Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung und ein Verfahren zur Rückkühlung
von Kühlmitteln oder Rückkühlmedien oder zur Kältegewinnung aus einem Luftstrom
gemäß dem Patentanspruch 1 bzw. 20.
Anlagen zur Rückkühlung bzw. Kältegewinnung werden beispielsweise
zur Lebensmittelkühlung, zu Gefrierprozessen, zur Klimatisierung von Gebäuden und
in der chemischen Industrie benötigt. Es gibt zahlreiche Verfahrensprinzipien, bei
denen Kälte von einem höheren Temperaturniveau auf ein niedrigeres übertragen wird.
Dazu ist die Zufuhr von Energie erforderlich, da Kälte von selbst ausschließlich
von dem niedrigeren Temperaturniveau auf das höhere übertragen wird. Es sind die
unterschiedlichsten Arten von Anlagen bekannt, in denen entweder offene oder geschlossene
thermodynamische Kreisprozesse ablaufen.
Zur Rückkühlung bzw. Kältegewinnung aus einem Luftstrom werden beispielsweise
Kühltürme verwendet. Für zahlreiche Anwendungen kommen Kühltürme in den unterschiedlichsten
Größen zum Einsatz. Beispielsweise in Kraftwerken werden Kühltürme zum Abkühlen
des Abwassers verwendet. Auf klimatisierten Gebäuden werden Kühltürme dazu verwendet,
aus der Abluft Kälte rückzugewinnen. Solche Kühltürme arbeiten sehr zuverlässig,
aber deren Energiebilanz ist nicht besonders günstig. Für einen funktionsfähigen
Kühlturm für ein Gebäude ist eine gewisse Mindestgröße erforderlich, die die Ästhetik
des Gebäudes oftmals zerstört. Ein Kühlturm benötigt stets ein verhältnismäßig großes
Volumen. Außerdem ist erforderlich, dass sich der Luftstrom stets in vertikaler
Richtung erstreckt.
Es ist Aufgabe der Erfindung, eine Vorrichtung und ein Verfahren zur
Rückkühlung von Kühlmitteln oder Rückkühlmedien oder zur Kältegewinnung aus einem
Luftstrom bereitzustellen, bei der die Richtung des Luftstroms beliebig ausgerichtet
sein kann und deren Energiebilanz gegenüber einem Kühlturm verbessert ist.
Diese Aufgabe wird vorrichtungsmäßig durch den Gegenstand gemäß Patentanspruch
1 und verfahrensmäßig durch den Gegenstand gemäß Patentanspruch 20 gelöst.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung zur Rückkühlung von Kühlmitteln oder
Rückkühlmedien oder zur Kältegewinnung aus einem Luftstrom weist folgende Merkmale
auf:
- wenigstens eine Luftbefeuchtungseinrichtung zur Befeuchtung des Luftstroms;
- wenigstens einen Wärmetauscher, welcher der Luftbefeuchtungseinrichtung nachgeschaltet
ist und zwischen dem Luftstrom und einem Kühlmittelkreislauf wechselwirkt; und
- eine Gebläseeinrichtung zur Beförderung des Luftstroms.
Durch die insbesondere durch Feinstvernebelung befeuchtete Luft wird
der Wirkungsgrad der Anlage erhöht. Aufgrund der Verdunstungsenthalpie der Befeuchtungsfluidpartikel,
insbesondere der Wasserpartikel im Luftstrom wird zusätzliche Wärmeenergie benötigt,
die eine Erhöhung der Kälterückgewinnung bewirkt. Ein im nachgeschalteten Wärmetauscher
sich befindendes Kühlmittel wird dadurch entsprechend stärker abgekühlt. Die ultrakleinen
Wasserpartikel (Aerosole) haben weiter den Vorteil, dass sie vom Luftstrom tief
in den Wärmetauscher mitgerissen werden. Da die Vorrichtung ein Gebläse aufweist,
kann die Strömungsrichtung des Luftstroms beliebig, insbesondere also nicht nur
vertikal, sondern auch horizontal ausgerichtet sein. Als Befeuchtungsfluid wird
zweckmäßigerweise Wasser eingesetzt. Die Erfindung ist jedoch nicht auf die Verwendung
von Wasser als Befeuchtungsfluid beschränkt. Vielmehr ist die Verwendung anderer
geeigneter Befeuchtungsfluide nicht ausgeschlossen.
Vorzugsweise ist vorgesehen, dass die Vorrichtung einen nur eingangs-
und ausgangsseitigen offenen, ansonsten geschlossenen Kanal aufweist, in dem die
Luftbefeuchtungseinrichtung, der Wärmetauscher und die Gebläseeinrichtung angeordnet
sind. Der Kanal ermöglicht, dass die befeuchtete Luft vollständig durch den Wärmetauscher
geblasen wird. Der geschlossene Kanal trägt somit zur Optimierung der Energiebilanz
bei.
Weiterhin kann vorgesehen sein, dass die Gebläseeinrichtung dem Wärmetauscher
nachgeschaltet ist. Dadurch hat die Gebläseeinrichtung eine Saugwirkung, was insbesondere
strömungstechnisch vorteilhaft ist. Darüber hinaus wirkt sich die Abluft der Gebläseeinrichtung
dann nicht negativ auf die beabsichtigte Kühlwirkung aus.
Insbesondere ist vorgesehen, dass die Gebläseeinrichtung eine Mehrzahl
paralleler und/oder serieller Ventilatoren aufweist. Durch die Mehrzahl der Ventilatoren
wird die Ausgestaltungsmöglichkeit der Vorrichtung und die Regelungsmöglichkeit
des Luftstromes wesentlich erweitert. Eine Mehrzahl kleinerer Ventilatoren ist wirtschaftlicher
als ein einziger, größerer Ventilator, insbesondere wenn bei Ausfall eines Ventilators
dieser ersetzt werden muss. Außerdem sind mehrere Ventilatoren getrennt ansteuerbar,
wodurch die Regelungsmöglichkeiten für den Luftstrom erweitert werden.
Für eine bevorzugte Ausführungsform der Luftbefeuchtungseinrichtung
ist vorgesehen, dass die Luftbefeuchtungseinrichtung ein Druckwasser-Befeuchter
ist, der eine Vielzahl Düsen aufweist, die im Luftstrom, bevorzugtermaßen in Luftströmungsrichtung
ausgerichtet, angeordnet sind und das Wasser unter hohem Druck, vorzugsweise im
Bereich zwischen 0 und 200 bar, ausbringen. Damit lässt sich erreichen, dass der
Luftstrom mit besonders kleinen Wassertröpfchen befeuchtet wird. Es wird ein Sprühnebel
(Aerosol) erzeugt, bei dem die Gesamtoberfläche der Wassertröpfchen besonders groß
ist. Dies hat eine schnelle und intensive Verdunstung zur Folge. Die Verdunstungsenthalpie
der Wassertröpfchen kann genutzt werden, um das Kühlmittel im Sekundärkreis des
Wärmetauschers noch weiter abzukühlen. Durch diese gezielte Luftbefeuchtung lässt
sich die Kälterückgewinnung und damit der Wirkungsgrad der gesamten Anlage erhöhen.
Zur optimalen Nutzung der Anlage kann vorgesehen sein, dass die Ausbringungsmenge
des Befeuchtungsfluids kontinuierlich einstellbar, insbesondere je nach erforderlicher
Kühlleistung bzw. Sättigungszustand (auch Übersättigungszustand) des befeuchteten
Luftstroms regelbar ist. Die Ausbringungsmenge des Befeuchtungsfluids ist über den
Druck des Befeuchtungsfluids in der Luftbefeuchtungsvorrichtung oder über Durchflusssteuereinrichtungen
wie beispielsweise Ventile steuer- bzw. regelbar. Vorzugsweise erfolgt eine Steuerung
der Ausbringungsmenge des Befeuchtungsfluids zumindest bei kleinen Ausbringungsmengen
zunächst über eine Veränderung des Fluiddrucks. Bei Erreichen eines bestimmten Fluiddrucks,
beispielweise 80 bar, kann es sinnvoll sein, die Ausbringungsmenge des Befeuchtungsfluids
über Durchflusssteuereinrichtungen zu regulieren. Für eine reine Druckregulierung
oder die vorbeschriebene kombinierte Regulierung ist der Druck vorzugsweise zwischen
0 bar und 200 bar einstellbar. Vorzugsweise ist der Druck zwischen 20 bar und 120
bar einstellbar. Unter typischen Bedingungen wird der Druck der Luftbefeuchtungsanlage
auf etwa 80 bar eingestellt.
Weiterhin ist vorgesehen, dass die Wassermenge bei der Luftbefeuchtungseinrichtung
kontinuierlich einstellbar bzw. regelbar ist. Durch die vorgenannten Einstellmöglichkeiten
lässt sich die Anlage einerseits an die Umgebungsbedingungen und andererseits an
den Kältebedarf auch während des Betriebs der Anlage durch eine entsprechende Steuerung
oder Regelung anpassen.
Vorzugsweise bewirkt die Luftbefeuchtungseinrichtung eine Feinstvernebelung
des Luftstroms, wobei der Tröpfchendurchmesser bei der Mehrzahl der Tropfen weniger
als 60 µm, vorzugsweise weniger als 30 µm beträgt. Mit dieser Tröpfchengröße ist
eine besonders zügige Verdunstung gewährleistet.
Bei einer speziellen Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung
ist vorgesehen, dass die Luftbefeuchtungseinrichtung gemäß dem deutschen Patent
DE 41 10 550 C2 ausgebildet ist. Mit dieser patentierten Luftbefeuchtungseinrichtung
lässt sich erreichen, dass die gesamte Menge des eingesprühten Wassers in feinst
zerstäubter Form vorliegt.
Zur Vermeidung von Lärmbelästigung kann vorgesehen sein, dass der
Luftbefeuchtungseinrichtung ein Schalldämpfer vorgeschaltet ist. Zusätzlich oder
alternativ dazu kann vorgesehen sein, dass der Gebläseeinrichtung ein Schalldämpfer
nachgeschaltet ist.
Damit lässt sich der durch den Luftstrom verursachte Lärm bereits an der Quelle
eindämmen. Das Erfordernis von Schallschutzeinrichtungen in den entsprechenden Gebäuden
wird dadurch erheblich reduziert.
Weiterhin ist vorgesehen, dass der Kühlmittelkreislauf ein Kühlmittel
aufweist. Dabei kann das Kühlmittel in Form eines Kältemittels oder eines flüssigen
Rückkühlmediums vorliegen. Flüssigkeiten haben eine verhältnismäßig hohe spezifische
Wärmekapazität, so dass der Wärmetransport im Kühlmittelkreislauf optimiert werden
kann. Außerdem ist ein Flüssigkeitskreislauf konstruktiv verhältnismäßig einfach
und damit kostengünstig zu realisieren.
Zur weiteren Optimierung des Kühlmittelkreislaufs kann vorgesehen
sein, dass dem Rückkühlmedium Substanzen zugesetzt sind, deren Schmelzpunkt innerhalb
des Betriebstemperaturintervalls des flüssigen Rückkühlmediums liegt. Auf diese
Weise kann die Schmelzenthalpie dieser Substanzen genutzt werden, um den Wärmetransport
im Kühlmittelkreislauf und damit die gesamte Kälterückgewinnung weiter zu optimieren.
Zur Regelung der Anlage ist weiterhin vorgesehen, dass die Drehzahl
der Ventilatoren kontinuierlich einstellbar ist. Dadurch kann die gesamte Vorrichtung
sowohl durch die Einstellung der Drehzahl der Ventilatoren als auch durch die Einstellung
des Drucks in der Luftbefeuchtungseinrichtung geregelt werden. Je nach Ausführungsform
wird entweder die Temperatur im Rücklauf des Rückkühlmediums oder der Druck des
Kältemittels nach dem Verflüssiger gemessen. Falls dieser Messwert unter einem vorbestimmten
Sollwert liegt, wird zunächst die Drehzahl der Ventilatoren kontinuierlich erhöht,
bis entweder der vorbestimmte Sollwert oder eine maximale Drehzahl der Ventilatoren
erreicht wird. Sollte im letzteren Fall der Sollwert nicht erreicht worden sein,
wird die Ausbringungsmenge in der Luftbefeuchtungsanlage durch Erhöhung des Fluiddrucks
oder durch kontinuierliches oder diskontinuierliches Öffnen von Druckflusssteuereinrichtungen,
insbesondere Ventilen erhöht. Bei Erreichen des Sollwerts kann zunächst die Drehzahl
der Ventilatoren reduziert werden, um die akustische Belastung für die Umgebung
so gering wie möglich zu halten.
Für das erfindungsgemäße Verfahren zur Kälterückgewinnung aus einem
Luftstrom sind die folgenden Schritte vorgesehen:
- Bereitstellen eines Luftstroms aus einer Abluft eines klimatisierten Gebäudes
oder aus der Umgebungsluft;
- Befeuchten des Luftstroms durch Zugabe von feinst vernebeltem Sprühwasser;
- Erwärmen des Luftstroms bei gleichzeitiger Herabsetzung der relativen Feuchtigkeit,
wobei die erforderliche Energie aus einem Kühlmittelkreislauf entnommen wird; und
- Abführen des Luftstroms an die Umgebung.
Durch das Befeuchten des Luftstroms mit sehr kleinen Wassertröpfchen
lässt sich der Wirkungsgrad für die Kälterückgewinnung wesentlich erhöhen. Bei der
Erwärmung des Luftstroms werden die Wassertröpfchen verdunstet, so dass insbesondere
wegen der Verdunstungsenthalpie der Wassertröpfchen zusätzliche Wärmeenergie benötigt
wird. Diese Wärmeenergie wird dem Kühlmittel im Kühlmittelkreislauf entzogen, so
dass das Kühlmittel zusätzlich abgekühlt wird. Das erfindungsgemäße Verfahren stellt
somit ein verbessertes Verfahren zur Kälterückgewinnung aus einem Luftstrom dar.
Für den Luftstrom kann beispielsweise die Abluft eines klimatisierten
Gebäudes verwendet werden. Ebenso ist es möglich, die Umgebungsluft zu verwenden.
Durch das Befeuchten des Luftstroms wird dessen Temperatur zunächst gesenkt. Anschließend
wird der Luftstrom im Wärmetauscher wieder erwärmt, wobei die noch verbliebenen
Wassertröpfchen verdunsten. Aufgrund der Verdunstungsenthalpie wird dem Kühlmittel
zusätzliche Wärmeenergie entzogen, so dass die Kälterückgewinnung und der Wirkungsgrad
der gesamten Anlage verbessert wird.
Weitere Merkmale, Vorteile und besondere Ausgestaltungen der Erfindung
sind Gegenstand der Unteransprüche.
Bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung werden nachstehend anhand
der beigefügten Zeichnungen näher erläutert.
Es zeigen
- Fig. 1
- ein Blockschaltbild einer ersten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung
mit weiteren peripheren Komponenten;
- Fig. 2
- eine Perspektivansicht der ersten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung;
- Fig. 3
- eine Seitenansicht der ersten Ausführungsform gemäß Fig. 2;
- Fig. 4
- eine Vorderansicht der ersten Ausführungsform gemäß Fig. 2 und 3;
- Fig. 5
- eine Perspektivansicht einer zweiten Ausführungsform gemäß der Erfindung;
- Fig. 6
- eine Seitenansicht der zweiten Ausführungsform gemäß Fig. 5;
- Fig. 7
- ein Mollier-h,x-Diagramm für feuchte Luft mit den thermodynamischen Zustandsänderungen
bei der ersten Ausführungsform;
- Fig. 8
- ein Mollier-h,x-Diagramm für feuchte Luft mit den thermodynamischen Zustandsänderungen
bei der zweiten Ausführungsform; und
- Fig. 9
- ein Anwendungsbeispiel zur Klimatisierung von Gebäuden mit Verwendung der erfindungsgemäßen
Vorrichtung.
In Fig. 1 ist ein Blockschaltbild einer ersten Ausführungsform einer
Vorrichtung zur Rückkühlung von Kühlmitteln oder Rückkühlmedien oder zur Kältegewinnung
aus einem Luftstrom dargestellt. Die wesentlichen Baukomponenten der Vorrichtung
sind ein Druckwasserbefeuchter 10, ein Wärmetauscher 12 und eine Gebläseeinrichtung
14. Der Wärmetauscher 12 ist dem Druckwasserbefeuchter 10 nachgeschaltet. Die Gebläseeinrichtung
14 ist wiederum dem Wärmetauscher 12 nachgeschaltet. Der Luftstrom bewegt sich von
Druckwasserbefeuchter 10 über den Wärmetauscher 12 zur Gebläseeinrichtung 14. Der
Luftstrom wird somit von der Gebläseeinrichtung 14 mittels einer Saugwirkung erzeugt.
Dem Druckwasserbefeuchter 10 ist ein erster Schalldämpfer 16 vorgeschaltet. Der
Gebläseeinrichtung 14 ist ein zweiter Schalldämpfer 18 nachgeschaltet.
Der Druckwasserbefeuchter 10 umfasst eine Mehrzahl Düsen 32, die innerhalb
des Luftstroms angeordnet sind. Den Düsen 32 ist eine Hochdruckpumpe 28 vorgeschaltet.
Der Hochdruckpumpe 28 ist wiederum eine Wasseraufbereitungsanlage 30 vorgeschaltet.
Der Wärmetauscher 12 ist mit einem Kühlmittelkreislauf gekoppelt.
Neben dem Wärmetauscher 12 umfasst der Kühlmittelkreislauf einen Rücklauf 24, eine
Kühlmittelpumpe 22, eine Kältemaschine 20 und einen Vorlauf 26.
Die Wasseraufbereitungsanlage 30 ist vorzugsweise als Umkehrosmose-Anlage
ausgebildet. Dies hat den Vorteil, dass das zugeführte Wasser weitgehend frei von
Kalk und Salzen ist, wodurch die Wartungsintervalle für die gesamte Anlage verlängert
werden. Mittels der Hochdruckpumpe 28 wird das Wasser von der Wasseraufbereitungsanlage
30 der Luftbefeuchtungseinrichtung 10 zugeführt. Da das Wasser mit einem Druck beaufschlagt
ist und die Düsen 32 einen verhältnismäßig geringen Durchmesser aufweisen, wird
das Wasser in Form sehr kleiner Tröpfchen dem Luftstrom zugeführt. Es wird somit
ein Sprühnebel im Luftstrom erzeugt. Die Oberfläche dieses Sprühnebels ist im Verhältnis
zu seinem Volumen sehr groß. Dies hat zur Folge, dass die Wassertröpfchen im Wärmetauscher
12 sehr schnell und nahezu vollständig verdunsten. Der Wärmetauscher 12 bewirkt
eine thermische Wechselwirkung zwischen dem Luftstrom und dem Kühlmittelkreislauf.
In dem Kühlmittelkreislauf befindet sich ein geeignetes flüssiges Kühlmittel. Da
bei der Verdunstung der Wassertröpfchen im Wärmetauscher 12 aufgrund der Verdunstungsenthalpie
zusätzliche Wärmeenergie benötigt wird, wird diese im Wärmetauscher 12 dem Kühlmittel
entzogen. Die Temperaturdifferenz des Kühlmittels zwischen dem Vorlauf 26 und dem
Rücklauf 24 ist somit wesentlich höher als bei einem unbefeuchteten Luftstrom. Im
Rücklauf 24 wird das Kühlmittel durch die Kältepumpe 22 der Kältemaschine 20 zugeführt.
Bei der Kältemaschine 20 handelt es sich im Prinzip um einen Wärmetauscher, der
zwischen dem Kühlmittelkreislauf und einer Kühlanlage, beispielsweise einer Klimaanlage,
wechselwirkt. In der Kältemaschine 20 wird die Temperatur des Kühlmittels wieder
erhöht. Über den Vorlauf 26 wird das Kühlmittel wieder dem Wärmetauscher 12 zugeführt.
Die Luftbefeuchtungseinrichtung 10, der Wärmetauscher 12 und die Gebläseeinrichtung
14 befinden sich in einem geschlossenen Kanal, so dass die Gebläseeinrichtung 14
eine Sogwirkung erzeugt. Dies ist strömungstechnisch besonders vorteilhaft. Der
Kanal ist sowohl senkrecht als auch waagerecht funktionsfähig. Die Vorrichtung kann
somit auf einfache Weise den architektonischen Gegebenheiten angepasst werden. Die
Schalldämpfer 16 und 18 sind vorteilhaft, aber nicht unbedingt erforderlich. Da
die Wassertröpfchen im Wärmetauscher 12 praktisch vollständig verdunsten, erzeugt
die Vorrichtung nahezu kein Abwasser. Es wird lediglich Luft an die Umgebung abgegeben.
Als Zuluft für den ersten Schalldämpfer 16 bzw. den Druckwasserbefeuchter 10 kann
die Abluft eines klimatisierten Gebäudes oder auch die Umgebungsluft verwendet werden.
Die Geschwindigkeit des Luftstroms beträgt zwischen 0,5 m/s und 5 m/s. Der von der
Hochdruckpumpe 28 erzeugt Wasserdruck ist regelbar und beträgt zwischen 0 und 200
bar. Die aus dem Druckwasserbefeuchter 10, dem Wärmetauscher 12 und der Gebläseeinrichtung
14 bestehende Baugruppe hat eine Gesamtlänge von etwa 1 m.
Fig. 2 zeigt eine Perspektivansicht einer Baugruppe, die aus dem Druckwasserbefeuchter
10, dem Wärmetauscher 12 und der Gebläseeinrichtung 14 besteht. Der Druckwasserbefeuchter
10 umfasst eine Vielzahl von Düsen 32, die alle in einer Ebene liegen. Die Ebene
der Vielzahl der Düsen 32 liegt senkrecht zur Richtung des Luftstroms. Über eine
Zuleitung 40 wird den Düsen 32 Druckwasser zugeführt. Von den Düsen 32 aus werden
die Wassertröpfchen in Richtung des Luftstromes versprüht. Die Düsen 32 sind derart
ausgebildet, dass die Wassertröpfchen jeweils in Form eines Kegels 34 versprüht
werden. Auf diese Weise wird der Luftstrom gleichmäßig über einen gesamten Querschnitt
befeuchtet. Dem Druckwasserbefeuchter 10 ist der Wärmetauscher 12 nachgeschaltet.
Der Wärmetauscher 12 umfasst eine Vielzahl Module 36, die jeweils einen Vorlauf
26 und einen Rücklauf 24 aufweisen. Jedes Modul 36 umfasst eine Vielzahl langgestreckter
Lamellen 37. Die Ebene der Lamellen 37 liegt parallel zur Richtung des Luftstroms.
Durch die geometrische Anordnung der Module 36 und der Lamellen 37 ist der Strömungswiderstand
für den Luftstrom innerhalb des Wärmetauschers 12 verhältnismäßig gering. Aufgrund
der hohen Anzahl der Lamellen 37 und deren großer Oberfläche lässt sich ein verhältnismäßig
hoher Wärmeaustauschgrad erzielen. Durch die modulare Bauweise des Wärmetauschers
12 lässt sich die Anzahl der Module 36 variieren. Der Wärmetauscher 12 lässt sich
somit für unterschiedliche Wärmeübertragungsarten präparieren. Der in Fig. 2 dargestellte
Wärmetauscher 12 weist über seinen gesamten Querschnitt eine Mehrzahl von Modulen
36 auf. In Fig. 2 sind lediglich sechs Module 36 dargestellt, um den inneren Aufbau
zu verdeutlichen.
Dem Wärmetauscher 12 ist die Gebläseeinrichtung 14 nachgeschaltet.
Die Gebläseeinrichtung 14 umfasst fünf parallel geschaltete Ventilatoren 38. Da
der Druckwasserbefeuchter 10, der Wärmetauscher 12 und die Gebläseeinrichtung 14
nacheinander in einem geschlossenen Kanal angeordnet sind, arbeiten die fünf Ventilatoren
38 als Saugventilatoren. Diese Sogwirkung ist thermodynamisch besonders günstig.
Die Ventilatoren 38 sind separat ansteuerbar, so dass die Luftgeschwindigkeit unterschiedlich
einstellbar ist. Beispielsweise kann im Zentrum des Kanals die Luftgeschwindigkeit
anders eingestellt werden als in den Randbereichen des Luftkanals. Damit besteht
die Möglichkeit, die Geschwindigkeitsverteilung innerhalb des Kanals so zu korrigieren,
dass die Strömung der Luft möglichst laminar wird. Da die Gebläseeinrichtung 14
mehrere Ventilatoren 38 aufweist, können die Ventilatoren 38 einzeln gewartet werden,
ohne dass die gesamte Anlage abgeschaltet werden muss. Bei Ausfall oder Defekt eines
Ventilators 38 muss also lediglich der relevante Ventilator 38 repariert oder ausgetauscht
werden, während die übrigen Bestandteile der Gebläseeinrichtung 14 in der Anlage
verbleiben können.
Fig. 3 zeigt eine Seitenansicht der Vorrichtung gemäß Fig. 2. Der
Druckwasserbefeuchter 10 weist eine meist noch höhere Anzahl von matrixförmig angeordneten
Düsen 32, als in der rein schematischen Figur 3 erkennbar, auf. Über den Zulauf
40 wird das Druckwasser zugeführt. Die Sprühkegel 34 haben vorzugsweise einen Winkel
zwischen 30° und 90°. Zur Erhöhung der Effektivität können im Luftkanal Mittel zur
Verwirbelung der Luft vorgesehen sein. Der Wärmetauscher 12 umfasst eine Vielzahl
von Modulen 36. In der Zeichnung gemäß Fig. 3 sind lediglich sechs Module dargestellt,
während der Wärmetauscher 12 die Module 36 tatsächlich über seinen gesamten Querschnitt
aufweist. Jedes Modul verfügt über einen eigenen Vorlauf 26 und einen Rücklauf 24.
In der Gebläseeinrichtung 14 sind fünf parallele Ventilatoren 38 angeordnet.
Fig. 3 verdeutlicht die Anordnung der Ventilatoren 38. Durch diese
Anordnung lässt sich die Bildung von Turbulenzen im Luftkanal weitgehend verhindern,
was sich für die Energiebilanz der gesamten Anlage günstig auswirkt.
Fig. 4 zeigt eine Vorderansicht der Vorrichtung gemäß Fig. 2 und 3.
Diese Darstellung verdeutlicht, dass durch die Verteilung der Düsen 32 und die geometrische
Ausbildung der Sprühkegel 34 der gesamte Querschnitt des Luftkanals erfasst wird.
Weiterhin sind in der Gebläseeinrichtung 14 die Ventilatoren 38 so verteilt, dass
über den gesamten Querschnitt des Luftkanals die Sogwirkung erreicht wird.
Fig. 5 zeigt eine zweite Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung.
Die zweite Ausführungsform unterscheidet sich von der ersten Ausführungsform dadurch,
dass sie neben dem Druckwasserbefeuchter 10 und dem Wärmetauscher 12 zusätzlich
einen weiteren Druckwasserbefeuchter 50 und einen weiteren Wärmetauscher 52 aufweist.
Der Druckwasserbefeuchter 10, der Wärmetauscher 12, der weitere Druckwasserbefeuchter
50, der weitere Wärmetauscher 52 und die Gebläseeinrichtung 14 sind in dieser Reihenfolge
seriell geschaltet. Mit der zweiten Ausführungsform lässt sich gegenüber der ersten
Ausführungsform die Kälterückgewinnung noch weiter erhöhen. In der Zeichnung sind
bei den Wärmetauschern 12 und 52 aus darstellungstechnischen Gründen jeweils sechs
Module 36 dargestellt, während tatsächlich die beiden Wärmetauscher 12 und 52 über
den gesamten Querschnitt mit Modulen 36 bestückt sind. Da sich die Gebläseeinrichtung
14 am Ende des Luftkanals befindet, wird im gesamten Luftkanal eine Sogwirkung erzeugt.
Fig. 6 zeigt eine Seitenansicht der Vorrichtung gemäß Fig. 5. In Betrieb
werden die nachfolgend genannten thermodynamischen Zustandsänderungen durchgeführt.
Im Druckwasserbefeuchter 10 wird die Feuchtigkeit der angesaugten Luft auf annähernd
100% erhöht. Die Temperatur des Luftstroms wird gleichzeitig reduziert, da die für
die Verdunstung notwendige Energie dem Luftstrom entzogen wird. Anschließend wird
im Wärmetauscher 12 die Temperatur des Luftstroms wieder erhöht, abhängig von der
Temperatur des Kühlmittels. Die Erwärmung wird dadurch bewirkt, dass die Temperatur
des Kühlmittels im Kühlmittelkreislauf stets höher ist als die Temperatur der feuchtigkeitsgesättigten
Luft. Außerdem wird die Verdunstungsenthalpie der Wassertröpfchen im Sprühnebel
genutzt. Die Vorgänge im Druckwasserbefeuchter 10 und im Wärmetauscher 12 wiederholen
sich anschließend im Druckwasserbefeuchter 50 und im Wärmetauscher 52. Das auf diese
Weise abgekühlte Kühlmittel im Kühlmittelkreislauf wird vorzugsweise für die Abkühlung
einer Zuluft in einer Klimatisierungsanlage oder zur Rückkühlung eines Kühlmittels
in einer anderen Kältemaschine verwendet.
Fig. 7 zeigt ein Mollier-h,x-Diagramm für feuchte Luft mit den thermodynamischen
Zustandsänderungen bei der ersten Ausführungsform. In dem Mollier-h,x-Diagramm sind
die relevanten thermodynamischen Zustandsgrößen, wie Temperatur, relative Feuchtigkeit
und Enthalpie graphisch dargestellt.
Pfeil 1 zeigt die thermodynamische Zustandsänderung des Luftstroms
während des Befeuchtens im Druckwasserbefeuchter 10. Ursprünglich hat der Luftstrom
eine Temperatur von 31°C und eine relative Feuchtigkeit von 40%. Alternativ kann
diese Luft auch aus der Umgebung entnommen werden. Dies hängt insbesondere von den
allgemeinen klimatischen Bedingungen, den konkreten Witterungsverhältnissen und
dem Bedarf an rückgewonnener Kälte ab. Der Befeuchtungsvorgang erfolgt mit einem
Wasser, dessen Temperatur in etwa der des Leitungswassers entspricht. Durch das
Befeuchten wird die Temperatur des Luftstroms auf 21,5°C abgesenkt. Gleichzeitig
wird durch das Befeuchten die relative Feuchtigkeit des Luftstroms auf 100% erhöht
und übersättigt. Der Luftstrom kann eine bestimmte Menge Wasser bis zum Sättigungszustand
aufnehmen.
Im nachfolgenden Wärmetauscher 12 erwärmt sich die Luft und kann anschließend
wieder Wasser aufnehmen. Da mehr Wasser in den Luftstrom eingesprüht wurde, als
dieser anfangs aufnehmen kann, verdunstet das überschüssige Wasser im Wärmetauscher
12 und entzieht dem Kühlmittel innerhalb des Wärmetauschers 12 die dazu notwendige
Energie. Die dem Wasser entzogene Energie entspricht der Verdunstungsenergie der
Wassertröpfchen. Die Menge des im Wärmetauscher 12 verdunsteten Wassers hängt von
der Eintrittstemperatur des Kühlmittels in den Wärmetauscher 12 ab.
Pfeil 2 zeigt die thermodynamische Zustandsänderung des Luftstroms
im Wärmetauscher 12. Durch Wärmeaustausch mit dem Wärmetauscher 12 unter gleichzeitiger
Verdunstung der Wassertröpfchen wird die relative Feuchtigkeit des Luftstroms auf
etwa 67% reduziert. Bei diesem Verdunstungsvorgang wird die spezifische Enthalpie
der Luft um etwa 12 kJ/kg erhöht. Diese erforderliche Verdunstungsenthalpie wird
im Wärmetauscher 12 dem Kühlmittelkreislauf in Form von Wärmeenergie entzogen. Die
Temperatur des Kühlmittels wird auf diese Weise herabgesetzt. Das Kühlmittel kann
anschließend für die Abkühlung der Zuluft des klimatisierten Gebäudes oder zur Rückkühlung
eines Kühlmittels oder für andere Kühlzwecke verwendet werden. Außerdem wird die
Temperatur des Luftstroms im Wärmetauscher 12 auf 29°C erhöht. Über die Gebläseeinrichtung
14 wird der Luftstrom der Umgebung zugeführt.
Bei den Verfahrensschritten gemäß Pfeil 1 und Pfeil 2 wird eine Energie
verwendet, die durch die Verdunstung des Wassers nutzbar gemacht wird. Diese Energie
wird auch latente (versteckte) Energie genannt. Im Wärmetauscher 12 wird aber auch
die fühlbare Energie der Luft genutzt, d.h. derjenige Energieanteil, der von der
Temperatur abhängt. Nach der adiabatischen Kühlung hat die Luft eine Temperatur
von 21,5°C, strömt anschließend durch den Wärmetauscher 12 und erwärmt sich dabei
um mehrere °C. Die Energie bei dieser Erwärmung beträgt 0,336 Wh pro °C und pro
m3 vorbeiströmender Luft.
Fig. 8 zeigt ein Mollier-h,x-Diagramm für feuchte Luft mit den thermodynamischen
Zustandsänderungen bei der zweiten Ausführungsform. Da die zweite Ausführungsform
zwei Stufen aufweist, werden sowohl der Befeuchtungsvorgang mit Abkühlung als auch
die Erwärmung mit Verdunstung im Luftstrom wiederholt. Auch bei der zweiten Ausführungsform
beträgt die Anfangstemperatur des Luftstroms 31°C. Die anfängliche Luftfeuchtigkeit
beträgt ebenfalls 40%. Die thermodynamischen Zustandsänderungen gemäß den Pfeilen
1 und 2 sind mit denjenigen Zustandsänderungen gemäß den Pfeilen 1 und 2 in Fig.
7 identisch. Während der Luftstrom nach dem ersten Verdunstungsvorgang beim ersten
Ausführungsbeispiel an die Umgebung abgegeben wird, erfolgt hier eine weitere Befeuchtung
im Druckwasserbefeuchter 50. Die entsprechende thermodynamische Zustandsänderung
wird durch Pfeil 3 dargestellt. Die Temperatur des Luftstroms wird von 29°C auf
24°C herabgesetzt. Die relative Feuchtigkeit wird im zweiten Druckwasserbefeuchter
50 von etwa 67% auf nahezu 100% erhöht. Auch in diesem Stadium befindet sich der
Luftstrom in einem Zustand, in dem er keine weitere Feuchtigkeit mehr aufnehmen
kann. Im Wärmetauscher 52 verdunstet ein wesentlicher Teil der Feuchtigkeit, so
dass am Ausgang des Wärmetauschers 52 die relative Feuchtigkeit des Luftstroms etwa
78% beträgt. Die Temperatur des Luftstroms wird im Wärmetauscher 52 von 24°C auf
etwa 30°C erhöht. Dies setzt selbstverständlich voraus, dass die Temperatur des
Kühlmittels im Vorlauf des Wärmetauschers 52 höher sein muss als die Endtemperatur
des Luftstroms im Wärmetauscher 52. Das Kühlmittel im Kühlmittelkreislauf wird im
Wärmetauscher 52 entsprechend abgekühlt und kann in einem weiteren Wärmetauscher
zur Abkühlung der Zuluft für ein klimatisiertes Gebäude verwendet werden.
In Fig. 9 ist ein Blockschaltbild einer Klimaanlage für Gebäude dargestellt,
das die erste Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Kälterückgewinnung
als wesentliche Komponente aufweist. Die Klimaanlage umfasst zwei Luftkanäle, nämlich
einen Abluftkanal und einen Zuluftkanal. Im Abluftkanal befindet sich die Vorrichtung
gemäß der ersten Ausführungsform. Die Vorrichtung besteht aus dem Druckwasserbefeuchter
10, dem Wärmetauscher 12 und der Gebläseeinrichtung 14. Im Zuluftkanal befindet
sich ein Zuluftwärmetauscher 72 und ein Zuluftgebläse 74. Der Wärmetauscher 12 und
der Zuluftwärmetauscher 72 sind über den Kühlmittelkreislauf miteinander gekoppelt.
Der Zuluftwärmetauscher 72 sorgt für eine Wechselwirkung zwischen dem Zuluftkanal
und dem Kühlmittelkreislauf. Weiterhin weist der Kühlmittelkreislauf zwei Kühlmittelpumpen
76 und 78, einen variablen Wärmetauscher 80 zum Heizen oder Kühlen sowie ein Regelventil
82 auf. Am Eingang des Abluftkanals wird Raumabluft 60 angesaugt, die typischerweise
eine Temperatur von 26°C und eine relative Feuchtigkeit von etwa 47% aufweist. Im
Druckwasserbefeuchter 10 wird die Raumabluft mittels der Düsen 32 befeuchtet, so
dass deren relative Feuchtigkeit annähernd 100% beträgt. Die Raumabluft wird dabei
auf etwa 20°C abgekühlt. Im Wärmetauscher 12 verdunstet ein Teil des eingedüsten
Wassers und die Lufttemperatur steigt, so dass die relative Feuchtigkeit des Luftstroms
auf etwa 67% herabgesetzt wird. Gleichzeitig wird die Temperatur des Luftstroms
auf etwa 25°C erhöht. Aufgrund der Verdunstungsenthalpie der Wassertröpfchen im
Luftstrom wird dem Kühlmittelkreislauf verhältnismäßig viel Wärme entzogen. Auf
diese Weise wird das Kühlmittel im Kühlmittelkreislauf deutlich abgekühlt. Der erwärmte
Luftstrom wird als Fortluft 62 an die Umgebung abgegeben. Die beiden Kühlmittelpumpen
76 und 78 im Kühlmittelkreislauf sind zur Beförderung des Kühlmittels vorgesehen.
Der variable Wärmetauscher 80 und das Regelventil 82 ermöglichen eine Korrektur
der Temperatur des Kühlmittels im Kühlmittelkreislauf. Auf diese Weise kann die
Kühlmitteltemperatur im Kühlmittelkreislauf unabhängig von den genauen Temperaturen
der Raumabluft 60, der Fortluft 62, der Außenluft 66 und der Zuluft 64 eingestellt
werden. Über den variablen Wärmetauscher 80 kann die Temperatur des Kühlmittels
sowohl erhöht als auch herabgesetzt werden, je nach Bedarf.
Das abgekühlte Kühlmittel kann dazu genutzt werden, um den Luftstrom
im zweiten Luftkanal abzukühlen. Im zweiten Luftkanal wird Außenluft 66 aus der
Umgebung angesaugt. Typische Werte für die Außenluft 66 sind eine Temperatur von
29°C und 44% relative Feuchtigkeit. Im Zuluftwärmetauscher 72 wird die Außenluft
auf etwa 20°C abgekühlt, wobei sich deren relative Feuchtigkeit auf etwa 70% erhöht.
Durch das weitere Gebläse 74 wird die abgekühlte Außenluft als Zuluft dem klimatisierten
Gebäude zugeführt.
Die Hochdruckpumpe 28 ist regelbar. Insbesondere ist es sinnvoll,
mittels des Druckwasserbefeuchters 10 umso mehr Wasser einzusprühen, je höher die
Temperatur der Raumabluft 60 ist. Liegt die Temperatur der Raumabluft 60 oder der
Umgebungsluft, die an deren Stelle verwendet wird, unter 20°C, ist die Befeuchtung
mit Druckwasser nicht unbedingt erforderlich. Es wird daher als vorteilhaft empfunden,
das Einspritzen von Wasser erst zu beginnen, wenn die Kühlleistung des unbefeuchteten
Luftstroms nicht mehr ausreicht. Ferner ist die Hochdruckpumpe 28 vorzugsweise stufenlos
regulierbar, so dass die Intensität der Luftbefeuchtung beliebig einstellbar ist.
Die Anlage hat den Vorteil, dass nahezu kein Abwasser anfällt. Ebenso sind keine
Chemikalien weder im Betrieb noch zu Reinigungszwecken erforderlich, was aus Gründen
des Umweltschutzes vorteilhaft ist. Da vorzugsweise entsalztes Wasser eingesetzt
und das eingebrachte Wasser dosiert ausgeregelt auf den Kühlbedarf nahezu abwasserfrei
eingedüst wird, wird der Reinigungs- und Wartungsaufwand gegenüber vorbekannten
Vorrichtungen erheblich reduziert.
Bezugszeichenliste
- 10
- Druckwasserbefeuchter
- 12
- Wärmetauscher
- 14
- Gebläseeinrichtung
- 16
- erster Schalldämpfer
- 18
- zweiter Schalldämpfer
- 20
- Kältemaschine
- 22
- Kältepumpe
- 24
- Rücklauf
- 26
- Vorlauf
- 28
- Hochdruckpumpe
- 30
- Wasseraufbereitungsanlage
- 32
- Düsen
- 34
- Sprühkegel
- 36
- Module
- 37
- Lamellen
- 38
- Ventilatoren
- 40
- Zulauf
- 50
- weiterer Druckwasserbefeuchter
- 52
- zweiter Wärmetauscher
- 60
- Raumabluft
- 62
- Fortluft
- 64
- Zuluft
- 66
- Außenluft
- 72
- Zuluftwärmetauscher
- 74
- Zuluftgebläse
- 76, 78
- Kühlmittelpumpen
- 80
- variabler Wärmetauscher
- 82
- Regelventil