| Dokumentenidentifikation |
DE202006009829U1 29.11.2007 |
| Titel |
Arbeitsstuhl mit verbesserter Einstellmechanik |
| Anmelder |
Klöber GmbH, 88696 Owingen, DE |
| Vertreter |
Riebling, P., Dipl.-Ing. Dr.-Ing., Pat.-Anw., 88131 Lindau |
| DE-Aktenzeichen |
202006009829 |
| Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) |
29.11.2007 |
| Registration date |
25.10.2007 |
| Application date from patent application |
23.06.2006 |
| IPC-Hauptklasse |
A47C 9/00(2006.01)A, F, I, 20060623, B, H, DE
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| IPC-Nebenklasse |
A47C 1/02(2006.01)A, L, I, 20060623, B, H, DE
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| Beschreibung[de] |
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Die vorliegende Erfindung betrifft einen Arbeitsstuhl mit verbesserter
Einstellmechanik nach dem Oberbegriff des Anspruches 1.
Derartige Arbeitsstühle nach dem Stand der Technik besitzen zahlreiche
Einstellmöglichkeiten für z.B. die Höheneinstellung, Neigungseinstellung
und Längsverschiebung der Sitzfläche, sowie der Neigungseinstellung der
Rückenlehne. Als auslösende Betätigungsmittel für diese Einstellungen
sind bereits Handhebel oder Handräder bekannt, welche die Handkraft des Nutzers
direkt auf kürzestem Wege auf die Stellorgane übertragen, wobei die Betätigungsmittel
und die zugehörigen Stellorgane stets örtlich sehr dicht beieinander liegen.
Dies bringt den Vorteil, dass auf eine aufwändige und kostenintensive Kraftübertragungsmechanik
verzichtet werden kann, birgt aber den wesentlichen Nachteil, dass die Betätigungsmittel
nur sehr umständlich und unbequem zu erreichen und zu bedienen sind.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, einen gattungsgemäßen
Arbeitsstuhl mit einer Vielzahl von Einstellmöglichkeiten derart weiter zu
bilden, dass die Betätigungsmittel des Arbeitsstuhls einfacher, bequemer und
schneller erreichbar und zu bedienen sind und damit der Arbeitsstuhl besser an unterschiedliche
Nutzer anpassbar ist.
Zur Lösung dieser Aufgabe dienen die Merkmale des unabhängigen
Anspruches 1.
Wesentlich dabei ist, dass sämtliche Betätigungselemente
seitlich oder rückwärtig an der Sitzfläche befestigt sind und jeweils
eine Tastenfunktion aufweisen, die durch eine Tastenmechanik bewirkt wird, welche
das Betätigungselement nach dessen Betätigung durch einen Nutzer selbsttätig
wieder in seine Ausgangslage zurückführt.
Vorteil dieser Maßnahmen ist, dass damit ein Nutzer während
des individuellen Einstellens auf seine Körpermaße, auf dem Arbeitsstuhl
sitzen bleiben kann und nur durch seitliches nach unten oder hinten führen
der Hände die Betätigungselemente erreichen und bedienen kann, ohne großen
Kraftaufwand und ohne dass die Betätigungselemente wieder in ihre Ausgangslage
zurückgeführt werden müssen. Damit sind die Betätigungselemente
einfacher, bequemer und schneller erreichbar und zu bedienen und damit ist der Arbeitsstuhl
besser an unterschiedliche Nutzer anpassbar.
Vorteilhafte Ausgestaltungen sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
Insbesondere sind die Betätigungselemente als sogenannte „Taste"
ausgebildet, die nur nach oben gezogen werden muss und nach Loslassen automatisch
wieder in ihre untere Ursprungslage zurückkehrt. Alternativ können die
Betätigungselemente als nach unten zu schiebende „Drücker" oder
als drehbare Handräder mit analoger Funktion wie die „Taste" ausgebildet
sein.
Für das Rückholen in die Ursprungslage nach Betätigung
der Betätigungselemente ist bevorzugt ein Elastomer oder eine Rückholfeder
vorgesehen, die z.B. als Schenkelfeder oder auch als Zug- oder Druck-Schraubenfeder
ausgebildet sein kann und auf das Betätigungselement, das Kraftübertragungsmittel,
oder das Stellorgan wirken kann. Auch kann ein Teil des Betätigungselements,
des Kraftübertragungsmittels oder des Stellorgans selbst elastisch federnd
ausgebildet sein, so dass eine separate Rückholfeder entfallen kann.
Als Kraftübertragungsmittel wird ein Bowdenzug bevorzugt, der
aus einem flexiblen Stahldraht oder aus einem flexiblen Kunststoffkabel oder Glasfaserkabel
oder ähnlichen flexiblen Zug- und Druckkräfte übertragenden Materialien
bestehen kann.
Die Neigungsverstellmittel sind insbesondere über ein drehbares
Handrad feinfühlig betätigbar, das insbesondere im Rückenbereich
des Arbeitsstuhls angeordnet ist.
Im Folgenden wird die Erfindung anhand von einen Ausführungsweg
darstellende Zeichnungen näher erläutert. Hierbei gehen aus den Zeichnungen
und ihrer Beschreibung weitere erfindungswesentliche Merkmale und Vorteile der Erfindung
hervor.
Es zeigt:
1: Eine Draufsicht auf den erfindungsgemäßen
Arbeitsstuhl mit abgenommenem Polster, wobei die Schwenkplatte und Sitzplatte zu
sehen sind;
2: Seitenansicht der 1,
mit auf der Schwenkplatte befindlichem Polsterträger mit Polster.
Die Sitzplatte 7 ist auf einer nicht näher dargestellten
höhenverstellbaren Säule eines Fußgestells (z.B. Fußkreuz mit
Rollen) befestigt, wobei an der Sitzplatte 7 die neigungsverstellbare Schwenkplatte
8 über das am vorderen Rand des Stuhles angeordnete Schwenkgelenk
10 befestigt ist. Für das Verschwenken der Schwenkplatte
8 relativ zur Sitzplatte 7 sind über ein Handrad
4 betätigbare Verschwenkmittel 12 vorgesehen. Im Ruhezustand
gemäß den beiden Figuren liegt die Schwenkplatte 8 auf der Sitzplatte
7 auf, so dass der Neigungsverstellwinkel gleich Null ist.
Die form- oder kraftschlüssige Mechanik der Schiebesitzarretierung
befindet sich zwischen der Schwenkplatte 8 und dem darauf längsverschieblich
aufgelegten Polsterträger 6 mit Polster 5.
Auslösemechanismus für die Schiebesitzarretierung ist eine
Auslösetaste 3, die durch einfaches Ziehen nach oben betätigt
wird und damit auf einen Bowdenzug (nicht dargestellt) wirkt, der den Schwenkhebel
9 der Schiebesitzarretierung dreht, wodurch seine Zähne außer
Eingriff mit den zugeordneten Nuten im Polsterträger 6 geraten.
Um die Achse des Schwenkhebels 9 herum ist eine Schenkelfeder
als Rückholfeder eingespannt, welche dafür sorgt, dass die Zähne
mit den Nuten wieder in Eingriff kommen, wenn die Taste 3 nach Betätigung
wieder losgelassen wird.
Auslösemechanismus für die Arretierung der Rückenlehne
ist die Taste 2 auf der linken vorderen Seite des Benutzers, wobei die
Einstellmechanik im Detail, sowie die Rückenlehne in den Figuren nicht dargestellt
sind.
Auslösemechanismus für die Höhenverstellung der Sitzfläche
5, 6, 8 zusammen mit der Sitzplatte 7 und der
Rückenlehne ist die Taste 1 auf der rechten vorderen Seite des Benutzers,
wobei die Einstellmechanik im Detail, in den Figuren nicht dargestellt ist.
Alle Tasten 1, 2 und 3 sind im Übrigen
im vorderen seitlichen Bereich des Arbeitsstuhles angeordnet, und damit für
einen auf dem Stuhl sitzenden Benutzer sehr bequem erreichbar und bedienbar. Das
Handrad 4 für die Sitzneigungsverstellung hingegen ist im hinteren
Bereich seitlich der Sitzfläche 5, 6, 8 angeordnet,
jedoch immer in Reichweite für einen sitzenden Nutzer. Da durch das Handrad
4 eine sehr feinfühlige Einstellung der Sitzneigungsverstellung erfolgt,
ist auch kein Blickkontakt des Nutzers nötig.
In einer anderen Ausführung des Arbeitsstuhles kann das Handrad
4 für die Sitzneigungsverstellung ersetzt werden durch eine Taste
11, ähnlich der Tasten 1-3, wobei diese dann hinter
der Taste 1 für die Höhenverstellung der Sitzfläche
5, 6, 8 auf der rechten vorderen Seite des Benutzers
angeordnet ist.
Figurenlegende
- 1
- Taste Höhenverstellung des Sitzes auf dem Fußkreuz
- 2
- Taste Arretierung der Rückenlehne
- 3
- Taste Schiebesitz
- 4
- Handrad Sitzneigung
- 5
- Sitzpolster
- 6
- Polsterträger
- 7
- Sitzplatte
- 8
- Schwenkplatte
- 9
- Schwenkhebel
- 10
- Schwenkgelenk
- 11
- Taste Sitzneigung alternativ zum Handrad 4
- 12
- Verschwenkmittel
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| Anspruch[de] |
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Arbeitsstuhl mit verbesserter Einstellmechanik für eine Sitzfläche
(5, 6, 7, 8) und eine Rückenlehne, beinhaltend
mehrere Betätigungselemente (1, 2, 3,
4, 11), welche über Kraftübertragungsmittel auf zugeordnete
Stellorgane (9, 12) wirken, dadurch gekennzeichnet, dass
sämtliche Betätigungselemente (1, 2, 3,
4, 11) seitlich oder rückwärtig an der Sitzfläche
(5, 6, 7, 8) befestigt sind und jeweils eine
Tastenfunktion aufweisen, die durch eine Tastenmechanik bewirkt wird, welche das
Betätigungselement (1, 2, 3, 4,
11) nach dessen Betätigung durch einen Nutzer selbsttätig wieder
in seine Ausgangslage zurückführt.
Arbeitsstuhl nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Betätigungselemente
(1, 2, 3, 4, 11) für die Höheneinstellung,
Neigungseinstellung und Längsverschiebung der Sitzfläche (5,
6), sowie der Neigungseinstellung, d.h. Arretierung bei verschiedenen Neigungswinkeln,
der Rückenlehne vorgesehen sind.
Arbeitsstuhl nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
dass die Betätigungselemente (1, 2, 3,
11) im vorderen Bereich seitlich an der Sitzfläche (5,
6, 7, 8) angeordnet sind.
Arbeitsstuhl nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
dass die Betätigungselemente (1, 2, 3,
4, 11) entweder als ziehbare und/oder drückbare Taste (1,
2, 3, 11) und/oder als drehbares Handrad (4)
ausgebildet sind.
Arbeitsstuhl nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
dass für das Rückholen in die Ursprungslage nach Betätigung der Betätigungselemente
(1, 2, 3, 11) ein elastisches Rückholelement
vorgesehen ist, welches auf das Betätigungselement (1, 2,
3, 11), das Kraftübertragungsmittel, oder das Stellorgan
wirkt, oder aber dass ein Teil der Betätigungselemente (1,
2, 3, 11), des Kraftübertragungsmittels oder des
Stellorganes selbst elastisch federnd ausgebildet ist.
Arbeitsstuhl nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das elastische
Rückholelement als Schenkelfeder oder als Zug- oder Druck-Schraubenfeder ausgebildet
ist.
Arbeitsstuhl nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet,
dass die Kraftübertragungsmittel einen Bowdenzug beinhalten,
der aus einem flexiblen Stahldraht oder aus einem flexiblen Kunststoffkabel oder
Glasfaserkabel oder ähnlichen flexiblen Zug- und Druckkräfte übertragenden
Materialien besteht.
Arbeitsstuhl nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet,
dass die Stellorgane (9, 12) drehbare und/oder linear verschiebbare
Hebel oder Keilflächen beinhalten.
Arbeitsstuhl nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die drehbaren
und/oder linear verschiebbaren Hebel Rastelemente wie z.B. Rastzähne und Rastnuten
aufweisen.
Arbeitsstuhl nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet,
dass die Sitzfläche (5, 6, 7, 8) eine auf
einer Sitzplatte (7) schwenkbar angelenkte Schwenkplatte (8) beinhaltet,
auf welcher ein längsverschiebbarer Polsterträger (6) mit darauf
befindlichem Polster (5) aufliegt.
Arbeitsstuhl nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass alle Betätigungselemente
(1, 2, 3, 4, 11) an der Sitzplatte
(7) befestigt sind.
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