Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Erzielung
einer Umwälzung von Luft, ein Verfahren zu deren Erzeugung, und den Einsatz
der Vorrichtung.
Bei verschiedenen Anwendungen besteht das Bedürfnis nach einem
kalten oder warmen Luftvorhang, beispielsweise zur Sicherstellung einer ausreichenden
Kühlung von Lebensmittelerzeugnissen in einer gekühlten oder tiefgekühlten
Theke. In anderen Fällen kann es sich um ein gekühltes Lastkraftfahrzeug
handeln, einen Container oder eine andere Art eines Behälters, bei welchen
es wesentlich ist, eine konstante Temperatur über einer großen Oberfläche
aufrecht zu erhalten. Andere Anwendungen können das Kühlen körperlicher
Maschinenelemente betreffen, beispielsweise von elektronischen Maschinen, Computern
usw.
Im Falle gekühlter oder tiefgekühlter Theken wurde dieses
Bedürfnis normalerweise dadurch erfüllt, dass mehrere einzelne Lüfter
in regelmäßigen Abständen in Längsrichtung der gekühlten
oder tiefgekühlten Theke vorgesehen wurden. Bei einer Punktkühlung dieser
Art wird eine relativ große Energiemenge eingesetzt, da es auch erforderlich
ist, eine ausreichende Kühlung an Punkten zwischen zwei Lüfterelementen
zu erzielen, und eine gleichmäßige Verteilung der Luft nur in einiger
Entfernung von den Lüftern erzielt. Jedes Lüfterelement muss auch eine
Antriebseinheit aufweisen. Eine Punktkühlung dieser Art erfordert eine große
Anzahl getrennter Einheiten im System, die kontrolliert, gewartet und möglicherweise
ersetzt werden müssen, und dies ist sowohl zeitaufwändig als auch teuer.
Ein Beispiel für eine derartige Lösung wird in der US 02/0047506 (1)
vorgeschlagen, wobei Lüfterelemente an bestimmten Punkten sowohl an der Oberseite
als auch der Unterseite einer gekühlten Theke angeordnet sind.
Eine Vorrichtung, die eine Verbesserung zur Verfügung stellt,
wird beispielsweise in der US 02/0094005 und in der EP
0697574 vorgeschlagen, welche längliche Lüfter offenbaren, die
daher nicht mehr einen Punktumwälzeffekt zur Verfügung stellen, sondern
die einen gleichmäßigen Luftvorhang einrichten. Diese länglichen
Lüfter weisen sämtlich schaufelartige Elemente auf, die im Wesentlichen
in Längsrichtung des Lüfters angeordnet sind, wahlweise mit Versteifungs-/Befestigungsvorrichtungen
in regelmäßigen Abständen entlang der Achse des Lüfters, also
durchgehend in Längsrichtung des Lüfters. Eine andere Art eines Lüfters
ist in der US 4902199 beschrieben.
Diese Lüfter weisen den Nachteil auf, dass sie nicht besonders
einfach an jede Fluidvorhanglänge anpassbar sind, die benötigt werden
könnte.
Ein anderes Problem besteht darin, dass diese Lüfter nur in einer
bestimmten Luftflusseinlass- und Auslassrichtung arbeiten können, und nicht
einfach an die Anforderungen anderer Flussrichtungen angepasst werden können.
Mit dem Einlassen von Luft in die Lüftervorrichtung zusammenhängende Probleme
treten häufig bei vorhandenen Lüftervorrichtungen auf.
Eines der Ziele der vorliegenden Erfindung besteht in der Bereitstellung
eines Lüfters, der eine gute, gleichmäßige Luftumwälzung über
eine beträchtliche Entfernung in der unmittelbaren Nähe des Lüfterauslasses
erzeugt. Ein weiteres Ziel besteht in der Bereitstellung eines Lüfters, der
sehr einfach an den einzelnen Einsatzort angepasst werden kann, in Bezug auf die
Breite, über welche der Lüfter einen gleichmäßigen Luftfluss
zur Verfügung stellen soll, und der einfach und kostengünstig herzustellen
ist.
Ein weiteres Ziel besteht darin, einen Lüfter zu erhalten, der
einfach an das jeweilige Erfordernis in Bezug auf ein Luftmuster von den Lüfter
in Bezug auf das Ausbreitungsvermögen oder die zentrale Lage angepasst werden
kann. Gleichzeitig besteht ein Ziel darin, einen Lüfter zu erhalten, der leise
ist, und bei welchem die Reinigungs- und Wartungskosten minimal sind.
Ein weiteres Ziel besteht in der Bereitstellung einer Lüftervorrichtung
mit guter Ansaugkapazität, die einfach in Bezug auf die Einlass- und Auslassrichtung
des Luftflusses eingestellt werden kann, um einen größeren Einsatzbereich
für dien Lüfter zu erzielen.
Die voranstehenden Ziele werden durch eine Vorrichtung, ein Verfahren
und eine Verwendung wie in den beigefügten Patentansprüchen angegeben,
erzielt.
Die Vorrichtung weist eine Welle auf, die mit mehreren Lüfterkörpern
versehen ist, die in einem Hohlraum angeordnet sind. Die Lüfterkörper
sind in ihrer grundlegenden Form im Wesentlichen scheibenförmig, und erstrecken
sich im Wesentlichen in Radialrichtung relativ zu einer Drehachse. Die Lüfterkörper
weisen eine Dicke in Axialrichtung auf, und weisen eine größere Ausdehnung
in Radialrichtung als in der Axialrichtung auf, was dazu führt, dass sie scheibenförmig
sind. Die Welle erstreckt sich durch das Zentrum der Lüfterkörper. Die
Länge der Welle und die Anzahl an Lüfterkörpern kann in Abhängigkeit
vom Einsatzort der Vorrichtung und der gewünschten Ausgangsleistung oder Kapazität
geändert werden.
Die Lüfterkörper sind in ihrer grundlegenden Form vorzugsweise
im Wesentlichen rotationssymmetrisch um ihr Zentrum, und sind im Wesentlichen in
rechten Winkeln zur Welle angeordnet. Die Lüfterkörper sind vorzugsweise
beabstandet angeordnet. Auch andere Konstruktionen sind möglich, bei welchen
die Scheiben an ihrem äußeren Rand andere Formen als rotationssymmetrisch
aufweisen und/oder sie in einem Winkel relativ zur Welle in dem Lüfter angeordnet
sind.
Die Lüfterkörper weisen auf oder in ihren im Wesentlichen
radialen Oberflächen Flusselemente auf, die eine bessere Luftumwälzung
fördern. Diese Flusselemente können von unterschiedlicher Art sein, und
ein Lüfterkörper oder Lüfter kann eine Art oder eine Kombination
unterschiedlicher Arten von Flusselementen aufweisen.
Die Flusselemente bestehen vorzugsweise aus zumindest einem Vorsprung
auf den radialen Oberflächen des Lüfterkörpers. Diese Vorsprünge
lassen sich auf eine Anzahl an Arten erhalten. Sie können entweder als Teil
des Lüfterelements hergestellt werden, wenn dieses beispielsweise gegossen
wird, später hinzugefügt werden, durch Schweißen, Kleben oder Nageln,
oder auf irgendeine andere Art und Weise befestigt werden, oder dadurch erhalten
werden, dass plattenartige Elemente durch Nuten in den Lüfterkörper eingeführt
werden.
Wenn die Flusselemente Nuten sind, können sie in der Oberfläche
später ausgebildet werden, oder können als Teil des Lüfterkörpers
während dessen Herstellung hergestellt werden. Eine andere Variante zur Herstellung
von Nuten und/oder Vorsprüngen kann darin bestehen, sie in das Lüfterelement
zu stanzen. Hier kann es sich um Stanzvorgänge handeln, die nur eine Oberfläche
des Lüfterkörpers beeinflussen, oder um Stanzvorgänge, bei welchen
Nuten und Vorsprünge auf einer der im Wesentlichen in Radialrichtung verlaufenden
Oberfläche zu entgegengesetzt geformten Nuten und/oder Vorsprüngen auf
der anderen, entgegengesetzten, im Wesentlichen radial verlaufenden Oberfläche
des Lüfterkörpers führen.
Die Anzahl an Flusselementen und deren Form kann zu dem Ausmaß
des Ausbreitungsvermögens oder der zentralen Lage des Luftflusses des Lüfters
beitragen, und kann auch eine Auswirkung drauf haben, ob der Lüfter einen Unterdruck
an einer Seite oder einen Lüfterausstoß auf der anderen Seite erzeugt.
Im Wesentlichen verlaufen derartige Nuten und/oder Vorsprünge in der Oberfläche
in Radialrichtung nach außen von einem zentralen Bereich des Lüfterkörpers
zum radial äußeren Rand des Lüfterkörpers. Die Nuten und/oder
Vorsprünge können im Wesentlichen geradlinig sein, und sich in Radialrichtung
erstrecken, oder können im Wesentlichen geradlinig sein und sich in Richtung
nach vorne oder hinten erstrecken, oder können in einer im Wesentlichen radialen,
nach vorn oder hinten gekrümmten Richtung gebogen sein. Falls die Vorsprünge
in Rückwärtsrichtung gekrümmt relativ zur Drehrichtung sind, kann
der Lüfter als Pumpe arbeiten, während eine Vorwärtskrümmung
der Vorsprünge relativ zur Drehrichtung einen hervorragenden Lüfterausstoß
ergibt, also Druck an der Rückseite des Lüfters geliefert wird. Normalerweise
sind Nuten und/oder Vorsprünge gleichmäßig um den Umfang des Lüfterkörpers
herum verteilt.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist der Lüfterkörper
so ausgebildet, dass er Vorsprünge als Flusselemente aufweist. Diese Vorsprünge
sind auf beiden Seiten des Lüfterkörpers identisch, und gleichmäßig
um den Lüfterkörper herum verteilt. Die Vorsprünge erstrecken sich
vorzugsweise in einer Vorwärtskurve von einem zentralen Abschnitt des Lüfterkörpers
aus, mit einem Radius r1, in einem Winkel von etwa 90° relativ zu einer Rotationstangente,
zu einem äußeren Radius r2, der einem äußeren Punkt des Lüfterkörpers
entspricht, in einem Winkel zur Rotationstangente von etwa 50°. Ein Lüfterkörper
kann beispielsweise so ausgebildet sein, dass er zwölf Vorsprünge entlang
seinem Umfang aufweist, jedoch sind auch andere Anzahlen an Vorsprüngen möglich.
Die Lüfterkörper sind vorzugsweise auf der Welle in Abständen
angeordnet. Durchgeführte Versuche haben ergeben, dass eine Verdoppelung des
Raums zwischen den Scheiben von 10 mm auf 20 mm, also so, dass ein Raum von 10 mm
zwischen den äußeren Punkten der Vorsprünge vorhanden war, zu einer
etwa 30 %igen Erhöhung der Volumenflussrate der Luft am freien Auslass führte,
wenn die Geschwindigkeit konstant gehalten wurde. Dies bedeutet, dass ein Raum von
200% zwischen einer Höhe von 100% der Flusselemente ein gutes Flussergebnis
für den Lüfter gemäß der Erfindung ergibt.
Die Auswahl der Materialien für die Welle und die Lüfterkörper
hängt vom Einsatzbereich der Vorrichtung ab. Eine Vorrichtung, bei welcher
die Lüfterkörper einen Durchmesser von einigen wenigen Zentimetern aufweisen,
und bei welcher das Gewicht wesentlich ist, wird selbstverständlich aus einem
anderen Material hergestellt als eine Vorrichtung, bei welcher die Lüfterkörper
einen Durchmesser von einem Meter aufweisen. Alle Arten von Material sind möglich
für die gesamte Vorrichtung oder Teile hiervon, beispielsweise Metall, Kunststoffe,
Kohlenstoff- und Glasfasern, usw.
Die Lüfterkörper können auf der Welle auf eine Anzahl
von Arten angebracht werden, und das eingesetzte Verfahren hängt auch von der
Auswahl des Materials für die Teile ab. Eine mögliche Art und Weise besteht
darin, die Lüfterkörper im Schrumpfsitz auf die Welle aufzupassen. Alternativ
können sie durch Schweißen, Löten, Schrauben oder Verkeilen befestigt
werden. Abstandsstücke können zwischen den Lüfterkörpern vorhanden
sein, sodass sie auf der Welle ordnungsgemäß beabstandet bleiben. Die
Abstandsstücke können getrennte Abstandsstücke sein, die auf die
Welle neben jedem Lüfterkörper aufgebracht werden, oder sie können
ein einstückiges Teil der Lüfterkörper sein, wobei die Körper
mit einem vorspringenden, kreisförmigen Flansch in der Nähe des Zentrums
des Lüfterkörpers auf einer Oberfläche oder beiden Oberflächen
des Lüfterkörpers versehen sein können. Es ist ebenso möglich,
dass die Lüfterkörper mit Abstandsstücken aneinander durch Schweißen,
Schraubenbefestigungsmittel oder Schnappverbindungen befestigt werden, sodass die
Lüfterkörper selbst ein Teil der Welle, oder diese insgesamt, der Vorrichtung
bilden.
Ein Verfahren zum Montieren des Lüfters besteht darin, die Welle
auf die gewünschte Länge für den betreffenden Einsatz zu schneiden.
Die Anzahl an Lüfterkörpern, welche die gewünschte Oberfläche
aufweisen, wird bestimmt, und dann werden diese auf die Welle aufgeschoben, wahlweise
mit dazwischenliegenden Abstandsstücken, und an der Welle befestigt. Die Anordnung
wird in dem Hohlraum am Einsatzort installiert, durch Befestigung an einer Halterung,
und wird an eine Antriebseinheit angeschlossen.
Ein alternatives Verfahren zur Bereitstellung eines Lüfters gemäß
der Erfindung besteht darin, die Vorrichtung in einem einzigen Stück zu gießen,
beispielsweise durch Gießen einer 10 m langen Welle mit Lüfterscheiben,
die jeweils ein vorbestimmtes Muster, vorbestimmte Stege oder eine vorbestimmte
Form aufweisen, in ein und demselben Vorgang, und dann beispielsweise Schneiden
der Welle auf die gewünschte Länge.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform wird die Welle mit den
Lüfterkörpern in einem Hohlraum angeordnet, der durch eine Abdeckung festgelegt
ist. Allerdings ist es möglich, dass der Hohlraum aus einem Hohlraum in anderen
Elementen am Einsatzort besteht, oder aus einer Kombination aus einem Hohlraum in
anderen Elementen und einer Abdeckung.
Der Hohlraum weist im Wesentlichen eine rohrförmige Form auf,
oder alternativ eine schraubenförmige Form mit geschlossenen Enden und einem
Einlass/Auslass für Luft. Der Hohlraum kann so ausgebildet sein, dass ein trichterförmiger
Einlass in die Lüfterelemente vorhanden ist, und ein diffusorförmiger
Auslass, der von den Lüfterelementen weg führt.
Die Erfindung betrifft weiterhin die Verwendung der Vorrichtung an
Orten, an welchen es wünschenswert ist, einen warmen oder kalten Luftvorhang
zu haben, der durch Umwälzen von Luft erhalten wird, beispielsweise in gekühlten
und tiefgekühlten Theken, Behältern, Schränken, usw. Wenn die Lüftervorrichtung
beispielsweise in einer gekühlten oder tiefgekühlten Theke angebracht
werden soll, kann die unabhängige Abdeckung weggelassen werden, wobei die Konstruktion
der gekühlten oder tiefgekühlten Theke mit einem Hohlraum versehen ist,
der Rohrleitungen für ankommenden und weggehenden Luftfluss aufweist, welcher
die Abdeckung ersetzt, und in welchem die Lüftervorrichtung angebracht wird.
Infolge des im Wesentlichen radialen Verlaufs der Lüfterkörper
bleiben die Oberflächen der Lüfterkörper infolge der Zentrifugalkräfte
während der Drehung immer sauber, und halten daher einen optimalen Ausstoß
aufrecht, selbst in Umgebungen, die mit Staub, Pollen und dergleichen gefüllt
sind.
Infolge ihres Verlaufs in Längsrichtung und der Form der Lüfterkörper
führt die Vorrichtung im Wesentlichen ein Umwälzen der Luft in einer zweidimensionalen
Richtung durch, und im Allgemeinen führt dies zu geringen Geräuschen.
Weiterhin kann die Ausgangsleistung der Vorrichtung im Wesentlichen durch Drehzahlsteuerung
der Welle gesteuert werden.
Die geschilderte Technologie ist skalierbar, sowohl in Bezug der radialen
und/oder axialen Abmessungen des einzelnen Lüfterkörpers, und die Anordnung
mehrerer Körper auf einer Welle. Nachstehend wird die Erfindung anhand beispielhafter
Ausführungsformen und unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen
beschrieben, in welchen:
1 im Prinzip einen Querschnitt eines Lüfterkörpers
und einer Welle zeigt, umgeben von einer Abdeckung;
2 Zeichnungen einer Anzahl möglicher Luftflussrichtungen
für einen Lüfter gemäß der Erfindung zeigt;
3 eine maßgleiche Zeichnung der Elemente eines
Lüfters ist, ohne die Abdeckung;
4 ein Längsschnitt entlang der Linie A-A in
3 ist;
5 eine Perspektivansicht einer bevorzugten Ausführungsform
eines Lüfterkörpers ist; und
6 den Einsatz eines Lüfters gemäß der
Erfindung in einer gekühlten Theke zeigt.
1 zeigt im Prinzip einen Schnitt eines Lüfters
1 gemäß der Erfindung, wobei ein Lüfterkörper
3 auf einer Welle 2 angebracht ist, umgeben von einer Abdeckung
15. Die umgebende Abdeckung 15
ist teilweise kreisförmig, und mit einem trichterförmigen
Einlass 16 versehen, der für einen tangentialen Einlass zu den Lüfterrädern
sorgt, und mit einem Auslass 16', der auf die gleiche Art und Weise einen
tangentialen Auslass aus der Lüftervorrichtung zur Verfügung stellt. Der
tangentiale, trichterförmige Einlass 16 kann an jedem Punkt auf dem
Umfang relativ zum Auslass 16' angeordnet sein, wodurch unterschiedliche
Flussrichtungen ermöglicht werden, die an den betreffenden Einsatzort angepasst
sind, wie in 2 gezeigt ist.
In 3 wurde die Abdeckung 15
entfernt, und sind weitere Einzelheiten des Lüfters 1 gemäß
der Erfindung dargestellt, einschließlich mehrerer Lüfterkörper
3, die auf der Welle 2 angebracht sind. Die Länge der Welle
2 und die Anzahl an Lüfterkörpern 3 sind an den Einsatzort
angepasst. Normalerweise ist die Welle 2 entweder direkt, wie in
3gezeigt, oder indirekt über eine Kraftübertragung
mit einer Antriebseinheit 4 verbunden. Weiterhin ist die Welle
2 normalerweise drehbeweglich in zumindest einem Lager 5 gelagert,
das in einer Stütze 6 vorgesehen sein kann, die an einer Basis befestigt
ist.
Die Lüfterkörper 3 in ihrer grundlegenden Form
sind im Wesentlichen scheibenförmig, und erstrecken sich, wie in
4 gezeigt, in einer im Wesentlichen radial verlaufenden
Richtung mit geringerer Dicke in Axialrichtung, als ihr Verlauf in Radialrichtung
beträgt. Abstandsstücke 7 können zwischen den Lüfterkörpern
3 vorgesehen sein, entweder als getrennte Teile oder als einstückiger
Flansch des Lüfterkörpers.
Die radial verlaufenden Oberflächen der Lüfterkörper
3, also die Oberflächen, welche der Oberfläche eines zweiten
Lüfterkörpers zugewandt sind, können mit Flusselementen
8 versehen sein. Diese können in Form von Nuten oder vorzugsweise
Vorsprüngen vorhanden sein.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform, wie sie in 5
gezeigt ist, ist der Lüfterkörper 3 so ausgebildet, dass er 12
Flusselemente 8 auf jeder Seite des Lüfterkörpers 3
aufweist. Die Flusselemente 8 sind Vorsprünge, die im Wesentlichen
lamellenförmig sind, und die mit einer nach vorn gerichteten Kurve versehen
werden, von einem Startpunkt an einem Radius r1 zu einem äußeren Punkt
an einem Radius r2, der im Wesentlichen einem äußeren Punkt des Lüfterkörpers
3 entspricht. Der innere Radius r1 befindet sich in einer gewissen Entfernung
von einem Zentrumspunkt des Lüfterkörpers 3, der um seine Zentrumsachse
mit einem Abstandsstück 7 in Form eines Flansches versehen ist. Der
Vorsprung 8 erstreckt sich entlang einer Vorwärtskurve, die einen
Winkel von im Wesentlichen 90° relativ zu einer Rotationstangente am inneren
Radius r1 bildet, und die einen Winkel von im Wesentlichen 50° zu einer Rotationstangente
am äußeren Radius r2 bildet.
Die Abdeckung 15, die im Wesentlichen rohrförmig ausgebildet
ist, kann beispielsweise aus einem extrudierten Rohr hergestellt werden, jedoch
kann ein Fachmann sich viele andere Arten der Bereitstellung der Abdeckung überlegen.
Wenn der Lüfter beispielsweise in einer gekühlten Theke angebracht ist,
kann die unabhängige Abdeckung 15 weggelassen werden, wenn die Konstruktion
der gekühlten Theke so ist, dass sie einen länglichen, kreisförmigen
Hohlraum mit einem Einlass und einem Auslass für den Luftfluss aufweist, welcher
die Abdeckung ersetzt, und in welchem der Lüfter angebracht werden kann.
6 zeigt eine Lüftervorrichtung, die in einer gekühlten
Theke angebracht ist.
In Bezug auf die Herstellung der Vorrichtung sind verschiedene Varianten
möglich. Eine Variante besteht darin, Wellen und Lüfterkörper mit
oder ohne getrennte Abstandsstücke herzustellen, worauf am Anbringungsort die
Welle auf die richtige Länge geschnitten wird, und die gewünschte Anzahl
an Lüfterkörpern mit der gewünschten Oberfläche auf der Welle
angebracht und an dieser befestigt wird, worauf die Anordnung am Einsatzort dadurch
montiert wird, dass sie an einer Halterung angebracht wird, und an eine Antriebseinheit
angeschlossen wird.
Alternativ wird die Vorrichtung, welche eine Welle und Lüfterkörper
aufweist, in vorgefertigten Meterlängen hergestellt. Zum Installieren am Einsatzort
werden die Wellen auf die richtige Länge geschnitten, bevor sie an einem Lager
angebracht werden, und an eine Antriebseinheit angeschlossen werden. Es ist ebenfalls
möglich, dass die Welle und die Lüfterkörper als eine einzelne Einheit
hergestellt werden, oder dass die Welle und die Lüfterkörper als komplette
Einheit in der Fabrik hergestellt und zusammengebaut werden.
Eine Vorrichtung gemäß der Erfindung weist zahlreiche Einsatzbereiche
auf, die von gekühlten Theken, wie in 6 gezeigt,
und großen Fabrikanlagenlüftern bis zu Lüftereinheiten in PC-Geräten,
in Heizungen und Trocknern reichen. Sich drehende Wärmetauscher können
in der Lebensmittel- oder verarbeitenden Industrie eingesetzt werden, in Stadtviertel-Heizkraftwerken
usw. Abhängig von seinen Einsatzbereichen ändern sich beim Lüfter
die Abmessungen beträchtlich, von Millimetern, zu Metern. Es ist ebenfall erforderlich,
die Vorrichtung aus verschiedenen Arten von Material herzustellen, abhängig
von dem Einsatzbereich. In jenen Fällen, in denen das Gewicht wesentlich ist,
ist das Gewicht des Materials ein kritischer Faktor. Alternativ können das
Wärmeleitvermögen oder die Festigkeit wesentlich sein. Auch der Wunsch
nach bestimmten Flusselementen oder von deren Formen kann entscheidend für
die Art des Materials sein, das für die unterschiedlichen
Teile der Vorrichtung ausgewählt wird. Teile können aus Metall, Kunststoff,
Kohlenstoff- oder Glasfasern usw. hergestellt werden. Die Vorrichtung kann auch
sowohl als Sauglüfter für Gase und zum Umwälzen von Fluiden eingesetzt
werden.
Zwar wurde die Erfindung nunmehr anhand beispielhafter Ausführungsformen
beschrieben, jedoch lassen sich zahlreiche Varianten der Erfindung überlegen,
wie sie in den beigefügten Patentansprüchen festgelegt ist, und die innerhalb
der Kenntnisse des Fachmanns liegen.