Die Erfindung betrifft eine Stützhülse für dünne
und/oder hohe Absätze von Damenschuhen, mit einem auf einen Absatz aufsetzbaren
Hülsenkörper.
Hohe Absätze von Damenschuhen besitzen zumeist nur eine geringe
Aufstandsfläche, so dass sie auf dem Untergrund einen entsprechend hohen Druck
ausüben. Deshalb können derartige Absätze auf wertvollen Parkettböden
oder auf hochwertigen Booten nicht benutzt werden. Andererseits ist das Gehen mit
derartigen Schuhen auf bestimmten Flächen, etwa Rasen oder Kiesflächen,
Kopfsteinpflaster, Gullideckeln, Gitterrosten, und dergleichen problematisch. Es
besteht nicht nur die Gefahr, dass die Trägerin in den Boden einsinkt. Der
Untergrund kann auch beschädigt werden, oder es kann auch zu einem Sturz der
Trägerin oder einer Beschädigung der Absätze kommen.
Es gibt zahlreiche Vorschläge für hülsenförmige
Gebilde, die auf die hohen Absätze von Damenschuhen aufgebracht, zumeist aufgeschoben
werden können. Sofern diese nicht rein dekorativen Zwecken dienen, handelt
es sich zumeist um die Schonung der Absätze beim Autofahren. Andere Vorschläge
zielen darauf ab, eine Notreparatur bei einem beschädigten oder gebrochenen
hohen Absatz vornehmen zu können. Zum Stand der Technik wird auf die US-PS
3,035,357 und die US-PS 5,357,694 hingewiesen. Eine bekannte Lösung, die auf
die Vergrößerung der Stützfläche der Absätze abzielt, ist
in dem deutschen Gebrauchsmuster 20 2006 004 256 offenbart.
Nach diesem Gebrauchsmuster ist vorgesehen, eine Stützhülse
zu verwenden, die seitlich aufgeklappt werden kann und nach Einfügen des Absatzes
in die Stützhülse wieder zugeklappt wird. Die in diesem Gebrauchsmuster
dargestellte Konstruktion erscheint wenig praxisgerecht und nicht ausreichend robust.
Sie wird im übrigen in der Praxis wohl auch nicht angeboten.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Einrichtung zu schaffen,
die es gestattet, Trägerinnen von Schuhen mit hohen Absätzen auch auf
weichen oder unregelmäßigen Bodenflächen in ausreichendem Maße
abzustützen.
Die Lösung der gestellten Aufgabe ist in Anspruch 1 offenbart.
Eine erfindungsgemäße Stützhülse weist einen Hülsenkörper
auf, bei dem die Hülsenbohrung an der Innenseite vorspringende, einen Gewindegang
bildende Rippen aufweist, derart, dass die Stützhülse von unten auf den
Absatz aufschraubbar ist.
Vorzugsweise ist die Stützhülse an einem Ende durch einen
Boden geschlossen, so dass auch von einer Stützkappe gesprochen werden könnte.
Die Stützkappe wird von unten auf den hohen Absatz aufgeschraubt und vergrössert
die Standfläche des Absatzes erheblich. Eine echte Stützhülse kommt
nur in Betracht, wenn mehrere Stützhülsen sowie eine Stützkappe auf
einen sehr hohen Absatz aufgeschoben werden sollen. Das kommt beispielsweise in
Betracht, wenn unter anderem auch der dekorative Effekt der Stützhülsen
genutzt werden soll und ein Puffereffekt einen harten Auftritt verhindern soll.
Die Stützhülse besteht vorzugsweise aus elastischem TPU
oder aus Silikon-Gummi. Die Shore-Härte zu bestimmen kann einem Fachmann überlassen
werden. Zum einen müssen die Rippen mit den Gewindegängen auf der Innenseite
der Hülsenbohrung relativ weich sein, damit sie empfindliche Absätze nicht
beschädigen. Auf der anderen Seite muß aber der geschlossene Boden stabil
genug sein, um die Last des Absatzes zu tragen. Die Stützhülse könnte
daher auch örtlich unterschiedliche Härte aufweisen.
Die Stützhülse muß auf der Außenseite nicht im
wesentlichen zylindrisch ausgebildet sein, wie es der Begriff der Hülse suggerieren
könnte. Vielmehr kann die Stützhülse auf der Außenseite eine
abgerundete, schließlich sogar kugelige Form aufweisen. So kann insbesondere
die Form der Stützhülse auch optischen, dekorativen Aspekten untergeordnet
werden. Dies kann durch Farbe geschehen, aber auch durch Form. Beispielsweise kann
die kugelige Stützhülse auf der Außenseite abgeflachte Facetten aufweisen
und den Eindruck eines geschliffenen Steins erwecken.
Die gewindeförmigen Rippen im Inneren der Hülsenbohrung
können auf ihrem Rücken im wesentlichen keilförmige ausgebildet sein,
so dass sie sich gut auf dem Absatz, den sie schützen sollen, halten können.
Andererseits sollen sie auch solche Absätze, die beispielsweise mit feinem
Leder bezogen sind, nicht beschädigen. Das Material ist daher insbesondere
im Bereich dieser Gewindegänge vorzugsweise relativ weich.
In einer bevorzugten Ausführungsform umfaßt die Stützhülse
einen oder mehrere elastische Ringe, die aufeinanderfolgend auf den Absatz aufgesteckt
werden können und ihn über seine gesamte Höhe hinweg abdecken.
Im folgenden werden bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung
anhand der beigefügten Zeichnung näher erläutert.
1 ist eine perspektivische Darstellung einer erfindungsgemäßen
Stützhülse;
2 ist ein vergrößerter senkrechter Schnitt
durch eine erfindungsgemäße Stützhülse; und
3 ist eine Ansicht von der Unterseite der Stützhülse.
1 zeigt eine erfindungsgemäße Stützhülse.
Es ist ersichtlich, dass die Stützhülse zwar hülsenförmig ausgebildet
ist und einen inneren Hohlraum aufweist. Die äußere Form ist jedoch stark
kugelig ausgerundet und im übrigen mit Facetten versehen, die Zwecken der Dekoration
dienen. Im übrigen ist im Inneren andeutungsweise ein Gewindegang aus elastischen
Rippen gezeigt, die einen Gewindegang 10 bilden, die es gestatten, die
Stützhülse regelrecht auf einen hohen Absatz aufzuschrauben. Auf diese
Weise erlangt die Stützhülse einen festen Sitz auf dem Absatz, ohne dass
die Gefahr besteht, dass der Absatz beim Befestigen der Stützhülse beschädigt
wird.
2 zeigt einen vergrößerten senkrechten Schnitt
durch eine Stützhülse gemäß 1. Erkennbar
ist in 2 insbesondere der Gewindegang 10 im
Inneren der Hülsenbohrung. Erkennbar ist auch die stark ausgerundete äußere
Form.
Es ist erkennbar, dass die Rippen 10 auf ihren Rücken,
die nach innen gerichtet sind, keilförmig zugespitzt sind. Auf diese Weise
lassen sich die Rippen leicht auf den Absatz des Schuhs aufschrauben, und sie erreichen
einen relativ festen Halt auf dem Absatz.
3 zeigt eine erfindungsgemäße Stützhülse
von der Unterseite. Die facettenförmige Gestaltung der Stützhülse
auf der Außenseite wird hier ebenfalls erkennbar.
Die hier gezeigte Stützhülse kann durch zusätzliche
elastische Stützhülsen ergänzt werden, die nach dem gleichen Prinzip
wie die hier gezeigte Stützhülse konstruiert sind, jedoch keinen geschlossenen
Boden aufweisen. Durch mehrere solcher Stützhülsen läßt sich
der Absatz über seine gesamte Höhe abdecken, und es wird ein Puffereffekt
beim Auftritt erzeugt. Die Stützhülse selbst kann aus solchen Ringen gebildet
sein, die den Absatz über seine gesamte Höhe umschließen.