Die Erfindung bezieht sich auf das Entfeuchten von Luft und auf den
gewerblichen Bereich der Restaurierung im Allgemeinen, und auf das Entfeuchten oder
Trocknen von wasserbeschädigten Gebäuden im Besonderen. Sie bezieht sich
auch auf mit Dieselbrennstoff beheizte Trocknungsreaktivierungen.
Mobile Entfeuchtungsanlagen mit Trocknungsmitteln (siehe zum Beispiel
die US-A-3036382) werden in den zurückliegenden Jahren mehr und mehr eingesetzt,
um wasserbeschädigte Gebäude zu trocknen, um die Gesundheitsprobleme zu
reduzieren, die von den entsprechenden Schimmelpilzen verursacht werden, die sich
dann entwickeln. Wie es auch bekannt ist, wird häufig Kieselgel als Trocknungsmittel
eingesetzt in einem Rad, durch welches die befeuchtete Luft aus den Wänden,
dem Fußboden, dem Zement und dergleichen in eine Entfeuchtungskammer gezogen
wird. Wenn das Kieselgel oder ein anderes eingesetztes Trocknungsmittel die Feuchtigkeit
absorbiert, wird es allerdings erforderlich, außerdem Wärme dem Trocknungsmittel
zuzuführen, um die von ihm gesammelte Feuchtigkeit wieder freizusetzen; dieses
dient dann dazu, die Betriebsform in einem kontinuierlichen Zyklus zu optimieren
und es dem Trocknungsmittel zu erlauben, kontinuierlich die Feuchtigkeit in dem
Gebäude zu absorbieren. Wenn Trocknungsmittel in großem Umfange eingesetzt
werden, wird die benötigte Wärmeenergie typischerweise durch eine elektrische
Heizung oder Propangasheizung zur Verfügung gestellt. Allerdings bestehen Probleme
mit diesen beiden Verfahren des Reaktivierens des Trocknungsmittels.
Beispielsweise benötigt elektrische Heizung eine große Menge
an elektrischer Energie, die gerade in vielen beschädigten Gebäuden nicht
zur Verfügung steht. Die Verwendung von alternativ geschaffenen Generatoren
fügt auf der anderen Seite zusätzliche Ausgaben für ihre Miete zusammen
mit einer sich ergänzenden hohen Brennstoffrechnung hinzu. Mit Propangas beheizte
Entfeuchter zeigen auf der anderen Seite viele Nachteile ihrer eigenen Art:
- a) spezielle Zulassungen werden häufig benötigt, um Propangas zur
Arbeitsstelle zu schaffen;
- b) weitere Zulassungen werden häufig zum Arbeiten mit Propangas mittels
eines Zugfahrzeugs oder eines anderen Fahrzeugs an der Werkstätte selbst benötigt;
- c) eine Wiederersetzung von Propangas kann nicht unmittelbar leicht erhältlich
sein, also wenn das zu trocknende Gebäude sich an einer abgelegenen Stelle
befindet oder wenn ein Ersatz mitten in der Nacht oder an einem Sonntag erforderlich
wird;
- d) das Beheizen des Entfeuchters mit dem Propangas erzeugt einen Befeuchtungseffekt,
der unerwünscht die Verarbeitungsluft, die getrocknet werden soll, anfeuchtet;
und
- e) Propangas selbst ist leicht entflammbar.
Da allerdings das Bedürfnis zum Reaktivieren des Kieselgels oder
anderer Trocknungsmittel fortbesteht, werden Entfeuchter dieser Art fortgesetzt
verwendet, sowohl getragen auf der Zugplattform eines Zugfahrzeugs als auch wenn
sie innerhalb des Gebäudes abgeladen werden.
Aspekte der vorliegenden Erfindung versuchen eine neue und verbesserte
Form des Reaktivierens des Trocknungsmittels in diesen Entfeuchtungsgeräten
vorzuschlagen.
Aspekte der Erfindung versuchen auch, eine derartige Form der Reaktivierung
ohne das Hinzufügen von nachteiligen Begrenzungen vorzuschlagen.
Weitere Aspekte der Erfindung versuchen eine Art der Reaktivierung
zur Verfügung zu stellen, die leicht zur Verwendung erhältlich ist und
wirtschaftlich beim Betrieb ist.
Eine erfindungsgemäße Vorrichtung zum Trocknen von innerhalb
eines Gebäudes vorhandener befeuchteter Luft von einem außerhalb liegenden
Punkt weist auf ein einen Wärmetauscher umschließendes Gehäuse, ein
Trocknungsmittel, einen ersten Umgebungsluft von außerhalb des Gehäuses
über den Wärmetauscher durch das Trocknungsmittel in eine erste Richtung
ziehendes Gebläse, ein zweites die befeuchtete Luft durch das Trocknungsmittel
in eine zweite Richtung ziehendes Gebläse und eine Einrichtung zum Beschicken
des Wärmetauschers mit Dieselbrennstoff. Das Gehäuse kann in einer ersten
Ausführungsform auf einer Grundfläche benachbart zu dem Gebäude ruhen,
in welchem die befeuchtete Luft vorhanden ist. In einer zweiten Ausführungsform
kann das Gehäuse auf einem Anhänger oder der Ladefläche eines Lastkraftwagens
ruhen, auf welchem es zu einem Arbeitsplatz benachbart zu dem zu trocknenden Gebäude
gezogen wird. In solchen Fällen kann das Trocknungsmittel eine Kieselgelzusammensetzung
aufweisen, beispielsweise in der Form eines drehenden Kieselgelrades. Beim Betrieb
wird die Umgebungsluft nach der Erwärmung durch das Trocknungsmittel in eine
Richtung entgegengesetzt zu derjenigen gezogen, in welche die befeuchtete Luft gezogen
wird. Die erwärmte Umgebungsluft dient somit zum Freisetzen der von dem Trocknungsmittel
gesammelten Feuchtigkeit zur Reaktivierung desselben für den fortgesetzten
Gebrauch.
Es wird so ein Verfahren zum Trocknen von innerhalb eines Gebäudes
vorhandener befeuchteter Luft durch das Schaffen einer Trocknungskammer einschließlich
eines Wärmetauschers und eines Trocknungsmittels vorgeschlagen.
Umgebungsluft wird von außerhalb des Gebäudes, in welchem die befeuchtete
Luft vorhanden ist, über den Wärmetauscher und durch das Trocknungsmittel
in einer ersten Richtung gezogen. Die innerhalb des Gebäudes vorhandene befeuchtete
Luft wird durch das Trocknungsmittel in einer zweiten Richtung gezogen, wobei das
Trocknungsmittel selbst von der Umgebungsluft entfeuchtet wird, die über und
um den Wärmetauscher herumläuft. In Übereinstimmung mit der Erfindung
schließt das Verfahren das Beschicken des Wärmetauschers mit Dieselbrennstoff
ein. In einer bevorzugten Ausführungsform schließt die zur Verfügung
gestellte Trocknungskammer ein Trocknungsmittel als Kieselgelzusammensetzung ein,
und in der Form eines drehenden Kieselgelrades.
Es wird von den Fachleuten verstanden werden, dass der bei dem Erhitzungsvorgang
eingesetzte Dieselbrennstoff praktisch überall erhältlich ist, wo Dieselkraftfahrzeuge
als Transportmittel verwendet werden. Da Dieselbrennstoff eine größere
Menge an BTU pro Gallone zur Verfügung stellt als Propangas, wird weniger Brennstoff
benötigt, um die Wärme für das Trocknungsmittel mit dem Dieselbrennstoff
zur Verfügung zu stellen, als mit Propangas, was zu Kosteneinsparungen bei
der Verwendung führt. Da außerdem der Dieselbrennstoff ohne das Erzeugen
von Feuchtigkeit verbrennt, wird die verarbeitete Luft weit trockener werden, was
eine Reaktivierung des Trocknungsmittels schneller bewirken kann, wodurch der Betriebswirkungsgrad
steigt. Da der Entfeuchter des Trocknungsmittels gemäß der Erfindung wesentlich
wirksamer arbeitet, erlaubt es sein Aufbau, die benötigte Leistung der Reaktivierungsgebläse
zu reduzieren, die die Umgebungsluft durch den Wärmetauscher ziehen. Dies führt
zu einer kompakteren Maschine für einen leichteren Transport.
Diese und weitere Merkmale der vorliegenden Erfindung werden noch
deutlicher verstanden werden durch eine Berücksichtigung der folgenden Beschreibung,
die im Zusammenhang mit den beigefügten Zeichnungen zu nehmen ist, in welchen:
1 ein Blockschema ist, das beim Verstehen der Vorrichtung
und des Verfahrens zum Trocknen befeuchteter, in einem Gebäude vorhandener
Luft von einem Punkt außerhalb desselben hilft; und
2 stellt einen bevorzugten Aufbau des eingesetzten
Trocknungsmittels dar.
Unter Bezugnahme auf die 1 und
2 folgen die Reaktivierungsvorrichtung für das
Trocknungsmittel nach der Erfindung und ihre Betriebsweise beide aus der Verwendung
eines Gehäuses 10 mit einem Wärmetauscher 12 und einem
Trocknungsmittel 14. Das Bezugszeichen 20 kennzeichnet ein Gebäude,
in dem befeuchtete Luft vorhanden ist, welche durch die erfindungsgemäße
Vorrichtung getrocknet oder entfeuchtet werden soll, wobei das Gehäuse
10 eine Bodenfläche 16 besitzt, die auf einem Anhänger
oder einer Ladefläche eines Lastkraftwagens benachbart zu dem Gebäude
20 ruht, nachdem sie zu ihrem Einsatzort gefahren wurde. Alternativ kann
das Gehäuse 10 von dem Anhänger oder der Ladefläche des
Lastkraftwagens auf den Boden selbst abgeladen werden. Ein Bezugszeichen
18 bezeichnet einen Brenner für Dieselbrennstoff mit einem Abgasschacht
22. Wie man erkennen kann, erhitzt der Brenner 18 für den
Dieselbrennstoff den Wärmetauscher 12 von der Innenseite aus.
Ein erstes oder Reaktivierungsgebläse 24 zieht Umgebungsluft
aus der Umgebung über ein Leitungsnetz 70 von 45,7 cm (18 Zoll) beispielsweise
in das Gehäuse 10 über und um den von Dieselbrennstoff beschickten
Wärmetauscher 12 und durch das Trocknungsmittel 14 in einer
ersten Richtung, die von den Pfeilen 50 veranschaulicht wird; die von Feuchtigkeit
befreite erwärmte Luft wird durch das Trocknungsmittel 14 aus dem
Gehäuse 10 wie durch die Pfeile 51 und 52 angezeigt
ausgegeben. Ein zweites oder Arbeitsluft-Gebläse 26 zieht die befeuchtete
Luft von innerhalb des Gebäudes durch ein ähnliches Leitungsnetz
72 und das Trocknungsmittel 14 in einer zweiten Richtung (dargestellt
durch die Pfeile 60), was die darin befindliche Feuchtigkeit einfängt,
bevor die getrocknete Luft aus dem Gehäuse 10 heraus abgegeben wird,
wie dies durch die Pfeile 61 und 62 angezeigt wird. Der mit Dieselbrennstoff
beschickte Wärmetauscher 12 entfeuchtet somit das Trocknungsmittel
14 von der eingesammelten Feuchtigkeit aus der feuchten Gebäudeluft
beim Reaktivieren des Trocknungsmittels 14 für eine fortgesetzte Verwendung.
Wie bereits vorstehend vermerkt, ist der Dieselbrennstoff leicht erhältlich,
brennt sauber und ist wirksam im Betrieb. Und als Ergebnis kann die Trocknungsvorrichtung
für das Trocknungsmittel bei reduzierten niedrigen Kosten zur Verwendung vermietet
werden, was die Ausgaben beim Restaurieren von mit Wasser beschädigten Gebäuden
in ihren ursprünglichen Zustand reduziert.
Das in der 1 wiedergegebene Ausführungsbeispiel
zeigt, wie die Umgebungsluft von außerhalb des Gehäuses 10 durch
das Trocknungsmittel 14 in einer Richtung entgegengesetzt zu derjenigen
gezogen wird, in der die befeuchtete Luft aus dem Gebäude durch das Trocknungsmittel
14 gezogen wird. Bei einer derartigen Verwendung schließt ein Trocknungsmittel
14 eine Kieselgelzusammensetzung ein und ist besonders attraktiv beim Sammeln
von Feuchtigkeit aus der Gebäudeluft eines wasserbeschädigten Gebäudes.
Die 2 veranschaulicht das Trocknungsmittel
14 in einer Form eines drehenden Kieselgelrades 90 in einem Rahmen
92 innerhalb eines Gehäuses 10. Da die eingesetzte Vorrichtung
mit der Dieselbrennstoffbeschickung von erhöhter Wirksamkeit
ist, sind die Leistungsanforderungen des Gebläses 24 für die
Reaktivierung, das die Umgebungsluft herauszieht, wesentlich reduziert, was eine
geringere Größe des Gehäuses 10 erlaubt. Das Gehäuse
kann dann permanent auf dem Anhänger befestigt werden und mobil zur Verwendung
zu dem Einsatzort gebracht werden.
Das Verfahren zum Einsetzen der Erfindung folgt dann, unabhängig
davon, ob ein Trocknungsmittel als Kieselgelzusammensetzung oder in der Form eines
drehenden Rades oder andererseits vereinfacht durch das Schaffen der Trocknungskammer
mit dem Wärmetauscher und dem Trocknungsmittel. Die Umgebungsluft von außerhalb
des Gebäudes wird durch und über den Wärmetauscher durch das Trocknungsmittel
in einer ersten Richtung gezogen, und die befeuchtete Luft aus dem Gebäude
wird durch das Trocknungsmittel in einer zweiten Richtung herausgezogen. Während
dieses Vorgangs wird der Wärmetauscher mit dem Dieselbrennstoff beschickt.
Wie bei der beschriebenen Vorrichtung ergibt sich eine verbesserte Umgebungsaustrocknung,
und zwar schnell, einfach und wirksam, und dadurch reduziert sie die erheblichen
gesundheits- und/oder krebserzeugenden Probleme, die mit durch Wasser beschädigten
Gebäuden verbunden sind.