Die Erfindung betrifft eine Klimaregelanlage zur Regelung klimatischer
Parameter in einer Spritzkabine für das Lackieren von Werkstücken, insbesondere
einer Spritzkabine für das Lackieren mit wasserlöslichen Lacken.
Eine solche Klimaregelanlage ist aus der DE
199 42 491 A1 bekannt. In einer Zuluftanlage für eine Spritzkabine
befindet sich eine Heizeinrichtung, eine Kühleinrichtung und eine Befeuchtereinrichtung,
um die Temperatur und die Luftfeuchtigkeit der der Spritzkabine zugeführten
Luft zu regulieren. Dabei wird vorgeschlagen die Temperaturabweichung zwischen der
Soll- und Isttemperatur und die Luftfeuchtigkeitsabweichung zwischen der Soll- und
Istluftfeuchtigkeit bei der Bildung der Reglereingangsgrößen zu verkoppeln,
z.B. durch die Bildung einer gewichteten Summe. Dadurch soll das Umschalten zwischen
einer Temperaturregelung und Luftfeuchtigkeitsregelung vermieden werden. Dabei wird
verhindert, dass Heizeinrichtung, Kühleinrichtung und Befeuchtereinrichtung
gleichzeitig betrieben werden, um Energie zu sparen. Eine der Einrichtungen wird
nur dann aktiviert, wenn sich zumindest eine der anderen Einrichtungen im deaktivierten
Ruhezustand befindet.
Ferner ist auch aus der DE
41 14 867 A1 eine Klimaregelanlage bekannt. In der Zuluftanlage ist ein
Psychrometer zur Messung der psychrometrischen Temperaturdifferenz angeordnet. Die
Ansteuerung einer Heizeinrichtung und einer Befeuchtereinrichtung erfolgt in Abhängigkeit
von der gemessenen psychrometrischen Temperaturdifferenz.
Ausgehend hiervon ist es eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung eine
Klimaregelanlage zu schaffen, die flexibel und zuverlässig auf Veränderungen
der klimatischen Parameter in der Umgebung der Spritzkabine reagieren kann.
Diese Aufgabe wird durch eine Klimaregelanlage mit den Merkmalen des
Patentanspruches 1 gelöst.
Neben einer Heizeinrichtung und einer Befeuchtereinrichtung ist ferner
eine Kühleinrichtung vorgesehen. Wenn hohe Außentemperaturen zusammen
mit einer hohen Luftfeuchtigkeit in der Umgebung außerhalb der Spritzkabine
vorliegen, kann eine Reduzierung der Luftfeuchtigkeit in der Spritzkabine auch mittels
einer entsprechenden Ansteuerung der Kühleinrichtung durchgeführt werden.
Die Klimaregelanlage weist drei parallel zueinander arbeitende Regelanordnungen
auf: eine Heizregelanordnung für die Heizeinrichtung, eine Befeuchterregelanordnung
für die Befeuchtereinrichtung und eine Kühlregelanordnung für die
Kühleinrichtung. Die Befeuchterregelanordnung ermittelt in Abhängigkeit
von wenigstens einer Befeuchtereingangsgröße eine Befeuchterstellgröße
zur Ansteuerung der Befeuchtereinrichtung. Diese Befeuchterstellgröße
wird auch der Heizregelanordnung und/oder der Kühlregelanordnung als jeweilige
Eingangsgröße zugeführt. Die von der Befeuchtereinrichtung beeinflusste
relative Luftfeuchtigkeit in der Spritzkabine ist einer der entscheidenden klimatischen
Parameter für die Qualität der Lackierung. Die relative Luftfeuchtigkeit
kann auch durch die Temperatur beeinflusst werden, so dass auch die Heizeinrichtung
bzw. die Kühleinrichtung die relative Luftfeuchtigkeit bei gleichzeitiger Veränderung
der Temperatur beeinflussen können. Dadurch, dass die Befeuchterstellgröße
der Heizregelanordnung bzw. der Kühlregelanordnung als Eingangsgröße
zugeführt wird, besteht die Möglichkeit, die Befeuchterstellgröße
unter Beibehaltung der gewünschten relativen Luftfeuchtigkeit in einem vorgebbaren,
gewünschten Wertebereich zu halten. Hierdurch bietet die Befeuchterstellgröße
insbesondere einen Spielraum sowohl zur Erhöhung der Befeuchterstellgröße,
als auch zur Verringerung der Befeuchterstellgröße. Dies ermöglich
ein schnelles Anpassen der Ansteuerung der Befeuchtereinrichtung bei sich in der
Umgebung der Spritzkabine verändernder relativer Luftfeuchtigkeit. Auf diese
Weise können Schwankungen der klimatischen Parameter in der Umgebungsluft der
Spritzkabine rasch ausgeglichen und eine gleich bleibende hohe Lackierqualität
sichergestellt werden.
Vorteilhafte Ausgestaltungen des Gegenstands der Erfindung ergeben
sich aus den abhängigen Patentansprüchen.
Es ist vorteilhaft, wenn zumindest ein Minimalwert für die Befeuchterstellgröße
vorgegeben ist. Auf diese Weise kann erreicht werden, dass die Befeuchterstellgröße
zur schnellen Anpassung der relativen Luftfeuchtigkeit in der Spritzanlage reduzierbar
ist. Die Befeuchterstellgröße bietet mithin immer ein gewisses Spiel für
eine Verringerung.
Dabei kann die Heizregelanordnung die Heizstellgröße und/oder
die Kühlregelanordnung die Kühlstellgröße zur Erhöhung
der Befeuchterstellgröße zumindest bis zum Minimalwert für die Befeuchterstellgröße
verändern, wenn die Befeuchterstellgröße ihren Minimalwert unterschreitet.
Durch diese Maßnahme ist sicher gestellt, dass über eine entsprechende
Ansteuerung der Heizeinrichtung bzw. der Kühleinrichtung die Befeuchterstellgröße
nach dem Unterschreiten ihres Minimalwertes wieder an den Minimalwert herangeführt
wird. Somit wird über die Befeuchterstellgröße ein Mindestniveau
bei der Befeuchtung der Luft über die Befeuchtereinrichtung gewährleistet.
Bei dieser Ausführung besteht weiterhin die Möglichkeit,
dass dann, wenn die Befeuchterstellgröße einen ersten Minimalwert unterschreitet,
die Kühlregelanordnung über die Kühlstellgröße eine erhöhte
Kühlleistung der Kühleinrichtung anfordert und dass dann, wenn die Befeuchterstellgröße
einen zweiten Minimalwert unterschreitet die Heizregelanordnung über die Heizstellgröße
eine erhöhte Heizleistung der Heizeinrichtung anfordert. Durch die Wahl der
beiden Minimalwerte für die Befeuchterstellgröße kann festgelegt
werden, ob bevorzugt durch Kühlen oder Heizen entfeuchtet werden soll. Dementsprechend
wird der erste Minimalwert für die Befeuchterstellgröße größer
oder kleiner gewählt als der zweite Minimalwert für die Befeuchterstellgröße.
Ob zunächst mit Hilfe der Heizeinrichtung oder der Kühleinrichtung entfeuchtet
werden soll, kann beispielsweise vom durchgeführten Lackierverfahren und/oder
von der Verfügbarkeit des der Kühleinrichtung zugeführten Kältemittels
– im Winterbetrieb sind die Kühlregister der Kühleinrichtung entleert
– und/oder von den Energiekosten für das Kühlen bzw. Heizen abhängig
gemacht werden. Durch diese Ausgestaltung kann der Energieaufwand gering gehalten
werden.
Bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel kann der wenigstens
eine Minimalwert für die Befeuchterstellgröße zwischen 10 und 50%
des maximal möglichen Wertes der Befeuchterstellgröße und insbesondere
zwischen 10 und 20% liegen. Bei einem Minimalwert von 50% des maximal möglichen
Wertes der Befeuchterstellgröße wäre der Spielraum für eine
Veränderung der Befeuchterstellgröße nach oben und nach unten optimal.
Allerdings ist in diesem Fall auch der zusätzliche Energieaufwand maximal.
Unter der Berücksichtigung des zusätzlichen Energieaufwandes und der Möglichkeit
der schnellen Reaktion auf sich veränderte klimatische Parameter in der Umgebung
der Spritzkabine können bei Minimalwerten für die Befeuchterstellgröße
im Bereich von 10-20% des maximal möglichen Wertes der Befeuchterstellgröße
gute Ergebnisse erreicht werden. Beispielsweise kann dabei der erste Minimalwert
für die Befeuchterstellgröße 15% des maximal möglichen Wertes
der Befeuchterstellgröße betragen und der zweite Minimalwert für
die Befeuchterstellgröße 10% des maximal möglichen Wertes der Befeuchterstellgröße
betragen.
Eine einfache Ausgestaltung der Klimaregelanlage ergibt sich dadurch,
dass als Befeuchterstellgröße die Wechselstromfrequenz oder die Wechselspannungsfrequenz
eines zum Antrieb einer Pumpe der Befeuchtungseinrichtung vorgesehenen Elektromotors
verwendet wird.
Im Folgenden wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand
der beigefügten Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:
1 ein Blockschaltbild eines Ausführungsbeispiels
der Klimaregelanlage und
2 einen beispielhaften Verlauf der relativen Luftfeuchtigkeit,
der Temperatur und verschiedener Ein- und Ausgangsgrößen der Klimaregelanlage
über der Zeit x.
1 zeigt das Blockschaltbild einer Ausführungsform
einer Klimaregelanlage 5 zur Regelung klimatischer Parameter in einer nicht
näher dargestellten Spritzkabine für das Lackieren von Werkstücken
mit wasserlöslichen Lacken. Derartige Spritzkabinen kommen beispielsweise beim
Lackieren von Karosserieteilen in der Automobilindustrie zum Einsatz. Um die Qualität
der Lackierung sicher zu stellen müssen die klimatischen Bedingungen in der
Spritzkabine in vorgegebenen Bereichen liegen. Die Klimaregelanlage 5 regelt
daher die Temperatur t und die relative Luftfeuchtigkeit h in der Spritzkabine.
Hierfür weist die Klimaregelanlage 5 eine durch eine
Heizregelanordnung 6 angesteuerte Heizeinrichtung 7, eine durch
eine Befeuchterregelanordnung 8 angesteuerte Befeuchtereinrichtung
9 und eine durch eine Kühlregelanordnung 10 angesteuerte
Kühleinrichtung 11 auf.
Die Befeuchterregelanordnung 8 weist einen Befeuchterregler
12 auf, dem als Befeuchtereingangsgrößen der aktuelle Wert der
relativen Luftfeuchtigkeit hist – im Folgenden als Istluftfeuchtigkeit
– und der gewünschte Wert der relativen Luftfeuchtigkeit hsoll
– im Folgenden als Sollluftfeuchtigkeit bezeichnet – zugeführt.
Aus der Istluftfeuchtigkeit hist und der Sollluftfeuchtigkeit hsoll
bestimmt der Befeuchterregler 12 eine Befeuchterstellgröße fist
zur Ansteuerung der Befeuchtereinrichtung 9. Die Befeuchterstellgröße
fist ist bei dem hier beschriebenen Ausführungsbeispiel von einer
Wechselstromfrequenz oder einer Wechselspannungsfrequenz eines Elektromotors
13 gebildet, der eine Pumpe 14 der Befeuchtereinrichtung
9 antreibt. Je größer die Frequenz f der Wechselstroms bzw. der
Wechselspannung ist desto größer ist auch der Volumenstrom der Pumpe
14 und die Menge an der Luft in der Spritzkabine zugeführter Feuchtigkeit,
so dass sich die Istluftfeuchtigkeit hist erhöht.
Die Heizregelanordnung 6 enthält einen Heizregler
15, einen Heizbegrenzer 16 und einen Nachheizregler
17. Dem Heizregler 15 werden als Heizeingangsgrößen
die Ist-Temperatur tist und eine untere Solltemperatur tsollu
zugeführt. Aus der Isttemperatur tist und der unteren Solltemperatur
tsollu ermittelt der Heizregler 15 eine Heizreglerausgangsgröße
dtu. Sinkt die Isttemperatur tist unter die untere Solltemperatur tsollu
ab, nimmt die Heizreglerausgangsgröße dtu einen Wert an, der eine Temperaturerhöhung
durch die Heizeinrichtung 7 anfordert.
Die Befeuchterstellgröße fist wird dem Nachheizregler
17 als Heizeingangsgröße übermittelt. Ferner wird dem Nachheizregler
17 ein erster Minimalwert fmin1 für die Befeuchterstellgröße
vorgegeben.
Eine weitere Heizeingangsgröße bildet eine Maximaltemperatur
tmax, die dem Heizbegrenzer 16 neben der Isttemperatur tist
zugeführt wird. Die Heizbegrenzerausgangsgröße og hat den Wert 1,
wenn die Isttemperatur tist kleiner oder gleich der Maximaltemperatur
tmax ist. Übersteigt die Isttemperatur tist jedoch die
Maximaltemperatur tmax, wird die Heizbegrenzerausgangsgröße
og zu 0. In der Heizreglereinrichtung 6 werden die Heizbegrenzerausgangsgröße
og und die Nachheizreglerausgangsgröße dn miteinander multipliziert, woraus
sich die begrenzte Nachheizreglerausgangsgröße dnb ergibt. Die begrenzte
Nachheizreglerausgangsgröße dnb und die Heizreglerausgangsgröße
dtu werden zur Heizstellgröße dvh addiert. Im vorliegenden Fall steuert
die Heizstellgröße dvh ein Heizventil der Heizeinrichtung 7 an,
das je nach Wert der Heizstellgröße dvh um einen angegebenen Anteil geöffnet
bzw. geschlossen wird, je nach dem ob die Heizleistung erhöht oder verringert
werden soll.
Die Kühlregleranordnung 10 weist einen Kühlregler
20 auf der aus den beiden Kühleingangsgrößen Isttemperatur
tist und einer oberen Solltemperatur tsollo eine Kühlerreglerausgangsgröße
dto ermittelt. Überschreitet die Isttemperatur tist die vorgegebene
obere Solltemperatur tsollo, so nimmt die Kühlreglerausgangsgröße
dto einen Wert an, der eine Erhöhung der Kühlleistung der Kühleinrichtung
11 anfordert.
Weiterhin enthält die Kühlregleranordnung 10 einen
Entfeuchterregler 21 dem analog zum Nachheizregler 17 die Befeuchterstellgröße
fist als Kühleingangsgröße übermittelt wird. Dem
Entfeuchterregler 21 wird ferner ein zweiter Minimalwert fmin2
für die Befeuchterstellgröße fist vorgegeben.
Für die Befeuchterstellgröße fist sind mithin
ein erster Minimalwert fmin1 und ein zweiter Minimalwert fmin2
vorgegeben. Beide Minimalwerte sind gleichzeitig gültig, so dass die Luftfeuchtigkeit
entweder bevorzugt durch Kühlen oder Heizen erfolgt.
Unterschreitet die Befeuchterstellgröße tist
den ersten Minimalwert fmin1 für die Befeuchterstellgröße,
so fordert der Entfeuchterregler 21 über seine Entfeuchterreglerausgangsgröße
de eine Erhöhung der Kühlleistung durch die Kühleinrichtung
11 an, um die Istluftfeuchtigkeit hist abzusenken, so dass der
Befeuchterregler 12 die Befeuchterstellgröße fist
zumindest auf den ersten Minimalwert fmin1 erhöhen kann.
Unterschreitet die Befeuchterstellgröße fist
den zweiten Minimalwert fmin2 für die Befeuchterstellgröße,
fordert die Nachheizreglerausgangsgröße dn eine Erhöhung der Heizleistung
an, um die Istluftfeuchtigkeit hist durch eine Temperaturerhöhung
zu senken, so dass der Befeuchterregler 12 die Befeuchterstellgröße
fist zumindest wieder auf den zweiten Minimalwert fmin2 erhöhen
kann.
Bei der hier beschriebenen Ausführungsform ist ferner ein Kühlbegrenzer
22 vorhanden dem als Kühleingangsgrößen die Isttemperatur
tist und eine Taupunkttemperatur tt übermittelt werden.
Unterschreitet die Isttemperatur tist die Taupunkttemperatur tt,
nimmt die Kühlbegrenzerausgangsgröße ug den Wert 0 an. Ansonsten
beträgt die Kühlbegrenzerausgangsgröße ug = 1. Die Entfeuchterreglerausgangsgröße
de und die Kühlbegrenzerausgangsgröße ug werden zur begrenzten Entfeuchterreglerausgangsgröße
deb multipliziert. Die Kühlstellgröße dvk ergibt sich aus einer Addition
der begrenzten Entfeuchterreglerausgangsgröße deb und der Kühlreglerausgangsgröße
dto. Beim bevorzugten Ausführungsbeispiel wird über die Kühlstellgröße
dvk ein Kühlventil angesteuert, das zur Erhöhung der Kühlleistung
weiter geöffnet und zur Verringerung der Kühlleistung weiter geschlossen
wird. Der Wert der Kühlstellgröße dvk gibt dabei an, um wie viel
das Kühlventil geöffnet bzw. geschlossen werden soll.
In Abwandlung zur dargestellten Klimaregelanlage 5 kann der
Kühlbegrenzter 22 der Kühlregelanordnung 10 auch entfallen.
Die Kühlstellgröße dvk ergibt sich dann aus einer Addition der Kühlregelausgangsgröße
dto und der Entfeuchterreglerausgangsgröße de.
Anhand von 2 soll nun beispielhaft die
Funktionsweise der Klimaregelanlage 5 erläutert werden. Zu Beginn
des Betrachtungszeitraums zum Zeitpunkt x = 0 ist das Kühlventil durch eine
entsprechende Vorgabe der Kühlstellgröße dvk schon sehr weit geöffnet,
um die Isttemperatur tist im gewünschten Bereich zwischen der unteren
Solltemperatur tsollu und der oberen Solltemperatur tsollo
zu halten. Die Heizstellgröße dvh ist zu diesem Zeitpunkt gleich 0, so
dass das Heizventil vollständig geschlossen ist und keine Heizleistung über
die Heizeinrichtung 7 erzeugt wird. Die Istluftfeuchtigkeit hist
entspricht unter Berücksichtigung einer vorgegebenen Regelungstoleranz der
Sollluftfeuchtigkeit hsoll. Der die Pumpe 14 antreibende Elektromotor
13 wird zu diesem Zeitpunkt mit einer Befeuchterstellgröße fist
angesteuert, die größer ist als der während des Betriebs der Kühleinrichtung
11 gültige zweite Minimalwert fmin2 der Befeuchterstellgröße.
Zum ersten Zeitpunkt x1 steigt die Istluftfeuchtigkeit hist
an und weicht dadurch von der vorgegebenen Sollluftfeuchtigkeit hsoll
ab. Zur Reduzierung der Istluftfeuchtigkeit hist wird deshalb ab dem
ersten Zeitpunkt x1 die Befeuchterstellgröße fist
– die der Frequenz der Wechselspannung bzw. des Wechselstroms des Elektromotors
13 entspricht – abgesenkt. Dabei unterschreitet die Befeuchterstellgröße
fist zu einem zweiten Zeitpunkt x2 den gültigen zweiten Minimalwert
fmin2 für die Befeuchterstellgröße. Deshalb veranlasst
der Nachheizregler 17 über die Nachheizreglerausgangsgröße
dn eine Erhöhung der Heizstellgröße dvh, so dass Heizventil der Heizeinrichtung
7 zur Erhöhung der Heizleistung geöffnet wird. Dies hat zur Folge,
dass sich die Isttemperatur tisterhöht und zum dritten Zeitpunkt
x3 die obere Solltemperatur tsollo überschreitet.
Aus diesem Grund wird zum dritten Zeitpunkt x3 die Kühlstellgröße
dvk zur weiteren Öffnung des Kühlventils und mithin zur Erhöhung
der Kühlleistung vergrößert.
Zu einem vierten Zeitpunkt x4 entspricht die Istluftfeuchtigkeit hist
wieder in etwa der Sollluftfeuchtigkeit hsoll – unter Berücksichtigung
der zulässigen Toleranzabweichungen. Durch das für den Nachheizregler
17 geöffnete Heizventil der Heizeinrichtung 7 steigt die
Isttemperatur tist weiter an was zu einer Reduzierung der Istluftfeuchtigkeit
hist führen würde. Da hier aber die Befeuchterstellgröße
fist wieder bis auf den zweiten Minimalwert fmin2 angehoben
wird, bleibt die Istluftfeuchtigkeit hist im Wesentlichen gleich der
Sollluftfeuchtigkeit hsoll.
Zu einem fünften Zeitpunkt x5 überschreitet dann die Isttemperatur
tist die Maximaltemperatur tmax. Dies hat zur Folge, dass
die Heizbegrenzerausgangsgröße og den Wert 0 annimmt und die begrenzte
Nachheizreglerausgangsgröße dnb ebenfalls zu Null wird. Da auch die Heizreglerausgangsgröße
dtu = 0 ist ergibt sich für die Heizstellgröße dvh ebenfalls der
Wert 0 und das Heizventil wird geschlossen. Dennoch steigt die Temperatur weiter
an und die Istluftfeuchtigkeit hist fällt unter die Sollluftfeuchtigkeit
hsoll ab. Daraufhin wird die Befeuchterstellgröße fist
zur Erhöhung der Luftfeuchtigkeit vergrößert. Als Folge davon steigt
die Istluftfeuchtigkeit hist wieder bis auf den Wert der Sollluftfeuchtigkeit
hsoll an. Die Isttemperatur tist fällt auch wieder ab
und unterschreitet zu einem siebten Zeitpunkt x7 die obere Solltemperatur tsollo,
woraufhin die Kühlleistung der Kühleinrichtung 11 durch eine
entsprechende Reduzierung der Kühlstellgröße dvk gesenkt werden kann.
Die beispielhafte Situationsbeschreibung anhand von 2
betrifft lediglich eine willkürlich angenommene klimatische Ausgangslage und
dient dem besseren Verständnis der Arbeitsweise der Klimaregelanlage
5. Insoweit ist das beschriebene Szenario nicht als Schutzeinschränkung
zu verstehen, sondern stellt lediglich einen möglichen Regelungsablauf der
Klimaregelanlage 5 dar.