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Dokumentenidentifikation DE202007011691U1 29.11.2007
Titel Startbalken für eine Skisprungschanze
Anmelder Müller, Ludwig, 82467 Garmisch-Partenkirchen, DE
DE-Aktenzeichen 202007011691
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 29.11.2007
Registration date 25.10.2007
Application date from patent application 21.08.2007
IPC-Hauptklasse A63C 19/10(2006.01)A, F, I, 20070821, B, H, DE

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Startbalken für eine Skisprungschanze.

Bei den bisher bekannten Startbalken ist es mit einem erheblichen Arbeitsaufwand verbunden, den Startbalken in der jeweils vorgesehenen Startposition zu befestigen, die bisweilen während eines Wettbewerbs geändert werden muss.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Startbalken anzugeben, bei dem dieses Problem besser gelöst ist.

Die Erfindung sieht vor, dass der Startbalken mit Laufrollen versehen ist, auf denen er entlang der Anlaufspur der Sprungschanze verfahrbar ist. Dazu sind auf der Sprungschanze parallel zur Anlaufspur an beiden Seiten Führungsschienen für die Laufrollen vorgesehen, die durch Rohre gebildet sein können und zweckmäßigerweise einen Abstand von 2,50 voneinander haben.

Weiter ist mit Vorteil vorgesehen, dass der Startbalken mit einem Seilzug verbindbar ist und mit Hilfe eines Elektromotors, der zweckmäßigerweise an der Sprungschanze befestigt ist, entlang der Anlaufspur in die gewünschte Position bewegbar ist.

In dieser Position wird der Startbalken an den Führungsrohren fixiert, wozu der Startbalken zweckmäßigerweise mit einer Klemmeinrichtung versehen ist. Diese Klemmeinrichtung ist vorzugsweise durch Klemmschellen gebildet, die an dem Startbalken befestigt sind und fest an die Rohre anschraubbar sind.

Der Startbalken wird an den Neigungsgrad der jeweiligen Sprungschanze angepaßt, wobei sein Sitz immer so ausgerichtet sein sollte, dass er genau waagerecht zur Schanzenneigung steht. Der Abstand des Sitzes bis zu einem vorderen Standbein des Startbalkens sollte dabei mindestens 80 cm betragen, um ein Anecken der Skier an den Standbeinen zu vermeiden.

Der Startbalken besteht zweckmäßigerweise aus Aluminium, um eine flexible Handhabung zu gewähren. Der starre Rahmen des Startbalkens steht zweckmäßigerweise auf vier Füßen, die jeweils mit einer Rolle bestückt sind.

Der Sitz wird zweckmäßigerweise von einem Startbalkenteil getragen, das gelenkig mit dem die Rollen tragenden anderen Startbalkenteil verbunden ist. Dies ermöglicht es, den Sitz bei Nichtbenutzung stets nach hinten zu klappen, um den Schwerpunkt zentral auf den hinteren Teil des Startbalkens zu verlagern. Der Sitz bleibt solange zurück geklappt, bis der Seilzug angebracht und die Sicherungsschellen verankert sind. Um während eines Wettkampfs die Sicherheit zu gewährleisten und den Startbalken in einer stabilen und ruhigen Position zu halten, werden die Klemmschellen fest an den Rohren angeschraubt. Erst dann darf der Sitz in die Startstellung gebracht werden.

Weiter wird mit Vorteil vorgeschlagen, dass der Sitz höhenverstellbar ist, was durch Einstellschrauben an den tragenden Elementen ermöglicht ist.

Weiter wird vorgeschlagen, dass der Sitz in Querrichtung des Startbalkens verfahrbar ist. Dabei ist vorgesehen, dass der Sitz zu einem seitlichen Ende des Startbalkens hin durch eine Feder vorgespannt ist. Gegen die Kraft dieser Feder wird der Sitz zur Mitte des Startbalkens hin vorzugsweise auf Rollen bewegt, wo eine lösbare Rasteinrichtung vorgesehen ist, die den Sitz fixiert. Diese Rasteinrichtung kann mit einem Betätigungshebel zum Lösen der Sperre versehen sein, damit der Sitz durch Federkraft wieder in die seitliche Ausgangsposition zurückkehrt.

Weiter wird vorgeschlagen, dass hinter dem Sitz eine Aluminiumstange an dem Startbalken angebracht ist, die sich etwa 10 cm hinter dem Sitz und ca. 30 cm über diesem befindet. Die Stange dient dem Skispringer dazu, sich durch Eigendynamik zur Mitte des Startbalkens zu bewegen, wo der Sitz in die vorgesehene Position einrastet.

Am rückwärtigen Ende des Startbalkens kann eine Verankerung für Informationstafeln wie Werbetafeln vorgesehen sein.

Weitere Einzelheiten der Erfindung sind aus den beigefügten Zeichnungen ersichtlich. Dabei zeigen:

1 eine Stirnansicht des fahrbaren Startbalkens;

2 eine Aufsicht auf den Startbalken;

3 eine Seitenansicht des Startbalkens;

4 eine Darstellung wie 3, wobei der Sitz nach hinten verschwenkt wird;

5 den Höhenausgleich des Sitzes mit Hilfe von Gewindestangen;

6A und 6B eine Stirnansicht einer Kunststoffrolle auf einem Führungsrohr sowie eine Seitenansicht der Führungsrolle;

7A und 7B eine Seitenansicht und eine Stirnansicht der Klemmeinrichtung.

Die Figuren zeigen auf weitgehend schematische Weise Einzelheiten des fahrbaren Startbalkens. 1 zeigt zwei Führungsrohre 1, die zu beiden Seiten einer Anlaufspur einer Skisprungschanze befestigt sind. Auf diesen Führungsrohren 1 ist der allgemein mit dem Bezugszeichen 2 gekennzeichnete Startbalken auf vier Rollen 3 in Längsrichtung der Anlaufspur verfahrbar. Ein Sitz 4 ist in Querrichtung des Startbalkens verfahrbar und zwar ausgehend von einer seitlichen Ruheposition in die in 1 dargestellte Startposition in der Mitte des Startbalkens 2. Der Sitz 4 ist auf Rollen 5 gelagert.

Die 2 und 3 zeigen, dass der fahrbare Startbalken 2 aus einem hinteren starren Rahmenteil 6 aus mehreren starr miteinander verbundenen Streben 7 besteht, die an beiden Seiten die Rollen 3 tragen. Am hinteren Ende dieses Rahmens 6 ist an beiden Seiten jeweils eine Klemmeinrichtung 8 vorgesehen, mit deren Hilfe der Startbalken 2 an den Rohren 1 in der ausgewählten Lage fixiert werden kann.

Der Sitz 4 ist von einem vorderen starren Rahmenteil 9 gehalten, das mittels Gelenken 10 an dem hinteren Rahmenteil 6 schwenkbar angelenkt ist.

Der Sitz 4 ist bei Nichtbenutzung in eine rückwärtige Lage umklappbar, wie in 4 angedeutet ist.

Hinter dem Sitz 4 befindet sich eine Aluminiumstange 11, die ein Skispringer ergreift, um den Sitz 4 aus der seitlichen Ausgangslage zur Mitte des Startbalkens zu bewegen, wo der Sitz 4 lösbar einrastet. Dabei wird eine (nicht dargestellte) Feder gespannt. Nach Lösen eines ebenfalls nicht dargestellten Betätigungshebels kehrt der Sitz 4 wieder in seine seitliche Ausgangsposition zurück.

5 zeigt den Höhenausgleich des Sitzes 4 mit Hilfe von Gewindestangen.

Die 6A und 6B zeigen eine Kunststoffrolle 3, die eine halbkreisförmige Aussparung zur Aufnahme des Rohres 1 hat. Die 7A und 7B zeigen einen der am hinteren Ende des Startbalkens 2 angebrachten Klemmeinrichtungen, deren beide Klemmschellen das Führungsrohr zu etwa 80% umschließen. Verspannt werden die Schellen mit Kurbelschraubenmuttern 12.


Anspruch[de]
Startbalken für eine Skisprungschanze, mit einem Sitz, dadurch gekennzeichnet, dass der Startbalken (2) mit Laufrollen (3) versehen ist, auf denen er entlang der Anlaufspur der Sprungschanze verfahrbar ist. Startbalken nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Startbalken (2) mit einem Seilzug versehen und mit Hilfe eines Elektromotors entlang der Anlaufspur bewegbar ist. Startbalken nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Startbalken (2) mit einer Klemmeinrichtung (8) versehen ist, mit der er in der ausgewählten Position fixierbar ist. Startbalken nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Sitz (4) höhenverstellbar ist. Startbalken nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Sitz (4) in Querrichtung des Startbalkens (2) verfahrbar ist. Startbalken nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Sitz zu einem seitlichen Ende des Startbalkens (2) hin durch eine Feder vorgespannt ist. Startbalken nach einem der Ansprüche 4 oder 5, ferner gekennzeichnet durch eine lösbare Rasteinrichtung für den Sitz in der Mitte des Startbalkens. Startbalken nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der den Sitz haltende Teil (9) des Startbalkens (2) an dessen übrigem Rahmenteil (6) schwenkbar befestigt ist.






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