Die Erfindung betrifft motorisierte Turbinen für die Erzeugung
eines Dauerluftflusses und insbesondere Turbinen für Atemhilfsvorrichtungen,
gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1. Eine derartige Turbine ist
aus der Unterlage DE-A-2 053 562 bekannt.
Diese Atemhilfsvorrichtungen können für die Behandlung von
Schlafapnoestörungen vorgesehen sein.
Patienten, die unser diesen Störungen leiden, können während
ihres Schlafs Apnoephasen durchqueren, während der sie nicht mehr atmen und
dadurch aufwachen.
Um diese Störungen zu beheben gibt es Vorrichtungen, die eine
während des Schlafs auf die Nase und/oder auf den Mund eines Benutzers gesetzte
Atemmaske sowie ein Gehäuse umfassen, das diese Maske mit Überdruckluft
versorgt, um dem Benutzer eine Apnoephase zu vermeiden.
Um die Atemmaske mit Überdruckluft zu versorgen, schlagen die
bekannten Atemhilfsvorrichtungen im Allgemeinen vor, dass eine von einem Elektromotor
angetriebene Turbine einen geregelten oder nicht geregelten Dauerluftfluss liefert.
Dieser Luftfluss wird über einen Schlauch in die Maske hinein gefördert,
die ferner eine kalibrierte Entlüftungsöffnung aufweist, wodurch der gewünschte
Überdruck aufrecht erhalten wird.
Eine derartige Vorrichtung ist beispielsweise in dem Patent FR 2 663
547 beschrieben.
Diese Unterlage bezieht sich auf eine Überdruck-Dauerversorgungsanlage
mit Atemgas mit einer Atemmaske mit kalibrierter Öffnung, und mit einer über
einen Schlauch an der Maske angeschlossenen Überdruckgas-Versorgungseinheit.
Innerhalb der Überdruckgas-Versorgungseinheit ist eine von einem
Elektromotor angetriebene Zentrifugalturbine vorgesehen, um einen Luftfluss zu erzeugen.
Diese Vorrichtungen nach dem Stand der Technik weisen einen Nachteil
hinsichtlich ihrer Abmessungen auf.
Denn eine Atemhilfsvorrichtung ist zumeist für den Hausgebrauch
bestimmt. Sie muss demnach leicht transportierbar und Platz sparend sein, um an
dem Fußende des Betts des Patienten oder auf einem Nachttisch abgestellt zu
werden.
Die bekannten Vorrichtungen wurden im Laufe der Zeit entsprechend
der technologischen Weiterentwicklung immer kompakter gestaltet. Dennoch scheint
derzeit eine Grenze erreicht zu sein was die Atemhilfsvorrichtung mit einer konventionellen
Anordnung ihrer Bestandteile anbetrifft, die in dem oben genannten Patent beschrieben
sind.
Dies rührt teilweise daher, dass die Motor-/Turbinen-Baugruppe
aufgrund ihres zweiteiligen Aufbaus einen bedeutenden Platz in der Überdruckgas-Versorgungseinheit
einnimmt.
Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, diese Nachteile des Stands
der Technik zu vermeiden, indem sie eine kompaktere Motor-/Turbinen-Baugruppe zur
Verfügung stellt, die die Herstellung von kleineren Atemhilfsvorrichtungen
ermöglicht.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine in dem Patentanspruch
1 definierte Elektroturbine gelöst.
Einer der Motorstatoren oder -rotoren kann ein Dauermagnet sein, wie
auch mindestens einer der Motorstatoren oder -rotoren eine torische Wicklung sein
kann.
Ferner kann die Welle des Turbinenrotors auf mindestens einem zur
ringförmigen Versorgungsleitung koaxialen Lager angeordnet sowie auf mindestens
einem in der Motoraufnahme angeordneten Lager montiert sein.
Der Statorkörper kann aus zwei Teilen bestehen, die miteinander
zusammenwirken und die torische Druckkammer begrenzen.
Die Flügel können von einem angeformten Rad getragen werden,
das an der Welle des Turbinenrotors einen Stutzen bildet, wobei der besagte Stutzen
einen Absatz für die axiale Stützung des Motorrotors umfassen kann.
Das die Flügel tragende Rad kann ebenfalls kegelstumpfförmig
ausgebildet sein.
Diese von dem Rad getragenen Flügel können von einer ebenen,
senkrecht zur Oberfläche des Rads befestigten Wand gebildet sein, wobei diese
Wand im Wesentlichen trapezförmig ist und im mittleren Teil des Rads eine größere
Höhe aufweist als im Bereich seines Umfangs.
Ferner können einige der besagten Flügel in ihrem in dem
mittleren Teil des Rads angeordneten Teil einen Vorsprung umfassen, der mit der
ringförmigen Versorgungsleitung einen Formschluss bildet.
Bei einer Ausführungsform umfasst jeder zweite Flügel einen
derartigen Vorsprung.
Nach einer anderen Ausführungsform bilden einige der besagten
Flügel mit dem durch das Ende des Flügels verlaufenden Radius des Rads
im Bereich des Umfangs des Rads einen Winkel von 5 bis 60 Grad.
Weitere Besonderheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus
der nachfolgenden Beschreibung bezüglich der als unbegrenzendes Beispiel beigefügten
Zeichnungen:
1 ist eine perspektivische Ansicht in diametralem Schnitt
einer erfindungsgemäßen Turbine;
2 ist eine Vorderansicht in diametralem Schnitt der
Turbine gemäß 1;
3 ist eine explodierte Ansicht der Turbine gemäß
1;
4 ist eine seitliche Ansicht des Rads der Turbine gemäß
1;
5 ist eine perspektivische Ansicht des Rads gemäß
4.
In der nachfolgenden Beschreibung beziehen sich die Begriffe oben,
unten, über, unter, vertikal, horizontal auf die Turbine in der in
1 bis 3 dargestellten
Position.
Die in 1, 2
und 3 dargestellte Turbine 1 umfasst einen
mit einem oberen Körper 2 verbundenen unteren Körper
3, zwischen denen ein Volumen definiert ist, in dem eine auf zwei Wälzlagern
13, 14 montierte vertikale Welle 4, ein torischer Magnet
5, eine torische Wicklung 6 und ein Flügel tragendes Rad
7 angeordnet sind.
Der obere Körper 2 ist schalenförmig mit einer
zur besagten Schale koaxialen ringförmigen Innenverkleidung 16 (auf
der Seite des unteren Körpers 3), um eine Motoraufnahme zu bilden,
sowie mit einer auf dem Umfang der Schale angeordneten halbtorischen Wand
22.
Der untere Körper 3 hat eine tiefe Form, die von einer
ersten ringförmigen Wand 17 begrenzt wird, die mit einer zweiten konischen
Wand 18 verbunden ist, die sich nach oben erweitert und ihrerseits mit
einer Anschlusswand 19 mit kreisbogenförmigem Querschnitt verbunden
ist.
Die ringförmige Wand 17 umgibt eine für die Montage
des Wälzlagers 13 bestimmte Nabe 20, wobei die besagte Nabe
20 starr koaxial zur ringförmigen Wand 17 über drei
feste Flügel 21 positioniert ist, die die Innenseite der ringförmigen
Wand 17 mit der Außenseite der Nabe 20 verbinden und um 120°
versetzt zueinander angeordnet sind.
Der obere und untere Körper 2, 3 sind ausgebildet,
um nach ihrem Zusammenbau ein für eine Zentrifugalturbine charakteristisches
Volumen darzustellen, wobei insbesondere die Wände 19, 22
des oberen und unteren Körpers 2, 3 eine torische Druckkammer
12 begrenzen.
Diese Kammer 12 ist nach außen hin geöffnet, und
zwar über eine (in Richtung der Benutzermaske) etwa zylindrische tangentiale
Leitung 25, deren Längsachse horizontal verläuft.
Der Zusammenbau des oberen und unteren Körpers 2,
3 erfolgt dichtend im Bereich einer Teilungsebene 8. Aus dem unteren
Körper 3 an der Teilungsebene 8 entlang herausragend sind
Zapfen 9 vorgesehen, um in entsprechende, in dem oberen Körper
2 eingebrachte Öffnungen einzugreifen und damit die präzise Positionierung
eines Körpers in Bezug auf den anderen zu gewährleisten. Der Zusammenhalt
der Verbindung erfolgt anhand einer Reihe von regelmäßig über den
Umfang der Teilungsebene angeordneten Schrauben 10.
Wie bereits erwähnt, umfasst der untere Körper
3 eine Nabe 20, die koaxial zur Innenseite der ringförmigen
Wand 17 verläuft und so ausgerichtet ist, dass ein erstes Wälzlager
13, das die vertikale Welle 4 stützen soll, dort eingesteckt
und befestigt werden kann.
Der obere Körper 2 umfasst eine ähnliche, von der
Verkleidung 16 begrenzte Aufnahme für ein zweites, die vertikale Welle
4 tragendes Wälzlager 14, jedoch ist diese Aufnahme im Gegensatz
zur für das erste Wälzlager 13 vorgesehenen Aufnahme ausgerichtet,
um das zweite Wälzlager 14 seinen radialen Richtungen entsprechend
festzuhalten und es in vertikaler Richtung frei beweglich zu lassen.
Innerhalb der Aufnahme des zweiten Wälzlagers 14 ist
eine Feder 15 vorgesehen, die eine Kraft zwischen diesem und dem oberen
Körper 2 ausübt, um einen Druck nach unten auf das Wälzlager
14 aufrecht zu erhalten.
Die vertikale Welle 4, an deren Enden die beiden Wälzlager
13, 14 montiert sind, befindet sich demnach zwischen dem oberen
und dem unteren Körper 2, 3, so dass sie koaxial zur ringförmigen
Versorgungsleitung 11 und zur durch den Zusammenbau des oberen und unteren
Körpers 2, 3 gebildeten torischen Druckkammer 12
verläuft.
Das Flügel tragende Rad 7 sitzt ebenfalls auf der vertikalen
Welle 4, um mit dieser drehbar angetrieben zu werden. Es kann ebenfalls
an die Welle 4 angeformt, angeklebt oder kraftschlüssig mit ihr verbunden
werden.
Bei der dargestellten Ausführung weist das Flügel tragende
Rad 7 eine etwa konische Form auf, um sich der inneren Form der ringförmigen
und konischen Wand 17, 18 des unteren Körpers 3
anpassen zu können, wobei die Flügel so an dem Rad 7 angeordnet
sind, dass sie Luft mitnehmen und diese zwischen dem von der besagten ringförmigen
Wand 17 begrenzten Volumen und der torischen Druckkammer 12 bei
der Drehung der vertikalen Welle 4 umwälzen.
Andererseits erhält die ringförmige Verkleidung
16 eine an ihrer Innenwand befestigte horizontale Platte 23, wobei
diese beiden Elemente die zuvor beschriebene Motoraufnahme begrenzen.
Die Motoraufnahme dient zur Aufnahme der torischen Wicklung
6 und zu ihrem Festhalten in Bezug auf den besagten Körper
2.
Diese Aufnahme ist so angeordnet, dass die Wicklung 6 nach
ihrem Einkleben oder Anpassen wie folgt positioniert ist:
- – was die Positionierung in vertikaler Richtung anbetrifft: zwischen
dem oberen Wälzlager 14 der vertikalen Welle 4 und dem Flügel
tragenden Rad 7;
- – was die Positionierung in horizontaler Ebene anbetrifft: die Wicklung
6 umgibt koaxial die vertikale Welle 4.
Die vertikale Welle 7 trägt ferner den torischen Magneten
5, der wie folgt befestigt und positioniert ist:
- – was die Positionierung in vertikaler Richtung anbetrifft: etwa gegenüber
der Wicklung 6 und von ihr umgeben;
- – was die Positionierung in horizontaler Ebene anbetrifft: der torische
Magnet umgibt koaxial die vertikale Welle 4.
Der torische Magnet 5 kann direkt auf die vertikale Welle
4 geklemmt oder geklebt sein, oder gemäß 1
bis 3 kann das Flügel tragende Rad 7
auf die besagte Welle 4 geklemmt oder geklebt sein und sie dabei ummanteln,
wobei der Magnet 5 dann auf diesen Mantel geklemmt oder geklebt ist.
Wenn sich die vertikale Welle 4, die Wicklung 6
und der Magnet 5 in dem von den zusammen gebauten oberen und unteren Körpern
2, 3 gebildeten Volumen befinden, sind diese drei Elemente koaxial,
und die Welle 4 ist gemäß ihrer Längsachse drehbar, wenn
der Magnet 5 in Bezug auf die Wicklung 6 gedreht wird.
Das von den oberen und unteren Körpern 2,
3 sowie von dem Rad 7 definierte Volumen umfasst eine ringförmige
Versorgungsleitung 11, die nach außen geöffnet ist, koaxial mit
der vertikalen Welle 4 verläuft und von der Innenseite der ringförmigen
Wand 17 sowie von der Außenwand der Nabe 20 begrenzt wird.
Diese ringförmige Versorgungsleitung 11 steht über
ihrem gesamten Umfang mit einer Druckleitung 24 in Verbindung, die von
der Innenseite der konischen Wand 18 und von der Seite des die Flügel
tragenden Rads 7 begrenzt wird. Bei dieser Druckleitung 24 handelt
es sich demnach um ein kegelstumpfförmiges Volumen, das von zwei koaxialen,
sich ab der Versorgungsleitung 11 aufweitenden Kegeln begrenzt wird.
Die Druckleitung 24 selbst ist über ihrem gesamten Umfang
mit der bereits erwähnten torischen Druckkammer 12 verbunden.
Diese torische Druckkammer 12 wird von der Wand
22 und dem ringförmigen Vorsprung des oberen Körpers
2 sowie von der Wand 19 des unteren Körpers 3 begrenzt,
wobei diese Elemente so angeordnet sind, dass sie ein torisches Innenvolumen mit
einem umlaufenden Spalt in Form einer ringförmigen Öffnung bilden, um
die Verbindung mit der Druckleitung 24 zu ermöglichen.
Wenn das Rad 7 in die Turbine 1 eingebaut ist, wirken
die Flügel 26, 27 auf die Luft im Wesentlichen im Bereich
der Druckleitung 24 und ebenfalls zum Teil im Bereich der ringförmigen
Versorgungsleitung 11.
Denn das Rad 7 trägt zwei Flügeltypen
26, 27.
Ein erster Flügeltyp 26 besteht aus einer ebenen, senkrecht
an der Oberfläche des Rads befestigten Wand, wobei diese Wand im Wesentlichen
trapezförmig und im mittleren Teil des Rads 7 höher ist als im
Bereich seines Umfangs.
Ein zweiter Flügeltyp 27 ist dem ersten Flügeltyp
26 ähnlich, jedoch länger, so dass er weiter in das mittlere
Teil des Rads 7 eindringt. Andererseits weist das in diesem mittleren Teil
des Rads 7 angeordnete Teil des Flügels einen Vorsprung auf, um sich
der Form der Verbindung zwischen der Versorgungsleitung 11 und der Druckleitung
24 anzupassen.
Diese beiden Flügeltypen sind ferner so angeordnet, dass sie
mit dem durch das Ende des Flügels verlaufenden Radius des Rads 7,
im Bereich des Umfangs des Rads 7, einen Winkel von 5 bis 60 Grad bilden,
wobei jeder Flügeltyp in einem anderen Winkel als der andere Typ angeordnet
werden kann.