Die Erfindung betrifft ein Gestell für ein Möbelteil, insbesondere
eine Kopfstütze.
Derartige Möbelteile in Form von Kopfstützen sind in unterschiedlichen
Ausführungen bekannt. Sie sind einerseits ein fester Bestandteil eines Möbels,
beispielsweise eines Sessels oder einer Couch, und andererseits verstellbar an diesen
angeordnet. Dabei können diese Kopfstützen um eine Schwenkachse nach vorn
oder hinten verschwenkt werden, um den Kopf der auf dem Möbel befindlichen
Person abzustützen. Eine Verstellung der Höhe der Kopfstütze ist
ebenfalls möglich, um der Größe des Oberkörpers der auf dem
Möbel sitzenden Person zu entsprechen.
Diese Arten von Kopfstützen haben sich bewährt. Sie sind
jedoch häufig ein Bestandteil des Korpus des Möbels, der dafür besonders
angepasst ist. Ein Beispiel zur Illustration bildet die DE
8229333 U1. Derartige Kopfstützen bzw. Gestelle sind für andere,
unterschiedliche Möbelausführungen oft nur zum Teil durch umfangreiche
Änderungsarbeiten bzw. vollständige Neukonstruktion verwendbar.
Als weiterhin wird es als nachteilig empfunden, dass ein hoher Teileaufwand
zur Erzielung von Verstellmöglichkeiten notwendig ist. Außerdem sind zur
Einhaltung der Positionen Rastgesperre nötig, die den Teileaufwand erhöhen
und die Betätigung erschweren können.
Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Gestell für
ein Möbelteil, insbesondere Kopfstütze, mit Verbesserungen und Vereinfachungen
zu schaffen, um die oben genannten Nachteile ganz oder teilweise zu beseitigen und
weitere Vorteile zu bieten.
Eine weitere Aufgabe besteht darin, eine Kopfstütze mit einem
solchen Gestell bereitzustellen.
Die Aufgabe wird durch ein Gestell mit den Merkmalen des Anspruchs
1 gelöst.
Die weitere Aufgabe wird durch eine Kopfstütze mit den Merkmalen
des Anspruchs 15 gelöst.
Der Grundgedanke der Erfindung besteht darin, dass das Gestell aus
einem auf einem Führungsteil verschiebbaren Oberteil und einem Befestigungsteil
besteht, wobei das Oberteil über das Führungsteil an dem Befestigungsteil
verschwenkbar angebracht ist.
Dadurch wird ein Gestell geschaffen, welches für unterschiedliche
Arten von Kopfstützen und zur einfachen Anbringung an unterschiedlichen Möbeln
vorteilhaft geeignet ist. Durch die geringe Anzahl von Teilen sind zum einen der
Zusammenbau vorteilhaft einfach, und zum anderen die Lagerhaltung besonders wirtschaftlich.
Ein erfindungsgemäßes Gestell für ein Möbelteil,
insbesondere eine Kopfstütze, welches in der Höhe und Neigung verstellbar
ist, weist Folgendes auf:
ein Oberteil zur Bildung der Kopfstütze; ein Führungsteil zur axialen
Verstellung des Oberteils relativ zum Führungsteil; und ein Befestigungsteil
zur Befestigung des Gestells an einem Möbel, wobei das Oberteil über das
Führungsteil an dem Befestigungsteil um eine annähernd senkrecht zur Richtung
der Verstellung des Oberteils angeordnete Schwenkachse verschwenkbar angebracht
ist.
Weitere Merkmale und Vorteile der erfindungsgemäßen Bedienungseinheit
sind Gegenstand der zugehörigen Unteransprüche.
Es ist besonders vorteilhaft, dass die axiale Verstellung des Oberteils
unabhängig von der Verschwenkung des Oberteils um die Schwenkachse ausgebildet
ist, da auf diese Weise keine Beschränkung der Verstellfunktionen gegeben ist.
In bevorzugter Ausführung weist das Oberteil mindestens ein Stützelement
auf, welches mit einem Führungselement des Führungsteils in Axialrichtung
des Führungselementes verschiebbar verbunden ist. Dabei ist es vorteilhaft,
dass das mindestens eine Stützelement in Form eines Rohres ausgebildet ist
und das Führungselement in korrespondierender Form in dem Stützelement
verschiebbar angeordnet ist, wobei in dem mindestens einen Stützelement zumindest
abschnittsweise eine Hülse, vorzugsweise aus Kunststoff, angeordnet ist, die
mit dem Führungselement in Kontakt steht. Hierdurch ergibt sich eine vorteilhafte
Gleitpaarung der Elemente untereinander, sowohl beim Gebrauch als auch beim Zusammenbau.
Es ist bevorzugt, dass das mindestens eine Stützelement einen
Arretierbereich zur Arretierung des Stützelementes in Bezug auf das Führungselement
aufweist, wobei es weiterhin bevorzugt ist, dass im Arretierbereich ein Stellelement
zur Einstellung einer Klemmkraft zur Arretierung des Stützelementes in Bezug
auf das Führungselement angeordnet ist, das mit einem Druckelement oder über
die Hülse mit dem Führungselement in Kontakt steht. So wird auf eine vorteilhaft
einfache Weise eine einstellbare Klemmkraft erzeugt, die durch die Elastizität
des Stützelementes und der Hülse erzeugt wird. Dabei lässt sich das
Oberteil der Kopfstütze mit einer bestimmten Kraft verschieben und verbleibt
durch die Klemmkraft in der gewünschten Position.
In einer weiteren bevorzugten Ausführung ist vorgesehen, dass
das Führungselement an seinem in dem Stützelement angeordneten Ende eine
Ausnehmung aufweist, die mit dem Stellelement zur Bildung eines Endanschlags der
Höhenverstellung des Stützelementes zusammenwirkt. Dadurch werden ein
vorteilhaft einfacher Zusammenbau und gleichzeitig ein Verhinderung des Auseinanderziehens
möglich.
Weiterhin ist bevorzugt, dass das Oberteil zumindest einen Querträger
für eine Kopfstütze aufweist, wodurch diese, zum Beispiel in Form eines
Polsters, stabilisiert wird.
Die Erfindung wird nun anhand einer beispielhaften Ausführung
mit Bezug auf die beigefügten Figuren näher erläutert. Hierbei zeigen:
1 eine perspektivische Ansicht eines Ausführungsbeispiels
des erfindungsgemäßen Gestells in einer ersten Position;
2 eine perspektivische Ansicht des Ausführungsbeispiels
nach 1 in einer zweiten Position;
3 eine Vorderansicht des Ausführungsbeispiels
nach 2;
4 eine vergrößerte Schnittdarstellung des
Bereichs A aus 3;
5 eine Seitenansicht des Ausführungsbeispiels
nach 2; und
6 eine vergrößerte Ansicht des Bereichs B
nach 5.
In 1 ist ein Ausführungsbeispiel
eines erfindungsgemäßen Gestells 1 für ein Möbelteil,
insbesondere eine Kopfstütze, perspektivisch in einer ersten Position dargestellt.
Das Gestell 1 besteht aus einem Oberteil 2, einem
Führungsteil 3 (siehe 2 und
3) und einem Befestigungsteil 14. Das Oberteil
2 dient zur Anbringung einer Kopfstütze in beliebiger Form, die hier
nicht gezeigt ist. Es weist zwei vertikale Stützelemente 4 auf, die
parallel zu einander in einem Abstand angeordnet sind, und mit Querstreben
5 verbunden sind. Eine Querstrebe 5 verbindet die oberen Enden
der Stützelemente 4, während eine zweite Querstrebe
5 im unteren Drittel der Stützelemente 4 angeordnet ist.
An den Längsseiten der Querstreben 5 sind auf einer Seite des Oberteils
2 Querträger 8 angebracht, welche zur Verstärkung und
Anbringung der Kopfstütze dienen.
Die Stützelemente 4 weisen in ihrem unteren Drittel
jeweils mindestens ein Stellelement 6, 6' in einem Arretierbereich
7 (siehe 2 und 3)
auf, dessen Funktion weiter unten noch ausführlicher erläutert wird. Die
Stützelemente 4 sind auf Führungselementen 9 (siehe
2 und 3) verschiebbar
aufgebracht, welche an einer Halterung 10 befestigt sind, die parallel
zu den Querstreben 5 verläuft. Die Halterung 10 besitzt nach
unten abgewinkelte Enden, die mit Gelenken 12 um eine Schwenkachse
13 verschwenkbar verbunden sind. Die Schwenkachse 13 ist parallel
zu der Halterung und den Querstreben 5 angeordnet, wobei die Stützelemente
4 mit den Führungselementen 9 senkrecht zu der Schwenkachse
13 stehen.
Die Gelenke 12 sind in Gelenkträgern 11 aufgenommen,
welche mit dem Befestigungsteil 14 verbunden sind. Das Befestigungsteil
14 dient zur Befestigung an einem nicht gezeigten Möbel, wozu das
Befestigungsteil 14 geeignet, zum Beispiel mit Aufnahmen, Vorsprüngen,
Ausnehmungen, etc., ausgebildet ist.
Die Gelenke 12 sind in einer bevorzugten Ausführung
selbsthemmend, beispielsweise durch Aufbringung einer Klemmkraft durch Schrauben,
die an das Gewicht der Kopfstütze entsprechend angepasst ist. Die Gelenke
12 können auch als Rastgelenke ausgebildet sein.
Mittels dieser Gelenke 12 ist eine Verschwenkung des Oberteils
2 um die Schwenkachse 13 möglich. Zum Beispiel ergibt die
Selbsthemmung der Gelenke 12 eine Selbsthaltung des Oberteils
2 in einer gewünschten Schwenkposition. Weitere Möglichkeiten
werden weiter unten noch beschrieben.
2 und 3 zeigen das Gestell
1 in einer zweiten Position, in welcher das Oberteil 2 in der
Höhe verstellt ist. 2 zeigt dabei eine perspektivische
Ansicht und 3 eine Vorderansicht. Die Stützelemente
4 sind in Bezug auf die Führungselemente 9 verschoben. Die
Stützelemente 9 bilden mit der Halterung 10 das Führungsteil
3, welches zusammen mit dem Oberteil 2 um die Schwenkachse
13 verschwenkbar ist.
Das Befestigungsteil 14 ist in diesem Ausführungsbeispiel
mit seiner Längsachse parallel zur Schwenkachse 13 angeordnet, jedoch
sind die Gelenkträger 11 mit einer schrägen Unterkante auf dem
Befestigungsteil 14 aufgebracht, wie in 5
in einer Seitenansicht des Gestells 1 in der Position nach 1
dargestellt ist. Dadurch wird eine Anordnung der Befestigungsebene des Befestigungsteils
14 in einem Winkel &agr; zur Ebene des Oberteils 2 erzielt,
was bei der Anbringung an einem nicht gezeigten Möbel den Vorteil bringt, dass
die Kopfstütze eine geneigte Ausgangsstellung aufweist.
Das Oberteil 2 ist mit den Stützelementen
4 auf den Führungselementen 9 verschiebbar aufgebracht und
kann mittels Ziehen und Schieben von Hand in eine gewünschte Stellung gebracht
werden. Es verbleibt in der gewünschten Stellung, indem eine Klemmkraft zwischen
Stützelement 4 und Führungselement 9 wirksam ist.
Dieses wird nun mit Bezug auf 4 beschrieben,
welche eine vergrößerte Schnittdarstellung des Arretierbereichs
7 ist, der in 3 mit A gekennzeichnet ist.
Das Stützelement 4 ist hier als ein Rohr, zum Beispiel
mit einem kreisrunden Querschnitt, ausgebildet, in dem eine Hülse
18, beispielsweise aus Kunststoff, eingebracht ist. In der Hülse
18 ist das Führungselement 9 längsverschieblich geführt.
In dieser Ausführungs sind zwei Stellelemente 6, 6' gezeigt,
die sich gegenüber liegen. Das Stellelement 6 ist ein Gewindebolzen,
welcher sich durch die Wand des Stützelementes 4 und die Hülse
18 erstreckt, wobei ein Gegengewinde in der Wand und/oder innerhalb einer
Wandverdickung, die hier zum Beispiel als eine an dieser Wand befestigte Mutter
gezeigt ist, des Stützelementes 4 eingebracht ist. Das Stellelement
6 weist an seinem Ende, das sich innerhalb des Stützelementes
6 in Kontakt mit dem Führungselement 9 befindet, ein Druckelement
17 auf. Dieses ist beispielsweise das als Kugel ausgebildete Ende des Stellelementes
6. Durch Einschrauben des Stellelementes 6 wird die Wand des Stützelementes
4 gespannt und erzeugt durch ihre Elastizität eine Kraft, mit der
das Stellelement 6 und so das Druckelement 17 beaufschlagt wird.
Diese Kraft wird als Klemmkraft auf das Führungselement 9 durch den
Kontakt mit dem Druckelement 17 übertragen.
Das gegenüber liegend angeordnete Stellelement 6' ist
in diesem Beispiel ebenfalls ein Gewindebolzen, dessen Ende jedoch nur auf die Hülse
18 drückt und somit eine weitere Klemmkraft erzeugt. Das Stellelement
6' an seinem außen liegenden Ende einen Kopf, der zur Betätigung
durch ein Werkzeug zum Beispiel mit einem Innensechskant versehen ist.
In der in 4 gezeigten Position befindet
sich das Stützelement 4 in einer oberen Endposition. Eine Ausnehmung
15 am Ende des Führungselementes 9 bildet einen Anschlag
für das Stellelement 6, dessen Druckelement 17 in die Ausnehmung
15 durch die Klemmkraft hineingedrückt wird. Die Ausnehmung
15 ist so ausgeführt, dass sie nach unten konisch ausgebildet ist,
wodurch ein Verstellen nach unten leicht möglich ist, wohingegen sie zum oberen
Ende eine Anschlagkante einer Unterseite eines Kopfes 18 bildet. Die Anschlagkante
verhindert durch den Kontakt mit dem Stellelement 6, dass die Stützelemente
4 des Oberteils 2 von den Führungselementen 9 abgezogen
werden können. Gleichzeitig bewirkt eine Abrundung am oberen Ende des Kopfes
18 eine leichten Zusammenbau, wobei das Stellelement 6 über
die Abrundung durch Krafteinwirkung durch Pressen auf das Oberteil 2 nach
unten gleiten kann.
Zur Fixierung der Einstellung der Stellelemente 6 gegenüber
dem Stützelement 9 sind in diesem Beispiel Befestigungselemente
19 in Gestalt von Muttern vorgesehen.
Die Stellelemente 6, 6' sind vorzugsweise aus Metall,
zum Beispiel Messing, wobei das Druckelement 17 zum Beispiel aus Messing
oder Kunststoff besteht.
Der in 5 mit B gekennzeichnete untere
Bereich ist in 6 in einer vergrößerten Darstellung
gezeigt. Es ist zu erkennen, dass in diesem Beispiel das Führungselement
9 mit der Halterung 10 mittels Innensechskantschrauben verbunden
ist (gestrichelt gezeichnet). Weiterhin ist der Gelenkträger 11 in
seinem oberen Bereich mit zwei Ausnehmungen 21, 22 versehen, die
hier zwei Raststellungen für ein Rastelement 20 bilden, welches mit
ihnen jeweils im Eingriff steht und an der Halterung 10 in nicht näher
gezeigter Weise angebracht ist. Dadurch werden zwei bevorzugte Neigungsstellungen
des Gestells 1 um die Schwenkachse 13 gebildet: Eine nach vorn
zur Senkrechten um einen Winkel &bgr; und eine nach hinten zur Senkrechten um
einen Winkel &ggr; verschwenkte Stellung. Außerhalb dieser bevorzugten Stellungen
kann das Gestell 1 weitere Neigungsstellungen, in diesem Beispiel jedoch
ohne Rastung, einnehmen. Die Summe der in 6 angedeuteten
Winkel &bgr; und &ggr; entspricht dem Winkel &agr;. In dem hier gezeigten
Beispiel ist zu erkennen, dass der Winkel &bgr; die Neigung des Gestells
1 nach vorn und der Winkel &ggr; die Neigung nach hinten jeweils in Bezug
auf die Längsachse der Stützelemente 9 bzw. auf die Senkrecht
darstellen.
Das Gestell 1 ist vorzugsweise aus Stahlbauteilen hergestellt,
wobei die Hülse 18 ein Kunststoff ist. Andere Werkstoffkombinationen
sind selbstverständlich möglich.
Die Führungselemente 9 sind in dieser beispielhaften
Ausführung aus geschliffenem Stahl hergestellt.
Die Erfindung ist nicht auf das erläuterte Ausführungsbeispiel
beschränkt, sondern im Rahmen der beigefügten Ansprüche modifizierbar.
So kann zum Beispiel das Druckelement 17 eine Kugel sein,
die in dem Ende des Stellelementes 6 gehalten und von einer Feder im Inneren
des Stellelementes 6 mit einer zusätzlichen Kraft beaufschlagt wird.
Anstelle der gezeigten zwei Stützelemente 4 und Führungselemente
9 können mehr oder auch nur jeweils eins, zum Beispiel mit einem geeigneten
Querschnitt, verwendet werden.
- 1
- Gestell
- 2
- Oberteil
- 3
- Führungsteil
- 4
- Stützelement
- 5
- Querstrebe
- 6, 6'
- Stellelement
- 7
- Arretierbereich
- 8
- Querträger
- 9
- Führungselement
- 10
- Halterung
- 11
- Gelenkträger
- 12
- Gelenk
- 13
- Schwenkachse
- 14
- Befestigungsteil
- 15
- Ausnehmung
- 16
- Kopf
- 17
- Druckelement
- 18
- Hülse
- 19
- Befestigungselement
- 20
- Rastelement
- 21
- Erste Ausnehmung
- 22
- Zweite Ausnehmung
- &agr;
- Winkel
- &bgr;
- Winkel
- &ggr;
- Winkel