Die Erfindung betrifft einen Laserapplikator mit einem Katheter aus
einem langgestreckten, flexiblen Strang, der eine Lichtleitstrecke enthält,
wobei die Lichtleitstrecke in einem distalen Endabschnitt einen lateralen Auskoppelbereich
aufweist.
Vorhofflimmern ist die häufigste Herzrhythmusstörung in
Europa und Nordamerika, die mehr als jeden 15. Menschen über 60 Jahre betrifft.
Es entstehen in den Herzvorkammern (Vorhöfen) elektrische Erregungswellen,
die sich chaotisch ausbreiten und die Pumpfunktion des Herzens behindern. Typische
Beschwerden sind subjektiv empfundene Herzrhythmusstörungen, Herzrasen sowie
Einschränkung der körperlichen Belastbarkeit, Schwindel sowie Ohnmachtsanfälle.
Ohne Behandlung treten Schlaganfälle auf, die oft schwerwiegende Folgen bis
hin zum Tod nach sich ziehen, da aufgrund der mangelnden Wandbewegung beim Vorhofflimmern
Blutgerinsel entstehen können, die Embolien verursachen.
Kathetertechnische Verfahren zur Behandlung des Vorhofflimmerns bieten
eine Chance auf einen dauerhaften Behandlungserfolg ohne Notwendigkeit der weiteren
dauerhaften Medikamenteneinnahme. Hier wird der Ursprung der Rhythmusstörung
im Herzen mittels eines dünnen flexiblen Katheters aufgesucht und verödet.
Bei den kathetertechnischen Verfahren werden bestimmte elektrisch
aktive Bereiche des Vorhofgewebes aufgesucht und mittels Stromabgabe verödet.
Ein Ausschalten oder Isolieren dieser Bereiche kann das Auftreten von Vorhofflimmern
in ca. 60-80 % der Fälle verhindern. Hierzu werden mit multiplen punktuellen
Stromabgaben in der linken Herzvorkammer kreisrunde Narben erzeugt, die das kranke
Herzgewebe elektrisch vom Rest isolieren. Man nennt dieses Verfahren "Pulmonalvenenisolation".
Ein herkömmlicher Katheter wird dazu zunächst in die rechte Herzvorkammer
geführt. Um auf die linke Seite zu kommen, wird die Vorhofscheidewand durchstochen
(Transseptale Punktion). Durch die Limitation der herkömmlichen Katheter auf
punktuelle Läsionen müssen zur Erzeugung einer Isolationslinie unter 2-dimensionaler
Röntgenkontrolle Punkte im 3-dimensionalen zu Raum Kreisen assembliert werden,
ohne dabei Zwischenräume zu lassen oder gesundes Gewebe zu schädigen.
Neuere Techniken zielen darauf, kreisrunde Läsionen um die Pulmonalvenen mit
Ballonsystemen zu erreichen, die an den Pulmonalvenen expandiert werden und in diese
hineinragen. Die Energieabgabe (z. B. Ultraschall, Laserenergie, Kälte) erfolgt
im Inneren des Ballons und wird an die Außenseite geleitet. Das erfindungsgemäße
System arbeitet ohne Ballon und kann daher sehr viel kleiner sein.
In DE 198 03 460 C1
ist eine Applikationsvorrichtung für die Behandlung biologischer Gewebe mit
Laserstrahlung beschrieben. Ein Lichtleiter, der von einer Mantelschicht umgeben
ist, ist in einem distalen Endabschnitt mindestens teilweise von der Mantelschicht
befreit, derart, dass die Laserstrahlung seitlich mit homogenem Verlauf aus dem
Faserkern austritt. Der Lichtleiter enthält an den Austrittsstellen lichtstreuende
Partikel. Dabei kann die Intensitätsverteilung der aus dem Strang austretenden
Energie durch Veränderung der Partikeldichte beeinflusst werden.
DE 101 29 029 A1 beschreibt das
Einbringen von Laserlicht in eine Lichtleiterstrecke, die Streukörper enthält
zur Erzielung einer diffusen lateralen Abstrahlung.
In DE 44 07 498 C2
ist ein Lichtwellenleiter für Beleuchtungszwecke beschrieben, der das Licht
lateral auskoppelt. Die Oberfläche des optischen Mantels ist zu diesem Zweck
strukturiert.
Schließlich beschreibt EP
1 527 798 A2 einen Laserapplikator für die Fototherapie, der in einem
distalen Endabschnitt ebenfalls Streupartikel in der Lichtleitstrecke enthält.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Laserapplikator zu
schaffen, mit dem ein Blutgefäß oder ein rohrförmiges Organ ringförmig
verödet werden kann, um durch Isolation das Leiten elektrischer Signale zu
unterbinden.
Der Laserapplikator nach der vorliegenden Erfindung zeichnet sich
durch die Merkmale des Patentanspruchs 1 aus. Hier nach ist der distale Endabschnitt
des Stranges zu einer Schleife geformt, deren Ebene quer zu dem Hauptteil des Stranges
verläuft. Der Laserapplikator hat etwa die Form eines fliegenden Lassos. Er
bildet an seinem Ende eine Schleife, die in einem Blutgefäß und/oder Hohlorgan
derart platziert werden kann, dass sie in Kontakt mit der Umfangswand steht. Durch
laterale Auskopplung der Laserenergie aus der Lichtleitstrecke wird die Laserenergie
gezielt in das benachbarte Gewebe eingeleitet.
Der erfindungsgemäße Laserapplikator eignet sich insbesondere
zur Behandlung von Vorhofflimmern. Es kann Herzgewebe durch Umwandlung von Lichtenergie
in thermische Energie veröden. Durch die aus der Lichtleitstrecke austretende
Laserstrahlung wird das umgebende Gewebe auf Werte von über 60°C erhitzt,
was zu einer Denaturierung von Proteinen und zum Ausbilden einer elektrisch inaktiven
Narbe führt. Laserlicht dringt dabei in das Körpergewebe ein und wird
an den Chromophoren (z. B. Blut- und Muskelfarbstoffe, Hämoglobin, Myoglobin)
durch Absorption in Wärme umgewandelt. Dabei dringt das Licht
in Abhängigkeit von der Chromophorenkonzentration und der Lichtwellenlänge
einige Millimeter in das Gewebe ein, wobei es jedoch stark gestreut wird. Insbesondere
zur Behandlung von Herzgewebe etwa bei Ablation zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen,
wird gefordert, dass sich die maximale Ausdehnung der Wärmeschädigung
und damit der Narbe nicht direkt an der Applikation der Energie, der Innenseite
des Herzens, befindet. Hier spielen die Interaktionen mit dem fließenden Blut
und einer eventuellen Kühlung mittels austretender Flüssigkeit, typischerweise
physiologische Kochsalzlösung, eine große Rolle.
Weiterhin ist es von Bedeutung bei vielen Herzrhythmusstörungen
zusammenhängende Areale durch die Erzeugung von linienförmigen, kreisförmigen
oder sonstig gestalteten Narben elektrisch von anderen zu isolieren. Heutzutage
wird dies meist durch die Aneinanderreihung von punktuellen Läsionen (meist
mit Stromabgabe) erreicht.
Das erfindungsgemäße System dient dazu, Laserlicht so aus
einem Katheter auszuleiten ("auszukoppeln"), dass linienförmige, kreisförmige
oder sonstig gestaltete Areale mit dieser Energie behandelt werden können,
ohne das Kathetersystem oder einzelne Komponenten in dem System während der
Energieapplikation bewegen oder in der Lage verändern zu müssen.
Die Schleife beschreibt einen Umfangsbereich von mehr als 180°.
Vorzugsweise erstreckt sie sich über 360°, so dass an einem Gefäß
oder Hohlorgan eine geschlossen ringförmige Narbe erzielt wird. Eine geschlossene
Ringform ist aber nicht in allen Fällen notwendig.
Der Laserlichtapplikator ist flexibel, hat jedoch eine Vorformung
bzw. ein Formgedächtnis. Zum Einbringen in den Körper wird er zwangsweise
gestreckt und beispielsweise durch eine Schleuse oder über einen Führungsdraht
an den Zielort vorgeschoben. Danach wird die Führungsvorrichtung entfernt,
wobei der Katheter eine vorgegebene Grundform annimmt.
Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist
vorgesehen, dass der Auskoppelbereich im Querschnitt des Stranges von der Schleife
aus überwiegend oder ausschließlich nach außen gerichtet ist. Dabei
wird bei Anlage des Katheters am Gewebe kurz unterhalb der Gewebeoberfläche
die höchste Energiedichte erreicht. Dies ist wichtig, um Denaturierungsprozesse
und Karbonisierung der Blutbestandteile und der Gewebeoberfläche zu minimieren,
die abhängig von der Energiedichte sind.
Außer der Formung eines Kreises zur Bildung kreisrunder Koagulationsnegrosen
kann die Schleife auch so ausgebildet sein, dass Linien, Bögen oder andere
Bauformen entstehen. Dies kann zweckmäßig sein, um z. B. Pulmonalvenen
bei Vorhofflimmern elektrisch zu isolieren sowie linksatriale Substratmodifikationen
durchzuführen.
Die laterale Auskopplung der Laserstrahlung aus der Lichtleitstrecke
kann auf verschiedene Arten erfolgen. Hierzu bietet der Stand der Technik zahlreiche
Möglichkeiten. Eine dieser Möglichkeiten sieht vor, dass der Brechungsindex
des den Lichtleiterkern umgebenden Mantels an der Auskoppelstelle kleiner gemacht
wird als in dem übrigen Bereich, so dass im Auskoppelbereich keine Totalreflexion
mehr auftritt und das Licht seitlich austritt. Eine andere Möglichkeit besteht
darin, den Brechungsindex des umgebenden Mantels an der Austrittsstelle höher
zu machen als denjenigen des Faserkerns im transmissiven Teil der Lichtleitphase.
Die gerichtete Auskopplung der Energie aus dem Strang kann ebenfalls
auf unterschiedliche Arten erfolgen, beispielsweise indem ein längslaufender
Streifen des Umfangs des Fasermantels einen anderen Brechungsindex hat als der übrige
Mantelumfang. Erreicht werden kann dies durch Extrusion unterschiedlicher Materialien.
Alternativ hierzu kann ein Teil des Umfanges des Mantelmaterials abgetragen oder
mit der darunter liegenden Kernfaserschicht verschmolzen werden, was zu einer Veränderung
des Brechungsindex an dieser Stelle führt. Ein weiteres Mantelmaterial, z.
B. mit höherem Brechungsindex, kann auf die nunmehr teilweise ummantelte Kernfaser
aufgetragen werden.
Eine weitere Möglichkeit, die eine Lichtauskopplung durch Änderung
der Brechungsindizes von Faserkern und Mantel bewirkt, ist die Anbringung eines
weiteren Materials mit höherem Brechungsindex an dem nicht ummantelten Faserkernmaterial.
Der Rest des Kreissegments wird von einem Material mit niedrigerem Brechungsindex
umgeben, das Licht an der Grenzfläche reflektiert. Insbesondere kann diese
Anordnung erfolgen, indem eine Kernfaser in einen Katheterschlauch eingebracht und
an der Schlauchwand mit höherem Brechungsindex angebracht wird. Das übrigen
Lumen wird mit einem anderem Material mit niedrigerem Brechungsindex aufgefüllt,
z. B. mit Wasser, das auch zu Spülzwecken verwendet werden kann.
Schließlich besteht die Möglichkeit, den Austrittswinkel
des Lichtes aus der Faser zu begrenzen, indem Materialien auf die Oberfläche
aufgebracht werden.
Um eine über die Länge der Auskoppelstrecke gleichmäßige
Energieverteilung zu erreichen, kann der Winkel des Mantel-Kreissegments, der die
Auskopplung bewirkt, über die Länge der Auskoppelstrecke
verändert werden. Ferner kann der Winkel des Kreissegments durch eine Reflektionsschicht
bestimmt werden, die auf der Kernfaser oder dem Fasermantel angebracht wird.
Eine alternative Möglichkeit der Beeinflussung der austretenden
Strahlungsintensität besteht darin, den Refraktionsindex-Koeffizienten zwischen
Kern und Mantel über die Länge des Auskopplungsbereiches zu verändern.
Weiterhin kann dies erreicht werden, durch das Einbringen von zusätzlichen
Materialien, z. B. Siliciumdioxid-Nanopartikel, in einen Kunststoff, so dass der
Brechungsindex sich in axialer Richtung verändert. Schließlich besteht
auch die Möglichkeit, Silikon oder eine andere Masse in viskoser Phase in den
Katheterschlauch einzubringen.
Eine weitere Möglichkeit der Beeinflussung der austretenden Strahlungsenergie
besteht in der Einbringung von Stufenauskopplern über die Stranglänge
des Laserlichtapplikators. Stufenauskoppler bewirken eine stufenweise Teilauskopplung
der Laserenergie aus einer Lichtleitphase durch Einbringen von Einkerbungen in die
Kernfaseroberfläche. Am Faserende befindet sich ein Reflektor, der den restlichen
Anteil des Laserlichts in die Faser reflektiert.
Schließlich kann eine Regelung der austretenden Strahlungsenergie
mittels Reflexion oder Absorption im Fasermaterial erfolgen.
Der Laserapplikator sollte eine möglichst große Flexibilität
haben. Andererseits ist der Biegeradius von Lichtleitfasern begrenzt. Zur Lösung
dieses Problems kann die Lichtleitstrecke mehrere parallele Lichtleitfasern enthalten.
Da die Energie auf mehrere Fasern "verteilt" werden muss, um das maximale Leistungsflächenprodukt
der einzelnen Lichtleitfaser nicht zu überschreiten, kommen hier mehrere Fasern
mit einem Kerndurchmesser von z. B. 10-50 &mgr;m zum Einsatz, die ihre Energie
durch seitliche Auskopplung in den Laserapplikator und dann in das umliegende Körpergewebe
abgeben. Diese Fasern können nebeneinander liegen und jeweils alle über
die gesamte Länge des Laserapplikators Energie abgeben. Alternativ können
die Fasern so angeordnet sein, dass jeweils eine Faser einen Teil der Länge
des Applikators mit Laserenergie versorgt und dann endet. Eine weitere Faser, die
im Applikator innen liegt, wird nach außen an den Applikator geführt und
gibt auf einem weiteren Teilstück der Gesamtlänge der Laserlichtapplikation
Laserlicht ab. Beide Möglichkeiten können in Kombination verwendet werden,
um axial und radial eine gleichmäßige Auskopplung des Laserlichts aus
dem Laserlichtapplikator zu gewährleisten.
Da die Einkoppelverluste bei Verwendung eines Diodenlasers hoch sind,
eignet sich diese Anordnung speziell für die Verwendung eines Faserlasersystems.
Bei der Anwendung von Laserlicht, das aus einer Lichtleitfaser ausgekoppelt
wird, nimmt die maximale Energiedichte des Laserlichtes in der durch den Radius
der Lichtleitfaser bestimmten Ebene mit zunehmender Entfernung von dem Auskoppelort
ab und ist normalerweise bei am Ort der Auskopplung am höchsten. Das kann jedoch
dazu führen, dass Strukturen, die nahe an dem Laserapplikator liegen, hohe
thermische Energien aufnehmen müssen, damit in der Tiefe der gewünschte
Effekt erzielt wird. Insbesondere kann es an der Gewebsoberfläche zur Koagulation
und Karbonisierung kommen. Da karbonisierte Flächen Laserlicht vollständig
absorbieren und damit den unerwünschten Effekt der übermäßigen
Erwärmung an der Oberfläche verstärken, sollte dieser Effekt verhindert
werden.
Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung wird
die Lichtstrahlung auf einen Brennpunkt fokussiert, der entfernt von dem Applikator
und der Katheteroberfläche in der Tiefe des Gewebes liegt. Durch Streuung im
Gewebe ist eine genau definierte Fokussierung nicht möglich. Dennoch kann durch
Fokussierung die Vorzugsrichtung der Strahlausbreitung im Gewebe definiert werden.
Es ergibt sich ein Wirkungs- und Absorptionsmaximum, das zu einer Gewebeerwärmung
typischerweise in einigen Millimetern Entfernung vom Applikator führt.
Im Folgenden werden unter Bezugnahme auf die Zeichnungen Ausführungsbeispiele
der Erfindung näher erläutert.
Es zeigen:
1 eine schematische Darstellung des Laserapplikators
in einem Blutgefäß,
2 in vergrößertem Maßstab einen Schnitt
entlang der Linie II-II von 1,
3-7 Querschnitte durch
weitere Ausführungsformen des Laserapplikators und
8 eine Ansicht eines keilförmigen Auskoppelbereichs
zur Erzielung einer in Längsrichtung gleichmäßigen Verteilung der
ausgekoppelten Energie.
1 zeigt ein rohrförmiges Blutgefäß
10, dessen Wand mit dem Laserapplikator thermisch behandelt werden soll.
Der Laserapplikator weist einen Katheter 12 in Form eines langgestreckten
Stranges auf. Der Katheter kann eines oder mehrere Lumen enthalten, jedoch kann
er auch hohlraumfrei sein. Der Katheter 12 ist in der in 1
schematisch dargestellten Weise vorgeformt. Er weist einen Hauptteil 14
auf, der im wesentlichen gerade ist, und eine Schleife 16, die einen an
einer Stelle offenen Kreis bildet. Während der Hauptteil 14 in dem
Blutgefäß longitudinal verläuft, legt sich die Schleife
16 in dem Blutgefäß quer, so dass sie ringförmig an der
Wand anliegt. Die Schleifenebene liegt quer, insbesondere rechtwinklig, zur Längsrichtung
des Hauptteils 14.
2 zeigt einen Querschnitt durch den Strang des Katheters
12. Der Strang enthält einen Kern, der hier aus einer einzigen Lichtleitfaser
20 besteht, und einen Mantel 22 von höherem Brechungsindex
als der Kern. Bei dem vorliegenden Ausführungsbeispiel erstreckt der Mantel
sich über einen Umfangsbereich des Kernes von über 270°. Der verbleibende
Teil des Umfangs wird von einem Auskoppelbereich 24 gebildet, der hier
aus einem Material mit kleinerem Brechungsindex als der Mantel 22 besteht.
Aus dem Segment des Auskoppelbereichs 24 tritt die Strahlung lateral aus
dem Strang aus. Die Strahlung tritt also nur nach einer Seite des Strangumfanges
hin aus.
3 zeigt ein Ausführungsbeispiel, bei dem der Mantel
22 aus lichtdurchlässigem Material von einer Reflexionsschicht
26 umgeben ist. Diese lässt ein Fenster 28, welches den Auskoppelbereich
24 bildet, frei, so dass auch hier das Licht nur an einer Stelle des Umfangs
austritt.
4 zeigt ein Ausführungsbeispiel, bei dem die Lichtleitfaser
mit einem Teil ihres Umfangs unmittelbar an dem Mantel 22 anliegt, so dass
an dieser Stelle eine Grenzschicht zwischen beiden entsteht. Die Lichtleitfaser
20 ist exentrisch in dem Mantel 22 angeordnet und der freie Raum
bildet ein Lumen 30, welches mit einem Material mit niedrigem Brechungsindex
gefüllt ist, beispielsweise mit Wasser. Der Mantel 22 enthält
Spülkanäle 32, durch die Flüssigkeit aus dem Lumen
30 nach außen austreten kann.
Durch die Berührung zwischen der Lichtleitfaser 20 und
dem Mantel 22 entsteht ein lateraler Auskoppelbereich 24 mit einem
Öffnungswinkel &agr;.
5 zeigt ein Ausführungsbeispiel, bei dem der Mantel
22 der Lichtleitfaser 20 mit einem äußeren Schutzmantel
40 umgeben ist. An der Stelle, an der sich der Auskoppelbereich
24 befindet, ist der Schutzmantel 40 mit einem Schlitz
42 versehen, dessen Wand mit einer Reflektorschicht 44 beschichtet
ist. Im Auskoppelbereich 24 enthält der Mantel 22 einen Diffusor
46 zum lateralen Auskoppeln der Laserenergie.
In 6 ist der Querschnitt eines Katheters
12 dargestellt, der in einem Mantel 22 mehrere Lichtleitfasern
20 eingebettet enthält. Die Lichtleitfasern 20, deren Licht
in den Auskoppelbereichen 24 aus dem Mantel 22 austritt, bündeln
das ausgekoppelte Laserlicht in einer Entfernung vom Katheter 12, wobei
an der Kreuzungsstelle der Strahlen die maximale Energiedichte erreicht wird.
7 zeigt einen Katheter 12 mit Lichtleitfaser
20 und Mantel 22, wobei der Auskoppelbereich 24 gemäß
2 ausgebildet ist. Die Lichtleitstrecke ist mit einem
Außenmantel 50 umgeben und in diesem exentrisch angeordnet. Der Außenmantel
50 enthält ein Lumen 52, das beispielsweise eine Spülflüssigkeit
enthält. Diese hat einen geringeren Brechungsindex als der Außenmantel
50, so dass der Außenmantel eine Linse 54 bildet, durch die
die aus dem Auskoppelbereich 24 ausgekoppelte Strahlung auf einen Fokus
56 fokussiert wird.
In 8 ist ein Katheter dargestellt, bei
dem der Auskoppelbereich 24 sich in Längsrichtung des Katheters
12 verbreitert, so dass der Auskoppelbereich insgesamt etwa keilförmig
ausgebildet ist. Dadurch wird eine gleichmäßige Abstrahlcharakteristik
in axialer Richtung und eine diskontinuierliche Abstrahlung in radialer Richtung
erreicht.