Die Erfindung stellt ein Polierkissen bereit, das zum Planarisieren von mindestens einem von Halbleitersubstraten, optischen Substraten und magnetischen Substraten geeignet ist. Das Polierkissen umfasst eine polymere Matrix, die eine obere Polieroberfläche aufweist. Die obere Polieroberfläche weist polymere Poliervorwölbungen auf oder bildet bei einer Konditionierung mit einem Schleifmittel polymere Poliervorwölbungen. Die polymeren Poliervorwölbungen sind aus einem polymeren Material mit mindestens 45 Gew.-% eines harten Segments und mit einer maximalen Zugfestigkeit der Materialmasse von mindestens 6500 psi (44,8 MPa) ausgebildet. Ferner weist die polymere Matrix eine Zweiphasenstruktur mit einer harten Phase und einer weichen Phase mit einem Verhältnis der durchschnittlichen Fläche der harten Phase zur durchschnittlichen Fläche der weichen Phase von weniger als 1,6 auf.
Beschreibung[de]
Diese Erfindung betrifft Polierkissen, die zum Polieren und Planarisieren
von Substraten, wie z.B. Halbleitersubstraten oder Magnetscheiben, geeignet sind.
Polymere Polierkissen, wie z.B. Polyurethan-, Polyamid-, Polybutadien-
und Polyolefin-Polierkissen, sind käufliche Materialien für die Substratplanarisierung
in der sich rasch entwickelnden Elektronikindustrie. Substrate für die Elektronikindustrie,
die eine Planarisierung erfordern, umfassen Siliziumwafer, strukturierte Wafer,
Flachbildschirme und Magnetspeicherscheiben. Zusätzlich zur Planarisierung
ist es erforderlich, dass das Polierkissen keine übermäßige Anzahl
von Defekten, wie z.B. Kratzer oder andere Waferungleichmäßigkeiten, einführt.
Ferner stellt der anhaltende Fortschritt in der Elektronikindustrie größere
Anforderungen an das Planarisierungs- und Defektvermögen von Polierkissen.
Beispielsweise umfasst die Herstellung eines Halbleiters typischerweise
mehrere Verfahren des chemisch-mechanischen Planarisierens (CMP). In jedem CMP-Verfahren
entfernt ein Polierkissen in Kombination mit einer Polierlösung, wie z.B. einer
Schleifmittel-enthaltenden Polieraufschlämmung oder einer Schleifmittel-freien
reaktiven Flüssigkeit, überschüssiges Material in einer Weise, so
dass eine Planarisierung stattfindet oder die Ebenheit für den Empfang einer
nachfolgenden Schicht aufrechterhalten wird. Das Stapeln dieser Schichten bildet
eine Kombination in einer Weise, so dass eine integrierte Schaltung gebildet wird.
Die Herstellung dieser Halbleitervorrichtungen wird aufgrund von Anforderungen für
Vorrichtungen mit höheren Betriebsgeschwindigkeiten, geringeren Leckströmen
und vermindertem Energieverbrauch immer komplexer. Bezüglich der Vorrichtungsarchitektur
bedeutet dies feinere Geometrien und eine erhöhte Anzahl von Metallisierungsniveaus.
Diese immer strengeren Vorrichtungsgestaltungsanforderungen treiben den Einsatz
immer kleinerer Linienabstände mit einer entsprechenden Zunahme der Strukturdichte
voran. Der kleinere Maßstab der Vorrichtungen und die erhöhte Komplexität
haben zu höheren Anforderungen bezüglich der CMP-Verbrauchsmaterialien,
wie z.B. Polierkissen und Polierlösungen, geführt. Darüber hinaus
werden mit abnehmender Merkmalsgröße integrierter Schaltungen die CMP-induzierten
Defekte, wie z.B. ein Verkratzen, zu einem größeren Problem. Ferner erfordert
die abnehmende Filmdicke integrierter Schaltungen Verbesserungen bei den Defekten,
während gleichzeitig einem Wafersubstrat eine akzeptable Topographie verliehen
wird. Diese Topographieanforderungen verlangen immer striktere Polierspezifikationen
bezüglich der Planarität, des Linien-Dishings und der Erosion von kleinen
Merkmalsanordnungen.
In der Vergangenheit haben gegossene Polyurethan-Polierkissen die
mechanische Integrität und chemische Beständigkeit für die meisten
Poliervorgänge bereitgestellt, die zur Herstellung integrierter Schaltungen
verwendet worden sind. Beispielsweise weisen Polyurethan-Polierkissen eine ausreichende
Zugfestigkeit, um einem Reißen zu widerstehen, eine ausreichende Abriebbeständigkeit
zum Vermeiden von Verschleißproblemen während des Polierens und eine ausreichende
Stabilität auf, um einem Angriff durch stark saure und stark kaustische Polierlösungen
zu widerstehen. Leider neigen die harten, gegossenen Polyurethan-Polierkissen, die
zu einer Verbesserung der Planarisierung neigen, auch zu einer Verstärkung
von Defekten.
James et al. beschreiben im US-Patent mit der Veröffentlichungsnummer
2005/0079806 eine Familie harter Polyurethan-Polierkissen mit einem Planarisierungsvermögen
entsprechend IC1000TM-Polyurethan-Polierkissen, jedoch mit einer verbesserten
Defektleistung – IC ist eine Marke von Rohm and Haas Company oder deren Tochtergesellschaften.
Leider variiert die Polierleistung, die mit dem Polierkissen von James et al. erreicht
wird, mit dem Poliersubstrat und den Polierbedingungen. Beispielsweise haben diese
Polierkissen nur begrenzte Vorteile beim Polieren von Siliziumoxid/Siliziumnitrid-Anwendungen,
wie z.B. bei Polieranwendungen bei einer direkten flachen Grabenisolation (STI).
Für die Zwecke dieser Beschreibung bezieht sich Siliziumoxid auf Siliziumoxid,
Siliziumoxidverbindungen und dotierte Siliziumoxidformulierungen, die zur Bildung
von Dielektrika in Halbleitervorrichtungen geeignet sind, und Siliziumnitrid bezieht
sich auf Siliziumnitride, Siliziumnitridverbindungen und dotierte Siliziumnitridformulierungen,
die für Halbleiteranwendungen geeignet sind. Diese Siliziumverbindungen, die
zum Erzeugen von Halbleitervorrichtungen geeignet sind, entwickeln sich fortgesetzt
in unterschiedliche Richtungen. Spezifische Arten dielektrischer Oxide, die verwendet
werden, umfassen die folgenden: TEOS, das durch die Zersetzung von Tetraethylorthosilikaten
gebildet wird, HDP („Plasma mit hoher Dichte„) und SACVD („subatmosphärische
chemische Dampfabscheidung„). Es gibt einen fortlaufenden Bedarf für
zusätzliche Polierkissen, die ein überlegenes Planarisierungsvermögen
in einer Kombination mit einer verbesserten Defektleistung aufweisen. Insbesondere
gibt es einen Bedarf für Polierkissen, die zum Polieren von Oxid/SiN mit einer
verbesserten Kombination aus Planarisierungs- und Defektpolierleistung geeignet
sind.
Ein Aspekt der Erfindung stellt ein Polierkissen bereit, das zum Planarisieren
von mindestens einem von Halbleitersubstraten, optischen Substraten
und magnetischen Substraten geeignet ist, wobei das Polierkissen eine polymere Matrix
umfasst, wobei die polymere Matrix eine obere Polieroberfläche aufweist, wobei
die obere Polieroberfläche polymere Poliervorwölbungen aufweist oder bei/nach
einer Konditionierung mit einem Schleifmittel polymere Poliervorwölbungen bildet,
wobei sich die polymeren Poliervorwölbungen von der polymeren Matrix erstrecken
und ein Abschnitt der oberen Polieroberfläche sind, der ein Substrat kontaktieren
kann, wobei das Polierkissen zusätzliche polymere Poliervorwölbungen aus
der polymeren Matrix durch einen Verschleiß oder durch Konditionieren der oberen
Polieroberfläche bildet, und die polymeren Poliervorwölbungen aus einem
polymeren Material mit mindestens 45 Gew.-% eines harten Segments und mit einer
maximalen Zugfestigkeit der Materialmasse von mindestens 6500 psi (44,8 MPa) ausgebildet
sind und die polymere Matrix eine Zweiphasenstruktur mit einer harten Phase und
einer weichen Phase aufweist, wobei die Zweiphasenstruktur ein Verhältnis der
durchschnittlichen Fläche (bzw. Bereich) der harten Phase zur durchschnittlichen
Fläche (bzw. Bereich) der weichen Phase von weniger als 1,6 aufweist.
Ein weiterer Aspekt der Erfindung stellt ein Polierkissen bereit,
das zum Planarisieren von mindestens einem von Halbleitersubstraten, optischen Substraten
und magnetischen Substraten geeignet ist, wobei das Polierkissen eine polymere Matrix
umfasst, wobei die polymere Matrix eine obere Polieroberfläche aufweist, wobei
die obere Polieroberfläche polymere Poliervorwölbungen aufweist oder bei/nach
einer Konditionierung mit einem Schleifmittel polymere Poliervorwölbungen bildet,
wobei sich die polymeren Poliervorwölbungen von der polymeren Matrix erstrecken
und ein Abschnitt der oberen Polieroberfläche sind, der ein Substrat kontaktieren
kann, wobei das Polierkissen zusätzliche polymere Poliervorwölbungen aus
der polymeren Matrix durch einen Verschleiß oder durch Konditionieren der oberen
Polieroberfläche bildet, wobei die polymere Matrix ein Polymer umfasst, das
von difunktionellen oder polyfunktionellen Isocyanaten abgeleitet ist und das polymere
Polyurethan mindestens eines umfasst, das von Polyetherharnstoffen, Polyisocyanuraten,
Polyurethanen, Polyharnstoffen, Polyurethanharnstoffen, Copolymeren davon und Gemischen
davon ausgewählt ist, wobei die polymeren Poliervorwölbungen aus einem
polymeren Material mit 50 bis 80 Gew.-% eines harten Segments und mit einer maximalen
Zugfestigkeit der Materialmasse von 6500 bis 14000 psi (44,8 bis 96,5 MPa) ausgebildet
sind und die polymere Matrix eine Zweiphasenstruktur mit einer harten Phase und
einer weichen Phase aufweist, wobei die Zweiphasenstruktur ein Verhältnis der
durchschnittlichen Fläche (bzw. Bereich) der harten Phase zur durchschnittlichen
Fläche (bzw. Bereich) der weichen Phase von weniger als 1,6 aufweist.
In einem weiteren Aspekt der Erfindung stellt die Erfindung ein Polierkissen
bereit, das zum Planarisieren von mindestens einem von Halbleitersubstraten, optischen
Substraten und magnetischen Substraten geeignet ist, wobei das Polierkissen eine
polymere Matrix umfasst, wobei die polymere Matrix eine obere Polieroberfläche
aufweist, wobei die obere Polieroberfläche polymere Poliervorwölbungen
aufweist oder bei/nach einer Konditionierung mit einem Schleifmittel polymere Poliervorwölbungen
bildet, wobei sich die polymeren Poliervorwölbungen von der polymeren Matrix
erstrecken und der Abschnitt der oberen Polieroberfläche sind, der ein Substrat
kontaktieren kann, wobei die Polymermatrix mindestens 45 Gew.-% eines harten Segments
und ein Polymer, das aus Polyetherharnstoffen, Polyisocyanuraten, Polyurethanen,
Polyharnstoffen, Polyurethanharnstoffen, Copolymeren davon und Gemischen davon ausgewählt
ist, wobei die polymere Matrix eine Zweiphasenstruktur aufweist, und ein Polymer,
das von difunktionellen oder polyfunktionellen Isocyanaten und PTMEG oder einem
PTMEG/PPG-Gemisch abgeleitet ist, das 8,75 bis 12 Gew.-% nicht umgesetztes NCO mit
einem stöchiometrischen Verhältnis von OH oder NH2 zu nicht
umgesetztem NCO von 97 bis 125% aufweist, enthält.
Die 1 stellt einen schematischen Querschnitt
dar, der Vorwölbungen eines nicht-porösen Polierkissens veranschaulicht.
Die 2a bis 2d
stellen AFM-Auftragungen der Proben 1, 2, B bzw. H dar.
Die 3 veranschaulicht das Testverfahren
zur Bestimmugn der DSC-Daten.
Die Erfindung stellt ein Polierkissen bereit, das zum Planarisieren
von mindestens einem von Halbleitersubstraten, optischen Substraten und magnetischen
Substraten geeignet ist, wobei das Polierkissen eine polymere Matrix umfasst. Die
Polierkissen sind besonders gut zum Polieren und Planarisieren von STI-Anwendungen
geeignet, wie z.B. von HDP/SiN, TEOS/SiN oder SACVD/SiN. Die Eigenschaften der Materialmasse
des Polierkissens können einen unerwarteten Nutzen sowohl bezüglich der
Planarisierungs- als auch der Defektpolierleistung aufweisen. Für die Zwecke
dieser Beschreibung stellt die hohe Reißfestigkeit der Materialmasse die Eigenschaften
des Polymers ohne das absichtliche Hinzufügen einer Porosität, wie z.B.
eines nicht-porösen Polyurethanpolymers, dar. In der Vergangenheit war das
Verständnis derart, dass die Nachgiebigkeit eines Materials das Verkratzen
verminderte und ein Polieren mit geringen Defekten erleichterte, und dass
die Steifigkeit oder Starrheit eines Materials kritisch war, um ein hervorragendes
Planarisierungsverhalten zu erreichen. In dieser Erfindung wirkt eine Zunahme der
maximalen Zugfestigkeit der Masse des Polierkissens in Kombination mit dessen Zweiphasenstruktur
in einer Weise, dass eine hervorragende Polierleistung leichter erhalten wird. Insbesondere
ermöglicht die Erfindung ein Mischen der Planarisierungs- und Defektleistung,
so dass ein Polierleistungsbereich erhalten wird. Darüber hinaus wird die Oberflächenstruktur
dieser Kissen aufrechterhalten, so dass eCMP-Anwendungen („elektrochemisch-mechanische
Planarisierung„-Anwendungen) erleichtert werden. Beispielsweise können
die Kissen durch Perforationen durch das Kissen, die Einführung von leitfähig
ausgekleideten Rillen oder das Einbringen eines Leiters, wie z.B. einer leitfähigen
Faser oder eines leitfähigen Metalldrahts, in eCMP-Polierkissen umgewandelt
werden.
Unter Bezugnahme auf die 1 umfasst das
polymere Polierkissen 10 eine polymere Matrix 12 und eine obere
Polieroberfläche 14. Die Polieroberfläche 14 umfasst
eine Mehrzahl von polymeren Poliervorwölbungen 16 oder bildet polymere
Poliervorwölbungen 16 bei/nach der Konditionierung mit einem Schleifmittel
zur Steuerung der Wafersubstratentfernungsgeschwindigkeit des Polierkissens
10. Für die Zwecke dieser Beschreibung stellen Vorwölbungen Strukturen
dar, die ein Substrat während des Polierens kontaktieren können oder ein
Vermögen zum Kontaktieren eines Substrats während des Polierens aufweisen.
Typischerweise bildet ein Konditionieren mit einer harten Oberfläche, wie z.B.
einer Diamantkonditionierscheibe, während des Polierens Vorwölbungen auf
der Kissenoberfläche. Diese Vorwölbungen bilden sich häufig in der
Nähe der Kante einer Pore. Obwohl das Konditionieren in einer periodischen
Weise, wie z.B. 30 Sekunden nach jedem Wafer, oder in einer kontinuierlichen Weise
durchgeführt werden kann, stellt das kontinuierliche Konditionieren den Vorteil
bereit, dass Polierbedingungen im stationären Zustand für eine verbesserte
Steuerung der Entfernungsgeschwindigkeit bereitgestellt werden. Das Konditionieren
erhöht typischerweise die Entfernungsgeschwindigkeit eines Polierkissens und
verhindert die Abnahme der Poliergeschwindigkeit, die typischerweise mit dem Verschleiß
eines Polierkissens einhergeht. Zusätzlich zu einem Konditionieren können
Rillen und Perforationen einen weiteren Nutzen bezüglich der Verteilung einer
Aufschlämmung, der Poliereinheitlichkeit, der Schmutz- bzw. Abriebentfernung
und der Substratentfernungsgeschwindigkeit bereitstellen.
Die polymeren Poliervorwölbungen 16 erstrecken sich
von der polymeren Matrix 12 und stellen einen Abschnitt der oberen Polieroberfläche
14 dar, der ein Substrat kontaktiert. Die polymeren Poliervorwölbungen
16 sind aus einem polymeren Material ausgebildet, das eine hohe maximale
Zugfestigkeit aufweist, und das Polierkissen 10 bildet zusätzliche
polymere Poliervorwölbungen 16 aus dem polymeren Material durch Verschleiß
oder Konditionieren der oberen Polieroberfläche 14.
Die maximale Zugfestigkeit der Polymermatrizen erleichtert das Verbessern
der Siliziumoxidentfernungsgeschwindigkeit, der Dauerbeständigkeit und der
Planarisierung, die für eine anspruchsvolle Polieranwendung erforderlich sind.
Insbesondere neigen die Matrizen mit einer hohen Zugfestigkeit zu einer Erhöhung
der Siliziumoxidentfernungsgeschwindigkeit. Die Matrix weist vorzugsweise eine maximale
Zugfestigkeit der Materialmasse von mindestens 6500 psi (44,8 MPa) auf. Mehr bevorzugt
weist die Polymermatrix eine maximale Zugfestigkeit der Materialmasse von 6500 bis
14000 psi (44,8 bis 96,5 MPa) auf. Insbesondere weist die Polymermatrix eine maximale
Zugfestigkeit der Materialmasse von 6750 bis 10000 psi (46,5 bis 68,9 MPa) auf.
Ferner zeigen Polierdaten, dass eine maximale Zugfestigkeit der Materialmasse von
7000 bis 9000 psi (48,2 bis 62 MPa) zum Polieren von Wafern besonders gut geeignet
ist. Die Bruchdehnung im ungefüllten Zustand beträgt typischerweise mindestens
200% und typischerweise zwischen 200 und 500%. Das Testverfahren, das in ASTM D412
(Version D412-02) angegeben ist, ist zur Bestimmung der maximale Zugfestigkeit und
der Bruchdehnung besonders gut geeignet.
Zusätzlich zu der maximalen Zugfestigkeit tragen auch die Reißfestigkeitseigenschaften
der Materialmasse zum Poliervermögen des Kissens bei. Beispielsweise sind Reißfestigkeitseigenschaften
der Materialmasse von mindestens 250 Pfund/Zoll (4,5 × 103 g/mm)
besonders gut geeignet. Vorzugsweise weist die Matrix Reißfestigkeitseigenschaften
der Materialmasse von 250 bis 750 Pfund/Zoll (4,5 × 103 bis 13,4
× 103 g/mm) auf. Insbesondere weist die Matrix Reißfestigkeitseigenschaften
der Materialmasse von 275 bis 700 Pfund/Zoll (4,9 × 103 bis 12,5
× 103 g/mm) auf. Das Testverfahren, das in ASTM D1938 (Version D1938-02)
angegeben ist, das Datenanalysetechniken nutzt, die in ASTM D624-00e1 dargestellt
sind, ist zur Bestimmung der Reißfestigkeit der Materialmasse besonders gut
geeignet.
Zusätzlich zu der Reißfestigkeit der Materialmasse können
die Daten eines Differentialscanningkalorimeters („DSC„), welche die
Schmelzwärme des harten Segments charakterisieren, ebenfalls zur Vorhersage
von Polierdaten geeignet sein. Die Schmelzwärme des harten Segments stellt
für die Zwecke dieser Beschreibung die Fläche unterhalb der Grundlinie
für die Materialmasse oder das ungefüllte Material dar. Typischenrweise
beträgt die DSC-Schmelzenthalpie mindestens 25 J/g und liegt am häufigsten
in einem Bereich von 25 bis 50 J/g.
Polyurethane und anderer Blockcopolymere oder segmentierte Copolymere
weisen Kettensegmente mit begrenzter Mischbarkeit auf und neigen zu einer Trennung
in Regionen mit Eigenschaften, die von den Eigenschaften jedes Blocks oder Segments
abhängen. Das elastomere Verhalten solcher Materialien wird auf diese Mehrphasenmorphologie
zurückgeführt, die eine Kettenverlängerung durch eine Umorganisation
in amorphen Regionen eines weichen Segments ermöglicht, während geordnete
harte Segmente dabei unterstützen, die Einheitlichkeit des Materials aufrechtzuerhalten.
Diese unterscheidbare harte Phase-weiche Phase-Morphologie kann durch
eine SPM im „Tapping„-Modus sichtbar gemacht werden und eine thermische
Analyse kann auch den Grad des Mischens der Phasen angeben. Wenn im Wesentlichen
kein Phasenmischen vorliegt, wird das copolymere Material klar getrennte Tg's
für jeden Block zeigen, die mit denjenigen der reinen Polymere übereinstimmen.
Der Grad des Phasenmischens kann durch Verwenden der gemessenen Tg des
Materials kombiniert mit den Tg's der reinen Materialien quantifiziert
werden. Dies ermöglicht die Abschätzung des Gewichtsanteils jedes Polymers
in der gemischten Region durch die Fox-Gleichung. Zusätzlich ist bekannt, dass
die Tm's für Materialien erniedrigt sind, wenn sie weniger rein
sind. In dem Fall von Polyurethanen oder Blockcopolymeren sind reinere harte Phasen
auch ein indirekter Hinweis darauf, dass die weichen Phasen ebenfalls reiner sind.
Die Anordnung dieser harten und weichen Segmente in einer Materialgesamtmorphologie
hängt von der Menge jedes Blocks oder Segments in dem System ab, wobei das
größere Materialvolumen im Allgemeinen als die kontinuierliche Phase wirkt,
während das kleinere Materialvolumen Inseln innerhalb dieser kontinuierlichen
Phase bildet. In Kissen der vorliegenden Erfindung, die eine hohe Zugfestigkeit
aufweisen, enthalten diese Materialien mindestens 45 Gew.-% hartes Segment. Beispiele
für Bereiche umfassen 50 bis 80 Gew.-% hartes Segment und 55 bis 65 Gew.-%
hartes Segment. Bei diesem Anteil des harten Segments ist die harte Phase im Allgemeinen
kontinuierlich, wobei ein gewisser Anteil an weicher Phase darin eingemischt ist.
Härtere Materialien neigen dazu, für ein Planarisieren in CMP-Verfahren
besser zu sein als weiche Materialien, wobei sie jedoch auch dazu neigen, mit einer
größeren Wahrscheinlichkeit Kratzer auf Wafern zu erzeugen. Für die
Zwecke dieser Beschreibung kann die Menge (Gewichtsprozent) des harten Segments
mit einer Anzahl analytischer Verfahren bestimmt werden, einschließlich verschiedene
Härtetestgeräte, SAXS-, SANS-, SPM-, DMA- und DSC Tm-Analyse,
oder durch theoretische Berechnungen bezüglich der Ausgangsmaterialien. In
der Praxis kann eine Kombination von Testverfahren den genauesten Wert liefern.
In Kissen der vorliegenden Erfindung gibt es unterscheidbare Regionen einer weichen
Phase, die ausreichend groß sind, innerhalb der größtenteils harten
Matrix, die sich um ein Teilchen verformen können, das Defekte an der Waferoberfläche
verursachen könnte.
Zusätzlich zu der Menge an harten Segmenten ist zur Festlegung
der Polierleistung auch das Verhältnis der unterscheidbaren weichen Phase zur
unterscheidbaren harten Phase wichtig. Zwischenphasenbereiche, bei denen harte und
weiche Segmente stärker gemischt sind, wie es sich durch AFM zeigt, wurden
für die Zwecke dieser Beschreibung von Berechnungen ausgeschlossen. Beispielsweise
weist die weiche Phase angrenzend an die harte Phase typischerweise eine Größe
auf, bei der das Verhältnis der durchschnittlichen Größe der unterscheidbaren
harten Phase zur durchschnittlichen Fläche der unterscheidbaren weichen Phase
kleiner als 1,6 ist. Beispielsweise kann das Verhältnis der durchschnittlichen
Fläche der harten Phase zur durchschnittlichen Fläche der weichen Phase
weniger als 1,5 betragen oder in einem Bereich von 0,75 bis 1,5 liegen. Darüber
hinaus weist die weiche Phase idealerweise eine durchschnittliche Länge von
mindestens 40 nm auf. Beispielsweise liegen typische durchschnittliche Längen
für die weiche Phase im Bereich von 40 bis 300 nm und 50 bis 200 nm.
Typische polymere Polierkissenmaterialien umfassen Polycarbonat, Polysulfon,
Nylon, Ethylen-Copolymere, Polyether, Polyester, Polyether-Polyester-Copolymere,
Acrylpolymere, Polymethylmethacrylat, Polyvinylchlorid, Polycarbonat, Polyethylen-Copolymere,
Polybutadien, Polyethylenimin, Polyurethane, Polyethersulfon, Polyetherimid, Polyketone,
Epoxyharze, Silikone, Copolymere davon und Gemische davon. Vorzugsweise ist das
polymere Material ein Polyurethan und insbesondere ist es ein unvernetztes Polyurethan.
Für die Zwecke dieser Beschreibung sind „Polyurethane„ Produkte,
die von difunktionellen oder polyfunktionellen Isocyanaten abgeleitet sind, wie
z.B. Polyetherharnstoffe, Polyisocyanurate, Polyurethane, Polyharnstoffe, Polyurethanharnstoffe,
Copolymere davon und Gemische davon.
Gegossene Polyurethan-Polierkissen sind zum Planarisieren von Halbleitersubstraten,
optischen Substraten und magnetischen Substraten geeignet. Die speziellen Poliereigenschaften
der Kissen ergeben sich zum Teil aus einem Vorpolymerreaktionsprodukt eines Vorpolymerpolyols
und eines polyfunktionellen Isocyanats. Das Vorpolymerprodukt wird
mit einem Härtungsmittel gehärtet, das aus der Gruppe, umfassend Polyamin-Härtungsmittel,
Polyol-Härtungsmittel, Alkoholamin-Härtungsmittel und Gemische davon,
ausgewählt ist, so dass ein Polierkissen gebildet wird. Es wurde gefunden,
dass das Steuern bzw. Einstellen des Verhältnisses des Härtungsmittels
zu nicht umgesetztem NCO in dem Vorpolymerreaktionsprodukt die Defektleistung des
Kissens während des Polierens verbessern kann.
Das Polymer ist zur Bildung nicht-poröser, poröser und gefüllter
Polierkissen effektiv. Für die Zwecke dieser Beschreibung umfassen Füllstoffe
für Polierkissen feste Teilchen, die während des Polierens entfernt werden
oder sich lösen, und flüssigkeitsgefüllte Teilchen oder Kügelchen.
Für die Zwecke dieser Beschreibung umfasst eine Porosität gasgefüllte
Teilchen, gasgefüllte Kügelchen und Hohlräume, die mit einem anderen
Mittel ausgebildet werden, wie z.B. durch mechanisches Einbringen eines Gases in
ein viskoses System zur Schaumbildung, durch Injizieren von Gas in die Polyurethanschmelze,
durch Einbringen von Gas in situ unter Verwendung einer chemischen Reaktion mit
einem gasförmigen Produkt oder durch Vermindern des Drucks, so dass gelöstes
Gas Blasen bildet. Die Polierkissen enthalten eine Porositäts- oder Füllstoffkonzentration
von mindestens 0,1 Vol.-%. Diese Porosität oder dieser Füllstoff trägt
zum Vermögen des Polierkissens bei, während des Polierens Polierfluide
zu übertragen. Vorzugsweise weist das Polierkissen eine Porositäts- oder
Füllstoffkonzentration von 0,2 bis 70 Vol.-% auf. Insbesondere weist das Polierkissen
eine Porositäts- oder Füllstoffkonzentration von 0,3 bis 65 Vol.-% auf.
Vorzugsweise weisen die Poren oder die Füllstoffteilchen einen gewichtsgemittelten
Durchmesser von 1 bis 100 &mgr;m auf. Insbesondere weisen die Poren oder die Füllstoffteilchen
einen gewichtsgemittelten Durchmesser von 10 bis 90 &mgr;m auf. Der Nennbereich
der gewichtsgemittelten Durchmesser von geschäumten, hohlen polymeren Mikrokügelchen
beträgt 15 bis 90 &mgr;m. Ferner kann eine Kombination einer hohen Porosität
mit einer geringen Porengröße einen besonderen Nutzen bei der Verminderung
von Defekten haben. Beispielsweise erleichtert eine Porengröße von 2 bis
50 &mgr;m, die 25 bis 65 Vol.-% der Polierschicht einnimmt, eine Verminderung
von Defekten. Ferner kann das Aufrechterhalten der Porosität zwischen 40 und
60% einen besonderen Nutzen im Hinblick auf Defekte haben. Zusätzlich ist die
Oxid:SiN-Selektivität häufig durch Einstellen des Porositätsniveaus
einstellbar, wobei höhere Porositätsniveaus eine niedrigere Oxidselektivität
ergeben.
Vorzugsweise ist das polymere Material ein Blockcopolmer oder segmentiertes
Copolymer, das sich in Phasen trennen kann, die reich an einem Block oder mehreren
Blöcken des Copolymers sind. Insbesondere ist das polymere Material ein Polyurethan.
Für die Zwecke dieser Beschreibung sind „Polyurethane„ Produkte,
die von difunktionellen oder polyfunktionellen Isocyanaten abgeleitet sind, wie
z.B. Polyetherharnstoffe, Polyesterharnstoffe, Polyisocyanurate, Polyurethane, Polyharnstoffe,
Polyurethanharnstoffe, Copolymere davon und Gemische davon. Ein Ansatz der Steuerung
der Poliereigenschaften eines Kissens besteht in der Veränderung von dessen
chemischer Zusammensetzung. Darüber hinaus beeinflusst die Auswahl von Ausgangsmaterialien
und des Herstellungsverfahrens die Polymermorphologie und die Endeigenschaften des
Materials, das zur Herstellung von Polierkissen verwendet wird.
Vorzugsweise umfasst die Urethanerzeugung die Herstellung eines Urethanvorpolymers
mit Isocyanat-Endgruppen aus einem polyfunktionellen aromatischen Isocyanat und
einem Vorpolymerpolyol. Für die Zwecke dieser Beschreibung umfasst der Begriff
Vorpolymerpolyol Diole, Polyole, Polyol-Diole, Copolymere davon und Gemische davon.
Vorzugsweise wird das Vorpolymerpolyol aus der Gruppe, umfassend Polytetramethylenetherglykol
[PTMEG], Polypropylenetherglykol [PPG], Polyole auf Esterbasis, wie z.B. Ethylen-
oder Butylenadipate, Copolymere davon und Gemische davon, ausgewählt. Beispiele
für polyfunktionelle aromatische Isocyanate umfassen 2,4-Toluoldiisocyanat,
2,6-Toluoldiisocyanat, 4,4'-Diphenylmethandiisocyanat, Naphthalin-1,5-diisocyanat,
Tolidindiisocyanat, para-Phenylendiisocyanat, Xylylendiisocyanat und Gemische davon.
Das polyfunktionelle aromatische Isocyanat enthält weniger als 20 Gew.-% aliphatische
Diisocyanate, wie z.B. 4,4''-Dicyclohexylmethandiisocyanat, Isophorondiisocyanat
und Cyclohexandiisocyanat. Vorzugsweise enthält das polyfunktionelle aromatische
Isocyanat weniger als 15 Gew.-% aliphatische Isocyanate und mehr bevorzugt weniger
als 12 Gew.-% aliphatische Isocyanate.
Beispiele für Vorpolymerpolyole umfassen Polyetherpolyole, wie
z.B. Poly(oxytetramethylen)glykol, Poly(oxypropylen)glykol und Gemische davon, Polycarbonatpolyole,
Polyesterpolyole, Polycaprolactonpolyole und Gemische davon. Die als Beispiele angegebenen
Polyole können mit Polyolen mit niedrigem Molekulargewicht gemischt werden,
einschließlich Ethylenglykol, 1,2-Propylenglykol, 1,3-Propylenglykol, 1,2-Butandiol,
1,3-Butandiol, 2-Methyl-1,3-propandiol, 1,4-Butandiol, Neopentylglykol, 1,5-Pentandiol,
3-Methyl-1,5-pentandiol, 1,6-Hexandiol, Diethylenglykol, Dipropylenglykol, Tripropylenglykol
und Gemische davon.
Vorzugsweise wird das Vorpolymerpolyol aus der Gruppe, umfassend Polytetramethylenetherglykol,
Polyesterpolyole, Polypropylenetherglykole, Polycaprolactonpolyole, Copolymere und
Gemische davon, ausgewählt. Wenn das Vorpolymerpolyol PTMEG,
ein Copolymer davon oder ein Gemisch davon ist, dann weist das Reaktionsprodukt
mit Isocyanat-Endgruppen vorzugsweise einen Gewichtsprozentsatz an nicht umgesetztem
NCO im Bereich von 8,0 bis 15,0 Gew.-% auf. Für Polyurethane, die mit PTMEG
oder PTMEG, das mit PPG gemischt ist, ausgebildet sind, ist der bevorzugte NCO-Gewichtsprozentsatz
ein Bereich von 8,75 bis 12,0 und der Bereich beträgt am meisten bevorzugt
8,75 bis 10,0. Spezielle Beispiele für Polyole der PTMEG-Familie sind wie folgt:
Terathane® 2900, 2000, 1800, 1400, 1000, 650 und 250 von Invista,
Polymeg® 2900, 2000, 1000, 650 von Lyondell, PolyTHF®
650, 1000, 2000 von BASF und Spezies mit niedrigerem Molekulargewicht, wie z.B.
1,2-Butandiol, 1,3-Butandiol und 1,4-Butandiol. Wenn das Vorpolymerpolyol ein PPG,
ein Copolymer davon oder ein Gemisch davon ist, dann weist das Reaktionsprodukt
mit Isocyanat-Endgruppen vorzugsweise einen Gewichtsprozentsatz an nicht umgesetztem
NCO im Bereich von 7,9 bis 15,0 Gew.-% auf. Spezielle Beispiele für PPG-Polyole
sind wie folgt: Arcol® PPG-425, 725, 1000, 1025, 2000, 2025, 3025
und 4000 von Bayer, Voranol® 1010L, 2000L und P400 von Dow, Desmophen®
1110BD, Acclaim® Polyol 12200, 8200, 6300, 4200, 2200, wobei es
sich bei beiden um Produktlinien von Bayer handelt. Wenn das Vorpolymerpolyol ein
Ester, ein Copolymer davon oder ein Gemisch davon ist, dann weist das Reaktionsprodukt
mit Isocyanat-Endgruppen insbesondere einen Gewichtsprozentsatz an nicht umgesetztem
NCO im Bereich von 6,5 bis 13,0 auf. Spezielle Beispiele für Esterpolyole sind
wie folgt: Millester 1, 11, 2, 23, 132, 231, 272, 4, 5, 510, 51, 7, 8, 9, 10, 16,
253 von Polyurethane Specialties Company, Inc., Desmophen®1700,
1800, 2000, 2001KS, 2001K2, 2500, 2501, 2505, 2601, PE65B von Bayer,
Rucoflex S-1021-70, S-1043-46, S-1043-55 von Bayer.
Typischerweise wird das Vorpolymerreaktionsprodukt mit einem Polyol-,
Polyamin-, Alkoholamin-Härtungsmittel oder einem Gemisch davon umgesetzt oder
gehärtet. Für die Zwecke dieser Beschreibung umfassen Polyamine Diamine
und andere multifunktionelle Amine. Beispiele für Polyamin-Härtungsmittel
umfassen aromatische Diamine oder Polyamine, wie z.B. 4,4''-Methylen-bis-o-chloranilin
[MBCA], 4,4''-Methylen-bis-(3-chlor-2,6-diethylanilin) [MCDEA], Dimethylthiotoluoldiamin,
Trimethylenglykol-di-p-aminobenzoat, Polytetramethylenoxid-di-p-aminobenzoat, Polytetramethylenoxid-mono-p-aminobenzoat,
Polypropylenoxid-di-p-aminobenzoat, Polypropylenoxid-mono-p-aminobenzoat, 1,2-Bis(2-aminophenylthio)ethan,
4,4'-Methylen-bis-anilin, Diethyltoluoldiamin, 5-tert-Butyl-2,4- und 3-tert-Butyl-2,6-toluoldiamin,
5-tert-Amyl-2,4- und 3-tert-Amyl-2,6-toluoldiamin und Chlortoluoldiamin. Gegebenenfalls
ist es möglich, Urethanpolymere für Polierkissen mit einem einzelnen Mischschritt
herzustellen, der die Verwendung von Vorpolymeren vermeidet.
Die Komponenten des Polymers, das zur Herstellung des Polierkissens
verwendet wird, werden vorzugsweise so ausgewählt, dass die resultierende Kissenmorphologie
stabil und leicht reproduzierbar ist. Beispielsweise ist es beim Mischen von 4,4''-Methylen-bis-o-chloranilin
[MBCA] mit Diisocyanat zur Bildung von Polyurethanpolymeren häufig vorteilhaft,
die Konzentrationen von Monoamin, Diamin und Triamin einzustellen. Die Einstellung
des Verhältnisses von Mono-, Di- und Triaminen trägt zum Aufrechterhalten
des chemischen Verhältnisses und des resultierenden Molekulargewichts des Polymers
innerhalb eines einheitlichen Bereichs bei. Darüber hinaus ist es häufig
wichtig, Additive, wie z.B. Antioxidationsmittel, und Verunreinigungen, wie z.B.
Wasser, für eine einheitliche Herstellung zu kontrollieren. Da beispielsweise
Wasser mit Isocyanat unter Bildung von gasförmigem Kohlendioxid reagiert, kann
die Kontrolle der Wasserkonzentration die Konzentration an Kohlendioxidblasen beeinflussen,
die Poren in der polymeren Matrix bilden. Die Reaktion von Isocyanat mit hinzukommendem
Wasser vermindert auch das verfügbare Isocyanat für die Umsetzung mit
einem Kettenverlängerungsmittel und ändert so die Stöchiometrie zusammen
mit dem Vernetzungsniveau (wenn ein Überschuss an Isocyanatgruppen vorliegt)
und dem resultierenden Molekulargewicht des Polymers.
Das polymere Polyurethanmaterial wird vorzugsweise aus einem Vorpolymerreaktionsprodukt
aus Toluoldiisocyanat und Polytetramethylenetherglykol mit einem aromatischen Diamin
gebildet. Insbesondere ist das aromatische Diamin 4,4''-Methylen-bis-o-chloranilin
oder 4,4''-Methylen-bis-(3-chlor-2,6-diethylanilin). Vorzugsweise weist das Vorpolymerreaktionsprodukt
6,5 bis 15,0 Gew.-% an nicht umgesetztem NCO auf. Beispiele für geeignete Vorpolymere
innerhalb dieses Bereichs von nicht umgesetztem NCO umfassen: Airthane®-Vorpolymere
PET-70HD, PHP-70D, PET-75D, PHP-75D, PPT-75D, PHP-80D, die von Air Products and
Chemicals, Inc. hergestellt werden, und Adiprene®-Vorpolymere, LFG740D,
LF700D, LF750D, LF751D, LF753D, L325, die von Chemtura hergestellt werden. Darüber
hinaus können Gemische anderer Vorpolymere neben den vorstehend genannten Polymeren
verwendet werden, um als Ergebnis eines Mischens geeignete Konzentrationsprozentsätze
an nicht umgesetztem NCO zu erreichen. Viele der vorstehend genannten Vorpolymere,
wie z.B. LFG740D, LF700D, LF750D, LF751D und LF753D, sind Vorpolymere mit einem
niedrigem Gehalt an freiem Isocyanat, die weniger als 0,1 Gew.-% freies TDI-Monomer
und eine einheitlichere Molekulargewichtsverteilung des Vorpolymers aufweisen als
herkömmliche Vorpolymere, und erleichtern so die Bildung von Polierkissen mit
hervorragenden Poliereigenschaften. Diese verbesserte Einheitlichkeit des Molekulargewichts
des Vorpolymers und der niedrige Gehalt an freiem Isocyanat ergeben eine regelmäßigere
Polymerstruktur und tragen zu einer verbesserten Konsistenz des Polierkissens bei.
Für die meisten Vorpolymere beträgt der Gehalt an freiem
Isocyanatmonomer vorzugsweise unter 0,5 Gew.-%. Ferner sollten „herkömmliche„
Vorpolymere, die typischerweise höhere Reaktionsniveaus (d.h. mehr als ein
Polyol, das an jedem Ende mit einem Diisocyanat verkappt ist) und höhere Konzentrationen
an freiem Toluoldiisocyanatvorpolymer aufweisen, entsprechende Ergebnisse erzeugen.
Darüber hinaus erleichtern Polyoladditive mit niedrigem Molekulargewicht, wie
z.B. Diethylenglykol, Butandiol und Tripropylenglykol, die Steuerung des Gewichtsprozentsatzes
an nicht umgesetztem NCO in dem Vorpolymerreaktionsprodukt.
Zusätzlich zur Einstellung des Gewichtsprozentsatzes an nicht
umgesetztem NCO weist das Reaktionsprodukt aus Härtungsmittel und Vorpolymer
typischerweise ein stöchiometrisches Verhältnis von OH oder NH2
zu nicht umgesetztem NCO von 90 bis 125%, vorzugsweise von 97 bis 125% auf, und
insbesondere weist es ein stöchiometrisches Verhältnis von OH oder NH2
zu nicht umgesetztem NCO von mehr als 100 bis 120% auf. Beispielsweise stellen Polyurethane,
die mit einem nicht umgesetzten NCO in einem Bereich von 101 bis 115% gebildet werden,
hervorragende Ergebnisse bereit. Diese Stöchiometrie könnte entweder direkt
durch Bereitstellen der stöchiometrischen Konzentrationen der Ausgangsmaterialien,
oder indirekt durch Umsetzen eines Teils des NCO mit Wasser entweder absichtlich
oder durch Aussetzen gegenüber hinzugekommener Feuchtigkeit erreicht werden.
Wenn das Polierkissen ein Polyurethanmaterial ist, dann weist das
Polierkissen vorzugsweise eine Dichte von 0,4 bis 1,3 g/cm3 auf. Insbesondere
weisen Polyurethanpolierkissen eine Dichte von 0,5 bis 1,25 g/cm3 auf.
BeispieleBeispiel 1
Die polymeren Kissenmaterialien wurden durch Mischen verschiedener
Mengen an Isocyanaten als Urethanvorpolymere mit 4,4''-Methylen-bis-o-chloranilin
[MBCA] bei 50°C für das Vorpolymer und 116°C für MBCA hergestellt.
Insbesondere stellten verschiedene Vorpolymere von Toluoldiisocyanat [TDI] mit Polytetramethylenetherglykol
[PTMEG] Polierkissen mit verschiedenen Eigenschaften bereit. Das Urethan/polyfunktionelles
Amin-Gemisch wurde mit den hohlen polymeren Mikrokügelchen (EXPANCEL®
551DE20d60 oder 551DE40d42, von Akzo Nobel hergestellt) entweder vor oder nach dem
Mischen des Vorpolymers mit dem Kettenverlängerungsmittel gemischt. Die Mikrokügelchen
hatten einen gewichtsgemittelten Durchmesser von 15 bis 50 &mgr;m mit einem Bereich
von 5 bis 200 &mgr;m und wurden bei etwa 3600 U/min unter Verwendung eines Mischers
mit hoher Scherung gemischt, um die Mikrokügelchen in dem Gemisch gleichmäßig
zu verteilen. Das fertiggestellte Gemisch wurde in eine Form überführt
und etwa 15 min gelieren gelassen.
Die Form wurde dann in einem Härtungsofen angeordnet und die
Härtung wurde mit dem folgenden Zyklus durchgeführt: 30 min ansteigend
von Umgebungstemperatur auf einen eingestellten Punkt von 104°C, 15,5 Stunden
bei 104°C und zwei Stunden mit einem auf 21°C verminderten eingestellten
Punkt. Der Formgegenstand wurde dann in dünne Blätter „gespalten„
und Makrokanäle oder Rillen wurden in die Oberfläche bei Raumtemperatur
durch Bearbeiten eingebracht. Ein Spalten bei höheren Temperaturen kann die
Oberflächenrauheit verbessern. Gemäß den Tabellen stellen die Proben
1 bis 3 Polierkissen der Erfindung dar und die Proben A bis J stellen Vergleichsbeispiele
dar.
Tabelle 1
Alle Proben enthielten AdipreneTM LF750D-Urethanvorpolymer von Chemtura
– die Formulierung enthält ein Gemisch aus TDI und
PTMEG. Die Konditionierung von Kissenproben durch Einbringen der Kissenproben in
50% relative Feuchtigkeit für 5 Tage bei 25°C vor dem Testen verbesserte
die Reproduzierbarkeit der Zugtests.
Die Tabelle 1 veranschaulicht die Bruchdehnung von Polyurethanen,
die mit verschiedenen stöchiometrischen Verhältnissen und variierten Mengen
an polymeren Mikrokügelchen gegossen worden sind. Die verschiedenen stöchiometrischen
Verhältnisse steuern das Ausmaß der Vernetzung des Polyurethans. Ferner
verschlechtert dass Erhöhen der Menge an polymeren Mikrokügelchen im Allgemeinen
die physikalischen Eigenschaften, verbessert jedoch die Polierdefektleistung. Die
resultierende Bruchdehnungseigenschaft der gefüllten Materialien scheint keinen
klaren Indikator für die Polierleistung darzustellen. Die Werte des Quellens
der Probe in N-Methylpyrrolidon zeigten, dass der Quellungsgrad ein Indikator für
die Polierleistung einer Formulierung ist. Formulierungen mit Quellungswerten von
1,67 oder mehr (Verhältnis des Durchmessers des gequollenen Materials zum anfänglichen
Durchmesser) stellen verbesserte Polierergebnisse bereit (und Material kann sich
tatsächlich lösen). Probenquellungswerte, die zu niedrig waren, waren
ein starker Indikator dafür, dass die Formulierungen eine schlechte Polierleistung
aufweisen. Proben, die sich in dem N-Methylpyrrolidon lösten, stellten jedoch
sowohl akzeptable als auch inakzeptable Polierergebnisse bereit – es handelt
sich damit um keinen klaren Indikator für die Polierergebnisse.
Die nachstehende Tabelle 2 stellt eine Reihe von Polyurethanen bereit,
die mit verschiedenen Mengen an NCO bei Stöchiometrien von 85, 95 und 105%
gegossen worden sind.
Tabelle 2
Die Proben enthielten AdipreneTM LF600D, LF750D, LF751D, LF753D,
LF950A Urethan TDI-PTMEG-Vorpolymer von Chemtura oder Adiprene L325 H12MDI/TDI-PTMEG-Vorpolymer
von Chemtura. DMA-Daten legten nahe, dass einige Proben kleine Mengen von PPG und
von PTMEG enthalten können.
Das Vorpolymer wurde unter Stickstoffgas erwärmt, um die Viskosität
zu senken, und dann wurde es per Hand mit MBCA bei dem gewünschten Härtungsmittel:NCO-Verhältnis
gemischt und entgast. Proben wurden dann per Hand als 1/16'' (1,6 mm) dicke Plättchen
gegossen. Das gegossene Material wurde dann 16 Stunden bei 100°C in einem Ofen
gehalten, um die Härtung zu vervollständigen. Schenkel-Weiterreißproben
wurden direkt in eine Form gegossen, anstelle mit einem Stanzwerkzeug geschnitten
zu werden, und waren etwas dicker, als es in ASTM D1938-02 angegeben ist.
Beispiel 2
Die 2A bis 2D
veranschaulichen vier Polyurethanproben, die unter Verwendung von SPM-Techniken
einer Bildgebung unterzogen worden sind. Diese Techniken wurden modifiziert, um
die Unterschiede in verschiedenen Regionen der Proben auf der Basis ihrer Härte
zu verstärken, wodurch die harten und weichen Phasen mittels Bildgebung dargestellt
werden konnten. Zur Durchführung des Experiments wurde eine FESP-Spitze mit
einer niedrigen Federkonstante verwendet, um eine zusätzliche Empfindlichkeit
bereitzustellen. Alle Probenuntersuchungsparameter wurden während des Experiments
für alle analysierten Proben konstant gehalten. Zur Aufnahme der Bilder wurde
ein Einstellpunktverhältnis von 0,8 gewählt. Die zwei Bilder für
jede Probe zeigen die Phasenverteilung der Probe auf der linken Seite und die entsprechende
Topographie für die gleiche Region auf der rechten Seite.
Die 2a und 2b
(Proben 1 und 2) entsprechen Polyurethanen mit einer unterscheidbaren Zweiphasenstruktur
aus einer harten Phase und einer weichen Phase, wobei das Verhältnis der reinsten
harten Phase zur reinsten weichen Phase < 1,6 beträgt. Die 2c
(Probe B) weist keine unterscheidbare Zweiphasenstruktur auf. Die 2d
(Probe H) weist keine ausreichende reinste weiche Phase relativ zu der Menge der
reinsten harten Phase auf, die erforderlich ist, um die Reißfestigkeit zu erhöhen.
Bereiche, die durch den hellsten Bereich für die reinsten harten
Phasen und die dunkelsten Bereiche für die reinsten weichen Phasen definiert
sind, wurde zu den am nächsten befindlichen 1/16 Zoll in jeder Richtung der
2a bis 2d gemessen. [Regionen
mit gemischten harten und weichen Segmenten, die sich durch eine Grauschattierung
zwischen den Extremen von Hell und Dunkel zeigen, wurden von den Messungen und Berechnungen
ausgeschlossen.] Die Messwerte wurden dann unter Verwendung des Umrechnungsfaktors
1/16 Zoll = 12,5 nm in Nanometer umgerechnet. Die kürzeste Abmessung und die
längste Abmessung wurden miteinander multipliziert, um einen Näherungswert
für die Fläche mit den reinsten harten und den reinsten weichen Phasen
zu erhalten. Die Tabellen 3A bis 3D entsprechen den 2a
bis 2d.
Tabelle 3ATabelle 3BTabelle 3CTabelle 3D
Die Werte wurden dann für jede Probe aufsummiert und das Verhältnis
der Summe der reinsten harten Phase zur Summe der reinsten weichen Phase wurde gemäß
der Tabelle 3E bestimmt.
Tabelle 3E
Für die Proben der Erfindung betrug das Flächenverhältnis der Summe
der reinsten harten Phase zur Summe der reinsten weichen Phase < 1,6. Tabelle 4
Die Tabelle 4 zeigt die Peakschmelztemperatur des harten Segments,
die Schmelzwärme des Materials in J/g, den berechneten Prozentsatz des harten
Segments und das berechnete J/g des harten Segments. Proben wurden auf einem Q1000
V9.4 DSC von TA Instruments unter Verwendung der Standardzelle mit einer anfänglichen
Äquilibrierung bei –90°C, isothermem Halten für 5 min und
dann einem 10°C/min-Anstieg von –90 bis 300°C analysiert. Ein Satz
von Proben wurde im Herstellungszustand getestet, während der andere Satz von
Proben vor dem Testen 5 Tage in der Temperatur/Feuchtigkeitskammer gehalten wurde.
Proben der Erfindung zeigten höhere Peakschmelztemperaturen und
höhere Schmelzwärmen in J/g der Probe, sowie höhere Schmelzwärmen
in J/berechnetem Gramm des harten Segments. Sowohl die höhere Peakschmelztemperatur
als auch die höhere Schmelzwärme sind Hinweise für eine höhere
Reinheit der harten Phase. Analog dazu kann davon ausgegangen werden, dass die Regionen
des weichen Segments reiner und größer sind.
Die 3 veranschaulicht das Testverfahren
zur Berechnung der DSC Tm- und Schmelzwärmedaten. Die „Peak„-Fläche
wurde unter Verwendung des Universal Analysis 2000 von TA Instruments mit der linearen
Grundlinienanpassung für den Peakintegrationsalgorithmus berechnet. Endpunkte
wurden manuell in relativ gerade Bereiche auf jeder Seite des „Peaks„
eingesetzt, wobei die Untergrenze nahe bei 185°C und die Obergrenze nahe bei
240°C lag. Das „Peak„-Maximum und die „Peak„-Flächenwerte
wurden dann durch die Software berechnet.
Die Tabelle 5 zeigt die Zug- und Reißeigenschaften von ungefüllten
Elastomermassen, die aus verschiedenen Adiprene-Polyurethanvorpolymeren und MBCA
hergestellt worden sind. Wie bei den gefüllten Materialien ist die Bruchdehnung
kein klarer Indikator für die Polierleistung. Die Reißfestigkeit korreliert
jedoch mit einer Polierleistung mit geringen Defekten, wobei eine hohe Reißfestigkeit
geringe Defekte ergibt.
Tabelle 5
* zeigt, dass die Werte von Chemtura-Literatur stammen.
Beispiel 3
Kissen mit einer Dicke von 80 mil (2,0 mm) und einem Durchmesser von
22,5 Zoll (57 cm) wurden aus Kuchen geschnitten, die mit dem Verfahren von Beispiel
1 hergestellt worden sind. Die Kissen umfassten ein kreisförmiges Rillenmuster
mit einer Breite von 20 mil (0,51 mm), einer Tiefe von 30 mil (0,76 mm) und einem
Abstand von 70 mil (1,8 mm) mit einem SP2150-Polyurethanunterkissen. Das Polieren
mit einem SpeedFam-IPEC 472-Werkzeug auf der Platte 1 bei 5 psi (34,5 kPa), einer
Plattengeschwindigkeit von 75 U/min und einer Trägergeschwindigkeit von 50
U/min stellte Vergleichspolierdaten für die verschiedenen Kissen bereit. Das
Polieren wurde auch mit einer Kinik CG181060-Diamantkonditioniervorrichtung durchgeführt.
Die Testwafer umfassten TEOS-Plattenwafer, Siliziumnitrid-Plattenwafer und 1 NDP
MIT-Strukturwafer zur Messung der Planarisierung einer Ceroxidenthaltenden CelexisTM
CX2000A-Aufschlämmung von Rohm and Haas Electronic Materials CMP Technologies. Tabelle 6
Konditionieren von Probenkissen durch Einbringen der Probenkissen in 50% relative
Feuchtigkeit für 5 Tage bei 25°C vor dem Testen und Stapeln von sechs
50 mil (1,3 mm)-Proben verbesserte die Reproduzierbarkeit der Shore D-Härtetests
gemäß ASTM D2240-05 und der Dichte gemäß ASTM 1622-03.
Die Tabelle 6 zeigt die Formulierungen mit ihren stöchiometrischen
Verhältnissen von Kettenverlängerungsmittel zu Isocyanat, die Porengröße
und -konzentration und die resultierenden Dichten und Shore D-Härten. Die Poren
mit kleiner und mittlerer Größe wurden in verschiedenen Gewichtsanteilen
zugesetzt, um die gleiche Volumenbeladung zu erreichen, wie sie durch die berechneten
Porenvolumina und die gemessenen Formulierungsdichten gezeigt ist.
Die Tabelle 7 umfasst die metrologischen Opti-Probe 2600-Daten für
TEOS- und SiN-Entfernungsdaten, die nach dem Polieren der Wafer mit den experimentellen
Kissenformulierungen und CelexisTM CX2000 auf der Platte 1, gefolgt von
einem Polieren auf der Platte 2 mit einem poromeren PolitexTM-Polyurethanpolierkissen
von Rohm and Haas Electronic Materials CMP Inc., erzeugt worden sind. Rattermarken
und Kratzer wurden unter Verwendung des CompassTM 300 mit SEMVisionTM
G2-Bewertung nach dem HF-Ätzen von Wafern zur Entfernung von etwa 500 Å
SiN von der Waferoberfläche, das eine Kontamination mit Ceroxidteilchen entfernt
und Defekte „dekoriert„, so dass sie besser sichtbare werden, quantifiziert. Tabelle 7
Diese Daten veranschaulichen, dass mit den erfindungsgemäßen
Polierkissen mit hoher Reißfestigkeit viel niedriger Defektniveaus möglich
sind. Dieses Ergebnis ist mit Formulierungen, bei denen die kleinen Poren eingesetzt
werden, besonders ausgeprägt. Darüber hinaus kann mit den Kissen dieser
Erfindung ein breiter Bereich von TEOS/SiN-Selektivitäten erreicht werden.
Anspruch[de]
Polierkissen, das zum Planarisieren von mindestens einem von Halbleitersubstraten,
optischen Substraten und magnetischen Substraten geeignet ist, wobei das Polierkissen
eine polymere Matrix umfasst, wobei die polymere Matrix eine obere Polieroberfläche
aufweist, wobei die obere Polieroberfläche polymere Poliervorwölbungen
aufweist oder bei/nach einer Konditionierung mit einem Schleifmittel polymere Poliervorwölbungen
bildet, wobei sich die polymeren Poliervorwölbungen von der polymeren Matrix
erstrecken und ein Abschnitt der oberen Polieroberfläche sind, der ein Substrat
kontaktieren kann, wobei das Polierkissen zusätzliche polymere Poliervorwölbungen
aus der polymeren Matrix durch einen Verschleiß oder durch Konditionieren der
oberen Polieroberfläche bildet, und die polymeren Poliervorwölbungen aus
einem polymeren Material mit mindestens 45 Gew.-% eines harten Segments und mit
einer maximalen Zugfestigkeit der Materialmasse von mindestens 6500 psi (44,8 MPa)
ausgebildet sind und die polymere Matrix eine Zweiphasenstruktur mit einer harten
Phase und einer weichen Phase aufweist, wobei die Zweiphasenstruktur ein Verhältnis
der durchschnittlichen Fläche der harten Phase zur durchschnittlichen Fläche
der weichen Phase von weniger als 1,6 aufweist.Polierkissen nach Anspruch 1, wobei die polymere Matrix 50 bis 80 Gew.-%
hartes Segment aufweist.Polierkissen nach Anspruch 1 oder 2, wobei die polymere Matrix ein Polymer
umfasst, das von difunktionellen oder polyfunktionellen Isocyanaten abgeleitet ist
und das polymere Poly-urethan mindestens eines umfasst, das aus Polyetherharnstoffen,
Polyisocyanuraten, Poly-urethanen, Polyharnstoffen, Polyurethanharnstoffen, Copolymeren
davon und Gemischen davon ausgewählt ist.Polierkissen nach Anspruch 3, wobei die polymere Matrix aus dem Produkt
der Umsetzung eines Härtungsmittels und eines Polymers mit Isocyanat-Endgruppen
ausgebildet ist, wobei das Härtungsmittel ein Amin-Härtungsmittel enthält,
welches das Reaktionsprodukt mit Isocyanat-Endgruppen härtet, und das Reaktionsprodukt
mit Isocyanat-Endgruppen ein stöchiometrisches Verhältnis von NH2
zu NCO von mehr als 100 bis 125% aufweist.Polierkissen nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei die weiche
Phase eine durchschnittliche Länge, die im Querschnitt gemessen ist, von mindestens
40 nm aufweist.Polierkissen, das zum Planarisieren von mindestens einem von Halbleitersubstraten,
optischen Substraten und magnetischen Substraten geeignet ist, wobei das Polierkissen
eine polymere Matrix umfasst, wobei die polymere Matrix eine obere Polieroberfläche
aufweist, wobei die obere Polieroberfläche polymere Poliervorwölbungen
aufweist oder bei/nach einer Konditionierung mit einem Schleifmittel polymere Poliervorwölbungen
bildet, wobei sich die polymeren Poliervorwölbungen von der polymeren Matrix
erstrecken und ein Abschnitt der oberen Polieroberfläche sind, der ein Substrat
kontaktieren kann, wobei das Polierkissen zusätzliche polymere Poliervorwölbungen
aus der polymeren Matrix durch einen Verschleiß oder durch Konditionieren der
oberen Polieroberfläche bildet, wobei die polymere Matrix ein Polymer umfasst,
das von difunktionellen oder polyfunktionellen Isocyanaten abgeleitet ist und das
polymere Polyurethan mindestens eines umfasst, das von Polyetherharnstoffen, Polyisocyanuraten,
Polyurethanen, Polyharnstoffen, Polyurethanharnstoffen, Copolymeren davon und Gemischen
davon ausgewählt ist, wobei die polymeren Poliervorwölbungen aus einem
polymeren Material mit 50 bis 80 Gew.-% eines harten Segments und mit einer maximalen
Zugfestigkeit der Materialmasse von 6500 bis 14000 psi (44,8 bis 96,5 MPa) ausgebildet
sind und die polymere Matrix eine Zweiphasenstruktur mit einer harten Phase und
einer weichen Phase aufweist, wobei die Zweiphasenstruktur ein Verhältnis der
durchschnittlichen Fläche der harten Phase zur durchschnittlichen Fläche
der weichen Phase von weniger als 1,6 aufweist.Polierkissen nach Anspruch 6, wobei die Schmelzwärme 25 bis 50
J/g beträgt.Polierkissen, das zum Planarisieren von mindestens einem von Halbleitersubstraten,
optischen Substraten und magnetischen Substraten geeignet ist, wobei das Polierkissen
eine polymere Matrix umfasst, wobei die polymere Matrix eine obere Polieroberfläche
aufweist, wobei die obere Polieroberfläche polymere Poliervorwölbungen
aufweist oder bei/nach einer Konditionierung mit einem Schleifmittel polymere Poliervorwölbungen
bildet, wobei sich die polymeren Poliervorwölbungen von der polymeren Matrix
erstrecken und der Abschnitt der oberen Polieroberfläche sind, der ein Substrat
kontaktieren kann, wobei die Polymermatrix mindestens 45 Gew.-% eines harten Segments
und ein Polymer, das aus Polyetherharnstoffen, Polyisocyanuraten, Polyurethanen,
Polyharnstoffen, Polyurethanharnstoffen, Copolymeren davon und Gemischen davon ausgewählt
ist, wobei die polymere Matrix eine Zweiphasenstruktur aufweist, und ein Polymer,
das von difunktionellen oder polyfunktionellen Isocyanaten und PTMEG oder einem
PTMEG/PPG-Gemisch abgeleitet ist, das 8,75 bis 12 Gew.-% nicht umgesetztes NCO mit
einem stöchiometrischen Verhältnis von OH oder NH2 zu nicht
umgesetztem NCO von 97 bis 125% aufweist, enthält.Polierkissen nach Anspruch 8, wobei die polymere Matrix eine DSC-Schmelzwärme
von mindestens 25 J/g aufweist.Polierkissen nach Anspruch 8 oder 9, das eine Porosität von 25
bis 65 Vol.-% innerhalb der Polymermatrix umfasst und einen durchschnittlichen Porendurchmesser
von 2 bis 50 &mgr;m aufweist.