Die vorliegende Erfindung betrifft ein Sitz- und/oder Liegemöbel
für den Außenbereich gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Ein Sitz- und/oder Liegemöbel der vorgenannten Art ist aus der
EP 1 510 151 A1 bekannt. Die darin
beschriebenen Möbel sind beispielsweise als Klappstuhl oder Stapelstuhl ausgebildet
und weisen zwei Streben auf, zwischen denen sich ein aus Textilen bestehender Bezug
erstreckt. Dabei ist auf der Oberseite der Streben im Sitzteilbereich beziehungsweise
an der Vorderseite der Streben im Rückenlehnenbereich jeweils eine Nut angeordnet,
die sich über die gesamte Länge der Streben erstreckt. In diese Nut ist
ein durch einen Keder realisiertes verdicktes Ende des Bezugs eingebracht.
Als nachteilig bei diesem Stand der Technik erweist sich die Tatsache,
dass der Bezug auf der Oberseite beziehungsweise Vorderseite der Streben endet.
Dies kann dazu führen, dass in die Nut von oben Verunreinigungen eindringen.
Weiterhin weist die für den Benutzer sichtbare Ober- beziehungsweise Vorderseite
der Strebe eine unruhige Optik auf, weil sie teilweise mit dem Bezug bedeckt ist
und teilweise das Material der Strebe sichtbar ist. Weiterhin kann je nach Gestaltung
des verdickten Endes des Bezugs der auf der Ober- beziehungsweise Vorderseite der
Strebe angeordnete Austritt des Bezugs aus der Nut zu Beeinträchtigungen des
Sitzkomforts des Benutzers führen.
Das der vorliegenden Erfindung zugrunde liegende Problem ist die Schaffung
eines Sitz- und/oder Liegemöbels der eingangs genannten Art, das unempfindlicher
gegenüber Verunreinigungen ist und/oder im Bereich der jeweiligen seitlichen
Enden des Bezugs nicht zu Beeinträchtigungen des Sitzkomforts des Benutzers
führt und/oder das eine ansprechendere Optik aufweist.
Dies wird erfindungsgemäß durch ein Sitz- und/oder Liegemöbel
der eingangs genannten Art mit den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruchs 1 erreicht.
Die Unteransprüche betreffen bevorzugte Ausgestaltungen der Erfindung.
Gemäß Anspruch 1 ist vorgesehen, dass der Bezug sich über
die Oberseite und/oder Vorderseite einer jeder der Streben bis zu der von der jeweils
anderen Strebe abgewandten Seite der Strebe erstreckt. Beispielsweise kann dabei
vorgesehen sein, dass der Bezug sich im Sitz- und/oder Liegeteilbereich zumindest
teilweise auf der von der jeweils anderen Strebe abgewandten Seite der Strebe nach
unten erstreckt beziehungsweise dass der Bezug sich im Rückenlehnenbereich
zumindest teilweise auf der von der jeweils anderen Strebe abgewandten Seite der
Strebe nach hinten erstreckt. Durch eine derartige Gestaltung befindet sich der
Austritt des Bezugs aus der Nut nicht auf der dem Benutzer zugewandten Seite, so
dass der Sitzkomfort des Benutzers nicht beeinträchtigt wird. Weiterhin weisen
die dem Benutzer zugewandten Seiten der Streben eine ansprechendere Optik auf, weil
die gesamte Ober- beziehungsweise Vorderseite von dem Bezug gebildet wird.
Dies kann vorteilhafterweise dadurch erzielt werden, dass jede der
Streben eine sich in deren Längsrichtung erstreckende Nut aufweist, in die
insbesondere jeweils ein verdicktes Ende des Bezuges eingebracht ist, wobei die
Nut auf der von der jeweils anderen Strebe abgewandten Seite der Strebe angeordnet
ist. Dadurch wird mit einfachen Mitteln der Bezug um die Ober- beziehungsweise Vorderseite
der jeweiligen Strebe herumgezogen. Durch dieses Herumziehen um die Ober- beziehungsweise
Vorderseite der jeweiligen Strebe wird aufgrund von Reibungskräften die auf
den Bezug wirkende Kraft etwas verringert. Dies kann unter Umständen dazu führen,
dass der Bezug über einen längeren Zeitraum gespannt bleibt.
Es besteht die Möglichkeit, dass das Sitz- und/oder Liegemöbel
als Klappstuhl oder Stapelstuhl für den Außenbereich oder Gartenliege
oder dergleichen ausgeführt ist.
Weitere Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden deutlich
anhand der nachfolgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele unter
Bezugnahme auf die beiliegenden Abbildungen. Darin zeigen
1 eine schematische Seitenansicht einer Ausführungsform
eines erfindungsgemäßen als Stuhl ausgeführten Sitz- und/oder Liegemöbels;
2 eine Schnittansicht gemäß den Pfeilen II-II
in 1;
3 eine Detailansicht gemäß dem Pfeil III in
2.
Der aus 1 ersichtliche Stuhl ist als so
genannter Stapelstuhl ausgebildet mit einem durchgehenden Gestell. Der Stuhl umfasst
eine Rückenlehne 1 und ein Sitzteil 2 sowie Armlehnen
3 und Stuhlbeine 4. Weiterhin sind Rückenlehne
1 und Sitzteil 2 mit einem durchgehenden Bezug 5 versehen
(siehe auch 2 und 3), der
insbesondere als Textilenbespannung ausgeführt ist. Der Bezug 5 wird
von L-förmig gebogenen seitlichen Streben 6, 7 gehaltert.
Die Streben 6, 7 sind in dem abgebildeten Ausführungsbeispiel
am oberen Ende der Rückenlehne 1 durch einen Querverbindungsbügel
8 miteinander verbunden. Die auf einer Seite angeordneten
Stuhlbeine 4 sind miteinander über die oberhalb der seitlichen Streben
6, 7 des Sitzteils 2 und im wesentlich parallel zu diesen
verlaufenden Armlehnen 3 zu einem Gestell miteinander verbunden. Weiterhin
sind Querstreben 9, 10 vorgesehen, die im vorderen und hinteren
Bereich des Sitzteils 2 unterhalb der seitlichen Streben 6,
7 die Stuhlbeine 4 miteinander verbinden.
Die Streben 6, 7 weisen jeweils eine sich in Längsrichtung
der Streben 6, 7 erstreckende Nut 11 auf, die auf der
Außenseite der jeweiligen Strebe 6, 7 beziehungsweise auf
der von der jeweils anderen Strebe 6, 7 abgewandten Seite der
Strebe 6, 7 angeordnet ist. In die Nut 11 ist ein verdicktes
Ende 12 des Bezuges 5 eingebracht. Das verdickte Ende
12 kann beispielsweise durch einen insbesondere flexiblen Keder
13 realisiert werden, um den herum sich das Ende 12 des Bezuges
5 erstreckt.
Durch die Anordnung der Nut 11 auf der jeweiligen Außenseite
der Strebe 6, 7 wird gewährleistet, dass sich der Bezug
5 im Sitzteilbereich über die gesamte Oberseite der Strebe
6, 7 beziehungsweise im Rückenlehnenbereich über die
gesamte Vorderseite sowie an der Außenseite ein Stück weit nach unten
beziehungsweise nach hinten erstreckt (siehe dazu 3).
Alternativ zu der beschriebenen als Stapelstuhl ausgebildeten Ausführungsform
besteht die Möglichkeit, die Erfindung auch auf Klappstühle oder Liegen
für den Gartenbereich oder dergleichen anzuwenden.