Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Bestimmen der Menge
an Gegenständen in einem Behälter, um zu ermitteln, ob in dem Behälter
eine gewünschte Menge der Gegenstände vorhanden ist.
Kontrollwaagen zur Verwendung in Produktionslinien sind weithin bekannt.
Sie werden typischerweise zur Bestätigung dessen verwendet, dass die Menge
an Gegenständen, die in einen Behälter gepackt worden sind, korrekt ist.
Eines dieser Systeme hat ein Förderband, das auf einer Kraftmesszelle hängt,
die ein Signal erzeugt, das das Gewicht des Behälters auf der Kraftmesszelle
angibt. Jeder gepackte Behälter geht über dieses Wiegeförderband,
bevor er das Ende der Linie erreicht, damit bestätigt werden kann, dass die
Menge der im Behälter eingepackten Gegenstände der gewünschten Menge
entspricht. Kartoffelchipspäckchen werden zum Beispiel gewöhnlich in Behältern
von 48 einzelnen Päckchen ausgeliefert, wobei jedes einzelne Päckchen
30 Gramm wiegt. Die Kontrollwaage weiß daher, dass die korrekte Menge an Chipspäckchen
in den Pappbehälter gepackt worden ist, wenn das Nettogewicht gleich dem Produkt
von 48 Päckchen und 30 Gramm, d.h. 1,44 Kilogramm ist.
Allerdings haben diese Chipspäckchen jeweils eine Gewichtstoleranz
von 1 Gramm. Die kumulative Toleranz von 48 Chipspäckchen bedeutet daher, dass
das tatsächliche Nettogewicht des gepackten Pappbehälters 1440 Gramm ±
48 Gramm beträgt. Diese Abweichung von 48 Gramm ist größer als das
Gewicht eines einzelnen Päckchens, weswegen die Möglichkeit besteht, dass
entweder Behälter mit einem Chipspäckchen zuviel oder einem zu wenig verschifft
werden oder Behälter mit der korrekten Anzahl an Einzelpäckchen abgewiesen
werden. Es besteht daher der Bedarf nach einer Kontrollwaage, die die Menge an Gegenständen,
die in einen Behälter gepackt worden sind, auf einer automatischen Produktionslinie
exakt bestimmen kann.
Die EP-A-0605164 beschreibt eine Kontrollwaagen-Sortiermaschine, die
nacheinander Produkte wiegt, von denen erwartet wird, dass sie eine bestimmte Anzahl
von Artikeln enthalten, die alle das gleiche wiegen, und die einen Standardgewichtswert
(Wb) verwendet, um zu bestimmen, ob die gewogenen Produkte jeweils die
beabsichtigte Anzahl an Artikeln enthalten.
Die US-A-6396002 beschreibt ein Verfahren und eine Vorrichtung zum
Überwachen der Inhalte von Behältern wie Kartons, die Anordnungen von
Zigarettenpäckchen enthalten, bei denen aufeinander folgende Behälter
einer Wiegevorrichtung zugeführt werden, wobei die sich ergebenden Wiegesignale
mit einem Bezugssignal verglichen werden. Wenn die Differenz zwischen den beiden
Signalen einen vorgewählten Wert überschreitet, dann wird der jeweilige
Behälter aus dem Beschickungsweg ausgestoßen.
Gemäß einer ersten Ausgestaltung der Erfindung ist ein Verfahren
zum Bestimmen der Menge an Gegenständen in einem Behälter vorgesehen,
wobei jeder Gegenstand das gleiche nominale Gewicht zwischen einer oberen und einer
unteren Gewichtsgrenze hat und das Verfahren Folgendes aufweist:
- a. Bestimmen einer vorbestimmten Menge, n, an Gegenständen, welche in einem
Zyklus in einen Behälter zu überführen sind, wobei n derart ausgewählt
ist, dass das Produkt von (n + 1) und der unteren Gewichtsgrenze das Produkt von
n und der oberen Gewichtsgrenze überschreitet, und derart, dass das Produkt
von n und der unteren Gewichtsgrenze das Produkt von (n – 1) und der oberen
Gewichtsgrenze überschreitet, und Versuchen, die vorbestimmte Menge, n, an
Gegenständen zum Behälter zu überführen;
- b. Messen des Gewichts der tatsächlichen Menge an Gegenständen, welche
im Schritt (a) zum Behälter überführt worden sind; und
- c. Teilen des Wertes des im Schritt (b) ermittelten Gewichts durch das nominale
Gewicht, um die tatsächliche Anzahl von Gegenständen, welche im Schritt
(a) zum Behälter überführt worden sind, zu bestimmen.
Die Erfindung stellt also ein Verfahren zum Bestimmen der Menge von
zu einem Behälter überführten Gegenständen zur Verfügung,
das nicht durch die kumulative Gewichtstoleranz aller zum Behälter überführten
Gegenstände beeinflusst wird.
In einem bevorzugten Ausführungsbeispiel ist Schritt (a) mit
dem Versuch verbunden, die vorbestimmte Menge der Gegenstände in den Behälter
zu packen, und ist Schritt (b) damit verbunden, das Gewicht der tatsächlichen
Menge an Gegenständen zu wiegen, die im Schritt (a) in den Behälter eingepackt
wurden.
Normalerweise werden die Schritte (a) bis (c) wiederholt, bis die
Summe der vorbestimmten Mengen von Schritt (a) bei jeder Wiederholung gleich einer
spezifizierten Menge (entspricht typischerweise einem "vollen" Behälter) ist.
Auf diese Weise ermöglicht das Verfahren, die Menge der in einen Behälter
gepackten Gegenstände ungeachtet der Gesamtmenge der in den Behälter gepackten
Gegenstände exakt und unabhängig von der kumulativen Toleranz zu bestimmen.
Das Gewicht von Schritt (b) wird typischerweise unter Verwendung einer
Kontrollwaage gemessen, wobei diese vorzugsweise Teil einer Produktionslinie ist.
Eine solche Produktionslinie weist normalerweise eine stromaufwärtige
Verpackungsmaschine auf.
In einem Beispiel sind die in den Behälter gepackten Gegenstände
Päckchen mit Snack-Lebensmitteln.
Wenn die tatsächliche, im Schritt (c) bestimmte Menge von der
vorbestimmten Menge des Schritts (a) abweicht, dann kann der Behälter zu einem
Abweisungsort gefördert werden, etwa zu einem Abweisungsförderband.
Wenn in diesem Fall die tatsächliche, im Schritt (c) bestimmte
Menge kleiner als die vorbestimmte Menge des Schrittes (a) ist, dann können
zusätzliche Gegenstände in den Behälter gepackt werden, damit er
die vorbestimmte Menge an Gegenständen enthält.
Wenn dagegen die tatsächliche, im Schritt (c) bestimmte Menge
größer als die vorbestimmte Menge des Schritts (a) ist, dann können
die überzähligen Gegenstände aus dem Behälter entfernt werden,
so dass er die vorbestimmte Menge an Gegenständen enthält.
Bei einer zweiten Ausgestaltung der Erfindung ist eine Vorrichtung
zum Bestimmen der Menge an Gegenständen in einem Behälter vorgesehen,
wobei jeder Gegenstand das gleiche nominale Gewicht zwischen einer oberen und einer
unteren Gewichtsgrenze hat und die Vorrichtung Folgendes aufweist:
- a. ein Überführungssystem, das dazu geeignet ist zu versuchen, in
einem einzigen Überführungszyklus eine vorbestimmte Menge, n, an Gegenständen
zum Behälter zu überführen;
- b. ein Wiegesystem zum Messen des Gewichts der tatsächlichen Menge an Gegenständen,
die im Schritt (a) zum Behälter überführt worden sind; und
- c. eine Steuereinrichtung zum Empfangen eines Signals, welches den Wert des
in Schritt (b) ermittelten Gewichts anzeigt, von dem Wiegesystem und zum Teilen
dieses Wertes durch das nominale Gewicht, um die tatsächliche Menge an Gegenständen
zu bestimmen, welche im Schritt (a) zum Behälter überführt worden
sind, dadurch gekennzeichnet, dass die vorbestimmte Menge, n, derart bestimmt ist,
dass das Produkt von (n + 1) und der unteren Gewichtsgrenze das Produkt von n und
der oberen Gewichtsgrenze überschreitet, und derart, dass das Produkt von n
und der unteren Gewichtsgrenze das Produkt von (n – 1) und der oberen Gewichtsgrenze
überschreitet.
In einem Ausführungsbeispiel ist das Überführungssystem
ein Vakuumkopf, wobei das Wiegesystem in diesem Fall in dem Vakuumkopf integriert
sein kann.
Wahlweise kann das Wiegesystem in einem Fördersystem integriert
sein, welches den Behälter bei Benutzung trägt.
In einem anderen Ausführungsbeispiel werden die Gegenstände
dem Überführungssystem durch ein Vorschubfördersystem zum Halten
und Fördern einer Gruppe von Gegenständen in einer Förderrichtung
zugeführt, wobei das Vorschubfördersystem Folgendes aufweist:
ein erstes Fördermittel, aufweisend
eine erste Rolle,
ein erstes Förderbauteil, welches um die erste Rolle gewunden ist,
einen ersten Gegenstandsgruppenhalter zum Fördern der Gruppe von Gegenständen,
wobei der erste Gegenstandsgruppenhalter eine Vielzahl von Aufteilungsbauteilen
hat, die miteinander verbunden sind, und
einen ersten Trenn-/Verbindungsmechanismus, der zwischen dem ersten Förderbauteil
und dem ersten Gegenstandsgruppenhalter angeordnet ist zum trennbaren und wieder
verbindbaren Verbinden des ersten Gegenstandsgruppenhalters mit dem ersten Förderbauteil.
Das Überführungssystem überführt die Gruppe von
Gegenständen in diesem Fall an der Entladeposition durch Stoßen in Richtung
der Breite des ersten Förderbauteils.
Es werden nun unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen
erfindungsgemäße Ausführungsbeispiele beschrieben. Es zeigen:
1 ein erstes Ausführungsbeispiel, in dem eine
Produktionslinie eine mit der Erfindung zu verwendende Kontrollwaage enthält;
2 eine Vorrichtung zum Abzweigen von Behältern,
die aus der Produktionslinie abzuweisen sind;
3 eine schematische Draufsicht auf den Gesamtaufbau
einer Verpackungslinie, die eine Fördervorrichtung nutzt, in der die Erfindung
eingearbeitet ist;
4 eine schematische Seitenansicht der Fördervorrichtung
von 1;
5 eine vergrößerte Seitenansicht der Umgebung
der oberen Rolle der Fördervorrichtung von 1;
6 eine Perspektivansicht, die den Verbindungsaufbau
der Aufteilungsbauteile darstellt;
7 eine vergrößerte Querschnittsansicht des
gewählten Abschnitts des Verbindungsaufbaus aus der Richtung des Pfeils V-V
in 6;
8 eine teilweise ausgebrochene Querschnittsansicht
des gewählten Abschnitts der Fördervorrichtung aus der Richtung des Pfeils
VI-VI in 5, die den Trenn-/Verbindungsmechanismus darstellt;
und
9 eine Ansicht des Steuerungssystems der Verpackungslinie.
1 zeigt einen Teil einer Produktionslinie, die zum
Abpacken von Päckchen mit Snack-Lebensmitteln wie Chips verwendet wird. Die
Produktionslinie weist ein Vorschubförderband 1, ein Wiegeförderband
2 und ein Ausschubförderband 3 auf. Das Wiegeförderband
2 wird auf Rollen 4a, 4b getragen, die an einem Tragerahmen
20 befestigt sind. Das Ganze ist auf einer Kraftmesszelle 21 gelagert,
die Signale erzeugt, die das auf dem Förderband 2 hängende Gewicht
angeben, und diese einer Steuereinrichtung 22 zuführen.
Auf dem Vorschubförderband 1 wird ein packbereiter leerer
Behälter 5 gehalten, wohingegen ein Behälter 6, während
er entlang des Wiegeförderbands 2 gefördert wird, gepackt wird.
Durch das Ausschubförderband 3 wird von dem Wiegeförderband
2 ein voll gepackter Behälter 7 abtransportiert. Die Päckchen
mit Snack-Lebensmitteln werden auf herkömmliche Weise unter Verwendung eines
Vakuumkopfs 8 in den Behälter 6 gepackt.
In diesem Beispiel sind die Päckchen mit Snack-Lebensmitteln
Chipspäckchen und sollen die Behälter 5, 6,
7 jeweils 48 einzelne Chipspäckchen halten. Diese Päckchen sind
durch eine (nicht gezeigte) Verpackungsmaschine gefüllt worden, die so gesteuert
wurde, dass sichergestellt war, dass jedes Päckchen ein Gewicht von 30 Gramm
mit einer Toleranz von ±1 Gramm hatte.
Der Vakuumkopf 8 setzt in einem Zyklus acht Chipspäckchen
in den Behälter 6. Allerdings besteht die Möglichkeit, dass durch
einen Fehler zu wenig Päckchen eingepackt werden. Die Anzahl n an Chipspäckchen,
die durch den Vakuumkopf in einem Zyklus in den Behälter gepackt werden, ist
so gewählt, dass das Produkt von (n + 1) und der unteren Gewichtsgrenze eines
Chipspäckchens das Produkt von n und der oberen Gewichtsgrenze überschreitet,
und derart, dass das Produkt von n und der unteren Gewichtsgrenze das Produkt von
(n – 1) und der oberen Gewichtsgrenze überschreitet.
Falls alle achtundvierzig Päckchen in den Behälter
6 gepackt werden, bevor sein Gewicht kontrolliert wird, dann ist es, wie
zuvor erwähnt wurde, nicht möglich zu bestimmen, ob eine Abweichung von
mehr als 30 Gramm von dem korrekten Nettogewicht auf der kumulativen Toleranz oder
auf der Tatsache beruht, dass in dem Behälter ein Chipspäckchen zu wenig
oder zu viel ist.
In diesem Beispiel betragen die obere und untere Gewichtsgrenze jeweils
31 und 29 Gramm, weswegen das Einstellen von n auf acht die beiden obigen Kriterien
erfüllt.
Wenn der Vakuumkopf 8 die Chipspäckchen in den Behälter
6 losgelassen hat, wird das Gewicht des Behälters 6 gemessen
und liefert die Kraftmesszelle 21 ein Signal an die Steuereinrichtung
22, das dieses Gewicht angibt. Die Steuereinrichtung 22 teilt
dann unter Berücksichtigung des Leergewichts des Behälters 6
den Wert des Gewichts der Chipspäckchen durch das nominale Gewicht eines Chipspäckchens,
d.h. 30 Gramm. Die tatsächliche Menge an Chipspäckchen, die während
dieses Zyklus durch den Vakuumkopf 8 in den Behälter gesetzt wurden,
kann dann durch Runden des Ergebnisses dieser Teilung auf die nächste ganze
Zahl ermittelt werden. Dieser Zyklus wird sechs Mal wiederholt, so dass der Behälter
6 am Ende dieses Prozesses 48 Chipspäckchen enthalten sollte.
Falls jedoch während eines der sechs Zyklen nur sieben Chipspäckchen
in den Behälter 6 geladen werden, dann kann die Steuereinheit
22 dies erfassen. Dies kann auf zwei verschiedene Weisen erfolgen. Zum
einen kann die Steuerungseinheit 22 die tatsächlichen Mengen der Chipspäckchen
zusammenaddieren, die während jedes Zyklus in den Behälter 6
gepackt wurden, und einen Fehler anzeigen, falls diese Gesamtsumme nach dem Abschluss
aller sechs Zyklen nicht gleich achtundvierzig ist. Zum anderen kann die Steuereinheit
22 so bald einen Fehler anzeigen, wie sie erfasst, dass im derzeitigen
Zyklus nur sieben Päckchen einpackt worden sind.
Für den Fall, dass die Steuereinheit 22 einen Fehler
anzeigt, kann der Behälter 6 dann von der Hauptproduktionslinie abgezweigt
werden.
Eine Vorrichtung, die dies ermöglicht, ist in 2
gezeigt, in der das Ausschubförderband 3 zu einem beweglichen Förderband
10 führt, das den Behälter entweder zu einem Förderband
11a, das eine Fortsetzung der Hauptproduktionslinie bildet, oder zu einem
Abweisungsförderband 11b führt, wo mit den abgewiesenen Behältern
entsprechend umgegangen werden kann. Das bewegliche Förderband 10
wird unter Verwendung eines hydraulischen Schiebers 12, der von einer Steuerung
22 betätigt wird, zwischen beiden Position bewegt.
In dem ersten Ausführungsbeispiel ist es auch möglich, anstatt
das Wiegeförderband 2 auf der Kraftmesszelle
21 zu tragen, den Vakuumkopf 8 auf einer Kraftmesszelle zu tragen
und die auf ihm lastende Zusatzlast zu messen, wenn er Päckchen trägt.
In einem zweiten Ausführungsbeispiel wird eine Doppelschleifenfördervorrichtung
verwendet. Eine solche Fördervorrichtung wird in unserer europäischen
Patentanmeldung beschrieben, die als EP-A-1298079 veröffentlicht wurde und
hiermit in ihrer Gesamtheit durch Bezugnahme aufgenommen wird.
Es wird nun das zweite Ausführungsbeispiel beschrieben. In der
folgenden Beschreibung beziehen sich die Begriffe "Vorderseite" und "Rückseite"
jeweils auf die stromabwärtige und stromaufwärtige Seite der Fördervorrichtung,
während sich die Begriffe "links" und "rechts" jeweils bezogen auf die Förderrichtung
auf die linke und rechte Seite beziehen.
Die Fördervorrichtung 101 wird, wie in den
3 und 4 gezeigt ist, in
einer Verpackungslinie eingesetzt.
Diese Verpackungslinie 100 dient zum Verpacken von kompakten
Gegenständen X ... X, die vorzugsweise Lebensmitteln, wie in Tüten verpackten
Kartoffelchips, entsprechen. Die Verpackungslinie 100 enthält ein
Beladeförderband 102, eine Entladeeinrichtung (Abladevorrichtung)
103 und ein Abladeförderband 104. Das Beladeförderband
102 befindet sich auf der stromaufwärtigen Seite der Fördervorrichtung
101. Das Beladeförderband 102 fördert Gegenstände
X ... X von einer Vorrichtung auf der weiter stromaufwärtigen Seite (zum Beispiel
von einer Tüten anfertigenden Verpackungsvorrichtung) in die durch den Pfeil
"a" angegebene Richtung und lädt die Gegenstände X ... X an einer Beladeposition
P1 auf die Fördervorrichtung 101. Die Entladeeinrichtung
103 befindet sich auf der Seite der stromabwärtigen Seite der Fördervorrichtung
101. Die Entladeeinrichtung 103 entlädt die Gegenstände
X ... X, die durch die Fördervorrichtung 101 in die durch den Pfeil
"b" angegebene Richtung gefördert werden, an der Entladeposition P2 in die
durch den Pfeil "c" angegebene Richtung zur anderen Seite der Fördervorrichtung
101. Das Abladeförderband 104 fördert Pappkartons Y
... Y, die sich auf der Seite des Abladeförderbands 104 befinden und
in die die entladenen Gegenstände X ... X an der Einpackposition P3 eingepackt
werden, wie durch den Pfeil "d" gezeigt weiter stromabwärts.
Nahe dem Ende des Beladeförderbands 102 sind erste fotoelektrische
Sensoren (Beispiel einer Erfassungseinrichtung) 105 derart angeordnet,
dass sich das Beladeförderband 102 zwischen den ersten fotoelektrischen
Sensoren 105 befindet. Die ersten fotoelektrischen Sensoren 105
erfassen die auf die Fördervorrichtung 101 zu ladenden Gegenstände
X ... X und senden zu der in 9 gezeigten Steuereinheit
161 ein Erfassungssignal. Auf dem Entladeweg der Gegenstände X ...
X zwischen der Fördervorrichtung 101 und dem Abladeförderband
104 befindet sich ein Führungstisch 106, um die Gegenstände
X ... X in die Pappkartons Y ... Y zu führen.
Die Fördervorrichtung 101 hat ein Paar erster und zweiter
Förderbänder (Förderbauteile) 111 und 112 und ein
Paar erster und zweiter Antriebseinrichtungen 111' und 112'. Die
ersten und zweiten Förderbänder befinden sich auf der linken und rechten
Seite, so dass sie zu der durch den Pfeil "b" angegebenen Förderrichtung der
Gegenstände X ... X parallel sind. Das erste Förderband 111 hat
Zahnrollen 113 und 114, die sich auf der Vorderseite und der Rückseite
befinden, und einen ersten Förderriemen 115, der ringförmig,
gezahnt und um die Rollen 114 und 115 gewunden ist. Das zweite
Förderband 112 hat dagegen Zahnrollen 116 und 117,
die sich auf der Vorderseite und der Rückseite befinden, und einen zweiten
Förderriemen 118, der ringförmig, gezahnt und um die Rollen
116 und 117 gewunden ist.
Die erste und zweite Antriebseinrichtung 111' und
112' sind als herkömmliche Einrichtungen, etwa als Motoren, ausgeführt.
Da Motoren gut bekannt sind, wird ihr Aufbau hier nicht ausführlich diskutiert
oder dargestellt. Wenn die Antriebskraft von der in 9
gezeigten ersten und zweiten Antriebseinrichtung 111' und 112'
jeweils auf die vorderen Rollen 113 und 116 überführt
wird, werden die Förderriemen 115 und 118 unabhängig
angetrieben, so dass sie den Arbeitsgang durchführen.
Mit dem ersten Förderriemen 115 ist über ein Paar
Trenn-/Verbindungseinrichtungen 124 und 124, das sich auf der
Vorderseite und der Rückseite befindet, trennbar und wieder verbindbar ein
erster Gegenstandsgruppenhalter 122 verbunden. Der erste Gegenstandsgruppenhalter
122 hat eine vorbestimmte Anzahl (sechs in den Figuren) L-förmiger
Aufteilungsbauteile 121 ... 121, die untereinander mit einem vorbestimmten
Abstand angeordnet sind. Die Aufteilungsbauteile 121 ... 121 sind
in Serie verbunden, wobei jedes Aufteilungsbauteil 121 parallel zur Förderband-Breitenrichtung
angeordnet ist. Auf ähnliche Weise ist mit dem zweiten Förderriemen
118 über ein Paar Trenn-/Verbindungseinrichtungen 124 und
124, die sich auf der Vorderseite und der Rückseite befinden, trennbar
und wieder verbindbar ein zweiter Gegenstandsgruppenhalter 123 verbunden.
Der zweite Gegenstandsgruppenhalter 123 hat eine vorbestimmte Anzahl (6
in den Figuren) L-förmiger Aufteilungsbauteile 121 ... 121,
die untereinander mit einem vorbestimmten Abstand angeordnet sind. Die Aufteilungsbauteile
121 ... 121 sind in Serie verbunden, wobei jedes Aufteilungsbauteil
121 parallel zur Förderband-Breitenrichtung angeordnet ist.
Zwischen den aneinander angrenzenden Aufteilungsbauteilen
121 ... 121 ist eine vorbestimmte Anzahl (5 in den Figuren) an
Gegenstandshaltern 121' ... 121' ausgebildet, so dass jeder Gegenstandshalter
121' ... 121' einen Gegenstand X halten kann. Wie später
beschrieben wird, sind die Aufteilungsbauteile 121 ... 121 über
die Förderbandbreite hinweg so bemessen, dass sie beide Förderriemen
115 und 116 überbrücken.
Der erste Gegenstandsgruppenhalter 122 und der zweite Gegenstandsgruppenhalter
123 haben den gleichen oder einen ähnlichen Aufbau. Der Verbindungsaufbau
der Aufteilungsbauteile 121 ... 121 wird anhand des letzteren
als Beispiel beschrieben. Wie in den 5–7
gezeigt ist, hat jedes Aufteilungsbauteil 121 in Draufsicht die Form des
Buchstabens L, wobei ein Aufteilungsflächenabschnitt 121a und ein
Bodenabschnitt 121b so bemessen sind, dass sie mit der Größe
des zu fördernden Gegenstands X übereinstimmen. Die Aufteilungsbauteile
121 ... 121 sind bis auf diejenigen am vorderen und hinteren Ende
an der Vorderseite und der Rückseite der Bodenabschnitte 121b mit
einer Vielzahl von gekrümmten Abschnitten 121c ... 121c (in
den 3 auf der Vorderseite und 2
auf der Rückseite) ausgebildet. Die gekrümmten Abschnitte 121c
bilden einen ovalen Raum, der in der Förderband-Breitenrichtung verläuft.
Das Aufteilungsbauteil 121 am vorderen Ende weist an seiner Rückseite
zwei gekrümmte Abschnitte 121c auf, während das Aufteilungsbauteil
121 am hinteren Ende an seiner Vorderseite drei gekrümmte Abschnitte
121c aufweist. Der zweite Gegenstandsgruppenhalter 123, mit anderen
Worten also die Gegenstandshalter 121' ... 121', werden durch
die sechs Aufteilungsbauteile 121 aufgebaut, die über die gekrümmten
Abschnitte 121c ... 121c und eine Vielzahl von (fünf in den
Figuren) Scharniermechanismen 126 ... 126 zu einer Einheit verbunden
sind. Der Scharniermechanismus 126 umfasst einen Stift 125, der
durch den ovalen Raum der gekrümmten Abschnitte 121c ...
121c hindurchgeht.
Die Trenn-/Verbindungseinrichtung 124 wird ebenso anhand
des zweiten Gegenstandsgruppenhalters 123 als Beispiel beschrieben.
Wie in den 5 und 8
gezeigt ist, befindet sich zwischen dem Gegenstandsgruppenhalter 123 und
dem zweiten Förderriemen 118 ein Trenn-/Verbindungsmechanismus
124'. Der Trenn-/Verbindungsmechanismus 124' umfasst zwei der
Trenn-/Verbindungseinrichtungen 124, von denen jeder ein Hakenbauteil
131 und eine Aufnahme 132 umfasst. Das Hakenbauteil
131 umfasst eine Blattfeder, die an der Bodenfläche des zweiten Gegenstandsgruppenhalters
123, also mit anderen Worten an der Bodenfläche des Bodenabschnitts
121b des Aufteilungsbauteils 121, befestigt ist. Das Hakenbauteil
131 ist in der Förderband-Breitenrichtung länglich. Die Aufnahme
132 ist an der Oberseite des Förderriemens 118 befestigt
und in der Förderband-Breitenrichtung länglich. Das Hakenbauteil
131 kann mit der Aufnahme 132 verbunden werden, indem Seitenabschnitte
131a und 131b mit konkaven Abschnitten 132a und
132b verbunden werden. Die Seitenabschnitte 131a und
131b werden gebildet, indem die linke und rechte Seite des Hakenbauteils
131 in verschiedene Formen gebogen wird. Die konkaven Abschnitte
132a und 132b werden gebildet, indem die rechte und linke Seite
der Aufnahme 132 verschieden geformt werden, so dass sie mit den Formen
der Seitenabschnitte 131a und 131b übereinstimmen. Dabei
werden die Seitenabschnitte 131a und 131b und die konkaven Abschnitte
132a und 132b so ausgebildet, dass der linke Seitenabschnitt
131a und der linke konkave Abschnitt 132a verhältnismäßig
flach ineinander greifen, während der rechte Seitenabschnitt 131b
und der rechte konkave Abschnitt 132b verhältnismäßig tief
ineinander greifen.
Die linken Hälften der Aufteilungsbauteile 121 ...
121 verlaufen über den ersten Förderriemen 115, ohne
den ersten Förderriemen 115 zu berühren. Der zweite Gegenstandsgruppenhalter
123 wird von den vorderen und hinteren Trenn-/Verbindungseinrichtungen
124 und 124 des zweiten Förderriemens 118 auf frei
tragende Weise gehalten.
Der einzige Unterschied zwischen dem ersten Gegenstandsgruppenhalter
122 und dem zweiten Gegenstandsgruppenhalter 123 ist der, dass
die gleichen Trenn-/Verbindungseinrichtungen 124 und 124 zwischen
dem ersten Gegenstandsgruppenhalter 122 und dem ersten Förderriemen
115 angeordnet sind. Deswegen entfällt eine Erläuterung des ersten
Gegenstandsgruppenhalters 122.
Wie in den 3 und 4
gezeigt ist, sind an geeigneten Positionen auf der stromaufwärtigen Seite der
Fördervorrichtung 101 zweite fotoelektrische Sensoren 141
derart platziert, dass sich die Förderbänder 111 und
112 zwischen den beiden zweiten fotoelektrischen Sensoren 141
befinden. Die zweiten fotoelektrischen Sensoren 141 erfassen die Anzahl
der Aufteilungsflächenabschnitte 121a ... 121a oder die in
den Gegenstandsgruppenhaltern 122 und 123 ausgebildeten Abstände
zwischen den Aufteilungsflächenabschnitten 121a ... 121a
der Aufteilungsbauteile 121 ... 121, die an den zweiten fotoelektrischen
Sensoren 141 vorbeilaufen.
Wie in den 3 und 4
gezeigt ist, hat die Entladeeinrichtung 103 die Form eines Kamms, der durch
jeden der Gegenstandshalter 121' ... 121' der Gegenstandsgruppenhalter
122 und 123 gehen kann. Die Entladeeinrichtung 103 umfasst
ein Schiebebauteil 151 und einen Luftzylinder 152. Das Schiebebauteil
151 schiebt die von jedem der Gegenstandshalter 121' ...
121' gehaltenen Gegenstände X ... X gleichzeitig vor. Der Luftzylinder
152 bewegt das Schiebebauteil 151 in eine Richtung, die senkrecht
zum Förderweg ist, also mit anderen Worten in die mit "e" und "f" angegebene
Richtung. Das Schiebebauteil 151 kann anstatt durch den Luftzylinder
152 wahlweise auch unter Verwendung einer Magnetspule oder eines Motors
angetrieben werden.
Das Steuersystem dieser Verpackungslinie ist in 9
gezeigt. Dieses Steuersystem umfasst die Steuereinheit 161 (Antriebssteuermittel
und Speichermittel), die die Verpackungslinie insgesamt steuert. Die Steuereinheit
161 umfasst eine CPU 161a, die verschiedene Berechnungsprozesse
durchführt, und einen Speicher 161b, der die Anfangskonfiguration
für jeden Gegenstand und für verschiedene Steuerparameter speichert.
Die Steuereinheit 161 umfasst vorzugsweise einen Mikrocomputer
mit einem Steuerprogramm, das, wie unten diskutiert wird, die erste und zweite Antriebseinrichtung
111' und 112' steuert. Die Steuereinheit 161 kann außerdem
herkömmliche Komponenten wie eine Eingangsschnittstellenschaltung und eine
Ausgangsschnittstellenschaltung und Speichereinrichtungen wie einen ROM (Festspeichereinrichtung)
und einen RAM (Arbeitsspeichereinrichtung) umfassen. Die Speicherschaltung speichert
Prozessergebnisse und Steuerprogramme wie das für den Antriebssteuervorgang,
die von der Prozessorschaltung laufen gelassen werden.
Wie in 9 zu erkennen ist, ist die Steuereinheit
161 operativ mit den ersten und zweiten fotoelektrischen Sensoren
105 und 141, dem Beladeförderband 102, den ersten
und zweiten Förderbändern 111 und 112, der Entladeeinrichtung
103 und dem Abladeförderband 104 verbunden. Die Steuereinheit
161 ist dazu in der Lage, entsprechend dem Steuerprogramm gezielt jede
Komponente des Steuersystems zu steuern. Dem Fachmann ist anhand dieser Offenbarung
ersichtlich, dass der genaue Aufbau und Algorithmus des Steuersystems jede beliebige
Kombination von Hardware und Software sein kann, die die Funktionen der Erfindung
ausführt.
Die CPU 161a gibt Steuersignale an das Beladeförderband
102, die ersten und zweiten Förderbänder 111 und
112, die Entladeeinrichtung und das Abladeförderband 104
aus, um den Antrieb dieser Einrichtungen zu steuern. Die CPU 161a empfängt
eingehende Erfassungssignale von den ersten und zweiten fotoelektrischen Sensoren
105 und 141.
Der Speicher 161b speichert Steuerparameter, etwa den Zeitpunkt
des zeitweisen Antriebs der ersten und zweiten Förderbänder
111 und 112, der von den ersten fotoelektrischen Sensoren
105 an der Beladeposition P1 für jeden der Gegenstände X erfasst
wird; die Anzahl der pro Gruppe aufgeladenen Gegenstände X ... X; die Fördergeschwindigkeit
und die Förderzeit der ersten und zweiten Förderbänder
111 und 112 von der Beladeposition P1 zur Entladeposition P2;
die Bewegungshübe des Schiebebauteils 151 der Entladeeinrichtung
103; und die Zeitpunkte des zeitweiligen Antriebs des Abladeförderbands
104. Der Speicher 161b speichert Halteparameter wie die Anzahl
der Aufteilungsflächenabschnitte und des Abstands zwischen den Aufteilungsflächenabschnitten
für verschiedene Modelle des Gegenstandsgruppenhalters.
Es werden nun die Wirkungen der Fördervorrichtung 101
beschrieben.
Während der zweite Gegenstandsgruppenhalter 123 im Förderbetrieb
an die Beladeposition P1 angrenzt, treibt die CPU 161a der Steuereinheit
161 den zweiten Förderriemen 118 zeitweilig auf Basis der
Gegenstandserfassungssignale von den ersten fotoelektrischen Sensoren
105 um einen vorbestimmten Schritt, mit anderen Worten um den Zwischenraum
des Gegenstandhalters 121', an. In diesem Fall arbeitet zeitweilig auch
das Beladeförderband 102, das die Gegenstände X ... X trägt.
Mit anderen Worten wird, sobald der Gegenstand X von den ersten fotoelektrischen
Sensoren 105 erfasst wird, der zweite Förderriemen 118 solange
angehalten, bis eine vorbestimmte Zeitdauer verstrichen ist, nachdem die ersten
fotoelektrischen Sensoren 105 keine Gegenstände X mehr erfasst haben.
Sobald diese vorbestimmte Zeitdauer verstrichen ist, arbeitet der zweite Förderriemen
118 nur um einen vorbestimmten Schritt. Während dieses Betriebs wird
das Beladeförderband 102 angehalten. Wenn der zweite Förderriemen
118 anhält, beginnt als nächstes das Beladeförderband
102 seinen Betrieb. Sind dem zweiten Gegenstandsgruppenhalter
123 durch Wiederholen dieser Vorgänge fünf Gegenstände X
... X zugeführt worden, hält das Beladeförderband 102 an.
Das Beladeförderband 102 wiederholt dann die oben beschriebenen Vorgänge,
wenn der erste Gegenstandsgruppenhalter 122 ankommt.
Auf diese Weise wird jeder der Gegenstandshalter 121' ...
121' des zweiten Gegenstandsgruppenhalter 123 mit einem der Gegenstände
X ... X versorgt, so dass den Gegenstandshaltern 121' ... 121'
fünf Gegenstände X ... X zugeführt und von diesen in aufrechter Haltung
gehalten werden.
Andererseits kommt der erste Gegenstandsgruppenhalter 122,
der in seinen Gegenstandshaltern 121' ... 121' bereits die fünf
Gegenstände X ... X hält, an der Entladeposition P2 an, nachdem er von
dem ersten Förderriemen 115 transportiert wurde und hält dort
an. Dann werden, indem das Schiebebauteil 151 der Entladeeinrichtung
123 auf den Förderweg bewegt wird, die in den Gegenstandshaltern
121 ... 121' gehaltenen Gegenstände X ... X alle heraus geschoben.
Die Gegenstände X ... X werden, nachdem sie über den Führungstisch
106 gegangen sind, an der Einpackposition P3 kompakt in der aufrechten
Position in den Pappkarton Y gepackt (siehe hierzu in der Zeichnung die Strichellinie
in 3). Der Pappkarton Y ist auf dem Abladeförderband
104 so platziert, dass er der Entladeeinrichtung 103 mit der Fördervorrichtung
101 dazwischen gegenüberliegt. Wird der Pappkarton Y, in dem die vorbestimmte
Anzahl an Gegenständen X ... X eingepackt ist, von dem Abladeförderband
104 stromabwärts transportiert, wird von stromaufwärts ein neuer
leerer Pappkarton Y angefördert und hält an der Position gegenüber
der Entladeeinrichtung 103 an.
Sobald seine Halter 121' ... 121' leer sind, beginnt
der erste Gegenstandsgruppenhalter 122, sich zu der Beladeposition P1 auf
dem ersten Förderriemen 115 zu bewegen.
Nachdem der erste Gegenstandsgruppenhalter 122 die Entladeposition
P2 verlassen hat, kommt der zweite Gegenstandsgruppenhalter 123 an der
Entladeposition P2 an, der in seinen Haltern 121' ... 121' Gegenstände
X ... X hat. Dann werden die Gegenstände X ... X auf die gleiche Weise, wie
oben anhand des ersten Gegenstandsgruppenhalters 122 beschrieben wurde,
aus dem zweiten Gegenstandsgruppenhalter 123 entladen. In der Zwischenzeit
nimmt der erste Gegenstandsgruppenhalter 122 an der Beladeposition P1 auf
die gleiche Weise, wie oben anhand des zweiten Gegenstandsgruppenhalters
123 beschrieben wurde, die Gegenstände X ... X auf.
Das erste Förderband 111 und das zweite Förderband
112, also mit anderen Worten der erste Förderriemen 115 und
der zweite Förderriemen 118, werden auf diese Weise unabhängig
angetrieben. Während von dem ersten Gegenstandsgruppenhalter 122 oder
dem zweiten Gegenstandsgruppenhalter 123 an der Entladeposition
22 Gegenstände X ... X entladen werden, kann der zweite Gegenstandsgruppenhalter
123 oder der erste Gegenstandsgruppenhalter 122 an der Beladeposition
P1 von dem Beladeförderband 102 Gegenstände X ... X aufnehmen.
Indem diese Vorgänge mit Unterbrechungen wiederholt werden, ist es möglich,
die Förderung der Gegenstände X ... X mit hoher Geschwindigkeit durchzuführen.
Da die Aufteilungsbauteile 121 ... 121, die die
Gegenstandsgruppenhalter 122 und 123 bilden, die Form des Buchstabens
L haben, stehen die Aufteilungsbauteile 121 ... 121 bezogen auf
die Förderbandfläche aufrecht. Dementsprechend besteht keine Notwendigkeit
für einen komplizierten Mechanismus, der die Gegenstände X ... X in der
aufrechten Position trägt. Daher kann der Aufbau der Fördervorrichtung
einfach gehalten und seine Gestaltung vereinfacht werden.
Außerdem sind die Aufteilungsbauteile 121 ...
121 miteinander verbunden, da die Bodenabschnitte 121b ...
121b miteinander über die Scharniermechanismen 126 ...
126 verbunden sind. Daher werden die Gegenstandsgruppenhalter
122 und 123, indem sie der Bewegung der Förderriemen
115 und 116 folgen, sanft gefördert. Dadurch ist es möglich,
während der Förderung der Gegenstände X ... X einen Stoß zu
verhindern. Diese Wirkung fällt besonders während des Hochgeschwindigkeitsbetriebs
auf. Darüber hinaus weiten sich die Zwischenräume zwischen den oberen
Abschnitten benachbarter Aufteilungsflächenabschnitte 121a ...
121a, die über die Scharniermechanismen 126 ...
126 verbunden sind, an der Beladeposition P1, also mit anderen Worten dort,
wo die Förderriemen 115 und 118 umkehren. Dementsprechend
können die Gegenstände X ... X reibungslos vom Beladeförderband
102 auf die Gegenstandsgruppenhalter 122 und 123 geladen
werden.
Die Aufteilungsbauteile 121 ... 121 sind über
eine Vielzahl von Scharniermechanismen 126 ... 126, die die gekrümmten
Abschnitte 121c ... 121c und die durch die ovalen rohrförmigen
Räume der gekrümmten Abschnitte 121c ... 121c gehenden
Stifte umfassen, zu einer Einheit verbunden. Die Aufteilungsbauteile 121
... 121 können sich relativ zueinander in der Förderrichtung
bewegen. Daher können die Gegenstandsgruppenhalter 122 und
123, indem sie den Förderriemen 115 und 118 folgen,
die auf umlaufende Weise arbeiten, noch problemloser gefördert werden. So können
die Gegenstandsgruppenhalter 122 und 123 den Förderriemen
115 und 118 günstiger Weise sogar an Abschnitten folgen,
wo die Förderriemen 115 und 118 umkehren.
Da außerdem die Trenn-/Verbindungseinrichtungen 124
eingebaut sind, ist es leicht, die Gegenstandsgruppenhalter 122 und
123 von den Förderriemen 115 und 118 zu trennen
und wieder damit zu verbinden. Da die Anzahl der Trenn-/Verbindungseinrichtungen
124 und 124, die bei jedem der Gegenstandsgruppenhalter
122 und 123 vorgesehen sind (in diesem Ausführungsbeispiel
zwei auf der Vorderseite und der Rückseite) kleiner als die Anzahl an Aufteilungsbauteilen
121 ... 121 (sechs in diesem Ausführungsbeispiel) ist, lassen
sich die Gegenstandsgruppenhalter leichter trennen und verbinden als in dem Fall,
dass die Aufteilungsbauteile 121 ... 121 einzeln mit den Förderriemen
verbunden und von ihnen gelöst werden müssen.
Wie sich aus dem zweiten Gegenstandsgruppenhalter 123 in
8 als Beispiel ergibt, kann der zweite
Gegenstandsgruppenhalter 123 leicht mit dem zweiten Förderriemen
118 verbunden werden, indem zunächst der rechte Seitenabschnitt
131b des Hakenbauteils 131, das eine Blattfeder ist, und der rechte
konkave Abschnitt 132b der Aufnahme 132 tief verbunden werden
und dann der linke Seitenabschnitt 131a des Hakenbauteils 131
und der linke konkave Abschnitt 132a der Aufnahme 132, indem der
zweite Gegenstandsgruppenhalter 123 von oben gedrückt wird, verbunden
werden. Wenn der zweite Gegenstandsgruppenhalter 123 vom zweiten Förderriemen
118 getrennt werden soll, wird dagegen zunächst der zweite Gegenstandsgruppenhalter
123 gezogen, um den Eingriff des linken Seitenabschnitts 131a
des Hakenbauteils 131 und des linken konkaven Abschnitts 132a
der Aufnahme 132 zu lösen. Dann werden der rechte Seitenabschnitt
131b des Hakenbauteils 131 und der rechte konkave Abschnitt
132b der Aufnahme 132 voneinander gelöst.
Alternativ können der linke Seitenabschnitt 131a des
Hakenbauteils 131 und der linke konkave Abschnitt 132a der Aufnahme
132 den gleichen oder einen ähnlichen Aufbau wie der rechte Seitenabschnitt
131b und der rechte konkave Abschnitt 132b haben. Auf diese Art
wird die Aufnahme 132 durch das Hakenbauteil 131 auf beiden Seiten
der Förderband-Breitenrichtung festgeklemmt. Daher kann der Halter
123 von dem Förderriemen 118 auch während eines Hochgeschwindigkeitsbetriebs
sicher bezüglich der Zentrifugalkraft gehalten werden, zu der es kommt, wenn
der Förderriemen 118 umkehrt.
Bezogen auf die 3, 4
und 9 kann es sein, dass die Gegenstandsgruppenhalter
122 und 123 gegen eine neue Art Gegenstandsgruppenhalter ausgetauscht
werden müssen, wenn sich die Art der Gegenstände ändert. In diesem
Fall ist es mit dem zweiten fotoelektrischen Sensoren 141 möglich,
die Halteparameter der Gegenstandsgruppenhalter 122 und 123 wie
die Anzahl der Aufteilungsflächenabschnitte und die Abstände zwischen
benachbarten Aufteilungsflächenabschnitten zu erfassen.
Sobald die Erfassungssignale von den fotoelektrischen Sensoren
141 in die CPU 161a eingegeben sind, fragt die CPU 161a
aus der in dem Speicher 161b gespeicherten Datenbank die Steuerparameter
ab, die zu dem Erfassungssignal passen. Dann gibt die CPU 161a Ansteuerungssignale
an die zugehörigen Vorrichtungen wie das Beladeförderband 102,
die Entladeeinrichtung 103, das Abladeförderband 104 und
die ersten und zweiten Förderbänder 111 und 112, also
mit anderen Worten an die ersten und zweiten Förderriemen 115 und
118, aus. Das heißt, dass auf diese Weise die Zeitpunkte gesteuert
werden, an denen sich das Beladeförderband 102 aus der Beladeposition
P1 bewegt und sich die Förderriemen 115 und 118 zur Entladeposition
P2 bewegen.
Auf diese Weise wird die Fördervorrichtung 101 unter
Bedingungen angetrieben, die zu den neuen Gegenstandsgruppenhaltern passen. Somit
kann der Betrieb der Fördervorrichtung 100 sogar noch weiter automatisiert
werden.
In diesem Ausführungsbeispiel wird das Abladeförderband
104 von einem eigenen (nicht gezeigten) Tragerahmen getragen, der auf einer
entsprechenden (nicht gezeigten) Kraftmesszelle gelagert ist. Somit wird das Abladeförderband
104 des zweiten Ausführungsbeispiels auf die gleiche Weise wie das
Wiegeförderband 2 des ersten Ausführungsbeispiels getragen, wobei
die Funktionsweise der Kraftmesszellen identisch ist.