Die vorliegende Erfindung betrifft einen Lehnenrahmen für einen
Arbeitsstuhl, mit einer Kopfstütze und/oder einem Kleiderbügel, nach dem
Oberbegriff des Anspruches 1.
Derartige Lehnenrahmen für einen Arbeitsstuhl nach dem Stand
der Technik haben den Nachteil, dass die Kopfstütze und/oder den Kleiderbügel
mit jeweils einer eigenen Befestigung am Stuhl getrennt voneinander erfolgt und
daher eine relativ komplizierte und damit herstellungs-, wartungs- und reparaturaufwändige
Konstruktion vorliegt, die relativ kostspielig ist. Zudem sind die Befestigungen
der Kopfstütze und/oder des Kleiderbügels zumeist unmittelbar außen
am Lehnenrahmen befestigt, was zu einer erhöhten Verletzungsgefahr für
Benutzer führt und zudem zu einem unvorteilhaften Design führt. Weiterhin
ist das obere Rahmenteil des Lehnenrahmens mit Kopfstütze und Kleiderbügel
einer relativ hohen Belastung bei der Benutzung ausgesetzt, wodurch die Lebensdauer
leidet oder aber das Design aufgrund einer verstärkten Dimensionierung des
oberen Rahmenteils des Lehnenrahmens.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, einen gattungsgemäßen
Lehnenrahmen für einen Arbeitsstuhl mit Kopfstütze und/oder den Kleiderbügel
derart weiter zu bilden, dass eine wesentliche einfachere Konstruktion bereit gestellt
wird, die hinsichtlich der Herstellung, Wartung und Reparatur wesentlich kostengünstiger,
aber mit mindestens gleicher Stabilität ausgeführt ist.
Zur Lösung dieser Aufgabe dienen die Merkmale des unabhängigen
Anspruches 1.
Wesentlich dabei ist, dass der Lehnenrahmen in seinem Kopfbereich
einen rückennahen Bügel und einen rückenfernen Bügel aufweist,
zwischen welchen ein Befestigungselement angeordnet ist, an dem sowohl die Kopfstütze,
als auch der Kleiderbügel befestigt ist.
Vorteil dieser Maßnahmen ist, dass durch ein einziges gemeinsames
Befestigungselement die Kopfstütze und der Kleiderbügel wesentlich kostengünstiger
am Lehnenrahmen befestigt werden können. Durch die hoch stabilisierende Zweiteilung
des Kopfbereichs des Lehnenrahmens in die zwei beabstandeten Bügelteile, kann
das Befestigungselement wesentlich geschützter am Lehnenrahmen festgelegt werden,
was zur Verringerung einer Verletzungsgefahr für Benutzer und nicht zuletzt
auch zu einem formvollendeten Design führt.
Vorteilhafte Ausgestaltungen sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
Insbesondere ist die Kopfstütze höhenverstellbar relativ
zum Befestigungselement ausgebildet, insbesondere mit indexierter Rastverbindung,
jedoch können in anderen Ausführungen die Kopfstütze und der Kleiderbügel
auch eine vordefinierte Höhe besitzen.
Insbesondere sind Kopfstütze und/oder der Kleiderbügel wiederholt
lösbar mit dem Befestigungselement verbunden, jedoch können in anderen
Ausführungen die Kopfstütze und der Kleiderbügel auch unlösbar
mit dem Befestigungselement verbunden sein.
Bevorzugt wird, wenn das Befestigungselement etwa mittig am rückenfernen
Bügel des Lehnenrahmens festgelegt ist, wobei jedoch in anderen Ausführungen
eine außermittige Anordnung möglich ist und auch eine Festlegung des Befestigungselements
am rückennahen Bügel des Lehnenrahmen. Natürlich könnte das
Befestigungselement auch an beiden Bügeln, dem rückenfernen als auch dem
rückennahen Bügel festgelegt werden, was zu einer weiteren Stabilisierung
des oberen Rahmenteils des Lehnenrahmens führt.
Vorteilhaft ist die Kopfstütze und/oder der Kleiderbügel
über eine Nut-Federverbindung mit dem Befestigungselement verbunden oder verbindbar,
wobei mindestens je eine Nut/Feder im Befestigungselement für die Kopfstütze
oder den Kleiderbügel vorhanden sind, oder aber eine gemeinsame Nut/Feder im
Befestigungselement zur Verbindung der Kopfstütze und auch des Kleiderbügels.
Eine bevorzugte Ausführung sieht vor, dass die Kopfstütze
einen Schaft aufweist, der in eine umfänglich geschlossene Aufnahme im Befestigungselement
wiederholt einführbar und aus dieser wieder herausführbar ist und dass
der Kleiderbügel mindestens zwei Führungsrippen aufweist, die gabelförmig
voneinander beabstandet sind und in seitlich angeordnete Führungsnute am Befestigungselement
einführbar und aus diesen wieder herausführbar sind. In anderen Ausführungsformen
kann auch die mechanische Umkehrung vorliegen oder aber der Schaft der Kopfstütze
und die Führungsrippen des Kleiderbügels können in unterschiedliche
oder die selben umfänglich geschlossenen oder teiloffenen Aufnahmen oder seitlichen
Führungsnuten geführt sein. Auch T-förmige oder schwalbenschwanzförmige
Nut-Federverbindungen können eingesetzt werden.
Der Kleiderbügel selbst weist eine etwa gleiche Krümmung
in der Tiefe des Lehnenrahmens auf, als der Lehnenrahmen selbst, wobei natürlich
auch eine geringere, größere oder gar eine variierende Krümmung möglich
wäre.
Um ein Kleidungsstück ohne Probleme auf dem
Kleiderbügel aufbringen zu können, ohne, dass beim auf dem Stuhl sitzen
das Kleidungsstück durch den Nutzer berührt werden kann, was einer Faltenbildung
auf dem Kleidungsstück entgegenwirkt, ist ein das Kleidungsstück aufnehmendes
Bogenteil des Kleiderbügels vollständig hinter dem rückenfernen Bügel
des Lehnenrahmens in der Tiefe beabstandet zu diesem angeordnet.
Zur Optimierung der Stabilität und des Designs können die
Dimensionen des rückennahen Bügels in der Tiefe und/oder in der Höhe
des Lehnenrahmens geringer sein, als diese Dimensionen des rückenfernen Bügels,
wobei aber bevorzugt die beiden Bügel des Lehnenrahmens, in der Tiefe des Lehnenrahmens
gesehen, sich mindestens teilweise oder aber vollständig überdecken.
Hierbei sind bevorzugt die beiden Bügel des Lehnenrahmens mit
dem restlichen Lehnenrahmen als eine einstückige Einheit gefertigt und bestehen
aus dem gleichen Werkstoff, wobei aber auch das lösbare oder unlösbare
Zusammenfügen von Eintelbauteilen, auch unterschiedlicher Materialien, möglich
wäre.
Wie beim Stand der Technik üblich, weist der Lehnenrahmen, in
der Tiefe des Lehnenrahmens (1) gesehen, eine rechteckförmige Grundform
auf, wobei aber erfindungsgemäß das obere im Kopfbereich befindliche Rahmenteil
durch die beiden Bügel gebildet ist und bevorzugt die Bügel in mindestens
zwei unterschiedlichen Punkten miteinander verbunden sind, welche die oberen Ecken
des Lehnenrahmens bilden, sowie die beiden Bügel in sich geschlossen ausgebildet
sind und keinerlei Unterbrechungen aufweisen.
Im Folgenden wird die Erfindung anhand von lediglich einen Ausführungsweg
darstellende Zeichnungen näher erläutert. Hierbei gehen aus den Zeichnungen
und ihrer Beschreibung weitere erfindungswesentliche Merkmale und Vorteile der Erfindung
hervor.
Es zeigt:
1 Ausschnitt des oberen Kopfteils des erfindungsgemäßen
Lehnenrahmens in Vorderansicht, ohne Kopfstütze, Kleiderbügel und deren
Befestigungselement;
2 Draufsicht auf 2;
3 Ausschnitt des oberen Kopfteils des erfindungsgemäßen
Lehnenrahmens in Vorderansicht, mitsamt Kopfstütze, Kleiderbügel und deren
Befestigungselement;
4 Draufsicht auf 3;
5 Explosionsdarstellung der 3;
6 Perspektivische Ansicht von 5;
7 Vergrößerte Detailansicht im Bereich des
Befestigungselements mit vollständig herausgezogenem Kleiderbügel, der
nur teilweise dargestellt ist;
8 Perspektivische Ansicht von 1
und 2;
9 Perspektivische Ansicht von 3
und 4 jedoch mit abgenommener Kopfstütze;
10 Perspektivische Ansicht von 3
und 4 jedoch mit abgenommenem Kleiderbügel;
11 Perspektivische Ansicht von 3
und 4 mitsamt Kopfstütze und Kleiderbügel.
Die 1-11
zeigen beispielhaft eine Ausführungsform der vorliegenden Erfindung mit unterschiedlichen
Bestückungen des Kleiderbügels und der Kopfstütze, sowie in unterschiedlichen
Ansichten.
Der rechteckförmige Lehnenrahmen 1 besteht hierbei aus
den im oberen Bereich angeordneten im Wesentlichen horizontal verlaufenden Bügeln
1a, 1b, sowie den daran endseitig sich anschließenden, nach
unten sich erstreckenden seitlichen Vertikalstreben 1c, 1d, als
auch eine daran endseitig sich anschließende, im Wesentlichen horizontal verlaufende
untere Horizontalstrebe (nicht gezeichnet). Auf dem Lehnenrahmen 1 ist
dann ein hier nicht dargestelltes ein- oder mehrschichtiges Rückenteil mit
Rückenpolster angebracht, an das sich ein Benutzer mit seinem Rücken anlehnen
kann. Zwischen Lehnenrahmen 1 und Rückenteil kann ein Stabilisierungsnetz
positioniert sein, welches ein Durchdrücken des Rückenteils durch die
Öffnung des Lehnenrahmens 1 verhindert.
In 1 und 3
ist erkennbar, dass sich die Bügel 1a, 1b in der Tiefe gesehen
überdecken, sowie in den 2 und 4,
dass sich der rückennahe Bügel 1a näher an dem Rückenpolster
des Nutzers (nicht gezeigt) befindet, als der rückenferne Bügel
1b.
2 und 4 ist zu entnehmen,
dass die Krümmungsradien der beiden Bügel 1a und 1b
unterschiedlich sind, die sich in den Eckpunkten des Lehnenrahmen 1 schneiden
und dort miteinander und den Vertikalstreben 1c und 1d verbunden
sind. Damit ergibt sich eine extrem stabile Rahmeneinheit 1a-1d,
welche problemlos die hohen Belastungen aufnehmen kann, die bei der Benutzung einer
Kopfstütze 3 und eines Kleiderbügels 4 gleichzeitig
auftreten können.
Die Kopfstütze 3 und der Kleiderbügel
4 sind über das Befestigungselement 2 mit dem Lehnenrahmen
1 wiederholt lösbar verbindbar, wobei das Befestigungselement
2 sich zwischen den Bügeln 1a und 1b befindet und
mittig auf dem hinteren rückenfernen Bügel 1b in einer rückspringenden
nutartigen Aufnahme 5 eingesetzt und befestigt ist.
Der Kleiderbügel 4 ist auswechselbar, aber nicht höhenverstellbar
über seine beiden Führungsrippen 6 im Befestigungselement
2 aufgenommen, und ist gemäß 3,
9 und 11 in seiner Benutzungsposition
etwas oberhalb und hinter den beiden Bügeln 1a, 1b des Lehnenrahmens
1 positioniert, so dass zwischen dem Kleiderbügel 4 und dem
rückenfernen Bügel 1b ein Freiraum verbleibt.
Die Kopfstütze 3 ist sowohl auswechselbar, als auch
(indexiert) höhenverstellbar über ihren Schaft 9 im Befestigungselement
2 aufgenommen, und ist gemäß 3,
10 und 11 in ihrer untersten
Benutzungsposition immer noch etwas oberhalb und vor den beiden Bügeln
1a, 1b des Lehnenrahmens 1 positioniert, so dass zwischen
der Kopfstütze 3 und dem rückennahen Bügel 1a ein
Freiraum verbleibt. In 5 und 6
sind besonders gut die Indexierausnehmungen 9a im Schaft 9 der
Kopfstütze 3 zu sehen, die mit einem Raststift in der Aufnahme
8 des Befestigungselements 2 höhenverstellbar rastend zusammenwirken.
Die Aufnahme 8 des Befestigungselements 2 ist als
Durchgangsausnehmung in Höhenrichtung ausgebildet, so dass der Schaft
9 der Kopfstütze 3 darin frei, auch nach unten hindurchtretend,
vertikal verschoben werden kann, wobei der Schaft 9 im oberen Bereich des
Polsters 3a der Kopfstütze 3 in Richtung Rücken gekrümmt
ist und damit ein vollständiges Durchrutschen des Schaftes 9 durch
die Aufnahme 8 des Befestigungselements 2 vermieden wird und damit
ein Beschädigen des Polsters 3a der Kopfstütze 3 oder
eine Verletzung eines Benutzers durch Einklemmen einer Gliedmaße.
Aus der Vergrößerung der 7
ist erkennbar, dass die Aufnahme 8 im Befestigungselement 2 Führungsrippen
8a aufweist, welche in Eingriff kommen mit zugeordneten Führungsnuten
9b des Schaftes 9 der Kopfstütze 3. Weiterhin ist
in 7 zu sehen, dass die Führungsrippen
6 an den beiden Gabelfortsätzen 4b des Kleiderbügels
4 jeweils mit Führungsnuten 7 am seitlichen Außenmantel
des Befestigungselements 2 zusammenwirken.
Am besten ist aus 6 erkennbar, dass der
Kleiderbügel 4 einen, ein Kleidungsstück (nicht gezeigt) aufnehmenden
horizontalen Bogenteil 4a aufweist, der über ein Zwischenstück
4c mit den zwei vertikalen Gabelfortsätzen 4b verbunden ist.
Aus optischen Gründen ist zwischen den Gabelfortsätzen 4b eine
Gabelbrücke 4d vorhanden, die bei Verwendung des Kleiderbügels
4 ohne Verwendung der Kopfstütze 3 die Aufnahme
8 im Befestigungselement 2 abdeckt.
- 1
- Lehnenrahmen
- 1a
- vorderer Bügel
- 1b
- hinterer Bügel
- 1c, 1d
- seitliche Vertikalstreben
- 2
- Befestigungselement
- 3
- Kopfstütze
- 3a
- Polster von 3
- 4
- Kleiderbügel
- 4a
- kleideraufnehmendes Bogenteil
- 4b
- Gabelfortsätze
- 4c
- Zwischenstück
- 4d
- Gabelbrücke
- 5
- Aufnahme in 1b für 2
- 6
- Führungsrippe an 4 für 2
- 7
- Führungsnut an 2 für 6
- 8
- Aufnahme in 2 für 3
- 8a
- Führungsrippen für 9b
- 9
- Schaft von 3
- 9a
- Indexierausnehmungen
- 9b
- Führungsnuten für 8a