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Dokumentenidentifikation DE102004062373B4 29.11.2007
Titel Verfahren und Vorrichtung zum Fördern von Baumstämmen
Anmelder Esterer WD GmbH & Co. KG, 72770 Reutlingen, DE
Vertreter Witte, Weller & Partner, 70178 Stuttgart
DE-Anmeldedatum 15.12.2004
DE-Aktenzeichen 102004062373
Offenlegungstag 29.06.2006
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 29.11.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 29.11.2007
IPC-Hauptklasse B65G 49/00(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse B27B 31/06(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   B27B 1/00(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Fördern von Baumstämmen mit natürlichem Konuswinkel, mit einem Längsförderer, auf dem die Baumstämme einer stromabwärts des Längsförderers angeordneten Bearbeitungsstation zuführbar sind, und mit Mitteln zum Ausrichten einer Mittellinie der Baumstämme in einer Vertikalebene.

Die Erfindung betrifft ferner ein Verfahren zum Fördern von Baumstämmen mit natürlichem Konuswinkel, bei dem die Baumstämme einer stromabwärts gelegenen Bearbeitungsstation zugeführt werden und eine Mittellinie der Baumstämme in einer Vertikalebene ausgerichtet wird.

Verfahren und Vorrichtungen der vorstehend genannten Art sind aus der EP 0 634 254 A1 bekannt.

In Anlagen zum Verarbeiten und Zerlegen von Baumstämmen werden Längsförderer als Standard-Baugruppen eingesetzt, beispielsweise um unbearbeitete oder bereits teilweise bearbeitete Baumstämme nachgeordneten Bearbeitungsstationen wie Spanern oder Sägen in Längsrichtung zuzuführen.

In der DE 102 03 871 A1 werden Längsförderer eingesetzt, um gekrümmte Baumstämme zu verarbeiten. Hierzu werden die hinsichtlich ihrer Drehlage beliebig orientiert ankommenden, gekrümmten Baumstämme zunächst so gedreht, dass sie mit ihrem Bogen nach oben zeigen, ihre Krümmungsebene also in einer Vertikalebene liegt. Sie werden in dieser Drehlage seitlich angeflacht, profiliert und an den profilierten Seiten teilweise zerlegt. Die Baumstämme werden dann um 90° gedreht, so dass sie auf einem Längsförderer derart positioniert sind, dass sie auf der Seite, d.h. mit ihrer gekrümmten Mittellinie in einer Horizontalebene liegen. Die Baumstämme werden dann zunächst linear gefördert und einer ersten Bearbeitungsstation zugeführt. In dieser werden die Baumstämme mittels Spanerköpfen seitlich angeflacht, die seitlich verfahrbar und/oder um eine Vertikalachse verschwenkbar sind. Sie können daher der seitlichen konvexen bzw. der gegenüberliegenden konkaven Krümmung der linear vorbei geförderten Baumstämme folgen. Mittels eines weiteren Förderers werden die so vorbearbeiteten Baumstämme dann nichtlinear weitergefördert, nämlich entlang ihrer gekrümmten Mittellinie. Dabei durchlaufen sie eine zweite Bearbeitungsstation, nämlich eine Profilierstation, in der die Bearbeitungswerkzeuge raumfest sind.

Dabei ist nicht unmittelbar der Tatsache Rechnung getragen, dass die Baumstämme eine natürliche Konizität aufweisen. In der vorgenannten bekannten Vorrichtung ist der Baumstamm nämlich in der ersten Bearbeitung mit dem konvexen Bogen nach oben orientiert, liegt also nur an seinen beiden Enden auf und wird nur seitlich bearbeitet, während er in der zweiten Bearbeitung auf einer bereits angeflachten Seite liegt und wiederum seitlich bearbeitet wird.

Wenn ein konischer Baumstamm hingegen mit einer Mantellinie auf einem Längsförderer aufliegt, dann liegt seine Mittellinie zur Horizontalen um den halben Konuswinkel geneigt. Wenn der Baumstamm dann in horizontaler Richtung einem Spaner- oder Profilieraggregat zugeführt wird, entsteht ein Model, das nicht in der Mittellinie liegt sondern ebenfalls um den halben Konuswinkel zu dieser geneigt ist. Dies hat eine schlechtere Holzausbeute sowie einen unerwünschten Verlauf der Jahresringe und der Fasern im fertigen Holzerzeugnis zur Folge.

In diesem Zusammenhang ist schon vorgeschlagen worden, die Bearbeitungswerkzeuge um den halben Konuswinkel anzustellen und relativ zum Baumstamm in der Höhe zu verfahren, wenn der auf einer Mantellinie aufliegende Baumstamm in horizontaler Richtung durchläuft. Diese Vorgehensweise ist jedoch aufwendig und für solche Fälle nicht oder nur mit erheblichem Aufwand einsetzbar, in denen gekrümmte Baumstämme verarbeitet werden. In diesem Falle müssten nämlich die Bearbeitungswerkzeuge um mehrere Achsen geneigt und mit einer Mehrkoordinatensteuerung geführt werden.

Weiterhin ist in der DE 37 30 865 C2 vorgeschlagen worden, das dickere Ende des Stammes, insbesondere das trompetenartige so genannte Erdende, abzusenken. Dies setzt jedoch eine sehr spezielle Bauart für den Förderer voraus.

Die AT 382 106 B beschreibt ein ähnliches Verfahren bzw. Vorrichtung zum Herstellen von allseitig bearbeiteten Holzerzeugnissen, bei denen eine absenkbare Transportvorrichtung für Baumstämme verwendet wird. Die Transportvorrichtung wird dabei auch hier derart abgesenkt, dass ein dickes Stammende von einem unten liegenden Spaner entfernt und die Unterseite des Baumstammes angeflacht werden kann.

In der eingangs genannten EP 0 634 254 A1 sind eine Vorrichtung und ein Verfahren zum Herstellen von Holzerzeugnissen aus Stammholz beschrieben. Die bekannte Vorrichtung enthält eine Doppelwellenkreissäge zum Zerlegen des Stammholzes. Stromaufwärts der Doppelwellenkreissäge ist zum Zuführen der Baumstämme ein so genannter Blockwagen vorgesehen. Ein Blockwagen ist ein Wagen, der mit Rädern auf horizontalen Schienen verfahrbar ist. Auf seiner Oberseite weist ein Blockwagen Einspannmittel für einen Baumstamm auf. Bei der bekannten Vorrichtung ergreifen die Einspannmittel den Baumstamm am vorderen und am hinteren Ende, indem jeweils ein Greiferpaar den Baumstamm von oben und von unten klammert. Die Einspannmittel befinden sich auf einem gemeinsamen Rahmen, der in der Höhe verfahrbar ist, so dass der eingespannte Baumstamm in einer Vertikalebene verfahren werden kann. Ferner kann der Rahmen um eine quer zur Förderrichtung verlaufende Achse gekippt werden, um die Längsachse des Baumstammes in der Vertikalebene in gewünschter Weise auszurichten. Die Vorgaben für die Ausrichtung werden von einer Messeinrichtung geliefert, die den Baumstamm am Eingang der Bearbeitungsstrecke vermisst.

Derartige Blockwagen haben den Nachteil, dass der Baumstamm jeweils nur auf einer der beiden Längsseiten bearbeitet werden kann, nämlich auf der Seite, die den Einspannmitteln gegenübersteht. Eine vollständige Zerlegung des Baumstammes in einem Durchgang ist daher nicht möglich. Ferner hat die bekannte Vorrichtung den Nachteil, dass für den Rahmen eine komplizierte Lagerung mit mehreren Achsen erforderlich ist sowie zwei separate Verstelleinrichtungen für die beiden Einspannmittel. All diese Komponenten müssen zudem auf dem bewegten Wagen angeordnet werden, d.h. dass die Versorgungs- und Steuerleitungen vom Maschinenbett über flexible Leitungen zum Wagen geführt werden müssen. Das ist unter den extrem rauen Betriebsbedingungen eines Sägewerks eine ungünstige und störanfällige Konfiguration.

Der Erfindung liegt demgegenüber die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung und ein Verfahren der vorstehend genannten Art dahingehend weiterzubilden, dass diese Nachteile vermieden werden. Insbesondere soll es möglich werden, mit einfachen Mitteln aus konischen, vor allem aus zusätzlich gekrümmten Baumstämmen Holzerzeugnisse zu erzeugen, die parallel zur Mittellinie des rohen Baumstammes verlaufen.

Bei einer Vorrichtung der eingangs genannten Art wird diese Aufgabe erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass die Baumstämme mit einer unteren Mantellinie auf dem Längsförderer aufliegen, dass der Längsförderer zur Förderrichtung um den halben Konuswinkel angestellt ist, und dass der Längsförderer in Abhängigkeit von der Position der Baumstämme in Förderrichtung auf dem Längsförderer kontinuierlich in seiner Höhe verfahrbar ist.

Bei einem Verfahren der eingangs genannten Art wird diese Aufgabe erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass die Baumstämme mit einer unteren Mantellinie auf dem Längsförderer aufliegend gefördert und der Bearbeitungsstation um den halben Konuswinkel zur Förderrichtung geneigt und in Abhängigkeit von der Förderposition der Baumstämme in der Höhe verfahren zugeführt werden.

Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe wird auf diese Weise vollkommen gelöst.

Dadurch, dass der konische Stamm schräg gefördert und in seiner Höhe nachgestellt wird, kann eine exakte Horizontalführung der Mittellinie des Baumstammes erreicht werden. Dies gilt unabhängig von der Form des Baumstammes auf seinen Seiten, so dass die Erfindung mit besonders großem Vorteil bei Anlagen der eingangs genannten Art einsetzbar ist, wie sie von der Anmelderin unter der Bezeichnung „Arcoline" vertrieben werden.

Bei einer bevorzugten Weiterbildung der erfindungsgemäßen Vorrichtung sind oberhalb des Längsförderers Niederhalter zum Andrücken der Baumstämme auf den Längsförderer angeordnet, bzw. es werden verfahrensmäßig die Baumstämme während des Förderns niedergehalten.

Diese Maßnahme hat den Vorteil, dass die Baumstämme unverrückbar auf dem Förderer festgehalten werden, so dass entsprechend einer zuvor ausgeführten Vermessung der Kontur des Baumstammes die Bearbeitungswerkzeuge gesteuert werden können.

In weiterer Ausgestaltung der Erfindung sind Mittel zum Verdrehen gekrümmter Baumstämme vorgesehen, derart, dass eine gekrümmte Mittellinie der Baumstämme auf dem Längsförderer in einer Horizontallinie zu liegen kommt, bzw. es werden verfahrensmäßig gekrümmte Baumstämme derart verdreht, dass eine gekrümmte Mittellinie der Baumstämme beim Fördern in einer Horizontallinie zu liegen kommt.

Diese Maßnahme hat den bereits erwähnten Vorteil, dass die Erfindung bevorzugt für die Verarbeitung gekrümmter Baumstämme einsetzbar ist.

Bei Ausführungsbeispielen der Erfindung ist der Längsförderer ein Kettenförderer oder ein Rollenförderer.

Weitere Vorteile ergeben sich aus der Beschreibung und der beigefügten Zeichnung.

Es versteht sich, dass die vorstehend genannten und die nachstehend noch zu erläuternden Merkmale nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in anderen Kombinationen oder in Alleinstellung verwendbar sind, ohne den Rahmen der vorliegenden Erfindung zu verlassen.

Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt und werden in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Es zeigen:

1: eine äußerst schematisierte Seitenansicht einer Vorrichtung zum Bearbeiten von gekrümmten Baumstämmen, in einer ersten Betriebsstellung;

2: die Vorrichtung gemäß 1 in einer Draufsicht;

3: die Vorrichtung in einer Darstellung von 1, jedoch in einer zweiten Betriebsstellung;

4: die Vorrichtung gemäß 3 in einer Draufsicht;

5: in stark vergrößertem Maßstab und in einer seitlichen Schnittdarstellung einen Spanerkopf, wie er in der Vorrichtung gemäß den 1 bis 4 verwendet wird; und

6 ein vergrößertes Detail aus 4 mit dem Spanerkopf gemäß 3.

In den 1 bis 4 bezeichnet 10 als Ganzes ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Vorrichtung.

Auf einem ersten Förderer 12 liegt ein Baumstamm 14, und zwar mit einem vorlaufenden dünnen Ende 16 und folglich einem nachlaufenden dicken Ende 17. Das ist jedoch nur als Beispiel zu verstehen, weil im Rahmen der vorliegenden Erfindung auch Baumstämme mit dickem Ende voraus verarbeitet werden können. Ein Pfeil 18 kennzeichnet die Förderrichtung auf dem ersten Förderer 12, die in den 1 bis 4 von links nach rechts verläuft. Der erste Förderer 12 kann ein Förderband, eine Förderkette oder ein Rollengang mit entsprechenden Förderwalzen sein. Aus Gründen, die noch erläutert werden, ist der erste Förderer 12 um einen Winkel &agr; zur Horizontalen geneigt und insgesamt in der Höhe z verstellbar, wie mit Pfeilen 13 in 1 angedeutet.

Im Rahmen der vorliegenden Erfindung sind Baumstämme 14 von Interesse, die natürlich gekrümmt sind. In 2 ist der Krümmungsradius R eingezeichnet. Dieser kann in der Praxis bei europäischen Bäumen bis hinunter bei 70 m liegen oder bei besonderen Baumstämmen in Übersee sogar noch weiter hinunter bei etwa 25 m. Baumstämme mit noch geringerem Krümmungsradius sind heutzutage unter industriellen Maßstäben als Sägewerk-Schnittholz wirtschaftlich nicht verwertbar. Andererseits werden Bäume mit einem Krümmungsradius von mehr als etwa 900 m nach heutigen Maßstäben als „gerades" Holz verarbeitet, also auf Anlagen, die nicht speziell für die Verarbeitung von gekrümmten Baumstämmen ausgelegt sind.

Wenn der Baumstamm 14 in den Bereich der Vorrichtung 10 gelangt, wurde er bereits vorab mit entsprechenden Aggregaten (nicht dargestellt) vermessen und so gedreht, dass seine gekrümmte Mittellinie 20 in einer Horizontalebene liegt. Der Baumstamm 14 hat ferner eine natürliche Konizität mit einem halben Konuswinkel &agr;. Infolgedessen muss dann, wenn die Mittellinie 20 in einer Horizontalebene liegen soll, der erste Förderer 12 ebenfalls um den Konuswinkel &agr; zur Horizontalen geneigt sein, wie 1 zeigt.

In der dort dargestellten ersten Betriebsstellung befindet sich das dicke Ende 17 des Baumstammes etwas stromabwärts eines hintersten Auflagepunktes 22 des ersten Förderers 12. Der Höhenabstand des hintersten Auflagepunktes 22 zur Mittellinie 20 beträgt in dieser Stellung z1. Der Baumstamm 14 wird nun auf dem ersten Förderer 12 in Förderrichtung 18 transportiert und dabei mittels Andrückrollen 24 und 26 fest auf den ersten Förderer 12 gedrückt. Dies bedeutet, dass der Baumstamm 14 seine Ausrichtung relativ zu der Förderrichtung 18 nicht verändert, wenn er auf dem ersten Förderer 12 transportiert wird, weil die Andruckrollen 24 und 26 den Baumstamm 14 fest auf den ersten Förderer 12 pressen. Diese Ausrichtung in der Förderrichtung 18 bleibt während des gesamten Durchlaufes durch die Vorrichtung 10 erhalten.

Stromabwärts des ersten Förderers 12 befindet sich ein um eine Vertikalachse rotierendes Horizontalfräser-Aggregat 30 mit zwei klappsymmetrisch zueinander angeordneten Fräser- bzw. Spanerköpfen, nämlich einem oberen Horizontalfräser 30a und einem unteren Horizontalfräser 30b. Das Horizontalfräser-Aggregat 30 ist raumfest angeordnet.

Unmittelbar hinter dem Horizontalfräser-Aggregat 30 weist die Vorrichtung 10 ein Vertikalfräser-Aggregat 34 mit einem linken Vertikalfräser 34a und einem dazu klappsymmetrisch angeordneten rechten Vertikalfräser 34b auf. Das Vertikalfräser-Aggregat 34 ist nicht raumfest angeordnet, sondern um eine Vertikalachse verschwenkbar. Mit 36 ist dabei eine erste Variante bezeichnet, bei der die Vertikalachse zentrisch liegt, also die horizontale Drehachse 32 schneidet. Mit 36' hingegen ist eine zweite Variante gezeigt, in der die Vertikalachse im Wesentlichen tangential an einem Flugkreis von weiter unten noch erläuterten Zähnen 70 eines auf einer radialen Stirnfläche 63 des Spanerkopfes angeordneten Kreissägeblattes 68 in einer stromaufwärts gelegenen Position anliegt. Die Verschwenkbewegung ist mit einem Pfeil 38 bzw. 38' angedeutet. Das Vertikalfräser-Aggregat 34 kann ferner in einer Horizontalrichtung quer zur Förderrichtung 18 verfahrbar sein, wie mit Pfeilen 40 angedeutet.

Unmittelbar hinter dem Vertikalfräser-Aggregat 34 befindet sich ein zweiter Förderer 42, auf dem die bearbeiteten Baumstämme 14 in einer mit einem Pfeil 44 angedeuteten Förderrichtung abgefördert werden können.

Das Horizontalfräser-Aggregat 30 hat den Sinn, von dem noch unbearbeiteten Baumstamm 14 einen unteren Bereich 52a sowie einen oberen Bereich 52b abzuspanen, um dort eine flache Oberseite bzw. Unterseite zu erzeugen. Das Vertikalfräser-Aggregat 34 hingegen spant einen linken Bereich 54a sowie einen rechten Bereich 54b ab, um dort eine ebenfalls flache rechte bzw. linke Oberfläche zu erzeugen. Nach dem Durchlaufen der beiden Aggregate 30 und 34 verbleibt somit von dem unbearbeiteten Baumstamm 14 ein im Querschnitt z.B. quadratisches oder rechteckförmiges Model 50.

Weil der Baumstamm 14, wie bereits erwähnt, mit seiner Mittellinie 20 in einer Horizontalebene liegt und die Ausrichtung des Baumstammes 14 relativ zu der Förderrichtung 18 unverändert bleibt, muss lediglich im Bereich des Vertikalfräser-Aggregates 34 die natürliche Krümmung berücksichtigt werden. Dies geschieht dadurch, dass das Vertikalfräser-Aggregat 34 kontinuierlich in seiner Position und Ausrichtung nachgestellt wird, und zwar in Abhängigkeit vom Verlauf der Krümmung des Baumstammes 14 entlang dessen Achse 20. Zu diesem Zweck ist das Vertikalfräser-Aggregat in der bereits erwähnten Weise um eine Vertikalachse 36 bzw. 36' verschwenkbar und/oder horizontal quer zur Förderrichtung 18 verfahrbar.

Wenn nun der Baumstamm 14 aus der Stellung in den 1 und 2 vorfährt, dann bewegt sich die untere Mantellinie des konischen Baumstammes 14 auf dem ersten Förderer 12 nach rechts. Damit würde sich die Mittellinie 20 des Baumstammes 14 infolge der Keilwirkung (Winkel &agr;) nach oben verlagern und aus der Mitte zwischen den Horizontalfräsern 30a und 30b heraus geraten.

Um dies zu kompensieren, ist der erste Förderer 12 in der Höhe z verstellbar ausgebildet, wie bereits erwähnt wurde. Hierzu wird die Bewegung des Baumstammes 14 auf dem ersten Förderer 12 erfasst und ein Hubmechanismus (nicht dargestellt) für den ersten Förderer 12 angesteuert, der diesen in Richtung der Pfeile 13 absenkt (dünnes Ende 16 voraus) bzw. anhebt (dickes Ende 17 voraus).

Im dargestellten Beispiel wird bei vorgefahrenem Baumstamm 14' der erste Förderer 12 nach 12' bzw. dessen hinterster Auflagepunkt 22 nach 22' abgesenkt, wie in 3 eingezeichnet. Der Höhenabstand des hintersten Auflagepunktes 22' zur Mittellinie 20 beträgt dann z2. In dieser Stellung hat das vordere Ende 16' das entsprechend verschwenkte und/oder verfahrene Vertikalfräser-Aggregat 34' bereits passiert und die Form des Models 50 angenommen.

Nach vollständigem Durchlauf durch das Vertikalfräser-Aggregat 34' wird das Model 50 auf dem zweiten Förderer 42 abgefördert.

Die 5 und 6 zeigen die Situation im Bereich des Vertikalfräser-Aggregates 34. 5 stellt einen der beiden Vertikalfräser, nämlich den linken Vertikalfräser 34a im Schnitt dar. Man erkennt, dass der Vertikalfräser 34a im Wesentlichen aus einem näherungsweise kegelstumpfförmigen Grundkörper 60besteht. Der Grundkörper 60 hat rechts eine Bearbeitungsseite 62, auf der das Holz gespant wird. Die Antriebswelle, der Antrieb selber usw. sind der Übersichtlichkeit halber nicht dargestellt.

Der Grundkörper 60 ist auf der Bearbeitungsseite 62 mit einer radialen Stirnfläche 63 versehen, in die ein Bereich 64 eingesenkt ist. Der eingesenkte Bereich 64 ist rotationssymmetrisch um die Achse 32 herum angeordnet und an seinem Umfang durch eine Ringschulter 65 begrenzt. Der eingesenkte Bereich 64 nimmt damit ein im Wesentlichen kreiszylindrisches Volumen ein. Dieses Volumen hat einen Durchmesser D und eine Höhe h. Von der radialen Stirnfläche 63 verbleibt infolgedessen körperlich nur ein umlaufender Rand 66, dessen Breite b beträgt. Die Breite b ist in 5 übertrieben breit dargestellt. In der Realität ist sie so schmal wie möglich.

Auf den Rand 66 ist ein ringförmiges Kreissägeblatt 68 aufgesetzt, dessen Zähne mit 70 bezeichnet sind. Der Flugkreis der Zähne liegt in der Ebene der radialen Stirnfläche 63. Ein kegelstumpfförmiger Mantel 72 des Grundkörpers 60 ist in bekannter Weise mit Spanermessern 74 versehen.

In 5 ist weiterhin strichpunktiert ein Kreisbogen 75 eingezeichnet, der die konvexe Krümmung des Baumstammes 14 mit dem Radius R wiedergibt. Der Radius R ist dabei der minimale für den Vertikalspaner 34a zulässige Krümmungsradius von beispielsweise 25 m. Es ist deutlich zu erkennen, dass bei diesem minimalen Krümmungsradius R der Kreisbogen 75 in den Axialschnitt des eingesenkten Bereiches 64 gerade einbeschrieben ist, d.h. dass der Kreisbogen 75 den Boden des Bereiches 64gerade tangiert und an der Oberkante der Ringschulter 65 gerade vorbeiläuft.

6 stellt die Bearbeitungssituation des Vertikalfräser-Aggregates 34 dar. Es ist deutlich zu erkennen, dass der Baumstamm 14 mit der Krümmung seiner in 6 linken Seite in den eingesenkten Bereich 64a hineinreicht und dadurch eine Kollision zwischen dem Baumstamm 14 und dem Vertikalspaner 34a in dessen Zentrum vermieden wird.


Anspruch[de]
Vorrichtung zum Fördern von Baumstämmen (14) mit natürlichem Konuswinkel (2&agr;), mit einem Längsförderer (12), auf dem die Baumstämme (14) einer stromabwärts des Längsförderers (12) angeordneten Bearbeitungsstation zuführbar sind, und mit Mitteln zum Ausrichten einer Mittellinie (20) der Baumstämme (14) in einer Vertikalebene, dadurch gekennzeichnet, dass die Baumstämme (14) mit einer unteren Mantellinie auf dem Längsförderer (12) aufliegen, dass der Längsförderer (12) zur Förderrichtung (18) um den halben Konuswinkel (&agr;) angestellt ist, und dass der Längsförderer (12) in Abhängigkeit von der Position der Baumstämme (14) in Förderrichtung (18) auf dem Längsförderer (12) kontinuierlich in seiner Höhe (z) verfahrbar ist. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass oberhalb des Längsförderers (12) Niederhalter zum Andrücken der Baumstämme (14) auf den Längsförderer (12) angeordnet sind. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch Mittel zum Verdrehen gekrümmter Baumstämme (14) derart, dass eine gekrümmte Mittellinie (20) der Baumstämme (14) auf dem Längsförderer (12) in einer Horizontallinie zu liegen kommt. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Längsförderer (12) ein Kettenförderer ist. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Längsförderer (12) ein Rollenförderer ist. Verfahren zum Fördern von Baumstämmen (14) mit natürlichem Konuswinkel (2&agr;), bei dem die Baumstämme (14) einer stromabwärts gelegenen Bearbeitungsstation zugeführt werden und eine Mittellinie (20) der Baumstämme (14) in einer Vertikalebene ausgerichtet wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Baumstämme (14) mit einer unteren Mantellinie auf dem Längsförderer (12) aufliegend gefördert und der Bearbeitungsstation um den halben Konuswinkel (&agr;) zur Förderrichtung (18) geneigt und in Abhängigkeit von der Förderposition der Baumstämme (14) in der Höhe (z) verfahren zugeführt werden. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Baumstämme (14) während des Förderns niedergehalten werden. Verfahren nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass gekrümmte Baumstämme (14) derart verdreht werden, dass eine gekrümmte Mittellinie (20) der Baumstämme (14) beim Fördern in einer Horizontallinie zu liegen kommt.






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