Gebiet der Erfindung
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Öffnungs- und Schließvorrichtung
für ein Möbelstück, die mit einer Raste versehen ist, welche geeignet
ist, um Vorgänge zum Öffnen und Verschließen beweglicher Teile eines
Möbelstücks zu erleichtern, und die kurz auch Raste genannt wird.
Stand der Technik
Bekannte Rasten besitzen die Funktion, ein Öffnen oder Verschließen
der Türen eines Möbelstückes oder von Schubladen in Übereinstimmung
mit der Anwendung, für die sie konstruiert wurden, zu erleichtern. Diese Rasten
erzeugen beim Verschließen eine schwache Gegenkraft, die von elastischen Elementen
gespeichert wird, die in der Lage sind, diese in einer nachfolgenden Phase freizugeben,
wenn der umgekehrte Vorgang des Öffnens ausgeführt wird.
Wenn eine Raste verwendet wird, um ein Öffnen einer Schublade
oder einer Tür zu erleichtern, wird Letztere durch geeignete und bekannte Vorrichtungen,
die entweder von der Raste getrennt oder einstückig mit ihr sein können,
z. B. Haken, Magnete oder dergleichen, in ihrer verschlossenen Position gehalten.
Um die Schublade oder die Tür zu öffnen, ist es zuerst notwendig,
zum Lösen der Raste einen schwachen Schub auf die Schublade oder Tür aufzubringen,
die die beim Verschließvorgang gespeicherte elastische Energie zurückgibt
und eine Kraft auf die Schublade in der Öffnungsrichtung ausübt, die allgemein
durch Federn erzeugt wird. Ein Vorteil dieser Vorrichtungen besteht darin, dass
sie es auch ermöglichen, Griffe oder andere ähnliche Greifelemente an
der Schublade, die aus ästhetischen oder anderen Gründen nicht immer geschätzt
werden, nicht zu verwenden.
Im Allgemeinen ist ein Teil der Elemente, die die Raste bilden, auf
feststehenden Elementen des Möbelstücks, zu dem die Schublade gehört,
und ein weiterer Teil auf der Schublade selbst angeordnet; überdies sind diese
aus einer großen Anzahl von Elementen gebildet, was einen Zusammenbau durch
unerfahrenes Personal schwierig machen kann.
Einige bekannte Rasten sind in den Dokumenten DE
29 507 917 U, DE 3 816 091,
DE 19 753 319 und DE
10 008 350 beschrieben. Dabei handelt es sich jedoch um Vorrichtungen,
die kompliziert herzustellen oder zu befestigen sind, und von denen manche zu empfindlich
sind, als dass eine dauerhafte Funktion gewährleistet werden kann.
Zusammenfassung der Erfindung
Es ist daher ein Hauptzweck der vorliegenden Erfindung, eine Raste
herzustellen, die die hierin zuvor aufgezeigten Nachteile auf einfache und kostengünstige
Weise überwindet und die kompakt, robust und bei einem Möbelstück,
insbesondere bei Türen, einfach anzuwenden ist. Daher löst die vorliegende
Erfindung die hierin zuvor erwähnten Probleme dadurch, indem eine Raste mit
den kennzeichnenden Eigenschaften wie in Anspruch 1 beansprucht hergestellt wird.
Im Speziellen betrifft die Erfindung eine einen Schieber umfassende
Rastvorrichtung die durch die Wirkung einer durch eine oder mehrere Federn erzeugten
äußeren Kraft verriegelt und gelöst werden kann. Der Schieber ist
geeignet, um sich geradlinig entlang einer Führung zu bewegen, die einstückig
mit einem feststehenden Teil des Möbelstücks und unter einem in Bezug
auf die Richtung, in der die äußere Schließkraft aufgebracht wird,
von Null verschiedenen Winkel geneigt ist, und weist einen Haken auf, der von dem
beweglichen Teil des Möbelstücks gefangen werden kann. Überdies sind
Elemente, die geeignet sind, den Schieber in Übereinstimmung mit der ausgeführten
Funktion zu verriegeln oder zu lösen, zwischen dem Schieber und dem Behälter
vorgesehen.
Dank der Lösung der Erfindung weist die Raste einen einfachen
und kompakten Aufbau auf, der einfach auf Schubladen oder Türen eines Möbelstücks
angewendet werden kann, wodurch eine exakte Positionierung in Bezug auf die Teile
und demzufolge ihre ordnungsgemäße Funktion gewährleistet ist. Sie
ist auch durch eine schnelle und einfache Montage gekennzeichnet, die ohne die Verwendung
spezieller Werkzeuge durchgeführt werden kann.
Die Rastvorrichtung ist auch gegen jede Gefahr, von dem Möbelstückelement,
an dem sie befestigt ist, gelöst zu werden, stabil und sicher. Die Raste weist
auch Druckfedern oder entsprechende elastische Mittel auf, die in der Lage sind,
eine ausreichende Öffnungsbewegung zu steuern, um ein einen einfachen Griff
mit der Hand zum vollständigen Öffnen der Schublade zuzulassen oder, wenn
nötig, diesen Vorgang sogar gänzlich zu beseitigen.
Die abhängigen Ansprüche beschreiben bevorzugte Ausführungsformen
der Erfindung.
Kurzbeschreibung der Zeichnungen
Weitere Eigenschaften und Vorteile der Erfindung sollten im Licht
der detaillierten Beschreibung bevorzugter, wenn auch nicht ausschließender
Ausführungsformen einer Raste, die als nicht einschränkende Beispiele
vorgesehen sind, mit Hilfe der beiliegenden Zeichnungen besser
verständlich werden, in denen:
1 eine Seitenansicht der Rastvorrichtung der Erfindung
in einer ersten Betriebsposition zeigt;
2 eine Seitenansicht der Rastvorrichtung in
1 in einer zweiten Betriebsposition zeigt;
3 eine axonometrische Explosionsdarstellung der Rastvorrichtung
in 1 zeigt;
4 eine axonometrische Darstellung eines Elements zeigt,
das die Rastvorrichtung in 1 bildet;
5 eine axonometrische Darstellung eines Elements zeigt,
das die Rastvorrichtung in 1 bildet;
6 einen seitlichen Schnitt einer Ausführungsform
der Rastvorrichtung der Erfindung zeigt;
7 eine axonometrische Explosionsdarstellung der Rastvorrichtung
in 6 zeigt;
8 vier verschiedene Betriebsphasen der Raste gemäß
der Erfindung zeigt.
Detaillierte Beschreibung der bevorzugten Ausführungsformen
Unter Bezugnahme auf die angeführten Zeichnungen ist eine Rastvorrichtung
dargestellt, die allgemein mit dem Bezugszeichen T bezeichnet ist, und allgemein,
wenn auch nicht notwendigerweise, in einem Teil davon an einer geeigneten Struktur
eines Möbelstücks 57 und in einem anderen Teil davon an einer
Tür 58 befestigt ist. Es ist jedoch möglich, die Möbelstückteile,
an denen die zwei die Raste bildenden Teile befestigt sind, kinetisch umzudrehen,
ohne jedoch von dem Umfang der Erfindung abzuweichen.
Der Teil der Raste T, der mit geeigneten Mitteln, die nicht im Detail
beschrieben sind, an dem Möbelstück 57 zu befestigen ist, umfasst
ein Gehäuse oder einen Behälter 51 mit einer ersten Nut oder
einem länglichen Hohlraum, die/der eine Gleitführung 60 definiert.
In der Führung 60 befinden sich der Schieber 52, die Schraubenfeder
53 oder eine andere ähnliche Feder, die mit einem Ende auf einer Schulter
oder einem Ende der Führung und mit dem anderen Ende auf dem Schieber
52 ruht, auf dem ein Schaft 65 vorgesehen ist, um den Kontakt
mit der Feder 53 zu verbessern. Der Behälter 51 weist eine
Abdeckung 54 auf, um die offene Seite der Führung 60 zu verschließen.
In einer vorteilhaften Ausführungsform ist ein Teil des Behälters
mit einem Einsatz 50 versehen, der im Wesentlichen eine dreieckige Form
aufweist und eine Seite oder einen Teil einer Seite der Führung 60
bildet, um die Herstellung und den Zusammenbau zu erleichtern. Der Einsatz
50 kann jedoch alternativ auch beseitigt sein, um den Behälter
51 in einem Stück herzustellen.
Die Führung 60 ist in Bezug auf die Richtung einer Aufbringung
der Kraft F, die auf den Schieber 52 wirkt, unter einem Winkel &agr;
geneigt, der in Übereinstimmung mit der/dem zu öffnenden Tür oder
Möbelstückteil vorbestimmt und definiert ist.
Auf der Seite der Führung 60 ist eine zweite Nut vorgesehen,
die eine Führungsbahn 40 mit verschiedenen Tiefen in Übereinstimmung
mit Bereichen definiert, die einen Weg mit einem Nockenprofil definieren.
Der Schieber 52 weist auch einen Sitz 71 mit einer
rechteckigen Ebene auf, die am Grund geschlossen ist und in der eine in der Form
eines V gebogene Blattfeder 72 platziert ist, auf deren nach außen
weisenden Seite eine Kugel 73 sitzt. Die Blattfeder 72 drückt
somit die Kugel 73 in Richtung des Grundes der Führungsbahn
40, um sie entlang des Weges laufen zu lassen. Eine dritte Nut
67 erleichtert das Anbringen der Feder 72 in ihrem Sitz
71.
Die Führungsbahn 40 ist durch einen längeren Längsabschnitt
27 gebildet, dessen Grund in der Dicke variiert und eine geneigte Rampe
bildet, die mit einer Stufe 28 endet, welche die Grenze kennzeichnet, die
sie von einem Querabschnitt 29 trennt, der in der Ebene leicht gekrümmt
ist. Der Grund des Querabschnittes 29 weist zwei Abschnitte mit leicht
versetzten Niveaus 29', 29'' auf, in deren tiefstem
29'' ein Sitz 30 in der Form einer kugelförmigen Abdeckung
vorgesehen ist. Parallel zu dem Abschnitt 27 verläuft ein zweiter,
kürzerer Längsabschnitt 31, der sich mit dem Vorderteil des Abschnittes
27 mittels eines Abschnittes 32 verbindet, dessen Grund geneigt
ist und an dessen Ende eine kurze, geneigte Rampe 33 positioniert ist,
um eine weitere Stufe 34 in dem Verbindungspunkt mit dem Abschnitt
27 zu bilden.
8 zeigt vier Positionen der Raste, die ihre Funktion
zwischen einer offenen Position und einer verriegelten Position und wieder in einer
offenen Position zeigen. Die Positionen sind mit den Buchstaben a), b), c), d) bezeichnet
und definieren auch vier entsprechende Positionen der Kugel 73 entlang
der Führungsbahn der Abdeckung. Hier sind die Positionen als Transparenzdarstellungen
durch die Fläche des Einsatzes 50 hindurch gezeigt. In Position a)
befindet sich der Haken 68 in der äußersten Position und daher
können sich das Hakenelement 59 und die mit diesem verbundene Tür
frei bewegen. Wenn die Tür 58 in Richtung der Schließposition
gedrückt wird, stößt das Hakenelement
59 mit einer Kraft F, deren Komponente parallel zu der Achse der Führung
60 den Schieber 52 in der Führung 60 drückt
und die Feder 53 zusammendrückt, gegen den Haken 68, um die
in 2 gezeigte Position zu erreichen.
Während dieses Gleitens tritt der Haken 68 mit der Hakenkante
62 des Hakenelements 59 in Eingriff und fängt es. Da die
Kugel 73 an diesem Punkt nicht entlang des Abschnittes 32 laufen
kann, da sie durch die Stufe 34 behindert wird, läuft sie entlang
der Rampe 27 und gelangt über die Stufe 28 hinaus. Hier drückt
die Neigung des Schafts der V-förmigen Feder 72 die Kugel
73 entlang des tiefsten Teils 29'' des Abschnittes 29
bis sie in den Sitz 30, der die Form einer kugelförmigen Abdeckung
aufweist, gelangt und in der Position c) verriegelt wird. In dieser Position kann
der Schieber 52 nicht in der Nut gleiten und der Haken 68 verriegelt
das Hakenelement 59, sodass das Möbelstückteil in seiner geschlossenen
Position verriegelt bleibt, selbst wenn keine äußere Kraft darauf aufgebracht
wird.
Stattdessen wird der Vorgang zum Öffnen der Tür oder Schublade
auf die folgende Weise ausgeführt. Nach einem fortlaufenden, leichten Schub
in der Schließrichtung der Tür wird die Kugel 73 aus dem Sitz
30 in Richtung des flachsten Teils 29' des Abschnittes
29 bewegt und die Feder 72 drückt sie in die Position d).
Durch Entfernen der äußeren Kraft auf das Möbelstückteil drückt
die Schraubenfeder 53 den Schieber 52 in Richtung der Außenseite
und die Kugel 73 läuft entlang der Abschnitte 31 und
32, gelangt über die Rampe 33 und die Stufe 34 hinaus
und kehrt in den Ausgangszustand a) zurück, in dem das Möbelstückteil
gelöst ist.
Vorteilhafterweise kann das Hakenelement durch einen Hohlraum
61 gebildet sein, der teilweise in Richtung der gegenüberliegenden,
flachen Flächen offen ist, sodass das Hakenelement 62 selbst mit einem
Formverfahren leicht hergestellt werden kann. Der Grund 63 bildet das Schubelement
des Hakens 68, wenn die Raste in Funktion ist, und bewirkt, dass er in
Kombination mit der schiefen Bewegung in der unter dem Winkel &agr; geneigten
Richtung gleitet, bis er hinter der Hakenkante 62 positioniert ist, wie
in den 2 und 6 gezeigt.
Die Abdeckung 54 ist ebenfalls mit Schäften
76 versehen, die zur Aufnahme in entsprechenden Öffnungen
75 des Behälters 51 geeignet sind, und so einen integrierten
Zusammenbau der zwei Teile zulassen.
Eine Ausführungsform der Raste in Übereinstimmung mit der
Erfindung ist in den 6 und 7
gezeigt. Der Behälter 81 weist eine im Wesentlichen hohle Trapezform
auf, in der eine Gleitführung 90 platziert ist. Eine der Seiten des
Behälters ist offen, und in der befestigten Position der Raste ist diese Seite
durch einen dreieckigen Einsatz 80 verschlossen, wobei eine der Seiten
davon eine Seite der Führung 90 definiert. Der dreieckige Einsatz
80 besitzt auch die Funktion, dass er mit einem geeigneten Referenzanschlag
84 auf dem Möbelstück sitzt. Vorteilhafterweise, obwohl nicht
notwendigerweise, kann die Führungsbahn 40 auf einer Seite des dreieckigen
Einsatzes 80 vorgesehen sein. Dieses Element ist mit Hilfe von Befestigungsmitteln
eines bekannten Typs, nicht gezeigt, an dem Behälter 81 auf eine geeignete
Weise befestigt.
Aus der obigen Beschreibung ist ersichtlich, dass die Rastvorrichtung
der Erfindung aus einer Mindestanzahl von Komponenten zusammengesetzt ist, leicht
zusammenzubauen ist und in einem Arbeitsgang, der selbst für unerfahrenes Personal
nicht schwierig ist, an einem Möbelstück befestigt werden kann.
Die hierin beschriebenen speziellen Ausführungsformen schränken
den Inhalt dieser Anmeldung nicht ein, die alle durch die Ansprüche definierten
Ausführungsformen der Erfindung abdeckt.