für
jede Schublade bzw. jeden Auszug (c) aus Folgendem besteht:
a) Eine direkt am Möbel zu befestigende Trägerplatte (1), welche
eine Nut/Schiene (11) aufweist und wobei zumindest der erste Abschnitt
(11a) mit Bezug auf den zweiten Abschnitt (11b) im Winkel zueinander
angeordnet sind (&agr;);
b) Ein bewegliches Sperrelement (2) mit zwei daraus herausragenden Bolzen
(2a), (2b), welche linear in der genannten Nut/Schiene (11)
verschoben werden können, wenn sie durch das lineare Verfahren der an der Schublade
bzw. der Auszug (c) befestigten entsprechenden Welle mitgenommen werden;
c) Unter sich ausgerichtete bewegliche Arme, von denen einer oben (3a)
und der andere unten (3b) angeordnet sind, und welche linear in einer maximale
Amplitude (a) in einer in der Trägerplatte (1) vorgegebenen vertikalen
Führungsschiene (12), in der die geführt werden, verfahren werden
können.
Sperrsystem für Schubladen von Möbeln nach dem obigen Patentanspruch,
dadurch gekennzeichnet, dass die Breite der Nut/Schiene (11), der Durchmesser
der Mitnehmerwelle (e), der Durchmesser der Bolzen (2a) und (2b)
und die maximale Amplitude (a) mit der sich die beweglichen Arme linear bewegen
können dieselbe ist, so dass bei einer beliebigen (c) offen stehenden Schublade
bzw. Auszug das Öffnen aller anderen gesperrt ist.
Sperrsystem für Schubladen bzw. Auszügen von Möbeln nach
den obigen Patentansprüchen, dadurch gekennzeichnet, dass einer der genannten
beweglichen Arme (3a) an seinem Ende eine Rampe (31) aufweist,
auf welche ausgänglich einer der Bolzen (2b) der Sperrvorrichtung
(2) aufläuft, damit im Moment des Öffnens einer der Schubladen
bzw. Auszüge (c) ein geführtes Verschieben eingeleitet bzw. auf diese
Weise das Öffnen der anderen Schubladen bzw. Auszüge unterbunden wird.
Sperrsystem für Schubladen bzw. Auszüge von Möbeln nach
den obigen Patentansprüchen, dadurch gekennzeichnet, dass auf jeder der Trägerplatten
(1) geeignete Rückstellmittel (4) vorgesehen sind, deren
Tendenz es ist, die oben genannten beweglichen Arme (3a) und (3b)
unidirektional in vertikaler Näherung im Moment des horizontalen Verfahrens
der genannten Bolzen (2a) und (2b) zu versetzen und damit die
zwischen den beweglichen Armen (3a) und (3b) vorhandene Amplitude
(a) frei zu geben.
Sperrsystem für Schubladen bzw. Auszüge von Möbeln nach
den obigen Patentansprüchen, dadurch gekennzeichnet, dass das Sperrsystem (2)
extrem flach ausgelegt ist und seine Bolzen (2a) und (2b) auf
derselben Seite heraustreten.
Sperrsystem für Schubladen bzw. Auszüge von Möbeln nach
dem obigen Patentanspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die genannten Rückhaltsysteme
von Federn (4) gebildet werden, welche gegengesetzt gegen den entsprechenden
beweglichen Arm (3a) und die Trägerplatte (1) stoßen,
auf der sie montiert sind.
Sperrsystem für Schubladen bzw. Auszüge von Möbeln nach
den obigen Patentansprüchen, dadurch gekennzeichnet, dass es mindestens über
einen Stab-Zugstrebe (5) verfügt, welcher an seinen Enden an zwei
bewegliche Arme (3a) und (3b) von zwei aneinanderliegenden Trägerplatten
(1) angebunden ist.
Sperrsystem für Schubladen bzw. Auszüge von Möbeln nach
dem obigen Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Nut-Führung
(11) in Verbindung mit ihrem horizontalen Stück (11a) ein
drittes winklig dazu angeordnetes Stück (11c) aufweist, das dazu in
der Lage ist, einen Bolzen (2b) des Sperrsystems aufzunehmen.
Sperrsystem für Schubladen bzw. Auszüge von Möbeln nach
den obigen Patentansprüchen, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens der der
Mitnehmerwelle (e) gegenüber stehende Bolzen (2b) des Sperrelements
(2) eine Rampe/Abschrägung (21) aufweist und der obere bewegliche
Arm (3a) über gegengesetzte seitliche Rampen (31a), (31b)
verfügt, auf welche der eine oder der andere der Bolzen (2a) bzw.
(2b) aufläuft.
Sperrsystem für Schubladen bzw. Auszüge von Möbeln nach
den obigen Patentansprüchen 8 und 9, dadurch gekennzeichnet,
dass der genannte bewegliche obere Arm (3a) mindestens einen Stößel
(32) aufweist, welcher gegenüber dem dritten Wegstück (11c)
der Nut/Schiene (11) angeordnet ist.
|
|
|