KADLEC, Donald, Midland, MI 48642, US; LIN, Zuchen, Midland, MI 48642, US; SCHULZ, William Jr., Midland, MI 48642, US; SMITH, Janet, Swartz Creek, MI 48473, US; STARCH, Michael, Midland, MI 48642, US; ZHANG, Shizhong, Midland, MI 48642, US
Diese Erfindung richtet sich auf Elastomerzusammensetzungen, die durch
Vernetzung eines ≡Si-H-haltigen Polysiloxans mit hohem Molekulargewicht und
einer Dien-, Diin- oder En-In-Verbindung in Gegenwart eines Verdünnungsmittels
hergestellt werden. Die Elastomerzusammensetzung ist zur Verwendung bei der Herstellung
von Körperpflegezusammensetzungen geeignet.
Vernetzungen sind Verbindungen von Polymerketten in einem dreidimensionalen
Netzwerk. Sie können als langkettige Verzweigungen betrachtet werden, die so
zahlreich sind, dass ein kontinuierliches unlösliches Netzwerk oder Gel gebildet
wird.
Zunehmend werden platinkatalysierte Hydrosilylierungsreaktionen verwendet,
um Netzwerke auszubilden. Sie beinhalten typischerweise Reaktionen zwischen einem
Polysiloxan das verschiedene ≡Si-H-Gruppen enthält mit niedrigem Molekulargewicht
und einem Polysiloxan mit mehreren ≡Si-Vinylgruppen mit hohem Molekulargewicht
oder umgekehrt.
Attraktive Merkmale dieses Mechanismus sind, dass (i) keine Nebenprodukte
gebildet werden, (ii) Verknüpfungsstellen und somit die Netzwerkarchitektur
eng definiert werden kann und (iii) Hydrosilylierung selbst bei Raumtemperatur stattfindet,
um Netzwerke zu bilden. In diesem Mechanismus beinhaltet die Vernetzung die Addition
von ≡SiH über Mehrfachbindungen d.h. ≡SiH + CH2=CH-R
→ ≡SiCH2CH2-R.
US-Patent Nr. 5,654,352 offenbart ebenfalls ein Verfahren zur Herstellung
von Siliconelastomeren, das Umsetzen von (A) eines ≡Si-H-haltigen Polysiloxans
der Formel R3SiO(R'2SiO)a(R''HSiO)bSiR3
und wahlweise eines ≡Si-H-haltigen Polysiloxans der Formel HR2SiO(R'2SiO)cSiR2H
oder Formel HR2SiO(R'2SiO)a(R''HSiO)bSiR2H
enthält, worin R, R' und R'' Alkylgruppen mit 1–6 Kohlenstoffatomen
sind, a 0–250 ist, b 1–250 ist und c 0–250 ist, mit (B) einem
&agr;,&ohgr;-Dien als einzigen ungesättigten Kohlenwasserstoff der Formel
CH2=CH(CHCH2)xCH=CH2, worin x 1–20
ist, umfasst; Durchführung der Reaktionen in Gegenwart eines Platin-Katalysators
und (C) eines Lösungsmittels ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus (i)
organischen Verbindungen, (ii) Verbindungen, die Siliciumatome enthalten, (iii)
Mischung von organischen Verbindungen, (iv) Mischungen von Verbindungen, die Siliciumatome
enthalten und (v) Mischungen von organischen Verbindungen, die ein Siliciumatom
enthalten und Fortführen der Reaktion, bis ein Gel durch Vernetzung und Addition
von ≡Si-H an die Doppelbindungen in dem &agr;,&ohgr;-Dien gebildet wird.
Es existiert aber nach wie vor eine Notwendigkeit für neue Siliconelastomere,
um verbesserte Eigenschaften zu haben. Es wurde festgestellt, dass bei Verwendung
eines ≡Si-H-haltigen Polysiloxans mit hohem Molekulargewicht die Elastomerzusammensetzungen,
die Siliconelastomere enthalten, einzigartige sensorische Vorteile, Verdickungseffizienz
und/oder verringerte Syneresiseigenschaften aufweisen.
Diese Erfindung betrifft eine Elastomerzusammensetzung enthaltend
(A) ein Silconelastomer mit einer ersten polymeren Einheit der mittleren Formel
worin jedes R1 unabhängig eine einbindige Kohlenwasserstoffgruppe
mit 1 bis 30 Kohlenstoffatomen ist, R2 ein Wasserstoff(H)atom ist, R3
eine Vernetzung E-Y-E ist, wobei ein Ende der Vernetzung an eine zweite polymere
Einheit gebunden ist, jedes E eine divalente Gruppe ist, die ausgewählt ist
aus -CH2CH2- oder -CH=CH- und Y eine divalente Gruppe ist,
die ein Kohlenwasserstoff, ein Siloxan oder jegliche Kombination dieser ist, und
a 265 bis 2.000 ist,
b 0 bis 249 ist und c 1 bis 250 ist unter der Voraussetzung, dass b + c ≤
250 ist und
(B) ein Verdünnungsmittel.
Eine andere Ausführungsform dieser Erfindung stellt ein Verfahren
zur Herstellung einer Elastomerzusammensetzung bereit, wobei das Verfahren umfasst:
(1) Umsetzen in Gegenwart eines Hydrosylierungskatalysators
(a) ein ≡Si-H-haltiges Polysiloxan mit der mittleren Formel
R13SiO(R12SiO)a(R1HSiO)dSiR13
worin jedes R1 unabhängig von einander eine einbindige Kohlenwasserstoffgruppe
mit 1 bis 30 Kohlenstoffatomen ist, a 265 bis 2.000 ist und d 1
bis 250 ist, mit
(b) einer Dien-, Diin- oder En-In-Verbindung, worin (a) und (b) in
(c) einem Verdünnungsmittel dispergiert sind und
(2) Fortführen der Reaktion bis ein Siliconelastomer durch Vernetzung und
Addition von ≡Si-H an ungesättigte Bindungen in den Dien-, Diin- oder
der En-In-Verbindung gebildet wird.
In einer anderen Ausführungsform dieser Erfindung wird die Elastomerzusammensetzung
in ein Siliconpulver unter Verwendung von mechanischer Kraft verteilt.
In einer anderen Ausführungsform dieser Erfindung wird eine Basiszusammensetzung
durch Aussetzen einer Zusammensetzung die (I) die Elastomerzusammensetzung und (II)
ein zweites Verdünnungsmittel enthält an Scherkräften gebildet.
Diese Erfindung betrifft eine Elastomerzusammensetzung, die
(A) ein Siliconelastomer mit einer ersten polymeren Einheit der mittleren Formel
worin jedes R1 unabhängig von einander eine einbindige Kohlenwasserstoffgruppe
mit 1 bis 30 Kohlenstoffatomen ist, R2 ein Wasserstoff(H)atom ist, R3
eine Vernetzung E-Y-E ist, worin ein Ende der Vernetzung an eine zweite polymere
Einheit gebunden ist, jedes E eine divalente Gruppe ist, die ausgewählt ist
aus -CH2CH2- oder -CH=CH- und Y eine divalente Gruppe ist,
die ein Kohlenwasserstoff, ein Siloxan oder jegliche Kombination dieser ist und
a 265 bis 2.000 ist (alternativ 350 bis 1.000), b 0 bis 249 ist (alternativ 0 bis
100) und c 1 bis 250 ist (alternativ 1 bis 100), unter der Voraussetzung, dass b
+ c ≤ 250 (alternativ ≤ 100) ist und
(B) ein Verdünnungsmittel enthält.
In der ersten polymeren Einheit ist R1 eine einbindige
Kohlenwasserstoffgruppe mit 1 bis 30 Kohlenstoffatomen. R1 kann durch
Alkylgruppen wie z.B. Methyl, Ethyl, Propyl, Butyl, Pentyl, Hexyl oder Isobutyl,
Arylgruppen wie z.B. Phenyl, Biphenyl, Naphthyl oder Anthracyl, Alkarylgruppen wie
z.B. Tolyl oder Xylyl, Aralkylgruppen wie z.B. Benzyl, Phenylethyl oder 2-Phenylpropyl
oder Polyether veranschaulicht werden, ist aber nicht darauf beschränkt.
In der ersten polymeren Einheit ist R3 eine Vernetzung
der Formel E-Y-E, worin jedes E eine divalente Gruppe unabhängig voneinander
ausgewählt aus -CH2CH2- oder -CH=CH- ist. Typischerweise
ist jedes E -CH2CH2- und Y ist eine Kohlenwasserstoffgruppe
mit 1 bis 30 Kohlenstoffatomen, alternativ 1–10 Kohlenstoffatomen. In der
Vernetzung ist Y eine divalente Gruppe die ein Kohlenwasserstoff, ein Siloxan oder
jegliche Kombination dieser ist. Wenn Y ein Siloxan ist, hat es typischerweise die
Formel
worin R1 wie vorhergehend definiert ist und p 0 bis 20.000, alternativ
0 bis 500, ist.
R3 kann durch Polyether, Pentylen, Hexylen, Heptylen, Octylen, Nonylen,
Decylen, Dodecylen, Tetradecylen und Mischungen davon veranschaulicht werden, ist
aber nicht darauf beschränkt.
Ein Ende von R3 ist an die erste polymere Einheit, die
in Formel 1 gezeigt ist, gebunden. Das andere Ende von R3 ist an eine
zweite polymere Einheit mit der Form (≡Si-O1/2) gebunden, worin
die verbleibenden zwei Bindungsstellen an dem Si in dieser Einheit Sauerstoff, R1
oder jegliche Kombination davon sind.
Die zweite polymere Einheit kann dieselbe oder unterschiedlich von
der polymeren Einheit (I) sein. Typischerweise ist das andere Ende von R3
an eine zweite polymere Einheit mit der Formel (II) gebunden:
worin jedes R15, R16 und R17 unabhängig von
einander ausgewählt ist aus Wasserstoff oder einer einbindigen Kohlenwasserstoffgruppe
mit 1 bis 30 Kohlenstoffatomen und i 0 bis 2.000 ist, j 0 bis 250 ist und k 1 bis
250 ist.
R15, R16 und R17 können beispielsweise
Wasserstoff, Alkylgruppen wie z.B. Methyl, Ethyl, Propyl, Butyl, Pentyl, Hexyl oder
Isobutyl, Arylgruppen wie z.B. Phenyl, Biphenyl, Naphthyl oder Anthracyl, Alkarylgruppen
wie z.B. Tolyl oder Xylyl oder Aralkylgruppen wie z.B. Benzyl, Phenylethyl oder
2-Phenylpropyl oder Polyether sein, sind aber nicht darauf beschränkt.
Die Menge der Vernetzung in dem Siliconelastomer beträgt 0,01
bis 90 mol-%, alternativ 1 bis 20 mol-%.
Das Siliconelastomer enthält typischerweise 10 bis 40.000 polymere
Einheiten (z. B, erste und zweite polymere Einheiten).
Die Elastomerzusammensetzungen der vorliegenden Erfindung enthalten
ebenfalls ein Verdünnungsmittel (B). Geeignete Beispiele von Verdünnungsmittel
beinhalten Silicone sowohl lineare als auch cyclische (andere als wie sie verwendet
werden, um das korrespondierende Siliconelastomer (A) herzustellen), organische
Öle, organische Lösungsmittel und Mischungen davon. Spezifische Beispiele
von Verdünnungsmitteln können im US-Patent Nr. 6,200,581 gefunden werden.
Nicht-reaktive oder relativ nicht-reaktive Lösungsmittel sind bevorzugt. Zum
Zweck der vorliegenden Erfindung wird der Begriff "nicht-reaktiv" in Bezugnahme
auf die in Frage stehende Vernetzungsreaktion verwendet und wird in Bezug auf die
anderen Reaktanten hierin verwendet. Ein relativ nichtreaktives Verdünnungsmittel
ist weniger als ein Zehntel so reaktiv mit den anderen Reaktanten im Vergleich zu
den anderen untereinander in der angesprochenen Vernetzungsreaktion. Der Gewichtsverhältnisbereich
von (A):(B) beträgt typischerweise 1:100 bis 10:1, alternativ 1:50 bis 2:1,
alternativ 1:20 bis 1:1.
Die Elastomerzusammensetzungen werden durch Umsetzung in Gegenwart
eines Hydrosilylierungskatalysators von
(a) einem ≡Si-H-haltigen Polysiloxan der Formel R13SiO(R12SiO)a(R1HSiO)dSiR13, worin jedes R1 unabhängig von einander eine einbindige
Kohlenwasserstoffgruppe mit 1 bis 30 Kohlenstoffatomen ist, a 265 bis 2.000 ist
(alternativ 350 bis 1.000) und b 1 bis 250 ist (alternativ 1 bis 100) mit
(b) einem Dien, Diin oder einer En-In-Verbindung, worin (a) und (b) in
(c) einem Lösungsmittel dispergiert sind, hergestellt. Die Reaktion wird
fortgeführt, bis ein Elastomer durch Vernetzung und Addition von ≡Si-H
an Doppelbindungen in der Dien-, Diin- oder En-In-Verbindung gebildet wird.
Das ≡Si-H-haltige Polysiloxan (a) wird durch Verbindungen der
Formel R13SiO(R12SiO)a(R1HSiO)dSiR13 wiedergegeben, worin R1, a und d wie vorhergehend definiert
sind (hierin als ≡Si-H-haltiges Polysiloxan (a') bezeichnet). In dem ≡Si-H-haltigen
Polysiloxan existieren typischerweise wenigstens 20 (R12SiO) Einheiten für jede (R1HSiO) Einheit (d. h. a:d
≥ 20:1), alternativ existieren wenigstens 35 (R12SiO) Einheiten für jede (R1HSiO) Einheit, alternativ
existieren wenigstens 75 (R12SiO) Einheiten für jede (R1HSiO) Einheit.
Zusätzlich kann (a) Verbindungen der Formel HR12SiO(R12SiO)eSiR12H und/oder der Formel HR12SiO(R12SiO)a(R1HSiO)dSiR12H enthalten (kollektiv als ≡Si-H-haltige Polysiloxan (a'') bezeichnet),
worin R1, a und d wie vorhergehend definiert sind und e gleich 0 bis
250 (alternativ 0 bis 100 ist). Das molare Verhältnis der Verbindungen a'':a'
in (a) ist 0 bis 20, alternativ 5 bis 5. Das ≡Si-H-haltige Polysiloxan kann
ein einzelnes Polysiloxan oder eine Mischung von Polysiloxanen sein.
Komponente (b) ist eine Dien-, Diin- oder En-In-Verbindung. Dien-,
Diin- oder En-In-Verbindungen sind solche Verbindungen, worin wenigstens zwei aliphatisch
ungesättigte Gruppen mit einer gewissen Trennung zwischen
den Gruppen existieren. Strukturell kann Komponente (b) HC=C-Y-C=CH sein (in dem
&agr;,&ohgr;-Dien-Fall), worin Y eine divalente Gruppe ist, die ein Kohlenwasserstoff,
ein Siloxan oder eine Kombination dieser ist. Die Ungesättigtheit kann am Ende
oder seitenständig sein, wenn es Teil eines polymeren Moleküls ist. Komponente
(b) kann eine einzelne Dien-, Diin- oder En-In-Verbindung oder eine Mischung von
Verbindungen sein.
Komponente (b) kann zum Beispiel E1-Y-E1 sein,
worin jedes E1 unabhängig von einander CH2=CH- oder CH≡C-
ist und Y wie oben definiert ist und ein Siloxan sein, das zwei E1-Y-E-Gruppen
enthält, ist aber nicht darauf beschränkt.
Komponente (b) kann weiterhin beispielhaft durch 1,4-Pentadien, 1,5-Hexadien;
1,6-Heptadien, 1,7-Octadien, 1,8-Nonadien, 1,9-Decadien, 1,11-Dodecadien, 1,13-Tetradecadien
und 1,19-Eicosadien, 1,3-Butadiin, 1,5-Hexadiin (Dipropagyl) und 1-Hexen-5-in veranschaulicht
werden, ist aber nicht darauf beschränkt.
Ein Katalysator ist notwendig, um die Reaktion zwischen dem ≡Si-H-haltigen
Polysiloxan (a) und der Dien-, Diin- oder En-In-Verbindung zu bewirken. Geeignete
Katalysatoren sind Übergangsmetalle der Gruppe VIII, d.h. Edelmetalle. Solche
Edlemetall-Katalysatoren werden in US-Patent Nr. 3,923,705 beschrieben. Ein bevorzugter
Platinkatalysator ist der Karstedt-Katalysator, der in Karstedts US-Patenten Nr.
3,715,334 und 3,814,730 beschrieben ist. Der Karstedt-Katalysator ist ein Platin-Divinyltetramethyldisiloxan-Komplex,
der typischerweise etwa 1 Gew.-% Platin in einem Lösungsmittel wie z.B. Toluol
enthält. Ein anderer bevorzugter Platin-Katalysator ist ein Reaktionsprodukt
von Chlorplatinsäure und einer Organosiliciumverbindung, die endständige
aliphatische Ungesättigtheit enthält. Der Platin-Katalysator ist in US-Patent
Nr. 3,419,593 beschrieben. Die Edelmetallkatalysatoren werden in Mengen von nur
0,00001 bis 0,5 Teilen pro 100 Gewichtsteile des ≡Si-H-haltigen Polysiloxans,
alternativ 0,00001 bis 0,02 Teilen, alternativ 0,00001 bis 0,002 Teilen verwendet.
Komponenten (a) und (b) werden in einem Verdünnungsmittel (c)
dispergiert. Das Verdünnungsmittel (c) ist typischerweise ausgewählt aus
(i) Siliconen, (ii) organischen Verbindungen und (iii) Mischung von organischen
Verbindungen und Siliconen. Verdünnungsmittel (c) ist dasselbe wie Verdünnungsmittel
(B), wie oben beschrieben.
Siliconverdünnungsmittel (i) umfassen lineare oder cyclische
flüchtige Silicone mit niedrigem Molekulargewicht, nicht flüchtige Alkyl-
oder Arylsilicone und lineare oder cyclische funktionelle Silicone mit niedrigem
Molekulargewicht. Das Silicon kann ein einzelnes Silicon oder eine Mischung von
Siliconen sein. Typischerweise ist das Silicon ein flüchtiges Methylsilicon
mit niedrigem Molekulargewicht (VHS).
VMS-Verbindungen entsprechen der mittleren Einheitenformel (CH3)xSiO(4-x)/2,
in der x einen Wert von 2–3 hat. Repräsentative Einheiten in VMS-Verbindungen
sind (CH3)3SiO1/2-Einheiten und (CH3)2SiO2/2-Einheiten.
Zusätzlich können CH3SiO3/2-Einheiten und/oder SiO4/2-Einheiten
vorhanden sein, die zu der Bildung von verzweigten, linearen oder cyclischen flüchtigen
Methylsiliconen führen.
Lineare VMS haben die Formel (CH3)3SiO{(CH3)2SiO}ySi(CH3)3,
worin y 0 bis 5 ist, cyclische VMS haben die Formel {(CH3)2SiO}z,
worin z 3 bis 6 ist. Typischerweise haben die flüchtigen Methylsilicone einen
Siedepunkt von weniger als etwa 250°C und Viskositäten von 0,65 bis 5,0
Centistokes (mm2/s).
Lineare flüchtige Methylsilicone können weiterhin durch
Hexamethyldisiloxan, Octamethyltrisiloxan, Decamethyltetrasiloxan, Dodecamethylpenetasiloxan,
Tetradecamethylhexasiloxan und Hexadecamethylheptasiloxan beispielhaft angegeben
werden, sind aber nicht darauf beschränkt. Cyclische flüchtige Methylsilicone
können weiterhin beispielhaft durch Hexamethylcyclotrisiloxan, Octamethylcyclotetrasiloxan,
Decamethylcyclopentasiloxan und Dodecamethylcyclohexasiloxan angegeben werden, sind
aber nicht darauf beschränkt. Verzweigte flüchtige Methylsilicone können
beispielhaft durch Heptamethyl-3-{(trimethylsilyl)oxy}trisiloxan, Hexamethyl-3,3bis{(trimethylsilyl)oxy}trisiloxan
und Pentamethyl{(trimethylsilyl)oxy}cyclotrisiloxan angegeben werden, sind aber
nicht darauf beschränkt.
Lineare Polyalkyl- oder Arylsilicone können beispielhaft durch
Verbindung der Formel R43SiO(R42SiO)mSiR43, angegeben werden, sind aber nicht darauf beschränkt. Cyclische
Polyalkyl- oder Arylsilicone sind Verbindungen der Formel (R42SiO)n, worin R4 eine Alkylgruppe mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen
oder einer Arylgruppe wie z.B. Phenyl ist, m einen Wert von 0 bis 80, vorzugsweise
0 bis 20 hat und n einen Wert von 0 bis 9, vorzugsweise 4 bis 6 hat. Diese Silicone
haben Viskositäten allgemein im Bereich von etwa 1 bis 100 Centistokes (mm2/s).
Andere repräsentative nichtflüchtige Silicone mit niedrigem Molekulargewicht
haben die allgemeine Struktur R53SiO(R5R6SiO)pSiR53, worin p einen Wert hat, um Polymere bereitzustellen mit einer Viskosität
im Bereich von etwa 100 bis 10.000 Centistokes (mm2/s) und R5
und R6 sind Alkylreste mit 1 bis 30 Kohlenstoffatomen oder einer Arylgruppe
z.B. Phenyl. Typischerweise beträgt der Wert von p etwa 80 bis 375. Nichtflüchtige
Polysiloxane können beispielhaft durch Polydimethylsiloxan, Polydiethylsilan,
Polymethylethylsiloxan, Polymethylphenylsiloxan, Polydiphenylsiloxan angegeben werden,
sind aber nicht darauf beschränkt.
Funktionelle Silicone mit niedrigem Molekulargewicht können durch
acrylamidfunktionelle Siloxanfluide, acrylfunktionelle Siloxanfluide, amidfunktionelle
Siloxanfluide, aminofunktionelle Siloxanfluide, carbinolfunktionelle Siloxanfluide,
carboxyfunktionelle Siloxanfluide, chloralkylfunktionelle Siloxanfluide, epoxfunktionelle
Siloxanfluide, glykolfunktionelle Siloxanfluide, ketalfunktionelle Siloxanfluide,
mercaptofunktionelle Siloxanfluide, methylesterfunktionelle Siloxanfluide, perfluorofunktionelle
Siloxanfluide und silanofunktionelle Siloxane wiedergegeben werden.
Organische Verdünnungsmittel (ii) beinhalten aromatische Kohlenwasserstoffe,
aliphatische Kohlenwasserstoffe, Alkohole, Aldehyde, Ketone, Amine, Ester, Ether,
Glykole, Glykolether, Alkylhalogenide oder aromatische Halogenide. Organische Verdünnungsmittel
können beispielhaft durch Alkohole wie z.B. Methanol, Ethanol, 1-Propanol,
Cyclohexanol, Benzylalkohol, 2-Octanol, Ethylenglycol, Propylenglycol und Glycerin,
aliphatische Kohlenwasserstoffe wie z.B. Pentan, Cyclohexan, Heptan, VM&P-Lösungsmittel
und Petroleum, Alkylhalogenide wie z.B. Chloroform, Tetrachlorkohlenstoff, Perchlorethylen,
Ethylchlorid und Chlorbenzol, Amine wie z.B. Isopropylamin, Cyclohexylamin, Ethanolamin
und Diethanolamin, aromatische Kohlenwasserstoffe wie z.B. Benzol, Toluol, Ethylbenzol
und Xylol, Ester wie z.B. Ethylacetat, Isopropylacetat, Ethylacetat, Amylacetat,
Isobutylisobutyrat und Benzylacetat, Ether wie z.B. Ethylether, n-Butylether, Tetrahydrofuran
und 1,4-Dioxan, Glycolether wie z.B. Ethylenglykolmonomethylether, Ethylenglykolmonomethyletheracetat,
Diethylenglykolmonobutylether und Propylenglykolmonophenylether, Ketone wie z.B.
Aceton, Methylethylketon, Cyclohexanon, Diacetonalkohol, Methylamylketon und Diisobutylketon,
Petroleumkohlenwasserstoffe wie z.B. Mineralöl, Benzin, Naphtha, Kerosin, Gasöl,
Schweröl und Rohöl, Gleitmittelöle wie z.B. Spindelöl und Turbinenöl,
Fettöle wie z.B. Maisöl, Sojaöl, Olivenöl, Rapsöl, Baumwollsamenöl,
Sardinenöl, Heringsöl und Walöl angegeben werden.
Die organischen Verdünnungsmittel können ebenfalls Acetonitril,
Nitromethan, Dimethylformamid, Propylenoxid, Trioctylphosphat, Butyrolacton, Furfural,
Pinienöl, Terpentin und m-Creosol, flüchtige Riechstoffe und andere geeignete
Riechstoffe einschließlich Aldehyde und Ester, flüchtige Riechstoffe wie
z.B. natürliche Produkte und Parfumöle beinhalten. Das organische Verdünnungsmittel
kann eine einzelne Verbindung oder eine Mischung von Verbindungen sein. Zusätzlich
kann das Verdünnungsmittel (c) eine Mischung eines Siloxans und eines organischen
Verdünnungsmittels sein.
Durchführen des Verfahrens ist einfach eine Sache des Kombinierens
der (des) ≡Si-H–haltigen Polysiloxane(s) der Dien-, Diin- oder En-In-Verbindungen,
des Verdünnungsmittels und des Katalysators, und Mischen dieser Bestandteile
bei Raumtemperatur bis sich ein Gel bildet. Höhere Temperaturen können,
falls gewünscht, verwendet werden um das Verfahren zu beschleunigen. Typischerweise
wird die Reaktion bei einer Temperatur von 30°C bis 150°C, alternativ
50°C bis 90°C durchgeführt.
Das Verfahren zur Herstellung der Siliconelastomere wird typischerweise
unter Verwendung von einem 0,7 bis 1,3 molaren Verhältnis von ≡Si-H–haltigen
Polysiloxan zu Dien-, Diin- oder En-In-Verbindungen durchgeführt. Typischerweise
beträgt das molare Verhältnis 0,8 bis 1,2 Teile ≡Si-H–haltigem
Polysiloxan (a) zu Dien-, Diin- oder En-In-Verbindungen (b). Das Verdünnungsmittel
(c) wird in einer Menge zugegeben, um 1 bis 98 Gew.-%, alternativ 5 bis 50 Gew.-%
bezogen auf das Gewicht auf (a), (b) und (c) bereitzustellen.
Die hierin beschriebene Elastomerzusammensetzung kann ebenfalls in
einem Siliconpulver unter Verwendung mechanischer Kraft zerkrümelt werden.
Unter „mechanischer Kraft" wird jede Vorrichtung verstanden, die mechanische
Arbeit in das Elastomer einbringt, wie z.B. ein Blender oder Mischer. Das resultierende
Siliconpulver hat typischerweise eine Teilchengröße von 0,01 bis 10.00
&mgr;m, alternativ 1 bis 100 &mgr;. Das Siliconpulver hat die einzigartige Eigenschaft,
dass es einfach in die Haut eingerieben werden kann und Siliconharze können
darin eingebracht werden, um die Substanz der Formulierungen zu verbessern, die
auf die Haut aufgebracht werden. Diese Materialien sind ideal für die Verwendung
in Kosmetika wie z.B. Antiperspirantien und Deodorantien.
Die resultierenden Siliconelastomere oder Siliconpulver daraus können
weiterhin mit einem zweiten Verdünnungsmittel unter Scherkraft kombiniert werden,
um eine Basiszusammensetzung zu bilden, die geeignet ist zur Verwendung in kosmetischen
oder Körperpflegeproduktzusammensetzungen. Elastomere, die 5 bis 58
Gew.-% eines zweiten Verdünnungsmittels enthalten, sind stabil und bilden einheitliche
Pasten mit einem breiten Viskositätsbereich. Die zweiten Verdünnungsmittel
beinhalten die vorhergehend hierin als Verdünnungsmittel beschriebenen.
Um die Basiszusammensetzung herzustellen, wird das zweite Verdünnungsmittel
dem Siliconelastomer zugegeben und die resultierende Mischung wird Scherkräften
ausgesetzt, um eine Paste zu bilden. Jede Art von Misch- und Schervorrichtungen
kann verwendet werden, um diesen Schritt durchzuführen, wie z.B. Absatzmischer,
Planetenmischer, Einfach- oder Mehrfachschnecketextruder, dynamische oder statische
Mischer, Koloidmühlen, Homogenisierer, Sonolator oder Kombinationen davon.
Die Basiszusammensetzungen haben exzellente Eigenschaften einschließlich
Klarheit, Thixotropie und Verdünnung, und können sanft auf der Haut verteilt
werden. Sie können in kosmetischen und medizinischen Produkten als Basisöl
eingesetzt werden.
Die Siliconelastomerzusammensetzungen und die resultierenden Siliconpulver
und Basiszusammensetzungen daraus haben besonderen Wert in Körperpflegeprodukten.
Aufgrund ihrer einzigartigen Flüchtigkeitseigenschaften der Verdünnungskomponente
dieser Zusammensetzung können sie alleine verwendet werden oder mit anderen
Körperpflegeproduktbestandteilen gemischt werden, um eine Vielzahl von Körperpflegeprodukten
zu bilden.
Beispiele von Körperpflegeproduktbestandteilen beinhalten, sind
aber nicht darauf beschränkt, Ester, Wachse, Öle und Fette von tierischem
oder pflanzlichem Ursprung, Fettalkohole, Fettsäuren, Alkylester von Fettsäuren,
Kohlenwasserstofföle und -wachse, Wasser, organische Lösungsmittel, Parfüme,
oberflächenaktive Mittel, öllösliche Vitamine, wasserlösliche
Vitamine, öllösliche Arzneimittel, wasserlösliche Arzneimittel, aktive
pharmazeutische Verbindungen und andere.
Insbesondere sind die Siliconelastomere, Siliconpulver und Basiszusammensetzungen
in Antiperspirantien und Deoperspirantien geeignet, da sie ein trockenes Gefühl
zurücklassen und die Haut nicht während der Verdampfung abkühlen.
Sie sind gleitfähig und verbessern die Eigenschaften von Hautcremes, Hautpflegelotionen,
Moisturizern, Gesichtsbehandlungen wie z.B. Akne- oder Faltenentfernern, Körper-
und Gesichtsreinigern, Badeölen, Parfums, Kölnisch Wasser, Sachets, Sonnenschutzmittel,
Preshave- und Aftershave-Lotionen, flüssigen Seifen, Rasierseifen und Rasierschäumen.
Sie können in Haarshampoos, Haarkonditionierern, Haarsprays, Mousses, Dauerwellenmittel,
Haarentfernungsmittel und Nagelhautabdeckungen verwendet werden, um Glanz und Trockengleiten
zu verbessern und Konditioniervorteile bereitzustellen.
In Kosmetika fungieren Sie als Verteilungsmittel für Pigmente
in Make-ups, Farbkosmetika, Grundierungen, Rouge, Lippenstiften, Lippenbalsam, Lidstrich,
Mascara, Ölentfernern, Farbkosmetikentfernern und Pudern. Sie sind als Verabreichungssysteme
für öl- und wasserlösliche Substanzen wie z.B. Vitamine geeignet.
Wenn sie in Stiften, Gelen, Lotionen, Aerosolen, Roll-ons eingesetzt werden, verleihen
die Elastomere ein trockenes, seidig sanftes Gefühl. Wenn in Kosmetika und
anderen Hautpflegeprodukten eingebracht, verleihen die Elastomere einen Mattierungseffekt.
Zusätzlich zeigen die Elastomere eine Vielzahl vorteilhafter
Eigenschaften wie z.B. Klarheit, Lagerstabilität und Einfachheit der Herstellung.
Daher haben sie einen breiten Anwendungsbereich, insbesondere in Antiperspirantien,
Deodorantien, in Parfüms als Träger und für die Haarkonditionierung.
Die Erfindung beinhaltet auch Körperpflegeprodukte die das Siliconelastomer,
Siliconpulver oder die Basiszusammensetzung der vorliegenden Erfindung wie vorhergehend
hierin beschrieben beinhalten. Dies beinhaltet Haar-, Haut- und Achselpflegeprodukte,
insbesondere Konditionierer, Moisturizer, Körperreinigungsmittel, kosmetische
Grundierungen, Rouge, Lippenstifte, Lidstrich, Mascaras, Lidschatten, Antiperspirantien
und Deodorantien. Andere Beispiele von Produkten, die unter Verwendung der Zusammensetzung
der vorliegenden Erfindung hergestellt werden können, sind dieselben wie die,
die aus den Materialien, die in US-Patent Nr. 6,200,581 beschrieben sind, hergestellt
werden können, das unter Bezugnahme für diese Beispiele hierin mit eingebracht
ist.
Die Siliconelastomerpulver und Basiszusammensetzungen haben Verwendung
über den Körperpflegebereich hinaus, einschließlich deren Verwendung
als Füllstoff oder Isolierungsmaterial für elektrische Kabel, Boden- oder
Wasserbarrieren für Bodenstabilisierung oder als Ersatz für Epoxymaterialen
die in Bauteilen in der elektronischen Industrie verwendet werden. Sie sind ebenfalls
als Träger für vernetzte Siliconkautschukteilchen geeignet. In diesen
Anwendungen erlauben sie (i) die Einfachheit des Einbringens von Teilchen in solche
Silicon- oder organische Phasen, wie Dichtmittel, Farben, Beschichtungen, Fetten,
Klebstoffen, Antischaummitteln und Gießharzverbindungen, und (ii) stellen modifizierte
rheologische, physikalische oder energieabsorbierende Eigenschaften solcher Phasen,
entweder in ihrem reinen oder in ihrem Endzustand, bereit.
Zusätzlich sind die Siliconelastomerpulver und Basiszusammensetzungen
in der Lage, als Träger für Pharmazeutika, Biozide, Herbizide, Pestizide
und andere biologische aktive Substanzen zu wirken. Sie können verwendet werden,
um Wasser und wasserlösliche Substanzen in hydrophobe Systeme einzubringen.
Beispiele solcher wasserlöslichen Substanzen sind Salicylsäure, Glycerin,
Enzyme und Glykolsäure.
Die folgenden, nicht beschränkenden Beispiele werden bereitgestellt,
so dass der Fachmann die Erfindung schneller versteht.
Beispiel 1
Zuerst werden 1,84 g eines Organopolysiloxans mit der mittleren Struktur
Me3SiO(Me2SiO)1024(MeHSiO)26.2SiMe3,
0,03 g 1,5-Hexadien und 8,30 g Decamethylcyclopentasiloxan in ein Becherglas gegeben.
Dann werden 0,05 Karstedt-Katalysator wie oben beschrieben, der 1 Gew.-% Platin
enthält, zugegeben, während die Lösung gerührt wird. Das Becherglas
wurde in einen 80°C warmen Ofen gegeben. Gelierung fand innerhalb von 30 Minuten
statt. Das Gel wurde 2 Stunden lang in dem Ofen belassen, was zu einem klaren harten
Gel führte.
Beispiel 2
Zuerst wurden 51,3 g eines Organopolysiloxans mit der mittleren Struktur
Me3SiO(Me2SiO)396(MeHSiO)4SiMe3,
0,30 g 1,5-Hexadien und 50,07 g Decamethylcyclopentasiloxan in ein Becherglas gegeben.
Dann wurde 0,28 g Karstedt-Katalysator zugegeben, während die Lösung gerührt
wurde. Das Becherglas wurde in einen 80°C warmen Ofen gegeben. Gelierung fand
innerhalb einer Stunde statt. Das Gel wurde 3 Stunden lang in dem Reaktor belassen
und dann wurden 25 g des Gels mit 125 g Decamethylcyclopentasiloxan unter Scherkraft
aufgequollen. Eine einheitliche und transparente Paste wurde erhalten.
Beispiel 3
Zuerst wurden 97,23 g eines Organopolysiloxans mit der mittleren Struktur
Me3SiO(Me2SiO)396(MeHSiO)4SiMe3,
3,45 g 1,5-Hexadien und 400,53 g 10%ige Lösung von Me3SiO(Me2SiO)396(MeRSiO)4SiMe3
in Decamethylcyclopentasiloxan in ein Becherglas gegeben (R ist -CH2CH2CH2O(CH2CH2O)18-(CH2CH2CH2O)18H).
Dann wurden 1,09 g Karstedt-Katalysator zugegeben, während die Lösung
gerührt wurde. Das Becherglas wurde in einen 80°C warmen Ofen gegeben.
Gelierung fand innerhalb einer Stunde statt. Das Gel wurde 3 Stunden lang in dem
Ofen gelassen, was ein opakes Gel erzeugte.
Beispiel 4
Erst wurden 99,48 g eines Organopolysiloxans mit der mittleren Struktur
Me3SiO(Me2SiO)368(MeHSiO)3,65SiMe3,
0.57 g 1,5-Hexadien und 300,33 g Decamethylcyclopentasiloxan in ein Becherglas gegeben.
0,79 g Karstedt-Katalysator wurden hinzugegeben, während die Lösung gerührt
wurde. Das Becherglas wurde dann in ein 80°C warmen Ofen gegeben. Gelierung
fand innerhalb einer Stunde statt. Das Gel wurde 4 Stunden lang im Ofen belassen.
Dann wurden 39,9 g des resultierenden Gels mit 60,0 g Decamethylcyclopentasilocan
unter Scherkräften aufgequollen. Eine einheitliche und transparente Paste mit
einer Viskosität von 160.000 mPas wurde erhalten.
Vergleichsbeispiel 1
Zuerst wurden 83,9 g eines Organopolysiloxans mit der mittleren Struktur
Me3SiO(Me2SiO)88(MeHSiO)6SiMe3,
3,07 g 1,5-Hexadien und 412,50 g Decamethylcyclopentasiloxan in ein Becherglas gegeben.
1,04 g Karstedt-Katalysator wurden zugegeben, während die Lösung gerührt
wurde. Das Becherglas wurde dann in einen 80°C warmen Ofen gegeben. Gelierung
fand innerhalb einer Stunde statt. Das Gel wurde 3 Stunden lang im Ofen belassen.
Dann wurden 40,0 g des resultierenden Gels mit 60,0 g Decamethylcyclopentasiloxan
unter Scherkraft aufgequollen. Eine einheitliche trübe viskose Flüssigkeit
mit einer Viskosität von 800 mPaS wurde erhalten. Dies zeigt die Verdickungseffizienzunterschiede
eines Elastomers mit ≡Si-H-haltigen Siloxan mit niedrigem Molekulargewicht
und einem Elastomer mit ≡Si-H-haltigen Siloxan mit hohem Molekulargewicht
bei der selben Elastomerkonzentration (7%).
Vergleichsbeispiel 2
Zuerst wurden 67,65 g eines Organopolysiloxans mit der mittleren Struktur
Me3SiO(Me2SiO)249,2(MeHSiO)15,8SiMe3,
2,35 g 1,5-Hexadien und 280 g Decamethylcyclopentasiloxan in ein Becherglas gegeben.
Dann wurden 0,57 g Karstedt-Katalysator zugegeben, während die Lösung
gerührt wurde. Das Becherglas wurde dann in ein Wasserbad gegeben, das bei
70 ± 5°C gehalten wurde. Gelierung fand innerhalb von 10 Minuten statt.
Die Probe wurde 3 Stunden lang in einen Ofen gegeben, der bei 70 ± 5°C
gehalten wurde. 49,5 g des resultierenden Gels wurden mit 40,5 g Decamethylcyclopentasiloxan
unter Scherkraft aufgequollen (11% Elastomerkonzentration). Eine einheitliche transparente
Paste mit einer Viskosität von 10.600 mPas wurde erhalten.
Beispiel 5
Zuerst wurden 89,52 g eines Organopolysiloxans mit der mittleren Struktur
Me3SiO(Me2SiO)265,54(MeHSiO)2,46SiMe3,
0,48 g 1,5-Hexadien und 210,0 g Decamethylcyclopentasiloxan in ein Becherglas gegeben.
0,75 g Karstedt-Katalysator wurden zugegeben, während die Lösung gerührt
wurde. Das Becherglas wurde dann in ein Wasserbad gegeben, das bei 80 ± 5°C
gehalten wurde. Gelierung fand innerhalb von einer Stunde statt. Die Probe wurde
3 Stunden lang in einen Ofen gegeben, der bei 80 ± 5°C gehalten wurde.
Dann wurden 40 g des resultierenden Gels mit 60 g Decamethylcyclopentasiloxan unter
Scherkraft gequollen (11% Elastomerkonzentration). Eine einheitliche transparente
Paste mit einer Viskosität von 177.600 mPas wurde erhalten.
Beispiel 6
Zuerst wurden 173,98 g eines Organopolysiloxans mit der mittleren
Struktur Me3SiO(Me2SiO)396(MeHSiO)4SiMe3,
1,01 g 1,5-Hexadien und 325,23 g Decamethylcyclopentasiloxan in ein Becherglas gegeben.
1,27 g Karstedt-Katalysator wurden zugegeben, während die Lösung gerührt
wurde. Das Becherglas wurde in ein 80°C warmen Ofen gegeben. Gelierung fand
innerhalb einer Stunde statt. Das Gel wurde in dem Reaktor 3 Stunden lang belassen.
34,5 g des resultierenden Gels wurden mit 65,51 g Decamethylcyclopentasiloxan unter
Scherkraft aufgequollen. Eine einheitliche transparente Paste wurde erhalten.
Beispiel 7
Antiperspirantpasten wurden mit den in Beispiel 6 bzw. Vergleichsbeispiel
1 hergestellten Siliconelastomeren und den anderen Bestandteilen, die in Tabelle
1 gezeigt wird, formuliert. Das Anitperspirant, das unter Verwendung der Elastomerzusammensetzung
die in Beispiel 6 hergestellt wurde, zeigte neben anderen vorteilhaften Eigenschaften
ein hohes Maß an Verteilbarkeit, Glätte, keine oder wenig Rückstände
und Trockenheit.
Tabelle 1: Antiperspirantformulierung
Die Viskosität des Antiperspirants, das mit der Elastomerzusammensetzung
des Beispiels 6 formuliert wurde, betrug 285.000 mPas, während die Viskosität
des Antiperspirants, das mit der Elastomerzusammensetzung, des Vergleichsbeispiels
1 formuliert wurde, 175.000 mPas betrug. Die Viskositätsmessungen wurden unter
Verwendung eines Brookfield-Viskosimeters Modell RDVII+ ausgerüstet, mit einem
Helipath unter Verwendung der Spindelnummer 93 und einer Geschwindigkeit von 2,5
Upm erhalten.
Die Antiperspirantpasten wurden ebenfalls auf Synerese (die Tendenz,
dass das Öl sich von der Formulierung während der Lagerung abtrennt) untersucht.
Um die relative Tendenzsynerese zu zeigen, wurden etwas 30 g jeder Antiperspirantpaste
einer Zentrifugalbelastung durch Einbringen in 50 ml Einwegzentrifugenröhrchen
unter Rotieren bei 3.000 Upm, 30 Minuten lang in einer Laborzentrifuge ausgesetzt
(International Equipment Corporation, Modell HSN-II). Nach Entfernung der Zentrifugenröhrchen
aus der Zentrifuge wurden die Röhrchen auf einer elektronischen Waage tariert
und die Flüssigkeit, die sich oben auf der Probe gesammelt hat, wurde vorsichtig
unter Verwendung einer Pipette entfernt. Das Gewicht der entfernten Flüssigkeit
wurde aufgezeichnet und %-Synerese wird wie folgt angegeben: %-Synerese = (Gew.-%
der entfernten Flüssigkeit : Gewicht der Probe) × 100. Die Antiperspirantpaste
die mit der Elastomerzusammensetzung wie in Beispiel 6 beschrieben hergestellt wurde,
hatte eine Synerese von 9,4%, während die Antiperspirantpaste die mit der Elastomerzusammensetzung
die in Vergleichsbeispiel 1 beschrieben ist, hergestellt wurde, eine Synerese von
25,0% hatte.
Basierend auf den Ergebnissen von den Antiperspirantpasten war die
Elastomerzusammensetzung des Beispiels 6 ein wirkungsvolleres Verdickungsmittel
und ergab weniger Synerese im Vergleich zu der Elastomerzusammensetzung des Vergleichsbeispiels
1.
Beispiel 7
Hautlotionen wurden mit den in Beispiel 6 bzw. Vergleichsbeispiel
1 hergestellten Siliconelastomeren wie in Tabelle 2 gezeigt formuliert.
Tabelle 2: Gesichtsfeuchtigkeitsformulierung
Die Bestandteile in Phase A wurden miteinander kombiniert und gemischt,
bis sie einheitlich waren. Die Bestandteile der Phase B wurden miteinander kombiniert
und gemischt, bis sie einheitlich waren. Phase A wurde Phase B unter heftigem Rühren
bis zur Homogenität zugegeben. Die Gesichtsfeuchtigkeitslotion, die mit der
Elastomerzusammensetzung aus Beispiel 6 hergestellt wurde, und die Gesichtsfeuchtigkeitslotion,
die mit der Elastomerzusammensetzung aus Vergleichsbeispiel 1 hergestellt wurde,
hatten beide ein angenehmes Gefühl während des Auftrags und nach dem Trocknen,
obwohl das Hautgefühl ersterer Feuchtigkeitslotion als geringfügig reicher
im Vergleich zu der letzteren Feuchtigkeitslotion beschrieben wurde. Ebenfalls ergab
die Gesichtsfeuchtigkeitslotion, die mit der Elastomerzusammensetzung des Beispiels
6 hergestellt wurde, im Vergleich zu der Gesichtsfeuchtigkeitslotion, die mit der
Elastomerzusammensetzung des Vergleichsbeispiels 1 hergestellt wurde, einen glänzenderen
Film auf der Haut.
Anspruch[de]
Elastomerzusammensetzung enthaltend:
(A) ein Siliconelastomer mit einer ersten polymeren Einheit der Formel:
worin jedes R1 unabhängig voneinander eine monovalente Kohlenwasserstoffgruppe
mit 1 bis 30 Kohlenstoffatomen ist,
R2 ein Wasserstoffatom (H-Atom) ist,
R3 eine Vernetzungsverknüpfung -E-Y-E- ist, worin ein Ende der Vernetzungsverknüpfung
an eine zweite polymere Einheit gebunden ist, jedes E eine divalente Gruppe ist,
die ausgewählt ist aus -CH2CH2- oder -CH=CH-, und Y eine
divalente Kohlenwasserstoffgruppe, ein Siloxan oder irgendeine Kombination dieser
ist und a gleich 265 bis 2000 ist, b gleich 0 bis 249 ist und c gleich 1 bis 250
ist, unter der Voraussetzung, dass b + c ≤ 250 ist, und
(B) ein Verdünnungsmittel.Elastomerzusammensetzung wie in Anspruch 1 beansprucht, worin R3
ausgewählt ist aus Polyether, Pentylen, Hexylen, Heptylen, Octylen, Nonylen,
Decylen, Dodecylen, Tetradecylen und Mischungen davon.Elastomerzusammensetzung wie in Anspruch 1 beansprucht, wobei die zweite
polymere Einheit die Formel
aufweist, worin jedes R15, R16 und R17 unabhängig
voneinander ausgewählt ist aus Wasserstoff oder einer monovalenten Kohlenwasserstoffgruppe
mit 1 bis 30 Kohlenstoffatomen und i gleich 0 bis 2000 ist, j gleich 0 bis 250 ist
und k gleich 1 bis 250 ist.Elastomerzusammensetzung wie in Anspruch 1 beansprucht, wobei das Siliconelastomer
0,01 bis 90 Mol-% Vernetzungsverknüpfungen aufweist.Elastomerzusammensetzung wie in Anspruch 1 beansprucht, wobei das Siliconelastomer
10 bis 40.000 der ersten und zweiten polymeren Einheiten enthält.Verfahren zur Herstellung einer Elastomerzusammensetzung, umfassend:
(1) Umsetzen in Gegenwart eines Hydrosilylierungskatalysators von
(a) einem ≡Si-H-haltigen Polysiloxan mit der Formel
R13SiO(R12SiO)a(R1HSiO)dSiR13
worin jedes R1 unabhängig voneinander eine monovalente Kohlenwasserstoffgruppe
mit 1 bis 30 Kohlenstoffatomen ist, a gleich 265 bis 2000 ist und d gleich 1 bis
250 ist, mit
(b) Dien-, Diin- oder En-In-Verbindung, wobei (a) und (b) in
(c) einem Verdünnungsmittel dispergiert sind, und
(2) Fortsetzen der Reaktion, bis ein Siliconelastomer durch Vernetzung und Addition
von ≡Si-H an Doppelbindungen, in der Dien-, Diin- oder En-In-Verbindung gebildet
wird.Verfahren wie in Anspruch 6 beansprucht, wobei ein zusätzliches
zweites ≡Si-H-haltiges Polysiloxan vorhanden ist, das ausgewählt ist
aus HR12SiO(R12SiO)eSiR12H, HR12SiO(R12SiO)a(R1HSiO)dSiR12H und Mischungen davon, worin jedes R1 unabhängig voneinander
eine monovalente Kohlenwasserstoffgruppe mit 1 bis 30 Kohlenstoffatomen ist, a gleich
265 bis 2000 ist und d gleich 1 bis 250 ist und e gleich 0 bis 250 ist, wobei das
zweite ≡Si-H-haltige Polysiloxan und das ≡Si-H-haltige Polysiloxan
in einem Molverhältnis von > 0 bis 20 vorhanden sind.Verfahren wie in Anspruch 6 beansprucht, wobei (b) ausgewählt ist
aus 1,4-Pentadien, 1,5-Hexadien, 1,6-Heptadien, 1,7-Octadien, 1,8-Nonadien, 1,9-Decadien,
1,11-Dodecadien, 1,13-Tetradecadien und 1,19-Eicosadien, 1,3-Butadiin, 1,5-Hexadiin
(Dipropargyl) und 1-Hexen-5-in.Verfahren wie in Anspruch 6 beansprucht, wobei (a) und (b) in einem
Molverhältnis von (a):(b) im Bereich von 0,7:1 bis 1,3:1 vorhanden sind.Basiszusammensetzung, enthaltend (A) die Elastomerzusammensetzung wie
in Anspruch 1 beansprucht und (B) ein zweites Verdünnungsmittel, wobei 5 bis
98 Gew.-% des zweiten Verdünnungsmittels, bezogen auf das Gewicht der Elastomerzusammensetzung
und des zweiten Verdünnungsmittels, vorhanden sind.Körperpflegeprodukt, enthaltend (1) das Siliconelastomer wie in
Anspruch 1 beansprucht und (2) wenigstens einen Körperpflegeproduktbestandteil,
ausgewählt aus Esterwachsen, Ölen und Fetten tierischen oder pflanzlichen
Ursprungs, Fettalkoholen, Fettsäuren, Alkylestern von Fettsäuren, Kohlenwasserstoffölen
und -wachsen, Wasser, organischen Lösungsmitteln, Parfums, oberflächenaktiven
Mitteln, öllöslichen Vitaminen, wasserlöslichen Vitaminen, öllöslichen
Medikamenten, wasserlöslichen Medikamenten, aktiven Wirkstoffen und pharmazeutischen
Verbindungen.Verwendung der Zusammensetzung wie in Anspruch 1 beansprucht in einem
Körperpflegeprodukt.