PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE202007007516U1 29.11.2007
Titel MDF-Balsaholzplatte
Anmelder Günther Isensee Modellbaubedarf, 31867 Hülsede, DE
Vertreter Patent- und Rechtsanwälte Meinke, Dabringhaus und Partner GbR, 44141 Dortmund
DE-Aktenzeichen 202007007516
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 29.11.2007
Registration date 25.10.2007
Application date from patent application 26.05.2007
IPC-Hauptklasse B27N 3/00(2006.01)A, F, I, 20070526, B, H, DE

Beschreibung[de]

Die Erfindung richtet sich auf eine mitteldichte Holzfaserplatte, d.h. eine sogenannte MDF-Platte (medium density fiberboard).

Derartige Platten sind in vielfachen Ausführungen bekannt. Sie werden aus feinzerfaserten, rindenfreien Hölzern, insbesondere Nadelhölzern, hergestellt und durch schonende Verpressung in einen in Längs- und Querrichtung gleichmäßig homogenen Zustand gebracht.

Als Rohstoff werden vorwiegend Hackschnitzel verwendet, die mittels einer hydrochemischen Vorbehandlung in einem Vordampfbehälter vorgedampft werden und in einem Autoklaven anschließend bei einem Druck von beispielsweise 10 bar gekocht. Zur Weiterbehandlung werden die entstandenen Fasern über Blasleitungen einem Trockner zugeleitet, später wird dann Leim hinzugefügt und das Leim-/Holzfasergemisch ggf. durch beheizte Walzen verpresst.

Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, eine ausgesprochen leichte derartige MDF-Platte zu schaffen mit den diesen Materialien innewohnenden Vorteilen.

Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch gelöst, dass die Platte aus Balsaholzfasern und Leim gebildet ist.

Der wesentliche Vorteil der Erfindung liegt in der Herstellung derartiger Platten aus Balsaholz. In der Literatur sind Leichtplatten zwar schon erwähnt, die sich dreidimensional verformen lassen, so erwähnt die DE-102 54 957-A1 als Werkstoff für derartige dreidimensional verformbare Platten MDF-Platten und Platten aus Balsaholz. Bei einer Mehrschicht-MDF-Platte nach der DE-10 2005 038 734-A1 wird eine der Schichten aus Balsaholz oder Pappelholz hergestellt, nicht aber eine MDF-Balsaholzplatte.

Zum Stand der Technik, sogenannte Leichtbauplatten betreffend, zählt neben der DE-10 2005 057 606-A auch die DE-10 2005 038 734-A, DE-102 54 957-A, DE-2 011 865-A, die DE-201 08 858-U sowie die JP-2001 293 706-A. Ein Verfahren zur Herstellung von Faser- oder Spanplatten zeigt darüber hinaus die AT-395 692-B. Keine der Literaturstellen zeigt dabei eine mitteldichte Holzfaserplatte, die im Wesentlichen aus Balsaholzfasern gebildet ist.

Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen. Dabei kann vorgesehen sein, dass die Balsaholzfasern aus vorgewässerten Hackschnitzeln gewonnen sind. Der Aufschlussdruck bei der Fasergewinnung kann zwischen 5 bis 14 bar liegen, wobei als Klebstoff, wie an sich bekannt, ein Harnstoff-Formaldehydharz (UF-Harz) zum Einsatz kommen kann.

Eine Besonderheit der vorliegenden Erfindung liegt auch darin, eine Mehrschicht-MDF-Platte vorzusehen, deren zentrale Schicht aus Balsastirnholz gebildet ist mit auflenseitigen Balsaholzfaserschichten.

Die Erfindung ist nachstehend anhand der Zeichnung beispielsweise näher erläutert. Dies zeigt in

1 eine vereinfachte Darstellung einer mitteldichten Holzfaserplatte nach der Erfindung sowie in

2 eine Prinzipskizze der Herstellung.

Die allgemein mit 1 bezeichnete erfindungsgemäße mitteldichte Holzfaserplatte 1 besteht aus ausgerichteten Balsaholzfasern 2, wobei das UF-Harz durch Punkte 3 angedeutet ist.

In 2 ist angedeutet, dass das Gemisch aus Balsaholzfasern und dem UF-Harz zwischen zwei z.B. Walzen 4 positioniert wird, um dann zusammengepresst und als Platte ausgeschoben zu werden. Die Walzen 4 können beispielsweise mantelseitig beheizt sein, was nicht näher dargestellt ist. Die Plattendicken können dabei z.B. 10 bis 80 mm betragen, die Rohdichte zwischen 370 bis 410 kg/m3. Statt unter Einsatz der Walzen 4 können die Platten 1 auch im sogenannten Konti-Pressverfahren gefertigt sein.


Anspruch[de]
Mitteldichte Holzfaserplatte, dadurch gekennzeichnet, dass die Platte (1) aus Balsaholzfasern (2) und Leim (3) gebildet ist. Mitteldichte Holzfaserplatte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Balsaholzfasern (1) aus vorgewässerten Hackschnitzeln gewonnen sind. Mitteldichte Holzfaserplatte nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Balsaholzfasern (1) mit einem Aufschlussdruck von 5 bis 14 bar gebildet sind. Mitteldichte Holzfaserplatte nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Platte (1) aus einer Mittelschicht aus Balsastirnholz und beidseitig aus einer Deckschicht aus gestreuten Balsaholzfasern mit nachträglicher Verpressung gebildet ist. Mitteldichte Holzfaserplatte nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass als Klebstoff (3) ein Harnstoff-Formaldehydharz (UF-Harz) eingesetzt ist.






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com