Technisches Gebiet
Die Erfindung geht aus von einem farblich durchstimmbaren Beleuchtungssystem
zur abbildenden Beleuchtung gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1. Derartige
Beleuchtungssysteme sind insbesondere für die Anwendung im Bühnenbau und
Effektbeleuchtung interessant.
Stand der Technik
Die US-A 4 821 114 offenbart ein optisches Beleuchtungssystem mit
Filterrad und weißer Lichtquelle in Gestalt einer Lampe. Dabei werden Blockungsfilter,
wie beispielsweise Absorptionsfilter und dichroitische Filter, verwendet. Sie werden
in den Strahlengang von nahezu punktförmigen Lichtquellen wie Xenon-Hochdruckentladungslampen
eingeschoben. Ein kontinuierlicher Farbwechsel ist damit nur mit mehreren Filterrädern
möglich und muss aufwendig mit mechanischen Mitteln realisiert werden. Die
Filterräder werden hintereinander gestellt und passend gedreht. Die Steuerung
ist aufwendig und die Filter sind sehr teuer.
Eine Steuerung für Gruppen von LEDs ist beispielsweise in US-A
5 515 136 und US-A 6 630 801 angegeben. In DE-Az 10 2005 041 319.6 ist ein Modul
beschrieben, in dem mehrere hocheffiziente LED auf einer Platine vereinigt sind.
Diese werden dann auf einen Punkt abgebildet.
Darstellung der Erfindung
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein farblich durchstimmbares
Beleuchtungssystem anzugeben, das einfach und schnell zu bedienen ist und insbesondere
mit rein elektrischen Mitteln funktioniert.
Diese Aufgabe wird gelöst durch die kennzeichnenden Merkmale
des Anspruchs 1.
Besonders vorteilhafte Ausgestaltungen finden sich in den abhängigen
Ansprüchen.
Die neue farblich durchstimmbare Lichtquelle hat erstmals einen Weg
gefunden, um das Durchstimmen rein elektrisch zu ermöglichen.
Im einzelnen handelt es sich um ein farblich abstimmbares Beleuchtungssystem
mit einem Durchstimmmittel und mindestens zwei Lichtquellen unterschiedlicher Farbe,
wobei das Beleuchtungssystem einen Reflektor mit einer Reflektorkontur umfasst,
wobei die Lichtquellen in der Nähe der Reflektorkontur untergebracht sind,
wobei im Brennpunkt des Reflektors ein kompaktes Streumedium untergebracht ist,
wobei das Licht aus den Lichtquellen im wesentlichen auf das Streumedium gerichtet
ist und von dort auf die Reflektorkontur gestreut wird, wobei eine elektronische
Ansteuerung der Lichtquellen es ermöglicht, die Intensität der Lichtquellen
getrennt voneinander zu regeln, so dass das den Reflektor verlassende Licht farblich
abstimmbar ist.
Insbesondere besteht jede Lichtquelle aus mehreren Gruppen von gleichartigen
Lichtquellen. Dabei können die Lichtquellen LEDs, Laserdioden oder Miniaturlampen
sein. Häufig werden mindestens zwei, meist drei oder sogar mehr Gruppen von
Lichtquellen unterschiedlicher Farbe verwendet. Eine weitverbreitete Gruppierung
mit hoher Farbwiedergabe und hoher Effizienz ist es, wenn die Lichtquellen aus drei
Gruppen bestehen, die nach dem RGB-Prinzip ausgewählt sind.
Das Beleuchtungssystem verwendet bevorzugt ein kompaktes Streumedium,
das die Gestalt einer Kugel hat. Die Realisierung der Kugel kann durch einen Tropfen
erfolgen. Dieser Tropfen kann als Grundgerüst ein Gießharz verwenden.
Als eigentliches Streumittel im Streumedium kann ein Inertstreuer dienen, insbesondere
Al2O3 oder TiO2, vorteilhaft in Form von in Gießharz
dispergierten Partikeln.
Die Halterung des Streumediums im Reflektor kann auf verschiedene
Weise erfolgen. Am elegantesten ist eine Lösung, bei der der Reflektor mit
einer Vergussmasse ausgefüllt ist, wobei das Streumedium in der Vergussmasse
platziert ist.
Das Streumedium dient letztlich als virtuelle Lichtquelle im Reflektor.
Daher sollte sein Volumen möglichst klein sein, auf jeden Fall kleiner als
50 mm3, bevorzugt ≤ 10 mm3, um eine abbildbare Lichtquelle
zu erhalten.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
Im Folgenden soll die Erfindung anhand mehrerer Ausführungsbeispiele
näher erläutert werden. Die Figuren zeigen:
1 die Abstrahlcharakteristik einer normalen LED;
2 die Abstrahlcharakteristik einer LED mit Mikrolinse;
3 ein Beleuchtungssystem mit Reflektor im Querschnitt;
4 ein Beleuchtungssystem mit Reflektor im Querschnitt;
5 einen Reflektor in Draufsicht;
6 den Strahlengang im Reflektor;
7 ein weiteres Ausführungsbeispiel eines Beleuchtungssystems;
8 verschiedene Linsenformen.
Bevorzugte Ausführungsform der Erfindung
1 zeigt die Cosinus-Abstrahl-Charakteristik einer normalen
LED 1. Die Strahlen 2 divergieren vom Chip 3 aus in alle
Raumrichtungen. Die Pfeillänge symbolisiert die relative Intensität.
2 zeigt eine LED 1 mit vorgeschalteter Mikrolinse
4, wie an sich bekannt. Diese hat die Aufgabe, das Licht des Chips
3 zu bündeln. Damit wird für eine einzelne LED die Abbildung
auf einen Brennfleck möglich.
3 zeigt im Querschnitt ein Beleuchtungssystem
10 mit mehreren LEDs 1 und mit einem Reflektor 11. Dieser
hat eine Kontur 12, die beispielsweise parabolisch ist. In der Wand der
Reflektorkontur 12 sitzen mehrere LEDs mit abbildender Optik
4, beispielsweise einer Mikrolinse. Der Reflektor ist mit Vergussmasse
13, wie an sich bekannt, gefüllt. Im Brennpunkt des Reflektors ist
als Streumittel in der Vergussmasse ein etwa 1 mm im Durchmesser messender Tropfen
14 eingebracht.
Die LEDs können auch gemäß 4
außerhalb des Reflektors in einer gewissen Nähe dazu sitzen, es bedarf
im Reflektor lediglich jeweils einer Öffnung 21, um das Licht einer
LED 1 bis zum Tropfen 14 zu leiten. Dies erlaubt eine einfachere
Montage, weil es keine Probleme mehr mit Kühlung und Justage der LEDs gibt.
Außerdem kann die verlustbehaftete Fläche in der Kontur minimiert werden.
Der Streutropfen besteht aus einer hochkonzentrierten Mischung aus
Vergussmasse 15 wie Epoxidharz und einem Inertstreuer. Dies sind beispielsweise
Partikel 16, die als Inertstreuer wirken, insbesondere Al2O3
oder TiO2 o.ä. Jedes verlustarme Material mit einem hinreichenden Brechungsindexsprung
und geeigneter Partikelgröße ist ebenfalls prinzipiell dafür geeignet,
z.B. YAG (undotiert), SiO2, sämtliche Lampenleuchtstoffe. Wesentlich ist eigentlich
nur ein weiß erscheinendes Pulvermaterial, sofern sich dessen Brechungsindex
vom Brechungsindex des Vergussmaterials unterscheidet. Eine alternative für
die Realisierung des Inertstreuers ist es, den aktiven Tropfen als Kunststoff-Hybrid
zu realisieren, also kleine Partikel höherbrechenden Kunststoffs in eine niedrigbrechende
Vergussmasse einzubinden. Ebenso geeignet als Inertstreuer sind Gasblasen, beispielsweise
Luftblasen, im Vergussmaterial.
Bevorzugt ist das Streumedium kugelförmig, es kann jedoch im
Einzelfall auch andere Gestalt aufweisen.
In die Wand des Reflektors sind gemäß 5
Gruppen von blauen LEDs 17, grünen LEDs 18 und roten LEDs
19 eingelassen, die jeweils mit Mikrolinsen zur Lichtauskopplung versehen
sind. Deren Optik ist so eingestellt, dass der jeweilige einzelne Chip auf das Streumedium
abgebildet wird. Die Anzahl der einzelnen LEDs ist letztlich nur durch die Größe
des Reflektors begrenzt.
Um die Effizienz des Reflektors nicht zu stark zu beeinträchtigen,
sollte die nutzbare Fläche des Reflektors durch die LEDs nicht zu stark eingeschränkt
werden. Ein akzeptabler Wert liegt bei unter 20%, insbesondere bei 1 bis 5%.
Der Streutropfen streut das Licht aller LEDs, bei passender Wahl der
Konzentration an Streupartikeln, nahezu isotrop. Im Endeffekt wirkt der Streutropfen
dann wie eine punktförmige weiße oder auch farbige Lichtquelle im Reflektor.
Die Ansteuerung der LEDs wird dabei bevorzugt gruppenweise für
die Gruppe der verschiedenen Farben, meist blau, grün, rot, durchgeführt.
Dies ermöglich die direkte Wahl eines beliebigen Farborts, wie für LEDs
an sich bekannt.
Dafür gibt es viele bekannte Methoden, beispielsweise wie in
der US-A 6 630 801 beschrieben.
5 zeigt einen Reflektor in Draufsicht. Die LEDs sind
in drei Gruppen aufgeteilt, die jeweils blau, rot oder grün emittieren. Die
LEDs sind so angeordnet, dass sie gleichmäßig über den Umfang des
Reflektor verteilt sind. Sie sorgen somit für eine homogene Beleuchtung des
Streutropfens.
6 zeigt im Querschnitt, wie das Licht aus dem Reflektor
11 emittiert wird. Von den LEDs kommend wird es im Streutropfen
14 isotrop gestreut und emittiert. Vor dem Reflektor kann ein Kondensor
20 sitzen, der das Licht auf einen Punkt abbildet. Möglich ist auch
die Einkopplung in einen Lichtleiter.
Durch Regelung der relativen Intensität der Gruppen an blauen,
grünen, roten LEDs kann der Farbort in weiten Grenzen beliebig eingestellt
werden. Selbstverständlich können auch andere Gruppierungen an LEDs verwendet
werden, insbesondere blau-gelb-Kombinationen oder blau-grün-orange-rot-Kombinationen.
Als Lichtquelle eignen sich neben einfachen LEDs selbstverständlich
auch Laserdioden oder Miniaturlampen. Für viele Anwendungen, beispielsweise
im Automotive-Bereich, sind Laserdioden am besten geeignet.
Vorteilhaft kann das Streumedium auch mechanisch im Reflektor befestigt
sein, beispielsweise mit einem Draht oder Gestänge, etc.
Vorteilhaft kann auch ein Freiformreflektor wie an sich bekannt verwendet
werden, wobei die Form des Streutropfens dann keine Kugelgestalt hat, sondern eher
eine davon abweichende Verzerrung hat, die dem Reflektor angepasst ist.
Das Konzept bietet sehr viele Anwendungsmöglichkeiten. Im Prinzip
kann dieses neuartige Lampenkonzept den gesamten heutigen Halogenglühlampenmarkt
ablösen. Einige Beispiele sind:
Automotive-Anwendungen: z.B. für Frontscheinwerfer. Die Prioritätsreihenfolge
der Anforderungen sind:
optische Anforderungen (Indikatrix, Effizienz etc.),
gute Maintenance und Lebensdauer,
Preis.
Allgemeinbeleuchtungs-Anwendungen: alle Arten von Halogenspots. Prioritätsreihenfolge
der Anforderungen ist hier:
Preis,
optische Anforderungen (Indikatrix, Effizienz etc.),
gute Maintenance und Lebensdauer. Der zunächst hohe Preis von LED-Spots wird
sich vor allem in Anwendungen wie Industriebeleuchtung für Räume mit hoher
Decke und somit hohen Wechselkosten rechtfertigen lassen.
Spezialanwendungen: Ersatz für Halogenspots für medizinische Anwendungen
mit sehr guter Farbwiedergabe;
Muli-Color-Modul: Fotooptik-Anwendungen, z.B. im Bühnenbau;
Multi-Color-Modul: Die adaptive Beleuchtung mit Durchstimmung der Weißtöne
mit verschiedenen Farbtemperaturen. Diese Art von Lichtquelle ist viel attraktiver
als das derzeit favorisierte Konzept von Hybridlampen bestehend aus einer Mischung
der Lichtquelle CFL+LED oder FL+LED, bei denen eine homogene Farbmischung nur sehr
schwer zu erreichen ist. CFL bedeutet kompakte Leuchtstofflampe, FL bedeutet lineare
Leuchtstofflampe;
Multi-Color-Modul: Disco- und Effektbeleuchtung mit schnell wechselnden Farben.
Insbesondere kann einerseits der Reflektor mit einer Vergussmasse
quasi als Füllung versehen sein. Eine andere Ausführungsform ist ein nicht
gefüllter Reflektor, d.h. ein Reflektor, der Luft statt einer Vergussmasse
enthält. Er hat zwar tendenziell den Nachteil einer niedrigeren Effizienz wegen
der Brechungsindexsprünge und der dadurch bedingten Streuverluste. Er bietet
je nach Anwendung aber Vorteile oder mehr Möglichkeiten wie: geringere Kosten,
einfachere Montage und Justage des Konverterelements (siehe unten), keine Probleme
mit der Alterung der Vergussmasse, auch nicht in der Umgebung des kleinen Konverterelements,
wo hohe Strahlungsdichten auftreten können. Im Falle der Verwendung einer Vergussmasse
sollen die thermischen Ausdehnungskoeffizienten von Vergussmasse und Reflektor möglichst
gut aufeinander abgestimmt sein.
Bisher ist als konkrete Ausführungsform der „aktive Tropfen"
beschrieben worden als ein typisch etwa 1 mm durchmessender Tropfen aus einer hochkonzentrierten
Mischung aus Vergussmasse, Leuchtstoff und Inertstreuern (z.B. Al2O3 Partikel).
Der aktive Tropfen kann jedoch allgemeiner ein Konverterelement sein, das nur durch
seine Dimensionierung im Reflektor beschränkt ist. Alternativen zur Form der
Kugel sind beispielsweise auch ein beschichtetes Plättchen, das insbesondere
perfekt eben oder auch gewölbt gebogen ist, eine Pyramide oder eine gestürzte
Pyramide, ein Topf o.ä.
Außerdem können verschiedene Materialien verwendet werden,
beispielsweise auch Keramik oder eine mit Konvertermaterial gefüllte Hohlkugel
aus Glas etc. Dabei ist auf eine geeignete Wahl des Brechungsindex zu achten. Glas
ist mit ähnlichem Brechungsindex wie Vergussmasse verfügbar, was etwaige
Grenzflächenbrechung minimiert. Konverterelemente wie Trägerplättchen,
Schalen oder Töpfchen können aus Glas (beständig, aber schwer und
zerbrechlich), Kunststoff (leicht), Alu (leicht) oder auch aus anderen Metallen
gefertigt sein.
In einer besonders bevorzugt Ausführungsform ist ein reflektierendes
Elements auf der dem Reflektor abgewandten Seite angebracht. Dadurch ist garantiert,
dass auch das vom Konverterelement emittierte Licht immer über den Reflektor
geleitet wird, und damit immer den gleichen Weg nimmt wie das reflektierte Anregungslicht.
Dadurch wird eine nahezu perfekte Homogenität erzielt.
Auch für den Reflektor sind verschiedene Ausführungsbeispiele
möglich. insbesondere ist die Kontur unterschiedlich wählbar, beispielsweise
elliptisch oder parabolisch. Bei einem beschichtetem Plättchen oder einer Glaskugel
sind Verspiegelungen sehr einfach realisierbar.
7 zeigt ein Beleuchtungssystem 40 mit einer
Reflektorkontur 41 und einem darin angeordneten Konverterelement
42 mit einem Tropfen 14 und einem zusätzlichen reflektierenden
Element, beispielsweise eine Spiegelschicht 43, auf einem Teil, insbesondere
einer Halbkugel, des tropfenförmigen Konverters 14.
Für die Dimensionierung des Konverterelements gilt: Je größer
das Konverterelement, desto größer werden die Abweichungen vom punktförmigen
Idealfall, bei dem alles Licht gebündelt den Reflektor verlässt. Während
für gute abbildende Eigenschaften, wie sie z.B. bei Frontscheinwerfern
im Automobilbereich gefragt sind, folglich eher kleine Konverter günstig sind,
haben größere Konverter andere Vorteile: Mit entsprechend dimensionierten
Linsen vor den LEDs, die das Anregungslicht auch auf dieses größere Konverterelement
fokussieren, kann die Bestrahlungsstärke auf dem Konverter reduziert werden.
Dadurch werden die Probleme und Risiken bei der Alterung reduziert, wenn das Konversionselement
aus Polymeren besteht. Außerdem lassen sich die Anforderungen an die Genauigkeit
bei der Justage des Konverterelements senken, sowie die Fertigungsstabilität
und – ausbeute erhöhen und die Herstellkosten reduzieren. Des Weiteren
kann man die Divergenz des Spots erhöhen und in Kombination mit dem Reflektor
steuern, was insbesondere für Anwendungen in der Allgemeinbeleuchtung interessant
ist.
Des weiteren sei auf das Problem der Abbildung der Lichtquellen auf
das Konverterelement eingegangen. Der Vollständigkeit halber sei darauf hingewiesen,
dass statt eines Reflektors auch Linsen verwendet werden können. Als Material
eignet sich nicht nur Glas (Vorteil hoher Brechungsindex machbar, dadurch kleinere
Bauweise möglich, außerdem hohe Maintenance und Lebensdauer), sondern
auch Kunststoff, z.B. Polycarbonat. Letzteres hat den Vorteil, dass es leichter,
billiger als Glas ist. Die Geometrie der Linsen kann Sonderformen wie in
8 dargestellt erforderlich machen, z.B. zeigt 8a
eine Form, bei der die Linse 48 an eine Flügelschraube erinnert mit
einem halbkugelförmigen Zentrum 49 und zwei seitlich angesetzten Flügeln
50. 8b zeigt eine Linse 51 mit einer
konventionellen Halbkugelform.
Der Reflektor der LED selbst kann als alternatives abbildendes Element
in Betracht gezogen werden. Entweder in Kombination mit einer Linse oder sogar alleine
ohne Linse.
Selbstverständlich kann ein festes Gestell die drei Komponenten
LEDs, Konverterelement und Reflektor halten, sofern der Reflektor genügend
dünn und leicht ist. das Gestellt erfüllt gleichzeitig die Funktion der
Wärmeabführung aus den Lichtquellen.
Für Allgemeinbeleuchtung oder für Spezialanwendungen sind
auch Lösungen möglich bei denen der Reflektor so stabil ausgelegt ist,
dass er auch die Gestellfunktion erfüllt.
Zur Montage und Justage des Konverterelements sollte folgendes beachtet
werden: Wird eine Vergussmasse verwendet, besteht die Möglichkeit das Konverterelement
ohne jede Befestigung einzubringen: beispielsweise wird der Reflektor bis zur Brennpunkt-Höhe
vergossen, dann das Konverterelement positioniert und dann erst wird die Vergussmasse
weiter aufgefüllt. Alternativ kann das Konverterelement auch mit einem Draht
oder einem anderen Befestigungsmittel fest an einem Gestell, das auch die Lichtquellen
hält, befestigt werden. Dieses Gestell kann ein stabil ausgeführter Reflektor
sein. Die Befestigung erfolgt mittels Löten, Schweißens, Kalt-Verschweißen
etc. Wenn keine Vergussmasse verwendet wird, ist für die Befestigung mindestes
ein Draht erforderlich. Anforderungen an den Draht sind u.a. dass dessen Wärmeausdehnung
auf den Reflektor abgestimmt ist. das verwendete Material sollte stabil und hochreflektierend
sein. Eventuell kann dafür eine Beschichtung verwendet werden.
Je nach Anwendung ist es vorteilhaft, eine Justagemöglichkeit
des Konverterelements vorzusehen. Dies geschieht beispielsweise mittels dünner
hochreflektierender Drähte, die einen Polymertropfen als Konverter aufspießen
oder die an einen Metallträger in Gestalt eines Plättchens, einer Schale
oder eines Topfs angebracht werden können. Für eine Justagemöglichkeit
sind mindestens 2 Drähte erforderlich.
Anstatt Drähten kann auch eine dünnes transparentes scheibenartiges
Befestigungselement verwendet werden. Es sollte möglichst eben sein, aber auch
eine gewölbte Version ist möglich. Dieses Element kann zusätzlich
auch eine Schutzfunktion haben und/oder den Reflektor abschließen. Ist das
Konversionselement zumindest teilweise aus Glas, Polycarbonat oder einem anderen
Kunststoff, kann beispielsweise auch eine dünne transparente Scheibe aus dem
gleichen Material zur Befestigung geeignet sein.