Die Erfindung betrifft eine Vereinzelungsanlage mit zumindest einer,
von Personen praktisch nur einzeln, hintereinander begeh- bzw. befahrbaren Passage.
In der Eingangszone von Großveranstaltungen müssen die Besucher
regelmäßig für eine wirksame Eingangskontrolle vereinzelt werden.
Hierzu sind Vereinzelungsanlagen grundsätzlich bekannt. Diese bestehen im wesentlichen
aus zumindest einer mehr oder weniger langen Passage, deren Breite so bemessen ist,
dass sie von den Besuchern im wesentlichen nur einzeln und hintereinander begehbar
oder mit einem Rollstuhl befahrbar ist.
Bei großen Freiluftveranstaltungen muss das Gelände der
Veranstaltung mit Absperrzäunen gesichert werden. In diesem Zusammenhang sind
aus der DE 34 22 471 C2 sowie der
DE 93 13 754 U1 Zaunsysteme bekannt,
die sich einerseits durch hohe Stabilität auszeichnen und andererseits schnell
auf- und abgebaut werden können.
Aufgabe der Erfindung ist es nun, eine für Freiluftveranstaltungen
geeignete Vereinzelungsanlage zu schaffen, die sich schnell aus Absperrelementen
erstellen lässt.
Dabei ist erfindungsgemäß vorgesehen, dass die Passage an
zumindest einer Seitenflanke durch eine aus zaunartigen Absperrelementen gebildete
Doppelwand begrenzt ist, welche an ihren Stirnenden durch mit den Absperrelementen
der Doppelwand formschlüssig verbundene weitere Absperrelemente abgeschlossen
ist, wobei das an der Eingangsseite angeordnete weitere Absperrelement die Absperrelemente
der Doppelwand vorzugsweise halbkreisförmig mit außen liegender Konvexseite
verbindet.
Die Erfindung beruht auf dem allgemeinen Gedanken, die Passagen der
Vereinzelungsanlage zumindest an einer Seitenflanke durch eine Doppelwandanordnung
zu begrenzen, die aus zaunartigen Absperrelementen zusammengesetzt ist, wobei die
Absperrelemente der Doppelwand an deren Stirnenden durch weitere Absperrelemente
formschlüssig miteinander verbunden sind. Im Ergebnis wird damit ein äußerst
stabiler Verbund der die Doppelwand bildenden Absperrelemente erreicht, so dass
eine wünschenswert hohe Stndsicherheit gegeben ist, und zwar auch dann, wenn
hohe Kräfte senkrecht zur Doppelwand auftreten. Hier wird der Tatsache Rechnung
getragen, dass bei großem Publikumsandrang sehr viele Menschen gleichzeitig
von außen gegen die Doppelwand drängen können, so dass bei schwach
belastbaren Seitenflanken der Passagen die Personen innerhalb der Passagen eingeklemmt
werden könnten.
Gemäß einer ersten bevorzugten Ausführungsform der
Erfindung können die Passagen jeweils an ihren beiden Seitenflanken durch Doppelwandanordnungen
der oben beschriebenen Art begrenzt sein. Dies bietet den Vorteil, dass parallele
Passagen einen gewissen Querabstand aufweisen. Dadurch wird automatisch auf der
Austrittsseite der Passagen eine entsprechend verminderte Menschendichte gewährleistet.
Andererseits kann es auch vorteilhaft sein, zwischen zwei aus Absperrelementen
gebildeten Doppelwänden eine Doppelpassage mit zwei Parallelwegen anzuordnen,
die voneinander durch eine aus Absperrelementen gebildete einfache Wand getrennt
sind. Auf diese Weise wird eine raumsparende Anordnung ermöglicht, des weiteren
wird die Doppelpassage durch die beidseitigen Doppelwandanordnungen gut gegen seitwärts
andrängendes Publikum gesichert.
Zweckmäßig sind die Absperrelemente bodenseitig in Basisteilen
gehaltert, welche mit in Querrichtung einer Doppelwand oder einer Passage benachbarten
Basisteilen starr verbunden sind. Auf diese Weise wird ein besonders stabiler Verbund
geschaffen und einer unerwünschten Verschiebung der Absperrelemente entgegengewirkt.
Gegebenenfalls können die Absperrelemente zur Bildung übermannshoher
Wände bzw. Doppelwände auch vertikal übereinander angeordnet sein,
wobei des weiteren vorgesehen sein kann, die übermannshohen Wände am Oberrand
quer zu den Passagen miteinander zu verbinden. Auf diese Weise bilden die Passagen
tunnelartige Strukturen, so dass benachbarte Passagen voneinander wirksam abgetrennt
sind. Außerdem können die zwischen den Oberrändern der Wände
angeordneten Verbindungen als Träger für Hinweistafeln oder dergleichen
genutzt werden.
Um einen einfachen und schnellen Aufbau der Vereinzelungsanlage zu
ermöglichen, ist es zweckmäßig, Absperrelemente gemäß der
DE 34 22 471 C2 bzw. der
DE 93 13 754 U1 zu verwenden.
Im übrigen wird hinsichtlich bevorzugter Merkmale der Erfindung
auf die Ansprüche und die nachfolgende Erläuterung der Zeichnung verwiesen,
anhand der eine besonders bevorzugte Ausführungsform der Erfindung näher
beschrieben wird.
Schutz wird nicht nur für ausdrücklich dargestellte Merkmalskombinationen
sondern auch für prinzipiell beliebige Unterkombinationen der dargestellten
Merkmale beansprucht.
In der Zeichnung zeigt
1 verschiedene Absperrelemente sowie Möglichkeiten
zu deren Verbindung miteinander,
2 mehrere zu einer Wand verbundene Absperrelemente,
3 eine aus Absperrelementen gebildete Doppelwandanordnung
und
4 eine Vereinzelungsanlage mit mehreren Passagen, die
voneinander jeweils durch eine aus den Absperrelementen zusammengesetzte Doppelwandanordnung
getrennt sind.
Die 1 zeigt Absperrelemente
1 bis 3 mit unterschiedlicher Form und Größe. Diese
Absperrelemente besitzen jeweils einen stabilen, im wesentlichen rechteckigen Rohrrahmen,
der ein mit dem Rahmen fest verbundenes Gitter oder Lochblech oder dergleichen umrandet.
An den Vertikalseiten des Rahmens sind Rohre 5 angeschraubt oder angeschweißt,
deren Länge der halben Rahmenhöhe entspricht. Dabei sind die Rohre
5 am jeweiligen Absperrelement 1 bis 3 versetzt angeordnet,
derart, dass das Rohr 5 an der einen Vertikalseite des jeweiligen Absperrelementes
1 bis 3 in dessen oberer Hälfte und an der anderen Vertikalseite
an dessen unterer Hälfte angeordnet ist. Die Rohre 5 besitzen in
1 nach oben offene Rohrenden. An den unteren Rohrenden
sind jeweils verjüngte Fortsätze 6 angeordnet, die so bemessen
sind, dass sie sich in die oberen offenen Enden der Rohre 5 im wesentlichen
spielfrei einschieben lassen. Desweiteren sind Basisteile 7 vorgesehen,
welche im wesentlichen aus einer Standplatte und darauf fest angeordneten vertikalen
Rohrstücken bestehen, in die sich die Fortsätze 6 ebenfalls im
wesentlichen spielfrei einschieben lassen. Indem nun die Fortsätze
6 der an den oberen Hälften der Absperrelemente 1 bis
4 angeordneten Rohres in die oberen offenen Enden der an der unteren Hälfte
der Absperrelemente 1 bis 4 angeordneten Rohren 5 eingeschoben
werden, und indem die über die Unterkante der Absperrelemente 1 bis
4 herausragenden Fortsätze 6 der an der unteren Hälfte
der Absperrelemente 1 bis 4 angeordneten Rohre 5 in die
Basisteile 7 eingesetzt werden, lassen sich die Absperrelemente
1 bis 4 zu dem in 2 dargestellten
Band oder auch zu einer Doppelwandanordnung gemäß 3
verbinden.
Wie die 1 zeigt, können auch jeweils
mehrere gleichartige Absperrelemente 1 bis 3 vertikal übereinander
angeordnet werden, um gegenüber den in den 2 und
3 dargestellten Anordnungen doppelt oder mehrfach hohe
Anordnungen zu schaffen.
4 zeigt nun beispielhaft eine Vereinzelungsanlage mit
mehreren Passagen 8, die so schmal bemessen sind, dass Personen praktisch
nur einzeln und hintereinander durchgehen können.
In 4 sind die Passagen 8 voneinander
jeweils durch Doppelwandanordnungen getrennt. Dies ist in der Regel vorteilhaft,
weil dann die Menschen nach Durchschreiten der Vereinzelungsanlage mit vergleichsweise
geringer Wahrscheinlichkeit sofort eine dichte Menschentraube bilden können.
Abweichend von der Darstellung der 4 ist es jedoch
auch möglich, zwischen benachbarten Passagen 8 jeweils nur eine einzige
Wand in Form eines einzigen Absperrelementes 1 vorzusehen. Außerdem
besteht die Möglichkeit, Basisteile 7 mit über die Passagen
8 durchlaufender Standplatte anzuordnen bzw. die dargestellten Basisteile
7 jeweils im Bereich einer der Passagen 8 vorzusehen, so dass
die Breite der Passagen 8 durch die Basisteile 7 jeweils genau
und unverrückbar vorgegeben wird. Selbstverständlich ist es auch möglich,
die Doppelwandanordnungen zwischen den Passagen übermannshoch vorzusehen und
dazu jeweils mehrere der Absperrelemente 1 bis 3 vertikal übereinander
anzuordnen. Auf diese Weise lässt sich mit der Vereinzelungsanlage ein weithin
sichtbarer Eingangsbereich schaffen, wobei die hohen Doppelwandanordnungen auch
als Träger für Werbe- und Hinweistafeln genutzt werden können.