Die vorliegende Erfindung betrifft eine Ansteuerschaltung, die eine
Mehrzahl von Halbleiterschaltungen über eine gemeinsame Ansteuerspannung von
einer Ansteuerenergiequelle ansteuert.
In Fahrzeugen werden verschiedene elektrische Lasten genutzt. Die
US 7,100,368 (JP-A-2005-307913b) offenbart
beispielsweise, dass eine motorgetriebene Luftpumpe und ein Luftumschaltventil in
einem Sekundärlufteinblasesystem zum Einblasen von Sekundärluft in einen
Abluftpfad stromaufwärts eines Katalysators zur Reinigung von Abgasen eines
Motors verwendet werden. Dieses System weist zwei N-Kanal-Leistungs-MOSFETs, die
jeweils einen Motor (Last) zur Ansteuerung der Luftpumpe und eine elektromagnetische
Spule (Last) zur Ansteuerung eines elektromagnetischen Ventils ansteuern, und eine
Verstärkerschaltung auf, die zur Verwendung dieser MOSFETs als High-Side-Schalter
erforderlich ist.
Wenn in diesem System in einem der beiden MOSFETs im Gate-Source-Kurzschlussmodus
ein Fehler auftritt, findet folgendes statt: der Ausgangsstrom der einen Gatestrom
liefernden Verstärkerschaltung wird erhöht und die Ausgangsspannung der
Verstärkerschaltung fällt außergewöhnlich stark ab. Dies führt
dazu, dass die Gatespannung der anderen Vorrichtung abfällt und der in einer
Vorrichtung aufgetretene Fehler einen Einfluss auf die andere Vorrichtung hat. Dies
gilt ebenso, wenn eine Verstärkerschaltung von drei oder mehr als drei Schaltvorrichtungen
gemeinsam genutzt wird.
Das obige System ist arbeitet wie folgt: die Drain-Source-Spannung
beider MOSFETs wird über eine Ausgangsüberwachungsschaltung überwacht,
um einen Kurzschlussfehler oder einen Unterbrechungsfehler in einer Last zu erfassen;
wird ein Fehler erfasst, so wird das Gate gesperrt, um die Energieversorgung gezielt
zu stoppen. Weisen die Lasten demgegenüber keinen Fehler auf, wird ein Zustand,
bei dem ein Ein-Ansteuersignal zugeführt wird, die Drain-Source-Spannung jedoch
nicht abfällt, überwacht. Folglich kann mit Hilfe der obigen Ausgangsüberwachungsschaltung
erfasst werden, ob ein Gate-Source-Kurzschlussfehler auftritt.
Wenn in einer Last jedoch ein Unterbrechungsfehler aufgetreten ist
oder kurz davor ist, aufzutreten, weist die Drain-Source-Spannung unabhängig
vom Pegel eines Ansteuersignals einen konstant geringen Wert auf. Dies kann schwer
von einem normalen Ein-Zustand unterschieden werden. Folglich kann der Gate-Source-Kurzschlussfehler
(Kurzschlussfehler an einem Steueranschluss) über die obige Ausgangsüberwachungsschaltung
nicht erfasst werden. Dies führt dazu, dass ein Fehler einen Einfluss auf andere
Schaltungen haben wird.
Die JP 2004-215415 A offenbart eine Schaltung mit einer Mehrzahl von
parallel geschalteten Leistungshalbleiterelementen, in der ein Gatewiderstand selbst
dann, wenn ein Gate oder mehrere Gates der Leistungshalbleiterelemente durch ihre
Lebensdauer oder eine Verschlechterung bedingt kurzgeschlossen werden, gezielt durch
Wärme getrennt wird. Folglich sind die weiteren Halbleiterelemente vor einem
Einfluss geschützt und können ihren Betrieb fortsetzen. Der Gatewiderstand
muss jedoch aus einem leicht schmelzbaren Material gebildet sein. Es ist wahrscheinlich,
dass solch ein Gatewiderstand schon durch verschiedenes in einem Fahrzeug erzeugtes
Rauschen (Störungen) getrennt wird. Folglich fehlt es dem schmelzbaren Gatewiderstand
an Beständigkeit gegenüber Störungen.
Es ist folglich Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Ansteuerschaltung
bereitzustellen, die eine Mehrzahl von Halbleiterschaltvorrichtungen über eine
gemeinsame Ansteuerspannung ansteuert, wobei ein Kurzschlussfehler an einem Steueranschluss
jeder Halbleiterschaltvorrichtung fehlerfrei erfasst und ein Einfluss von Fehlern
auf weitere Vorrichtungen verhindert werden kann.
Gemäß einer Ausgestaltung der vorliegenden Erfindung steuert
eine Ansteuerschaltung eine Mehrzahl von Halbleiterschaltvorrichtungen über
eine gemeinsame Ansteuerspannung einer gemeinsamen Ansteuerenergiequelle an. Die
Ansteuerschaltung weist Schaltkreise, Stromerfassungsschaltungen, Ansteuerfehlererfassungsschaltungen
und eine Ansteuersteuerschaltung auf. Die Schaltkreise sind jeweils vorgesehen,
um Strompfade von der Ansteuerenergiequelle zu Steueranschlüssen der Halbleiterschaltvorrichtungen
anzusteuern. Die Stromerfassungsschaltungen erfassen jeweils von der Ansteuerenergiequelle
zu den Steueranschlüssen der Halbleiterschaltvorrichtungen fließende Ansteuerströme.
Die Ansteuerfehlererfassungsschaltungen geben jeweils Ansteuerfehlererfassungssignale
aus, wenn die von den Stromerfassungsschaltungen erfassten Ansteuerströme für
die Halbleiterschaltvorrichtungen vorbestimmte Schwellenwerte überschreiten.
Die Ansteuersteuerschaltung setzt die Schaltkreise, über welche die die vorbestimmten
Schwellenwerte überschreitenden Ansteuerströme fließen, jeweils in
offene Zustände, wenn die Ansteuerfehlererfassungssignale von den Ansteuerfehlererfassungsschaltungen
ausgegeben werden.
Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der vorliegenden Erfindung
steuert eine Ansteuerschaltung eine Mehrzahl von Halbleiterschaltvorrichtungen über
eine gemeinsame Ansteuerspannung von einer gemeinsamen Ansteuerenergiequelle. Die
Ansteuerschaltung weist Konstantspannungsschaltungen, Schaltkreise,
Stromerfassungsschaltungen, Ansteuerfehlererfassungsschaltungen und eine Ansteuersteuerschaltung
auf. Die Konstantspannungsschaltungen sind für die Halbleiterschaltvorrichtungen
vorgesehen und werden mit der gemeinsamen Ansteuerspannung versorgt, um jeweils
konstante Ansteuerspannungen auszugeben. Die Schaltkreise sind für die Ansteuerstrompfade
von der Ansteuerenergiequelle zu den Konstantspannungsschaltungen vorgesehen. Die
Stromerfassungsschaltungen erfassen jeweils von der Ansteuerenergiequelle zu den
Konstantspannungsschaltungen fließende Ansteuerströme. Die Ansteuerfehlererfassungsschaltungen
geben jeweils Ansteuerfehlererfassungssignale aus, wenn die von den Stromerfassungsschaltungen
erfassten Ansteuerströme für die Halbleiterschaltvorrichtungen vorbestimmte
Schwellenwerte überschreiten. Die Ansteuersteuerschaltung setzt die Schaltkreise,
über welche die die vorbestimmten Schwellenwerte überschreitenden Ansteuerströme
fließen, jeweils in offene Zustände, wenn die Ansteuerfehlererfassungssignale
von den Ansteuerfehlererfassungsschaltungen ausgegeben werden.
Die obige und weitere Aufgaben, Eigenschaften und Vorteile der vorliegenden
Erfindung werden aus der nachfolgenden detaillierten Beschreibung, die unter Bezugnahme
auf die beigefügte Zeichnung gemacht wurde, näher ersichtlich sein. In
der Zeichnung zeigt:
1 einen Schaltplan einer Ansteuervorrichtung mit einer
Ansteuerschaltung gemäß einer ersten Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung;
2 einen Schaltplan der Ansteuerschaltung der ersten
Ausführungsform;
3 einen Schaltplan einer Gateüberwachungsschaltung
der ersten Ausführungsform;
4 einen Schaltplan einer Ansteuersteuerschaltung der
ersten Ausführungsform;
5 einen Schaltplan eines Sekundärlufteinblasesystems
eines Motors, auf den die vorliegende Erfindung angewandt werden kann;
6 einen Schaltplan einer Ansteuerschaltung gemäß
einer zweiten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung;
7 einen Schaltplan einer Ansteuerschaltung gemäß
einer dritten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung;
8 einen Schaltplan einer Gateüberwachungsschaltung
gemäß einer vierten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung.
(Erste Ausführungsform)
Nachstehend wird eine Ansteuerschaltung 1 einer ersten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung unter Bezugnahme auf die 1
beschrieben. Die Ansteuerschaltung 1 ist Teil einer Ansteuervorrichtung
16, die elektrische Lasten, wie beispielsweise einen Elektromotor
12a und eine elektromagnetische Spule 13a mit elektrischer Leistung
einer Fahrzeugbatterie 18 antreibt. Der Elektromotor 12a und die
elektromagnetische Spule 13a werden, wie in 5
gezeigt, in einem Sekundärluftversorgungssystem eines Mehrzylinderbenzinmotors
100 verwendet.
Bei dem in der 5 gezeigten Beispiel weist
eine Ansaugleitung 2 des Motors 100 an ihrem äußerst
stromaufwärts gelegenen Abschnitt ein Luftfilter 3 auf. Stromabwärts
des Luftfilters 3 ist eine Drosselklappe 4 vorgesehen. Ein Kraftstoffeinspritzventil
(nicht gezeigt) ist in der Nähe der Ansaugöffnungen eines Ansaugkrümmers
5 des Motors 100 angeordnet. In einem Abgasrohr 6 des
Motors 100 ist beispielsweise ein Dreiwegekatalysator 7 zur Abgasreinigung
angeordnet. Stromaufwärts dieses Katalysators 7 ist ein O2-Sensor
8 zur Erfassung der Abgassauerstoffkonzentration angeordnet.
Eine Sekundärluftzuführvorrichtung 9 weist eine
Sekundärluftzuführleitung 11 auf, die eine Position stromaufwärts
der Drosselklappe 4 in der Ansaugleitung 2 und eine Position (insbesondere
Abgasöffnungen in einem Abgaskrümmer 10) stromaufwärts des
O2-Sensors 8 in dem Abgasrohr 6 verbindet. In dieser
Sekundärluftzuführleitung 11 sind eine von dem Motor
12a angetriebene Luftpumpe 12, ein von der elektromagnetischen
Spule 13a angetriebenes elektromagnetisches Ventil 13 und ein
Rückschlagventil 14 in dieser Reihenfolge von der Stromaufwärtsseite
an angeordnet. Zwischen der Luftpumpe 12 und dem elektromagnetischen Ventil
13 ist ferner ein Drucksensor 15 angeordnet.
Eine Ansteuervorrichtung 16 für das Sekundärlufteinblasesystem
steuert die Luftpumpe 12 und das elektromagnetische Ventil 13
auf der Grundlage von Ansteuerbefehlssignalen einer Motorsteuerungs-ECU
17 an. Die ECU 17 wird mit Erfassungssignalen des O2-Sensors
8, des Drucksensors 15 und dergleichen versorgt.
In der Ansteuervorrichtung 16 wird die elektrische Leistung
für die ECU 17, wie in 1 gezeigt, von
der Batterie 18 über eine elektrische Sicherung 19a und die
Leistung für die Ansteuervorrichtung 16, wie in 1
gezeigt, von der Batterie 18 über eine elektrische Sicherung
19b und ein durch einen Zündschalter (nicht gezeigt) ein- und ausgeschaltetes
Hauptrelais zugeführt.
Die Leistung für den Motor 12a zur Ansteuerung der Luftpumpe
12 wird von der Batterie 18 über eine elektrische Sicherung
19c und einen N-Kanal-Leistungs-MOSFET 21 zugeführt. Die
Leistung für die elektromagnetische Spule 13a zur Ansteuerung des
elektromagnetischen Ventils 13 wird von der Batterie 18 über
die elektrische Sicherung 19c und einen N-Kanal-Leistungs-MOSFET
22 zugeführt. Die als Halbleiterschaltvorrichtungen dienenden MOSFETs
21, 22 arbeiten als High-Side-Schalter, und der Motor
12a und die elektromagnetische Spule 13a entsprechen Lasten.
Die Ansteuervorrichtung 16 ist als Hybrid-IC aufgebaut, in
dem die nachstehend beschriebenen MOSFETs 21, 22 und Ansteuerschaltungen
in ein und demselben Gehäuse verkapselt sind. D.h., eine über das Hauptrelais
20 gespeiste Konstantspannungsschaltung 23 liefert eine konstante
Energieversorgungsspannung Vcc an jede Schaltvorrichtung in der Ansteuervorrichtung
16. Ein Schwingkreis 24 erzeugt ein für den Betrieb eines
Logikschaltungsabschnitts in der Ansteuervorrichtung 16 benötigtes
Referenztaktsignal CLK sowie ein für den Betrieb einer Verstärkerschaltung
25 benötigtes Impulssignal Sp. Das Referenztaktsignal CLK wird als
Zeitsteuerungssignal zur Bestimmung von Erfassungszeitpunkten bei einer Erfassung
eines Überstroms und der Unterbrechung von Leitungen verwendet.
Die einer Ansteuerenergiequelle entsprechende Verstärkerschaltung
25 ist gemeinsam für beide MOSFETs 21, 22 und dergleichen
vorgesehen. Sie verstärkt die Energieversorgungsspannung (über das Hauptrelais
20 eingegebene Spannung) über einen Schaltvorgang auf der Grundlage
des Impulssignals Sp und liefert die verstärkte Spannung Vp (entspricht der
gemeinsamen Ansteuerspannung) an die Ansteuerschaltung 1.
Die Ansteuerschaltung 1 ist aus einer Ansteuersteuerschaltung
27, ODER-Schaltungen 28, 29, Widerständen
30, 31 (entsprechen den Stromerfassungsschaltungen), Überwachungsschaltungen
32, 33 und Schalt-(Offen/Geschlossen)-kreisen 34,
35 aufgebaut. Von der Ansteuersteuerschaltung 27 ausgegebene Ansteuersignale
Sa1, Sa2 werden den Schaltkreisen 34, 35 jeweils über die
ODER-Schaltungen 28, 29 zugeführt. An einen Eingang von jeder
der ODER-Schaltungen 28, 29 wird ein von einer Energieversorgungsspannungserfassungsschaltung
36 ausgegebenes Überspannungserfassungssignal So gegeben.
Die Widerstände 30, 31 (Stromerfassungsschaltungen),
die Überwachungsschaltungen 32, 33 und die Schaltkreise
34, 35 sind in der 3 gezeigt. In
dem Ansteuerstrompfad von der Verstärkerschaltung 25 zum Gate (Steueranschluss)
des MOSFET 21 sind der Schaltkreis 34 und der Widerstand
30 in Reihe geschaltet vorgesehen. Der Schaltkreis 34 ist aus
einem Halbleiterschalter aufgebaut und so ausgelegt, dass er wie folgt arbeitet:
Wenn das Ansteuersignal Sa1 einen hohen (H) Pegel aufweist, ist er eingeschaltet
und liefert die verstärkte Spannung Vp an das Gate; wenn das Ansteuersignal
Sa1 einen niedrigen (L) Pegel aufweist, ist er ausgeschaltet und liefert das Massepotential
an das Gate.
In dem Ansteuerstrompfad von der Verstärkerschaltung
25 zum Gate des MOSFETs 22 sind gleichermaßen der Schaltkreis
35 und der Widerstand 31 in Reihe geschaltet vorgesehen. Der Schaltkreis
35 ist aus einem Halbleiterschalter aufgebaut und so ausgelegt, dass er
wie folgt arbeitet: Wenn das Ansteuersignal Sa2 den hohen (H) Pegel aufweist, ist
er eingeschaltet und liefert die verstärkte Spannung Vp an das Gate; wenn das
Ansteuersignal Sa2 den niedrigen (L) Pegel aufweist, ist er ausgeschaltet und liefert
das Massepotential an das Gate.
Gateüberwachungsschaltungen 32a, 33a dienen
als Ansteuerfehlererfassungsschaltungen und geben jeweils Ansteuerfehlererfassungssignale
Sb1, Sb2 mit dem L-Pegel aus, wenn die über die jeweiligen Ansteuerstrompfade
fließenden Gateströme (entsprechen den Ansteuerströmen) einen vorbestimmten
Schwellenwert überschreiten. Sie sind insbesondere wie in 3
gezeigt aufgebaut. D. h., beide Anschlüsse des Widerstands 30 (oder
31) sind jeweils mit den Eingangsanschlüssen einer Differenzverstärkerschaltung
37 verbunden; der Ausgangsanschluss jeder Differenzverstärkerschaltung
37 ist über ein Tiefpassfilter 40 aus einem Widerstand
38 und einem Kondensator 39 mit den nicht invertierenden Eingangsanschluss
eines Komparators 41 verbunden. Der invertierende Eingangsanschluss des
Komparators 41 wird mit einer dem Schwellenwert des Gatestroms entsprechenden
Referenzspannung Vrg versorgt. Das Ausgangssignal des Komparators 41 wird
als Ansteuerfehlererfassungssignal Sb1 (Sb2) über eine Signalspeicherschaltung
42 und einen Inverter 43 ausgegeben. Die Signalspeicherschaltung
42 wird durch ein Einschaltrücksetzsignal Sr zurückgesetzt. Zu
diesem Zeitpunkt werden die Ansteuerfehlererfassungssignale Sb1, Sb2 auf den H-Pegel
gesetzt.
Die Ausgangsüberwachungsschaltungen 32b, 33b
(entsprechen den Lastfehlererfassungsschaltungen) sind jeweils vorgesehen, um die
Source-Drain-Spannung (entspricht der Spannung zwischen den Hauptanschlüssen)
der entsprechenden MOSFETs 21, 22 zu erfassen. Die Ausgangsüberwachungsschaltungen
32b, 33b sind derart aufgebaut, dass sie wie folgt arbeiten: Sie
führen den Betrieb zur Erfassung von Fehlern in Verbindung mit einer Last,
wie beispielsweise ein Lastkurzschluss und eine Lastunterbrechung, auf der Grundlage
ihrer Erfassungsspannung und einer aus einem Referenztaktsignal CLK
des Schwingkreises 24 erzeugten Erfassungszeit aus; wenn ein Fehlererfassungszustand
auftritt, liefern sie Lastfehlererfassungssignale Sc1, Sc2 mit dem L-Pegel an die
Ansteuersteuerschaltung 27.
Die Ansteuersteuerschaltung 27 ist, wie in 4
gezeigt, aus UND-Schaltungen 44 bis 49 aufgebaut. Sie ist derart
aufgebaut, dass die folgenden Signale ein- oder ausgegeben werden: zusätzlich
zu den obigen Ansteuerfehlererfassungssignalen Sb1, Sb2 und Lastfehlererfassungssignalen
Sc1, Sc2 werden die Ansteuersteuersignale Sd1, Sd2, das Maskensignal Sm, das Kurzschlusserfassungssignal
Sg1, Sg2, das Temperaturfehlererfassungssignal St und das Spannungsfehlererfassungssignal
Sv, die nachstehend noch beschrieben werden, eingegeben; ferner werden die Ansteuersignale
Sa1, Sa2, das Ansteuerfehlererfassungssignal Sb und das Lastfehlererfassungssignal
Sc, die nachstehend noch beschrieben werden, ausgegeben. Die folgenden logischen
Gleichungen beschreiben diesen Sachverhalt:
Ansteuersignal Sa1 = Sd1·Sc1·Sb1·Sb2·Sm·Sg1·Sg2·St·Sv
Ansteuersignal Sa2 = Sd2·Sc1·Sc2·Sb1·Sb2·Sm·Sg1·Sg2·St·Sv
Ansteuerfehlererfassungssignal Sb = Sb1·Sb2
Lastfehlererfassungssignal Sc = Sc1·Sc2
Der als Last dienende Motor 12a und die als Last dienende
elektromagnetische Spule 13a unterscheiden sich vom Bedeutungsgrad her,
wenn eine Abweichung (Fehler) auftritt. Fehler, die gegebenenfalls in dem Motor
12a auftreten, haben einen größeren Einfluss auf das Sekundärlufteinblasesystem
als Fehler, die gegebenenfalls in der elektromagnetischen Spule 13a auftreten.
Aus diesem Grund wird dem Motor 12a eine höhere Priorität als
der elektromagnetischen Spule 13a zugewiesen. Wenn in dem Motor
12a ein Fehler auftritt und das Lastfehlererfassungssignal Sc1 auf den
L-Pegel wechselt, setzt die Ansteuersteuerschaltung 27 die Ansteuersignale
Sa1, Sa2 auf den L-Pegel und schaltet beide MOSFETs 21, 22 aus.
Währenddessen setzt die Ansteuersteuerschaltung 27 das Ansteuersignal
Sa2 dann, wenn in der elektromagnetischen Spule 13a ein Fehler auftritt
und das Lastfehlererfassungssignal Sc2 auf den L-Pegel wechselt, auf den L-Pegel
und schaltet den MOSFET 22 aus.
Die Ansteuervorrichtung 16 ist mit einer elektronischen Steuereinheit
(ECU) 17 verbunden. Die ECU 17 ist derart aufgebaut, dass sie
wie folgt arbeitet: sie gibt an ihrem Ausgangsanschluss P1 wahlweise ein Ansteuerbefehlssignal
und ein Stopbefehlssignal für die Luftpumpe 12 aus und liefert diese
an eine Eingangssignalverarbeitungsschaltung 50; ferner gibt sie an ihrem
Ausgangsanschluss P2 wahlweise ein Ansteuerbefehlssignal und ein Stopbefehlssignal
aus und liefert diese an eine Eingangssignalverarbeitungsschaltung 51.
In diesem Fall sind die Ansteuerbefehlssignal so aufgebaut, dass folgendes
realisiert wird: sie werden jeweils ausgegeben, wenn in der Ausgangsstufe der ECU
17 vorgesehene NPN-Transistoren 17a und 17b den EIN-Zustand
aufweisen. Die Stoppbefehlssignale sind so aufgebaut, dass folgendes realisiert
wird: sie werden jeweils ausgegeben, wenn die Transistoren 17a und
17b den AUS-Zustand aufweisen. Spannungsteilerwiderstände R1 und R2
sind zwischen die Kollektoren der Transistoren 17a und 17b und
die Ausgangsanschlüsse P1 und P2 geschaltet. Mit der Energiequelle verbundene
Pull-Up-Widerstände R3 und R4 sind jeweils auf der Seite der Eingangsanschlüsse
der Eingangssignalverarbeitungsschaltungen 50 und 51 vorgesehen.
Dies führt dazu, dass Ansteuerbefehlssignale mit dem Zwischenspannungspegel
(durch Teilen der Energieversorgungsspannung erzeugter Spannungspegel) jeweils während
der EIN-Periode der Transistoren 17a und 17b an den Ausgangsanschlüssen
P1 und P2 und Stoppbefehlssignale mit dem Energieversorgungsspannungspegel jeweils
während der AUS-Periode der Transistoren 17a und 17b an den
Ausgangsanschlüssen P1 und P2 ausgegeben werden.
Folglich gibt die Eingangssignalverarbeitungsschaltung 50
ein Ansteuersteuersignal Sd1 mit dem H-Pegel aus, wenn das Ansteuerbefehlssignal
(Zwischenspannungspegel) von dem Ausgangsanschluss P1 der ECU 17 eingegeben
wird, und das Ansteuersteuersignal Sd1 mit dem L-Pegel aus, wenn das Stopbefehlssignal
(Energieversorgungsspannungspegel) von dem Ausgangsanschluss P1 eingegeben wird.
Die Eingangssignalverarbeitungsschaltung 51 gibt das Ansteuersteuersignal
Sd2 mit dem H-Pegel aus, wenn das Ansteuerbefehlssignal von dem Ausgangsanschluss
P2 der ECU 17 eingegeben wird, und das Ansteuersteuersignal Sd2 mit dem
L-Pegel aus, wenn das Stopbefehlssignal von dem Ausgangsanschluss P2 eingegeben
wird.
Wenn eine den Ausgangsanschluss P1 der ECU 17 und die Eingangssignalverarbeitungsschaltung
50 der Ansteuervorrichtung 16 verbindende Eingangssignalleitung
zum Chassis oder dergleichen kurzgeschlossen wird, fällt die Eingangsspannung
der Eingangssignalverarbeitungsschaltung 50 auf das Massepotential. Die
Eingangsignalverarbeitungsschaltung 50 ist derart aufgebaut, dass sie zu
diesem Zeitpunkt ein Kurzschlusserfassungssignal Sg1 mit dem L-Pegel ausgibt. Wenn
die den Ausgangsanschluss P2 der ECU 17 und die Eingangssignalverarbeitungsschaltung
51 der Ansteuervorrichtung 16 verbindende Eingangssignalleitung
zum Chassis oder dergleichen kurzgeschlossen wird, fällt die
Eingangsspannung der Eingangssignalverarbeitungsschaltung 51 auf das Massepotential.
Die Eingangsignalverarbeitungsschaltung 51 ist derart aufgebaut, dass sie
zu diesem Zeitpunkt ein Kurzschlusserfassungssignal Sg2 mit dem L-Pegel ausgibt.
Die Energieversorgungsspannungserfassungsschaltung 36 ist
zur Erfassung irgendeines Fehlers in der Energieversorgungsspannung der Ansteuervorrichtung
16 vorgesehen. Wenn sie einen plötzlichen ungewöhnlichen Anstieg
der Energieversorgungsspannung erfasst, der durch eine Stoßspannung aufgrund
eines Lastwegfalls oder dergleichen verursacht wird, gibt sie ein Überspannungserfassungssignal
So mit dem H-Pegel an die ODER-Schaltungen 28, 29 aus. Die von
den ODER-Schaltungen 28, 29 ausgegebenen Ansteuersignale Sa1,
Sa2 steigen im Ansprechen hierauf auf dem H-Pegel. Folglich werden die MOSFET
21 und 22 gezielt eingeschaltet und der als Last dienende Motor
12a und die als Last dienende elektromagnetische Spule 13a mit
Strom versorgt und der fehlerhafte Anstieg der Energieversorgungsspannung unterdrückt.
Der Zustand, in dem die MOSFETs 21 und 22 gezielt eingeschaltet
werden und eingeschaltet gehalten werden, wird nur bis zu dem Zeitpunkt aufrechterhalten,
bis das Überspannungserfassungssignal So auf den L-Pegel zurückkehrt.
Die Energieversorgungsspannungserfassungsschaltung 36 ist
derart aufgebaut, dass sie wie folgt arbeitet: wenn bei einer Starthilfe (jump start)
eine Überspannung erfasst wird und wenn ein Fehlerenergieversorgungsspannungsabfall
erfasst wird, gibt sie ein Spannungsfehlererfassungssignal Sv mit dem L-Pegel aus.
Folglich wird die Stromversorgung des Motors 12a und der elektromagnetischen
Spule 13a dann, wenn eine mit der Starthilfe verknüpfte Überspannung
angelegt wird oder wenn der Fehlerenergieversorgungsspannungsabfall auftritt, gezielt
gestoppt.
Zur Erfassung der Temperatur von beispielsweise einem die Ansteuervorrichtung
16 bildenden Substrat ist eine Temperaturerfassungsschaltung
52 vorgesehen. Die Schaltung ist derart aufgebaut, dass sie wie folgt arbeitet:
wenn die von ihr erfasste Spannung eine voreingestellte obere Temperatur (einen
oberen Grenzwert) überschreitet, gibt sie ein Temperaturfehlererfassungssignal
St mit dem L-Pegel aus. Folglich wird die Stromversorgung des Motors 12a
und der elektromagnetischen Spule 13a dann, wenn in der Ansteuervorrichtung
16 ein fehlerhafter Temperaturanstieg auftritt, gezielt gestoppt.
Eine Maskenschaltung 53 gibt ein Maskensignal Sm mit dem
L-Pegel aus, bis die Ausgangsspannung der Verstärkerschaltung 25 nach
einem Einschalten der Leistung für die Ansteuervorrichtung 16 stabilisiert
ist. Folglich wird verhindert, dass die Abläufe der MOSFET 21,
22 destabilisiert werden, bis die Ausgangsspannung der Verstärkerschaltung
25 stabilisiert ist.
Eine Diagnoseschaltung 54 ist zum Ausgeben eines die Ansteuervorrichtung
16 betreffenden Diagnosesignals an die ECU 17 als übergeordnetes
System vorgesehen. Die folgenden Signale werden an die Diagnoseschaltung
54 gegeben: das Ansteuerfehlererfassungssignal Sb und das Lastfehlererfassungssignal
Sc von der Ansteuersteuerschaltung 27; das Kurzschlussfehlererfassungssignal
Sg1, Sg2 von den Eingangssignalverarbeitungsschaltungen 50, 51;
und das Temperaturtehlererfassungssignal St von der Temperaturerfassungsschaltung
52.
Die von der ECU 17 über die Eingangssignalverarbeitungsschaltungen
50, 51 ausgegebenen Ansteuersteuersignale Sd1, Sd2 werden in den
folgenden Fällen direkt zu Ansteuersignalen Sa1, Sa2: wenn die Ansteuerfehlererfassungssignale
Sb1, Sb2, die Lastfehlererfassungssignale Sc1, Sc2, die Kurzschlussfehlererfassungssignale
Sg1, Sg2, das Temperaturfehlererfassungssignal St, das Spannungsfehlererfassungssignal
Sv und das Maskensignal Sm alle den H-Pegel aufweisen und das Überspannungserfassungssignal
So gleichzeitig den L-Pegel aufweist.
Wenn das Ansteuersteuersignal Sd1 in diesem Fall beispielsweise von
dem L- zum H-Pegel wechselt, wird der Schaltkreis 34 eingeschaltet. Folglich
fließt ein Gatestrom von der Verstärkerschaltung 25 über
den Schaltkreis 34 und den Widerstand 30 zum MOSFET 21. Wenn der
MOSFET 21 einen normalen Zustand aufweist, fließt der Gatestrom nur
während einer kurzen Periode, bis die Gatekapazität geladen ist. Währenddessen
wird der von der Verstärkerschaltung 25 gelieferte Gatestrom dann,
wenn zwischen dem Gate und der Source des MOSFETs 21 ein Kurzschlussfehler
aufgetreten ist, deutlich erhöht und fließt solange weiter, bis der Schaltkreis
34 den EIN-Zustand aufweist.
Die Gateüberwachungsschaltung 32a arbeitet wie folgt,
wenn die zum Gatestrom proportionale Spannung über dem Widerstand
30 die Referenzspannung Vrg überschreitet, d. h. der Gatestrom einen
vorbestimmten Schwellenwert überschreitet: die Gateüberwachungsschaltung
32a aktiviert ihre Signalspeicherschaltung 42 und gibt ein zwischengespeichertes
Ansteuerfehlererfassungssignal Sb1 mit dem L-Pegel aus. Da die Gateüberwachungsschaltung
32a das Tiefpassfilter 40 aufweist, wird das Ansteuerfehlererfassungssignal
Sb1 nur durch den Ladestrom für die Gatekapazität nicht auf den L-Pegel
gesetzt. Dieser Betrieb stimmt mit dem des Schaltkreises 35 und der Gateüberwachungsschaltung
33a
überein.
Wenn das Ansteuerfehlererfassungssignal Sb1 auf den L-Pegel wechselt,
setzt die Ansteuersteuerschaltung 27 die Ansteuersignale Sa1, Sa2 und das
Ansteuerfehlererfassungssignal Sb auf den L-Pegel. Wenn die Ansteuersignale Sa1,
Sa2 auf den L-Pegel gesetzt werden, werden die Schaltkreise 34,
35 ausgeschaltet und die Verstärkerschaltung 25 und die Gates
der MOSFETs 21, 22 voneinander getrennt. Hierdurch kann verhindert
werden, dass der Ausgangsstrom der Verstärkerschaltung 25 einen zu
hohen Wert annimmt und die verstärkte Spannung Vp abfällt.
Bei dieser Ausführungsform werden die MOSFETs 21,
22 dann, wenn der Gate-Source-Kurzschlussfehler an einem der beiden MOSFETs
21, 22 auftritt, beide ausgeschaltet. Die Ausführungsform
kann stattdessen derart modifiziert werden, dass nur ein fehlerhafter MOSFET (z.
B. der MOSFET 21) ausgeschaltet wird. Bei solch einem Aufbau wird einzig
der MOSFET 21, bei dem ein Gate-Source-Kurzschlussfehler aufgetreten ist,
von der Verstärkerschaltung 25 getrennt. Folglich kann der andere
MOSFET 22 weiterhin den Ein-/Ausschaltbetrieb über die Versorgung
der normalen verstärkten Spannungen Vp von der Verstärkerschaltung
25 ausführen. Bei dieser Ausführungsform kann in einigen Fällen
ebenso irgendein anderer N-Kanal-MOSFET (nicht gezeigt) über die verstärkte
Spannung Vp angesteuert werden. In solch einem Fall kann der andere MOSFET weiterhin
den normalen Ein-/Ausschaltbetrieb ausführen, ohne durch den in dem MOSFET
21 oder 22 aufgetretenen Gate-Source-Kurzschlussfehler beeinflusst
zu werden.
Die Ansteuervorrichtung 16 dieser Ausführungsform weist,
wie vorstehend beschrieben, die alleinige Verstärkerschaltung 25 auf
und steuert die MOSFETs 21, 22 unter Verwendung der gemeinsamen
Verstärkungsspannung Vp der Verstärkerschaltung 25 an. Folglich
kann die Vorrichtung einfach aufgebaut und eine geringe Anzahl an Komponenten aufweisen,
da die spannungsverstärkte Versorgungsspannung gemeinsam genutzt wird. Ferner
ist die Anzahl an als Quelle für durch Schalten verursachtes Rauschen geltenden
Verstärkerschaltungen verringert und können auf einfache Art und Weise
Maßnahmen gegen das Rauschen (Störungen) getroffen werden.
Die MOSFETs 21, 22 sind jeweils mir den Gateüberwachungsschaltungen
32a, 33a versehen, und die Ansteuerfehlererfassungssignale Sb1,
Sb2 werden aktiviert (auf den L-Pegel gesetzt), wenn die von der Verstärkerschaltung
25 zu den MOSFETs 21, 22 fließenden Gateströme
einen vorbestimmten Schwellenwert überschreiten. Folglich kann der Gate-Source-Kurzschlussfehler
in den MOSFETs 21, 22 selbst dann fehlerfrei erfasst werden, wenn
in dem als Last dienenden Motor 12aoder in der als Last dienenden elektromagnetischen
Spule 13a ein Fehler (Kurzschlussfehler, Unterbrechungsfehler) aufgetreten
ist.
Wenn in dem MOSFET 21 oder in dem MOSFET 22 der
Gate-Source-Kurzschlussfehler auftritt, schaltet die Ansteuersteuerschaltung
27 die Schaltkreise 34, 35 aus, um die Verstärkerschaltung
25 und die Gates der MOSFETs 21, 22 voneinander zu trennen.
Hierdurch kann ein Anstieg des Ausgangsstroms der Verstärkerschaltung
25 und ein Abfall der verstärkten Spannung Vp verhindert werden. Es
kann verhindert werden, dass der Gate-Source-Kurzschlussfehler in den MOSFETs
21, 22 einen Einfluss auf irgendeine andere Schaltung hat, die
mit Hilfe der Verstärkerschaltung 25 arbeitet.
Die Ansteuersteuerschaltung 27 kombiniert die Ansteuersteuersignale
Sd1, Sd2 und verschiedene Fehlererfassungssignale logisch, um die Ansteuersignale
Sa1, Sa2 zu erzeugen. Die Fehlererfassungssignale umfassen die Ansteuerfehlererfassungssignale
Sb1, Sb2, die Lastfehlererfassungssignale Sc1, Sc2, das Maskensignal Sm, die Kurzschlusserfassungssignale
Sg1, Sg2, das Temperaturfehlererfassungssignal St und das Spannungsfehlererfassungssignal
Sv. Die Schaltkreise 34, 35 werden durch diese Ansteuersignale
Sa1, Sa2 ein- und ausgeschaltet. Folglich muss jeder der Ansteuerstrompfade von
der Verstärkerschaltung 25 zu den MOSFETs 21, 22
nur mit einem Schaltkreis 34, 35 versehen werden. Solch ein Aufbau
kann einfacher als ein Aufbau ausgelegt werden, bei dem ein Schaltkreis für
jedes der Ansteuersteuersignale Sd1, Sd2 und die verschiedenen Fehlererfassungssignale
vorgesehen ist.
Für den als Last dienenden Motor 12a und die als Last
dienende elektromagnetische Spule 13a sind Prioritäten festgelegt.
Wenn in dem Motor 12a höheren Bedeutungsgrades in dem System ein Fehler
auftreten, führt die Ansteuersteuerschaltung 27 eine Steuerung aus,
um beide Schaltkreise 34, 35 auszuschalten. Folglich wird die
Steuerung bezüglich des Wechsels der Schaltkreise 34, 35
in den offenen (AUS) Zustand in Übereinstimmung mit den Prioritäten gewichtet
und kann eine kooperative und integrierende Steuerung, bei der verschiedene Fehlererfassungssignale
in umfassender Weise bestimmt werden, realisiert werden. Wenn in dem Motor
12a höheren Bedeutungsgrades ein Fehler auftritt, kann das Sekundärlufteinblasesystem
zuverlässig geschützt werden. Folglich kann ein hochzuverlässiges
System realisiert werden.
(Zweite Ausführungsform)
Bei einer zweiten Ausführungsform steuert eine
Ansteuerschaltung 1a, wie in 6 gezeigt, zwei
als High-Side-Schalter arbeitende MOSFETs 21, 22 auf der Grundlage
der gemeinsamen Verstärkungsspannung Vp der Verstärkerschaltung
25 an. Widerstände 12b, 13b stellen jeweils zwischen
die Quellen der MOSFETs 21, 22 und Masse geschaltete Lasten dar.
Konstantspannungsschaltungen 58, 59 werden mit der
verstärkten Spannung Vp versorgt, geben eine konstante Ansteuerspannung Vc
aus und sind jeweils für die MOSFETs 21, 22 vorgesehen. In
dem Ansteuerstrompfad von der Verstärkerschaltung 25 zur Konstantspannungsschaltung
58 sind der Schaltkreis 34 (entspricht dem ersten Schaltkreis)
und der Widerstand 30 (enspricht der Stromerfassungsschaltung) in Reihe
geschaltet. In dem Ansteuerstrompfad von der Konstantspannungsschaltung
58 zum Gate des MOSFETs 21 ist ein Schaltkreis 60 (entspricht
einem zweiten Schaltkreis) vorgesehen. Die Gateüberwachungsschaltung
32a gibt das Ansteuerfehlererfassungssignal Sb1 mit dem L-Pegel aus, wenn
der durch den Widerstand 30 fließende Gatestrom den vorbestimmten
Schwellenwert überschreitet. Der Schaltkreis 34 ist derart aufgebaut,
dass er durch dieses Ansteuerfehlererfassungssignal Sb1 direkt ein- und ausgeschaltet
wird. Der Schaltkreis 60 ist derart aufgebaut, dass er durch das Ausgangssignal
einer UND-Schaltung 62, an welche das Ansteuersignal Sa1 und das Ansteuerfehlererfassungssignal
Sb1 gegeben werden, ein- und ausgeschaltet wird.
In denn Ansteuerstrompfad von der Verstärkerschaltung
25 zur Konstantspannungsschaltung 59 sind gleichermaßen der
Schaltkreis 35 (entspricht dem ersten Schaltkreis) und der Widerstand
31 (enspricht der Stromerfassungsschaltung) in Reihe geschaltet. In dem
Ansteuerstrompfad von der Konstantspannungsschaltung 59 zum Gate des MOSFETs
22 ist ein Schaltkreis 61 (entspricht einem zweiten Schaltkreis)
vorgesehen. Eine Gateüberwachungsschaltung 33a gibt das Ansteuerfehlererfasungssignal
Sb2 mit dem L-Pegel aus, wenn der durch den Widerstand 31fließende
Gatestrom den vorbestimmten Schwellenwert überschreitet. Der Schaltkreis
35 ist derart aufgebaut, dass er durch dieses Ansteuerfehlererfassungssignal
Sb2 direkt ein- und ausgeschaltet wird. Der Schaltkreis 61 ist derart aufgebaut,
dass er durch das Ausgangssignal einer UND-Schaltung 63, an welche das
Ansteuersignal Sa2 und das Ansteuerfehlererfassungssignal Sb2 gegeben werden, ein-
und ausgeschaltet wird.
Die zweite Ausführungsform kann gleich der ersten Ausführungsform
auf das Sekundärlufteinblasesystem angewandt werden. In diesem Fall wird folgendes
realisiert: verschiedene Fehlererfassungssignale werden auf der Grundlage der Prioritäten
(dem Einfluss eines Lastfehlers auf das System (Bedeutungsgrad)) der Lasten (Widerstände
12b, 13b) logisch kombiniert; die Schaltkreise 34,
35 werden durch die gewichteten Fehlererfassungssignale angesteuert und
ein- und ausgeschaltet, und die Schaltkreise 60, 61 werden durch
die UND-Signale aus den Fehlererfassungssignalen und den Ansteuersignale Sa1, Sa2
angesteuert und ein- und ausgeschaltet.
Wenn in dem MOSFET 21 kein Gate-Source-Kurzschlussfehler
vorliegt, weist das Ansteuerfehlererfassungssignal Sb1 den H-Pegel auf. Der Schaltkreis
60 arbeitet wie folgt: wenn das Ansteuersignal Sa1 den H-Pegel aufweist,
wird er eingeschaltet und liefert die Ansteuerspannung Vc an das Gate; wenn das
Ansteuersignal Sa1 den L-Pegel aufweist, wird er ausgeschaltet und verringert die
Gate-Source-Impedanz. Wenn der Schaltkreis 60 eingeschaltet wird, fließt
temporär ein Gatestrom von der Konstantspannungsschaltung 58 und folglich
ebenso ein Ansteuerstrom von der Verstärkerschaltung 25 über
den Schaltkreis 34 zur Konstantspannungsschaltung 58. Das Ansteuerfehlererfassungssignal
Sb1 wird nicht einzig durch den Ladestrom der Gatekapazität auf den L-Pegel
gesetzt. Der gleiche Betrieb kann ebenso bezüglich des MOSFETs 22
ausgeführt werden.
Währenddessen werden der Ausgangsstrom und der Eingangsstrom
der Konstantspannungsschaltung 58 dann, wenn der Kurzschlussfehler beispielsweise
zwischen dem Gate und der Source des MOSFETs 21 auftritt, erhöht und
das Ansteuerfehlererfassungssignal Sb1 auf den L-Pegel gesetzt. Dies führt
dazu, dass die Schaltkreise 34, 60 ausgeschaltet und die Verstärkerschaltung
25 und die Konstantspannungsschaltung 58 voneinander getrennt
werden. Hierdurch kann verhindert werden, dass der Ausgangsstrom der Verstärkerschaltung
25 einen zu hohen Wert annimmt und die verstärkte Spannung Vp abfällt.
Zu diesem Zeitpunkt kann der MOSFET 22, bei dem kein Gate-Source-Kurzschlussfehler
aufgetreten ist, seinen normalen Ein-/Ausschaltbetrieb über die Versorgung
der verstärkten Spannung Vp der Verstärkerschaltung 25 weiterhin
ausführen.
Bei dieser Ausführungsform kann folglich verhindert werden, dass
ein in einem der beiden MOSFETs 21 oder 22 aufgetretener Gate-Source-Kurzschlussfehler
einen Einfluss auf den anderen der beiden MOSFETs 22 oder 21 hat.
Es können der gleiche Betrieb und die gleichen Effekte wie bei der ersten Ausführungsform
erzielt werden. Ferner sind zwischen der Verstärkerschaltung 25 und
den MOSFETs 21, 22 jeweils die Konstantspannungsschaltungen
58, 59 vorgesehen. Folglich können die MOSFETs
21, 22 selbst dann stabil über die konstante Ansteuerspannung
Vc angesteuert werden, wenn die verstärkte Spannung VP schwankt. Es wird solange
dafür gesorgt, dass die verstärkte Spannung Vp von der Verstärkerschaltung
25 an den Konstantspannungsschaltungen 58 liegt, bis ein Ansteuerfehler
erfasst wird. Folglich kann ein Schalten mit hoher Frequenz realisiert
werden, ohne durch den Startzeitpunkt der Konstantspannungsschaltungen
58, 59 oder dergleichen beeinflusst zu werden.
(Dritte Ausführungsform)
Bei einer dritten Ausführungsform ist der Schaltkreis
34 in einer Ansteuerschaltung 1b, wie in 7
gezeigt, derart aufgebaut, dass er durch das Ausgangssignal einer UND-Schaltung
65, an welche das Ansteuersignal Sa1 und das Ansteuerfehlererfassungssignal
Sb1 gegeben werden, ein- und ausgeschaltet wird; und ist der Schaltkreis
35, wie in 7 gezeigt, derart aufgebaut, dass
er durch das Ausgangssignal einer UND-Schaltung 66, an welche das Ansteuersignal
Sa2 und das Ansteuerfehlererfassungssignal Sb2 gegeben werden, ein- und ausgeschaltet
wird. Ferner werden bei dieser Ausführungsform der gleiche Betrieb und die
gleichen Effekte wie bei der ersten Ausführungsform erzielt. Diese Ausführungsform
kann, wie die erste Ausführungsform, ebenso auf das Sekundärlufteinblasesystem
angewandt werden.
(Vierte Ausführungsform)
Bei der vierten Ausführungsform ist eine UND-Schaltung
67, wie in 8 gezeigt, anstelle des in der
3 gezeigten Tiefpassfilters 40 zwischen den
Komparator 41 und die Signalspeicherschaltung 42 geschaltet und
wird das Ausgangssignal des Komparators 41 wird mit dem Maskensignal Se
maskiert und anschließend an die Signalspeicherschaltung 42 gegeben.
Das in der Gateüberwachungsschaltung 32a verwendete
Maskensignal Se ist ein Signal, das einzig für eine zum Laden der Gatekapazität
des MOSFETs 21 erforderliche Zeitspanne auf den Zeitpunkt einer Pegelverschiebung
des Ansteuersignals Sa1 folgend auf dem L-Pegel (ungültiger Pegel) gehalten
wird. Gleichermaßen ist das in der Gateüberwachungsschaltung
33a verwendete Maskensignal Se ein Signal, das einzig für eine zum
Laden der Gatekapazität des MOSFETs 22 erforderliche Zeitspanne auf
den Zeitpunkt einer Pegelverschiebung des Ansteuersignals Sa2 folgend auf dem L-Pegel
(ungültiger Pegel) gehalten wird. Eine Verwendung dieser Gateüberwachungsschaltungen
32a, 33a ermöglicht es, einen temporären Anstieg des
Gatestroms, der nicht durch irgendeinen Fehler verursacht wird, wie beispielsweise
den Lade-/Entladestrom für die Gatekapazität, zu maskieren bzw. "zu verschleiern",
und zu verhindern, dass die Ansteuerfehlererfassungssignale Sb1, Sb2 irrtümlicherweise
ausgegeben werden.
(Weitere Ausführungsformen)
Die obigen Ausführungsformen können auf die nachstehend
beschriebene Weise modifiziert werden.
Anstelle der zwei MOSFETs 21, 22 können drei
oder mehr als drei Halbleiterschaltvorrichtungen von einer gemeinsamen verstärkten
Spannung Vp der Verstärkerschaltung 25 angesteuert werden. In diesem
Fall können ein Schaltkreis, eine Stromerfassungsschaltung und eine Gateüberwachungsschaltung
(Ansteuerfehlererfassungsschaltung) bezüglich jeder der Halbleiterschaltvorrichtungen
vorgesehen werden.
Bei der ersten Ausführungsform gewichtet die Ansteuersteuerschaltung
27 die Lastfehlererfassungssignale Sc1, Sc2 in den Ansteuersignalen Sa1,
Sa2. Diese Gewichtung wird auf der Grundlage des Bedeutungsgrades des Einflusses
eines Fehlers in dem Motor 12a bzw. eines Fehlers in der elektromagnetischen
Spule 13a auf das System ausgeführt. Bei den Ansteuersignalen Sa1,
Sa2 können ebenso die Ansteuerfehlererfassungssignale Sb1, Sb2 gewichtet werden,
und es können verschiedene Fehlererfassungssignale gewichtet werden.
Die zweite Ausführungsform kann die Ausgangsüberwachungsschaltungen
32b, 33b aufweisen. Die Erfindung kann ferner derart aufgebaut
sein, dass die Ansteuersteuerschaltung Signale zum Öffnen und Schließen
der Schaltkreise 34, 35, 60, 61 hierauf basierend
erzeugt: der von den Gateüberwachungsschaltungen 32a, 33a
ausgegebenen Ansteuerfehlererfassungssignale Sb1, Sb2 und der von den Ausgangsüberwachungsschaltungen
32b, 33b ausgegeben Lastfehlererfassungssignale Sc1, Sc2; und
dem Bedeutungsgrad (Priorität) jeder als Widerstand 12b,
13b gezeigten Last.
Die obige Ansteuerschaltung 1, 1a, 1b ist
auf einen integrierten Schalter oder dergleichen stromaufwärts der Energiequelle
für eine unabhängige Ansteuerung einer Mehrzahl von Lasten in einem ein
Chassis-GND aufweisenden Fahrzeug anwendbar.
Vorstehend wurde eine Ansteuerschaltung offenbart.
Wenn ein Ansteuersignal Sa1 von einem L- zu einem H-Pegel wechselt,
wird ein Schaltkreis 34 eingeschaltet. Anschließend fließt ein
Gatestrom von einer Verstärkerschaltung 2) über den Schaltkreis
34 und einen Widerstand 30 zu einem MOSFET 21. Eine Gateüberwachungsschaltung
32a gibt ein Ansteuerfehlererfassungssignal Sb1 mit dem L-Pegel aus, wenn
der Gatestrom einen vorbestimmten Schwellenwert überschreitet. Ein Schaltkreis
35 und ein MOSFET 22 werden auf die gleiche Weise von einem
Ansteuersignal Sa2 angesteuert, und eine Gateüberwachungsschaltung
33a gibt auf die gleiche Weise ein Ansteuerfehlererfassungssignal Sb2 mit
dem L-Pegel aus. Wenn das Ansteuerfehlererfassungssignal Sb1 oder Sb2 auf den L-Pegel
wechselt, werden die Ansteuersignale Sa1 und Sa2 auf den L-Pegel gesetzt und die
MOSFETs 21, 22 von der Verstärkerschaltung getrennt.