Das Polierkissen ist zum Planarisieren von mindestens einem von Halbleitersubstraten, optischen Substraten und magnetischen Substraten geeignet. Das Polierkissen umfasst eine polymere Matrix, die eine obere Polieroberfläche aufweist, und die obere Polieroberfläche weist polymere Poliervorwölbungen auf oder bildet bei einer Konditionierung mit einem Schleifmittel polymere Poliervorwölbungen. Die polymeren Poliervorwölbungen erstrecken sich von der polymeren Matrix und stellen den Abschnitt der oberen Polieroberfläche dar, der ein Substrat während des Polierens kontaktieren kann. Die polymeren Poliervorwölbungen sind aus einem polymeren Material mit einer maximalen Zugfestigkeit der Materialmasse von mindestens 6500 psi (44,8 MPa) und einer Reißfestigkeit der Materialmasse von mindestens 250 Pfund/Zoll (4,5 x 103 g/mm) ausgebildet.
Beschreibung[de]
Diese Erfindung betrifft Polierkissen, die zum Polieren und Planarisieren
von Substraten, wie z.B. Halbleitersubstraten oder Magnetscheiben, geeignet sind.
Polymere Polierkissen, wie z.B. Polyurethan-, Polyamid-, Polybutadien-
und Polyolefin-Polierkissen, sind käufliche Materialien für die Substratplanarisierung
in der sich rasch entwickelnden Elektronikindustrie. Substrate für die Elektronikindustrie,
die eine Planarisierung erfordern, umfassen Siliziumwafer, strukturierte Wafer,
Flachbildschirme und Magnetspeicherscheiben. Zusätzlich zur Planarisierung
ist es erforderlich, dass das Polierkissen keine übermäßige Anzahl
von Defekten, wie z.B. Kratzer oder andere Waferungleichmäßigkeiten, einführt.
Ferner stellt der anhaltende Fortschritt in der Elektronikindustrie größere
Anforderungen an das Planarisierungs- und Defektvermögen von Polierkissen.
Beispielsweise umfasst die Herstellung eines Halbleiters typischerweise
mehrere Verfahren des chemisch-mechanischen Planarisierens (CMP). In jedem CMP-Verfahren
entfernt ein Polierkissen in Kombination mit einer Polierlösung, wie z.B. einer
Schleifmittel-enthaltenden Polieraufschlämmung oder einer Schleifmittel-freien
reaktiven Flüssigkeit, überschüssiges Material in einer Weise, so
dass eine Planarisierung stattfindet oder die Ebenheit für den Empfang einer
nachfolgenden Schicht aufrechterhalten wird. Das Stapeln dieser Schichten bildet
eine Kombination in einer Weise, so dass eine integrierte Schaltung gebildet wird.
Die Herstellung dieser Halbleitervorrichtungen wird aufgrund von Anforderungen für
Vorrichtungen mit höheren Betriebsgeschwindigkeiten, geringeren Leckströmen
und vermindertem Energieverbrauch immer komplexer. Bezüglich der Vorrichtungsarchitektur
bedeutet dies feinere Geometrien und eine erhöhte Anzahl von Metallisierungsniveaus.
Diese immer strengeren Vorrichtungsgestaltungsanforderungen treiben den Einsatz
immer kleinerer Linienabstände mit einer entsprechenden Zunahme der Strukturdichte
voran. Der kleinere Maßstab der Vorrichtungen und die erhöhte Komplexität
haben zu höheren Anforderungen bezüglich der CMP-Verbrauchsmaterialien,
wie z.B. Polierkissen und Polierlösungen, geführt. Darüber hinaus
werden mit abnehmender Merkmalsgröße integrierter Schaltungen die CMP-induzierten
Defekte, wie z.B. ein Verkratzen, zu einem größeren Problem. Ferner erfordert
die abnehmende Filmdicke integrierter Schaltungen Verbesserungen bei den Defekten,
während gleichzeitig einem Wafersubstrat eine akzeptable Topographie verliehen
wird. Diese Topographieanforderungen verlangen immer striktere Polierspezifikationen
bezüglich der Planarität, des Linien-Dishings und der Erosion von kleinen
Merkmalsanordnungen.
In der Vergangenheit haben gegossene Polyurethan-Polierkissen die
mechanische Integrität und chemische Beständigkeit für die meisten
Poliervorgänge bereitgestellt, die zur Herstellung integrierter Schaltungen
verwendet worden sind. Beispielsweise weisen Polyurethan-Polierkissen eine ausreichende
Zugfestigkeit, um einem Reißen zu widerstehen, eine ausreichende Abriebbeständigkeit
zum Vermeiden von Verschleißproblemen während des Polierens und eine ausreichende
Stabilität auf, um einem Angriff durch stark saure und stark kaustische Polierlösungen
zu widerstehen. Leider neigen die harten, gegossenen Polyurethan-Polierkissen, die
zu einer Verbesserung der Planarisierung neigen, auch zu einer Verstärkung
von Defekten.
James et al. beschreiben im US-Patent mit der Veröffentlichungsnummer
2005/0079806 eine Familie harter Polyurethan-Polierkissen mit einem Planarisierungsvermögen
entsprechend IC1000TM-Polyurethan-Polierkissen, jedoch mit einer verbesserten
Defektleistung – IC ist eine Marke von Rohm and Haas Company oder deren Tochtergesellschaften.
Leider variiert die Polierleistung, die mit dem Polierkissen von James et al. erreicht
wird, mit dem Poliersubstrat und den Polierbedingungen. Beispielsweise haben diese
Polierkissen nur begrenzte Vorteile beim Polieren von Siliziumoxid/Siliziumnitrid-Anwendungen,
wie z.B. bei Polieranwendungen bei einer direkten flachen Grabenisolation (STI).
Für die Zwecke dieser Beschreibung bezieht sich Siliziumoxid auf Siliziumoxid,
Siliziumoxidverbindungen und dotierte Siliziumoxidformulierungen, die zur Bildung
von Dielektrika in Halbleitervorrichtungen geeignet sind, und Siliziumnitrid bezieht
sich auf Siliziumnitride, Siliziumnitridverbindungen und dotierte Siliziumnitridformulierungen,
die für Halbleiteranwendungen geeignet sind. Diese Siliziumverbindungen, die
zum Erzeugen von Halbleitervorrichtungen geeignet sind, entwickeln sich fortgesetzt
in unterschiedliche Richtungen. Spezifische Arten dielektrischer Oxide, die verwendet
werden, umfassen die folgenden: TEOS, das durch die Zersetzung von Tetraethylorthosilikaten
gebildet wird, HDP („Plasma mit hoher Dichte„) und SACVD („subatmosphärische
chemische Dampfabscheidung„). Es gibt einen fortlaufenden Bedarf für
zusätzliche Polierkissen, die ein überlegenes Planarisierungsvermögen
in einer Kombination mit einer verbesserten Defektleistung aufweisen. Insbesondere
gibt es einen Bedarf für Polierkissen, die zum Polieren von Oxid/SiN mit einer
verbesserten Kombination aus Planarisierungs- und Defektpolierleistung geeignet
sind.
Ein Aspekt der Erfindung stellt ein Polierkissen bereit, das zum Planarisieren
von mindestens einem von Halbleitersubstraten, optischen Substraten
und magnetischen Substraten geeignet ist, wobei das Polierkissen eine polymere Matrix
umfasst, wobei die polymere Matrix eine obere Polieroberfläche aufweist, wobei
die obere Polieroberfläche polymere Poliervorwölbungen aufweist oder bei/nach
einer Konditionierung mit einem Schleifmittel polymere Poliervorwölbungen bildet,
wobei sich die polymeren Poliervorwölbungen von der polymeren Matrix erstrecken
und ein Abschnitt der oberen Polieroberfläche sind, der ein Substrat während
des Polierens kontaktieren kann, wobei das Polierkissen zusätzliche polymere
Poliervorwölbungen aus der polymeren Matrix durch einen Verschleiß oder
durch Konditionieren der oberen Polieroberfläche bildet, und die polymeren
Poliervorwölbungen aus einem polymeren Material mit einer maximalen Zugfestigkeit
der Materialmasse von mindestens 6500 psi (44,8 MPa) und einer Reißfestigkeit
der Materialmasse von mindestens 250 Pfund/Zoll (4,5 × 103 g/mm)
ausgebildet sind.
Ein zweiter Aspekt der Erfindung stellt ein Polierkissen bereit, das
zum Planarisieren von mindestens einem von Halbleitersubstraten, optischen Substraten
und magnetischen Substraten geeignet ist, wobei das Polierkissen eine polymere Matrix
umfasst, wobei die polymere Matrix eine obere Polieroberfläche aufweist, wobei
die obere Polieroberfläche polymere Poliervorwölbungen aufweist oder bei/nach
einer Konditionierung mit einem Schleifmittel polymere Poliervorwölbungen bildet,
wobei sich die polymeren Poliervorwölbungen von der polymeren Matrix erstrecken
und der Abschnitt der oberen Polieroberfläche sind, der ein Substrat während
des Polierens kontaktieren kann, wobei die polymere Matrix ein Polymer umfasst,
das von difunktionellen oder polyfunktionellen Isocyanaten abgeleitet ist und das
Polymer mindestens eines umfasst, das von Polyetherharnstoffen, Polyisocyanuraten,
Polyurethanen, Polyharnstoffen, Polyurethanharnstoffen, Copolymeren davon und Gemischen
davon ausgewählt ist, wobei die polymere Matrix eine maximale Zugfestigkeit
der Materialmasse von 6500 bis 14000 psi (44,8 bis 96,5 MPa) und eine Reißfestigkeit
der Materialmasse von 250 bis 750 Pfund/Zoll (4,5 × 103 bis 13,4
× 103 g/mm) aufweist.
1 stellt einen schematischen Querschnitt dar, der Vorwölbungen
eines weggebrochenen Abschnitts eines Polierkissens veranschaulicht.
Die Erfindung stellt ein Polierkissen bereit, das zum Planarisieren
von mindestens einem von Halbleitersubstraten, optischen Substraten und magnetischen
Substraten geeignet ist, wobei das Polierkissen eine polymere Matrix umfasst. Die
Polierkissen sind besonders gut zum Polieren und Planarisieren von STI-Anwendungen
geeignet, wie z.B. von HDP/SiN, TEOS/SiN oder SACVD/SiN. Die Eigenschaften der Materialmasse
des Polierkissens können einen unerwarteten Nutzen sowohl bezüglich der
Planarisierungs- als auch der Defektpolierleistung aufweisen. Für die Zwecke
dieser Beschreibung stellt die hohe Reißfestigkeit der Materialmasse die Eigenschaften
des Polymers ohne das absichtliche Hinzufügen einer Porosität, wie z.B.
eines nicht-porösen Polyurethanpolymers, dar. In der Vergangenheit war das
Verständnis derart, dass die Nachgiebigkeit eines Materials das Verkratzen
verminderte und ein Polieren mit geringen Defekten erleichterte, und dass die Steifigkeit
oder Starrheit eines Materials kritisch war, um ein hervorragendes Planarisierungsverhalten
zu erreichen. In dieser Erfindung wirken eine Zunahme der maximalen Zugfestigkeit
und der Reißfestigkeit der Masse des Polierkissens in einer Weise, die von
mechanischen Eigenschaftsverlusten unabhängig ist, die mit einer erhöhten
Porosität einhergehen, so dass eine hervorragende Polierleistung leichter erhalten
wird. Insbesondere ermöglicht die Erfindung ein Mischen der Planarisierungs-
und Defektleistung, so dass ein Polierleistungsbereich erhalten wird. Darüber
hinaus wird die Oberflächenstruktur dieser Kissen aufrechterhalten, so dass
eCMP-Anwendungen („elektrochemisch-mechanische Planarisierung„-Anwendungen)
erleichtert werden. Beispielsweise können die Kissen durch Perforationen durch
das Kissen, die Einführung von leitfähig ausgekleideten Rillen oder das
Einbringen eines Leiters, wie z.B. einer leitfähigen Faser oder eines leitfähigen
Metalldrahts, in eCMP-Polierkissen umgewandelt werden.
Unter Bezugnahme auf die 1 umfasst das
polymere Polierkissen 10 eine polymere Matrix 12 und eine obere
Polieroberfläche 14. Die Polieroberfläche 14 umfasst
eine Mehrzahl von polymeren Poliervorwölbungen 16 oder bildet polymere
Poliervorwölbungen 16 bei/nach der Konditionierung mit einem Schleifmittel
zur Steuerung der Wafersubstratentfernungsgeschwindigkeit des Polierkissens
10. Für die Zwecke dieser Beschreibung stellen Vorwölbungen Strukturen
dar, die ein Substrat während des Polierens kontaktieren können oder ein
Vermögen zum Kontaktieren eines Substrats während des Polierens aufweisen.
Typischerweise bildet ein Konditionieren mit einer harten Oberfläche, wie z.B.
einer Diamantkonditionierscheibe, Vorwölbungen während des Polierens.
Diese Vorwölbungen bilden sich häufig in der Nähe der Kante einer
Pore. Obwohl das Konditionieren in einer periodischen Weise, wie z.B. 30 Sekunden
nach jedem Wafer, oder in einer kontinuierlichen Weise durchgeführt werden
kann, stellt das kontinuierliche Konditionieren den Vorteil bereit, dass Polierbedingungen
im stationären Zustand für eine verbesserte Steuerung der Entfernungsgeschwindigkeit
bereitgestellt werden. Das Konditionieren erhöht typischerweise die Entfernungsgeschwindigkeit
eines Polierkissens und verhindert die Abnahme der Poliergeschwindigkeit, die typischerweise
mit dem Verschleiß eines Polierkissens einhergeht. Zusätzlich
zu einem Konditionieren können Rillen und Perforationen einen weiteren Nutzen
bezüglich der Verteilung einer Aufschlämmung, der Poliereinheitlichkeit,
der Schmutz- bzw. Abriebentfernung und der Substratentfernungsgeschwindigkeit bereitstellen.
Die polymeren Poliervorwölbungen 16 erstrecken sich
von der polymeren Matrix 12 und stellen einen Abschnitt der oberen Polieroberfläche
14 dar, der ein Substrat kontaktiert. Die polymeren Poliervorwölbungen
16 sind aus einem polymeren Material ausgebildet, das eine hohe maximale
Zugfestigkeit aufweist, und das Polierkissen 10 bildet zusätzliche
polymere Poliervorwölbungen 16 aus dem polymeren Material durch Verschleiß
oder Konditionieren der oberen Polieroberfläche 14.
Die maximale Zugfestigkeit der Polymermatrizen erleichtert das Verbessern
der Siliziumoxidentfernungsgeschwindigkeit, der Dauerbeständigkeit und der
Planarisierung, die für eine anspruchsvolle Polieranwendung erforderlich sind.
Insbesondere neigen die Matrizen mit einer hohen Zugfestigkeit zu einer Erhöhung
der Siliziumoxidentfernungsgeschwindigkeit. Die Matrix weist vorzugsweise eine maximale
Zugfestigkeit der Materialmasse von mindestens 6500 psi (44,8 MPa) auf. Mehr bevorzugt
weist die Polymermatrix eine maximale Zugfestigkeit der Materialmasse von 6500 bis
14000 psi (44,8 bis 96,5 MPa) auf. Insbesondere weist die Polymermatrix eine maximale
Zugfestigkeit der Materialmasse von 6750 bis 10000 psi (46,5 bis 68,9 MPa) auf.
Ferner zeigen Polierdaten, dass eine maximale Zugfestigkeit der Materialmasse von
7000 bis 9000 psi (48,2 bis 62 MPa) zum Polieren von Wafern besonders gut geeignet
ist. Die Bruchdehnung im ungefüllten Zustand beträgt typischerweise mindestens
200% und typischerweise zwischen 200 und 500%. Das Testverfahren, das in ASTM D412
(Version D412-02) angegeben ist, ist zur Bestimmung der maximale Zugfestigkeit und
der Bruchdehnung besonders gut geeignet.
Zusätzlich zu der maximalen Zugfestigkeit tragen auch die Reißfestigkeitseigenschaften
der Materialmasse zum Poliervermögen des Kissens bei. Beispielsweise sind Reißfestigkeitseigenschaften
der Materialmasse von mindestens 250 Pfund/Zoll (4,5 × 103 g/mm)
besonders gut geeignet. Vorzugsweise weist die Matrix Reißfestigkeitseigenschaften
der Materialmasse von 250 bis 750 Pfund/Zoll (4,5 × 103 bis 13,4
× 103 g/mm) auf. Insbesondere weist die Matrix Reißfestigkeitseigenschaften
der Materialmasse von 275 bis 700 Pfund/Zoll (4,9 × 103 bis 12,5
× 103 g/mm) auf. Das Testverfahren, das in ASTM D1938 (Version D1938-02)
angegeben ist, das Datenanalysetechniken nutzt, die in ASTM D624-00e1 dargestellt
sind, ist zur Bestimmung der Reißfestigkeit der Materialmasse besonders gut
geeignet.
Typische polymere Polierkissenmaterialien umfassen Polycarbonat, Polysulfon,
Nylon, Ethylen-Copolymere, Polyether, Polyester, Polyether-Polyester-Copolymere,
Acrylpolymere, Poiymethylmethacrylat, Polyvinylchlorid, Polycarbonat, Polyethylen-Copolymere,
Polybutadien, Polyethylenimin, Polyurethane, Polyethersulfon, Polyetherimid, Polyketone,
Epoxyharze, Silikone, Copolymere davon und Gemische davon. Vorzugsweise ist das
polymere Material ein Polyurethan und insbesondere ist es ein unvernetztes Polyurethan.
Für die Zwecke dieser Beschreibung sind „Polyurethane„ Produkte,
die von difunktionellen oder polyfunktionellen Isocyanaten abgeleitet sind, wie
z.B. Polyetherharnstoffe, Polyisocyanurate, Polyurethane, Polyharnstoffe, Polyurethanharnstoffe,
Copolymere davon und Gemische davon.
Gegossene Polyurethan-Polierkissen sind zum Planarisieren von Halbleitersubstraten,
optischen Substraten und magnetischen Substraten geeignet. Die speziellen Poliereigenschaften
der Kissen ergeben sich zum Teil aus einem Vorpolymerreaktionsprodukt eines Vorpolymerpolyols
und eines polyfunktionellen Isocyanats. Das Vorpolymerprodukt wird mit einem Härtungsmittel
gehärtet, das aus der Gruppe, umfassend Polyamin-Härtungsmittel, Polyol-Härtungsmittel,
Alkoholamin-Härtungsmittel und Gemische davon, ausgewählt ist, so dass
ein Polierkissen gebildet wird. Es wurde gefunden, dass das Steuern bzw. Einstellen
des Verhältnisses des Härtungsmittels zu nicht umgesetztem NCO in dem
Vorpolymerreaktionsprodukt die Defektleistung des Kissens während des Polierens
verbessern kann.
Das Polymer ist zur Bildung nicht-poröser, poröser und gefüllter
Polierkissen effektiv. Für die Zwecke dieser Beschreibung umfassen Füllstoffe
für Polierkissen feste Teilchen, die während des Polierens entfernt werden
oder sich lösen, und flüssigkeitsgefüllte Teilchen oder Kügelchen.
Für die Zwecke dieser Beschreibung umfasst eine Porosität gasgefüllte
Teilchen, gasgefüllte Kügelchen und Hohlräume, die mit einem anderen
Mittel ausgebildet werden, wie z.B. durch mechanisches Einbringen eines Gases in
ein viskoses System zur Schaumbildung, durch Injizieren von Gas in die Polyurethanschmelze,
durch Einbringen von Gas in situ unter Verwendung einer chemischen Reaktion mit
einem gasförmigen Produkt oder durch Vermindern des Drucks, so dass gelöstes
Gas Blasen bildet. Die Polierkissen enthalten eine Porositäts- oder Füllstoffkonzentration
von mindestens 0,1 Vol.-%. Diese Porosität oder dieser Füllstoff trägt
zum Vermögen des Polierkissens bei, während des Polierens Polierfluide
zu übertragen. Vorzugsweise weist das Polierkissen eine Porositäts- oder
Füllstoffkonzentration von 0,2 bis 70 Vol.-% auf. Insbesondere
weist das Polierkissen eine Porositäts- oder Füllstoffkonzentration von
0,3 bis 65 Vol.-% auf. Vorzugsweise weisen die Poren oder die Füllstoffteilchen
einen gewichtsgemittelten Durchmesser von 1 bis 100 &mgr;m auf. Insbesondere weisen
die Poren oder die Füllstoffteilchen einen gewichtsgemittelten Durchmesser
von 10 bis 90 &mgr;m auf. Der Nennbereich der gewichtsgemittelten Durchmesser
von geschäumten, hohlen polymeren Mikrokügelchen beträgt 15 bis 90
&mgr;m. Ferner kann eine Kombination einer hohen Porosität mit einer geringen
Porengröße einen besonderen Nutzen bei der Verminderung von Defekten haben.
Beispielsweise erleichtert eine Porengröße von 2 bis 50 &mgr;m, die
25 bis 65 Vol.-% der Polierschicht einnimmt, eine Verminderung von Defekten. Ferner
kann das Aufrechterhalten der Porosität zwischen 40 und 60% einen besonderen
Nutzen im Hinblick auf Defekte haben. Zusätzlich ist die Oxid:SiN-Selektivität
häufig durch Einstellen des Porositätsniveaus einstellbar, wobei höhere
Porositätsniveaus eine niedrigere Oxidselektivität ergeben.
Vorzugsweise ist das polymere Material ein Blockcopolmer oder segmentiertes
Copolymer, das sich in Phasen trennen kann, die reich an einem Block oder mehreren
Blöcken des Copolymers sind. Insbesondere ist das polymere Material ein Polyurethan.
Für die Zwecke dieser Beschreibung sind „Polyurethane„ Produkte,
die von difunktionellen oder polyfunktionellen Isocyanaten abgeleitet sind, wie
z.B. Polyetherharnstoffe, Polyesterharnstoffe, Polyisocyanurate, Polyurethane, Polyharnstoffe,
Polyurethanharnstoffe, Copolymere davon und Gemische davon. Ein Ansatz der Steuerung
der Poliereigenschaften eines Kissens besteht in der Veränderung von dessen
chemischer Zusammensetzung. Darüber hinaus beeinflusst die Auswahl von Ausgangsmaterialien
und des Herstellungsverfahrens die Polymermorphologie und die Endeigenschaften des
Materials, das zur Herstellung von Polierkissen verwendet wird.
Vorzugsweise umfasst die Urethanerzeugung die Herstellung eines Urethanvorpolymers
mit Isocyanat-Endgruppen aus einem polyfunktionellen aromatischen Isocyanat und
einem Vorpolymerpolyol. Für die Zwecke dieser Beschreibung umfasst der Begriff
Vorpolymerpolyol Diole, Polyole, Polyol-Diole, Copolymere davon und Gemische davon.
Vorzugsweise wird das Vorpolymerpolyol aus der Gruppe, umfassend Polytetramethylenetherglykol
[PTMEG], Polypropylenetherglykol [PPG], Polyole auf Esterbasis, wie z.B. Ethylen-
oder Butylenadipate, Copolymere davon und Gemische davon, ausgewählt. Beispiele
für polyfunktionelle aromatische Isocyanate umfassen 2,4-Toluoldiisocyanat,
2,6-Toluoldiisocyanat, 4,4'-Diphenylmethandiisocyanat, Naphthalin-1,5-diisocyanat,
Tolidindiisocyanat, para-Phenylendiisocyanat, Xylylendiisocyanat und Gemische davon.
Das polyfunktionelle aromatische Isocyanat enthält weniger als 20 Gew.-% aliphatische
Diisocyanate, wie z.B. 4,4'-Dicyclohexylmethandiisocyanat, Isophorondiisocyanat
und Cyclohexandiisocyanat. Vorzugsweise enthält das polyfunktionelle aromatische
Isocyanat weniger als 15 Gew.-% aliphatische Isocyanate und mehr bevorzugt weniger
als 12 Gew.-% aliphatische Isocyanate.
Beispiele für Vorpolymerpolyole umfassen Polyetherpolyole, wie
z.B. Poly(oxytetramethylen)glykol, Poly(oxypropylen)glykol und Gemische davon, Polycarbonatpolyole,
Polyesterpolyole, Polycaprolactonpolyole und Gemische davon. Die als Beispiele angegebenen
Polyole können mit Polyolen mit niedrigem Molekulargewicht gemischt werden,
einschließlich Ethylenglykol, 1,2-Propylenglykol, 1,3-Propylenglykol, 1,2-Butandiol,
1,3-Butandiol, 2-Methyl-1,3-propandiol, 1,4-Butandiol, Neopentylglykol, 1,5-Pentandiol,
3-Methyl-1,5-pentandiol, 1,6-Hexandiol, Diethylenglykol, Dipropylenglykol, Tripropylenglykol
und Gemische davon.
Vorzugsweise wird das Vorpolymerpolyol aus der Gruppe, umfassend Polytetramethylenetherglykol,
Polyesterpolyole, Polypropylenetherglykole, Polycaprolactonpolyole, Copolymere und
Gemische davon, ausgewählt. Wenn das Vorpolymerpolyol PTMEG, ein Copolymer
davon oder ein Gemisch davon ist, dann weist das Reaktionsprodukt mit Isocyanat-Endgruppen
vorzugsweise einen Gewichtsprozentsatz an nicht umgesetztem NCO im Bereich von 8,0
bis 15,0 Gew.-% auf. Für Polyurethane, die mit PTMEG oder PTMEG, das mit PPG
gemischt ist, ausgebildet sind, ist der am meisten bevorzugte NCO-Gewichtsprozentsatz
ein Bereich von 8,0 bis 10,0. Spezielle Beispiele für Polyole der PTMEG-Familie
sind wie folgt: Terathane® 2900, 2000, 1800, 1400, 1000, 650 und
250 von Invista, Polymeg® 2900, 2000, 1000, 650 von Lyondell, PolyTHF®
650, 1000, 2000 von BASF und Spezies mit niedrigerem Molekulargewicht, wie z.B.
1,2-Butandiol, 1,3-Butandiol und 1,4-Butandiol. Wenn das Vorpolymerpolyol ein PPG,
ein Copolymer davon oder ein Gemisch davon ist, dann weist das Reaktionsprodukt
mit Isocyanat-Endgruppen vorzugsweise einen Gewichtsprozentsatz an nicht umgesetztem
NCO im Bereich von 7,9 bis 15,0 Gew.-% auf. Spezielle Beispiele für PPG-Polyole
sind wie folgt: Arcol® PPG-425, 725, 1000, 1025, 2000, 2025, 3025
und 4000 von Bayer, Voranol® 1010L, 2000L und P400 von Dow, Desmophen®
1110BD, Acclaim® Polyol 12200, 8200, 6300, 4200, 2200, wobei es
sich bei beiden um Produktlinien von Bayer handelt. Wenn das Vorpolymerpolyol ein
Ester, ein Copolymer davon oder ein Gemisch davon ist, dann weist das Reaktionsprodukt
mit Isocyanat-Endgruppen insbesondere einen Gewichtsprozentsatz an nicht umgesetztem
NCO im Bereich von 6,5 bis 13,0 auf. Spezielle Beispiele für Esterpolyole sind
wie folgt: Millester 1, 11, 2, 23, 132, 231, 272, 4, 5, 510, 51, 7, 8, 9, 10, 16,
253 von Polyurethane Specialties Company, Inc., Desmophen®
1700, 1800, 2000, 2001KS, 2001K2, 2500, 2501, 2505, 2601, PE65B von Bayer,
Rucoflex S-1021-70, S-1043-46, S-1043-55 von Bayer.
Typischerweise wird das Vorpolymerreaktionsprodukt mit einem Polyol-,
Polyamin-, Alkoholamin-Härtungsmittel oder einem Gemisch davon umgesetzt oder
gehärtet. Für die Zwecke dieser Beschreibung umfassen Polyamine Diamine
und andere multifunktionelle Amine. Beispiele für Polyamin-Härtungsmittel
umfassen aromatische Diamine oder Polyamine, wie z.B. 4,4'-Methylen-bis-o-chloranilin
[MBCA], 4,4'-Methylen-bis-(3-chlor-2,6-diethylanilin) [MCDEA], Dimethylthiotoluoldiamin,
Trimethylenglykol-di-p-aminobenzoat, Polytetramethylenoxid-di-p-aminobenzoat, Polytetramethylenoxid-mono-p-aminobenzoat,
Polypropylenoxid-di-p-aminobenzoat, Polypropylenoxid-mono-p-aminobenzoat, 1,2-Bis(2-aminophenylthio)-ethan,
4,4'-Methylen-bis-anilin, Diethyltoluoldiamin, 5-tert-Butyl-2,4- und 3-tert-Butyl-2,6-toluoldiamin,
5-tert-Amyl-2,4- und 3-tert-Amyl-2,6-toluoldiamin und Chlortoluoldiamin. Gegebenenfalls
ist es möglich, Urethanpolymere für Polierkissen mit einem einzelnen Mischschritt
herzustellen, der die Verwendung von Vorpolymeren vermeidet.
Die Komponenten des Polymers, das zur Herstellung des Polierkissens
verwendet wird, werden vorzugsweise so ausgewählt, dass die resultierende Kissenmorphologie
stabil und leicht reproduzierbar ist. Beispielsweise ist es beim Mischen von 4,4'-Methylen-bis-o-chloranilin
[MBCA] mit Diisocyanat zur Bildung von Polyurethanpolymeren häufig vorteilhaft,
die Konzentrationen von Monoamin, Diamin und Triamin einzustellen. Die Einstellung
des Verhältnisses von Mono-, Di- und Triaminen trägt zum Aufrechterhalten
des chemischen Verhältnisses und des resultierenden Molekulargewichts des Polymers
innerhalb eines einheitlichen Bereichs bei. Darüber hinaus ist es häufig
wichtig, Additive, wie z.B. Antioxidationsmittel, und Verunreinigungen, wie z.B.
Wasser, für eine einheitliche Herstellung zu kontrollieren. Da beispielsweise
Wasser mit Isocyanat unter Bildung von gasförmigem Kohlendioxid reagiert, kann
die Kontrolle der Wasserkonzentration die Konzentration an Kohlendioxidblasen beeinflussen,
die Poren in der polymeren Matrix bilden. Die Reaktion von Isocyanat mit hinzukommendem
Wasser vermindert auch das verfügbare Isocyanat für die Umsetzung mit
einem Kettenverlängerungsmittel und ändert so die Stöchiometrie zusammen
mit dem Vernetzungsniveau (wenn ein Überschuss an Isocyanatgruppen vorliegt)
und dem resultierenden Molekulargewicht des Polymers.
Das polymere Polyurethanmaterial wird vorzugsweise aus einem Vorpolymerreaktionsprodukt
aus Toluoldiisocyanat und Polytetramethylenetherglykol mit einem aromatischen Diamin
gebildet. Insbesondere ist das aromatische Diamin 4,4'-Methylen-bis-o-chloranilin
oder 4,4'-Methylen-bis-(3-chlor-2,6-diethylanilin). Vorzugsweise weist das Vorpolymerreaktionsprodukt
6,5 bis 15,0 Gew.-% an nicht umgesetztem NCO auf. Beispiele für geeignete Vorpolymere
innerhalb dieses Bereichs von nicht umgesetztem NCO umfassen: Airthane®-Vorpolymere
PET-70HD, PHP-70D, PET-75D, PHP-75D, PPT-75D, PHP-80D, die von Air Products and
Chemicals, Inc. hergestellt werden, und Adiprene®-Vorpolymere, LFG740D,
LF700D, LF750D, LF751D, LF753D, L325, die von Chemtura hergestellt werden. Darüber
hinaus können Gemische anderer Vorpolymere neben den vorstehend genannten Polymeren
verwendet werden, um als Ergebnis eines Mischens geeignete Konzentrationsprozentsätze
an nicht umgesetztem NCO zu erreichen. Viele der vorstehend genannten Vorpolymere,
wie z.B. LFG740D, LF700D, LF750D, LF751D und LF753D, sind Vorpolymere mit einem
niedrigem Gehalt an freiem Isocyanat, die weniger als 0,1 Gew.-% freies TDI-Monomer
und eine einheitlichere Molekulargewichtsverteilung des Vorpolymers aufweisen als
herkömmliche Vorpolymere, und erleichtern so die Bildung von Polierkissen mit
hervorragenden Poliereigenschaften. Diese verbesserte Einheitlichkeit des Molekulargewichts
des Vorpolymers und der niedrige Gehalt an freiem Isocyanat ergeben eine regelmäßigere
Polymerstruktur und tragen zu einer verbesserten Konsistenz des Polierkissens bei.
Für die meisten Vorpolymere beträgt der Gehalt an freiem Isocyanatmonomer
vorzugsweise unter 0,5 Gew.-%. Ferner sollten „herkömmliche„
Vorpolymere, die typischerweise höhere Reaktionsniveaus (d.h. mehr als ein
Polyol, das an jedem Ende mit einem Diisocyanat verkappt ist) und höhere Konzentrationen
an freiem Toluoldiisocyanatvorpolymer aufweisen, entsprechende Ergebnisse erzeugen.
Darüber hinaus erleichtern Polyoladditive mit niedrigem Molekulargewicht, wie
z.B. Diethylenglykol, Butandiol und Tripropylenglykol, die Steuerung des Gewichtsprozentsatzes
an nicht umgesetztem NCO in dem Vorpolymerreaktionsprodukt.
Zusätzlich zur Einstellung des Gewichtsprozentsatzes an nicht
umgesetztem NCO weist das Reaktionsprodukt aus Härtungsmittel und Vorpolymer
typischerweise ein stöchiometrisches Verhältnis von OH oder NH2
zu nicht umgesetztem NCO von 90 bis 125%, vorzugsweise von 97 bis 125% auf, und
insbesondere weist es ein stöchiometrisches Verhältnis von OH oder NH2
zu nicht umgesetztem NCO von mehr als 100 bis 120% auf. Beispielsweise stellen Polyurethane,
die mit einem nicht umgesetzten NCO in einem Bereich von 101 bis 115 gebildet werden,
hervorragende Ergebnisse bereit. Diese Stöchiometrie könnte entweder direkt
durch Bereitstellen der stöchiometrischen Konzentrationen der Ausgangsmaterialien,
oder indirekt durch Umsetzen eines Teils des NCO mit Wasser entweder absichtlich
oder durch Aussetzen gegenüber hinzugekommener Feuchtigkeit erreicht werden.
Wenn das Polierkissen ein Polyurethanmaterial ist, dann weist das
Polierkissen vorzugsweise eine Dichte von 0,4 bis 1,3 g/cm3 auf. Insbesondere
weisen Polyurethanpolierkissen eine Dichte von 0,5 bis 1,25 g/cm3 auf.
BeispieleBeispiel 1
Die polymeren Kissenmaterialien wurden durch Mischen verschiedener
Mengen an Isocyanaten als Urethanvorpolymere mit 4,4''-Methylen-bis-o-chloranilin
[MBCA] bei 50°C für das Vorpolymer und 116°C für MBCA hergestellt.
Insbesondere stellten verschiedene Vorpolymere von Toluoldiisocyanat [TDI] mit Polytetramethylenetherglykol
[PTMEG] Polierkissen mit verschiedenen Eigenschaften bereit. Das Urethan/polyfunktionelles
Amin-Gemisch wurde mit den hohlen polymeren Mikrokügelchen (EXPANCEL®
551 DE20d60 oder 551 DE40d42, von Akzo Nobel hergestellt) entweder vor oder nach
dem Mischen des Vorpolymers mit dem Kettenverlängerungsmittel gemischt. Die
Mikrokügelchen hatten einen gewichtsgemittelten Durchmesser von 15 bis 50 &mgr;m
mit einem Bereich von 5 bis 200 &mgr;m und wurden bei etwa 3600 U/min unter Verwendung
eines Mischers mit hoher Scherung gemischt, um die Mikrokügelchen in dem Gemisch
gleichmäßig zu verteilen. Das fertiggestellte Gemisch wurde in eine Form
überführt und etwa 15 min gelieren gelassen.
Die Form wurde dann in einem Härtungsofen angeordnet und die
Härtung wurde mit dem folgenden Zyklus durchgeführt: 30 min ansteigend
von Umgebungstemperatur auf einen eingestellten Punkt von 104°C, 15,5 Stunden
bei 104°C und zwei Stunden mit einem auf 21°C verminderten eingestellten
Punkt. Der Formgegenstand wurde dann in dünne Blätter „gespalten„
und Makrokanäle oder Rillen wurden in die Oberfläche bei Raumtemperatur
durch Bearbeiten eingebracht. Ein Spalten bei höheren Temperaturen kann die
Oberflächenrauheit verbessern. Gemäß den Tabellen stellen die Proben
1 bis 3 Polierkissen der Erfindung dar und die Proben A bis J stellen Vergleichsbeispiele
dar.
Tabelle 1
Alle Proben enthielten AdipreneTM LF750D-Urethanvorpolymer von Chemtura
– die Formulierung enthält ein Gemisch aus TDI und PTMEG. Die Konditionierung
von Kissenproben durch Einbringen der Kissenproben in 50% relative Feuchtigkeit
für 5 Tage bei 25°C vor dem Testen verbesserte die Reproduzierbarkeit
der Zugtests.
Die Tabelle 1 veranschaulicht die Bruchdehnung von Polyurethanen,
die mit verschiedenen stöchiometrischen Verhältnissen und variierten Mengen
an polymeren Mikrokügelchen gegossen worden sind. Die verschiedenen stöchiometrischen
Verhältnisse steuern das Ausmaß der Vernetzung des Polyurethans. Ferner
verschlechtert dass Erhöhen der Menge an polymeren Mikrokügelchen im Allgemeinen
die physikalischen Eigenschaften, verbessert jedoch die Polierdefektleistung. Die
resultierende Bruchdehnungseigenschaft der gefüllten Materialien scheint keinen
klaren Indikator für die Polierleistung darzustellen. Die Werte des Quellens
der Probe in N-Methylpyrrolidon zeigten, dass der Quellungsgrad ein Indikator für
die Polierleistung einer Formulierung ist. Formulierungen mit Quellungswerten von
1,67 oder mehr (Verhältnis des Durchmessers des gequollenen Materials zum anfänglichen
Durchmesser) stellen verbesserte Polierergebnisse bereit (und Material kann sich
tatsächlich lösen). Die Proben mit einem zu geringen Quellen stellten
einen starken Indikator für eine schlechte Polierleistung bereit. Proben, die
sich in dem N-Methylpyrrolidon lösten, stellten jedoch sowohl akzeptable als
auch inakzeptable Polierergebnisse bereit – es handelt sich damit um keinen
klaren Indikator für die Polierergebnisse.
Die nachstehende Tabelle 2 stellt eine Reihe von Polyurethanen bereit,
die mit verschiedenen Mengen an NCO bei Stöchiometrien von 85, 95 und 105%
gegossen worden sind.
Tabelle 2
Die Proben enthielten AdipreneTM LF600D, LF750D, LF751D, LF753D,
LF950A Urethan TDI-PTMEG-Vorpolymer von Chemtura oder Adiprene L325 H12MDI/TDI-PTMEG-Vorpolymer
von Chemtura. DMA-Daten legten nahe, dass einige Proben kleine Mengen von PPG und
von PTMEG enthalten können.
Das Vorpolymer wurde unter Stickstoffgas erwärmt, um die Viskosität
zu senken, und dann wurde es per Hand mit MBCA bei dem gewünschten Härtungsmittel:NCO-Verhältnis
gemischt und entgast. Proben wurden dann per Hand als 1/16'' (1,6 mm) dicke Plättchen
gegossen. Das gegossene Material wurde dann 16 Stunden bei 100°C in einem Ofen
gehalten, um die Härtung zu vervollständigen. Schenkel-Weiterreißproben
wurden direkt in eine Form gegossen, anstelle mit einem Stanzwerkzeug geschnitten
zu werden, und waren etwas dicker, als es in ASTM D1938-02 angegeben ist.
Tabelle 3
* zeigt, dass die Werte von Chemtura-Literatur stammen.
Die Tabelle 3 zeigt die Zug- und Reißeigenschaften von ungefüllten
Elastomermassen, die aus verschiedenen Adiprene-Polyurethanvorpolymeren und MBCA
hergestellt worden sind. Wie bei den gefüllten Materialien ist die Bruchdehnung
kein klarer Indikator für die Polierleistung. Die Reißfestigkeit korreliert
jedoch mit einer Polierleistung mit geringen Defekten, wobei eine
hohe Reißfestigkeit geringe Defekte ergibt.
Beispiel 2
Kissen mit einer Dicke von 80 mil (2,0 mm) und einem Durchmesser von
22,5 Zoll (57 cm) wurden aus Kuchen geschnitten, die mit dem Verfahren von Beispiel
1 hergestellt worden sind. Die Kissen umfassten ein kreisförmiges Rillenmuster
mit einer Breite von 20 mil (0,51 mm), einer Tiefe von 30 mil (0,76 mm) und einem
Abstand von 70 mil (1,8 mm) mit einem SP2150-Polyurethanunterkissen. Das Polieren
mit einem SpeedFam-IPEC 472-Werkzeug auf der Platte 1 bei 5 psi (34,5 kPa), einer
Plattengeschwindigkeit von 75 U/min und einer Trägergeschwindigkeit von 50
U/min stellte Vergleichspolierdaten für die verschiedenen Kissen bereit. Das
Polieren wurde auch mit einer Kinik CG181060-Diamantkonditioniervorrichtung durchgeführt.
Die Testwafer umfassten TEOS-Plattenwafer, Siliziumnitrid-Plattenwafer und 1 HDP
MIT-Strukturwafer zur Messung der Planarisierung einer Ceroxid-enthaltenden CelexisTM
CX2000A-Aufschlämmung von Rohm and Haas Electronic Materials CMP Technologies.
Tabelle 4
Das Konditionieren von Kissenproben durch Einbringen der Kissenproben in 50%
relative Feuchtigkeit für 5 Tage bei 25°C vor dem Testen und Stapeln von
sechs 50 mil (1,3 mm)-Proben verbesserte die Reproduzierbarkeit der Shore D-Härtetests
gemäß ASTM D2240-05 und der Dichte gemäß ASTM 1622-03.
Die Tabelle 4 zeigt die Formulierungen mit ihren stöchiometrischen
Verhältnissen von Kettenverlängerungsmittel zu Isocyanat, die Porengröße
und -konzentration und die resultierenden Dichten und Shore D-Härten. Die Poren
mit kleiner und mittlerer Größe wurden in verschiedenen Gewichtsanteilen
zugesetzt, um die gleiche Volumenbeladung zu erreichen, wie sie durch die berechneten
Porenvolumina und die gemessenen Formulierungsdichten gezeigt ist.
Die Tabelle 5 umfasst die metrologischen Opti-Probe 2600-Daten für
TEOS- und SiN-Entfernungsgeschwindigkeiten, die nach dem Polieren der Wafer mit
den experimentellen Kissenformulierungen und CelexisTM CX2000 auf der
Platte 1, gefolgt von einem Polieren auf der Platte 2 mit einem poromeren PolitexTM-Polyurethanpolierkissen
von Rohm and Haas Electronic Materials CMP Inc., erzeugt worden sind. Rattermarken
und Kratzer wurden unter Verwendung des CompassTM 300 mit SEMVisionTM
G2-Bewertung nach dem HF-Ätzen von Wafern zur Entfernung von etwa 500 Å
SiN von der Waferoberfläche, das eine Kontamination mit Ceroxidteilchen entfernt
und Defekte „dekoriert„, so dass sie besser sichtbar werden, quantifiziert. Tabelle 5
Diese Daten veranschaulichen, dass mit den erfindungsgemäßen
Polierkissen mit hoher Reißfestigkeit viel niedrigere Defektniveaus möglich
sind. Dieses Ergebnis ist mit Formulierungen, bei denen die kleinen Poren eingesetzt
werden, besonders ausgeprägt. Darüber hinaus kann mit den Kissen dieser
Erfindung ein breiter Bereich von TEOS/SiN-Selektivitäten erreicht werden.
Anspruch[de]
Polierkissen, das zum Planarisieren von mindestens einem von Halbleitersubstraten,
optischen Substraten und magnetischen Substraten geeignet ist, wobei das Polierkissen
eine polymere Matrix umfasst, wobei die polymere Matrix eine obere Polieroberfläche
aufweist,
wobei die obere Polieroberfläche polymere Poliervorwölbungen aufweist
oder bei/nach einer Konditionierung mit einem Schleifmittel polymere Poliervorwölbungen
bildet, wobei sich die polymeren Poliervorwölbungen von der polymeren Matrix
erstrecken und ein Abschnitt der oberen Polieroberfläche sind, der ein Substrat
während des Polierens kontaktieren kann,
wobei das Polierkissen zusätzliche polymere Poliervorwölbungen aus der
polymeren Matrix durch einen Verschleiß oder durch Konditionieren der oberen
Polieroberfläche bildet, und die polymeren Poliervorwölbungen aus einem
polymeren Material mit einer maximalen Zugfestigkeit der Materialmasse von mindestens
6500 psi (44,8 MPa) und einer Reißfestigkeit der Materialmasse von mindestens
250 Pfund/Zoll (4,5 × 103 g/mm) ausgebildet sind.Polierkissen nach Anspruch 1, wobei die Reißfestigkeit der Materialmasse
250 bis 750 Pfund/Zoll (4,5 × 103 bis 13,4 × 103
g/mm) beträgt.Polierkissen nach Anspruch 1 oder 2, wobei die polymere Matrix ein Polymer
umfasst, das von difunktionellen oder polyfunktionellen Isocyanaten abgeleitet ist
und das polymere Polyurethan mindestens eines umfasst, das aus Polyetherharnstoffen,
Polyisocyanuraten, Polyurethanen, Polyharnstoffen, Polyurethanharnstoffen, Copolymeren
davon und Gemischen davon ausgewählt ist.Polierkissen nach Anspruch 3, wobei die polymere Matrix aus dem Produkt
der Umsetzung eines Härtungsmittels und eines Polymers mit Isocyanat-Endgruppen
ausgebildet ist, wobei das Härtungsmittel ein Amin-Härtungsmittel enthält,
welches das Reaktionsprodukt mit Isocyanat-Endgruppen härtet, und das Reaktionsprodukt
mit Isocyanat-Endgruppen ein stöchiometrisches Verhältnis von NH2
zu NCO von 90 bis 125% aufweist.Polierkissen nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei die Zugfestigkeit
der Materialmasse 6500 bis 14000 psi (44,8 bis 96,5 MPa) beträgt und die polymere
Matrix eine Bruchdehnung der Materialmasse von mindestens 200% aufweist.Polierkissen, das zum Planarisieren von mindestens einem von Halbleitersubstraten,
optischen Substraten und magnetischen Substraten geeignet ist, wobei das Polierkissen
eine polymere Matrix umfasst, wobei die polymere Matrix eine obere Polieroberfläche
aufweist,
wobei die obere Polieroberfläche polymere Poliervorwölbungen aufweist
oder bei/nach einer Konditionierung mit einem Schleifmittel polymere Poliervorwölbungen
bildet, wobei sich die polymeren Poliervorwölbungen von der polymeren Matrix
erstrecken und der Abschnitt der oberen Polieroberfläche sind, der ein Substrat
während des Polierens kontaktieren kann,
wobei die polymere Matrix ein Polymer umfasst, das von difunktionellen oder polyfunktionellen
Isocyanaten abgeleitet ist und das Polymer mindestens eines umfasst, das aus Polyetherharnstoffen,
Polyisocyanuraten, Polyurethanen, Polyharnstoffen, Polyurethanharnstoffen, Copolymeren
davon und Gemischen davon ausgewählt ist, wobei die polymere Matrix eine maximale
Zugfestigkeit der Materialmasse von 6500 bis 14000 psi (44,8 bis 96,5 MPa) und eine
Reißfestigkeit der Materialmasse von 250 bis 750 Pfund/Zoll (4,5 × 103
bis 13,4 × 103 g/mm) aufweist.Polierkissen nach Anspruch 6, wobei die Reißfestigkeit der Materialmasse
275 bis 700 Pfund/Zoll (4,9 × 103 bis 12,5 × 103
g/mm) beträgt.Polierkissen nach Anspruch 6 oder 7, wobei die polymere Matrix aus dem
Produkt der Umsetzung eines Härtungsmittels und eines Polymers mit Isocyanat-Endgruppen
ausgebildet ist, wobei das Härtungsmittel ein Amin-Härtungsmittel enthält,
welches das Reaktionsprodukt mit Isocyanat-Endgruppen härtet, und das Reaktionsprodukt
mit Isocyanat-Endgruppen ein stöchiometrisches Verhältnis von NH2
zu NCO von mehr als 100 bis 125 aufweist.Polierkissen nach einem der Ansprüche 6 bis 8, wobei dem die Zugfestigkeit
der Materialmasse 6750 bis 10000 psi (46,5 bis 68,9 MPa) beträgt und die polymere
Matrix eine Bruchdehnung der Materialmasse von mindestens 200% aufweist.Polierkissen nach einem der Ansprüche 6 bis 9, das eine Porosität
von 25 bis 65 Vol.-% innerhalb der Polymermatrix umfasst und einen durchschnittlichen
Porendurchmesser von 2 bis 50 &mgr;m aufweist.