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Dokumentenidentifikation DE102006024570A1 29.11.2007
Titel Verfahren zur Herstellung von Paneelen
Anmelder Schulte, Guido, 59602 Rüthen, DE
Erfinder Schulte, Guido, 59602 Rüthen, DE
Vertreter Bockermann, Ksoll, Griepenstroh, 44791 Bochum
DE-Anmeldedatum 23.05.2006
DE-Aktenzeichen 102006024570
Offenlegungstag 29.11.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 29.11.2007
IPC-Hauptklasse B27N 7/00(2006.01)A, F, I, 20060523, B, H, DE
Zusammenfassung Verfahren zur Herstellung von Paneelen als Bestandteil eines Boden-, Wand- oder Deckenbelags, wobei die Paneele aus einer mit einem Druckdekor auf Papierbasis versehenen Großformatplatte zugeschnitten werden, wobei an einander gegenüberliegenden Längsseiten der Paneele eine Nut und eine Feder ausgebildet wird. Einige der mit dem Druckdekor versehenen Großformatplatten werden vor dem Auftrennen in Paneele in ihren Ebenen um 180° gedreht, so dass bei den um 180° gedrehten Großformatplatten die Nut und die Feder vertauscht an den Paneelen ausgebildet werden.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Paneelen als Bestandteil eines Boden-, Wand- oder Deckenbelags gemäß den Merkmalen im Oberbegriff des Patentanspruchs 1.

Paneele, insbesondere als Bestandteil eines Laminatbodens, bestehen in der Regel aus einer HDF-Trägerplatte, auf welche ein gedrucktes Papierdekor aufgebracht ist, das mit einer Beschichtung aus aminoplastischen Harzen versehen ist und zudem eine verschleißfeste Overlayschicht auf Basis eines speziellen Edelzellulosematerials aufweist. Bei den Dekorpapieren handelt es sich vorzugsweise um Melaminpapiere, die mit einem Melaminharz auf eine HDF-Platte aufgebracht werden.

Die DE 195 32 819 A1 beschreibt einleitend zunächst ein Verfahren zur Herstellung einer Holzwerkstoffpaneele mit einer optisch gestaltbaren Oberfläche anhand von hochdichten Faserplatten, die unter Druck aus Holzfasern und Additiven hergestellt werden. Diese Faserplatten werden an den Oberflächen mit Papier versehen, welches mit dem gewünschten Dekor bedruckt ist. Anschließend werden diese Faserplatten versiegelt. Die Fertigung derartiger Faserplatten kann im Taktverfahren oder auch im Durchlaufverfahren erfolgen. Üblicherweise wird in einer bestimmten Charge immer dasselbe Druckdekor auf Papierbasis verwendet, so dass es zwangsläufig zu Wiederholungen des Dekors im späteren Boden-, Wand- oder Deckenbelag kommt.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Herstellung von Paneelen als Bestandteil eines Boden-, Wand- oder Deckenbelags gemäß den Merkmalen im Oberbegriff des Patentanspruchs 1 aufzuzeigen, mit welchem es ohne signifikante Erhöhung des Fertigungsaufwands möglich ist, die Vielfalt der letztlich auf den einzelnen Paneelen vorhandenen Oberflächendekore zu erhöhen.

Diese Aufgabe wird durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst.

Patentanspruch 2 betrifft eine vorteilhafte Weiterbildung des Erfindungsgedankens.

Die Dekorvielfalt auf den letztlich fertig gestellten Paneelen kann dadurch gesteigert werden, dass einige der mit dem Druckdekor versehenen Großformatplatten vor dem Auftrennen in Paneele in ihren Ebenen um 180° gedreht werden, so dass bei den um 180° gedrehten Großformatplatten die Nut und die Feder vertauscht an den Paneelen ausgebildet sind. Maximale Dekorvielfalt lässt sich dadurch erreichen, dass jede zweite Großformatplatte um 180° in ihrer Ebene gedreht wird. Grundsätzlich stellt sich die gewünschte Erhöhung der Dekorvielfalt aber auch dann ein, wenn nur jede dritte, vierte oder fünfte Großformatplatte gedreht wird. Der Grundgedanke ist, dass diejenige Längsseite eines Paneels, die üblicherweise immer mit einer Nut versehen ist, bei den gedrehten Großformatplatten mit einer Feder versehen ist, so dass auf einfache und kostengünstige Art und Weise die Dekorvielfalt erhöht werden kann und Dekorwiederholungen in dem später verlegten Boden vermieden werden können.

Bei der Nut-Federverbindung handelt es sich insbesondere um eine leimfreie Nut/Feder-Profilierung nach Art eines Klicksystems.

Es besteht hinsichtlich des Druckdekors keine Einschränkung auf ein Einstab- oder beliebiges Mehrstabdekor. Grundsätzlich ist es möglich, auf diese Art und Weise jede fotorealische Abbildung einer Oberfläche zu erzeugen, die ihren realistischen Eindruck erst durch die Variabilität der einzelnen Dekore gewinnt. Dies ist typischerweise bei Holzdekoren der Fall. Grundsätzlich kann aber auch der Gesamteindruck beispielsweise eines Korkboden-Dekors oder eines Bambus-Dekors verbessert werden, wenn die einzelnen Paneele nicht alte das gleiche Druckbild aufweisen, sondern voneinander abweichen. Besonders wenn Dekore sehr prägnant sind, wie bei rustikalen, stark gemaserten Holzdekoren ist es wichtig, Wiederholungen im Verlegebild zu vermeiden. Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren wird dieses Problem gelöst.


Anspruch[de]
Verfahren zur Herstellung von Paneelen als Bestandteil eines Boden-, Wand- oder Deckenbelags, wobei die Paneele aus einem mit einem Druckdekor auf Papierbasis versehenen Großformatplatte zugeschnitten werden, wobei an einander gegenüberliegenden Längsseiten der Paneele eine Nut und eine Feder ausgebildet wird, dadurch gekennzeichnet, dass einige der mit dem Druckdekor versehenen Großformatplatten vor dem Auftrennen in Paneele in ihren Ebenen um 180° gedreht werden, so dass bei den um 180° gedrehten Großformatplatten die Nut und die Feder vertauscht an den Paneelen ausgebildet werden. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass jede zweite Großformatplatte um 180° in ihrer Ebene gedreht wird.






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