Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung mit einer Zentrierbuchse,
welche zum zentrierten Ausrichten von Werkzeugen für die Bearbeitung von Bohrungen
an Zylinderköpfen mit einer Durchgangsbohrung versehen ist, über welche
die Zentrierbuchse koaxial zur zu bearbeitenden Bohrung ausrichtbar ist.
Aus dem Stand der Technik ist es bekannt, dass Zylinderköpfe
von Kraftfahrzeugmotoren, insbesondere von Dieselmotoren mehrere Bohrungen aufweisen,
welche zur Aufnahme von unterschiedlichen oder gleichen Bauteilen, wie beispielsweise
Einspritzdüsen oder auch Glühkerzen dienen. Insbesondere die zur Aufnahme
von Glühkerzen vorgesehenen Bohrungen weisen in ihrem äußeren Endbereich
ein Innengewinde auf, in welche die entsprechend einzusetzende Glühkerne mit
einem Montagegewinde festsitzend einschraubbar ist. Zum Brennraum hin ist eine solche
Bohrung in der Regel mehrfach abgestuft und nimmt ein Schaftteil sowie das Heizelement
der Glühkerze auf. Dabei durchragen diese Glühkerzen den Zylinderkopf
in den jeweils zugehörigen Brennraum, so dass dieser durch die Glühkerze
im Bedarfsfall vor dem Start des Dieselmotors vorgeheizt werden kann. Im Bereich
des brennraumseitigen Endes weisen solche Glühkerzen, wie oben bereits erwähnt,
ein Heizelement auf, welches zumindest minimal in den Brennraum des jeweiligen Zylinders
des Dieselmotors hineinragt. Dieses Heizelement wird von einem Montagerohr aufgenommen,
welches in ihrem, dem Heizelement gegenüberliegenden Endbereich mit dem vorerwähnten
Montagegewinde versehen ist. Dabei sind die Bohrungen zur Aufnahme einer solchen
Einspritzdüse zum Brennraum hin mit einem radial verjüngten Abschnitt
versehen, durch welchen ein Dichtsitz gebildet wird. Das Montagerohr der Glühkerze
ist dieser abgesetzten Ausbildung der Bohrung angepasst und weist in entsprechend
axialer Anordnung eine umlaufende Dichtfläche auf, mit welcher das Montagerohr
beim Einschrauben dicht auf den Dichtsitz der Bohrung des Zylinderkopfes zur Anlage
kommt.
Nach längerer Betriebsdauer eines solchen Dieselmotors ist es
häufig notwendig, defekte Glühkerzen auszutauschen. Dabei ist häufig
zu beobachten, dass das Montagerohr mit seinem Montagegewinde im Innengewinde der
Aufnahmebohrung äußerst fest sitzt. Dies hat zur Folge, dass beim Versuch,
über den Außensechskant der Glühkerze diese aus der Aufnahmebohrung
herauszudrehen, dieser Außensechskant abgeschert wird und somit das Montagerohr
mit seinem Montagegewinde im Innengewinde verbleibt.
Es ist folglich für die Erneuerung der Glühkerze notwendig,
diesen Rest der "alten" Glühkerze aus der Bohrung des Zylinderkopfes zu entfernen.
In der Regel werden hierzu verschiedene Werkzeuge nacheinander verwendet, um das
Montagerohr mit seinem Montagegewinde sowie auch den restlichen Rohrabschnitt der
Glühkerze aus der Bohrung des Zylinderkopfes entfernen zu können. Hierzu
wird beispielhaft auf die DE 20 2005 008 241.4
verwiesen, in welcher die einzelnen Arbeitsschritte zum Entfernen der Glühkerzenreste
kurz beschrieben sind.
Nachdem nun die Glühkerze vollständig aus der Bohrung des
Zylinderkopfes entfernt wurde, kann es notwendig sein, das Innengewinde der Bohrung
des Zylinderkopfes mittels eines entsprechenden Gewindebohrers nachzuarbeiten, um
eine neue Glühkerze wieder korrekt einsetzen zu können.
Weiter kann es zum Austauschen einer Glühkerze auch notwendig
sein, dass die Bohrung des Zylinderkopfes in ihrem abgestuften zylindrischen Aufnahmebereich
für den rohrförmigen Teil des Montagerohres der Glühkerze vor dem
Einsetzen einer neuen Glühkerze mittels einer Reibahle oder einem sonstigen
geeigneten Werkzeug nachbearbeitet werden muss. Diese Nachbearbeitung dient in der
Regel zum Entfernen von Verbrennungsrückständen oder sonstigen Verunreinigungen,
wie beispielsweise Oxidationsprodukten, so dass die Aufnahmebohrung nach diesem
Arbeitsschritt zumindest annähernd wieder ihren ursprünglichen "Neuzustand"
einnimmt.
Dabei ist es sowohl beim Ausbohren des Montagegewindes des Montagerohres
als auch beim Nachschneiden des Innengewindes des Zylinderkopfes notwendig, das
entsprechende Werkzeug mit möglichst hoher Präzision zur Längsmittelachse
der Bohrung des Zylinderkopfes auszurichten. Diese Ausrichtung ist erforderlich,
um ein nachfolgend einwandfreies Einschrauben einer neuen Glühkerze mittig
zur Bohrung im Zylinderkopf sicherstellen zu können.
Aus der vorgenannten DE 20 2005
008 241.4 ist ein Werkzeugsystem bekannt geworden, mittels welchem diese
Bearbeitungswerkzeuge für die Bearbeitung einer Bohrung eines Zylinderkopfes
in entsprechender Weise ausgerichtet werden können. Bei diesem bekannten Werkzeugsystem
ist allerdings Voraussetzung, dass die zu bearbeitende Bohrung des Zylinderkopfes
nach außen hin eine radial erweiterte, leicht kegelförmige oder zylindrische
Vertiefung aufweist. D.h., dass die eigentliche zu bearbeitende Bohrung des Zylinderkopfes
versenkt in dieser radial erweiterten Vertiefung angeordnet ist. Durch diese spezielle
Ausgestaltung eines Zylinderkopfes ist es möglich, in diese Vertiefung eine
Klemmhülse einzusetzen. In diese unverspannt in die Vertiefung eingesetzte
Klemmhülse wird gemäß dieses bekannten Standes der Technik anschließend
eine als Zentrierhülse bezeichnete Zentrierbuchse eingeschoben, bis diese
außenseitig an der zu bearbeitenden Bohrung des Zylinderkopfes ansteht. Um
nun diese Zentrierbuchse zur Bohrung des Zylinderkopfes auszurichten, wird die Klemmhülse
beispielsweise mittels eines speziell ausgestalteten Schlagwerkzeuges in die Vertiefung
des Zylinderkopfes eingepresst. Bei diesem Einpressvorgang verringert sich der Durchmesser
der Klemmhülse, wobei die Klemmhülse sich gleichzeitig koaxial zur Vertiefung
und damit zur Bohrung des Zylinderkopfes ausrichtet. Durch diesen Ausrichtvorgang
und durch den Klemmvorgang wird auch die Zentrierbuchse zwangsläufig relativ
zur Bohrung des Zylinderkopfes ausgerichtet.
Dieses Werkzeugsystem ist allerdings bei Zylinderköpfen, deren
Bohrungen zur Aufnahme beispielsweise einer solchen Glühkerze nicht in einer
derartige Vertiefung angeordnet sind, nicht einsetzbar. Vielmehr ist bei solchen
Zylinderköpfen lediglich im Umgebungsbereich der Bohrung des Zylinderkopfes
eine Art Zentrieransatz, d.h., letztendlich eine radial erweiterte, leicht vertiefte,
konzentrisch zur Bohrung angeordnete, umlaufende Ausfräsung vorhanden. Deren
Dimensionierung erlaubt es nicht, eine Klemmhülse einpressen zu können.
Anstatt einer solchen als Zentrieransatz nutzbaren Einsenkung sind
auch Zylinderköpfe bekannt, welche in diesem Umgebungsbereich einen radial
erweiterten, axial vorstehenden domartig ausgebildeten Zentrieransatz aufweisen.
Ausgehend von solchen Ausgestaltungen von Zylinderköpfen liegt
der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung mit einer Zentrierbuchse anzugeben,
die zum Ausrichten der entsprechenden Bearbeitungswerkzeuge zentriert zur Bohrung
am Zylinderkopf ansetzbar ist.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß zusammen mit den Merkmalen
der Oberbegriffes des Anspruches 1 dadurch gelöst, dass die Zentrierbuchse
ein Zentrierelement aufweist, mit welchem die Zentrierbuchse mit einem im Umgebungsbereich
der Bohrung angeordneten Zentrieransatz in Eingriff bringbar ist und, dass mit der
Zentrierbuchse in Wirkverbindung bringbare Spannmittel vorgesehen sind, durch welche
die Zentrierbuchse axial gegen den Zentrieransatz der Bohrung verspannbar ist.
Durch die erfindungsgemäße Ausgestaltung der Vorrichtung
ist die Zentrierbuchse mit ihrer die verschiedenen Werkzeuge aufnehmenden Durchgangsbohrung
zu einem konzentrisch zur zu bearbeitenden Bohrung des Zylinderkopfes wie auch koaxial
zur Längsmittelachse dieser Bohrung des Zylinderkopfes ausrichtbar und feststehend
am Zylinderkopf fixierbar. Dazu weist die Zentrierbuchse ein Zentrierelement auf,
mit welchem die Zentrierbuchse mit einem im Umgebungsbereich der Bohrung angeordneten
Zentrieransatz in Eingriff bringbar ist. Dieser Zentrieransatz kann, wie oben bereits
beschrieben, als umlaufende kreisringförmige Einsenkung im Umgebungsbereich
der zu bearbeitenden Bohrung ausgebildet sein. Für diesen Fall ist die Formgebung
des Zentrierelementes der Zentrierbuchse derart dieser Einsenkung angepasst, dass
beim Anpressen der Zentrierbuchse gegen den Zylinderkopf eine automatische Zentrierung
sowie eine automatische Ausrichtung koaxial zur Bohrung des Zylinderkopfes erfolgt.
Dazu sind erfindungsgemäß Spannmittel vorgesehen, welche in entsprechender
Weise mit der Zentrierbuchse in Wirkverbindung bringbar sind.
D.h., dass diese Spannmittel eine Spannkraft in axialer Richtung auf
die Zentrierbuchse aufbringen, so dass diese gegen den Zentrieransatz gepresst wird.
Durch diese Pressung erfolgt somit die gewünschte koaxiale und konzentrische
Ausrichtung der Zentrierbuchse zur Bohrung des Zylinderkopfes. Ist die Zentrierbuchse
derart am Zylinderkopf im Bereich der Bohrung festgelegt, können anschließend
die benötigten Werkzeuge koaxial in der Durchgangsbohrung der Zentrierbuchse
geführt zur Bearbeitung dieser Bohrung eingesetzt werden. Als Werkzeuge können
hier, wie bereits zum Stand der Technik beschrieben, Kernlochbohrer, Gewindebohrer
oder Reibahlen oder auch sonstige für die Nachbearbeitung notwendigen Werkzeuge
eingesetzt werden.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist auch für Bohrungen
einsetzbar, bei welchen in deren Umgebungsbereich ein domartiger, axial nach außen
etwa ringförmig ausgebildeter Zentrieransatz am Zylinderkopf vorgesehen ist.
In diesen Fällen ist im dem Zylinderkopf zugewandten Endbereich der Durchgangsbohrung
der Zentrierbuchse ein mit einer entsprechend zentrierenden Formgebung versehenes
Zentrierelement an der Zentrierbuchse vorzusehen. Eine derart ausgebildete Zentrierbuchse
wird ebenfalls beim Verspannen gegen den Zylinderkopf konzentrisch zur Bohrung und
koaxial zu deren Längsmittelachse ausgerichtet.
Auch ist die erfindungsgemäße Vorrichtung für Ausgestaltungen
eines Zylinderkopfes einsetzbar, bei welchem, wie bereits zum Stand der Technik
beschrieben, die Bohrung des Zylinderkopfes versenkt in einer konzentrisch zu dieser
Bohrung verlaufenden Einsenkung angeordnet ist. Durch eine entsprechende Anpassung
der Außenformgebung an die Einsenkung, insbesondere an eine dort ebenfalls
vorgesehene, im Umgebungsbereich der Bohrung angeordnete Stirnringfläche, kann
auch hier durch die axiale Verspannung der Zentrierbuchse deren gewünschte
Ausrichtung zur Bohrung des Zylinderkopfes erreicht werden.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind den weiteren
Unteransprüchen entnehmbar.
Nachfolgend wird anhand der Zeichnung die Erfindung beispielhaft näher
erläutert. Dabei sind in der Zeichnung einige prinzipielle Ausgestaltungen
des Erfindungsgegenstandes beispielhaft dargestellt, und sollen lediglich deren
Funktionsweise näher erläutern. Die Erfindung bezieht sich selbstverständlich
auch auf andersartig ausgestaltete Ausführungsformen, deren Wirkung gleichfalls
darauf abzielt, durch eine Axialverspannung einer Zentrierbuchse gegen den Zylinderkopf
die gewünschte koaxiale und konzentrische Ausrichtung dieser Zentrierbuchse
auf die zu bearbeitende Bohrung des Zylinderkopfes zu bewirken. Es zeigt:
1 eine perspektivische Explosionsdarstellung der einzelnen
Bauelemente einer ersten Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes;
2 die Vorrichtung aus 1
in ihrem an einer ersten Ausführungsform eines Zylinderkopfes montierten Zustand
im Vertikalschnitt;
3 eine zweite Ausführungsvariante des Erfindungsgegenstandes,
bei welcher die Vorrichtungsbestandteile aus den 1
und 2 zusammen mit einem zusätzlichen Adapterelement
zum Ansetzen an einer zweiten Ausführungsform eines Zylinderkopfes anderer
Formgebung und Ausgestaltung verwendet wird im Vertikalschnitt;
4 eine beispielhafte perspektivische Darstellung eines
Zylinderkopfes mit zu bearbeitenden Bohrungen;
5 ein weiteres Ausführungsbeispiel eines Adapterelementes,
welches speziell für den Einsatz an einem Zylinderkopf gemäß der
Darstellung nach 4 vorgesehen ist;
6 eine perspektivische Darstellung des Adapterelementes
aus 5 zusammen mit einer Zentrierbuchse, einem Stützelement
sowie der Gewindestange aus den 1 und 2
in ihrem am Zylinderkopf aus 4 angesetzten Zustand
in einer Teilansicht des Zylinderkopfes aus 4.
1 zeigt eine perspektivische Explosionsdarstellung
eines ersten Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Vorrichtung
1. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel weist diese Vorrichtung
1 als zentrales Element eine Zentrierbuchse 2 auf, welche mit
einem Zentrieransatz einer Bohrung eines Zylinderkopfes koaxial und konzentrisch
verlaufend in Eingriff bringbar ist. Diese Zentrierbuchse 2 bildet zu diesem
Zweck unterseitig ein Zentrierelement 3, das beim vorliegenden Ausführungsbeispiel
eine schmale innere Stirnringfläche 4 aufweist. Radial nach außen
schließt sich an diese Stirnringfläche 4 eine von innen nach
außen schräg nach oben geneigte Zentrierfläche 5 an.
In ihrem dieser Stirnringfläche 4 bzw. der Zentrierfläche
5 gegenüberliegenden Endbereich bildet die Zentrierbuchse
2 beim vorliegenden Ausführungsbeispiel einen radial verjungt ausgebildeten
Führungszylinder 6, welcher nach unten hin durch einen umlaufenden
radial erweiterten Stützsteg 7 begrenzt ist. Dieser Stützsteg
7 bildet nach oben hin eine Stützfläche 8, deren Funktion
später noch näher erläutert wird.
Unterhalb des Stützsteges 7 setzt sich die Zentrierbuchse
2 mit einem Führungszylinder 9 fort, an welchen sich zur
Zentrierfläche 5 hin ein radial verjüngt ausgebildeter Stützzylinder
10 anschließt an dessen unterem Ende das Zentrierelement
3 angeformt ist.
Des Weiteren weist die Zentrierbuchse 2 eine zentrale Durchgangsbohrung
11 auf, welche zur axial verschiebbaren und drehbaren Aufnahme von entsprechend
für die Bearbeitung von Bohrungen eines Zylinderkopfes vorgesehenen Werkzeugen
dient. Solche Werkzeuge sind beispielhaft der DE
20 2005 008 241.4 entnehmbar, so dass zu deren genauen Ausgestaltung auf
diese Druckschrift aus dem Stand der Technik Bezug genommen wird.
Des Weiteren sind, wie dies aus 1 ersichtlich
ist, dieser Zentrierbuchse 2 Spannmittel zugeordnet, die beim vorliegenden
Ausführungsbeispiel aus einer Gewindestange 12, einem Stützelement
13, einer Spannmutter 14 sowie einem Spannhebel 15 bestehen.
Die Gewindestange 12 kann beim vorliegenden Ausführungsbeispiel
dazu vorgesehen sein, in eine entsprechende Gewindebohrung eines Zylinderkopfes
eingeschraubt zu werden. Die Spannmutter 14 ist nach dem Aufsetzen des
Spannhebels 15 auf diese Gewindestange 12 zum axialen Verspannen
der Zentrierbuchse 2 gegen den Zylinderkopf oder als mittiges Widerlager
vorgesehen.
Das Stützelement 13 weist nach unten hin ebenfalls einen
Gewindezapfen 16 auf, welcher ebenfalls dazu vorgesehen sein kann, in eine
zweite Gewindebohrung des Zylinderkopfes eingeschraubt zu werden. Durch dieses Stützelement
13 wird der Spannhebel 15 in seinem hinteren Endbereich
17 axial abgestützt. Auch kann dieses Stützelement
13 als Spannelement vorgesehen sein, so dass in diesem Fall die Gewindestange
12 mit ihrer Spannmutter als Widerlager oder Schwenklager für den
Spannhebel 15 dient.
Des Weiteren ist aus 1 ersichtlich, dass
das Stützelement 13 im oberen Endbereich seines Gewindezapfens
16 einen radial erweiterten Stützring 18 aufweist, dessen
Oberfläche 19 konvex nach oben gewölbt, etwa kalottenförmig
ausgebildet ist. Des Weiteren ist mittig in dieser Oberfläche 19 beim
vorliegenden Ausführungsbeispiel ein Führungszapfen 20 vorgesehen,
welcher zur losen Aufnahme des Spannhebels 15 dient. Soll das Stützelement
13 als axial verstellbares Spannelement eingesetzt werden, so kann dieses
zum drehenden Antrieb im Bereich des Führungszapfens 20 mit Schlüsselflächen
beispielsweise in form eines Außensechskantes oder eine Innensechskantes versehen
sein (in der Zeichnung nicht dargestellt).
Um den Spannhebel 15 mit diesem Führungszapfen
20 sowie mit der Oberfläche 19 des Stützelementes
13 in Eingriff zu bringen, weist der Spannhebel 15 eine entsprechende
Durchgangsbohrung 21 auf. Dieser Durchgangsbohrung 21 benachbart
ist etwa mittig im Spannhebel 15 eine zweite Durchgangsbohrung
22 vorgesehen, mit welcher der Spannhebel 15 auf die Gewindestange
12 lose aufsetzbar ist. Diese beiden Durchgangsbohrungen 21 und
22 können auch als Langloch ausgebildet sein, so dass die Position
des Spannhebels 15 im Einsatz an die Lage der im Zylinderkopf eingeschraubten
Gewindestange 12 und des Stützelements 13 in gewissen Grenzen
anpassbar ist.
Des Weiteren ist aus 1 ersichtlich, dass
der Spannhebel 15 in seinem dem hinteren Endbereich 17 gegenüberliegenden
Endbereich gabelförmig ausgebildet ist und zwei Gabelschenkel 23 und
24 bildet. Diese beiden Gabelschenkel 23 und 24 sind
unterseitig jeweils mit einer bogenförmig verlaufenden Spannfläche
25 bzw. 26 versehen. Über diese Spannflächen
25 und 26 ist der Spannhebel 15 zur Fixierung der Zentrierbuchse
2 an einer zu bearbeitenden Bohrung eines Zylinderkopfes gegen die umlaufende
Stützfläche 8 der Zentrierbuchse 2 verspannbar. Durch
den Bogenförmigen Verlauf der Spannflächen 25 und 26
wird dabei eine Ausrichtung der Zentrierbuchse 2 nicht behindert.
Anstatt dieser gabelförmigen Ausbildung des Spannhebels
15 mit seinen Gabelschenkels 23 und 24 ist auch eine
Ausgestaltung mit einem Langloch (in der Zeichnung nicht explizit dargestellt) vorstellbar,
dessen Seitenstege mit den bogenförmig verlaufenden Spannflächen
25 und 26 versehen sein können.
Zum Aufbringen der Spannkräfte wird der Spannhebel
15 bei der dargestellten Ausführungsvariante durch die Spannmutter
14 in axialer Richtung des Pfeiles 27 gegen die Stützfläche
8 der Zentrierbuchse 2 gepresst, wobei das Stützelement
13 im hinteren Endbereich 17 bzw. im Bereich der Durchgangsbohrung
21 als Widerlager dient.
Wie aus 1 ersichtlich ist, bildet auch
die Spannmutter 14 im unteren Endbereich ihres Antriebssechskantes
28 einen radial erweiterten Stützring 29. Die untere Oberfläche
30 dieses Stützringes 29 ist ebenfalls konvex gewölbt,
kalottenartig ausgebildet.
Aufgrund der kalottenförmigen Ausgestaltung der beiden Oberflächen
19 und 30 des Stützelementes 13 einerseits und der
Spannmutter 14 andererseits wird eine Schwenkbarkeit des Spannhebels
15 sowohl um dessen Längsachse 31 in Richtung des Doppelpfeiles
32 als auch um dessen Querachse 33 in Richtung des Pfeiles
34 ermöglicht. Dadurch wird erreicht, dass der Spannhebel
15 der Ausrichtbewegung der Zentrierbuchse 2 beim "Anpressen"
sicher folgen kann.
Des Weiteren ist im Einsatz zwischen der Gewindestange 12
und der Durchgangsbohrung 22 sowie dem Führungszapfen 20
und der Durchgangsbohrung 21 ein gewisses Spiel vorgesehen, so dass sich
die Lage des Spannhebels 15 beim Verspannen der Zentrierbuchse
2 gegen einen Zylinderkopf automatisch der sich einstellenden Sollposition
der Zentrierbuchse 2 am Zylinderkopf anpassen kann.
2 zeigt beispielhaft die Vorrichtung 1 im
Einsatz an einem Zylinderkopf 40. Dieser Zylinderkopf 40 ist im
Vertikalschnitt in einem Teilbereich dargestellt und weist eine Bohrung
41 auf, in welche eine Glühkerze im normalen Betrieb des Zylinderkopfes
40 eingesetzt ist, wie dies beispielhaft in der DE
20 2005 008 241.4 U1 beschrieben ist. Insoweit wird auf diese Druckschrift
verwiesen.
Bei der Darstellung in 2 ist diese Glühkerze
entfernt, so dass das im oberen Endbereich der Bohrung 41 vorgesehene Innengewinde
42 zugänglich ist. Im oberen Endbereich der Bohrung 41 ist
beim vorliegenden Ausführungsbeispiel ein Zentrieransatz in Form einer Einsenkung
43 vorgesehen, so dass im Umgebungsbereich der Bohrung 41eine
konzentrisch zur Bohrung 41 angeordnete Stützringfläche
44 gebildet wird. Dieser Ausgestaltung der Stützringfläche
44 ist die Zentrierbuchse 2 mit ihrer unteren Stirnringfläche
4 sowie ihrer Zentrierfläche 5 angepasst. Damit ist erreichbar,
dass sich die Zentrierbuchse 2, sofern diese in Richtung des Pfeiles
27 gegen den Zylinderkopf 40 und damit gegen die Stützringfläche
44 gepresst wird, mit ihrer Durchgangsbohrung 11 bezüglich
der Längsmittelachse 45 sowohl in koaxialer Richtung als auch in konzentrischer
Ausrichtung zwangsläufig ausrichtet. Dabei wird durch den Spannhebel
15 diese korrekt ausgerichtete Position, wie diese beispielhaft in
2 dargestellt ist, fixiert.
Der Spannhebel 15 ist beim vorliegenden Ausführungsbeispiel
mit seinen beiden Durchgangsbohrungen 21 und
22 der Position zweier Gewindebohrungen 46 und 47 des
Zylinderkopfes angepasst, so dass die in 2 dargestellte
Position erreichbar ist. Dabei ist aus 2 erkennbar,
dass sich der Spannhebel 15 mit seinem hinteren Endbereich 17
im Umgebungsbereich der Durchgangsbohrung 21 auf der kalottenförmig
ausgebildeten Oberfläche 19 des Stützringes 18 frei
schwenkbar abstützt. In gleicher Art und Weise stützt sich der Spannhebel
15 im Bereich seiner Durchgangsbohrung 22 auf der kalottenförmig
ausgebildeten Oberfläche 30 des Stützringes 29 der Spannmutter
14 in jeder Richtung schwenkbar ab. Damit wird erreicht, wie bereits oben
erwähnt, dass sich der Spannhebel 15 der sich einstellenden korrekten
Ausrichtung der Zentrierhülse 2 während des Spannvorganges anpassen
kann. Des Weiteren ist aus 2 für den hinteren
Gabelschenkel 23 erkennbar, dass sich dieser mit seiner gewölbten
Spannfläche 25 auf der Stützfläche 8 des Stützsteges
7 der Zentrierbuchse 2 axial abstützt.
Es ist leicht vorstellbar, dass durch Anziehen der Spannmutter
14 (oder des Stützelementes 13) die Zentrierbuchse
2 präzise ausgerichtet mit ihrer Stirnringfläche 4 sowie
ihrer Zentrierfläche 5 gegen die Stützringfläche
44 der Einsenkung 43 im Umgebungsbereich der Bohrung
41 des Zylinderkopfes 40 gepresst wird. Aufgrund der gabelförmigen
Ausbildung des Spannhebels 15 bleibt hierbei die Durchgangsbohrung
11 der Zentrierbuchse 2 von außen frei zugänglich, so
dass ein Bearbeitungswerkzeug drehbar und axial verschiebbar in die Durchgangsbohrung
11 einsetzbar ist. Somit kann über die Zentrierbuchse 2 mit
ihrer Durchgangsbohrung 11 ein solches Werkzeug beispielsweise zur Nachbearbeitung
des Innengewindes 42 sowie auch der restlichen Bohrung 41 präzise
ausgerichtet eingesetzt werden.
Des Weiteren kann erfindungsgemäß auch vorgesehen sein,
dass der Spannhebel 15 in seinem hinteren Endbereich 17 mit einem
vertikal nach unten, zum Zylinderkopf 40 hin gerichteten Stützsteg
35 versehen ist, über welchem sich der Spannhebel 15 axial
an der Oberfläche 48 des Zylinderkopfes abstützt. Dieser Stützsteg
35 ist in 2 in Phantomlinien beispielhaft
dargestellt. Um eine Schwenkbarkeit des Spannhebels 15 insbesondere um
dessen Längsachse 31 (1) zu ermöglichen,
kann die untere Begrenzungsfläche des Stützsteges 35 bogenförmig
verlaufend ausgebildet sein. Eine solche Ausgestaltung des Spannhebels
15 kann erforderlich sein, sofern die Gewindebohrung 46 an einem
Zylinderkopf nicht vorhanden ist und somit eine andere Art des Widerlagers erforderlich
ist. Je nach Formgestaltung des Zylinderkopfes 40 kann auch vorgesehen
sein, dass sich der Spannhebel 15 mit seinem hinteren Endbereich
17 direkt auf dem Zylinderkopf abstützt.
Auch kann vorgesehen sein, dass das Stützelement 13
ohne den aus 2 ersichtlichen Führungszapfen
20 ausgestattet ist und um 180° gedreht mit seinem Gewindezapfen
16 in den Spannhebel 15 eingeschraubt ist. Auch durch diese Anordnung
ist eine schwenkbare axiale Abstützung des Spannhebels 15 in seinem
hinteren Endbereich 17 auf der Oberfläche 48 des Zylinderkopfes
40 möglich, ohne dass die Gewindebohrung 46 vorhanden sein
muss.
Weiter ist aus 2 ersichtlich, dass die
Gewindestange 12 in die Gewindebohrung 47 und der Gewindezapfen
16 in die Gewindebohrung 46 des Zylinderkopfes 40 feststehend
eingeschraubt sind. Die Form und Größe des Spannhebels 15 sowie
die Anordnung der Durchgangsbohrung 21 und 22 im Spannhebel
15 sind den Abständen der zu bearbeitenden Bohrung 41 und
der Gewindebohrungen 46 und 47 entsprechend angepasst.
Anstatt der Gewindestange 12 mit ihrer Spannmutter
14 kann auch eine Spannschraube vorgesehen sein, deren Schraubenkopf nach
Art der Spannmutter 14 ausgebildet ist (in der Zeichnung nicht näher
dargestellt). Die dargestellte Ausführungsvariante mit der Gewindestange
12 und der Spannmutter 14 hat jedoch den Vorteil, dass ein Einsatz
auch bei unterschiedlicher Gewindetiefe der Gewindebohrung 47 möglich
ist. Die Darstellung der 2 ist hier lediglich beispielhaft
für eine fiktive Ausgestaltung der Oberfläche 48 eines Zylinderkopfes
40. Entsprechend der realen Formgebung eines Zylinderkopfes kann auch eine
andere Ausgestaltung vorgesehen sein.
So zeigt 3 prinzipiell eine andere Ausführungsvariante
eines Zylinderkopfes 50, dessen Oberfläche eine andere Formgebung
aufweist. Um beispielsweise den auf die Formgebung des Zylinderkopfes
40 aus 2 angepassten Spannhebel
15 auch für eine solche Anwendung einsetzen zu können, ist bei
diesem Ausführungsbeispiel ein Adapterelement 51 vorgesehen, dessen
Formgebung an die Formgebung des Zylinderkopfes angepasst ist. Bei dieser Ausführungsform
ist die Vorrichtung 1 ebenfalls in identischer Weise, wie bereits zu
2 dargestellt, einsetzbar. Allerdings wird hierbei
der Spannhebel 15 nicht direkt mit dem Zylinderkopf 50 in Verbindung
gebracht. Bei diesem Ausführungsbeispiel wird die Fixierung des Spannhebels
15 am Zylinderkopf 50 über das Adapterelement 51
erreicht. Dieses ist mittels einer Montageschraube 52 feststehend über
eine Gewindebohrung 53 des Zylinderkopfes 50 am Zylinderkopf in
einer vorbestimmten Ausrichtung und Lage festgelegt.
Zur Aufnahme der Gewindestange 12 sowie des Stützelementes
13 weist dieses Adapterelement 51 zwei entsprechend beabstandete
Innengewinde 54 und 55 auf, in welche einerseits das Stützelement
13
und andererseits die Gewindestange 12 eingeschraubt ist.
Es ist auch hier leicht vorstellbar, dass die an der Bohrung 41 des Zylinderkopfes
50 angesetzte Zentrierbuchse 2 gegen die Stützringfläche
44 der Einsenkung 43 im oberen Endbereich der Bohrung
41 pressbar ist und sich somit ebenfalls koaxial und konzentrisch auf die
Längsmittelachse 45 der Bohrung 41 ausrichtet. Das Verspannen
des Spannhebels 15 gegen die Stützfläche 8 wird hier
ebenfalls durch die Spannmutter 14 bewirkt, wobei sich der Spannhebel
15 im Umgebungsbereich der Durchgangsbohrung 21 wiederum oberseitig
auf der Oberfläche 19 des Stützelementes 13 abstützt.
Es wird deutlich, dass die Vorrichtung 1 mittels des Adapterelementes
51 auch bei einem andersartig ausgestalteten Zylinderkopf 50 einsetzbar
ist.
Dabei kann ein solches Adapterelement 51 je nach Formgebung
des Zylinderkopfes auch anders ausgestaltet sein. Vorteilhaft bei den dargestellten
Ausführungsformen ist, dass insbesondere bei Verwendung des Adapters
51 bei dessen korrektem Ansatz am Zylinderkopf 50 die beiden Gewindebohrungen
54 und 55 möglichst parallel zur Längsmittelachse
45 der Bohrung 41 des Zylinderkopfes 50 verlaufen. Dadurch
ist eine Einstellung des Spannhebels 15 relativ zur Zentrierbuchse
2 erreichbar, bei welcher der Spannhebel 15 im Wesentlichen rechtwinklig
zur Zentrierbuchse 2 verläuft. Durch diesen rechtwinkligen Verlauf
des Spannhebels 15, wie dieser beispielhaft in den 2
und 3 dargestellt ist, wird sichergestellt, dass die
Krafteinleitung beim Spannen des Spannhebels 15 in die Zentrierbuchse
2 im Wesentlichen in Richtung des Pfeiles 27 erfolgt, so dass
die Ausrichtung der Zentrierbuchse 2 auf diese Art und Weise am sichersten
gewährleistet ist.
Dies bedeutet für die Ausgestaltung eines Adapterelementes
51 in Anpassung an die Formgebung eines Zylinderkopfes, dass auf diesen
Umstand möglichst geachtet werden sollte.
So ist in 4 ein Zylinderkopf
60 gezeigt, bei welchem ein Einsatz nach 2
oder ein Einsatz mit dem Adapterelement 51 nach 3
nicht möglich ist, da dessen Oberfläche völlig anders ausgestaltet
ist und da dieser Zylinderkopf 60 nicht mit entsprechend angeordneten Gewindebohrungen
versehen ist.
Wie aus 4 ersichtlich ist, weist der
Zylinderkopf 60 mehrere Durchgangsbohrungen 61 auf, welche bei
der dargestellten Ausführungsform für die feststehende Montage über
diverse Montageschrauben an einem Motorblock vorgesehen sind. Des Weiteren sind
im Zylinderkopf 60, in 4 nur teilweise erkennbar,
wiederum Aufnahmebohrungen 62 vorgesehen, in welche Einspritzdüsen
einsetzbar sind. Diesen Aufnahmebohrungen 62 benachbart weist dieser Zylinderkopf
60 jeweils eine Gewindebohrung 63 auf, welche im Einsatz zur Fixierung
der eingesetzten Einspritzdüsen über eine sogenannte Spannpratze dienen,
wie dies allgemein aus dem Stand der Technik bekannt ist.
Diese Gewindebohrungen 63 sind jeweils in einem sich nach
außen erstreckenden Fortsatz 64 angeordnet. Neben diesen Fortsätzen
64 befindet sich wiederum Bohrungen 65, welche bei der dargestellten
Ausführungsform des Zylinderkopfes 60 zur Aufnahme jeweils einer Glühkerze
dienen. Dementsprechend weisen diese Bohrungen 65 auch entsprechende Innengewinde
auf, welche allerdings in der 4 nicht näher dargestellt
sind. Jede dieser Bohrungen 65 weist eine Einsenkung 66 auf, deren
Ausgestaltung beispielsweise den Einsenkungen 43 der Bohrungen
41 der Zylinderköpfe 40 und 50 aus den vorangegangenen
Ausführungsbeispielen entspricht.
Weiter ist aus 4 erkennbar, dass diese
Bohrungen 65 nicht parallel zu den Gewindebohrungen 63 verlaufen.
Dementsprechend sind auch die Einsenkungen nicht rechtwinklig zu den Gewindebohrungen
63 des Zylinderkopfes 60 ausgerichtet. D.h., dass die Vorrichtung
1 bei dieser Ausführungsform des Zylinderkopfes 60 nicht
in der Art und Weise eingesetzt werden kann, wie dies zu den 2
und 3 dargestellt ist.
Um nun jedoch die Vorrichtung 1 auch für eine solche
Ausgestaltung eines Zylinderkopfes einsetzen zu können, ist hier wiederum ein
spezielles Adapterelement 70 vorgesehen, wie dies beispielhaft in
5 dargestellt ist. Dieses Adapterelement
70 ist der Formgebung des Zylinderkopfes im Bereich seiner Bohrung
66 sowie seiner Gewindebohrung 63 mit den Fortsätzen
64 angepasst. So bildet dieses Adapterelement 70 eine ebene, untere
Auflagefläche 71, mit welchem das Adapterelement 70 oberseitig
auf einem der Fortsätze 64 aufsetzbar ist. Zur seitlichen Positionierung
wird die Auflagefläche 71 durch eine etwa rechtwinklig dazu verlaufende
Anschlagfläche 72 begrenzt. Mit dieser Anschlagfläche
72 ist das Adapterelement 70 seitlich an der Seitenfläche
einer der Fortsätze 64 ansetzbar. Damit ist das Adapterelement
70 in vertikaler und seitlicher Richtung an einen der Fortsätze
64 relativ positionsgenau ansetzbar.
Um nun die Position auch in Längsrichtung eines Fortsatzes
64 festlegen zu können und um das Adapterelement 70 feststehend
mit dem Zylinderkopf 60 verbinden zu können, weist das Adapterelement
in seinem rechten hinteren Bereich eine Durchgangsbohrung 73 auf, durch
welche eine Montageschraube hindurch steckbar und in die Gewindebohrung
63 des Zylinderkopfes 60 einschraubbar ist. Da die Gewindebohrung
63 nicht rechtwinklig zur Oberfläche des jeweiligen
Fortsatzes 64 verläuft, ist auch dementsprechend die Durchgangsbohrung
73 schräg geneigt verlaufend im Adapterelement 70 angeordnet.
Des Weiteren weist das Adapterelement 70 beim vorliegenden
Ausführungsbeispiel zwei (vereinfacht dargestellte) Gewindebohrungen
74 und 75 auf, welche im Bereich einer schräg geneigten Oberfläche
76 des Adapterelementes 70 angeordnet sind. Dabei verlaufen die
beiden Gewindebohrungen 74 und 75 rechtwinklig zu dieser geneigten
Oberfläche 76 des Adapterelementes 70. Im am Zylinderkopf
60 angesetzten Zustand ist die Neigung der Oberfläche 76
derart gewählt, dass diese parallel zur Ringfläche der Einsenkung
66 der jeweils zugehörigen Bohrung 65 angeordnet ist. Durch
den rechtwinkligen Verlauf der Gewindebohrungen 74 und 75 zur
Oberfläche 76 wird erreicht, dass die beiden Gewindebohrungen
74 und 75 zumindest annähernd parallel zur Bohrung
65 des Zylinderkopfes 60 im angesetzten Zustand des Adapterelementes
70 verlaufen. Dabei dient die Gewindebohrung 74 zur Aufnahme des
Stützelementes 13, während die Gewindebohrung 75 zur
Aufnahme der Gewindestange 12 vorgesehen ist.
Des Weiteren bildet das Adapterelement 70 beim vorliegenden
Ausführungsbeispiel einen Führungsabschnitt 77, welcher mit einer
größer dimensionierten Durchgangsbohrung 78 versehen ist. Diese
Durchgangsbohrung 78 dient zur losen Aufnahme der Zentrierbuchse
2 mit ihrem Führungszylinder 9 aus 1.
Die Anordnung und Ausrichtung dieser Durchgangsbohrung 78 ist dabei so
gewählt, dass diese achsparallel und im Wesentlichen konzentrisch zur Bohrung
65 des Zylinderkopfes ausgerichtet ist, sofern das Adapterelement
70 korrekt am Zylinderkopf 60 angesetzt und befestigt ist.
Dabei dient die Durchgangsbohrung 78 nicht zum endgültigen
Ausrichten der Zentrierbuchse 2 gegenüber der Bohrung 65
des Zylinderkopfes, sondern verhindert lediglich, dass die Zentrierbuchse
2 beim Ansetzen in der Einsenkung 66 der Bohrung 65 aufgrund
des schräg geneigten Verlaufs der Einsenkung 66 versehentlich herunterfällt.
Damit ist die Zentrierbuchse 2 durch die Durchgangsbohrung 78
des Führungsabschnittes 77 gegen Herabfallen gesichert.
Das radiale Spiel zwischen der Zentrierbuchse 2 und der Durchgangsbohrung
78 kann jedoch vorzugsweise auch recht eng gewählt werden, so dass
die Zentrierbuchse 2 beim Spannvorgang nur noch geringe Ausrichtbewegungen
ausführt.
Das Adapterelement 70 ist bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel
an die Formgebung des Spannhebels 15 sowie die Dimensionierung der Zentrierbuchse
2 derart angepasst, dass der Spannhebel 15 zusammen mit der Gewindestange
12 und der zugehörigen Spannmutter 14 sowie dem Stützelement
13 in der Art und Weise einsetzbar ist, wie dies bei oben beschriebenen
Ausführungsformen der Zylinderköpfe 40 und 50 gemäß
der Zeichnungsfiguren 2 und 3 dargestellt ist.
Den angesetzten Zustand des Adapterelementes 70 ist beispielhaft
in 6 dargestellt. Es ist erkennbar, dass das Adapterelement
70 mit seiner Auflagefläche 71 oberseitig auf dem Fortsatz
64 des Zylinderkopfes 60 aufliegt. Mit seiner linken Anschlagfläche
72 liegt das Adapterelement 70 seitlich an diesem Fortsatz
64 an. Weiter ist in 6 noch die oben bereits
erwähnte Montageschraube 79 erkennbar, welche beispielsweise als Innensechskantschraube
ausgebildet sein kann und mittels eines zugehörigen Schlüsselwerkzeugs
80 in die Gewindebohrung 63 des Zylinderkopfes 60 (in
6 nicht erkennbar) einschraubbar ist. Nachdem die Montageschraube
79 in die Gewindebohrung 63 des Zylinderkopfes 60 eingeschraubt
ist, ist somit das Adapterelement 70 in seiner Sollposition am Zylinderkopf
60 fixiert.
Weiter ist aus 6 erkennbar, dass das
Stützelement 13 bereits am Adapterelement 70 montiert ist.
Dabei ist dieses, wie bereits zu 5 beschrieben, in
die in 6 nicht erkennbare Gewindebohrung
74 eingeschraubt. Die Gewindestange 12 wiederum ist in die aus
5 ersichtliche Gewindebohrung 75 eingeschraubt,
während die Zentrierbuchse 2 durch die Durchgangsbohrung
78 des Führungsabschnittes 77 hindurch gesteckt ist und lose
mit der Einsenkung 66 der Bohrung 65 (siehe 4)
in Verbindung steht.
Es ist leicht vorstellbar, dass durch Aufsetzen des Spannhebels
15 einerseits auf die Gewindestange 12 und andererseits auf das
Stützelement 13 der Spannhebel 15 mit seinen beiden Gabelschenkeln
23 und 24 mit der Stützfläche 8 der Zentrierbuchse
2 in Eingriff bringbar ist, wie dies bereits zu den vorangegangen Ausführungsbeispielen
beschrieben wurde. Durch anschließendes Aufschrauben der Spannmutter
14 auf die Gewindestange 12 ist somit ein Verspannen der Zentrierbuchse
2 gegen den Zylinderkopf 60 über den Spannhebel
15 sicher durchführbar. Dabei wird auch hier die Zentrierbuchse
2, wie bereits zu den 2 und 3
beschrieben, beim Verspannen koaxial zu der zu bearbeitenden Bohrung 65
aus 4 des Zylinderkopfes 60 ausgerichtet.
Die Erfindung ist nicht auf die konkreten Formgebungen, insbesondere
des Spannhebels 15 oder der dargestellten Adapterelemente 51 und
70 beschränkt. In 1 ist hierzu beispielhaft
dargestellt, dass der Spannhebel 15 auch länger ausgebildet sein kann
und beispielsweise eine abgewinkelte Verlängerung 85 aufweist, welche
ebenfalls mit einer Durchgangsbohrung 86 versehen sein kann. Je nach Ausgestaltung
eines Zylinderkopfes kann der Spannhebel 15 auch schräg abgewinkelt
ausgebildet sein. Sollte im einen oder anderen Fall im Bereich der zu bearbeitenden
Bohrung eines Zylinderkopfes nur ein Innengewinde zum Einschrauben der Gewindestange
12 vorhanden sein, welche nicht parallel zur zu bearbeitenden Bohrung des
Zylinderkopfes verläuft, so kann der Spannhebel 15 auch abgewinkelt
ausgebildet sein. Dabei kann der Abschnitt des Spannhebels 15 mit seinen
beiden Gabelschenkeln 23 und 24 rechtwinklig zur Zentrierbuchse
2 verlaufen, während der abgewinkelte Abschnitt des Spannhebels
15 im Wesentlichen rechtwinklig zu der geneigt zur zu bearbeitenden Bohrung
verlaufenden Gewindebohrung des Zylinderkopfes verlaufend angeordnet ist. Auch durch
eine solche Ausgestaltung ist es sicher möglich, die Zentrierbuchse
2 axial gegen einen Zentrieransatz einer zu bearbeitenden Bohrung eines
Zylinderkopfes zu spannen. Insoweit ist erkennbar, dass die dargestellten Ausführungsbeispiele
und Ausführungsformen lediglich den Erfindungsgegenstand insbesondere in Bezug
auf dessen Funktionsweise näher erläutern.
Zusammenfassend ist somit festzustellen, dass durch die erfindungsgemäße
Ausgestaltung der Vorrichtung 1 mit ihrer Zentrierbuchse 2 und
insbesondere ihrem Spannhebel 15 eine konzentrische und koaxiale Ausrichtung
der Zentrierbuchse 2 durch Aufbringen von axialen Spannkräften durchführbar
ist.
Dabei ist an dieser Stelle ebenfalls anzumerken, dass die Zentrierbuchse
2, wie diese in den Zeichnungsfiguren dargestellt ist, ebenfalls nur beispielhaft
ist. So kann beispielsweise, je nach Ausgestaltung des Spannhebels 15 der
Führungszylinder 6 der Zentrierbuchse 2 auch entfallen. Dabei
sollte für eine einfachere Handhabung jedoch darauf geachtet werden, dass auf
andere Art sichergestellt ist, dass der Spannhebel 15 beim Spannvorgang
nicht von der Zentrierbuchse 2 abrutschen kann.
Auch kann das Zentrierelement 3 mit der beispielhaft dargestellten
Stirnringfläche 4 bzw. der Zentrierfläche 5 anders ausgebildet
sein. Dies ist im Wesentlichen von der Ausgestaltung des Umgebungsbereiches der
zu bearbeitenden Bohrung des Zylinderkopfes abhängig. So könnte beispielsweise
der Zentrieransatz einer solchen zu bearbeitenden Bohrung auch als umlaufender Ringdom
ausgebildet sein, so dass der untere Endbereich der Durchgangsbohrung
11 der Zentrierbuchse 2 entsprechend auszubilden ist, um die Zentrierbuchse
entsprechend passend auf einen solchen Ringdom aufsetzen zu können.
Wesentlich bei der Erfindung ist, dass die Zentrierbuchse
2 durch Aufbringen von axialen Spannkräften und das damit verbundene
Verspannen dieser Zentrierbuchse 2 im Umgebungsbereich der zu bearbeitenden Bohrung,
zwangsläufig und automatisch koaxial und konzentrisch zur zu bearbeitenden
Bohrung eines Zylinderkopfes ausgerichtet wird.