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Die vorliegende Erfindung betrifft ein Gargerät zum Behandeln,
insbesondere Garen, Regenerieren, Auftauen, Kühlen und/oder Trocknen von Gargut
in einem Behandlungsraum mit zumindest zwei unterschiedlichen Behandlungsebenen,
insbesondere festgelegt durch zumindest einen Einschub, wobei das Gargerät
eingerichtet ist, um für jede Behandlungsebene separat zumindest einen Parameter
zumindest eines Programms zur Steuerung eines Prozesses zumindest eines in der jeweiligen
Behandlungsebene angeordneten Garguts einzustellen.
Ein gattungsgemäßes Gargerät ist beispielsweise aus
der DE 103 37 161 A1 bekannt. Bei
diesem Gargerät, welches einen Regenerierungsraum mit mehreren Regenerierungsebenen
aufweist, ist jeder Regenerierungsebene eine alarmauslösende Uhr zugeordnet.
Ein Benutzer kann über eine Eingabeeinheit manuell jeweils diejenige Uhr, die
der Regenerierungsebene, in der ein Gargut eingebracht wird, zugeordnet ist, initiieren.
Jede initiierte Uhr gibt nach jeweils einer vorbestimmten Zeitdauer einen Alarm
aus, wobei über eine Displayeinheit die jeweilige Restzeit bis zur Auslösung
des Alarms für die einzelnen Regenerierungsebenen angezeigt wird. Obwohl sich
dieses Gargerät grundsätzlich bewährt hat, weist es den Nachteil
auf, daß der Endzeitpunkt des Garprozesses in jeder Regenerierungsebene ausschließlich
durch die vorgegebene Gardauer festgelegt wird. Insbesondere wenn unterschiedliche
Gargutarten in den unterschiedlichen Regenerierungsebenen angeordnet werden bzw.
für die unterschiedlichen Regenerierungsebenen unterschiedliche Garergebnisse,
beispielsweise bei der Zubereitung von Fleisch „medium" oder „well
done", gewünscht werden, kann das Erreichen eines gewünschten Garergebnisses
nicht immer sicher gestellt werden. So ist stets noch eine ausreichende Sachkenntnis
des Bedieners des Gargeräts notwendig, um über die Auswahl der Gardauer
das gewünschte Garergebnis zu erzielen.
Aus der US 5,215,000 A
sind ein Verfahren und eine Vorrichtung zur thermischen Behandlung von Nahrungsmitteln
bekannt. Bei der Vorrichtung wird vorgeschlagen, daß innerhalb eines Regenerierungsraumes
mehrere Regenerierungsebenen vorhanden sind, in denen jeweils ein Gargut angeordnet
ist. Über eine Steuereinheit wird in Abhängigkeit von über Temperaturmeßfühler
aufgenommene Temperaturen der jeweiligen Gargüter eine lokale Dampfzufuhr zur
Steuerung der lokalen Feuchte in den jeweiligen Regenerierungsebenen gesteuert.
Nachteilig bei dieser Vorrichtung ist jedoch, daß die Behandlung unterschiedlicher
Gargüter in den jeweiligen Regenerierungsebenen bzw. die Erzielung unterschiedlicher
Garergebnisse in den unterschiedlichen Regenerierungsebenen nicht zufriedenstellend
möglich ist.
Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, das gattungsgemäße
Gargerät derart weiterzuentwickeln, daß die Nachteile des Stands der Technik
überwunden werden.
Insbesondere soll das Gargerät es auch ungeübtem Bedienpersonal
ermöglichen, die gleichzeitige Zubereitung verschiedener Gargüter in unterschiedlichen
Regenerierungsebenen zur Erzielung eines erwünschten hochwertigen Garergebnisses
bei unterschiedlichen Gargütern und/oder unterschiedliche vorher bestimmte
Garergebnisse bei gleichartigen Gargütern zu erzielen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst,
daß der zumindest eine Parameter zumindest eine Soll-Gargutzustandsgröße
des in der jeweiligen Behandlungsebene angeordneten Garguts ist, die bei Beendigung
des jeweiligen Prozesses zu erreichen ist, wobei die Soll-Gargutzustandsgröße
ausgewählt ist aus einem internen Gargrad, insbesondere bestimmt durch eine
Kerntemperatur des Gargutes, und/oder einem externen Gargrad, insbesondere bestimmt
durch eine Oberflächentemperatur des Gargutes, einer geometrischen Abmessung,
insbesondere bestimmt durch den Durchmesser und/oder die Dicke des Garguts, einer
Dichte des Garguts, oder einer Gargutart.
Dabei kann das Gargerät gekennzeichnet sein durch zumindest ein
Bedienelement, umfassend zumindest eine Eingabeeinheit, wobei insbesondere über
die Eingabeeinheit zumindest das Programm, die Soll-Gargutzustandsgröße
und/oder zumindest ein weiterer Parameter des Programms, wie eine Gargutart, ein
Gargutgewicht und/oder eine Gargutabmessung, vorzugsweise separat für jede
Behandlungsebene, auswählbar und/oder eingebbar ist.
Mit der Erfindung wird auch vorgeschlagen, daß jeder Behandlungsebene
zumindest ein Meßwertaufnehmer zur Bestimmung zumindest einer Ist-Gargutzustandsgröße
des in der jeweiligen Behandlungsebene angeordneten Garguts zugeordnet ist, insbesondere
der Meßwertaufnehmer mit dem Gargut, vorzugsweise zumindest einer Gargutoberfläche
und/oder zumindest einem Gargutinneren, in Kontakt bringbar ist.
Bevorzugt ist dabei, daß der Meßwertaufnehmer zumindest
einen Sensor zur Erfassung und/oder zur Extrapolation oder Iteration zumindest einer
Ist-Gargutzustandsgröße des Gargutes umfaßt.
Bei den beiden vorgenannten Ausführungsformen kann vorgesehen
sein, daß der Meßwertaufnehmer in Form zumindest eines, insbesondere zumindest
teilweise in ein Gargut einführbaren, Garprozeßfühlers, zumindest
einer auf zumindest einer Oberfläche des Garguts anordbaren
Meßeinrichtung und/oder zumindest eines mit zumindest dem Einschub, wie einem
Blech und/oder einer Wanne, insbesondere thermisch, in Kontakt bringbaren Meßeinrichtung,
ausgebildet ist.
Ferner sieht die Erfindung ein Gargerät vor, das zumindest eine
Ausgabeeinheit umfaßt, mittels der, insbesondere akustisch und/oder visuell,
zumindest ein Parameter des Programms, wie die zumindest eine Soll-Gargutzustandsgröße,
die zumindest eine Ist-Gargutzustandsgröße, zumindest ein Programm- und/oder
Prozeßfortschritt, zumindest ein Prozeßende, vorzugsweise der Zeitpunkt,
an dem die Ist-Gargutzustandsgröße der Soll-Gargutzustandsgröße
entspricht, und/oder zumindest eine Zeitspanne bis zu dem, insbesondere extrapolierten,
Prozeßende, anzeigbar, und/oder zumindest ein Alarm ausgebbar ist, vorzugsweise
für jede Behandlungsebene.
Dabei ist zuvor zukommen, daß jeder Behandlungsebene zumindest
ein Segment der Ausgabeeinheit zugeordnet ist.
Bei den beiden vorgenannten Alternativen wird ferner vorgeschlagen,
daß die Ausgabeeinheit von dem Bedienelement umfaßt ist.
Ferner schlägt die Erfindung vor, daß die Belegung zumindest
einer Behandlungsebene, vorzugsweise aller Behandlungsebenen, mit Gargut, die Plazierung
zumindest eines Meßwertaufnehmers in und/oder an dem Gargut und/oder die Verbindung
zumindest eines Meßwertaufnehmers mit dem Gargerät mittels durch zumindest
eines der Meßwertaufnehmer erfaßten Meßwerte, insbesondere über
deren Zeitabhängigkeit, bestimmbar ist.
Auch kann ein erfindungsgemäßes Gargerät zumindest
eine Steuer- oder Regeleinheit in Wirkverbindung, insbesondere in drahtloser Verbindung,
wie zumindest einer Funkverbindung, zumindest einer Ultraschallverbindung und/oder
zumindest einer Infrarotverbindung, mit dem Bedienelement, insbesondere der Eingabeeinheit,
der Ausgabeeinheit, zumindest einem Meßwertaufnehmer und/oder dem zumindest
einen Einschub, aufweisen.
Schließlich kann auch vorgesehen sein, daß zumindest eine
Soll-Gargutzustandsgröße von einer Bedienperson eingebbar oder automatisch
einstellbar ist, vorzugsweise nach automatischer Gargutart-Erkennung mittels des
Meßwertaufnehmers.
Der Erfindung liegt die überraschende Erkenntnis zugrunde, daß
mit dem erfindungsgemäßen Gargerät für unterschiedliche Behandlungsebenen,
wie beispielsweise Regenerierungsebenen, jeweils unterschiedliche Soll-Gargutzustandsgrößen,
die zum Ende eines Prozesses, wie beispielsweise eines Gar- und/oder Regenerierungsprozesses,
in der jeweiligen Behandlungsebene zu erreichen sind, angegeben werden können,
wobei die Ist-Gargutzustandsgrößen vorteilhafter Weise durch Meßwertaufnehmer,
wie Garprozeßfühler, insbesondere in Form von Kerntemperaturfühlern,
überwacht und mit den Soll-Gargutzustandsgrößen verglichen werden,
so daß es auch ungeübtem Bedienpersonal ermöglicht wird, eine sogenannte
rollierende Beschickung des Gargeräts vorzunehmen unter gleichzeitiger Sicherstellung
eines gewünschten Garergebnisses in den einzelnen Regenerierungsebenen. Dabei
wird unter einer rollierenden Beschickung verstanden, daß Gargüter den
unterschiedlichen Regenerierungsebenen zu unterschiedlichen Zeitpunkten zugeführt
werden, so daß die entsprechenden Garprozesse in den unterschiedlichen Regenerierungsebenen
zeitversetzt, aber zeitlich überlappend zueinander, ablaufen. Des weiteren
ermöglicht das erfindungsgemäße Gargerät, daß auch bei
ungeübtem Bedienpersonal sichergestellt wird, daß, wenn unterschiedliche
Garendzustände für die jeweiligen Gargüter in unterschiedlichen Regenerierungsebenen
gewünscht sind, diese gewünschten Garendzustände punktgenau erreicht
werden. So können, wie oft in der Praxis vorkommend, unterschiedliche Kundenwünsche
hinsichtlich des Gargrads perfekt und ohne zusätzlichen Betreuungsaufwand erreicht
werden. Auch das häufige Problem für unterschiedliche Gargutgrößen
und/oder -dicken, insbesondere unterschiedliche Fleischstückgrößen
und dicken, sowie unterschiedliche Konsistenzen eines Garguts das Garprogramm anpassen
zu müssen, wird durch das erfindungsgemäße Gargerät insofern
überwunden, als daß für derartig unterschiedliche Gargüter,
wenn dies erwünscht wird, ein gleichbleibendes Garprozeßergebnis sichergestellt
werden kann. Dies wird insbesondere dadurch erreicht, daß über eine Eingabeeinheit
eines Bedienelements, insbesondere in Form eines Touchscreens, des Gargeräts
für die unterschiedlichen Regenerierungsebenen Soll-Gargutzustandsgrößen,
wie eine Soll-Kerntemperatur oder aber auch ein Soll-Gargrad, wie z. B. „medium",
„well done" oder dergleichen, auswählbar sind. Eine Überwachung
der entsprechenden Ist-Gargutzustandsgrößen, wie z. B. Kerntemperaturen,
für die unterschiedlichen Gargüter in den unterschiedlichen Regenerierungsebenen
ist dabei über mehrere, vorzugsweise kabellose, Meßwertaufnehmer, wie
Kerntemperaturfühler, die insbesondere auch mit mehreren Meßpunkten in
einer Fühlernadel ausgestattet sein können, sichergestellt. Durch einen
Vergleich der Soll-Gargutzustandsgröße mit der Ist-Gargutzustandsgröße
jeder Behandlungsebene wird dann bei Erreichen der Soll-Gargutzustandsgröße
für die jeweilige Behandlungsebene über eine Ausgabeeinheit ein Signal,
insbesondere ein Alarm, ausgegeben, das anzeigt, daß das in der jeweiligen
Behandlungsebene angeordnete Gargut den gewünschten Garendzustand erreicht und
aus dem Behandlungsraum zu entnehmen ist.
In einer besonders vorteilhaften Ausführungsform ist vorgesehen,
daß mittels der über den Meßwertaufnehmer einer jeden Regenierungsebene
aufgenommenen Meßwerte ein Zeitpunkt extrapoliert wird, zu dem der gewünschte
Garendzustand in jeder Regenerierungsebene erreicht wird, während über
das Display die entsprechende Restgardauer kontinuierlich angezeigt wird. Auch ist
es erfindungsgemäß bevorzugt, daß die Belegung der jeweiligen Regenerierungsebenen
mit Gargut dadurch erkannt wird, daß die von den diesen Regenerierungsebenen
zugeordneten Meßwertaufnehmer aufgenommene Meßwerte analysiert werden,
wobei beispielsweise erkannt wird, ob ein Meßwertaufnehmer in ein Gargut eingeführt
wurde. Selbstverständlich ist das erfindungsgemäße Gargerät
ebenso zum optimalen Garen, Auftauen, Kühlen und/oder Trocknen in einer Vielzahl
von Ebenen in dem Behandlungsraum in analoger Weise verwendbar.
Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
detaillierten Beschreibung einer Ausführungsform der Erfindung unter Bezugnahme
auf die beigefügten Zeichnungen. Dabei zeigt:
1 eine schematische Ansicht eines erfindungsgemäßen
Gargeräts; und
2 einen Ausschnitt eines Bedienelements eines erfindungsgemäßen
Gargeräts.
1 zeigt eine schematische Ansicht eines erfindungsgemäßen
Gargeräts 1. Das Gargerät 1 umfaßt ein Gehäuse
3, in dem sich ein Regenerierungsraum in Form eines Garraums
5 befindet. Darüber hinaus umfaßt das Gargerät
1 ein Bedienelement 7, umfassend ein Display 9 sowie
eine Eingabeeinheit in Form eines Auswahltasters 11. Der Garraum
5 wird über eine Garraumtür 13 verschlossen, die ein
Fenster 15 aufweist. Das Fenster 15 erlaubt es, in das Innere
des Garraums 5 zu blicken. Wie 1 zu entnehmen
ist, sind innerhalb des Garraums 5 Aufnahmevorrichtungen 17,
19, 21, 23, 25 vorgesehen. Die Aufnahmevorrichtungen
17, 19, 21, 23, 25 erlauben es, den
Garraum 5 durch Einschübe in Form von Blechen 27,
29, 31, 33, 35 in Regenerierungsebenen
37, 39, 41, 43, 45, 47 zu
unterteilen, auf denen Gargut 64, 65, 67 anordbar sind.
Den jeweiligen Regenerierungsebenen 37, 39, 41,
43, 45, 47 sind Meßwertaufnehmer in Form von Garprozeßfühlern
49, 51 bzw. mit den Blechen 31, 33 in thermischem
Kontakt stehenden Thermosensoren 53, 55 bzw. eines mit einer Gargutoberfläche
in thermischen Kontakt bringbaren Thermosensors 57 zugeordnet.
In 2 ist eine Detailansicht des Displays
9 des in 1 dargestellten Gargeräts
1 dargestellt. Das Display 9 zeigt in der in 2
dargestellten Betriebssituation drei Anzeigesegmente 59, 61,
63 an. Die Anzeigesegmente 59, 61 sind in Teilsegmente
59a, 59b, 59c, 61a, 61b,
61c unterteilt. Die jeweiligen Teilsegmente sind den einzelnen Regenerierungsebenen
zugeordnet, d.h. die Teilsegmente 59a, 59b, 59c sind
der ersten Regenerierungsebene 37, der zweiten Regenerierungsebene
39 bzw. der dritten Regenerierungsebene 41 und die Teilsegmente
61a, 61b, 61c, der vierten Regenerierungsebene
43, der fünften Regenerierungsebene 45 bzw. der sechsten
Regenerierungsebene 47 zugeordnet. Wie später erläutert werden
wird, dient das Anzeigesegment 63 dazu, eine Soll-Gargutzustandsgröße,
wie eine Kerntemperatur, die am Ende eines Garprozesses erreicht werden soll, bzw.
einen Gargrad, der am Ende eines Garprozesses erreicht werden soll, einzugeben.
Im folgenden wird nun die Funktionsweise des erfindungsgemäßen
Gargeräts 1 erläutert:
In der ersten Regenerierungsebene 37 befindet sich kein Gargut und der
dort angeordnete Garprozeßfühler 49 ist über eine nicht
dargestellte Steckverbindung mit einer nicht dargestellten Regel- und/oder Steuereinheit
des Gargeräts 1 verbunden. Der Garprozeßfühler
49 weist eine Fühlernadel, die in ein Gargut zumindest teilweise eingeführt
werden kann, und einen Griff zur Erleichterung der Bedienung auf. Die Fühlernadel
weist mehrere Meßpunkte, an denen unterschiedliche Sensoren zur Aufnahme verschiedener
Ist-Gargutzustandsgößen, wie Temperaturen, Feuchten oder Leitfähigkeiten,
aufgenommen werden können, auf. Die Regel- und/oder Steuereinheit des Gargeräts
1 erkennt einerseits, daß der Garprozeßfühler
49 angeschlossen ist, andererseits wird durch die Analyse der über
den Garprozeßfühler 49 aufgenommenen Meßwerte erkannt, daß
der Garprozeßfühler 49 nicht in ein Gargut eingesteckt ist. Entsprechend
zeigt das Teilsegment 59a an, daß sich in der ersten Regenerierungsebene
37 kein Gargut befindet.
Der zweiten Regenerierungsebene 39 ist ein Garprozeßfühler
51 zugeordnet. Im Gegensatz zu dem Garprozeßfühler
49 ist der Garprozeßfühler 51 nicht über eine Drahtverbindung
mit der Regel- und/oder Steuereinheit des Gargeräts 1 verbunden, sondern
über eine drahtlose Verbindung in Form einer Funkverbindung. Im Gegensatz zu
dem Garprozeßfühler 49 ist die Fühlernadel des Garprozeßfühlers
51 ferner in ein Gargut 64 eingeführt. Bei dem Gargut
64 handelt es sich beispielsweise um ein Steak. Bei der Belegung der zweiten
Regenerierungsebene 39 durch einen Benutzer hat dieser über das Bedienelement
7 eine Soll-Gargutzustandsgröße für das Gargut
64 derart vorgegeben, daß zum Endzeitpunkt des Garprozesses in der
Regenerierungsebene 39 das Steak den Gargrad „well done" haben soll.
Dazu hat der Bediener über den Auswahltaster 11 sowie
das Anzeigesegment 63 eine entsprechende Auswahl vorgenommen. In einer
alternativen, nicht dargestellten Ausführungsform handelt es sich bei dem Display
9 um einen Touchscreen, so daß im wesentlichen auf den Auswahltaster
11 verzichtet werden, durch Drücken auf das Teilsegment
59b die zweite Regenerierungsebene 39 ausgewählt und durch
Drücken auf das Anzeigesegment 63 eine Auswahl der Soll-Gargutzustandsgröße
am Ende des Garprozesses in der Regenerierungsebene 39 ausgewählt
werden kann. Wie dem Teilsegment 59b zu entnehmen ist, wird einerseits
in dem Teilsegment 59b die vorgewählte Soll-Gargutzustandsgröße
angezeigt. Andererseits ist in einer besonders bevorzugten Ausführungsform
vorgesehen, daß die über den Garprozeßfühler 51 aufgenommenen
Meßwerte derartig analysiert werden, daß ein voraussichtlicher Garendzeitpunkt
extrapoliert wird. Das Teilsegment 59b zeigt daher die Restdauer bis zu
dem extrapolierten Garprozeßende an.
Wie 1 weiterhin zu entnehmen ist, ist
der dritten Regenerierungsebene 41 ein Thermosensor 53 zugeordnet.
Dieser Thermosensor 53 ist über eine nicht dargestellte Steckverbindung
mit der Regel- und/oder Steuereinheit des Gargeräts 1 verbunden. Darüber
hinaus befindet sich der Thermosensor 53 in thermischem Kontakt mit dem
Blech 31. Aufgrund der über den Thermosensor 53 aufgenommenen
Meßwerte wird ebenfalls erkannt, daß sich in der dritten Regenerierungsebene
41 kein Gargut befindet, was durch die Anzeige „X" im Teilsegment
59c zum Ausdruck kommt.
Hingegen ist die vierte Regenerierungsebene 43 mit einem
Gargut 65 belegt. Bei dem Gargut 65 handelt es sich um Hefebackwaren,
so daß anstelle eines Garprozeßfühlers, der in das Gargut
65 eingesteckt wird, ein Thermosensor 55 eingesetzt wird, der
über das Blech 33 in thermischem Kontakt mit dem Gargut
65 steht. Dadurch, daß der Thermosensor 55 mit der Regel-
und/oder Steuereinheit des Gargerät 1 verbunden ist und über
den Thermosensor 55 Meßwerte aufgenommen werden können, wird
erkannt, daß die vierte Regenerierungsebene 43 mit dem Gargut
65 belegt ist. Bei Einbringung des Garguts 65 in die vierte Regenerierungsebene
43 hat ein Benutzer über das Bedienelement 7 eine Soll-Gargutzustandsgröße
in Form einer gewünschten Endoberflächentemperatur des Garguts
65 vorgegeben. Wie dem Teilsegment 61a zu entnehmen ist, wurde
als Endtemperatur über den Auswahltaster 11 mit Hilfe des Teilsegments
63 die Oberflächengarguttemperatur 95°C ausgewählt. Wie
dem Teilsegment 61a ferner zu entnehmen ist, wird in diesem ebenfalls die
Ist-Gargutzustandsgröße in Form der momentanen Oberflächentemperatur
von 85°C angegeben. In dem Teilsegment 61a wird ferner ein extrapolierter
Zeitraum bis zum Erreichen des Garprozeßendes, was voraussichtlich in 20 Sekunden
erreicht sein wird, angezeigt.
In der fünften Regenerierungsebene 45 ist ein Gargut
67 angeordnet, dessen Oberfläche mit dem Thermosensor 57
in thermischem Kontakt steht. Der Thermosensor 57 ist ebenfalls über
eine Drahtverbindung mit der Regel- und/oder Steuereinheit des Gargeräts
1 verbunden. Wie dem Teilsegment 61b zu entnehmen ist, wurde für
das Gargut 67 bereits das Garprozeßende erreicht. Um dies anzuzeigen,
wird in dem Teilsegment 61b ein visueller Alarm ausgegeben, in Form eines
blinkenden Zeichens „!". Darüber hinaus ist in dem Bedienelement
7 eine weitere Ausgabeeinheit in Form einer nicht gezeigten akustischen
Alarmeinheit vorhanden. Dadurch wird der Benutzer ebenfalls auf das Erreichen des
Garprozeßendes für das Gargut 67 in der fünften Regenerierungsebene
45 hingewiesen.
Schließlich ist dem Teilsegment 61c zu entnehmen, daß
sich in der sechsten Regenerierungsebene 47 kein Gargut befindet. Dies
wird dadurch erkannt, daß weder ein drahtloser noch ein drahtgebundener Meßwertaufnehmer,
der der sechsten Regenerierungsebene 47 zugeordnet ist, mit der Regel-
und/oder Steuereinheit des Gargeräts 1 verbunden ist.
Somit ermöglicht es das erfindungsgemäße Gargerät
erstmals, eine rollierende Beschickung derart vorzunehmen, daß im wesentlichen
ein vollautomatischer Garprozeß für verschiedene Gargüter in verschiedenen
Regenerierungsebenen durchgeführt werden kann, ohne daß es besonderer
Zusatzkenntnisse des Bedienpersonals bedarf. So können beispielsweise gleichartige
Speisen zu unterschiedlichen Zeiten in die Regenerierungsebenen eingebracht werden
und eine Soll-Gargutzustandsgröße, beispielsweise eine gewünschte
Kerntemperatur, für die jeweilige Regenerierungsebene eingegeben werden, woraufhin
das Gargerät den Garprozeß in der jeweiligen Regenerierungsebene mittels
der über den Meßwertaufnehmer aufgenommenen Meßwerte überwacht
und einen Alarm ausgibt, sobald das gewünschte Garergebnis in der jeweiligen
Regenerierungsebene erreicht wird. Insbesondere ermöglicht es das erfindungsgemäße
Gargerät, daß wie oft in der Praxis vorkommend, unterschiedliche Kundenwünsche
hinsichtlich des Gargrads perfekt und ohne zusätzlichen Betreuungsaufwand erreicht
werden. Beispielsweise kann eine erste Regenerierungsebene mit einem Steak belegt
werden, welches „well done" gegart werden soll, während eine zweite
Regenerierungsebene mit einem Steak belegt wird, welches lediglich „blutig"
gegart werden soll. Durch die Verwendung der entsprechenden Meßwertaufnehmer
werden einerseits die unterschiedlichen Geometrien der Steaks beachtet und andererseits
sichergestellt, daß für die jeweilige Regenerierungsebene zu dem Zeitpunkt
ein Alarm ausgegeben wird, zu dem das gewünschte Garergebnis
für die jeweilige Regenerierungsebene erreicht ist. Darüber hinaus ermöglicht
es das erfindungsgemäße Gargerät, daß Veränderungen des
Klimas in dem Garraum 5 automatisch in die Steuerung des Garverlaufs in
den unterschiedlichen Regenerierungsebenen einfließen, so daß eine Anpassung
einer gewünschten Gardauer, wie sie insbesondere in der DE
103 37 161 A1 vorgesehen ist, hinfällig wird.
Die in der vorstehenden Beschreibung, in den Zeichnungen sowie in
den Ansprüchen offenbarten Merkmale der Erfindung können sowohl einzeln
als auch in jeder beliebigen Kombination zur Verwirklichung der Erfindung in ihren
verschiedenen Ausführungsformen wesentlich sein.
- 1
- Gargerät
- 3
- Gehäuse
- 5
- Garraum
- 7
- Bedienelement
- 9
- Display
- 11
- Auswahltaster
- 13
- Garraumtür
- 15
- Fenster
- 17, 19, 21, 23, 25
- Aufnahmevorrichtung
- 27, 29, 31, 33, 35
- Blech
- 37, 39, 41, 43, 45, 47
- Regenerierungsebene
- 49, 51
- Garprozeßfühler
- 53, 55, 57
- Thermosensor
- 59, 61, 63
- Anzeigesegment
- 59a, 59b, 59c
- Teilsegment
- 61a, 61b, 61c
- Teilsegment
- 64, 65, 67
- Gargut
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| Anspruch[de] |
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Gargerät (1) zum Behandeln, insbesondere Garen, Regenerieren,
Auftauen, Kühlen und/oder Trocknen, von Gargut (64, 65) in
einem Behandlungsraum (5) mit zumindest zwei unterschiedlichen Behandlungsebenen
(37, 39, 41, 43, 45, 47),
insbesondere festgelegt durch zumindest einen Einschub (27, 29,
31, 33, 35), wobei das Gargerät eingerichtet ist,
um für jede Behandlungsebene (37, 39, 41,
43, 45, 47) separat zumindest einen Parameter zumindest
eines Programms zur Steuerung eines Prozesses zumindest eines in der jeweiligen
Behandlungsebene (37, 39, 41, 43,
45, 47) angeordneten Garguts (64, 65,
67) einzustellen, dadurch gekennzeichnet, daß der zumindest
eine Parameter zumindest eine Soll-Gargutzustandsgröße des in der jeweiligen
Behandlungsebene (37, 39, 41, 43,
45, 47) angeordneten Garguts (64, 65,
67) ist, die bei Beendigung des jeweiligen Prozesses zu erreichen ist,
wobei die Soll-Gargutzustandsgröße ausgewählt ist aus einem internen
Gargrad, insbesondere bestimmt durch eine Kerntemperatur des Gargutes (64),
und/oder einem externen Gargrad, insbesondere bestimmt durch eine Oberflächentemperatur
des Gargutes (65, 67), einer geometrischen Abmessung, insbesondere
bestimmt durch den Durchmesser und/oder die Dicke des Garguts, einer Dichte des
Garguts, oder einer Gargutart.
Gargerät nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch zumindest ein Bedienelement
(7), umfassend zumindest eine Eingabeeinheit (11), wobei insbesondere
über die Eingabeeinheit (11) zumindest das Programm, die Soll-Gargutzustandsgröße
und/oder zumindest ein weiterer Parameter des Programms, wie eine Gargutart, ein
Gargutgewicht und/oder eine Gargutabmessung, vorzugsweise separat für jede
Behandlungsebene (37, 39, 41, 43,
45, 47), auswählbar und/oder eingebbar ist.
Gargerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß
jeder Behandlungsebene (37, 39, 41, 43,
45, 47) zumindest ein Meßwertaufnehmer (49,
51, 53, 55, 57) zur Bestimmung zumindest einer
Ist-Gargutzustandsgröße des in der jeweiligen Behandlungsebene (37,
39, 41, 43, 45, 47) angeordneten Garguts
(64, 65, 67) zugeordnet ist, insbesondere der Meßwertaufnehmer
(49, 51) mit dem Gargut (64, 65, 67),
vorzugsweise zumindest einer Gargutoberfläche und/oder zumindest einem Gargutinneren,
in Kontakt bringbar ist.
Gargerät nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der
Meßwertaufnehmer (49, 51, 53, 55,
57) zumindest einen Sensor zur Erfassung und/oder zur Extrapolation oder
Iteration zumindest einer Ist-Gargutzustandsgröße des Gargutes (64,
65, 67) umfaßt.
Gargerät nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß
der Meßwertaufnehmer in Form zumindest eines, insbesondere zumindest teilweise
in ein Gargut (64) einführbaren, Garprozeßfühlers (49,
51), zumindest einer auf zumindest einer Oberfläche des Garguts (67)
anordbaren Meßeinrichtung (57) und/oder zumindest eines mit zumindest
dem Einschub, wie einem Blech (31, 33) und/oder einer Wanne, insbesondere
thermisch, in Kontakt bringbaren Meßeinrichtung (53, 55),
ausgebildet ist.
Gargerät nach einem der vorangehenden Ansprüche, gekennzeichnet
durch zumindest eine Ausgabeeinheit (9), mittels der, insbesondere akustisch
und/oder visuell, zumindest ein Parameter des Programms, wie die zumindest eine
Soll-Gargutzustandsgröße, die zumindest eine Ist-Gargutzustandsgröße,
zumindest ein Programm- und/oder Prozeßfortschritt, zumindest ein Prozeßende,
vorzugsweise der Zeitpunkt, an dem die Ist-Gargutzustandsgröße der Soll-Gargutzustandsgröße
entspricht, und/oder zumindest eine Zeitspanne bis zu dem, insbesondere extrapolierten,
Prozeßende, anzeigbar, und/oder zumindest ein Alarm ausgebbar
ist, vorzugsweise für jede Behandlungsebene (37, 39,
41, 43, 45, 47).
Gargerät nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß jeder
Behandlungsebene (37, 39, 41, 43,
45, 47) zumindest ein Segment (59a, 59b,
59c, 61a, 61b, 61c) der Ausgabeeinheit (9)
zugeordnet ist.
Gargerät nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß
die Ausgabeeinheit (9) von dem Bedienelement (7) umfaßt ist.
Gargerät nach einem der Ansprüche 3 bis 8, dadurch gekennzeichnet,
daß die Belegung zumindest einer Behandlungsebene (37, 39,
41, 43, 45, 47), vorzugsweise aller Behandlungsebenen,
mit Gargut (64, 65, 67), die Plazierung zumindest eines
Meßwertaufnehmers (49, 51, 53, 55,
57) in und/oder an dem Gargut (64, 65, 67) und/oder
die Verbindung zumindest eines Meßwertaufnehmers (49, 51,
53, 55, 57) mit dem Gargerät (1) mittels
durch zumindest eines der Meßwertaufnehmer (49, 51,
53, 55, 57) erfaßten Meßwerte, insbesondere
über deren Zeitabhängigkeit, bestimmbar ist.
Gargerät nach einem der vorangehenden Ansprüche, gekennzeichnet
durch zumindest eine Steuer- oder Regeleinheit in Wirkverbindung, insbesondere in
drahtloser Verbindung, wie zumindest einer Funkverbindung, zumindest einer Ultraschallverbindung
und/oder zumindest einer Infrarotverbindung, mit dem Bedienelement (7),
insbesondere der Eingabeeinheit (11), der Ausgabeeinheit (9),
zumindest einem Meßwertaufnehmer (49, 51, 53,
55, 57) und/oder dem zumindest einen Einschub (27,
29, 31, 33, 35).
Gargerät nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß zumindest eine Soll-Gargutzustandsgröße von einer Bedienperson
eingebbar oder automatisch einstellbar ist, vorzugsweise nach automatischer Gargutart-Erkennung
mittels des Meßwertaufnehmers.
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