| Dokumentenidentifikation |
DE60218506T2 22.11.2007 |
| EP-Veröffentlichungsnummer |
0001436535 |
| Titel |
VERBESSERUNGEN AN EINEM VENTILKÖRPER UND DIESEN BETREFFEND |
| Anmelder |
CCI Valve Technology AB, Säffle, SE |
| Erfinder |
JACOBSSON, Sven-Ake, S-661 33 Säffle, SE |
| Vertreter |
Patentanwälte von Kreisler, Selting, Werner et col., 50667 Köln |
| DE-Aktenzeichen |
60218506 |
| Vertragsstaaten |
AT, BE, CH, CY, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE, TR |
| Sprache des Dokument |
EN |
| EP-Anmeldetag |
07.06.2002 |
| EP-Aktenzeichen |
027364181 |
| WO-Anmeldetag |
07.06.2002 |
| PCT-Aktenzeichen |
PCT/SE02/01112 |
| WO-Veröffentlichungsnummer |
2002101271 |
| WO-Veröffentlichungsdatum |
19.12.2002 |
| EP-Offenlegungsdatum |
14.07.2004 |
| EP date of grant |
28.02.2007 |
| Veröffentlichungstag im Patentblatt |
22.11.2007 |
| IPC-Hauptklasse |
F16K 3/24(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP
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| IPC-Nebenklasse |
F16K 3/26(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP
F16K 5/04(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP
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| Beschreibung[de] |
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Die vorliegende Erfindung betrifft einen Ventilkörper zum Steuern
eines ein Ventil durchströmenden Medienstroms, wobei das Ventil ein Ventilgehäuse
aufweist, in dem der Ventilköper, der mindestens eine Dichtung zum abdichtenden
Zusammenwirken mit dem Ventilgehäuse oder, falls zweckdienlich, mit einem in
dem Ventilgehäuse angeordneter Käfig aufweist, mittels einer Spindel in
Richtung eines Ventilsitzes in dem Ventil und zurück axial verschiebbar ist.
Ein Ventilkörper gemäß dem Oberbegriff von Anspruch
1 ist beispielsweise aus dem Dokument GB-A-2 033 549 bekannt.
Bei bestimmten Anwendungen von derzeit auf dem Markt erhältlichen
Ventilen wird vom Benutzer erwartet, dass das Ventil dicht ist, was normalerweise
eine unidirektionale sehr starke Stellkraft erfordert. Zum Erreichen einer möglichst
schwachen Stellkraft wird ein sogenanntes Entlastungsventil verwendet, das durch
einen Verbindungskanal zwischen der Niederdruckseite des Ventilkörpers und
dem eingeschlossenen Volumen realisiert wird, und das über dem Ventilkörper
und in dem Ventildeckel angeordnet ist. Bisher war es nicht möglich, diese
beiden genannten Varianten vollständig miteinander zu kombinieren.
Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen
dichten Ventilkörper und insbesondere einen dichten Entlastungsventilkörper
bereitzustellen, der eine komplette Ventilpackung aufweist, in der die Komponenten
des Ventilkörpers vollständig abgedichtet sind, wenn sich der Ventilkörper
unmittelbar vor und/oder in seiner geschlossenen Position in dem Ventilgehäuse
befindet, wobei gleichzeitig ein so geringer Reibungsverschleiß wie möglich
an der Dichtung auftritt, wenn das Ventil außerhalb seiner Schließposition
in Betrieb ist. Die kennzeichnenden Merkmale der Erfindung sind in den beiliegenden
Patentansprüchen aufgeführt.
Die Erfindung stellt einen neuen Ventilkörpertyp zum Steuern
eines das Ventil durchströmenden Mediums der oben genannten Art bereit, wobei
der Ventilkörper auf exzellente Art und Weise seinen Zweck erfüllt und
ferner gleichzeitig einfach und kostengünstig herstellbar ist. Der erfindungsgemäße
Ventilkörper weist insbesondere ein Druckelement in Form einer Hülse,
die außen an einem zentralen Ventilkegel verläuft, und eine Dichtung aus
einem Material auf, das bei Beeinflussung durch von der Hülse aufgebrachte
Kräfte radial nach außen sowie nach innen expandieren kann. Bei einer
bevorzugten Ausführungsform ist die Dichtung mittels eines Spaltrings in ihrer
Position fixierbar, der durch Einsetzen in eine in dem Ventilkegel ausgebildete
Nut axial arretiert ist. Bei dieser Lösung gleitet die Hülse dann, wenn
der Ventilkegel seine Schließposition an dem Ventilsitz erreicht hat, an dem
Ventilkegel und überträgt Kräfte auf die Dichtung und komprimiert
diese, welche dann radial in ihrem von der Hülse, dem Spaltring, dem Ventilkegel
und der in dem Ventil angeordneten Wand begrenzten Raum expandiert. Diese Dichtung
erzeugt einen hohen Oberflächendruck auf den das geschlossene Volumen begrenzenden
Flächen.
In der offenen Ventilposition, in der das Ventil in Betrieb ist, steht
die Hülse nicht mehr mit dem Ventilsitz in Kontakt, wobei die Hülse keine
die Dichtung beeinflussenden Kräfte mehr überträgt und auch keine
Oberflächendrücke mehr an ihren Begrenzungsflächen erzeugt. Durch
Eliminieren oder Einschränken des auf die Dichtung wirkenden Oberflächendrucks
wird die Reibung an der Ventilwand, zu der der Ventilkörper verläuft,
sehr gering, wobei ferner die erforderliche Stellkraft des Ventils niedrig gehalten
werden kann und gleichzeitig der Verschleiß beispielsweise der Dichtung radikal
reduziert wird. Bei dieser Struktur wird nur eine auf die Dichtung wirkende Kraft
erzeugt, wenn das Ventil geschlossen ist, während bei offenem und in Betrieb
befindlichem Ventil diese auf die Dichtung wirkende Kraft vollständig eliminiert
ist, wobei keine Reibungskräfte erzeugt werden können und gleichzeitig
die Struktur den Verschleiß der Dichtung durch die radiale Bewegung der Hülse
kompensiert.
Die Erfindung wird nachstehend anhand einiger bevorzugter Ausführungsformen
unter Hinzuziehung der beiliegenden Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
1 eine schematische Querschnittsansicht gemäß
einer ersten Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Ventilkörpers;
2 eine schematische Querschnittsansicht eines vollständigen
Ventils mit einem darin eingebauten Ventilkegel aus 1;
3 zu Erläuterungszwecken einen nicht erfindungsgemäßen
Ventilkörper; und
4 eine Querschnittsansicht eines weiteren nicht erfindungsgemäßen
Ventilkörpers.
1 zeigt eine erste Ausführungsform eines erfindungsgemäßen
Ventilkörpers 1 zum Einbauen in ein Ventilgehäuse 3
eines Ventils 2, in dem der Ventilkörper 1, der mindestens
eine Dichtung 4 zum abdichtenden Zusammenwirken mit dem Ventilgehäuse
3 oder, falls zweckdienlich, mit einem in dem Ventilgehäuse angeordneten
Käfig 5 aufweist, mittels einer Spindel 6 in Richtung auf
einen Ventilsitz 7 in dem Ventil 2 und zurück axial verschiebbar
ist. Der Ventilkörper 1 gemäß der in 1
gezeigten Ausführungsform wird von einer Spindel 6 in dem Ventil
2
geführt, wie vorstehend beschrieben, und weist einen Ventilkegel
8 mit einer Hülse 9 auf, die den Ventilkegel umschießt
und als Drückelement 9' dient, wobei die Hülse 9 verschiebbar
in einer Ausnehmung 10 angeordnet ist und bei dieser Ausführungsform
fast bis zu dem freien Ende 11 des Ventilkegels 8 verläuft,
um mit einem Ventilsitz 7 zusammenzuwirken. In dem entgegengesetzten Ende
12 des Ventilkegels 8 wird die Hülse 9 mit Hilfe
eines in einer Nut 13 angeordneten Befestigungselements 14 in
ihrer Ausnehmung 10 gehalten. Zwischen diesem Befestigungselement
14 und dem benachbarten hinteren Teil 15 der Hülse
9 ist die Dichtung 4 angeordnet, die um den Umfang des Ventilkegels
8 verläuft. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist eine
flache Dichtung 25 zwischen der Dichtung 4 und dem Befestigungselement
14 angeordnet, um zu verhindern, dass die Dichtung 4 in den Schlitzen
zusammengedrückt wird, die auftreten können, wenn das Befestigungselement
14 durch einen Spaltring gebildet ist. Zum Verhindern einer Drehung zwischen
der Hülse 9 und dem Ventilkegel 8 ist ein Drehstift
26 vorgesehen. Die Funktion der Hülse 9 an dem Ventilkegel
8 besteht in dem Komprimieren der Dichtung 4, wenn sich die Hülse
9 in Richtung auf die Dichtung 4 bewegt, was der Fall ist, wenn
sich der Ventilkörper 1 unmittelbar vor und/oder in seiner Schließposition
befindet, so dass die Dichtung 4 in ihrem von der Hülse
9, dem Befestigungselement 14 mit seiner gegebenenfalls vorgesehenen
flachen Dichtung 25, dem Ventilkegel 8 und der vorhandenen Ventilgehäusewand
begrenzten Raum expandiert. Folglich erzeugt die Dichtung 4 einen hohen
Oberflächendruck auf sämtlichen sie begrenzenden Flächen.
In der offenen Ventilposition, d.h. wenn das Ventil 2 in
Betrieb ist, steht die Hülse 9 nicht mehr mit dem Ventilsitz
7 in Kontakt, wobei die Hülse 9 keine die Dichtung
4 beeinflussenden Kräfte mehr übertragen kann. Dann erzeugt die
Hülse 9 keinen Oberflächendruck an ihren Begrenzungsflächen
sowie auch insbesondere an der Dichtung 4. Durch Eliminieren oder Einschränken
des auf die Dichtung 4 wirkenden Oberflächendrucks wird die Reibung
an dem Ventilgehäuse 3 oder, falls zweckdienlich, dem in dem Ventilgehäuse
angeordneten Käfig 5 sehr gering, wobei ferner die erforderliche Stellkraft
des Ventils 2 sehr niedrig gehalten werden kann sowie gleichzeitig der
Verschleiß insbesondere der Dichtung 4 radikal reduziert werden kann.
Bei dem in 1 gezeigten Ausführungsbeispiel ist
das Befestigungselement 14 in einer in dem Ventilkegel 8 ausgebildeten
Nut 13 angeordnet und in dem vorliegenden Fall als Spaltring ausgebildet,
der automatisch zusammengehalten wird, wenn der Ventilkegel 8 in das Ventil
2 eingesetzt ist oder in mit Hilfe eines Verschlussrings 16 in
seiner Position fixiert ist. Die Dichtung 4 kann aus einem elastischen
Material gefertigt sein, beispielsweise aus einem Kunststoffmaterial oder Metall
und vorzugsweise aus Grafit.
Wie in 2 genauer dargestellt, ist der
Ventilkörper 1 in diesem Fall in ein Ventil 2 eingebaut,
welches wiederum einen in dem Ventilgehäuse 3 angeordneten Käfig
5 enthält. Der Ventilkörper 1 ist verschiebbar in dem
Käfig 5 angeordnet, und die Dichtung befindet sich in dem hinteren
Ende 12 des Ventilkegels 8, wobei gleichzeitig das vordere freie
Ende 11 des Ventilkegels 8 mit einem in dem Ventil 2
angeordneten Ventilsitz 7 zusammenwirken kann. Um der Dichtung
4 eine größere Wirkung zu verleihen, wenn diese in radialer Richtung
expandiert, verläuft die Anschlagfläche 17 der Dichtung
4 an der entsprechenden Fläche 18 der Hülse
9, die als Druckelement 9' dient, abgewinkelt oder schräg.
Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel, bei dem der Ventilkegel
8 in einem Käfig 5 angeordnet ist, weist letzterer mehrere
Löcher 19 auf, die unabgedeckt sind, wenn der Ventilkörper
1 aus seiner Schließposition in seine Öffnungsposition verschoben
wird.
Zu Erläuterungszwecken zeigt 3 einen
nicht erfindungsgemäßen Ventilkörper 1, bei dem der vordere
Teil 20 der Hülse 9 das vordere Ende 11 des Ventilkörpers
umschließt und in axialer Richtung an einem zentral von dem vorderen freien
Ende 11 des Ventilkörpers 1 abstehenden Stift 21
angebracht ist. Bei diesem Ausführungsbeispiel ist die Hülse
9 im Wesentlichen hutförmig ausgebildet, statt dass sie wie bei der
vorhergehenden Ausführungsform kurz vor dem freien Ende 11 des Ventilkegels
8 endet.
Ferner zeigt 4 zu Erläuterungszwecken
einen weiteren nicht erfindungsgemäßen Ventilkörper 1, bei
dem im Wesentlichen der gesamte Ventilkegel 8 als Drückelement ausgebildet
ist, das in axialer Richtung bewegbar ist und in einer Hülse 22 verschiebbar
in seiner Position fixiert ist, wobei die Hülse mit einem an einer Spindel
6 befindlichen Flansch versehen ist, wobei die Hülse 22 eine
Umfangsschulter 23 für die Dichtung 4 bildet, welche zwischen
dieser feststehenden Schulter 23 und einer bewegbaren Schulter
24 an dem Drückelement 9' angeordnet ist und zwischen denen
die Dichtung 4 für ihre radiale Expansion zusammenziehbar ist.
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| Anspruch[de] |
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Ventil (2) mit einem Ventilkörper (1) zum Steuern
eines das Ventil (2) durchströmenden Mediums, einem Ventilgehäuse
(3), in dem der Ventilkörper (1), der mindestens eine Dichtung
(4) zum abdichtenden Zusammenwirken mit dem Ventilgehäuse (3)
oder, falls zweckdienlich, mit einem in dem Ventilgehäuse (3) angeordneten
Käfig (5) aufweist, mittels einer Spindel (6) in Richtung
auf einen Ventilsitz (7) in dem Ventil (2) und zurück axial
verschiebbar ist, wobei die Dichtung (4) peripher um den Umfang des Ventilkörpers
(1) verläuft und zwecks engen Anliegens an dem Ventilgehäuse
(3) oder dem in letzterem angeordneten Käfig (5) durch einen
auf die Dichtung (4) wirkenden Axialdruck mindestens eines
Druckelements (9') in radialer Richtung expandierbar ist, wenn sich der
Ventilkörper (1) unmittelbar vor und/oder in seiner Schließposition
befindet, dadurch gekennzeichnet, dass das Druckelement (9') aus
einer Hülse (9) gebildet ist, die um den Ventilkörper (1)
verläuft und eine Kompressionskraft auf die Dichtung (4) ausübt,
wenn ein Ventilkegel (8) seine Schließposition an dem Ventilsitz (7)
erreicht, was zu der radialen Expansion der Dichtung (4) führt, welche
eine abgewinkelte oder schräge Anschlagfläche (17) zum Zusammenwirken
mit einer entsprechenden Fläche (18) an dem Druckelement (9')
aufweist, und die Dichtung (4) zum Gleiten ohne größere Reibung
an dem Ventilgehäuse (3) oder dem in letzterem angeordneten Käfig
(5) vorgesehen ist, wenn sich das Ventil (2) in einer offenen
Position befindet, d.h. solange das Druckelement (9') nicht mit dem Ventilsitz
(7) in Kontakt steht.
Ventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Hülse
(9) um den Ventilkegel (8) herum zu dessen freiem Ende (11)
verläuft, wobei der vordere Teil der Hülse (9) dann mit dem Ventilsitz
(7) zusammenwirkt, wenn der entgegengesetzte hintere Teil (15)
der Hülse (9) bis zu der Dichtung (4) verläuft, und
dass die Hülse (9) und die Dichtung (4) nebeneinander in
einem vorbestimmten Verschiebeabstand, welcher generell der Zusammenziehbarkeit
der Dichtung (4) auf dem Ventilkegel (8) in axialer Richtung entspricht,
durch ein Befestigungselement (14) in ihrer Position fixiert sind, welches
wiederum in dem hinteren Ende (12) des Ventilkegels (8) in einer
Nut (13) befestigt ist.
Ventil nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Hülse
(9) eine axiale Erstreckung auf dem Ventilkegel (8) aufweist,
die unmittelbar vor dem freien Ende (11) des Ventilkegels (8)
endet und zusammen mit der Dichtung (4) über eine kurze Distanz auf
der Mantelfläche des Ventilkegels (8) verschiebbar ist.
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