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Verfahren zum Herstellen einer tordierten optischen Faser mit verringerter Polarisationsmodendispersion - Dokument DE602004004680T2
 
PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE602004004680T2 22.11.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0001439150
Titel Verfahren zum Herstellen einer tordierten optischen Faser mit verringerter Polarisationsmodendispersion
Anmelder Sterlite Optical Technologies Ltd., Aurangabad, Maharastra, IN
Erfinder Mohanty, Sangeeta Optical Technologies Limite, Aurangabad, Maharastra, IN;
Sridhar, Nacham Optical Technologies Limited, Aurangabad, Maharastra, IN;
Sinha, Salaj Optical Technologies Limited, Aurangabad, Maharastra, IN;
Gulati, Nitesh Optical Technologies Limited, Aurangabad, Maharastra, IN;
Das, Sthitadhi Optical Technologies Limit, Aurangabad, Maharastra, IN
Vertreter Schweiger & Partner, 80333 München
DE-Aktenzeichen 602004004680
Vertragsstaaten AT, BE, BG, CH, CY, CZ, DE, DK, EE, ES, FI, FR, GB, GR, HU, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, RO, SE, SI, SK, TR
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 12.01.2004
EP-Aktenzeichen 042501197
EP-Offenlegungsdatum 21.07.2004
EP date of grant 14.02.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 22.11.2007
IPC-Hauptklasse C03B 37/027(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP
IPC-Nebenklasse C03B 37/03(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Methode zum Ziehen einer optischen Faser mit reduzierter Polarisationsmoden-Dispersion (PMD). Die vorliegende Erfindung betrifft außerdem eine optische Einmodenfaser, die gemäß dem hier beschriebenen Verfahren hergestellt wurde.

Bei den optischen Einmodenfasern, die gewöhnlich in Kommunikationssystemen verwendet werden, handelt es sich nicht um reine Einmodenfasern. Die Einmodenfasern umfassen vielmehr zwei Modi mit rechtwinklig zueinander verlaufender Polarisierung. Diese beiden Polarisierungen bilden ein orthogonales Basisset. Jede Lichtkonfiguration, die sich durch eine Einmodenfaser ausbreitet, kann daher durch lineare Überlagerung dieser beiden Modi dargestellt werden.

Weist die Faser in Bezug auf ihre Geometrie und die interne Spannung eine perfekte Kreissymmetrie auf, so breiten sich die beiden Polarisationsmodi mit der gleichen Gruppengeschwindigkeit aus, d.h. die gleiche Faserdistanz wird ohne Unterschied in der zeitlichen Verzögerung zurückgelegt. In der Praxis weisen die Fasern jedoch keine perfekte Kreissymmetrie auf. Imperfektionen wie geometrische Verformungen und Belastungsasymmetrien führen dazu, dass sich die beiden Polarisationsmodi mit unterschiedlicher Geschwindigkeit (abhängig von der Übertragungskonstante) ausbreiten. Die Differenz zwischen den Übertragungskonstanten bezeichnet man als Doppelbrechung, die unterschiedliche Zeitverzögerung zwischen den beiden Polarisationsmodi als PMD (Polarisationsmoden-Dispersion). Die PMD begrenzt die Übertragung mit hohen Bitraten in Kommunikationssystemen.

Beschreibung des Standes der Technik

US-Patent Nr. 5.418.881 beschreibt ein Spinnen der Faser gemäß dem Stand der Technik. Die Faser durchläuft dabei eine sinusförmige Spinnfunktion, die über die räumliche Länge der gezogenen Faser variiert. In dem Patent sind jedoch keine separaten Spinnraten und keine trapezförmige Wellenfunktion der Spinnrate über die räumliche Länge der Faser beschrieben.

WO 02/03115 beschreibt eine Methode, mit der die Parameter einer periodischen Spinnfunktion bestimmt werden; hierbei handelt es sich jedoch um eine komplexe Methode.

In einer anderen veröffentlichten PCT-Anmeldung, WO/97/26221, wird der Nachteil des oben beschriebenen US-Patents Nr. 5.418.881 dargelegt. Der Hauptnachteil des Patents besteht in den unterschiedlichen Taktlängen entlang der verschiedenen Faserlängen. Eine bestimmte Kombination aus Spinnamplitude und Spinnfrequenz bewirkt eine effektive Verringerung der PMD für eine bestimmte Taktlänge. Die veröffentlichte PCT-Anmeldung WO/97/26221 beschreibt jedoch nicht, wie die Faser, vor allem nach dem Beschichtung und Drehen, gesponnen werden kann, um eine effektive Verringerung der PMD der Faser, insbesondere der verkabelten Faser, zu erzielen.

Die vorliegende Erfindung beschreibt eine Methode, mit der die PMD in optischen Fasern auf unter ca. 0,1 ps/√km und die PMD der verkabelten Fasern auf unter ca. 0,3 ps/√km verringert werden kann. Der Spinnvorgang wird dabei an einer Faser – insbesondere einer gezogenen, beschichteten und tordierten Faser – durchgeführt; es wird eine kombinierte Spinnfunktion aus vier separaten Spinnfunktionen verwendet, die sich nach dem Ziehen einer bestimmten Faserlänge jeweils periodisch wiederholt; und die Spinnrate jeder Spinnfunktion variiert trapezförmig entlang der gezogenen Faserlänge. Die Fasern, die gemäß der Methode der vorliegenden Erfindung aus Vorformlingen gezogen werden, haben eine Ovalität von max. ca. 3 %.

Zusammenfassung der Erfindung

Der Hauptzweck der vorliegenden Erfindung ist es daher, eine Methode zur effektiven Verringerung der PMD in der Faser nach dem Ziehen und nach der Verkabelung bereitzustellen. Die separaten Spinnfunktionen variieren periodisch über die Länge der Faser, so dass die Faser nach der Verkabelung eine PMD von weniger als ca. 0,3 ps/√km aufweist. Aufgrund der bei der Verkabelung auftretenden mechanischen Belastungen steigt der PMD-Wert der Faser nach der Verkabelung an. Die vorliegende Erfindung beschreibt eine Methode, bei der durch Verwendung einer kombinierten Spinnfunktion eine effektive Verringerung der Faser-PMD nach der Verkabelung erzielt wird.

Gegenstand der bevorzugten Ausführung der vorliegenden Erfindung ist daher eine Methode zum Ziehen einer optischen Faser mit einer effektiv reduzierten Polarisationsmoden-Dispersion (PMD) von weniger als ca. 0,1 ps/√km und von einer PMD nach der Verkabelung von weniger als ca. 0,3 ps/√km.

Bei der bevorzugten Ausführung der vorliegenden Erfindung wird der Spinnvorgang an einer Faser – insbesondere einer gezogenen, beschichteten und tordierten Faser – durchgeführt; es wird eine kombinierte Spinnfunktion aus vier separaten Spinnfunktionen verwendet, die sich nach dem Ziehen einer bestimmten Faserlänge jeweils periodisch wiederholt; und die Spinnrate jeder Spinnfunktion variiert trapezförmig entlang der gezogenen Faserlänge.

Die Fasern, die gemäß der Methode der vorliegenden Ausführung aus Vorformlingen gezogen werden, haben eine Ovalität von max. ca. 3 %.

Bei der vorliegenden Ausführung wird die effektive Reduzierung der PMD durch Spinnfunktionen erzielt, die wie folgt gekennzeichnet sind:

  • (a) Die maximale Spinnrate beträgt weniger als ca. 15 Spinnvorgänge/Meter.
  • (b) Die Spinnfunktion ist trapezförmig ausgelegt.
  • (c) Die separaten Spinnraten wechseln sich in einer festgelegten Sequenz ab.
  • (d) Die Kombination der separaten Spinnfunktionen wiederholt sich nach einer bestimmten räumlichen Länge.
  • (e) Die Ziehgeschwindigkeit variiert zwischen ca. 10 und ca. 23 Metern/Sekunde. Die weiteren Merkmale der vorliegenden Erfindung werden im folgenden Text näher beschrieben. Die Erfindung wird durch die beiliegenden Patentansprüche definiert.

Kurz Beschreibung der beiliegenden Zeichnungen

1 zeigt eine Prinzipskizze einer Faserziehvorrichtung gemäß der bevorzugten Ausführung der vorliegenden Erfindung.

2 zeigt eine Prinzipskizze eines Spinn-/Führungsrads gemäß der bevorzugten Ausführung der vorliegenden Erfindung.

3 zeigt eine Prinzipskizze eines Spinnrad-Schwungmechanismus gemäß der bevorzugten Ausführung der vorliegenden Erfindung.

4 zeigt eine Prinzipskizze der Spinnräder in der versetzten Position gemäß der bevorzugten Ausführung der vorliegenden Erfindung.

5 zeigt eine trapezförmige Spinnfunktion und die verschiedenen sie definierenden Parameter gemäß der bevorzugten Ausführung der vorliegenden Erfindung.

6 zeigt eine Prinzipskizze einer optischen Übertragungsverbindung gemäß der bevorzugten Ausführung der vorliegenden Erfindung.

Ausführliche Beschreibung der bevorzugten Ausführung

Die bevorzugte Ausführung der vorliegenden Erfindung beschreibt eine Methode, mit der eine effektive Verringerung der Faser-PMD nach dem Ziehen und nach der Verkabelung erzielt wird, indem die Faser während des Ziehvorgangs einem variablen Spinnprozess unterzogen wird. Das Spinnen erfolgt mit Hilfe von Spinnrädern, die der beschichteten Faser eine Torsion verleihen. Die Torsion wird in der Nähe des heißen Bereichs in die Faser eingeprägt.

Der folgende Text nimmt auf die beiliegenden Zeichnungen Bezug. 1 ist eine Prinzipskizze des Ziehturms, in dem der Vorformling zur Faser gezogen wird. Ein optischer Faser-Vorformling 300 wird in den Ziehofen 310 eingespeist und dort durch Erhitzen erweicht. Aus einem Ende des erweichten optischen Faser-Vorformlings 300 wird dann eine optische Faser 320 gezogen. Die gezogene optische Faser 320 wird über einen Durchmessermonitor 330 durch eine Beschichtungseinheit 340 geführt und von der Beschichtungseinheit 340 mit einer Polymerbeschichtung versehen. Die optische Faser 320 wird dann vorzugsweise nacheinander durch einen Beschichtungskonzentrizitäts-Monitor 350, eine Beschichtungsharz-Aushärteinheit 360 (z.B. eine UV-Lampe) und einen Beschichtungsdurchmesser-Monitor 370 geführt.

Anschließend passiert die optische Faser 320 eine Faserspinneinheit (FSU) 410. Im Rahmen der vorliegenden Erfindung kann hierfür jede Art von Faserspinneinheit verwendet werden, die bevorzugte Ausführung sieht jedoch eine Faserspinneinheit mit vier Rädern sowie einem Servomotor zur Steuerung der Räderdrehung vor. Bei zwei der vier Räder handelt es sich um Führungsräder, bei den anderen beiden um Spinnräder. Die beiden Führungsräder befinden sich oben an der Einheit und lenken die Faser während des normalen Betriebs. Bei dem unteren Räderpaar handelt es sich bei dieser Ausführung um die Spinnräder; sie stehen während des Zugvorgangs in direktem Kontakt mit der Faser. 2 ist eine Prinzipskizze der Spinn-/Führungsräder. Bei der bevorzugten Ausführung der vorliegenden Erfindung liegt der Raddurchmesser in der Größenordnung von 80 mm, die Breite des Rads, auf dem die Faser gesponnen wird, beträgt ca. 12 mm, und aus dem Rad heraus verläuft ein gebogener Flansch, wie in 2 dargestellt. Der Flansch ist ca. 5,66 mm tief und ca. 2,8 mm breit.

Bei dieser Ausführung wird während des Ziehvorgangs ein Abstand von ca. 3 mm zwischen den Führungsrädern aufrecht erhalten, um ein Verrutschen der Faser auf den Spinnrädern zu verhindern. Außerdem wird zwischen den Spinnrädern ein Abstand von ca. 0,3 mm aufrecht erhalten. Zwischen den Mittelpunkten der Führungs- und Spinnräder wird ein Höhenunterschied von etwa 50 mm aufrecht erhalten. Die Druckkraft beim Spinnen der Faser wird bei dieser Ausführung zwischen ca. 0,7 und ca. 1,2 N gehalten. Die Druckkraft ist auf herkömmliche Weise einstellbar. Bei dieser Ausführung wird die Druckkraft jedoch mit einer an den Rädern befestigten Feder eingestellt. Die Bewegung des Spinnrads im und entgegen dem Uhrzeigersinn wird durch eine Kippplatte 710 gesteuert. Bei der Kippplatte 710 handelt es sich um eine kreisförmige Platte, deren Dicke entlang des Umfangs variiert. Die Kippplatte wird auf einer unbeweglichen Basis 720 gehalten. Das Spinnrad ist mittels einer Stange 740 mit einer Kontaktwalze 730 verbunden. Die Kontaktwalze bewegt sich entlang des Umfangs der Kippplatte 710. Eine Feder 750 verbindet die Stange 740 mit der Basis 720. Die von der Feder 750 ausgeübte Federkraft bewirkt eine flexible Bewegung der Stange um eine Achse an der Kontaktwalze. während der Drehung der Kippplatte bewegt sich die Kontaktwalze 730 relativ zur horizontalen Bezugsebene XX' nach oben und unten. Diese Bewegung erzeugt wiederum eine Auf- und Abbewegung der Stange 740, so dass das Spinnrad in eine Schwungbewegung versetzt wird. Der Servomotor ist mit dem Antrieb verbunden, der eine Rückmeldung von der mit dem System verbundenen speicherprogrammierten Steuerung (SPS) erhält. Sämtliche Prozessparameter für die Drehung der Räder, z.B. der Winkel im Uhrzeiger- und Gegenuhrzeigersinn für unterschiedliche Längen, können mittels eines benutzerfreundlichen MMI eingestellt werden. Die Faserspinneinheit ist auf einem Tisch montiert. Das System kann horizontal und vertikal ausgerichtet werden. Beim normalen Betrieb ist die Ausrichtung der FSU wichtig, da eine Fehlausrichtung zu Schwingungen in der Faser und damit zu falschen Werten des unterhalb der FSU angebrachten Blasendetektors oder zu einem mangelhaften Beschichtungsauftrag führen kann.

Bei der bevorzugten Ausführung der vorliegenden Erfindung wird die Faser anschließend durch eine Defektprüfvorrichtung 440 geführt. Danach passiert sie die Winde 450 und wird dann durch Führungsrollen auf eine Aufnahmespule gelenkt.

Die kombinierte Spinnfunktion nach der vorliegend beschriebenen Methode führt zu einer effektiven Verringerung des PMD-Werts der verkabelten Faser auf weniger als ca. 0.3 ps/√km. Die Spinnfunktion nach der vorliegend beschriebenen Methode führt außerdem zu einer Ziehgeschwindigkeit zwischen 10 und ca. 23 Metern/Sekunde.

Die verschiedenen bei der vorliegend beschriebenen Methode verwendeten Parameter sind in 5 dargestellt. Bei der vorliegenden Ausführung ist die separate Spinnfunktion trapezförmig ausgelegt und durch die folgenden Parameter definiert:

  • a) Spinnvorgänge pro Meter im Uhrzeigersinn [1/m]

    Dies ist die konstante Spinnrate im Uhrzeigersinn.
  • b) Spinnvorgänge pro Meter gegen den Uhrzeigersinn [1/m]

    Dies ist die konstante Spinnrate gegen den Uhrzeigersinn.
  • c) Spinnlänge im Uhrzeigersinn [m]

    Räumliche Länge der Faser, die im Uhrzeigersinn gesponnen wird
  • d) Spinnlänge gegen den Uhrzeigersinn [m]

    Räumliche Länge der Faser, die gegen den Uhrzeigersinn gesponnen wird
  • e) Schwenklänge im Uhrzeigersinn [m]

    Räumliche Länge der Faser, die während des Übergangs des (sich im Uhrzeigersinn drehenden) Spinnrads von der aktuellen in die eingestellte Position gesponnen wird
  • f) Schwenklänge gegen den Uhrzeigersinn [m]

    Räumliche Länge der Faser, die während des Übergangs des (sich gegen den Uhrzeigersinn drehenden) Spinnrads von der aktuellen in die eingestellte Position gesponnen wird
  • g) Gerade Länge [m]

    Räumliche Länge der Faser, die keine Torsion durch das Spinnrad erfährt.

Die Rotationsamplitude ist direkt proportional zur Spinnrate und wird durch folgende Gleichung beschrieben (1): &thgr; = K (Spinnrate)(1) wobei &thgr; [4] die Amplitude der Schwungbewegung und K eine Konstante ist.

Damit vergrößert sich bei einer Erhöhung der Spinnrate auch der Winkel der maximalen Rotation und umgekehrt.

Bei der vorliegenden Ausführung ist die Geschwindigkeit der Winkelbewegung des Spinnrads abhängig von der Laufgeschwindigkeit, der Schwenklänge und der Spinnrate. Der Zusammenhang zwischen diesen Faktoren wird durch folgende Gleichung beschrieben (2): Winkelgeschwindigkeit = K'·(Spinnrate)·(Ziehgeschwindigkeit)/(Schwenklänge)(2) wobei K' eine Konstante ist

Die vorliegende Erfindung sieht eine Methode zum Ziehen einer optischen Faser mit verringerter Polarisationsmoden-Dispersion (PMD) vor, die die folgenden Schritte umfasst:

  • a) Ziehen einer optischen Faser aus einem optischen Faser-Vorformling mit einer Kernovalität von maximal ca. 3 %;
  • b) Beschichtung der optischen Faser mit Akrylpolymer;
  • c) Spinnen der beschichteten optischen Faser mit einem Paar Spinnräder;
  • d) der Schritt des Faserspinnens ist dadurch gekennzeichnet, dass
  • (i) zum Spinnen der Faser eine kombinierte Spinnfunktion verwendet wird und dass diese eine Kombination aus vier separaten Spinnfunktionen ist, die sich jeweils periodisch nach dem Ziehen einer Faser von bestimmter Länge wiederholt; und
  • (ii) jede separate Spinnfunktion eine bestimmte Spinnrate hat, die trapezförmig entlang der gezogenen Faserlänge variiert.

Bei der vorliegenden Erfindung wiederholt sich die Kombination der vier separaten Spinnfunktionen jeweils nach einer bestimmten Länge. Die erzielte PMD der verkabelten Faser weist eine Übereinstimmung von mindestens etwa 99,0 % mit einem Wert von etwa 0,3 –ps/√km auf. Die Faserziehgeschwindigkeit variiert zwischen ca. 10 und ca. 23 Metern/Sekunde. Der Durchmesser der beschichteten optischen Faser liegt zwischen etwa 240 und etwa 250 Mikrometern. Der Abstand zwischen den beiden Führungsrädern beträgt mindestens etwa 0,3 mm. Der Abstand zwischen den beiden Spinnrädern beträgt maximal etwa 0,35 mm. Der Unterschied zwischen dem Abstand der Spinnräder und dem Durchmesser der beschichteten Faser liegt zwischen etwa 30 und etwa 100 Mikrometern, so dass eine Druckkraft zwischen etwa 0,7 und etwa 1,2 N entsteht. Der Abstand zwischen den Mittelpunkten der Führungsräder und der Spinnräder beträgt mindestens etwa 45 mm. Der Abstand zwischen dem Spinnrad und der Winde beträgt weniger als etwa 35 cm, um eine wirksame Dämpfung der Faserschwingung zu erzielen.

Die vorliegende Ausführung sieht auch eine optische Einmodenfaser vor, die nach der vorliegend beschriebenen Methode hergestellt wird.

Die optische Einmodenfaser wird in einem optischen Kommunikationssystem mit einem Sender und einem Empfänger eingesetzt.

In einer 13 Schritte umfassenden experimentellen Untersuchung wurden verschiedene Spinnfunktionen getestet, um eine effektive Verringerung der PMD der Faser zu erzielen. Die mit unterschiedlichen Spinnfunktionen gezogene Faser wurde verkabelt, die PMD der verkabelten Faser gemessen und anhand dieser Werte dann die Spinnfunktion entsprechend modifiziert.

Die erste Spinnfunktion ergab folgende Ergebnisse für die Kabelfaser:

Tabelle 1(a) Spinnfunktion Schritt 1
Tabelle # 1(b) PMD der verkabelten Faser aus Schritt 1

Es wurde mit acht verschiedenen einzelnen Spinnfunktionen experimentiert, um einen höchstmöglichen Prozentsatz verkabelter Fasern zu erzielen, die den spezifizierten PMD-Wert von ca. 0,3 –ps/√km erfüllte.

Tabelle 2(a) zeigt die Spinnfunktion, die bei Verwendung einer einzelnen Spinnfunktion die besten PMD-Werte für verkabelte Fasern ergab.

Tabelle 2(a)

Tabelle 2(b) PMD-Ergebnisse für verkabelte Fasern

Wie der Tabelle zu entnehmen ist, erreichte nur ein geringer Prozentsatz den spezifizierten PMD-Wert von ca. 0,3 –ps/√km. Die Untersucher experimentierten daher mit einer Kombination aus vier verschiedenen Spinnraten, um eine effektive Verringerung der PMD der Faser zu erzielen. Diese Spinnraten wurden in einer definierten Abfolge wiederholt, um eine effektive Verringerung der Faser-PMD zu erzielen. Die besten einzelnen Spinnratenfunktionen wurden miteinander kombiniert.

Experimente mit fünf verschiedenen Kombinationen unterschiedlicher Spinnfunktionen zeigten, das die in Tabelle 3(a) dargestellte Kombination die beste Übereinstimmung mit dem spezifizierten PMD-Wert für verkabelte Fasern (< ca. 0,3 ps/√km) ergab. Es wurde auch beobachtet, dass diese kombinierte Spinnfunktion für Ziehgeschwindigkeiten zwischen ca. 10 und ca. 23 Metern/Sekunde geeignet ist.

Tabelle 3(a)

Die kombinierte Spinnfunktion setzt sich wie folgt zusammen: Spinnfunktion 1 wird mit der genannten Zahl von "Wiederholungen" durchgeführt. Danach schließt sich Spinnfunktion 2 an usw. bis zum Ende von Spinnfunktion 4. Aus der kombinierten Spinnfunktion ergibt sich eine gezogene Faser von etwa 1000 Metern Länge. Die beschriebene kombinierte Spinnfunktion ist unabhängig von der Ziehgeschwindigkeit und ergibt eine gute Übereinstimmung mit dem spezifizierten PMD-Wert der verkabelten Faser.

Die Ergebnisse für die verkabelte Faser mit der oben beschriebenen kombinierten Spinnfunktion sind in Tabelle 3(b) aufgeführt.

Tabelle 3(b)

Die vorliegende Erfindung sieht somit eine Methode zum Spinnen von Fasern vor, bei der eine Kombination aus vier verschiedenen Spinnfunktionen zum Einsatz kommt, die sich nach einer Länge von etwa 1000 Metern wiederholt. Diese Methode gewährleistet eine Übereinstimmung von ca. 99,1 % mit dem spezifizierten PMD-Wert der verkabelten Faser.

Die Ergebnisse in Tabelle 3(b) zeigen, dass mit Vorformlingen mit einer Kernovalität von weniger als etwa 2 % eine bessere Übereinstimmung erzielt wird. Im Produktionsmaßstab ist eine solche Kernovalität jedoch nicht praktikabel, da sie zu einem erhöhten Ausschuss von Vorformlingen führen würde. Im Rahmen der vorliegenden Erfindung können daher Vorformlinge mit einer Kernovalität von maximal 3 % verwendet werden.


Anspruch[de]
Ein Verfahren zum Ziehen einer optischen Faser mit reduzierter Polarisationsmoden-Dispersion (PMD) bestehend aus folgenden Schritten:

a) Ziehen einer optischen Faser aus einem optischen Faser-Vorformling mit einer Kernovalität von maximal ca. 3 %;

b) Beschichtung der optischen Faser mit Akrylpolymer;

c) Spinnen der beschichteten optischen Faser mit einem Paar Spinnräder;

d) der Schritt des Faserspinnens ist dadurch gekennzeichnet, dass:

(i) zum Spinnen der Faser eine kombinierte Spinnfunktion verwendet wird und dass diese eine Kombination aus vier separaten Spinnfunktionen ist, die sich jeweils periodisch nach dem Ziehen einer Faser von 1007 m Länge wiederholt; und dass

(ii) jede separate Spinnfunktion eine bestimmte Spinnrate hat, die trapezförmig entlang der gezogenen Faserlänge variiert; und dass

(iii) eine erste separate Spinnfunktion der vier separaten Spinnfunktionen besteht aus: einer Schwenklänge von 1 m im Uhrzeigersinn, einer Spinnlänge von 16 m bei einer Spinnrate von 10 Spinnvorgängen/Meter im Uhrzeigersinn, einer Schwenklänge von 1 m im Uhrzeigersinn, einer geraden Länge von 1 m, einer Schwenklänge von 1 m entgegen dem Uhrzeigersinn, einer Spinnlänge von 16 m bei einer Spinnrate von 10 Spinnvorgängen/Meter entgegen dem Uhrzeigersinn, einer Schwenklänge von 1 m, 7 Mal wiederholt; und dass

(iv) eine zweite separate Spinnfunktion der vier separaten Spinnfunktionen besteht aus: einer Schwenklänge von 1 m im Uhrzeigersinn, einer Spinnlänge von 9 m bei einer Spinnrate von 7 Spinnvorgängen/Meter im Uhrzeigersinn, einer Schwenklänge von 1 m im Uhrzeigersinn, einer Schwenklänge von 1 m entgegen dem Uhrzeigersinn, einer Spinnlänge von 9 m bei einer Spinnrate von 7 Spinnvorgängen/Meter entgegen dem Uhrzeigersinn, einer Schwenklänge von 1 m, 11 Mal wiederholt; und dass

(v) eine dritte separate Spinnfunktion der vier separaten Spinnfunktionen besteht aus: einer Schwenklänge von 4 m im Uhrzeigersinn, einer Spinnlänge von 8 m bei einer Spinnrate von 12 Spinnvorgängen/Meter im Uhrzeigersinn, einer Schwenklänge von 4 m im Uhrzeigersinn, einer geraden Länge von 1 m, einer Schwenklänge von 4 m entgegen dem Uhrzeigersinn, einer Spinnlänge von 8 m bei einer Spinnrate von 12 Spinnvorgängen/Meter entgegen dem Uhrzeigersinn, einer Schwenklänge von 4 m, 8 Mal wiederholt; und dass

(vi) eine vierte separate Spinnfunktion der vier separaten Spinnfunktionen besteht aus: einer Schwenklänge von 3 m im Uhrzeigersinn, einer Spinnlänge von 5 m bei einer Spinnrate von 9 Spinnvorgängen/Meter im Uhrzeigersinn, einer Schwenklänge von 3 m im Uhrzeigersinn, einer Schwenklänge von 3 m entgegen dem Uhrzeigersinn, einer Spinnlänge von 5 m bei einer Spinnrate von 9 Spinnvorgängen/Meter entgegen dem Uhrzeigersinn, einer Schwenklänge von 3 m, 11 Mal wiederholt.
Ein Verfahren nach Anspruch 1, wobei die erzielte PMD der verkabelten Faser eine Übereinstimmung von mindestens etwa 99,0% mit etwa 0,3 –ps/√km aufweist. Ein Verfahren nach Anspruch 1, wobei die Faserziehgeschwindigkeit zwischen etwa 10 und etwa 23 Metern/Sekunde variiert. Ein Verfahren nach Anspruch 1, wobei der Durchmesser der beschichteten optischen Faser im Bereich zwischen etwa 240 und etwa 250 Mikrometern liegt. Ein Verfahren nach Anspruch 1, wobei der Abstand zwischen den beiden Führungsrädern mindestens etwa 0,3 mm beträgt. Ein Verfahren nach Anspruch 1, wobei der Abstand zwischen den beiden Spinnrädern maximal etwa 0,35 mm beträgt. Ein Verfahren nach Anspruch 1, wobei der Unterschied zwischen dem Abstand der Spinnräder und dem Durchmesser der beschichteten Faser zwischen etwa 30 und etwa 100 Mikrometern liegt, so dass eine Druckkraft zwischen etwa 0,7 und etwa 1,2 N entsteht. Ein Verfahren nach Anspruch 1, wobei der Abstand zwischen den Mittelpunkten der Führungsräder und der Spinnräder mindestens etwa 45 mm beträgt. Ein Verfahren nach Anspruch 1, wobei der Abstand zwischen dem Spinnrad und der Winde weniger als etwa 35 cm beträgt, um eine wirksame Dämpfung der Faserschwingung zu erzielen. Eine optische Einmodenfaser, die gemäß dem Verfahren nach einem der vorangegangenen Ansprüche hergestellt wurde. Die Verwendung einer optischen Einmodenfaser nach Anspruch 10 in einem optischen Kommunikationssystem bestehend aus einem Sender und einem Empfänger.






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