Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine elektronische Anordnung
mit einer Wiedergabeanordnung.
Elektronische Anordnungen (wie tragbare Telefone, elektronische Organiser
oder PDAs ("Personal Digital Assistant") werden immer komplexer und es ist nun Routine
für derartige Anordnungen, eine Pixelwiedergabe zu benutzen um Information
für den Benutzer der Anordnung wiederzugeben. Die Benutzerschnittstelle für
derartige Anordnungen bietet dem Benutzer zwar eine wachsende Anzahl Möglichkeiten,
aber selbstverständlich kann der Betrag an Information, die an einem kleinen
Wiedergabeschirm einer tragbaren Anordnung wiedergegeben werden können, ist
beschränkt.
Obschon Schirmauflösung schnell verbessert wird, wird das für
den Schirm verfügbare begrenzte Gebiet immer eine Beschränkung für
den Betrag an Information bedeuten, die auf einfache Art und weise in kleinen tragbaren
Anordnungen, wie tragbaren Telefonen, wiedergegeben werden können. Größere
Informationsmengen können durch die Verwendung verschachtelter Menüs und
baumstrukturierte Datenspeicheranordnungen zur Verfügung gestellt werden, aber
mit einer kleinen verfügbaren Wiedergabeanordnung ist der Benutzer verpflichtet,
wiederholt aus den begrenzten verfügbaren wiedergegebenen Möglichkeiten
zu wählen und zu warten, bis auf den nächsten Navigationspegel der Schnittstelle
zugegriffen werden kann, um sogar auf relativ nahe liegende Zweige eines Datenbaums
zuzugreifen.
US Patent US4542958 beschreibt
eine Wiedergabeanordnung mit einem variablen Aspekt, die zur Verwendung als Verkehrssignal
in vielen Situationen vorgesehen ist. Die Wiedergabeanordnung schafft vorbestimmte
verbundene Wiedergabeanordnungen als eine direkte Funktion des bestimmten Sehwinkels
gegenüber der Wiedergabeanordnung.
US Patent US4541727 beschreibt
ein Linsenförmiges optisches System in Kombination mit einer Uhr, damit man
durch Änderung des Sehwinkels zwei Bilder sehen kann.
Die Europäische Patentanmeldung EP0590498
beschreibt ein System und ein Verfahren, das Tiefenbilder von Dokumenten verschiedenen
Inhalts oder Szenen einfängt, die in einem gedrängten Dokument angeboten
werden sollen. Wenn das gedrängte Dokument von verschiedenen Gesichtspunkten
aus betrachtet wird, sieht der Zuschauer eine verschiedene Inhaltswiedergabe.
Deswegen ist es u. a. eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung eine
verbesserte elektronische Anordnung zu schaffen.
Nach der vorliegenden Erfindung wird eine tragbare elektronische Anordnung
mit einer Pixelwiedergabeanordnung und einem Bildablenksystem geschaffen, das über
die Wiedergabeanordnung liegt, wobei die Wiedergabeanordnung derart gesteuert wird,
dass wenigstens zwei unabhängige Wiedergabebilder geliefert werden, die, wenn
über das Bildablenksystem wiedergegeben, aus verschiedenen Betrachtunghswinkeln
gegenüber der Wiedergabeanordnung einzeln sichtbar sind.
Durch die vorliegende Erfindung ist es möglich, eine Anordnung
zu schaffen, die eine größere Menge an nützlichen Daten für
eine bestimmte Wiedergabegröße präsentieren kann.
Die elektronische Anordnung nach der vorliegenden Erfindung hat ein
Bildablenksystem, das über die Wiedergabeanordnung liegt, so dass die Anordnung
dem Benutzer mehrere Ansichten bieten kann, wobei jede Ansicht von einer anderen
Position aus sichtbar ist.
Die Verwendung von Linsenschirmen über Wiedergabeanordnungen
ist durchaus bekannt um dem Benutzer autostereoskopische Bilder zu bieten, und das
Ablenksystem kann einen Linsenschirm enthalten. Bei autostereoskopischen Anordnungen
schafft der Linsenschirm Betrachtungswinkel für verschiedene Bilder, die durch
einen Abstand voneinander entfernt sind, und zwar entsprechend dem Abstand der menschlichen
Augen. Auf diese Weis werden dem linken und dem rechten Auge des Benutzers verschiedene
Bilder zugeführt um das Empfinden eines Stereobildes zu erzeugen ohne dass
der Benutzer beispielsweise eine Brille mit verschieden farbigen Linsen zu tragen
braucht.
Um Stereobilder zu erzeugen erstrecken sich die Linsen des Linsenschirms
von oben nach unten über den Schirm, so dass eine laterale Verschiebung der
Betrachtungslage gegenüber dem Schirm dazu führt, dass verschiedene Bilder
sichtbar werden.
Die Linsen in dem Bildablenksystem nach der vorliegenden Erfindung
können sich über die Wiedergabeanordnung derart erstrecken, dass als eine
Funktion des Neigungswinkels des Zuschauers gegenüber dem Schirm verschiedene
Bilder sichtbar werden. Auf diese Weise kann ein Benutzer durch Kippung der Anordnung
über eine horizontale Achse zwei verschiedene Bilder sehen.
Jede Linse kann mit drei oder mehr Wiedergabebilder assoziiert sein.
So kann beispielsweise ein erstes Hauptbild in einer natürlichen Lage der Anordnung
gegenüber dem Benutzer geboten werden. Kippung der Anordnung in einer bestimmten
Weise kann dazu führen, dass ein Bild wiedergegeben wird, das den vorhergehenden
Schirm der Benutzerschnittstellenwiedergabe darstellt. Kippung der Anordnung in
der anderen Richtung kann eine Erläuterung in Bezug auf die dem Benutzer zu
dem betreffenden Zeitpunkt gebotenen Möglichkeiten schaffen.
Die Wiedergabeanordnung umfasst vorzugsweise eine Pixelwiedergabeanordnung,
beispielsweise eine LCD-Wiedergabeanordnung, und die Anordnung kann ein Mobiltelefon
sein, obschon dem sachverständigen Leser beim Lesen der nachfolgenden Beschreibung
bevorzugter Ausführungsformen andere Möglichkeiten einfallen dürften.
Ausführungsbeispiele der vorliegenden Erfindung sind in der Zeichnung
dargestellt und werden im Folgenden näher beschrieben. Es zeigen:
1 eine schematische Darstellung eines Mobiltelefons,
2 eine Darstellung, wie verschiedene Bilder am Schirm
des Telefons nach 1 gesehen werden können, und
3 eine Darstellung der Ausgangsadressierung für
eine Wiedergabeanordnung in dem Telefon nach den 1 und
2, die zu mehreren Bildern führt.
1 zeigt ein Mobiltelefon 10 mit einer Wiedergabeanordnung
12 und einer Anzahl Eingabetasten 14 sowie mit einem Mikrophon
14 und einem Lautsprecher 18.
Die Wiedergabeanordnung 12 umfasst eine Pixelwiedergabeanordnung
in Form einer LCD-Wiedergabeanordnung, über die ein Bildablenksystem vorgesehen
ist, und zwar in Form eines Linsenschirms 8, von dem Typ, der bisher bei
der Erzeugung von autostereoskopischen LCD-Wiedergabeanordnungen verwendet wurde.
Eine Wiedergabeanordnung diesen Typs zur Verwendung als autostereoskopische Wiedergabeanordnung
ist in EP-A-0 791 847 detailliert beschrieben worden, wobei die Beschreibung derselben
durch Bezeichnung als hierin aufgenommen betrachtet werden soll.
Die Wiedergabeanordnung 12 wird derart gesteuert, dass sie
wenigstens zwei unabhängige Wiedergabebilder schafft, die, wenn über den
Linsenschirm 8 wiedergegeben, aus verschiedenen Betrachtungswinkeln gegenüber
dem Schirm 8 einzeln sichtbar sind.
Bei herkömmlichen autostereoskopischen Linsenschirmwiedergabeanordnungen
erstrecken sich die Linsen von oben nach unten über den Schirm, so dass verschiedene
Bilder durch den Linsenschirm hindurch zu verschiedenen lateralen Stellen des Benutzers
gegenüber dem Schirm hin projiziert werden. Die vorliegende Erfindung ist mit
dieser horizontalen Trennung von Bildern anwendbar, obschon, wie nachher noch näher
erläutert wird, obschon eine vertikale Bildtrennung (durch Verwendung sich
horizontal erstreckender Linsen) durchaus möglich ist.
Wie in 1 schematisch dargestellt, erstrecken
sich die Linsen 24 des Schirms 8, der über die Wiedergabeanordnung
12 liegt, über die Wiedergabeanordnung 12, so dass die vielen
Wiedergabebilder aus verschiedenen Höhenwinkeln gegenüber dem Schirm sichtbar
sind. Weiterhin führt eine horizontale Ausrichtung der Linsen dazu, dass dasselbe
Bild für das linke wie das rechte Auge des Benutzers wiedergegeben wird. Auf
diese Weise können die zwei oder mehrere Bilder durch Kippung des Mobiltelefons
10 um eine horizontale Achse 20 betrachtet werden.
2 zeigt, wie das Telefon 10 um diese horizontale
Achse 20 gekippt werden kann. 2A zeigt die
normale Betrachtungslage des Mobiltelefons 10, in der der Benutzer den
Schirm von einer Stelle aus betrachtet, die im Wesentlichen senkrecht zu der Ebene
des Schirms ist. In dieser Lage kann ein Menü mit Eingabemöglichkeiten
dem Benutzer wiedergegeben werden, obschon in 2A das
Wiedergabebild einfach als "View 1" angegeben ist.
Um ein zweites Bild zu sehen, kann die Oberseite des Telefons in Richtung
des Zuschauers gekippt werden, wie in 2B dargestellt.
Das wiedergegebene Bild wird als "View 2" bezeichnet und dies kann beispielsweise
ein Bild des vorhergehenden Schirms geben, so dass der Benutzer imstande ist, die
Strecke der Möglichkeiten, denen er während der vorhergehenden Eingabe
von Daten in das Telefon folgte, zurückzurufen. Ein drittes Bild, dargestellt
in 2C als "View 3" kann durch Kippung des Mobiltelefons
10 in einer entgegen gesetzten Richtung erhalten werden. Dieser Schirm
kann beispielsweise Hilfsinformation über den normalen Schirm, "View 1" erteilen.
Die Verwendung einer Anzahl unabhängiger Wiedergabebilder ermöglicht
es, dass der kleine Schirm dem Benutzer zusätzliche Information bieten kann,
ohne dass es notwendig ist, Tasten zu berühren, wodurch die Deutlichkeit der
Benutzerschnittstelle verbessert wird.
Es gibt mehrere zusätzliche Möglichkeiten, wie die vielen
Bilder verwendet werden können. Für ein Quiz beispielsweise kann eine
Frage als das eine Bild wiedergegeben werden, und die Antwort kann als
ein anderes Bild wiedergegeben werden. Beispielsweise bei Applikationen, herrührend
aus dem Internet kann die aus dem Internet erhaltene Information eine bestimmte
Steuerung bieten in Bezug auf welche Daten als jedes mögliche Bild wiedergegeben
werden sollen.
3 zeigt detailliert, wie die Pixelwiedergabeanordnung
adressiert wird um mehrere Bilder zu liefern. Jedes Pixel 22 wird als ein
Quadrat in 3 dargestellt, obschon jede Wiedergabestelle
ein Triplet aus Pixeln für eine Farbwiedergabe enthalten kann. Jede Linse
24 liegt über drei Reihen von Pixeln 22 und alle Pixel mit
der gleichen relativen Lage gegenüber einer Linse 24 werden für
einen Benutzer gleichzeitig sichtbar sein. Auf diese Weise kann in 3
die zentrale Reihe mit Pixeln zusammen "View 1" bilden, die obere Reihe mit Pixeln
gegenüber jeder Linse 24 kann "View 2" schaffen und die unterste Reihe
mit Pixeln gegenüber jeder Linse 24 kann "View 3" liefern, wie dargestellt.
Obschon die Ausführungsform insbesondere in Bezug auf ein Mobiltelefon
beschrieben worden ist, kann sie auch auf andere tragbaren Anordnungen, wie Fernbedienungen
Rechner, Armbanduhren, PDA-Anordnungen, Funkrufanordnungen und Kombinationsuhren
angewandt werden.
Die Wiedergabeanordnung kann eine LCD Anordnung mit aktiver Matrix
aufweisen, obschon passive LCD Wiedergabeanordnungen oder andere Typen von Wiedergabeanordnungen,
wie polymere LED Wiedergabeanordnungen durchaus verwendet sind.
Die Steuerung der Anordnung zum Schaffen des einwendfreien Wiedergabebildes
unter Berücksichtigung des über die Wiedergabeanordnung liegenden Linsenschirms
ist nicht beschrieben worden, da das Verfahren zum Kombinieren mehrerer Bilder und
der Antriebsschemen zum Betreiben der Wiedergabeanordnung dem Fachmann durchaus
bekannt sein dürfte. Auf gleiche Weise wird dem Fachmann der spezifische Entwurf
des Linsenschirms und der Wiedergabeanordnung selber bekannt sein.