Hintergrund der Erfindung
Technisches Gebiet der Erfindung
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Telekommunikations-Netzwerk
und insbesondere die Bereitstellung von Telekommunikationsdiensten unter Verwendung
von Dienst-Skript-Logik (SSL – service script logics) innerhalb eines fortgeschrittenen,
intelligenten Netzwerkes (AIN – Advanced Intelligent Network) basierend auf
einem Telekommunikations-Netzwerk.
Beschreibung des verwandten Standes der Technik
Da gespeicherte Programm-gesteuerte (SPC – stored programcontrolled)
schaltende Systeme entstanden sind, wurde eine breite Vielzahl an nützlichen
Merkmalen entwickelt, um die Kommunikationsfähigkeiten zu erweitern, die derartige
Systeme bereitstellen. Derartige Dienste oder Merkmale umfassen Anrufweiterleiten,
„800" oder gebührenfreie Dienste, Anruffiltern, usw.. Anfangs wurden
alle Hardware- und Software-Module, die zum Bereitstellen eines bestimmten Teilnehmermerkmals
erforderlich sind, innerhalb eines bestimmten Telekommunikations-Fernsprechamts
angeordnet und ausgeführt, das das Dienst-anfragende Teilnehmerendgerät
bedient. Als ein Ergebnis musste jedes Mal, wenn ein neues Teilnehmermerkmal oder
ein Dienst eingeführt wurde, jedes und alle der verknüpften Telekommunikations-Fernsprechämter
umständlich und ineffektiv gewartet und aktualisiert werden, um den Dienst
zu unterstützen.
Mit der Entwicklung und Verbesserung von fortgeschrittenen Telekommunikationsanwendungen,
hat die Telekommunikationsindustrie den Begriff „intelligentes Netzwerk"
(IN – intelligent network) übernommen, um ein Konzept und eine Architektur
zum Bereitstellen Anbieter-unabhängiger und Netzwerk-unabhängiger Schnittstellen
zwischen der Dienstlogik und dem Übertragungs- und schaltenden System eines
Multi-Unternehmens-Telekommunikations-Netzwerks zu bezeichnen. Die Ziele des IN
sind es, die Dienstausführung in einem Steuerknoten innerhalb eines Telekommunikations-Netzwerkes
zu zentralisieren, um eine schnelle Definition, ein Testen und eine Einführung
von neuen Diensten sowie die Modifikation existierender Dienste bereitzustellen.
Ein IN stellt ebenso eine größere Flexibilität in dem Design und
der Entwicklung von neuen Diensten in einer Multi-Anbieterumgebung mit kürzerer
Durchlauf zeit und Standard-Netzwerkschnittstellen bereit.
Die internationale Veröffentlichung Nr. WO 95/08881, veröffentlicht
am 30. März 1995, richtet sich auf ein intelligentes Breitband-Netzwerk, das
einen Schalter (switch) verwendet, um signalisierende Zellen von einer anrufenden
Partei zu einem Schalter-Anschluss (switch port) zu leiten, der direkt mit einem
Netzwerksteuergerät verbunden ist. Das Netzwerksteuergerät antwortet auf
die Information in den signalisierenden Zellen und baut die notwendige, geschaltete
virtuelle Verbindung in einem Schalter mit einem asynchronischen Übertragungsmodus
(ATM – asynchronous transfer mode) auf, um die angefragten Dienste bereitzustellen.
Ein Diensterzeugungsprogramm kann zu dem Kunden von dem Netzwerk herunter geladen
werden und von dem Kunden verwendet werden, ein neues Dienstskript zu erzeugen,
das nachfolgend zu dem Netzwerk für eine Ausführung herunter geladen wird.
Das Grundkonzept hinter einem IN ist es, die „Intelligenz"
aus jedem lokalen Fernsprechamt oder Dienstschaltenden Punkt (SSP – Service
Switching Point) zu verlagern und die Dienste, die die Intelligenz bereitstellen,
in einem Dienststeuerpunkt zu zentralisieren (SCP – Service Control Point).
Durch Verwenden unterschiedlicher Kombinationen an Grundbausteinen, die als Dienst
unabhängige Blöcke (SIBs – Service Independent Blocks) bekannt
sind, kann eine Anzahl an unterschiedlicher Dienstskriptlogik (SSLs) bequem erzeugt
werden. Ein bestimmter IN-Dienst wird dann weiter entwickelt und an Telekommunikationsteilnehmer
durch Verwenden eines oder mehrerer der SSLs bereitgestellt. Als ein Ergebnis gibt
es unterschiedliche IN-Dienste zum Bereitstellen unterschiedlicher Teilnehmermerkmale
innerhalb eines IN-basierten Telekommunikations-Netzwerks. Auf Grund einer derartigen
Eins-zu-Eins-Abbildungsbeziehung zwischen einem gewünschten Teilnehmermerkmal
und dem bewirkenden IN-Dienst innerhalb eines SCPs müssen, um die Bedürfnisse
zweier unterschiedlicher Teilnehmer zu erfüllen, die zwei unterschiedliche
Funktionen oder Merkmale wollen, zwei unterschiedliche IN-Dienste entwickelt und
aufrechterhalten werden. Als ein Ergebnis könnten, falls drei SSLs verfügbar
sind, sechs (3! – 3 × 2 × 1) unterschiedliche IN-Dienste potentiell
erzeugt werden. Falls sieben unterschiedliche SSLs verfügbar sind, würden
potentiell fünftausendvierzig (5040) IN-Dienste entwickelt und aufrechterhalten
werden müssen, um die Bedürfnisse aller möglichen Teilnehmeranforderungen
zu erfüllen. Daher kann die Anzahl von Diensten, die Unkosten, eine Komplexität
und die Wartbarkeit eingeschätzt werden.
Demgemäß gibt es ein Bedürfnis für einen Mechanismus,
um dynamisch notwendige SSLs während einer Laufzeit zu kombinieren, um einen
gewünschten Teilnehmerdienst bereitzustellen, ohne einen getrennten IN-Dienst
zu benötigen.
Zusammenfassung der Erfindung
Die vorliegende Erfindung offenbart ein Verfahren
und ein Gerät zum Bereitstellen einer Anzahl von Teilnehmermerkmalen und -Diensten
innerhalb eines Intelligent-Network (IN) basierten Telekommunikations-Netzwerks,
wobei unterschiedliche Dienstskript-Logiken (SSLs) dynamisch während einer
Laufzeit kombiniert werden, um die Anzahl von IN-Diensten zu verringern und den
verknüpften Overhead und die Komplexität des Systems zu minimieren. Jeder
Dienst innerhalb eines IN-basierten Telekommunikations-Netzwerks wird mit einem
oder mehreren Dienstskript-Logiken (SSLs) zum Bereitstellen der gewünschten
Anrufbehandlung bereitgestellt. Ein Dienststeuerungspunkt (SCP), der mit einem IN
verknüpft ist, empfängt eine Anzeige von einem Dienst-schaltenden Punkt
(SSP), um einen Teilnehmerdienst zu einer bestimmten Anrufverbindung hin zu bewirken.
In Reaktion auf eine derartige Anzeige ruft der SCP eine Start-SSL auf, um die erste
SSL zum Ausführen aus der Gruppe von SSLs zu bestimmen, die mit dem bestimmten
Teilnehmerdienst verknüpft sind. Nach Ausführung der bestimmten ersten
SSL, wird eine nächste-Aktionsvariable innerhalb der ausgeführten SSL
gesetzt. Die Steuerung wird danach an eine Index-SSL übertragen. Unter Verwendung
der nächsten-Aktionsvariablen und der Daten, die dynamisch die verknüpften
SSLs verbinden, ist die Index-SSL in der Lage, die nächste Aktion zu bestimmen,
die auf die empfangene Anrufverbindung hin durchgeführt werden soll. Eine derartige
Aktion umfasst ein Identifizieren und Ausführen der nächsten SSL aus der
Gruppe von SSLs. Die nächste SSL wird identifiziert, die Steuerung wird zu
der identifizierten SSL zur Ausführung weitergeleitet und eine geeignete, nächste-Aktionsvariable
wird ebenso gesetzt. Eine derartige rekursive Aktion ermöglicht es dem SCP,
alle der notwendigen SSLs zu identifizieren und auszuführen, um das gewünschte
Teilnehmermerkmal zu bewirken. Die nächste Aktion, die von dem SCP durchgeführt
werden soll, kann ebenso eine Vervollständigung zu einer Anzeigemaschine umfassen.
Alternativ kann diese ebenso eine Vervollständigung zu einem anderen Telekommunikationsendgerät
umfassen.
Durch Ausführen aller der verknüpften SSLs, die durch die
Index-SSL korreliert sind, stellt der bedienende SCP die gewünschte Anrufbehandlung
zu der empfangenen Anrufverbindung bereit. Durch Einführen einer einzelnen
Index-SSL, um dynamisch eine Anzahl von IN-Diensten mit ihren jeweiligen SSLs zu
korrelieren, braucht keine unerwünschte Anzahl von getrennten IN-Diensten erzeugt
zu werden und innerhalb des bedienenden SCP aufrechterhalten zu werden.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
Ein vollständigeres Verstehen des Verfahrens und Gerätes
der vorliegenden Erfindung kann durch Bezug auf die folgende, detaillierte Beschreibung
gewonnen werden, wenn diese in Verbindung mit den begleitenden Zeichnungen genommen
wird, wobei.
1 ein Blockdiagramm einer Telekommunikations-Netzwerkarchitektur
gemäß dem Konzept eines Intelligent Network (IN) ist;
2 ein Blockdiagramm einer graphischen Benutzerschnittstelle
(GUI – Graphical User Interface) ist, das eine Dienstskript-Logik (SSL) darstellt,
die eine Anzahl an Dienst-unabhängigen Blöcken (SIB – Service Independent
Blocks) verwendet;
3 ist ein Blockdiagramm eines IN, das einen Dienststeuerungspunkt
(SCP) darstellt, der mit einem Dienst-schaltenden Punkt (SSP) interagiert, um einen
bestimmten IN-Dienst über eine Anzahl von SSLs bereitzustellen;
4 ist ein Blockdiagramm eines ersten IN-Dienstes, der
mit der Ausführung von unterschiedlichen SSLs bewirkt wird;
5 ist ein Blockdiagramm eines zweiten IN-Dienstes,
der mit der Ausführung von zwei unterschiedlichen SSLs bewirkt;
6 ist ein Blockdiagramm eines ersten IN-Dienstes, der
gemäß der Lehre der vorliegenden Erfindung bewirkt wird; und
7 ist ein Blockdiagramm eines zweiten IN-Dienstes,
der gemäß der Lehre der vorliegenden Erfindung bewirkt wird.
Detaillierte Beschreibung der Zeichnungen
1 zeigt ein Intelligent Network (IN) 10, in
dem die vorliegende Erfindung, wie diese hierin offenbart ist, implementiert sein
kann. Das Grundkonzept hinter einem IN ist es, die Intelligenz aus jedem lokalen
Fernsprechamt oder Dienst-schaltenden Punkt (SSP) 20 zu verlagern und die
Dienste zu zentralisieren, die die Intelligenz in einem Dienststeuerungspunkt (SCP)
30 bereitstellen. Durch Zentralisieren der speziellen Teilnehmerdienste
in einem SCP 30 kann ein neuer Dienst an lediglich einem Ort hinzugefügt
werden und allen Teilnehmern bereitgestellt werden, die mit den vielen SSPs
20 verbunden sind. Demgemäß bedient ein SSP 20 viele
Telekommunikationsteilnehmer oder Endgeräte 40 und ein SCP
30 bedient viele SSPs 20 oder lokale Schalter (switches). Die
Schnittstellen zwischen SSPs 20 sind durch Verbindungen 50 gebildet,
die das signalisierende System Nr. 7 (SS7) Transaktionsfähigkeiten-Anwendungsteil
(TCAP – Transaction Capabilities Application Part) oder andere Signalgebende-Steuerungsverbindungsteil
(SCCP – Signaling Control Connection Part) basierte Anwendungs-Schichtprotokolle
verwenden. Insbesondere sitzt ein Intelligent Network-Anwendungsprotokoll (INAP
– Intelligent Network Application Protocols) auf den TCAP-Protokollen, um
einen Steuerungsdialog zwischen den SSPs 20 und dem SCP 30 auf
zubauen.
Hardwareressourcen, die benötigt werden um IN-Dienste auszuführen,
sind getrennt von den SSPs 20 in einer intelligenten Peripherie (IP –
Intelligent Peripheral) 60 gruppiert und lokalisiert. Der Zweck einer derartigen
Trennung ist es, es vielen SSPs 20 zu erlauben, die gleichen Ressourcen
zu teilen, um die Prozessorlast in den SSPs 20 und SCPs 30 zu
verringern und eine gemeinsame Funktionalität für alle IN-Dienste bereitzustellen.
Die Ressourcen, die in dem IP 60 lokalisiert sind, umfassen typischerweise
Ankündigungsmaschinen, Sprachsynthese, Spracherkennung, DTMF-Ziffernempfänger,
Tongeneratoren, Sprachmail, Modems, Email, Fax und andere Bedienerressourcen, sind
jedoch nicht auf diese beschränkt. Der SCP 30 und der IP
60 werden ebenso über eine andere TCAP oder INAP basierte Kommunikationsverbindung
60 verbunden. Um Sprache und Daten zu transportieren, werden die Verbindungen
70 zwischen dem IP 60 und den SSPs 20 unter Verwendung
eines integrierten, digitalen Dienstnetzwerkes (ISDN – Integrated Service
Digital Network) Benutzerteil (ISUP) Signalen aufgebaut.
Unter Verwendung der obigen Architektur wird eine eingehende oder
ausgehende Anrufverbindung anfänglich von einem bedienenden SSP 20
empfangen, der mit einem bestimmten Teilnehmerendgerät 40 verknüpft
ist. Da der SSP 20 keine „Intelligenz" aufweist, um zu bestimmen,
welche Art von Anrufbehandlung auf die empfangene Anrufverbindung angewendet werden
sollte, führt der SSP 20 eine Anfrage, die Anrufbehandlungsinstruktionen
anfordert, an den verknüpften SCP 30 über die verbundene TCAP
Verbindung 50 durch. In Reaktion auf eine derartige Anfrage erhält
der SCP 30 die relevanten Teilnehmerdaten, stellt den geeigneten, durchzuführenden
Teilnehmerdienst sicher und weist das IP 60 oder den zugeordneten SSP
20 an, die gewünschte Anrufbehandlung zu bewirken.
2 ist ein Blockdiagramm einer graphischen Darstellung,
die als graphische Benutzerschnittstelle (GUI) bekannt ist, die eine Verknüpfung
zwischen einer Dienstskript-Logik (SSL) 80 mit einer Anzahl von Dienst-unabhängigen
Blöcken (SIBs) 90 zeigt. Der SCP ist mit einer Anzahl von Grundbausteinen
oder Instruktionen verknüpft, die als Dienst unabhängige Blöcke (SIBs)
90 bekannt sind. Jeder SIB umfasst eine oder mehrere Prozessor-ausführbare
Instruktionen zum Durchführen einer bestimmten Aktion. Durch Korrelieren oder
Verbinden einer Anzahl von SIBs 90, wird ein bestimmtes Verfahren oder
eine Funktion erzeugt, die als Dienstskript-Logik (SSL) 80 bekannt ist.
Unterschiedliche SSLs werden dann verknüpft und verwendet, um schnell neue
IN-Dienste innerhalb des IN-basierten Telekommunikationsnetzwerkes zu entwickeln
und anzuwenden. Demgemäß wird durch Verknüpfen oder Korrelieren einer
Anzahl von relevanten SSLs miteinander ein IN-Dienst formuliert und entwickelt,
um die gewünschten Teilnehmermerkmale zu bewirken.
Innerhalb eines herkömmlichen SCPs existieren typischerweise
um die zwei- bis dreihundert SIBs. Mit der Hilfe einer graphischen Benutzerschnittstelle
(GUI) kann ein Bediener oder Dienstanbieter graphisch mehrere SIBs verknüpfen,
um eine gewünschte Funktion oder SSL zu entwickeln. Nach einem Entwickeln mehrerer
SSLs durch weiteres Korrelieren mehrerer SSLs wird dadurch ein gewünschter
IN-Dienst erzeugt und den Teilnehmern bereitgestellt. Als ein Ergebnis stellt
2 eine GUI-Darstellung einer bestimmten SSL
80 und ihrer Verknüpfung mit einer Anzahl an umfassten SIBs
90 dar.
Es wird nun Bezug genommen auf 3, die
einen SCP 30 darstellt, der mit einem SSP 20 interagiert, um einen
bestimmten IN-Dienst über eine Anzahl von SSLs 80 bereitzustellen.
Wie oben beschrieben empfängt der SSP 20 anfänglich eine ausgehende
oder eingehende Anrufverbindung. Eine derartige Anrufsverbindung kann ebenso einen
Dienstzugriff, eine Dienstanfrage oder eine andere Nicht-Sprach-Kommunikation von
einem Teilnehmerendgerät einschließen. Nach einem Durchführen einer
Bestimmung, dass ein IN-Dienst mit der empfangenen Anrufverbindung verknüpft
ist, überträgt der SSP 20 eine Advanced Intelligent Network-Anfrage
100 (AIN – Advanced Intelligent Network) zu dem verknüpften
SCP 30. Ein Zugriffs-SSL (nicht in 3 gezeigt)
innerhalb des SCPs 30 erhält dann die relevanten Teilnehmerdaten,
wobei derartige Teilnehmerdaten mit entweder dem Teilnehmer einer angerufenen Partei
oder dem Teilnehmer einer anrufenden Partei verknüpft sind und bestimmt, welcher
IN-Dienst für den empfangenen eingehenden Anruf bereitzustellen ist. Nach einem
Auswählen eines geeigneten, bereitzustellenden IN-Dienstes ruft die Zugriffs-SSL
dann die erste SSL 80a auf, die mit dem ausgewählten IN-Dienst korreliert
ist (Signal 110). Nach der Ausführung der ersten SSL wird die Ausführungssteuerung
dann zu der nächsten SSL 80b übertragen (Signal 120),
um weiter den gewünschten IN-Dienst zu bewirken. Für beispielhafte Zwecke
werden lediglich zwei SSLs als korreliert mit einem bestimmten IN-Dienst in
3 gezeigt. Jedoch ist es selbstverständlich, dass
irgendeine Anzahl von benötigten SSLs mit einem bestimmten IN-Dienst korreliert
sein kann.
Nach der Ausführung aller verknüpfter SSLs wird ein Anfrageergebnis
130 zurück zu dem anfragenden SSP mit notwendigen
Instruktionen übertragen, um es zu dem SSP 20 zu ermöglichen,
die bestimmte Anrufbehandlung für die empfangene Anrufverbindung bereitzustellen.
Eine derartige Instruktion kann den SSP 20 auffordern, den empfangenen,
eingehenden Anruf zu einer unterschiedlichen Weiterleitungsnummer umzuleiten. Diese
kann weiter den SSP anweisen, die Anrufverbindung zu einer Sprachmail oder Ankündigungsmaschine
fortzusetzen.
4 ist ein Blockdiagramm eines ersten IN-Dienstes, der
mit der Ausführung zweier unterschiedlicher SSLs bereitgestellt wird. Für
beispielhafte Zwecke umfasst der vorliegende SCP 30 lediglich drei SSLs:
Eine Prozent-SSL 80a zum Umleiten eingehender Anrufverbindungen in Abhängigkeit
der Verkehrslast jeder Weiterleitungsnummer; eine Bereichs-Code-SSL 80b
(Acode) zum Verarbeiten einer Anfrage gemäß dem Bereichs-Code eines Teilnehmers
einer anrufenden Partei; und eine Zeit-SSL 80c zum Verarbeiten einer Anfrage
gemäß der Tageszeit.
Als eine Darstellung wird, falls ein Teilnehmer einer angerufenen
Partei eine Hälfte seiner angehenden Anrufe zu einer Weiterleitungsnummer und
die verbleibende Hälfte zu einer bestimmten einer zweiten Weiterleitungsnummer
basierend auf der Tageszeit leiten will, eine Anfrage von dem SSP von der Prozent-SSL
80a verarbeitet. Eine erste eingehende Anrufverbindung wird automatisch
zu der vorbestimmten, ersten Weiterleitungsnummer umgeleitet. Jedoch wird die nächste
eingehende Anrufverbindung zu einer der zweiten Weiterleitungsnummern basierend
auf der Tageszeit der empfangenen Anrufverbindung umgeleitet. Falls zum Beispiel
der Anruf während der Geschäftszeiten empfangen wird, wird dieser zu einer
bestimmten Weiterleitungsnummer weitergeleitet. Falls andererseits dieser während
Nicht-Geschäftszeiten empfangen wird, wird dieser stattdessen zu einer anderen
Weiterleitungsnummer weitergeleitet. Demgemäß gibt basierend auf den aufrechterhaltenen
Statistiken, falls der empfangene, eingehende Anruf zu der ersten Weiterleitungsnummer
weitergeleitet werden muss, die Prozent-SSL 80 direkt eine Antwort
82 zu dem anfragenden SSP mit Instruktionen zurück, die empfangene
Anrufverbindung zu der spezifizierten ersten Weiterleitungsnummer umzuleiten. Falls
andererseits der empfangene, eingehende Anruf zu einer der zweiten Weiterleitungsnummern
basierend auf der Tageszeit weitergeleitet werden muss, wird die Steuerung dann
84 zu der Zeit-SSL 80c übertragen. Danach wertet die Zeit-SSL
80c die Anrufverbindungszeit, die mit dem eingehenden Anruf verknüpft
ist und bestimmt die geeignete Weiterleitungsnummer. Die bestimmte Weiterleitungsnummer
wird dann zusammen mit einer geeigneten Instruktion zurück 86 zu dem
anfragenden SSP bereitgestellt. Der SSP leitet wiederum den empfangenen, eingehenden
Anruf um. Als ein Ergebnis wird ein erster IN-Dienst bereitgestellt.
Nun wird sich auf 5 bezogen. Als eine
andere Darstellung der IN-Dienstentwicklung muss, falls ein Telekommunikationsteilnehmer
stattdessen alle eingehenden Anrufe, die von einem Bereichs-Code empfangen werden,
zu einer ersten Weiterleitungsnummer und andere eingehende Anrufe, die von anderen
Bereichs-Codes empfangen werden, zu einer zweiten Weiterleitungsnummer basierend
auf der Tageszeit umleiten will, ein unterschiedlicher IN-Dienst eingeführt
werden. Unter Verwendung eines unterschiedlichen IN-Dienstes wird die anfängliche
Anfrage, die von dem anfragenden SSP empfangen wird und mit einer bestimmten, eingehenden
Anrufverbindung verknüpft ist, zuerst von der Acode-SSL 80b verarbeitet.
Die Acode-SSL 80b identifiziert den Bereichs-Code, der mit dem Teilnehmer
einer anrufenden Partei verknüpft ist und bestimmt, ob der identifizierte Bereichs-Code
der gleiche wie derjenige ist, der mit der ersten Weiterleitungsnummer verknüpft
ist. In Reaktion auf eine bestätigende Bestimmung wird die Weiterleitungsnummer
zurück 83 zu dem anfragenden SSP mit Instruktionen bereitgestellt,
den empfangenen, eingehenden Anruf demgemäß umzuleiten. Falls andererseits
der identifizierte Bereichs-Code nicht übereinstimmt, wird die Steuerung zu
der Zeit-SSL 80c übertragen 85. In einer ähnlichen Weise
wie oben beschrieben, stellt dann die Zeit-SSL 80c die Tageszeit der Anrufverbindung
sicher und stellt 87 eine geeignete der zweiten Weiterleitungsnummern an
den anfragenden SSP. Die empfangene, eingehende Anrufverbindung wird dann demgemäß
umgeleitet. Als ein Ergebnis wird ein zweiter IN-Dienst bereitgestellt.
Um die obigen zwei unterschiedlichen Teilnehmerdienste bereitzustellen,
müssen zwei entsprechende IN-Dienste entwickelt werden und innerhalb des bedienenden
SCPs aufrechterhalten werden. Auf Grund einer derartigen Eins-zu-Eins-abbildenden
Beziehung zwischen einem gewünschten Teilnehmermerkmal und dem bewirkenden
IN-Dienst muss, um die Bedürfnisse einer unterschiedlichen Anzahl von Diensten
oder Merkmalen zu erfüllen, die gleiche Anzahl von IN-Diensten erzeugt werden.
Da es drei SSLs gibt, die in 4 und 5
dargestellt sind, könnten sechs (Permutation von 3) unterschiedliche IN-Dienste
potentiell innerhalb der obigen Umgebung erzeugt werden. Falls die Anzahl von SSLs
auf lediglich sieben anwächst, werden potentiell fünftausendvierzig (5040)
IN-Dienste entwickelt und aufrechterhalten, um alle möglichen Kombinationen
verfügbarer SSLs bereitzustellen. Demgemäß können die Anzahl
von IN-Diensten, der entsprechende Overhead, die Wartbarkeit und die Komplexität
des Systems innerhalb eines normalen SCPs unerwünscht und unverwaltbar sein.
Es wird sich nun auf 6 bezogen, die einen
IN-Dienst darstellt, der innerhalb eines SCPs gemäß der Lehre der vorliegenden
Erfindung bewirkt wird. Um die Anzahl von IN-Diensten und ihrem entsprechenden Overhead
und eine Komplexität zu verringern, wird eine neue SSL, die als eine Index-SSL
bekannt ist, innerhalb des bedienenden SCPs 30 erzeugt. Die Index-SSL
150 korreliert und hält zusammen mit ihren verknüpften Daten
eine Sequenz von SSLs aufrecht, die für jeden IN-Dienst ausgeführt werden
sollen, der von dem bedienenden SCP bereitgestellt wird. Demgemäß stellt
statt einem Entwickeln und Aufrechterhalten eines getrennten IN-Dienstes für
jedes bestimmte Teilnehmermerkmal oder -Dienstes in einer herkömmlichen Weise,
ein einzelner IN-Dienst, der von der Index-SSL 150 unterstützt wird,
flexibel und dynamisch die gleichen Funktionen oder Merkmale bereit. Als eine Darstellung
wird, um das gleiche Teilnehmermerkmal oder einen Dienst bereitzustellen, wie in
5 beschrieben, eine anfängliche Anfrage von dem
SSP durch den Zugriffs-SSL empfangen (nicht in 6 gezeigt).
Entweder durch Bewerten der Nummer der anrufenden Partei oder der Nummer der angerufenen
Partei bestimmt die Zugriffs-SSL, welcher IN-Dienst für den empfangenen, eingehenden
Anruf bereitgestellt werden soll. Danach wird eine Start-SSL 160 aufgerufen.
Unter Verwendung des identifizierten IN-Dienstes bestimmt die Start-SSL
160 die erste auszuführende SSL aus der Sequenz von SSLs, die mit
dem identifizierten IN-Dienst verknüpft sind. Eine derartige Bestimmung kann
ein Ausführen einer Anzahl von verknüpften SIBs umfassen. Nach Durchführung
einer derartigen Bestimmung und Identifizieren der ersten auszuführenden SSL
für den bestimmten Teilnehmerdienst, überträgt die Start-SSL
160 die Steuerung zu der ersten identifizierten SSL, z.B. Prozent-SSL
80a (Schritt 1). Als andere Ausführung der vorliegenden Erfindung
kann die Start-SSL 160 ebenso die Steuerung zu der Index-SSL mit der Identität
der bestimmten ersten SSL (Schritt 1a) übertragen. Die Index-SSL kann
dann die tatsächliche Adresse (Netzwerk- oder Speicheradresse) der identifizierten
SSL sicherstellen und zu der geeigneten SSL „springen" (Schritt
1b). Nach der Ausführung der ersten SSL, wie zum Beispiel der Prozent-SSL
80a, kann statt einem direkten Springen zu der nächsten SSL eine nächste-Aktionsvariable
von der Prozent-SSL 80a gesetzt werden. Die Steuerung wird dann zurück
zu der Index-SSL 150 geleitet (Schritt 2). Der Wert der nächsten
Aktionsvariablen wird als ein Ergebnis der internen Ausführung aller verknüpften
SIBs für die bestimmte SSL gesetzt. Unter Verwendung der Identität des
bestimmten IN-Dienstes und des Wertes der nächsten Aktionsvariablen, die von
der Prozent-SSL gesetzt ist, bestimmt die Index-SSL 150 dann den gegenwärtigen
Zustand der Ausführung und die durchzuführende, nächste Aktion. Wie
oben beschrieben wird eine Hälfte der eingehenden Anrufe zu der ersten Weiterleitungsnummer
umgeleitet und der Rest wird zu einer der zweiten Weiterleitungsnummern basierend
auf der Tageszeit umgeleitet. Falls demgemäß die Anrufe zu der ersten
Weiterleitungsnummer umgeleitet werden müssen, wird die Verzeichnisnummer,
die mit der ersten Weiterleitungsnummer verknüpft ist, zu dem Anfrage-SSP zurückgegeben
(Schritt 3a). Falls andererseits die Tageszeitbestimmung noch durchgeführt
werden muss, identifiziert durch Bewerten der nächsten Aktionsvariablen die
Index-SSL 150 die nächste SSL, die Zeit-SSL 80c, und ruft
diese geeignet auf (Schritt 3b). Nach Beendigung der Ausführung der
Zeit-SSL 80c wird weiter eine entsprechende nächste Aktionsvariable
gesetzt und die Steuerung wird wieder zurück zu der Index-SSL 150
geleitet (Schritt 4). Für diesen bestimmten Fall wurden nun alle verknüpften
SSLs, die Prozent-SSL 80a und die Zeit-SSL 80c, für diesen
Teilnehmerdienst ausgeführt und die resultierende Anrufbehandlungsanweisung
wird zurück zu dem SSP bereitgestellt (Schritt 5). Eine derartige
Instruktion kann es dem SSP ermöglichen, den empfangenen, eingehenden Anruf
zu einer Weiterleitungsnummer weiterzuleiten, zu einer Ankündigungsmaschine
oder zu einem Sprachmailsystem.
Es wird nun auf 7 Bezug genommen. Im
Falle, dass der SCP es wünscht, einen unterschiedlichen IN-Dienst als in
4 beschrieben bereitzustellen, werden statt einem Erzeugen
eines getrennten IN-Dienstes die existierende Start-SSL 160 und die Index-SSL
150 verwendet. Daten, die den neuen Dienst mit einer neuen Sequenz von
SSLs verknüpfen, werden der Index-SSL 150 verfügbar gemacht.
Wenn danach der neu entwickelte IN-Dienst einer Anrufverbindung bereitgestellt werden
muss, bestimmt die Start-SSL 160 wieder die erste, auszuführende SSL
aus dem neu eingesetzten Feld von SSLs, die mit dem neuen IN-Dienst verknüpft
sind. Nach einem Durchführen einer derartigen Bestimmung wird die bestimmte
SSL, wie zum Beispiel die Acode-SSL 80b, ausgeführt (Schritt
1). Als andere Ausführung der vorliegenden Erfindung kann die Start-SSL
160 ebenso die Steuerung zu der Index-SSL mit der Identität der bestimmten
ersten SSL übertragen (Schritt 1a). Die Index-SSL kann dann die tatsächliche
Adresse (Netzwerk- oder Speicheradresse) der bestimmten ersten SSL sicherstellen
und zu der geeigneten SSL „Springen" (Schritt 1b).
Falls der Teilnehmer einer anrufenden Partei mit einem bestimmten
Bereichs-Code verknüpft ist, wird die eingehende Anrufverbindung zu der ersten
Weiterleitungsnummer umgeleitet. Ansonsten muss die Tageszeitbestimmung weiter durchgeführt
werden, um die Anrufverbindung zu einer der zweiten Weiterleitungsnummern umzuleiten.
Falls demgemäß der Bereichs-Code übereinstimmt, wird eine geeignete
nächste Aktionsvariable gesetzt und die Steuerung wird zu der Index-SSL
150 geleitet (Schritt 2). Durch Bewerten der nächsten Aktionsvariable
zusammen mit der Identität des IN-Dienstes, bestimmt die Index-SSL
150, dass keine zusätzliche SSL ausgeführt zu werden braucht
und die stellt die erste Weiterleitungsnummer zurück zu dem anfragenden SSP
mit einer Instruktion bereit, den empfangenen eingehenden Anruf umzuleiten (Schritt
3a). Ansonsten identifiziert und ruft die Index-SSL 150 die nächste
SSL aus dem Feld von SSLs auf, die mit dem gewünschten IN-Dienst verknüpft
ist und überträgt demgemäß die Steuerung zu der Zeit-SSL
80c (Schritt 3b). Durch Bewerten der Tageszeit, wählt die
Zeit-SSL 80c dann eine der zweiten Weiterleitungsnummern aus, die für
den empfangenen, eingehenden Anruf angewendet werden sollen. Die nächste Aktionsvariable
wird ebenso geeignet gesetzt. Die Steuerung wird wieder zurück zu der Index-SSL
150 geleitet (Schritt 4). Die Index-SSL 150 realisiert
dann, dass alle der verknüpften SSLs für diesen bestimmten IN-Dienst ausgeführt
wurden und die resultierende Anrufbehandlungsinstruktion wird an den anfragenden
SSP bereitgestellt (Schritt 5). Der empfangende SSP verwendet wiederum
die bereitgestellten Daten, um geeignet die gewünschte Anrufbehandlung für
den empfangenen, eingehenden Anruf bereitzustellen.
Durch Einführen einer Start-SSL und einer Index-SSL, um eine
Anzahl von unterschiedlichen Teilnehmerdiensten mit entsprechenden SSLs zu korrelieren,
wurde die Notwendigkeit für mehrfache IN-Dienste beseitigt, die gleiche Anzahl
an Teilnehmermerkmalen oder Diensten bereitzustellen. Falls darüber hinaus
ein neuer IN-Dienst eingeführt werden muss, müssen lediglich Daten, die
mit der Index-SSL 150 verknüpft sind, modifiziert werden, um den neuen
IN-Dienst mit der gewünschten Abfolge an SSLs wiederzuspiegeln. Keine Neuentwicklung
oder Entwicklung von SSLs wird in einer herkömmlichen Weise benötigt.
Obwohl eine bevorzugte Ausführung des Verfahrens und ein Gerät
der vorliegenden Erfindung in den begleitenden Zeichnungen dargestellt wurden und
in der vorangehenden detaillierten Beschreibung beschrieben wurden, ist es selbstverständlich,
dass die Erfindung nicht auf die offenbarte Ausführung begrenzt ist, sondern
in der Lage von unterschiedlichen Neuanordnungen, Modifikationen und Ersetzungen
ist. Der Umfang der Erfindung stattdessen wird durch die folgenden Ansprüche
definiert.