BOGDAN, Mary C., Buffalo, NY 14206, US; WILLIAMS, David J., East Amherst, NY 14051, US; TUNG, Hsuehsung, Getzville, NY 14068, US; PHAM, Hang T., Amherst, NY 14228, US; BEMENT, Leslie, Buffalo, NY 14210, US
Vertreter
derzeit kein Vertreter bestellt
DE-Aktenzeichen
602004005332
Vertragsstaaten
AT, BE, BG, CH, CY, CZ, DE, DK, EE, ES, FI, FR, GB, GR, HU, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PL, PT, RO, SE, SI, SK, TR
Die vorliegende Anmeldung ist verwandt mit und beansprucht die Priorität
der gleichzeitig anhängigen, am 3. Juni 2002 eingereichten US-Anmeldung 10/161,361,
auf die hiermit ausdrücklich Bezug genommen wird.
TECHNISCHES GEBIET
Die vorliegende Erfindung betrifft allgemein Pentafluorbutanzusammensetzungen.
Im einzelnen stellt die vorliegende Erfindung Pentafluorbutan enthaltende azeotropartige
Zusammensetzungen und Verwendungen davon bereit.
HINTERGRUND
Fluide auf der Basis von vollhalogenierten Fluorkohlenwasserstoffen
werden in der Technik bei einer Reihe von Anwendungen in großem Umfang genutzt,
u.a. als Kältemittel, Aerosol-Treibmittel, Bläh- oder Treibmittel, Wärmeübertragungsmedien
und gasförmige Dielektrika. Wegen der mit der Verwendung einiger dieser Fluide
assoziierten vermuteten Umweltprobleme ist es wünschenswert, Fluide mit geringem
oder keinem Ozonschädigungspotential zu verwenden, wie z.B. teilhalogenierte
Fluorkohlenwasserstoffe (H-FKWs).
Es ist also wünschenswert, Fluide zu verwenden, die keine vollhalogenierten
Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKWs) oder teilhalogenierten Fluorchlorkohlenwasserstoffe
(H-FCKWs) enthalten. Außerdem ist bekannt, daß die Verwendung von einkomponentigen
Fluiden oder azeotropen Gemischen, die beim Sieden und Verdampfen nicht fraktionieren,
wünschenswert ist. Wie im Stand der Technik bekannt ist, ergibt sich bei H-FKW/Nicht-H-FKW-Gemischen
bei einer verhältnismäßig kleinen Änderung der relativen Konzentrationen
der H-FKW/Nicht-H-FKW-Bestandteile des Gemischs im allgeinen eine erhebliche Änderung
des Siedepunkts. Daher können selbst dann, wenn eine spezielle Kombination
von zwei oder mehr H-FKW/Nicht-H-FKW-Verbindungen als zur Verwendung bei einer gegebenen
Anwendung geeignet erachtet wird, andere Kombinationen derselben zwei oder mehr
H-FKW/Nicht-H-FKW-Verbindungen, die sich in bezug auf die relativen Konzentrationen
der H-FKW/Nicht-H-FKW-Komponenten nur geringfügig davon unterscheiden, für
dieselbe Anwendung ungeeignet sein.
Bei eigenen Untersuchungen wurde die Erkenntnis gewonnen, daß
Gemische aus zwei oder mehr H-FKW- und Nicht-H-FKW-Lösungsmitteln mit verhältnismäßig
konstanten Siedepunkten und Dampfdrücken, d.h. Siedepunkten und Dampfdrücken,
die sich bei Änderung der relativen Konzentration der Bestandteile nur verhältnismäßig
wenig ändern, wünschenswert sind. Bei der Herstellung derartiger Gemische
würden die verhältnismäßig konstanten Siedepunkte/Dampfdrücke
für einen breiteren Bereich von Zusammensetzungen zur Verwendung für eine
gegebene Anwendung führen. Leider sind H-FKW/Nicht-H-FKW-Gemische mit derartigen
verhältnismäßig konstanten Siedepunkten und Dampfdrücken nicht
nur ungewöhnlich, sondern die Existenz derartiger Gemische kann auch nicht
generell vorhergesagt werden.
NÄHERE BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG UND BEVORZUGTE AUSFÜHRUNGSFORMEN
Eigene Arbeiten haben zur Entwicklung von Zusammensetzungen geführt,
die den anhaltenden Bedarf an Ersatzstoffen für FCKWs und H-FCKWs befriedigen
helfen können. Eine Ausführungsform der vorliegenden Erfindung stellt
azeotropartige Zusammensetzungen bereit, die Pentafluorbutan und Butan, vorzugsweise
n-Butan, enthalten. Somit überwindet die vorliegende Erfindung die oben angeführten
Nachteile durch Bereitstellung von Zusammensetzungen, die weitgehend frei von FCKWs
und H-FCKWs sind und einen verhältnismäßig konstanten Siedepunkt
und Dampfdruck aufweisen. Im einzelnen sind azeotropartige Zusammensetzungen identifiziert
worden, die 1,1,1,3,3-Pentafluorbutan (H-FKW 365mfc) und eine zweite Komponente
aus der Gruppe der unsbusbtituierten Butane, vorzugsweise n-Butan, enthalten.
Im Rahmen der vorliegenden Erfindung soll der Begriff „azeotropartig"
in seinem weitesten Sinne sowohl streng azeotrope Zusammensetzungen als auch Zusammensetzungen,
die sich wie azeotrope Gemische verhalten, umfassen. Gemäß grundlegender
Prinzipien wird der thermodynamische Zustand eines Fluids durch vier Variablen definiert:
Druck, Temperatur, Flüssigkeitszusammensetzung und Dampfzusammensetzung. Ein
azeotropes Gemisch ist ein System aus zwei oder mehr Komponenten, bei der die Flüssigkeitszusammensetzung
und die Dampfzusammensetzung bei einem gegebenen Druck und einer gegebenen Temperatur
gleich sind. In der Praxis bedeutet das, daß die Komponenten eines azeotropen
Gemischs einen konstanten Siedepunkt aufweisen und bei einem Phasenwechsel nicht
getrennt werden können.
Azeotropartige Zusammensetzungen haben einen konstanten oder im wesentlichen
konstanten Siedepunkt. Mit anderen Worten ist bei azeotropartigen Zusammensetzungen
die Zusammensetzung des beim Sieden oder Verdampfen gebildeten Dampfs mit der ursprünglichen
Flüssigkeitszusammensetzung identisch oder weitgehend identisch. Beim Sieden
oder Verdampfen verändert sich daher die Flüssigkeitszusammensetzung allerhöchstens
nur geringfügig. Dies steht im Gegensatz zu nicht azeotropartigen Zusammensetzungen,
bei denen sich die Flüssigkeitszusammensetzung beim Sieden oder Verdampfen
wesentlich ändert. Alle erfindungsgemäßen azeotropartigen Zusammensetzungen
innerhalb der angegebenen Bereiche sowie bestimmte Zusammensetzungen außerhalb
dieser Bereiche sind azeotropartig.
Die erfindungsgemäßen azeotropartigen Zusammensetzungen
können zusätzliche Komponenten, die keine neuen azeotropen oder azeotropartigen
Systeme bilden, oder zusätzliche Komponenten, die nicht im ersten Destillationsschnitt
vorliegen, enthalten. Der erste Destillationsschnitt ist der erste Schnitt, der
nach dem Erreichen eines stationären Zustands unter Totalrücklaufbedingungen
in der Destillationssäule entnommen wird. Eine Möglichkeit zur Bestimmung,
ob die Zugabe einer Komponente zur Bildung eines neuen azeotropen oder azeotropartigen
Systems, das somit außerhalb des Schutzbereichs der vorliegenden Erfindung
liegt, führt, besteht darin, eine Probe der Zusammensetzung mit der Komponente
unter Bedingungen zu destillieren, unter denen die Trennung eines nicht azeotropen
Gemischs in seine separaten Komponenten zu erwarten ist. Ist das die zusätzliche
Komponente enthaltende Gemisch nicht azeotrop oder nicht azeotropartig, so wird
die zusätzliche Komponente von den azeotropen oder azeotropartigen Komponenten
abfraktionieren. Ist das Gemisch azeotropartig, so erhält man eine gewisse
endliche Menge eines ersten Destillationsschnitts, die sämtliche Gemischkomponenten
enthält und die konstant siedet oder sich wie eine Einzelsubstanz verhält.
Aus den obigen Ausführungen ergibt sich, daß eine weitere
Eigenschaft von azeotropartigen Zusammensetzungen darin besteht, daß es einen
Bereich von die gleichen Komponenten in variierenden Anteilen enthaltenden Zusammensetzungen
gibt, die azeotropartig sind oder einen konstanten Siedepunkt aufweisen. Alle derartigen
Zusammensetzungen sollen durch die Begriffe „azeotropartig" und „einen
konstanten Siedepunkt aufweisend" abgedeckt sein. Beispielsweise ist gut bekannt,
daß die Zusammensetzung eines gegebenen Azeotrops sich bei verschiedenen Drücken
zumindest geringfügig ändert, was auch für den Siedepunkt der Zusammensetzung
gilt. Somit stellt ein Azeotrop aus A und B eine einzigartige Art von Beziehung
dar, aber mit variabler Zusammensetzung in Abhängigkeit von der Temperatur
und/oder vom Druck. Daraus folgt, daß es für azeotropartige Zusamensetzungen
einen Bereich von die gleichen Komponenten in variierenden Anteilen enthaltenden
Zusammensetzungen gibt, die azeotropartig sind. Alle derartigen Zusammensetzungen
sollen durch den Begriff azeotropartig im Sinne der vorliegenden Erfindung abgedeckt
sein.
Pentafluorbutan/n-Butan
Eine Ausführungsform der vorliegenden Erfindung stellt azeotropartige
Zusammensetzungen bereit, die H-FKW 365mfc und n-Butan enthalten. Vorzugsweise enthält
die neue erfindungsgemäße azeotropartige Zusammensetzung effektive Mengen
an H-FKW 365mfc und n-Butan. Der Begriff „effektive Menge" bezieht sich im
Rahmen der vorliegenden Erfindung auf die Menge jeder Komponente, die bei Vereinigung
mit der anderen Komponente bzw. den anderen Komponenten zur Bildung der in Rede
stehenden azeotropartigen Zusammensetzungen führt. Diese Ausführungsformen
stellen vorzugsweise azeotropartige Zusammensetzungen bereit, die etwa 1 bis etwa
50 Gewichtsteile H-FKW 365mfc und etwa 50 bis etwa 99 Gewichtsteile n-Butan und
noch weiter bevorzugt etwa 5 bis etwa 25 Gewichtsteile H-FKW 365mfc und etwa 75
bis etwa 95 Gewichtsteile n-Butan enthalten und vorzugsweise im wesentlichen daraus
bestehen. Derartige Zusammensetzungen sind durch einen Siedepunkt von etwa –1,64°C
± 4°C, vorzugsweise ± 2°C, besonders bevorzugt ± 1°C,
bei etwa 14,41 psi abs. gekennzeichnet.
Nach bevorzugten Ausführungsformen handelt es sich bei den erfindungsgemäßen
Zusammensetzungen auf Basis von H-FKW 365mfc und Butan um weitgehend homogene azeotrope
Zusammensetzungen.
Pentafluorbutan/n-Butan/Wasser
Eine Ausführungsform der vorliegenden Erfindung stellt azeotropartige
Zusammensetzungen bereit, die H-FKW 365mfc, n-Butan und Wasser enthalten. Vorzugsweise
enthält die neue erfindungsgemäße azeotropartige Zusammensetzung
effektive Mengen an H-FKW 365mfc, n-Butan und Wasser. Diese Ausführungsformen
stellen vorzugsweise azeotropartige Zusammensetzungen bereit, die etwa 1 bis etwa
50 Gewichtsteile H-FKW 365mfc, etwa 49 bis etwa 99 Gewichtsteile
n-Butan und etwa 0,1 bis etwa 15 Gewichtsteile Wasser enthalten und vorzugsweise
im wesentlichen daraus bestehen. Derartige Zusammensetzungen sind durch einen Siedepunkt
von etwa –1,66°C ± 4°C, vorzugsweise ± 2°C, besonders
bevorzugt ± 1°C, bei etwa 14,41 psi abs. gekennzeichnet.
Die bevorzugten, besonders bevorzugten und ganz besonders bevorzugten
erfindungsgemäßen Zusammensetzungen dieser Ausführungsform sind nachstehend
in Tabelle 1 aufgeführt. Die Zahlenwerte in Tabelle 1 sind mit dem vorangestellten
Begriff „etwa" zu lesen.
Tabelle 1
Nach bevorzugten Ausführungsformen handelt es sich bei den erfindungsgemäßen
Zusammensetzungen auf Basis von H-FKW 365mfc, Butan und Wasser um heterogene azeotrope
Zusammensetzungen.
Verwendung der Zusammensetzungen
Die in Rede stehenden Zusammensetzungen eignen sich zur Verwendung
bei einer breiten Palette von Anwendungen, u.a. als Ersatzstoffe für FCKWs
und H-FCKWs. So betrifft beispielsweise eine Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung die Verwendung der in Rede stehenden Zusammensetzungen als Treibmittel/Lösungsmittel
in versprühbaren Zusammensetzungen. Versprühbare Zusammensetzungen enthalten
im allgemeinen eine zu versprühende Substanz und ein Treibmittel/Lösungsmittel
oder ein Gemisch von Treibmitteln/Lösungsmitteln. Die in Rede stehenden Verbindungen
eignen sich auch zur Verwendung als Lösungsmittel, Blähmittel, Kältemittel,
Reinigungsmittel und Aerosole.
Eine Ausführungsform der vorliegenden Erfindung betrifft ein
Blähmittel, das eine oder mehrere der erfindungsgemäßen azeotropartigen
Zusammensetzungen enthält. Nach anderen Ausführungsformen stellt die Erfindung
verschäumbare Zusammensetzungen und vorzugsweise Polyurethan- und Polyisocyanuratschaumstoffzusammensetzungen
und Verfahren zur Herstellung von Schaumstoffen bereit. Bei derartigen Schaumstoff-Ausführungsformen
sind eine oder mehrere der in Rede stehenden Zusammensetzungen als Blähmittel
in einer verschäumbaren Zusammensetzung enthalten, welche vorzugsweise eine
oder mehrere zusätzliche Komponenten enthält, die unter den richtigen
Bedingungen zu einem Schaumstoff oder einer zelligen Struktur reagieren und aufschäumen
können, wie im Stand der Technik gut bekannt ist. Bei den in Rede stehenden
Verfahren wird vorzugsweise eine derartige verschäumbare Zusammensetzung bereitgestellt
und unter zum Erhalt eines Schaumstoffs und vorzugsweise eines geschlossenzelligen
Schaumstoffs wirksamen Bedingungen zur Reaktion gebracht. Die Erfindung betrifft
auch einen Schaumstoff und vorzugsweise einen geschlossenzelligen Schaumstoff, hergestellt
aus einer Polymerschaumstofformulierung mit einem Blähmittel, das eine oder
mehrere der erfindungsgemäßen azeotropartigen Zusammensetzungen enthält.
Ein beliebiges der an sich bekannten Verfahren, wie z.B. diejenigen gemäß
„Polyurethanes Chemistry and Technology", Bände I und II, Saunders und
Frisch, 1962, John Wiley and Sons, New York, NY, worauf hiermit ausdrücklich
Bezug genommen wird, kann angewandt oder zur Verwendung gemäß den Schaumstoff-Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung abgewandelt werden. Bei derartigen bevorzugten Verfahren
werden im allgemeinen Polyurethan- oder Polyisocyanurat-Schaumstoffe hergestellt,
indem man ein Isocyanat, ein Polyol oder Polyolgemisch, ein Blähmittel oder
Gemisch von Blähmitteln, die eine oder mehrere der in Rede stehenden Zusammensetzungen
enthalten, und andere Substanzen, wie Katalysatoren, Tenside und gegebenenfalls
Flammschutzmittel, Farbmittel oder andere Additive vereinigt. Bei vielen Anwendungen
ist es zweckmäßig, die Komponenten für Polyurethan- oder Polyisocyanurat-Schaumstoffe
in Form von vorgemischten Formulierungen bereitzustellen. Besonders gängig
ist das Vormischen der Schaumstoff-Formulierung in zwei Komponenten. Die erste Komponente,
die in der Regel als A-Komponente bezeichnet wird, wird durch das Isocyanat und
gegebenenfalls bestimmte Tenside und Blähmittel gebildet. Die zweite Komponente,
die in der Regel als B-Komponente bezeichnet wird, wird durch das Polyol oder Polyolgemisch,
Tensid, Katalysatoren, Blähmittel, Flammschutzmittel und andere
gegenüber Isocyanat reaktive Komponenten gebildet. Demgemäß kann
man Polyurethan- oder Polyisocyanurat-Schaumstoffe durch Zusammenbringen der A-
und B-Komponente leicht herstellen, entweder für kleine Zubereitungen durch
Mischen von Hand oder vorzugsweise durch maschinelle Mischtechniken zur Bildung
von Blöcken, Tafeln, Laminaten, am Ort vergießbaren Platten und anderen
Gegenständen, durch Spritzen aufgebrachten Schaumstoffen, Schäumen und
dergleichen. Gegebenenfalls kann man dem Mischkopf oder dem Reaktionsort als dritten
Strom andere Bestandteile zuführen, wie z.B. Flammschutzmittel, Farbmittel,
Hilfsblähmittel und sogar andere Polyole. Ganz besonders zweckmäßig
werden sie jedoch alle einer einzigen B-Komponente gemäß obiger Beschreibung
einverleibt. Mit den erfindungsgemäßen Zusammensetzungen können auch
thermoplastische Schaumstoffe hergestellt werden. So kann man beispielsweise herkömmliche
Polyurethan- und Isocyanurat-Schaumstofformulierungen auf herkömmliche Art
und Weise mit den azeotropartigen Zusammensetzungen vereinigen, um Hartschaumstoffe
herzustellen.
Erfindungsgemäße azeotropartige Gemische, die H-FKW 365mfc
enthalten, eignen sich besonders gut zur Verwendung als Schaumstoff-Blähmittel.
Von besonderem Interesse sind diejenigen erfindungsgemäßen azeotropartigen
Zusammensetzungen, die gegebenenfalls weitere Substanzen ohne Ozonschädigungspotential
enthalten, wie beispielsweise andere teilfluorierte Fluorkohlenwasserstoffe, z.B.
Difluormethan (H-FKW 32), Difluorethan (H-FKW 152), Trifluorethan (H-FKW 143), Tetrafluorethan
(H-FKW 134), Pentafluorethan (H-FKW 125), Pentafluorpropan (H-FKW 245), Hexafluorpropan
(H-FKW 236), Heptafluorpropan (H-FKW 227); und inerte Gase, z.B. Luft, Stickstoff,
Kohlendioxid. Wo für die oben aufgeführten teilfluorierten Fluorkohlenwasserstoffe
Isomerie möglich ist, können die jeweiligen Isomere entweder einzeln oder
in Form eines Gemischs verwendet werden.
Der Blähmittelmischung können auch Dispergiermittel, Zellstabilisatoren
und Tenside einverleibt werden. Tenside einschließlich der gut bekannten Silikonöle
werden als Zellstabilisatoren zugesetzt. Einige beispielhafte Substanzen werden
unter den Bezeichnungen DC-193, B-8404 und L-5340 vertrieben, wobei es sich allgemein
um Polysiloxan-Polyoxyalkylen-Blockcopolymere wie diejenigen gemäß den
US-Patentschriften 2,834,748, 2,917,480 und 2,846,458 handelt. Weitere fakultative
Additive für die Mischungen sind Flammschutzmittel, wie z.B. Tris(2-chlorethyl)phosphat,
Tris(2-chlorpropyl)phosphat, Tris(2,3-dibrompropyl)phosphat, Tris(1,3-dichlorpropyl)phosphat,
Diammoniumphosphat, verschiedene halogenierte aromatische Verbindungen, Antimonoxid,
Aluminiumtrihydrat, Polyvinylchorid und dergleichen.
Nach einer anderen Ausführungsform kann man die erfindungsgemäßen
azeotropartigen Zusammensetzungen entweder alleine oder in Kombination mit bekannten
Treibmitteln als Treibmittel in versprühbaren Zusammensetzungen verwenden.
Die versprühbare Zusammensetzung enthält, besteht im wesentlichen aus
und besteht aus einer zu versprühenden Substanz und einem Treibmittel, das
erfindungsgemäße azeotropartige Zusammensetzungen enthält, im wesentlichen
daraus besteht und daraus besteht. In der versprühbaren Mischung können
auch inerte Bestandteile, Lösungsmittel und andere Substanzen vorliegen. Die
versprühbare Zusammensetzung ist vorzugsweise ein Aerosol. Zum Versprühen
eignen sich beispielsweise kosmetische Substanzen, wie Deodorantien, Parfüms,
Haarsprays, Reinigungsmittel und Poliermittel sowie medizinische Substanzen, wie
Medikationen gegen Asthma und Halitose.
Nach einer anderen Verfahrensausführungsform wird ein Verfahren
zur Entfernung von Wasser aus H-FKW 365mfc bereitgestellt, bei dem man ein Gemisch
von H-FKW 365mfc, Wasser und einem Butan zur Abtrennung einer im wesentlichen aus
H-FKW 365mfc, dem Butan und Wasser bestehenden azeotropartigen Zusammensetzung destilliert.
Somit kann ein azeotropartiges Gemisch von H-FKW 365mfc, Wasser und einem Butan
zur Entfernung von großen Mengen Wasser bei einem Verfahren zur Herstellung
von H-FKW 365mfc verwendet werden. Nach einer anderen Ausführungsform der Erfindung
wird ein Verfahren bereitgestellt, bei dem ein Gemisch von H-FKW 365mfc, Wasser
und Butan zur Entfernung großer Mengen Wasser vor der Durchführung der
Destillation einer Phasentrennung unterworfen wird. Restwassermengen in der H-FKW-365mfc-Phase
können wegen der Existenz der Azeotrope abdestilliert werden. Danach kann zur
Entfernung von Wasserspuren und anderen Verunreinigungen zwecks Erzielung der gewünschten
Reinheit ein- oder mehrmals destilliert werden.
Die Komponenten der erfindungsgemäßen Zusammensetzung sind
bekannt und im Handel erhältlich oder nach bekannten Methoden zugänglich.
Vorzugsweise werden die Komponenten in so hoher Reinheit verwendet, daß sich
keine nachteiligen Auswirkungen auf die Kühl- oder Heizeigenschaften, die Konstantsiedeeigenschaften
oder die Blähmitteleigenschaften des Systems ergeben. Im Fall von Dosierinhalatoren
kann man zur Herstellung dieser Substanzen nach dem jeweiligen derzeitigen „Good
Manufacturing Process" verfahren.
Die Eigenschaften der erfindungsgemäßen azeotropartigen
Zusammensetzungen können durch Zugabe von zusätzlichen Komponenten bedarfsgerecht
eingestellt werden. So kann man beispielsweise die Öllöslichkeit verbessernde
Substanzen zusetzen, wenn die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen als
Kältemittel verwendet werden. Man kann auch zur Verbesserung der Eigenschaften
der erfindungsgemäßen Zusammensetzungen Stabilisatoren und andere Substanzen
hinzufügen.
Anspruch[de]
Azeotropartige Zusammensetzung, enthaltend 1,1,1,3,3-Pentafluorbutan
und n-Butan.Azeotropartige Zusammensetzung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch
einen konstanten Siedepunkt von etwa –1,64°C ± 4°C bei etwa
14,41 psi abs.Azeotropartige Zusammensetzung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch
einen konstanten Siedepunkt von etwa –1,66°C ± 4°C bei etwa
14,41 psi abs.Azeotropartige Zusammensetzung nach Anspruch 1, die ferner Wasser enthält.Azeotropartige Zusammensetzung nach Anspruch 1, im wesentlichen bestehend
aus etwa 75 bis etwa 95 Gewichtsteilen n-Butan und etwa 5 bis etwa 25 Gewichtsteilen
H-FKW 365mfc.Azeotropartige Zusammensetzung nach Anspruch 4, im wesentlichen bestehend
aus etwa 65 bis etwa 85 Gewichtsteilen n-Butan, etwa 10 bis etwa 20 Gewichtsteilen
H-FKW 365mfc und etwa 5 bis etwa 15 Gewichtsteilen Wasser.Verfahren zur Herstellung eines Schaumstoffs, bei dem man eine Zusammensetzung,
die eine azeotropartige Zusammensetzung nach Anspruch 1 enthält, verschäumt.Vormischung aus einem Polyol und einem eine Zusammensetzung nach Anspruch
1 enthaltenden Blähmittel.Geschlossenzellige Schaumstoffzusammensetzung, hergestellt durch Verschäumen
einer verschäumbaren Zusammensetzung, die eine azeotropartige Zusammensetzung
nach Anspruch 1 enthält.Blähmittel, das eine azeotropartige Zusammensetzung nach Anspruch
1 enthält.Versprühbare Zusammensetzung, die ein zu versprühendes Material
und eine azeotropartige Zusammensetzung nach Anspruch 1 enthält.Versprühbare Zusammensetzung nach Anspruch 11, bei der es sich
um ein Aerosol handelt.Versprühbare Zusammensetzung nach Anspruch 12, bei der es sich
um eine kosmetische Substanz handelt.Versprühbare Zusammensetzung nach Anspruch 13, bei der es sich
um eine medizinische Substanz handelt.Kältemittelzusammensetzung, die eine Zusammensetzung nach Anspruch
1 enthält.Azeotropartige Zusammensetzung nach Anspruch 1, im wesentlichen bestehend
aus etwa 50 bis etwa 99 Gewichtsteilen n-Butan und etwa 1 bis etwa 50 Gewichtsteilen
H-FKW 365mfc.Verschäumbare Zusammensetzung, die die azeotropartige Zusammensetzung
nach Anspruch 1 enthält.Verschäumbare Zusammensetzung, die ein Blähmittel nach Anspruch
10 enthält.