Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Herstellung eines Kraftstoff-Oxidationsmittel-Gemischs.
Stand der Technik
Brennstoffzellen zur Umwandlung chemischer Energie in elektrische
Energie arbeiten am effektivsten, wenn ein wasserstoffhaltiges Gas als Brennstoff
verwendet wird. Ein solches Gas lässt sich in einem Reformer aus kohlenwasserstoffhaltigen
Brennstoffen gewinnen. Hierfür muss der Brennstoff verdampft und mit einem
Oxidationsmittel vermischt werden.
Aus der deutschen Patentanmeldungen 10 2004 055 425.0 ist eine Mischkammer
bekannt, in der aus einem flüssigen Kraftstoff wie Benzin oder Diesel ein homogenes
Kraftstoff-Luft-Gemisch für die Umsetzung zu einem wasserstoffreichen Gas in
einem Reformer hergestellt werden kann. Der flüssige Kraftstoff wird in einer
ersten Zone durch Kontakt mit einem heißen primären Medium, wie etwa Wasserdampf,
verdampft. In einer zweiten Zone wird er mit dem Oxidationsmittel durchmischt.
Aus der deutschen Patentanmeldung 10 2006 016 912.3 ist eine Mischkammer
bekannt, in der der Kraftstoff vor der eigentlichen Durchmischung mit Hilfe eines
oxidierenden sekundären Mediums teilweise oxidiert wird. Durch diese exotherme
Reaktion werden auch schwer siedende Bestandteile des Kraftstoffs verdampft.
Nachteilig wird die Durchmischung des verdampften Kraftstoffs mit
dem Oxidationsmittel bei größeren Mischkammern dieser Bauart tendenziell
weniger homogen. Dadurch können Ablagerungen entstehen, die die Lebensdauer
eines nachgeschalteten Reformers verringern.
Aufgabe und Lösung
Aufgabe der Erfindung ist daher, eine Vorrichtung zur Verfügung
zu stellen, in der auch größere Mengen an Kraftstoff homogen mit einem
Oxidationsmittel durchmischt werden können.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch eine
Vorrichtung gemäß Hauptanspruch. Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen
ergeben sich aus den darauf rückbezogenen Unteransprüchen.
Gegenstand der Erfindung
Im Rahmen der Erfindung wurde eine Vorrichtung zur Herstellung eines
Kraftstoff-Oxidationsmittel-Gemischs für einen Reformer entwickelt. Diese Vorrichtung
umfasst ein von einem Kraftstoffdampf in mindestens einer Strömungsrichtung
durchströmbares Rohr mit mindestens einer Zuführung für ein Oxidationsmittel
in seiner Wandung.
Erfindungsgemäß ist im Bereich der Zuführung ein Mittel
zur Ableitung der achsnahen Strömung des Kraftstoffdampfs in die äußeren
Bereiche des Rohrs angeordnet.
Unter dem Bereich der Zuführung im Sinne dieser Erfindung wird
der Bereich verstanden, in dem sich das durch die Zuführung eingebrachte Oxidationsmittel
ausbreitet.
Es wurde erkannt, dass insbesondere für die Durchmischung des
Kraftstoffs mit dem Oxidationsmittel bei größeren Querschnitten vorteilhafte
Verwirbelungen des Oxidationsmittels den achsnahen Bereich des Rohrs häufig
nachteilig vom Oxidationsmittel freihalten. Im achsnahen Bereich strömt somit
Kraftstoff durch das Rohr, ohne mit dem Oxidationsmittel ausreichend durchmischt
zu werden. Dies kann bei der Umsetzung des Kraftstoff-Oxidationsmittel-Gemischs
in einem nachgeschalteten Reformer nachteilig zur Rußbildung führen. Das
erfindungsgemäß vorgesehene Mittel zur Ableitung versperrt dem Kraftstoff
den Weg durch den oxidationsmittelfreien achsnahen Bereich und lenkt ihn in die
oxidationsmittelreichen äußeren Bereiche des Rohrs um. Dadurch entsteht
ein deutlich homogeneres Kraftstoff-Oxidationsmittel-Gemisch als nach dem Stand
der Technik.
Diese Wirkung ist besonders ausgeprägt in einer vorteilhaften
Ausgestaltung der Erfindung, in der die Stoffaustrittsrichtung der Zuführung
axial oder tangential um bis zu 15 Grad von der radialen Richtung abweicht. Eine
tangentiale Abweichung erzeugt rotierende Wirbel im zugeführten Oxidationsmittel,
was die Durchmischung mit dem Kraftstoff verbessert. Andererseits neigen gerade
diese rotierenden Wirbel dazu, den achsnahen Bereich des Rohrs vom Oxidationsmittel
freizuhalten. Dieser nachteilige Effekt wird durch das erfindungsgemäß
vorgesehene Mittel zur Ableitung unterbunden.
Die Zuführung kann beispielsweise in mehreren Bohrungen in der
Wandung des Rohrs bestehen. In einem konkreten Ausführungsbeispiel besteht
die Zuführung aus 20 Bohrungen von je 2 mm Durchmesser bei einem Rohrdurchmesser
von 70 mm.
Die vorteilhafte Wirkung ist tendenziell bei Vorrichtungen mit größerem
Rohrdurchmesser stärker ausgeprägt, da mit größerem Rohrdurchmesser
auch der Durchmesser des achsnahen Bereichs wächst, der durch Verwirbelungen
vom Oxidationsmittel freigehalten wird. Der nachteilige Effekt, der durch das erfindungsgemäße
Mittel zur Ableitung unterbunden wird, wird in der Praxis bei Vorrichtungen
für Reformer einer Größenordnung relevant, die genügend Brenngas
für Brennstoffzellen mit einer elektrischen Leistung ab etwa 10 kW erzeugen.
Im Ausführungsbeispiel wird eine Vorrichtung für einen Reformer beschrieben,
der für die Brenngasversorgung von Brennstoffzellen mit einer elektrischen
Leistung von 50 kW ausgelegt ist.
Um den Strömungswiderstand durch das Mittel einerseits möglichst
gering zu halten, andererseits aber die Durchmischung des Kraftstoffs mit dem Oxidationsmittel
zu verbessern, sind besondere äußere Geometrien des Mittels besonders
geeignet.
Vorteilhaft nimmt der normal zur Strömungsrichtung gemessene
Außendurchmesser des Mittels entlang der Strömungsrichtung ein lokales
Maximum an. Insbesondere kann das Mittel wenigstens einen tropfenförmigen Teil
umfassen. Es kann aber auch an seinem, in Strömungsrichtung gesehen, vorderen
Ende einen größeren Außendurchmesser aufweisen als an seinem hinteren
Ende und hier insbesondere wenigstens einen spindelförmigen Teil umfassen.
Dies verbessert die Durchmischung des Kraftstoffs mit dem Oxidationsmittel und vermeidet
Stauungen im Rohr.
Vorteilhaft nimmt der normal zur Strömungsrichtung gemessene
Außendurchmesser des Mittels entlang der Strömungsrichtung ein lokales
Minimum an. Insbesondere kann dieses lokale Minimum, in Strömungsrichtung gesehen,
vor dem Bereich der Zuführung angeordnet sein. Eine derartige wulstförmige
Spitze des Mittels bewirkt, dass der kompakte Strom des Kraftstoffdampfs nicht erst
im Bereich der Zuführung zu allen Seiten geleitet wird, sondern schon kurz
vorher. Dies verbessert ebenfalls den Vermischungsprozess.
In einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist das
Mittel ein längliches Mittel, welches sich sowohl vor als auch hinter den Bereich
der Zuführung erstreckt.
Unter einem länglichen Mittel wird ein Mittel verstanden, dessen
größter Außendurchmesser senkrecht zur Strömungsrichtung des
Kraftstoffdampfs geringer ist als seine Länge in Strömungsrichtung des
Kraftstoffdampfs.
Die längliche Ausgestaltung des Mittels bewirkt, dass der Kraftstoffdampf
einen besonders langen Weg durch das oxidationsmittelreiche Gebiet zurücklegen
muss. Er wird dadurch besonders gut mit dem Oxidationsmittel durchmischt.
Ein größter Außendurchmesser des Mittels zwischen dem
0,3-fachen und dem 0,5-fachen des Rohrdurchmessers hat sich als vorteilhaft erwiesen.
Ist der größte Außendurchmesser zu klein, versperrt das Mittel nicht
den gesamten achsnahen, oxidationsmittelfreien Bereich. Ist er zu groß, staut
sich der Kraftstoffdampf im Rohr, was die Durchmischung verschlechtert und gleichzeitig
auch den Durchsatz beeinträchtigt. In einem konkreten Ausführungsbeispiel
beträgt der größte Außendurchmesser des Mittels 3 cm, bei einem
Rohrdurchmesser von 7 cm.
Das Mittel kann aus jedem Werkstoff bestehen, der hochwärmefest
ist und weder mit dem Oxidationsmittel noch mit dem Kraftstoff chemisch reagiert.
Diese Anforderungen werden für übliche Kraftstoffe wie Benzin, Diesel,
Kerosin und Heizöl insbesondere von Keramik und rostfreiem Stahl erfüllt.
In einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist das
Mittel mit mindestens einem Verbindungselement an der Wandung des Rohrs befestigt.
Dies behindert den Strom des Kraftstoff-Oxidationsmittel-Gemisches deutlich weniger
als eine Befestigung des Mittels am nachgeschalteten Reformer.
Hauptanforderung an das Verbindungselement ist, dass die Strömung
des Kraftstoffdampfs möglichst wenig beeinträchtigt werden soll. Diese
Anforderung wird am besten von einem Verbindungselement mit kreisförmigem Querschnitt
erfüllt. Aber auch eine Schaufel als Verbindungselement behindert die Strömung
nicht wesentlich, wenn sie gerade ist und ihre Kante auf die Strömung des Kraftstoffdampfs
hin ausgerichtet ist.
Unter einer Schaufel wird im Rahmen dieser Erfindung ein Blatt verstanden,
dessen Dicke weniger als das 0,2-fache seiner Länge und seiner Breite beträgt.
Der Werkstoff für die Schaufel kann aus den gleichen Werkstoffklassen gewählt
werden, die auch für das Mittel selbst geeignet sind.
Ein Verbindungselement mit kreisförmigem Querschnitt hat jedoch
gegenüber einer geraden Schaufel den Vorteil, dass seine Wirkung auf die Strömung
nicht von der genauen Strömungsrichtung abhängt.
Bei rotierenden Strömungen wiederum ist es vorteilhaft, wenn
die Schaufel gekrümmt und hier insbesondere tangential gekrümmt ist. Dies
reduziert oder verhindert eine mögliche Ablösung der Strömung. Zugleich
bewirkt diese Schaufelform eine noch bessere Durchmischung des Kraftstoffs mit dem
Oxidationsmittel.
Optional kann das Rohr im Bereich des Mittels eine Verengung aufweisen.
Dies hält den oxidationsmittelfreien achsnahen Bereich von vornherein klein.
Insoweit ergänzen sich die Wirkung der Verengung und die Wirkung des erfindungsgemäßen
Mittels.
In einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist dem
Rohr eine Verdampfungskammer vorgeschaltet. Diese weist dem Rohr axial gegenüber
liegende Düsen für einen flüssigen Kraftstoff sowie für ein
primäres Medium zur Verdampfung des Kraftstoffs auf. Eine derartige Verdampfungskammer
liefert einen Kraftstoffdampf mit nur noch wenigen festen oder flüssigen Bestandteilen.
Diese Bestandteile sind in der erfindungsgemäßen Vorrichtung nicht erwünscht,
da sie sich insbesondere am Mittel zur Ablenkung anlagern können.
Als primäres Medium ist prinzipiell jedes Medium geeignet, das
eine höhere Temperatur aufweist als die Verdampfungstemperatur des Kraftstoffs
und das mit dem Kraftstoff keine chemische Reaktion eingeht. Das für die Praxis
relevanteste primäre Medium ist überhitzter Wasserdampf.
Als flüssiger Kraftstoff wird üblicherweise ein raffiniertes
Erdölprodukt wie Benzin, Diesel, Kerosin oder Heizöl verwendet.
Vorteilhaft ist der Abstand zwischen den Düsen und dem Rohr mindestens
dreimal so groß wie die in Strömungsrichtung des Kraftstoffdampfs gemessene
Länge des Mittels. Dadurch wird sichergestellt, dass die Verdampfung des Kraftstoffs
bereits abgeschlossen ist, wenn der Kraftstoffdampf auf das Mittel zur Ableitung
trifft.
Die rein physikalische Verdampfung des Kraftstoffs lässt sich
durch konstruktive Maßnahmen an den Düsen der Verdampfungskammer weiter
verbessern. Die Düse für den flüssigen Kraftstoff kann eine Dralldruckzerstäubungsdüse
sein. Der Düse für das primäre Medium kann mindestens ein Drallerzeuger
vorgeschaltet sein. Ein Drallerzeuger ist im Prinzip ein feststehendes Schaufelrad
mit radialen, radial-tangentialen oder tangentialen Leitschaufeln, die je nach dem
gewünschten Drallwinkel der Strömung ausgerichtet sind.
Die Düse für das primäre Medium kann vorteilhaft die
Düse für den flüssigen Kraftstoff umgeben und insbesondere mehrere
Zuleitungen für das primäre Medium aufweisen. Das primäre Medium
wird dann gleichmäßig verteilt und umströmt die Düse für
den Kraftstoff. Die Strömung breitet sich in die positive axiale Richtung aus
und vermischt sich mit dem Sprühbild des eingespritzten Kraftstoffs. Die Kombination
der Düsen für das primäre Medium und für den Kraftstoff kann
als Zweistoffdüse angesehen werden.
Hinter diesen Maßnahmen steckt die gemeinsame Idee, dass eine
starke Rotation der Strömungen von Kraftstoff und primärem Medium gegeneinander
die Wechselwirkungsdauer erhöht und somit die Durchmischung verbessert.
In einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung weist
die Verdampfungskammer zusätzliche Düsen für ein oxidierendes sekundäres
Medium auf. Dieses sekundäre Medium kann insbesondere mit dem in das Rohr eingedüsten
Oxidationsmittel identisch sein. Das sekundäre Medium oxidiert den Kraftstoff
teilweise. Diese Flamme setzt Wärme frei, mit der auch schwer verdampfbare
Anteile des Kraftstoffs verdampft werden können. Die festen und flüssigen
Anteile im Kraftstoffdampf, die sich insbesondere am Mittel zur Ableitung oder auch
in einem nachgeschalteten Reformer anlagern könnten, werden somit nochmals
reduziert. Zwar kostet die teilweise Oxidation einen Teil der im Kraftstoff enthaltenen
Energie, doch wird dies in der Regel dadurch aufgewogen, dass auch die bislang unverdampfbaren
Kraftstoffanteile nunmehr verwertet werden, statt als Abfall abgeschieden werden
zu müssen.
Vorteilhaft ist mindestens eine Rezirkulationsleitung zur Rückführung
von Gasen in den Bereich der Düsen für den Kraftstoff und für das
primäre Medium vorgesehen. Diese Leitung führt mit Sauerstoff angereicherte
heiße Gase zurück in den Bereich der Kraftstoffeinspritzung. Dadurch werden
der Wärmetransport und der Stofftransport von Radikalen im Bereich der Flamme
begünstigt.
Die Rezirkulationsleitung kann vollständig innerhalb der Verdampfungskammer
angeordnet sein. Dann werden Gase aus dem Bereich vor der Zuführung für
das Oxidationsmittel zurückgeführt. Nur ein Teil des hier zugeführten
Oxidationsmittels, etwa zwischen 10 und 30 Prozent, strömt wegen der Rückströmungen
stromaufwärts in die Verdampfungskammer und somit in die Rezirkulationsleitung.
Alternativ kann sich die Rezirkulationsleitung bis jenseits der Zuführung
für das Oxidationsmittel erstrecken. Diese Ausgestaltung hat den Vorteil, dass
die rückgeführten Gase heißer sind und einen höheren Sauerstoffgehalt
aufweisen. Außerdem können der Kraftstoff und das sekundäre Medium
länger miteinander wechselwirken als bei einer Rückführung innerhalb
der Verdampfungskammer.
Spezieller Beschreibungsteil
Nachfolgend wird der Gegenstand der Erfindung anhand von Figuren näher
erläutert, ohne dass der Gegenstand der Erfindung dadurch beschränkt wird.
Es ist gezeigt:
1: Ursache der ungenügenden Durchmischung nach
dem Stand der Technik.
2: Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen
Vorrichtung mit Verdampfungskammer, wobei das Mittel zur Ableitung
eine wulstförmige Spitze aufweist.
3: Ausführungsbeispiel des Mittels zur Ableitung
mit tangential gebogenen Schaufeln.
4: Prinzip der Strömungsgleichrichtung bei tangential
gebogenen Schaufeln und rotierender Strömung.
5: Ausführungsbeispiel der Düsen für
den Kraftstoff und für das primäre Medium.
6: Prinzip der Rückführung heißer Gase
in die Verdampfungszone mit Hilfe einer Rezirkulationsleitung.
7: Ausführungsbeispiel einer Rezirkulationsleitung
innerhalb der Verdampfungskammer.
8: Ausführungsbeispiel einer Rezirkulationsleitung,
die sich bis jenseits der Zuführung für das Oxidationsmittel erstreckt.
In 1 ist die erfindungsgemäß
erkannte Ursache der ungenügenden Durchmischung nach dem Stand der Technik
skizziert. Die Vorrichtung umfasst ein Rohr 1, welches von einem Kraftstoffdampf
11 durchströmt werden kann. Das Rohr weist Zuführungen
2 für ein Oxidationsmittel 12 auf. Das Oxidationsmittel
12 bildet im Rohr 1 Verwirbelungen 3 aus. Diese halten
den achsnahen Bereich 4 von Oxidationsmittel frei. Der Kraftstoffdampf
11 kann somit den Bereich 4 passieren, ohne mit dem Oxidationsmittel
12 durchmischt zu werden.
2 zeigt ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen
Vorrichtung. Im achsnahen Bereich des Rohrs 1 befindet sich das erfindungsgemäße
Mittel 5 zum Ableiten, welches eine wulstförmige Spitze
6 aufweist. Dadurch muss der Kraftstoffdampf 11 die Verwirbelungen
3 aus Oxidationsmittel passieren und sich dabei mit dem Oxidationsmittel
durchmischen. Das Mittel 5 ist länglich ausgestaltet und erstreckt
sich sowohl vor als auch hinter den Bereich, in dem das Oxidationsmittel
12 zugeführt wird. Der Kraftstoffdampf 11 wird von einer
Mischkammer 21 bereitgestellt. Diese weist eine Düse 22 für
einen flüssigen Kraftstoff sowie eine Düse 23 für ein primäres
Medium auf, wobei die Düse 23 die Düse 22 umgibt.
3 zeigt ein Ausführungsbeispiel des Mittels
5 zur Ableitung in zwei Ansichten. Das Mittel 5 weist tangential
gebogene Schaufeln 7 zur Befestigung an der Wandung des Rohrs
1 auf.
Die Wirkungsweise dieses Ausführungsbeispiels ist in
4 in einer Vorderansicht (linkes Teilbild) und in einer
Seitenansicht (rechtes Teilbild) dargestellt. Der Kraftstoffdampf 11 trifft
in Form einer rotierenden Strömung auf die Schaufeln 7. Durch die
tangentiale Biegung der Schaufeln 7 wird der Kraftstoffdampf
11 in eine Strömung entlang der Oberfläche des Mittels
5 überführt. Die tangential gebogenen Schaufeln 7 bewirken
somit eine Strömungsgleichrichtung.
5 zeigt ein Ausführungsbeispiel der Düse
22 für den flüssigen Kraftstoff 13 und der Düse
23 für das primäre Medium 14. In der Düse
23 für das primäre Medium, deren Form durch Leitbleche
25 bestimmt wird, sind Drallerzeuger 24 angeordnet.
In 6 ist das Prinzip der Rückführung
heißer Gase in die Verdampfungszone mit Hilfe einer Rezirkulationsleitung skizziert.
Die Mischkammer 21 weist hier nicht eingezeichnete Zuführungen für
ein oxidierendes sekundäres Medium auf. Es kommt in einem Bereich
26 innerhalb der Mischkammer 21 zu einer partiellen Oxidation
des Kraftstoffdampfs 11. Diese partielle Oxidation liefert die Energie
für die Verdampfung schwer siedender Komponenten des flüssigen Kraftstoffs
13. Heiße Gase werden vom hinteren Teil der Mischkammer durch die
Rezirkulationsleitung 27 in die Verdampfungszone zurückgeführt.
7 zeigt ein Ausführungsbeispiel einer Rezirkulationsleitung
27 innerhalb der Verdampfungskammer 21. In diesem Ausführungsbeispiel
ist die Rezirkulationsleitung 27 vollständig innerhalb der Verdampfungskammer
21 angeordnet. Dem Rohr 1 ist ein Reformer mit einem Katalysator
28 nachgeschaltet.
8 zeigt die ein Ausführungsbeispiel für die
alternative Anordnung, bei der die Rezirkulationsleitung 27 sich bis jenseits
der Zuführung für das Oxidationsmittel erstreckt. Das Oxidationsmittel
12 wird über eine, hier trapezförmig eingezeichnete, Luftkammer
auf die Zuführungen 2 verteilt.
Ein konkretes Ausführungsbeispiel ist für einen autothermen
Dieselreformer dimensioniert, der eine Brennstoffzelle mit einer elektrischen Leistung
von 50 kW mit Brenngas zu versorgen vermag. Pro Stunde werden 13,5 kg Kraftstoff
umgesetzt. Es wird Aral Ultimate Diesel verwendet mit einem O2/C-Verhältnis
von 0,47 und einem H2O/C-Verhältnis von 1,90. Als primäres
Medium 14 wird überhitzter Wasserdampf mit einer Temperatur von 450°C
verwendet. Als oxidierendes sekundäres Medium sowie als Oxidationsmittel
12 wird Luft verwendet, die mit Umgebungstemperatur zugeführt wird.
Die Mischkammer weist eine Länge von 30 cm und einen Durchmesser von 12 cm
auf. Die Verdampfungskammer ist 17,5 cm lang. Die Rezirkulationsleitung ist 13 cm
lang, liegt also vollständig innerhalb der Verdampfungskammer. Sie hat einen
Durchmesser von 9 cm.