Gegenstand der Erfindung
Die vorliegende Erfindung besteht aus Gruppenantennen, die aufgrund
der physischen Anordnung der Elemente, aus denen sie bestehen, sowie dem Mehrbandverhalten
einiger Elemente, die strategisch in der Gruppe plaziert sind, gleichzeitig in verschiedenen
Frequenzbändern arbeiten können.
Der Aufbau der Gruppe wird auf Basis der Nebeneinanderstellung oder
Ineinanderschachtelung mehrerer herkömmlicher Einzelbandgruppen beschrieben,
die in den angestrebten Frequenzbändern arbeiten. in den Positionen, in denen
Elemente verschiedener Mehrbandgruppen zusammenkommen, wird eine Mehrbandantenne
eingesetzt, die die verschiedenen Arbeitsfrequenzbänder abdeckt.
Die Verwendung einer ineinandergeschachtelten Mehrbandgruppenantenne
(im folgenden einfach verschachtelte Mehrbandgruppe MIA) bedeutet einen großen
Vorteil gegenüber der herkömmlichen Lösung der Verwendung einer Gruppe
für jedes Frequenzband: Es werden Kosten bei dem allgemeinen Strahlsystem und
seiner Installation (eine Gruppe ersetzt mehrere) gespart, seine Größe
und seine optische und umweltbedingte Auswirkung werden im Fall der Basisstationen
und Zwischensender von Kommunikationssystemen herabgesetzt.
Die vorliegende Erfindung findet Anwendung im Bereich der Telekommunikation
und insbesondere bei Systemen der Radiokommunikation.
Hintergrund und Zusammenfassung der Erfindung
Die Entwicklung von Antennen begann am Ende des 19. Jahrhunderts basierend
auf den fundamentalen Gesetzen des Elektromagnetismus, die von James Clark Maxwell
1864 postuliert worden sind. Die Erfindung der ersten Antenne ist Heinrich Herz
im Jahre 1886 zuzuschreiben, der die Übertragung von elektromagnetischen Wellen
durch Luft bewiesen hat. In der Mitte der vierziger Jahre des 20. Jahrhunderts wurden
die grundlegenden Einschränkungen bezüglich der Größenreduzierung
von Antennen mit Bezug auf die Wellenlänge gezeigt und zu Beginn der 60-er
Jahre tauchten die ersten frequenzunabhängigen Antennen auf (E. C. Jordan,
G. A. Deschamps, J. D. Dyson, P. E. Mayes, „Developments in Broadband Antennas",
IEEE Spectrum, Band 1, Seiten 58 bis 71, April 1964; V. H. Rumsey, „Frequency-Independent
Antennas", New York Academic, 1966; R. L. Carrel, „Analysis and design of
the log-periodic depole array", Tech. Rep. 52, Univ. Illinois Antenna Lab., Vertrag
AF 33 (616)-6079, Oktober 1961; P. E. Mayes, „Frequency Independent Antennas
and Broad-Band Derivatives Thereof", Proc. IEEE, Band 80, Nr. 1, Jan. 1992). Zu
dieser Zeit wurden Vorschläge für schraubenförmige, spiralförmige,
logarhytmisch-periodische Gruppen, Kegelantennen und Strukturen ausschließlich
aus Winkelteilen für die Ausbildung von Breitbandantennen vorgeschlagen.
Die Theorie der Gruppenantenne geht auf Arbeiten von Shelkunoff (S.
A. Shelkunoff, „A Mathematical Theory of Linear Arrays", Bell System Technical
Journal, 22, 80) zwischen anderen klassischen Abhandlungen der Antennentheorie zurück.
Diese Theorie stellt die grundlegenden Designgesetze zur Gestaltung der Strahlungseigenschaften
der Gruppe (vornehmlich ihres Strahlungsmusters) auf, so daß ihre Anwendung
hauptsächlich auf den Fall von Monobandgruppen eingeschränkt ist. Der
Grund für diese Einschränkung liegt in dem Frequenzverhalten der Gruppe,
welches in hohem Maß von dem Verhältnis zwischen dem Abstand zwischen
den Elementen (Antennen) der Gruppe und der Arbeitswellenlänge abhängig
ist. Dieser Abstand zwischen den Elementen ist üblicherweise konstant und vorzugsweise
kleiner als eine Wellenlänge, um das Auftreten von Beugungsstrahlungskeulen
zu verhindern. Dieses bedeutet, daß wenn der Abstand zwischen den Elementen
einmal fixiert ist, daß die Betriebsfrequenz (und die entsprechende Wellenlänge)
ebenso fixiert ist, und daß es insbesondere schwierig ist, daß dieselbe
Gruppe gleichzeitig bei einer anderen, höheren Frequenz arbeitet, in Anbetracht
dessen, daß in diesem Fall die Größe der Wellenlänge kleiner
als der Abstand zwischen den Elementen ist.
Die logarhytmisch-periodischen Gruppen stellen eines der ersten Beispiele
von Gruppenantennen dar, die zur Abdeckung eines breiten Bereichs von Frequenzen
geeignet sind (V. H. Rumsey, „Frequency-Independent Antennas, New York Academic,
1966; R. L. Carrell, „Analysis and design of the log-periodic dipole array",
Tech. Rep. 52, Univ. Illinois Antenna Lab., Vertrag AF33 (616)-6079, Oktober 1961;
P. E. Mayes, "Frequency Independent Antennas and Broad-Band Derivatives Thereof",
Proc. IEEE, Band 80, Nr. 1, Januar 1992). Diese Gruppen basieren auf der Verteilung
der konstituierenden Elemente auf die Art und Weise, daß der Abstand zwischen
benachbarten Elementen und deren Länge gemäß einer geometrischen
Progression variiert. Obwohl diese Antennen zur Aufrechterhaltung der Strahlungs-
und Impedanzmuster über einen breiten Bereich von Frequenzen geeignet sind,
ist ihre Anwendung in der Praxis wegen ihrer Begrenzungen bezüglich der Dämpfungsverminderung
und Größe auf einige konkrete Fälle eingeschränkt. Somit werden
diese Antennen beispielsweise nicht bei Mobilfunktelefon-Basisstationen verwendet,
weil sie keine ausreichende Dämpfungsverminderung haben (ihre Dämpfungsverminderung
liegt etwa bei 10 dBi, wobei die gewöhnliche Anforderung für solche Anwendungen
bei etwa 17 dBi liegt), weil sie üblicherweise eine lineare Polarisation haben,
während in dem genannten Umfeld Antennen mit Polarisationsvielfalt benötigt
werden, weil ihre Muster in der horizontalen Ebene nicht die notwendige Breite haben
und weil ihre mechanische Struktur zu sperrig ist.
Die Technologie von einzelnen Mehrbandantennen ist merklich weiter
entwickelt. Unter einer Mehrbandantenne wird eine Antenne verstanden, welche durch
einen Satz von Elementen gebildet ist, welche elektromagnetisch miteinander verbunden
sind und die miteinander Wechselwirken, um das radioelektrische Verhalten der Antenne
herzustellen, ein Verhalten, das bezüglich der Strahlungs- und Impedanzmuster
in Mehrfrequenzbändern (daher der Name Mehrbandantenne) ähnlich ist. Zahlreiche
Beispiele von Mehrbandantennen sind in der Literatur beschrieben. 1995 wurden Antennen
des Fraktal- oder Multifraktaltyps eingeführt (die Prägung der Begriffe
fraktal und multifraktal ist B. B. Mandelbrot in seinem Buch „The Fractal
Geometry of Nature", W. H. Freeman & Co. 1983 zuzuschreiben), Antennen, welche durch
ihre Geometrie ein Mehrfrequenzverhalten haben und in bestimmten Fällen eine
geringere Größe haben (C. Puente, R. Pous, J. Romeu, X. Garcia „Antenas
Fractales o Mulifractales", (spanisches Patent ES 2 112 163). Darauf folgend wurden
Mehrfachdreieckantennen eingeführt (spanisches Patent ES 2 142 280), die gleichzeitig
in den GSM 900- und GSM 1800-Bändern arbeiten können und in letzter Zeit
wurden mehrstufige Antennen (WO-A-0122528) eingeführt, welche ein klares Beispiel
bieten, wie es möglich ist, die Geometrie der Antenne zu formen, um ein Mehrbandverhalten
zu erhalten.
Das Dokument WO-A-9735360 offenbart eine Dualbandgruppe, welche in
dem 1-Band und dem UHF-Band arbeitet. Die Gruppe weist eine zentrale Einheit mit
einem geschichteten Patchelement auf, das in dem UHF-Band arbeitet, und eine Vielzahl
gekreuzten Dipolen, die eine L-Band-Ringgruppe bilden, welche auf dem UHF-Element
befestigt ist.
Die vorliegende Erfindung beschreibt, wie Mehrbandantennen kombiniert
werden können, um eine Gruppe zu erhalten, die gleichzeitig in mehreren Frequenzbändern
arbeitet.
Eine ineinandergeschachtelte Mehrbandgruppe (MIA) besteht aus einer
Gruppe von Antennen, die die Besonderheit aufweist, zum gleichzeitigen Betrieb in
verschiedenen Frequenzbändern geeignet zu sein. Dies wird mittels der Verwendung
von Mehrbandantennen in strategischen Positionen der Gruppe erreicht. Die Anordnung
der Elemente, die die MIA bilden, wird durch die Nebeneinanderstellung von herkömmlichen
Monobandgruppen erreicht, wobei so viele Monobandgruppen wie Frequenzbänder
verwendet werden, die zur Einbeziehung in die ineinandergeschachtelten Mehrbandgruppe
gewünscht sind. In diesen Positionen, in denen ein oder verschiedene Elemente,
die aus den herkömmlichen Monobandgruppen stammen, übereinstimmen, sollte
eine einzige Mehrbandantenne (Element) verwendet werden, welche gleichzeitig die
verschiedenen Bänder abdeckt. In den verbleibenden nicht übereinstimmenden
Positionen kann die Anwendung derselben Mehrbandantenne oder wiederholt einer herkömmlichen
Monobandantenne ausgewählt werden, die bei einer entsprechenden Frequenz arbeitet.
Die Anregung bei einer oder verschiedenen Frequenzen jedes Element der Gruppe hängt
daher von der Position des Elements in der Gruppe ab und ist mittels des Signalverteilungsnetzwerks
gesteuert.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
Die im Vorhergehenden dargelegten Kennzeichen werden in graphischer
Form unter Verwendung der Figuren in den anhängenden Zeichnungen dargestellt,
in denen zur bloßen Erklärung und nicht zur Beschränkung ein Beispiel
gezeigt ist, das eine bevorzugte Ausgestaltungsform ist. In den Zeichnungen zeigen:
1 die Position der Elemente von zwei klassischen Monobandgruppen,
die bei einer Frequenz f bzw. f/2 arbeiten, und die Anordnung der Elemente in einer
ineinandergeschachtelten Mehrbandgruppe, die ein Dual-Frequenzverhalten hat (bei
Frequenzen f und f/2), die auf dieselbe Art und Weise arbeitet, wie die klassische
Gruppe, aber mit kleinerer Gesamtanzahl von Elementen.
2 ein anderes spezielles Beispiel einer ineinandergeschachtelten
Mehrbandgruppe, aber in diesem Fall mit drei Frequenzen und die entsprechenden drei
klassischen Monobandgruppen, welche diese bilden. Dieses ist eine Angelegenheit
des Ausbauens des Falls von 1 auf drei Frequenzen f, f/2 und f/4.
3 ein anderes spezielles Beispiel einer ineinandergeschachtelten
Mehrbandgruppe, in der die verschiedenen Arbeitsfrequenzen nicht durch denselben
Skalierungsfaktor getrennt sind. Dieses ist eine Angelegenheit des Ausbauens des
Falls von 1 und 2 auf drei Frequenzen f, f/2 und
f/3.
4 ein weiteres spezielles Beispiel einer ineinandergeschachtelten
Mehrbandgruppe, in der die verschiedenen Arbeitsfrequenzen nicht durch denselben
Skalierungsfaktor getrennt sind. Dieses ist eine Angelegenheit des Ausbauens des
Falls von 3 auf drei Frequenzen f, f/3 und f/4.
5 eine ineinandergeschachtelte Mehrbandgruppenanordnung, welche
einer Neupositionierung der Elemente bedarf, um Frequenzen zu erhalten,
die nicht einem gradzahligen Vielfachen der höchsten Frequenz entsprechen.
In diesem speziellen Beispiel wurden die Frequenzen f, f/2 und f/2,33 ausgewählt.
6 die Erweiterung der Ausgestaltung eines MIA zu dem zweidimensionalen
oder dreidimensionalen Fall, insbesondere ein Ausbau des Beispiels von
1 zu zwei Dimensionen.
7 eines der bevorzugten Betriebsmodi (AEM1). Dieses ist eine Angelegenheit
für eine MIA, in der die Mehrbandelemente Mehrfachdreieckelemente sind. Die
Gruppe arbeitet gleichzeitig bei Dualfrequenzen, beispielsweise in den GSM 900-
und GSM 1800-Bändern.
8 ein anderes der bevorzugten Betriebsmodi (AEM2). Dieses ist eine
Angelegenheit für eine MIA, in der die Mehrbandelemente mehrstufige Elemente
sind. Die Gruppe arbeitet gleichzeitig bei Dualfrequenzen, beispielsweise in den
GSM 900 und GSM 1800-Bändern.
9 ein anderes der bevorzugten Betriebsmodi (AEM3). Dieses ist eine
Angelegenheit für eine MIA, in der die Mehrbandelemente mehrstufige Elemente
sind. Die Anordnung ist der von 8 (AEM2 Modus) ähnlich, wobei
der Unterschied ist, daß die neue Anordnung es erlaubt, die Gesamtbreite der
Antenne zu reduzieren.
10 ein anderes Beispiel einer Mehrbandantenne, die in MIAs angewendet
werden kann. Dieses ist eine Angelegenheit für eine geschichtete Patchantenne,
welche in diesem speziellen Beispiel bei zwei Dualfrequenzen arbeitet (beispielsweise
GSM 900 und GSM 1800).
11 eine Anordnung der genannten Patch in der Gruppe vom MIA-Typ
(AEM4-Anordnung). Man beachte, daß in diesem Fall im Gegensatz zu den vorhergehenden
Fällen, Mehrbandantennen nur in den Positionen verwendet werden, wo es unbedingt
notwendig ist; in dem Rest werden Monobandelemente angewendet, von denen das Strahlungsmuster
ausreichend ähnlich dem des Mehrbandelements in dem entsprechenden Band ist.
12 eine andere Anordnung (AEM5), in der die Elemente um 45°
gedreht sind, um die Beschaffung von Doppelpolarisation bei +45° und –45°
zu ermöglichen.
Beschreibung der bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung
In der folgenden Beschreibung der bevorzugten Ausgestaltung der vorliegenden
Erfindung wird ununterbrochen auf die Figuren der Zeichnungen Bezug genommen, in
denen dieselben Bezugszeichen für dieselben oder ähnliche Teile verwendet
worden sind.
Eine ineinandergeschachtelte Mehrbandgruppe (MIA) ist durch die Nebeneinanderstellung
von verschiedenen herkömmlichen Monobandgruppen zusammengesetzt. Die herkömmlichen
Antennengruppen haben für gewöhnlich ein Monobandverhalten (das heißt,
sie arbeiten in einem relativ kleinen Frequenzbereich, typischerweise in der Größenordnung
von 10% um eine zentrale Frequenz) und dieses ist nicht nur deshalb so, weil die
konstituierenden Elemente (Antennen) ein Monobandverhalten haben, sondern auch,
weil der physische Abstand zwischen Elementen die Arbeitswellenlänge festsetzt.
Typischerweise sind die herkömmlichen Monobandgruppen mit einem Abstand zwischen
Elementen von etwa einer halben Wellenlänge ausgebildet, ein Abstand, welcher
in manchen Anordnungen vergrößert sein kann, um den Richtfaktor zu verbessern,
obwohl der Abstand für gewöhnlich unter einer Wellenlänge gehalten
wird, um das Auftreten von Streuungsstrahlungskeulen zu verhindern.
Diese reine geometrische Einschränkung (die Größe der
Wellenlänge setzt die Geometrie der Elemente der Gruppe und ihren relativen
Abstand fest) kennzeichnet einen Hauptnachteil in diesem Umfeld und diesen Kommunikationssystemen,
in denen verschiedene Frequenzbänder gleichzeitig angewendet werden müssen.
Ein anschauliches Beispiel ist das GSM-Mobilfunktelefon-System. Anfänglich
in dem 900 MHz-Band angeordnet, ist das GSM-System zu einem auf der Weltskala weitverbreiteten
System geworden. Der Erfolg des Systems und das spektakuläre Anwachsen des
Begehrens für diese Art des Services hat die Mobilfunktelefonanbieter dazu
geführt, ihren Service in ein neues Band, das 1800 MHz-Band zu erweitern, um
eine Abdeckung für eine größere Nutzerbasis bereitzustellen. Wegen
der Verwendung der klassischen Monobandantennen-Technologie müssen die Betreiber
ihr Antennennetzwerk verdoppeln, um eine gleichzeitige Abdeckung von GSM 900 und
GSM 1800 bereitzustellen. Durch die Verwendung einer einzelnen MIA, welche speziell
für das System ausgebildet ist, wie das, welches in den speziellen Fällen
von 7 bis 12 beschrieben ist, reduzieren die Betreiber
die Kosten ihres Netzwerks von Basisstationen, reduzieren die Betreiber die Kosten
ihres Netzwerks von Basisstationen, die Zeit zur Erweiterung in das neue Band und
die optische und umweltbedingte Auswirkung ihrer Einrichtungen (durch die Vereinfachung
der allgemeinen Strahlungsstruktur).
Es ist wichtig herauszustellen, daß das oben beschriebene Szenario
nur ein bestimmtes Beispiel eines Typs einer MIA und ihre Anwendung behandelt; wie
durch irgendjemanden, der vertraut mit dem Gegenstand ist, erkannt werden kann,
sind die MIAs, die in der vorliegenden Erfindung beschrieben sind, in keiner Weise
auf die genannte spezielle Anordnung eingeschränkt und können einfach
an andere Frequenzen und Anwendungen angepaßt werden.
Die ineinandergeschachtelten Mehrbandgruppen gründen ihren Betrieb
auf der physischen Anordnung der Antennen, welche diese bilden, und auf dem bestimmten
Typ eines Elements, das in einer strategischen Position der Gruppe angewendet wird.
Die Positionen der Elemente in einer MIA sind bestimmt durch die Positionen
der Elemente in so vielen Monobandgruppen wie Frequenzen oder Frequenzbänder
benötigt werden. Die Ausgestaltung der Gruppe ist in diesem Sinn gleich zu
dem der Monobandgruppe, insoweit, als es möglich ist, die Frequenzbewertung
für jedes Element auszuwählen, um die Strahlungsmuster gemäß
den Anforderungen jeder Anwendung zu formen. Die Anordnung der MIA wird durch die
Nebeneinanderstellung der Positionen der verschiedenen Monobandgruppe erreicht.
Normalerweise erweist sich diese Nebeneinanderstellung in der Praxis in solchen
Positionen als schwierig ausführbar, in denen unterschiedliche Antennen der
verschiedenen Gruppen zusammenfallen; die mit dieser Erfindung vorgeschlagene Lösung
beruht auf der Verwendung einer Mehrbandantenne (beispielsweise vom Fraktal-, Mehrfachdreieck-,
mehrstufigen, und so weiter-Typ), welche alle mit ihrer Position verbundenen Frequenzen
abdeckt.
Ein grundlegendes und spezielles Beispiel, wie die Elemente in einer
MIA angeordnet werden, ist in 1 beschrieben. In den Spalten der
(1a) und (1b) sind zwei herkömmliche Monobandgruppen
gezeigt, in denen die Positionen der Elemente (gekennzeichnet durch schwarze Kreise
bzw. Umkreise) in solcher Art und Weise gewählt sind, daß der Abstand
zwischen Elementen typischerweise kleiner als die Arbeitswellenlänge ist. Somit,
bezugnehmend auf die Arbeitsfrequenz f der Gruppe (1a), würde die Gruppe (1b)
bei einer Frequenz f/2 arbeiten, wenn die Elemente einen doppelten Abstand als der
des vorigen Falls haben. In (1c) ist die Anordnung der Elemente
in der MIA gezeigt, welche zur gleichzeitigen Arbeit in den Frequenzen f und f/2
geeignet ist, grundsätzlich erhaltend dieselben Möglichkeiten wie die
zwei Gruppen (1a) und (1b). In den Positionen, in denen Elemente der beiden herkömmlichen
Gruppen (gekennzeichnet in (1c) mittels schwarzen Kreisen, die
in der Mitte eines Umkreises angeordnet sind) übereinstimmen, wird eine Mehrbandantenne
angewendet, welche zur Arbeit auf dieselbe Art und Weise (dieselbe Impendanz und
dasselbe Muster) in den Frequenzen (1a) und (1b) geeignet ist. Die übrigen
nicht übereinstimmenden Elemente (gekennzeichnet entweder durch einen schwarzen
Kreis oder durch einen Umkreis), können realisiert werden entweder mittels
desselben Mehrbandelements, welches in den übereinstimmenden Positionen verwendet
wird (und durch Auswahl der Arbeitsfrequenz mittels des Signalverteilungsnetzwerks
der Gruppe), oder durch Anwendung von herkömmlichen Monobandelementen. In diesem
Beispiel hat die Gruppe (1c) ein frequenzweises Dualverhalten (bei den Frequenzen
f und f/2), dabei arbeitend auf dieselbe Art und Weise wie die Gruppen (1a) und
(1b), aber mit einer kleineren Gesamtanzahl von Elementen (12 statt 16).
Viele Beispiele für Mehrbandantennen wurden bereits im Stand
der Technik beschrieben. Antennen mit Fraktal-Geometrie, Mehrfachdreieckantennen,
Mehrstufenantennen und sogar geschichtete Patchantennen sind einige Beispiele für
Antennen, die zur Arbeit auf ähnliche Art und Weise in Mehrfrequenzbändern
geeignet sind. Diese und andere Mehrbandelemente können in den Positionen der
MIAs verwendet werden, in denen Elemente von verschiedenen Monobandgruppen zusammenkommen.
In den folgenden Figuren sind andere MIA-Anordnungen gezeigt, die
auf demselben erfindungsgemäßen Konzept basieren, obwohl die Anordnung
der Elemente an andere Frequenzen angepaßt ist. In 2 ist eine
Anordnung einer Dreiband-MIA beschrieben, welche bei den Frequenzen f, f/2 und f/4
arbeitet. Die Anordnung von Elementen in den drei klassischen Monobandgruppen bei
den Frequenzen f, f/2 und f/4 ist in den (2a), (2b)
und (2c) mittels schwarzer Kreise, Umkreise bzw. Quadrate dargestellt.
Die Position der Elemente der MIA ist durch die Anordnung der drei Monobandgruppen
bestimmt, welche für jede der drei Frequenzen ausgebildet sind. Die drei Gruppen
kommen in der MIA wie in (2d) gezeigt, zusammen. In diesen Positionen,
wo Elemente der drei Gruppen zusammenkommen würden (gekennzeichnet in den Zeichnungen
durch Nebeneinanderstellung der verschiedenen geometrischen Figuren, welche jede
Gruppe bezeichnen) findet ein Mehrbandelement Anwendung. Die Dreifrequenzgruppe
von (2b) verhält sich auf dieselbe Art und Weise wie die drei
Gruppen (2a), (2b) und (2c) bei ihren entsprechenden Arbeitsfrequenzen, aber nur
13 Elemente statt der in der Gesamtheit der drei Monobandgruppen benötigten
21 werden verwendet.
3, 4 und 5 beschreiben beispielhaft
und nicht beschränkend die Ausgestaltung von anderen MIAs, basierend auf demselben
Prinzip, aber bei anderen Frequenzen. Die in den ersten beiden Fällen verwendeten
Frequenzen sind gradzahlige Vielfache der grundlegenden Frequenz; in dem Fall von
5 ist das Verhältnis zwischen den Frequenzen nicht durch irgendeine
bestimmte Regel begrenzt, obwohl es ein Beispiel für eine Gruppe voraussetzt,
in dem die Frequenzen der GSM 900-, GSM 1800- und UMTS-Service
kombiniert werden können.
Besonders 3 stellt ein anderes spezielles Beispiel
einer ineinandergeschachtelten Mehrbandgruppe dar, in der die verschiedenen Arbeitsfrequenzen
nicht durch denselben Skalierungsfaktor getrennt sind. Es betrifft die Erweiterung
des Falls der 1 und 2 auf drei Frequenzen f, f/2
und f/3. Die Anordnung der Elemente der drei klassischen Monobandgruppen bei den
Frequenzen f, f/2 und f/3 ist in den (3a), (3b)
und (3c) mittels schwarzer Kreise, Umkreise bzw. Quadrate gezeigt.
Die Spalte der (3d) zeigt die Anordnung der Elemente in der ineinandergeschachtelten
Dreibandgruppe. In diesen Positionen, in denen die Elemente der drei Gruppen zusammenkommen
(in den Zeichnungen gekennzeichnet durch die Nebeneinanderstellung der verschiedenen
geometrischen Figuren, welche jede Gruppe kennzeichnen), wird Verwendung von einem
Mehrbandelement gemacht; dieselbe Strategie wird in den Positionen verfolgt, in
denen Elemente von zwei Gruppen übereinstimmen: Verwendung sollte von einem
Mehrbandelemente gemacht werden, das zur Abdeckung der Frequenzen geeignet ist,
die zu seiner Position gehören, vorzugsweise dasselbe Element wie das, das
in den übrigen Positionen verwendet wird, wobei solche Frequenzen ausgewählt
werden, welche durch das Einspeisenetzwerk notwendig sind. Man beachte, daß
die freie Frequenzgruppe der (3d) sich auf dieselbe Art und Weise
verhält, wie die drei Gruppen (3a), (3b) und (3c) bei ihren entsprechenden
Arbeitsfrequenzen, aber nur 12 Elemente statt den 21 in der Gesamtheit der drei
Monobandgruppen geforderten werden verwendet.
4 stellt ein neues spezielles Beispiel einer ineinandergeschachtelten
Mehrbandgruppe dar, in der die verschiedenen Arbeitsfrequenzen nicht durch denselben
Skalierungsfaktor getrennt sind. Es betrifft die Erweiterung des Falls von
3 auf drei Frequenzen f, f/3 und f/4. Die Anordnung von Elementen
der drei klassischen Monobandgruppen an den Frequenzen f, f/3 und f/4 sind in den
(4a), (4b) und (4c) mittels schwarzer
Kreise, Umkreise bzw. Quadrate dargestellt. Die Spalte von (4d)
zeigt die Anordnung von Elementen in der ineinandergeschachtelten Dreibandgruppe.
In diesen Positionen, wo Elemente der drei Gruppen zusammenkommen würden (gekennzeichnet
in den Zeichnungen durch Nebeneinanderstellung der verschiedenen geometrischen Figuren,
welche jede Gruppe kennzeichnen), wird Verwendung von einem Mehrbandelement gemacht.
Die Dreifrequenzgruppe von (4d) verhält sich auf dieselbe
Art und Weise wie die drei Gruppen (4a), (4b) und (4c) an ihren entsprechenden Arbeitsfrequenzen,
aber nur 15 Elemente statt der 24 in der Gesamtheit der drei Monobandgruppen geforderten
werden verwendet.
Es ist zweckdienlich, wieder zu betonen, daß die Gruppen in den
speziellen Fällen der 3 und 4 gleichzeitig
bei drei Frequenzen arbeiten können. Die Anordnung der Elemente ist so, daß
die drei Frequenzen nicht immer in allen Elementen übereinstimmen; nichtsdestoweniger
ist es durch Anwendung einer Dreibandantenne in diesen Positionen und durch Auswahl
der Arbeitsfrequenzen beispielsweise mittels eines herkömmlichen frequenzselektiven
Netzwerks möglich, die MIA zu realisieren.
Bei manchen Konfigurationen einer ineinandergeschachtelten Mehrbandgruppe,
insbesondere bei denen, bei denen die verschiedenen Frequenzen nicht einem ganzzahligen
Vielfachen der höchsten Frequenz 1 entsprechen, ist es notwendig, daß
die Elemente wie in 5 neu positioniert werden. In diesem speziellen
Beispiel wurden die Frequenzen f, f/2 und f/2,33 ausgewählt. Die Anordnung
von Elementen der drei klassischen Monobandgruppen bei den Frequenzen f, f/2 und
f/2,33 ist in den (5a), (5b) und (5c)
mittels schwarzer Kreise, Umkreise bzw. Quadrate dargestellt. Die Spalte der
(5d) zeigt, wie die Anordnung von Elementen in der ineinandergeschachtelten
Dreibandgruppe gemäß demselben Plan wie bei den vorigen Beispielen sein
würde. Man beachte, wie in diesem Fall das Verhältnis von Frequenzen die
örtlich vereinte Aufstellung von Elementen an Zwischenpositionen umfaßt,
was seine praktische Realisierung schwierig macht. Die in diesem Fall angewendete
Lösung besteht aus der Versetzung der Positionen des Elements der Gruppe, das
bei der niedrigsten Frequenz arbeitet (gekennzeichnet durch den Pfeil), bis es mit
einem anderen Element (das nächste) mit der höchsten Frequenz übereinstimmt;
dann werden die zwei oder mehr übereinstimmenden Elemente in den neuen Positionen
durch ein Mehrbandelement ersetzt. Ein Beispiel der Endkonfiguration, wenn die Elemente
einmal neu positioniert worden sind, ist in (5e) gezeigt. Es ist
wichtig, daß das versetzte Element vorzugsweise das der Gruppe mit der niedrigsten
Frequenz ist, wodurch die relative Versetzung bezüglich der Arbeitswellenlänge
die am wenigsten mögliche ist und wodurch das Auftreten von sekundären
oder Streuungsstrahlungskeulen auf ein Minimum reduziert ist.
6 zeigt, wie die Konfiguration der MIAs nicht auf den linearen
(eindimensionalen) Fall begrenzt ist, sondern auch Gruppen in zwei und drei Dimensionen
(2D und 3D) beinhaltet. Die Prozedur der Verteilung der Elemente der Gruppe in den
zwei 2D- und 3D-Fällen ist dieselbe, wobei ebenfalls die verschiedenen übereinstimmenden
Elemente durch eine einzelne Mehrbandantenne ersetzt werden.
Mehr Beispiele von bestimmten Konfigurationen von MIAs werden unten
beschrieben. In den fünf beschriebenen Beispielen sind verschiedene Ausgestaltungen
für GSM 900- und GSM 1800-Systeme (890 MHz-960 MHz und 1710
MHz-1880 MHz-Bänder) aufgezeigt worden. Es ist eine Frage der Antennen für
die Mobilfunktelefon-Basisstationen, welche im Grunde dasselbe Radiofrequenzverhalten
in beiden Bändern bieten; durch die Verwendung derartiger Versionen von MIA-Antennen,
reduzieren die Betreiber die Zahl von installierten Antennen auf die Hälfte,
wodurch die Kosten und die umweltbedingte Auswirkung ihrer Basisstationen minimiert
wird.
AEM1-Modus
Die AEM1-Konfiguration, dargestellt in 7, basiert
auf der Verwendung von GSM 900- und GSM 1800-Mehrfachdreickelementen. Die Gruppe
wird durch Ineinanderschachtelung von zwei herkömmlichen Monobandgruppen erhalten,
mit einem Abstand zwischen Elementen, der kleiner als eine Wellenlänge in dem
entsprechenden Band ist (typischerweise wird ein Abstand von weniger als 0.9 ausgewählt,
um das Auftreten von Streuungsstrahlungskeulen in die Längsstrahlerrichtung
zu minimieren). Die originalen Gruppen können 8 oder 10 Elemente haben, abhängig
von der Dämpfungsverminderung, welche von dem Betreiber gefordert ist. Die
Nebeneinanderstellung der beiden Gruppen in einer einzelnen MIA wird in diesem Fall
durch Verwendung eines dualen Mehrfachdreieckelements erreicht. Solche Elemente
beinhalten zwei Anregungspunkte (einen für jedes Band), was es erlaubt, das
Arbeitsband gemäß seiner Position in der Gruppe auszuwählen. In
7 sind die Position der Elemente, wie auch ihre Arbeitsfrequenzen
gezeigt. Die in weiß dargestellten Elemente kennzeichnen den Betrieb in dem
GSM 900-Band; die in schwarz dargestellten Elemente kennzeichnen den Betrieb in
dem GSM 1800-Band und die Elemente, welche in dem unteren Dreieck schwarz und in
ihren zwei oberen Dreiecken weiß gekennzeichnet sind, kennzeichnen einen gleichzeitigen
Betrieb in beiden Bändern. Genau der gleichzeitige Betrieb in beiden Bändern
mittels eines einzelnen Mehrbandelements (das Mehrfachdreieckelement) in solchen
Positionen der Gruppe (die Positionen, in denen die der ursprünglichen Monobandgruppen
übereinstimmen) ist eines der hauptsächlichen kennzeichnenden Merkmale
der MIA-Erfindung.
Die Art und Weise der Versorgung der Elemente der AEM1-Gruppe ist
kein Kennzeichen der Erfindung der MIAs und es kann Rückgriff auf irgendein
herkömmliches bekanntes System gemacht werden. Insbesondere und angesichts
dessen, daß die Mehrfachdreieckelemente an zwei verschiedenen Punkten angeregt
werden, ist es möglich, Verwendung von einem unabhängigen Verteilungsnetzwerk
für jedes Band zu machen. Eine andere Alternative beinhaltet die Anwendung
eines Breitband- oder eines Dualbandverteilungsnetzwerks, durch Ankopplung eines
Kombinators/Diplexers, der das Netzwerk und die zwei Anregungspunkte der Mehrfachdreieckantenne
miteinander verbindet.
Ferner kann die Antenne zwei Input-/Output-Verbinder (einen für
jedes Band) aufweisen, oder diese sind kombiniert in einem einzelnen Verbinder mittels
eines Kombinator/Diplexer-Netzwerks.
AEM2-Modus
Diese spezielle Konfiguration der AEM2, wie in 8
gezeigt, basiert auf einer Mehrstufenantenne, die als Mehrbandelement wirkt. Zusätzlich
zu der gleichzeitigen Arbeit in den GSM 900- und GSM 1800-Bändern hat die Antenne
auch doppelte lineare Polarisation bei +45° und –45° bezüglich
der Längsachse der Gruppe. Die Tatsache, daß die Antenne eine Doppelpolarisation
hat, kennzeichnet einen zusätzlichen Vorteil für den Mobilfunktelefon-Betreiber,
da er auf diese Art und Weise ein Diversity-System anwenden kann, welches den Fading-Effekt
durch Mehrwegausbreitung minimiert. Das Mehrstufenelement, das in 8
beschrieben ist, ist mehr als das vorher beschriebene Mehrfachdreieckelement geeignet,
da das Element selbst eine lineare Polarisation bei +45° in GSM 900 und bei
–45° in GSM 1800 hat.
Die Gruppe wird durch ineinanderschachteln von zwei herkömmlichen
Monobandgruppen erhalten, mit einem Abstand zwischen den Elementen, der kleiner
als eine Wellenlänge in dem entsprechenden Band ist (typischerweise wird ein
Abstand von weniger als 0.9 gewählt, um das Auftreten der Streuungsstrahlungskeule
in der Längsstrahlrichtung zu minimieren). Die ursprünglichen Gruppen
können 8 oder 10 Elemente haben, abhängig von der Dämpfungsverminderung,
wie sie durch den Betreiber gefordert ist. Die Nebeneinanderstellung beider Gruppen
in eine einzelne MIA wird in diesem Fall durch Anwendung von dualen Schmalband-Mehrstufenelementen
erreicht. Solche Elemente weisen zwei Anregungspunkte (einer für jedes Band)
auf, was das Auswählen eines Arbeitsbandes gemäß ihrer Position in
der Gruppe erlaubt. In 8 sind die Position der Elemente, wie auch
ihre Arbeitsfrequenzen gezeigt. Die in weiß gezeigten Elemente kennzeichnen
den Betrieb in dem GSM 900-Band; die in schwarz gezeigten Elemente kennzeichnen
den Betrieb in dem GSM 1800-Band und die Elemente, welche in ihrem unteren Dreieck
schwarz und in den oberen Dreiecken weiß gekennzeichnet sind, kennzeichnen
den gleichzeitigen Betrieb in beiden Bändern. Genau der gleichzeitige Betrieb
in beiden Bändern mittels eines einzelnen Mehrbandelements (das Mehrstufenelement)
in den Positionen der Gruppe (die Positionen, in denen die der ursprünglichen
Monobandgruppen übereinstimmen), ist eines der hauptsächlichen kennzeichnenden
Merkmale der MIA-Erfindung.
Es ist möglich, Doppelpolarisation auf Basis einer Anregung des
Mehrstufenelements an verschiedenen Punkten seiner Oberfläche
zu erreichen; nichtsdestoweniger, um die Isolierung zwischen den Verbindern der
verschiedenen Polarisationen zu vergrößern, ist es in dem beschriebenen
Beispiel ausgewählt worden, eine Doppelspalte anzuwenden, um die +45°-Polarisation
(linke Spalte) von der –45°-Polarisation (rechte Spalte) zu trennen.
Zur Vergrößerung der Isolation zwischen Bändern, ist es ebenso möglich,
den Polarisationswinkel in den Spalten der Gruppe in einem der Bänder (beispielsweise
in DOS) auszuwechseln.
Die Art und Weise der Versorgung der Elemente der Gruppe AEM2 ist
nicht kennzeichnend für die Erfindung der MIAs und Rückgriff kann auf
irgendein herkömmliches bekanntes System gemacht werden. Insbesondere und angesichts
dessen, daß die Mehrfachdreieckelemente an zwei verschiedenen Punkten angeregt
werden, ist es möglich, Verwendung von einem unabhängigen Verteilungsnetzwerk
für jedes Band und jede Polarisation zu machen. Eine andere Alternative beinhaltet
die Anwendung eines Breitband- oder Dualband-Verteilungsnetzwerks, durch Ankoppeln
eines Kombinators/Diplexers, welcher das Netzwerk und die zwei Anregungspunkte der
Mehrlevelantenne miteinander verbindet. Die Antenne kann mit vier Input/Output-Verbindern
(einer für jedes Band und jede Polarisiation) versehen sein oder anders in
nur zwei Verbindern (einer für jede unabhängige Polarisation) mittels
eines Kombinator/Diplexer-Netzwerks in jeder Polarisation kombiniert werden.
AEM3-Modus
Die AEM3-Konfiguration, wie in 9 gezeigt, ist sehr
ähnlich zu der der AEM2 (die Position der Mehrstufenelemente und der Typ der
Elemente selbst ist derselbe wie in dem vorhergehenden Fall), mit dem Unterschied,
daß die rechte Spalte mit Bezug auf die linke Spalte umgedreht ist. Auf diese
Art und Weise wird eine Antenne mit Dualband und Polarisation erhalten, wobei die
Gesamtbreite der Antenne bezüglich des vorhergehenden Falles reduziert ist
(in diesem speziellen Beispiel ist die Breite um etwa 10% reduziert). Um die Isolierung
zwischen den Spalten der Doppelpolarisation zu vergrößern, ist es zweckdienlich,
daß eine schräge Rippe zwischen benachbarten Elementen eingeführt
wird. In diesem Fall sind ebenfalls seitliche Rippen bei allen Elementen, die in
dem GSM 1800 arbeiten, enthalten, Rippen, welche zur Verengung des Strahlungsstrahls
in der horizontalen Ebene beitragen (die Ebene, welche im rechten Winkel zu der
Längsachse der Gruppe angeordnet ist).
Auch das Signalverteilersystem ist insbesondere kein Kennzeichen der
MIA-Konfiguration und dasselbe System kann wie im vorgehenden Fall verwendet werden.
AEM4-Modus
Ein anderes Beispiel einer ineinandergeschachtelten Mehrbandgruppe
ist das, welches AEM4 genannt wird, und das schematisch in 11 gezeigt
ist. in diesem Fall ist das Mehrbandelement eine geschichtete viereckige Patchantenne
(10), so daß es für jemanden, der mit dem Gegenstand
vertraut ist, offensichtlich ist, daß Patches anderer Form verwendet werden
können. Viereckige oder kreisförmige Typen sind in der Ausgestaltung bevorzugt,
welche mit Doppelpolarisation arbeiten sollen. In dem Beispiel der 10
ist der spezielle Fall von rechteckigen Patches beschrieben.
Der untere Patch hat eine angemessene Größe, damit seine
Resonanzfrequenz (typischerweise mit dem Grundmodus des Schaltfeldes verbunden)
mit dem unteren Band (GSM 900 in diesem speziellen Fall) übereinstimmt; zudem
wirkt dieser Patch als Grundebene für den oberen Patch. Der Letztere ist von
einer derartigen Größe, daß seine Resonanz in dem oberen Band (GSM
1800) zentriert ist. Die Elemente der Gruppe sind auf einer metallischen oder metallbeschichteten
Oberfläche montiert, die als Grundebene für alle Elemente der Gruppe wirkt.
Das Versorgungssystem ist vorzugsweise vom koaxialen Typ, wobei ein Kabel für
den unteren Patch und das untere Band angewendet wird und ein anderes Kabel für
den oberen Patch und das obere Band angewendet wird. Die Anregungspunkte sind örtlich
vereint auf den Winkelhalbierenden der Patch aufgestellt (beispielsweise werden
die ungefähren Anregungspunkte mittels Kreisen auf der Draufsicht der Antenne
markiert), wenn vertikale oder horizontale Polarisation gewünscht wird oder
auf den Diagonalen, wenn auf der anderen Seite lineare Polarisation mit einem Winkel
von 45° gewünscht ist. In dieser Ausgestaltung ist es gewünscht,
daß die Gruppe mit Doppelpolarisation arbeitet, wobei jeder der Patches zusätzlich
an der Winkelhalbierenden oder diagonalen Gegenseite (orthogonal) zu dem ersten
angeregt wird.
Die Versorgung der Elemente der Gruppe AEM4 ist kein Kennzeichen der
Erfindung der MIAs und es kann Rückgriff auf irgendein herkömmliches System
gemacht werden. Insbesondere und angesichts dessen, daß die geschichtete Patchantenne
an zwei verschiedenen Punkten angeregt wird, ist es möglich, Verwendung von
einem unabhängigen Verteilungsnetzwerk für jedes Band und jede Polarisation
zu machen. Eine andere Alternative beinhaltet die Anwendung eines Breitband- oder
Dualband-Verteilungsnetzwerks, durch Ankopplung eines Kombinators/Diplexers, welcher
das Netzwerk mit den zwei Anregungspunkten der Mehrlevelantenne verbindet.
Die Antenne kann dann mit vier Input/Output-Verbindern (einer für
jedes Band und jede Polarisation) oder auch mit nur zwei Verbindern
(einer für jede unabhängige Polarisation) mittels eines Kombinator/Diplexer-Netzwerks
in jeder Polarisation, versehen sein.
Rüstungs-Modus
Die AEM5-Konfiguration, wie in 12 gezeigt, verwendet
die selbe Annäherung wie die AEM4, obwohl alle Elemente um 45° in der
Ebene der Antenne gedreht sind. Auf diese Art und Weise ist das Strahlungsmuster
in der horizontalen Ebene zusätzlich zur Drehung der Polarisation durch 45°
verändert.
Es ist von Interesse herauszustellen, daß die Tatsache, daß
sowohl in der AEM4- als auch in der AEM5-Konfiguration das Mehrbandelement durch
geschichtete Patch gegeben ist, wirklich nur grundsätzlich notwendig ist, wenn
die gleichen strategischen Positionen, in denen Elemente, welche aus den ursprünglichen
Monobandgruppen stammen, übereinstimmen. In den übrigen Positionen soll
es möglich sein, unbestimmte Mehrband- oder Monobandelemente anzuwenden, die
bei einer für ihre Position festgelegten Frequenz arbeiten, solange, wie ihr
Strahlungsmuster ausreichend dem der geschichteten Patchantenne ähnelt, um
das Auftreten von Streuungsstrahlungskeulen zu verhindern.
Es wird nicht als notwendig erachtet, den Inhalt dieser Beschreibung
weiter zu erweitern, damit ein Experte dieses Gegenstands die Reichweite und die
Vorteile begreifen kann, die aus der Erfindung hervorgehen, wie auch den Gegenstand
der Erfindung in der Praxis zu entwickeln und anzuwenden.
Gleichwohl muß verstanden sein, daß die Erfindung gemäß
einer bevorzugten Ausgestaltung derselben beschrieben wurde, weshalb sie empfänglich
für Modifikationen ist, ohne daß dadurch ihre Grundlage geändert
wird, und es ist möglich, daß solche Modifikationen insbesondere die Form,
die Größe und/oder die Materialien der Herstellung berühren.