Aussenwandecken von Gebäuden üblicher Bauart, weisen einen
rechten Winkel (Zeichn. 1) und scharte Kanten auf. Aufbau, Material und Verwendung
von Mauerwerk ist einschlägig in technischen Regeln genormt.
Die heute üblichen Konstruktionen weisen erhebliche „geometrische
Wärmebrücken" auf. Verdeutlicht wird der ungünstige Wärmeverlauf
(Zeichn. 2) durch die dargestellten Isothermen bei Anwendung der normierten Berechnungen
mit –15 ° C Aussentemperatur und + 20 ° C Innenraumtemperatur.
Die „Auskühlungsflächen" der Aussenwandecken sind
durch die rechtwinklige Mauerecke (Zeichn. 1) rund 50 % großflächiger
als bei Verwendung der Formelemente (3) mit Schrägungen (1)
und (2).
Die „Innenwandecken" erhält durch die Schrägung (2)
ein besseres Strömungs- und Verteilungsverhalten des inneren Wärmestromes,
wodurch Luftfeuchte fort getragen wird. Die geometrische Veränderung der Wandecke
zur Schrägung (2) nimmt unmittelbar die durch Konvektion oder Strahlung
zur Verfügung stehende, erwärmte Raumluft besser auf und verteilt diese
auf die angrenzenden Wandflächen (4).
Vorteile der Erfindung:
Zeichnung (3) veranschaulicht den besseren Wärmefluss.
Mit Einsatz der neuen Formteile (3) wird insbesondere bei
einschaliger Bauweise und Verzicht auf zusätzliche Dämmstoffe, der Entstehung
von Schimmel- und Pilzbefall entgegen gewirkt.
Planer, Bauausführende und Vermieter, die Wohnraum ohne mechanische
lüftungstechnische Maßnahmen anbieten, schaffen bei Verwendung der neuen
Formelemente (3) die geforderte Raumluftqualität. Die in Räumen
an Außenwandecken typischen dunklen, feuchten Verfärbungen mit Schimmelpilzbefall
werden vermieden durch Verteilung der feuchten Luft auf die angrenzenden Wandflächen
(4).
Stand der Technik:
Die Problemzone der geometrischen Wärmebrücke ist in Zeichnung
(1) mit dem ungünstigen Wärmezufluss in Richtung „Innenecke" dargestellt.
Hierbei wird mittels der Isothermenverläufe, bei „genormter"
Außen- und Innentemperatur, der Umgebungsluft/Raumluft, die kritische Eckentemperatur-
innen – von ca. + 10 ° C erreicht.
Diese führt unweigerlich bei mäßiger Luftbewegung zu
Kondensaten im Eckbereich und damit zur Schimmelpilzbildung.
Der Gesundheit gefährdende Aspekt sei nur am Rande erwähnt
Die Literatur hierzu ist derzeit unerschöpflich, wie auch die wissenschaftlichen
Erkenntnisse.
Diese Missstände resultieren auch aus alten planerischen Bausünden
und Überlieferungen. Mit dem Einsatz der neu erfundenen Formteile (3)
kann diesem bekannten Baumangel dauerhaft abgeholfen werden.