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Dokumentenidentifikation DE602004005345T2 29.11.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0001641406
Titel VORRICHTUNG ZUM EINBRINGEN VON ENERGIE IN EIN ZIELGEBIET IN KNOCHEN
Anmelder Boston Scientific Ltd., St. Michael, Barbados, BB
Erfinder BOURNE, George, Southborough, MA 01772, US;
RIOUX, Robert, Ashland, MA 01721, US;
GARABEDIAN, Robert J., Mountain View, CA 94040, US
Vertreter derzeit kein Vertreter bestellt
DE-Aktenzeichen 602004005345
Vertragsstaaten AT, BE, BG, CH, CY, CZ, DE, DK, EE, ES, FI, FR, GB, GR, HU, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PL, PT, RO, SE, SI, SK, TR
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 29.04.2004
EP-Aktenzeichen 047858154
WO-Anmeldetag 29.04.2004
PCT-Aktenzeichen PCT/US2004/013288
WO-Veröffentlichungsnummer 2005004736
WO-Veröffentlichungsdatum 20.01.2005
EP-Offenlegungsdatum 05.04.2006
EP date of grant 14.03.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 29.11.2007
IPC-Hauptklasse A61B 18/14(2006.01)A, F, I, 20070131, B, H, EP

Beschreibung[de]
GEBIET DER ERFINDUNG

Diese Erfindung betrifft generell eine Vorrichtung zum Einbringen von Energie in eine Zielstelle im Körper eines Patienten, und spezieller eine Vorrichtung zum perkutanen Einbringen therapeutischer Energie, beispielsweise elektrischer Hochfrequenz("HF")-Energie, in einen Zielbereich innerhalb einer harten Gewebsstruktur, wie etwa Knochen.

HINTERGRUND

Es ist geläufig, Gewebe, wie etwa einen gutartigen oder bösartigen Tumor, abzutragen oder anderweitig zu behandeln, indem der Tumor mit Energie, wie etwa elektrischer Energie, erhitzt wird. Um dies auszuführen, kann eine Sonde in ein vom Tumor angegriffenes Zielgebiet eingeführt werden und kann Energie aus der Sonde an das Gewebe in dem Zielgebiet abgegeben werden. Beispielsweise kann zur Behandlung osteoider Osteome, eines gutartigen knochenbildenden Tumors, der am häufigsten Kinder und Jugendliche befällt, eine Sonde, z.B. eine HF-Energie-Sonde mit einem elektrisch leitenden Bereich, verwendet werden, um Energie zur Abtragung der osteoiden Osteome einzubringen.

Vor dem Einführen der Sonde in Knochen muss unter Verwendung eines Bohrers oder anderen Knochenzugangswerkzeugs ein Führungsloch in dem Knochen geschaffen werden. Sobald das Führungsloch erzeugt ist, wird der Bohrer oder das Zugangswerkzeug entfernt und wird die Sonde in das Führungsloch eingeführt, um die osteoiden Osteome zu entfernen. Alternativ kann offene Chirurgie verwendet werden, um den Zielknochen vor dem Einführen der Sonde freizulegen. Offene Chirurgie hat jedoch mehrere Nachteile, wie etwa erhöhte Sterblichkeit und verlängerte Erholungszeit.

ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG

Diese Erfindung ist auf eine Vorrichtung zum Einbringen von Energie in eine Zielstelle im Körper eines Patienten, und spezieller eine Vorrichtung zum perkutanen Einbringen therapeutischer Energie, beispielsweise elektrischer Hochfrequenz("HF")-Energie, in einen Zielbereich innerhalb einer harten Gewebsstruktur, wie etwa Knochen, gerichtet.

In einer Ausführungsform der Erfindung wird eine Vorrichtung zum Einbringen von Energie in eine Zielstelle in einem Patienten verschafft, welche einen Handgriff und eine längliche Nadel, die sich von dem Handgriff erstreckt, umfasst. Die Nadel kann im Wesentlichen starr sein und/oder kann in einer gewebedurchbohrenden distalen Spitze enden, z.B. einer abgeschrägten und/oder gezahnten Spitze, und kann darin ein Lumen umfassen, das sich von der distalen Spitze zu dem Handgriff hin erstreckt.

Ein Bohrer ist innerhalb des Lumens angeordnet, welcher aus der distalen Spitze der Nadel ausfahrbar ist. Der Bohrer kann ein Schneidelement zum Bohren eines Lochs in eine harte Gewebsstruktur umfassen, z.B. ein schraubenförmiges Gewindemuster, das sich entlang einer Bohrerspitze beziehungsweise einem Kopf des Bohrers erstreckt, der im Wesentlichen dauerhaft an dem Bohrer befestigt oder wahlweise davon abnehmbar ist. Das Gewindemuster kann ein oder mehrere schraubenförmige Gewinde umfassen, die durchlaufend oder unterbrochen sein können. Der Bohrer kann auch ein Element zum Einbringen von Energie, z.B. eine Elektrode oder anderen elektrisch leitenden Bereich an der Bohrerspitze bzw. dem Bohrkopf umfassen. Eine Energiequelle, z.B. ein HF-Generator, kann mit dem Bohrer gekoppelt sein, um Energie zu dem elektrisch leitenden Bereich zuzuführen.

Ein Antrieb kann an den Bohrer gekoppelt sein, um den Bohrer um eine Längsachse der Nadel zu rotieren, z.B. ein Elektro- oder Pneumatikmotor, der sich innerhalb oder außerhalb des Handgriffs befindet, oder ein manueller mechanischer Antrieb. Der Antrieb kann auch zum axialen Voranbewegen des Bohrers konfiguriert sein, z.B. wenn der Bohrer rotiert wird. Alternativ kann ein Betätigungselement an dem Handgriff angebracht sein, das so mit dem Bohrer gekoppelt ist, dass die axiale Bewegung des Bohrers relativ zu der distalen Spitze der Nadel durch Manipulieren des Betätigungselements regelbar ist. Gegebenenfalls kann das Betätigungselement einen Riegel beinhalten, um den Bohrer selektiv daran zu hindern, sich axial relativ zur distalen Spitze der Nadel zu bewegen.

KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

Die 1A und 1B sind Seitenansichten einer Ausführungsform einer Vorrichtung zum Behandeln von Gewebe innerhalb einer harten Gewebsstruktur, einschließlich eines in eine Nadel eingezogenen beziehungsweise aus dieser ausgefahrenen Bohrers nach der Erfindung. Die

2A und 2B sind Details eines distalen Endes der Nadel von den 1A beziehungsweise 1B.

3 ist eine Seitenansicht einer alternativen Ausführungsform einer Vorrichtung zum Behandeln von Gewebe innerhalb einer harten Gewebsstruktur. Die

4A und 4B sind Querschnittsansichten einer Gewebsstruktur, welche die Behandlung eines Tumors innerhalb der Gewebsstruktur zeigen, unter Verwendung einer Ausführungsform der Erfindung.

5 ist eine Perspektivansicht einer alternativen Ausführung einer Vorrichtung zum Behandeln von Gewebe innerhalb einer harten Gewebsstruktur, einschließlich eines in eine Nadel eingezogenen beziehungsweise daraus ausgefahrenen Bohrers. Die

6A und 6B sind Details, welche alternative Ausführungsformen eines Bohrers einschließlich einer abnehmbaren Bohrerspitze zeigen, der in die Vorrichtung von 1 integriert werden kann.

DETAILLIERTE BESCHREIBUNG DER ILLUSTRIERTEN AUSFÜHRUNGSFORMEN

In Hinwendung zu den Zeichnungen zeigen die 1A2B eine Ausführungsform einer Vorrichtung 10 zum Abtragen oder sonstigen Behandeln von Gewebe innerhalb einer harten Gewebsstruktur. Die Vorrichtung 10 umfasst generell einen Handgriff 12, eine Nadel 20, die sich von dem Handgriff 12 erstreckt, und einen Bohrer 30, der aus der Nadel 20 vorgeschoben werden kann. Der Handgriff 12 umfasst ein proximales Ende 14 mit einem Betätigungselement 40 daran und einem distalen Ende 16, von dem die Nadel 20 sich erstreckt. Die Nadel 20 beinhaltet ein an das distale Ende 16 des Handgriffs 12gekoppeltes proximales Ende 22 und ein distales Ende 26, das in einer gewebedurchbohrenden distalen Spitze 27 endet, wodurch es eine Längsachse 18 definiert. Die Nadel 20 ist ein röhrenförmiges Hohlorgan, das darin ein Lumen 28 umfasst, das sich von dem proximalen Ende 22 zu einer Öffnung 29 in dem distalen Ende 26 erstreckt. Die Nadel 20 kann aus biokompatiblem Material, wie etwa Edelstahl, Kunststoff und dergleichen, geformt sein. Wenn die Nadel 20 aus einem elektrisch leitenden Material, z.B. Edelstahl, gebildet ist, so können eine Innen- und/oder Außenfläche der Nadel 20 elektrisch isoliert sein, z.B. durch Beschichten der Oberfläche(n), und/oder Bedecken der Oberfläche(n) mit einer Schicht Kunststoff oder anderem nicht leitenden Material.

Vorzugsweise ist die Nadel 20 im Wesentlichen starr und gerade, obwohl alternativ die Nadel 20 halbstarr, gekrümmt und/oder verformbar sein kann. Beispielsweise kann in einer alternativen Ausführungsform die Nadel eine oder mehrere Biegungen (nicht dargestellt) beinhalten, wie etwa die in 5 gezeigte und weiter unten beschriebene Nadel 120 mit zwei Biegungen. Die distale Spitze 27 der Nadel 20 kann im Wesentlichen glatt und scharf, z.B. abgeschrägt, wie dargestellt, oder anderweitig zugespitzt sein. Gegebenenfalls kann die Nadel eine gezahnte Spitze 27' beinhalten, wie etwa die in den 4A und 4B gezeigte. Die distale Spitze 27 kann jede Form, Schärfe, Winkel und/oder Anzahl von Zacken beinhalten, die ausreichend sind, um Gewebe zu durchstechen und/oder an einer Oberfläche einer harten Gewebsstruktur anzugreifen. Beispielsweise kann das distale Ende 26 der Nadel 20 mit der gezahnten Spitze 27' oder abgeschrägten Spitze 27 zumindest teilweise die Oberfläche einer harten Gewebsstruktur durchdringen oder anderweitig daran angreifen, um ein wesentliches Bewegen der Vorrichtung 10 während eines Eingriffs zu verhindern, wie weiter unten beschrieben.

Der Bohrer 30 beinhaltet eine längliche Welle 31, die sich ab dem Handgriff 12 durch das Lumen 28 der Nadel 20 erstreckt und in einem Bohrkopf oder Bohrerspitze 33 endet. Der Bohrer 30 kann als ein einziges Stück oder als mehrfache Teile ausgebildet sein, die so aneinandergekoppelt werden, dass die Rotation und/oder axiale Bewegung eines Teils sich im Wesentlichen auf ein benachbartes Teil bzw. Teile überträgt. Die Bohrerspitze 33 kann im Wesentlichen dauerhaft an der Welle 31 befestigt sein, oder alternativ, wie in den 6A und 6B gezeigt und nachstehend weiter beschrieben, kann eine Bohrerspitze 33' oder 33'' angebracht sein, die von der Welle 31' oder 31'' abnehmbar ist, z.B. derart, dass die Bohrerspitze während oder nach eines Eingriffs von der Welle gelöst werden kann.

Die Bohrerspitze 33 kann einen elektrisch leitenden Bereich 32 (am besten ersichtlich in den 2A und 2B) beinhalten. Beispielsweise können eine oder mehrere Elektroden (nicht dargestellt) an der Bohrerspitze 33 geformt sein, z.B. durch Aufdampfen, Klebefügung, Presspassung und dergleichen. Alternativ kann die gesamte Bohrerspitze 33 oder ein gewünschter Bereich davon oder der gesamte Bohrer 30 aus einem elektrisch leitenden Material gebildet sein, z.B. Kupfer, Aluminium oder Edelstahl. Wenn die Welle 31 nicht elektrisch leitend ist, so kann ein Leiter, z.B. ein oder mehrere Drähte (nicht dargestellt) sich von der Bohrerspitze 33 entlang der Innen- oder Außenfläche der Welle 31 und in den Handgriff 12 erstrecken, z.B. an den elektrisch leitenden Bereich 32 gekoppelt.

Die Bohrerspitze 33 beinhaltet auch ein Schneidelement zum Bohren in eine harte Gewebsstruktur, z.B. einen Knochen (nicht dargestellt), um darin einen Trakt beziehungsweise ein Loch zu erzeugen. Beispielsweise kann die Bohrerspitze 33 ein Gewindemuster 34, das sich um die Längsachse 18 erstreckt, beinhalten. Das Gewindemuster 34 kann eine oder mehrere schraubenförmige Gewinde oder Span-Nuten enthalten, die unterbrochen sein können (wie in den 2A und 2B gezeigt) oder sich durchlaufend um die Außenfläche der Bohrerspitze 33 (nicht dargestellt) herum erstrecken können. Wie den Fachleuten geläufig ist, können solche mit Gewinde versehenen oder schraubenförmigen Merkmale das Einbringen und/oder Bohren der Bohrerspitze 33 in eine Gewebsstruktur mit einer harten Oberfläche, wie etwa Knochen, erleichtern. Zusätzlich kann die Bohrerspitze 33 eine angespitzte Spitze 36 beinhalten, um zu Anfang in eine Oberfläche einer harten Gewebsstruktur einzudringen, um das Angreifen des Gewindemusters 34 an der Gewebsstruktur zu erleichtern.

Nadel 20 und Bohrer 30 sind im wesentlichen dauerhaft an dem Handgriff 12 befestigt. Alternativ können eine oder beide von Nadel 20 und Bohrer 30 von dem Handgriff 12 abnehmbar sein. Beispielsweise können sich koaxiale Verbindungselemente oder Schäfte (nicht dargestellt) von dem Handgriff 12 erstrecken, die in Anschlussstücken enden (ebenfalls nicht dargestellt). Separate Nadel- und/oder Bohrerkomponenten (ebenfalls nicht dargestellt) können ineinanderpassende Anschlussstücke beinhalten, sodass sie an die jeweiligen Verbindungselemente oder Wellen gekoppelt werden können. Somit kann die Nadel 20 und/oder der Bohrer 30 während eines einzigen Eingriffs verwendet und dann entsorgt werden, während der Handgriff 12 wiederverwendet werden kann, z.B. nachdem er sterilisiert worden ist. Zusätzlich können abnehmbare Nadel- und Bohrerkomponenten das Vorsehen eines Sets ermöglichen, das eine Vielfalt von Nadeln und Bohrern umfasst, z.B. mit verschiedenen Längen, Größen und/oder Spitzenkonfigurationen, die auf Basis der während eines bestimmten Eingriffs angetroffenen Anatomie ausgewählt werden können. Die Komponenten können separate Nadeln und Bohrer umfassen oder können zusammenpassende Sets von Nadeln und Bohrern umfassen.

Ein Betätigungselement 40 kann an dem Handgriff 12 angebracht sein, das so mit dem Bohrer 30 gekoppelt werden kann, dass die Bohrerspitze 33 durch Manipulieren des Betätigungselements 40 vorgeschoben, eingefahren und/oder rotiert werden kann. Beispielsweise kann, wie in 1A gezeigt, das Betätigungselement 40 einen mit einem Stiel 44 gekoppelten Knopf 42 umfassen, welcher Stiel seinerseits an ein proximales Ende (nicht dargestellt) der Welle 31 des Bohrers 31 gekoppelt werden kann. Der Knopf 42 kann proximal, d.h. weg von dem Handgriff 12, gezogen werden, sodass die Bohrerspitze 33 des Bohrers 30 in das Lumen 28 der Nadel 20 zurückgezogen wird, wie in 2A gezeigt. Wie in 1B gezeigt, kann das Betätigungselement 40 distal, d.h. zu dem Handgriff 12 hin, geschoben werden, sodass die Bohrerspitze 33 des Bohrers 30 sich aus dem Lumen 28 heraus erstreckt, wie in 2B gezeigt. Das Betätigungselement 40 kann einen Riegel oder Anschlag (nicht dargestellt) umfasen, der das Vorschieben oder Einfahren des Bohrers 30 relativ zu der Nadel 20 verhindert oder anderweitig einschränkt. Beispielsweise kann, sobald die Bohrerspitze 33 vorgeschoben ist, ein Riegel eingerastet werden, um zu verhindern, dass die Bohrerspitze 33 sich unabsichtlich in die Nadel 20 zurückbewegt.

Gegebenenfalls kann das Betätigungselement 40, außer eine axiale Bewegung des Bohrers 30 zuzulassen, um die Längsachse 18 rotiert werden, z.B. durch manuelles Rotieren des Knopfs 42, um die Bohrerspitze 33 des Bohrers 30 zu rotieren. Diese Rotation kann unabhängig von jedweder axialer Bewegung sein, z.B., ob die Bohrerspitze 33 vorgeschoben oder eingefahren wird, und/oder der Bohrer 30 kann gleichzeitig rotiert und vorgeschoben werden. Alternativ können der Handgriff 12 und Knopf 42 durch einen Klemmgriff 112 ersetzt werden, wie dem in 5 gezeigten. Der Handgriff 112 kann einen feststehenden Handgriff 113 und einen Auslöser 140 umfassen, der gezogen werden kann, um den Bohrer 130 relativ zu der Nadel 120 zu rotieren. Der Handgriff 12 kann einen inneren mechanischen Antrieb (nicht dargestellt) umfassen, der die lineare Bewegung des Auslösers 140 in eine Drehbewegung des Bohrers 130 umsetzt, wie nachstehend unter Bezug auf 5 weiter erläutert. Zusätzlich kann der Auslöser 140 die Bohrerspitze 33 von der distalen Spitze 27 der Nadel 20 voranbewegen, wenn der Auslöser 140 gezogen wird, z.B. vor oder gleichzeitig mit dem Rotieren des Bohrers 130. In einer weiteren Alternative können die Innenfläche der Nadel und die Außenfläche des Bohrers zusammenwirkende Elemente umfassen, wie etwa einen oder mehrere Zungen, die verschiebbar in schraubenförmigen Schlitzen (nicht dargestellt) aufgenommen werden, die veranlassen, dass die Bohrerspitze 33 mit einer vorbestimmten Rate vorgeschoben oder eingezogen wird, wenn der Bohrer 30 rotiert wird.

In Hinwendung zu 3 kann zusätzlich oder alternativ ein externer Antrieb 50 mit der Welle 31 des Bohrers 30 gekoppelt sein, um den Bohrer 30 um die Längsachse 18 zu rotieren. Der Antrieb 50 kann bidirektional sein, d.h. kann sowohl im Uhrzeigersinn als auch im Gegenuhrzeigersinn rotieren, um beispielsweise den Bohrer 30 in eine Richtung zu rotieren, um die Bohrerspitze 33 in das Gewebe vorzutreiben und/oder um die Bohrerspitze 33 aus dem Gewebe herauszuziehen, wie nachstehend weiter erläutert. Gegebenenfalls kann der Antrieb 50 den Bohrer 30 rotieren, während er auch eine axiale Kraft bereitstellt, um die Bohrerspitze 33 vorzuschieben oder zurückzuziehen. Alternativ kann ein interner Motor oder Antrieb 52 (in Phantomdarstellung gezeigt) vorgesehen werden, z.B. innerhalb des Handgriffs 12 oder des Betätigungselements 40. In dieser Alternative kann der Handgriff 12 eine Batterie 54 (ebenfalls in Phantomdarstellung gezeigt) umfassen, die das Betreiben der Vorrichtung 10 gestatten kann, ohne dass diese an eine äußere Stromquelle angeschlossen ist. In einer weiteren Alternative kann der Handgriff 12 ein oder mehrere Kabel und/oder Anschlussstücke zum Koppeln des internen Antriebs 52 an eine Energiequelle (nicht dargestellt) umfassen. Obwohl eine elektrische Energiequelle bevorzugt sein kann, können andere Energiequellen und/oder Antriebe, z.B. pneumatische oder andere fluidgetriebene Systeme, zum Rotieren und/oder Voranbewegen des Bohrers 30 verwendet werden.

Eine Energiequelle, z.B. ein Hochfrequenz(HF)-Generator 60, kann über das Betätigungselements 40, den Handgriff 12 oder anderweitig an den Bohrer 30 gekoppelt werden, um Energie an den elektrisch leitenden Bereich 32 der Bohrerspitze 33 abzugeben. Beispielsweise kann die Welle 31 des Bohrers 30 aus einem elektrisch leitenden Material gebildet sein oder kann einen Leiter umfassen, z.B. einen oder mehrere Drähte (nicht dargestellt), der sich zu dem elektrisch leitenden Bereich 32 erstreckt.

Somit kann der elektrisch leitende Bereich 32 z.B. über die Welle 31, den Handgriff 12 und/oder Drähte oder Kabel (nicht dargestellt) an die Energiequelle 60 gekoppelt sein. Alternativ kann es möglich sein, andere Elemente an der Bohrerspitze 33 des Bohrers 30 anzubringen, um Gewebe zu erhitzen und/oder anderweitig zu zerstören, z.B. unter Verwendung von Mikrowellen-, Ultraschall-, Laser-, ultravioletter und/oder kryogener Energie.

Gegebenenfalls kann die Vorrichtung 10 einen oder mehrere Sensoren (nicht dargestellt) zum Überwachen eines Parameters während des Gebrauchs umfassen. Beispielsweise kann ein Thermokoppel, Thermistor oder anderer Temperatursensor (nicht dargestellt) an der Bohrerspitze 33 in oder benachbart zu dem elektrisch leitenden Bereich 32 und/oder an dem distalen Ende 26 der Nadel 20 angebracht sein. Der Sensor bzw. die Sensoren können an einen Prozessor in dem oder getrennt von dem HF-Generator 60 oder anderer Energiequelle gekoppelt sein. Bevorzugt sind ein oder mehrere Temperatursensoren vorgesehen, um die Temperatur von Gewebe, das die Bohrerspitze 33 umgibt, während der Benutzung zu überwachen, z.B. um ein Überhitzen, das gesundes Gewebe verkohlen oder anderweitig beschädigen könnte, zu verhindern.

In Hinwendung zu den 4A und 4B kann die Vorrichtung 10 verwendet werden, um ein Gewebezielgebiet 80 perkutan zu behandeln, z.B. ein osteoides Osteom oder anderen gutartigen oder bösartigen Tumor, innerhalb einer harten Gewebsstruktur, wie etwa eines Knochens 82. Zu Anfang kann der Zielbereich 80 unter Verwendung jeglichen bekannten Verfahrens, wie etwa Computertomographie ("CT") und/oder Röntgen, erfasst und/oder identifiziert werden. Die Vorrichtung 10 kann so vorbereitet sein, dass die Bohrerspitze 33 des Bohrers 30 vollständig innerhalb des Lumens 28 der Nadel 20 positioniert ist (wie in den 1A und 2A dargestellt). Wenn der Handgriff 12 und/oder das Betätigungselement 40 einen Riegel (nicht dargestellt) umfassen, kann der Bohrer 30 verriegelt werden, um zu verhindern, dass die Bohrerspitze 33 unbeabsichtigt vorzeitig aus der Nadel 20 voranbewegt wird. Zusätzlich kann, wenn die Vorrichtung modular ist (nicht dargestellt), eine geeignete Nadel- und/oder Bohrerkonfiguration ausgewählt und an dem Handgriff 12 befestigt werden, sobald das Zielgebiet 80 identifiziert und geortet ist.

In Hinwendung zu 4A kann die Nadel 20 in den Patienten eingeführt werden, z.B. durch Durchbohren der Haut 90 des Patienten mit der distalen Spitze 27' und Voranbewegen der Nadel 20 durch jegliches dazwischenliegendes Gewebe 92, bis das distale Ende 26 der Nadel 20 eine Oberfläche 84 des Knochens 82 erreicht. Wie in 4A gezeigt, kann das distale Ende 26 der Nadel 20 eine gezahnte Spitze 27' umfassen, die teilweise in die Oberfläche 84 des Knochens 82 eindringen oder anderweitig im Wesentlichen an dieser angreifen kann. Zacken an der gezahnten Spitze 27' können in die Oberfläche 84 des Knochens 80 gezwungen werden, um das distale Ende 26 der Nadel 20 daran zu hinern, sich während des Eingriffs seitlich entlang der Oberfläche 84 des Knochens 82 zu bewegen. Alternativ kann, wenn das distale Ende 26 der Nadel 20 nur abgeschrägt oder zugespitzt ist (wie in den 1A2B gezeigt), die distale Spitze 27 in die Oberfläche 84 des Knochens 82 gezwungen werden, um Seitwärtsbewegung zu minimieren. Zusätzlich oder alternativ kann der Handgriff 12 vom Benutzer oder durch eine externe Stützvorrichtung (nicht dargestellt) stationär gehalten werden, um eine wesentliche Bewegung des distalen Endes 26 der Nadel 20 relativ zu dem Knochen 82 zu verhindern.

In Hinwendung zu 4B kann die Bohrerspitze 33 des Bohrers 30 aus dem Lumen 28 ausgefahren und in den Knochen 82 vorangetrieben werden. Vorzugsweise kann die zugespitzte Spitze 36 des Bohrers 30 anfänglich in die Oberfläche 84 des Knochens 82 stechen, bis das Gewindemuster 34 beginnt, an dem Knochen 82 anzugreifen, worauf der Bohrer 30 rotiert werden kann, um das distale Ende 33 in den Knochen 82 vorzutreiben. Der Bohrer 30 kann manuell rotiert und/oder vorangetrieben werden, z.B. durch Betätigen eines Betätigungselements, wie etwa des in den 1A und 1B dargestellten Knopfs 42 oder des in 5 dargestellten Auslösers 140. Alternativ kann der Bohrer 30 an einen Antrieb gekoppelt werden, wie etwa den in 3 gezeigten externen Antrieb 50 oder internen Motor 52, der den Bohrer 30 relativ zu der Nadel 20 rotieren und/oder voranbewegen kann. Der Antrieb kann die Bohrerspitze 33 gleichzeitig mit Rotations- und axialen Raten voranbewegen und rotieren, die in Bezug zueinander im voraus festgelegt sind, um ein Abschälen oder anderweitiges Beschädigen des Knochens 82 zu minimieren.

In Rückwendung zu 4B kann, sobald die Bohrerspitze 33 des Bohrers 30 das Zielgebiet 80 erreicht, der Bohrer 30 gegebenenfalls verriegelt werden, um ein Zurückziehen in die Nadel 20 zu verhindern. Energie kann von einer Energiequelle (nicht dargestellt, siehe z.B. 3) zu dem elektrisch leitenden Bereich 32 der Bohrerspitze 33 zugeführt werden, um das Zielgebiet 80 abzutragen oder anderweitig zu behandeln. Vorzugsweise ist die Energiequelle ein HF-Generator (nicht dargestellt), der in einer monopolaren Betriebsart verwendet werden kann. Beispielsweise kann der leitende Bereich 32 des Bohrers 30 mit einer Anschlussklemme des HF-Generators gekoppelt werden und kann eine Streuelektrode (nicht dargestellt) an die andere Anschlussklemme des HF-Generators gekoppelt werden. Die Streuelektrode, z.B. eine externe Kontaktfläche, kann an dem Patienten gesichert werden, z.B. an an der Haut des Patienten, sodass ein Stromkreis von dem leitenden Bereich 32 der Bohrerspitze 33 durch das dazwischenliegende Gewebe zu der Streuelektrode geschaffen wird.

Alternativ kann es möglich sein, die Vorrichtung 10 in einer bipolaren Betriebsart zu betreiben, z.B. durch Vorsehen einer Elektrode (nicht dargestellt) an der Vorrichtung 10, die von der Bohrerspitze 33 weg angeordnet ist. Beispielsweise kann eine Elektrode (nicht dargestellt) an anderer Stelle an dem Bohrer 30 oder an der Nadel 20 benachbart zur distalen Spitze 27 angebracht werden, d.h. in einem vorbestimmten Abstand von der ausgefahrenen Bohrerspitze 33. Der elektrisch leitende Bereich 32 der Bohrerspitze 33 und die Elektrode (nicht dargestellt) können an entgegengesetzte Anschlussklemmen eines HF-Generators gekoppelt und auf herkömmliche Weise betrieben werden. Gegebenenfalls, wie vorangehend erläutert, können die Bohrerspitze 33 und/oder das distale Ende 26 der Nadel 20 einen Temperatursensor umfassen, z.B. ein Thermokoppel oder Thermistor (nicht dargestellt) zum Überwachen der Temperatur des umgebenden Gewebes, wenn Energie abgegeben wird. Somit kann die Kraft der abgegebenen Energie eingestellt werden, um eine gewünschte Temperatur aufrechtzuerhalten, die ausreicht, um Gewebe innerhalb des Zielgebiets 80 zu zerstören, ohne im wesentlichen Gewebe außerhalb des Zielgebiets 80 zu verletzen.

Sobald das Gewebe mit dem Zielgebiet 80 zerstört oder anderweitig behandelt ist, kann die Energieeinbringung abgebrochen werden. Die Bohrerspitze 33 kann aus dem Zielgebiet 80 zurückgezogen werden, z.B. durch Rotieren des Bohrers 30 in einer Richtung entgegengesetzt zu der zum Voranbewegen der Bohrerspitze 33 verwendeten Richtung. Sobald der Bohrer 30 in die Nadel 20 zurückgezogen ist oder anderweitig aus dem Knochen 82 herausgezogen ist, kann die Nadel 20 aus dem Patienten herausgezogen werden. Nötigenfalls kann der von dem Bohrer 30 und/oder der Nadel 20 gebildete Trakt unter Verwendung herkömmlicher Verfahren geschlossen werden. Beispielsweise kann Energie an die Bohrerspitze 33 abgegeben werden, wenn die Nadel 20 herausgezogen wird, um das umgebende Gewebe zu erhitzen, um den Trakt zu koagulieren oder anderweitig zu versiegeln. In alternativen Ausführungsformen, z.B. wie in den 6A und 6B gezeigt, kann ein Bohrer angebracht werden, der eine abnehmbare Bohrerspitze umfasst, wodurch die Notwendigkeit eliminiert wird, die Bohrerspitze aus dem Zielgebiet herauszuziehen (nicht dargestellt). Beispielsweise können die Bohrerspitze und das distale Ende der welle zusammenwirkende Elemente umfassen, die selektiv die Bohrerspitze während oder nach einem Eingriff von der Welle lösen. Wenn die Bohrerspitze abnehmbar ist, sollte sie aus Materialien gebildet sein, die biokompatibel sind, sodass die Bohrerspitze unbegrenzt im Körper verbleiben kann.

In einer in 6A dargestellten Ausführungsform umfassen die Bohrerspitze 33' und das distale Ende der Welle 31' ineinanderpassende Gewinde 70', 72'.

Beispielsweise, wie dargestellt, umfasst die Welle 31' ein mit einem Gewinde versehenes Anschlusselement 74' und kann die Bohrerspitze 33' eine komplementär mit Gewinde versehene Bohrung 76' umfassen, welche die Gewinde 70', 72' umfassen. Alternativ kann die Bohrerspitze 33' ein mit Gewinde versehenes Anschlusselement umfassen und kann die Welle 31' eine mit Gewinde versehene Bohrung (nicht dargestellt) umfassen, oder der Bohrer 30' kann andere ineinanderpasssende Gewindeanordnungen umfassen. Vorzugsweise sind die Gewinde 70', 72' so gewunden, dass, wenn die Welle 31' in eine erste Richtung rotiert wird, die Bohrerspitze 33' auf das Anschlusselement 74' geschraubt wird. wenn die Bohrerspitze 33' aus einer Nadel (nicht dargestellt) voranbewegt wird, z.B. um die Bohrerspitze 33' in Knochen zu schrauben, so kann die Welle 31' in der ersten Richtung rotiert werden, um die Bohrerspitze 33' auf dem Anschlusselement 74' festzuhalten, während gleichzeitig in den Knochen gebohrt wird, wobei das Gewindemuster 34' das Vorantreiben der Bohrerspitze 33' in den Knochen erleichtert, gleichartig zu den hierin an anderer Stelle beschriebenen Ausführungsformen. Sobald ein Zielgebiet erreicht und/oder behandelt ist, kann die Welle 31' in einer entgegengesetzten Richtung rotiert werden, wodurch die Bohrerspitze 33' von dem Anschlusselelement 74' abgeschraubt wird. Somit kann die Bohrerspitze 33' abgelöst und an dem Zielgebiet implantiert werden. Wenn die gesamte Bohrerspitze 33' und/oder die Welle 31' nicht elektrisch leitend sind, können die Bohrerspitze 33' und/oder Welle 31 leitende Bereiche und dergleichen (nicht dargestellt) umfassen, die miteinander in Kontakt kommen, wenn die Bohrerspitze 33' an der Welle 31' befestigt wird. Somit kann elektrische Energie von der Welle 31' zu der Bohrerspitze 33' übertragen werden, um Gewebe an dem Zielgebiet zu zerstören oder anderweitig zu behandeln, wie vorangehend beschrieben.

In einer anderen, in 6B dargestellten Ausführungsform kann die Bohrerspitze 33'' durch eine elektrolytische Verbindungsstelle, z.B. einen dünnen Bereich 78'', mit der Welle 31'' verbunden sein, um die Bohrerspitze 33'' selektiv von der Welle 31'' zu lösen. Sobald die Bohrerspitze 33'' in ein Zielgebiet eingebracht ist und behandelt hat, kann elektrische Energie an die elektrolytische Verbindungsstelle abgegeben werden, um die Verbindungsstelle zu schmelzen und die Bohrerspitze 33'' von der Welle 31'' zu lösen, wie in der Technik bekannt ist. Die Welle 31'' kann dann entfernt werden, wobei die Bohrerspitze 33'' an Ort und Stelle belassen wird. In weiteren Alternativen können zusammenwirkende mechanische Anschlussstücke (nicht dargestellt) an der Welle und/oder der Bohrerspitze angebracht sein, welche die Bohrerspitze fest an der Welle montieren können, jedoch betätigt werden können, um die Bohrerspitze von der Welle zu lösen.

In Hinwendung zu 5 ist eine andere Ausführungsform einer Vorrichtung 110 dargestellt, die ähnliche Komponenten umfasst wie die vorangehend beschriebene Vorrichtung 10. Anders als die vorangehende Ausführungsform umfasst die Vorrichtung 110 ein äußeres Rohr 120 mit einer stumpfen distalen Spitze 127, obwohl alternativ das äußere Rohr 120 eine Nadel sein kann, die eine gewebsdurchbohrende distale Spitze (nicht dargestellt) umfasst. Das äußere Rohr 120 beinhaltet auch zwei oder mehr Biegungen, z.B. zwei Biegungen, wie dargestellt. Ein Bohrer 130 ist innerhalb des äußeren Rohrs 120 angebracht, der eine Antriebswelle 131 (in Phantomdarstellung gezeigt) und eine Bohrerspitze 133umfasst. Der Bohrer 130 kann relativ zu dem äußeren Rohr 120 um die Achse 118 rotiert und/oder vorgeschoben werden und axial zurückgezogen werden, um die Bohrerspitze 133 auszufahren oder einzuziehen, gleichartig zu der vorangehenden Ausführungsform. Die Antriebswelle 131 kann im Wesentlichen axial unkomprimierbar sein, sodass eine axiale Kraft auf die Antriebswelle 131 sich im Wesentlichen auf die Bohrerspitze 133 überträgt. Zusätzlich kann die Antriebswelle 131 in Querrichtung flexibel sein, sodass die Antriebswelle 131 sich um Biegungen innerhalb des äußeren Rohrs 120 bewegen kann. Schließlich kann die Antriebswelle 131 auch in Hinblick auf Verdrehung im Wesentlichen starr sein, sodass die Rotation der Antriebswelle 131 um die Achse 118 sich im Wesentlichen auf die Bohrerspitze 133 überträgt.

Zusätzlich umfasst die Vorrichtung 110 einen Handgriff 112, der einen stationären Griff 113 und einen Auslöser 140 umfasst. Der Auslöser 140 kann an einen internen mechanischen Antrieb (nicht dargestellt) innerhalb des Handgriffs 112 gekoppelt sein, der mit der Antriebswelle 131 gekoppelt sein kann. Während der Benutzung kann der Griff 113 festgehalten werden, um die Vorrichtung 110 zu manipulieren, z.B. um das äußere Rohr 120 zu einem Gewebezielgebiet hin voranzubewegen. Der Auslöser 140 kann relativ zu dem stationären Griff 113 gezogen werden, wodurch die Bohrerspitze 133 von dem distalen Ende 127 des äußeren Rohrs 120 vorangehoben wird und/oder die Bohrerspitze 133 rotiert wird, ähnlich der vorangehenden Ausführungsform. Beispielhafte Auslöserhandgriffe und mechanische Antriebe sind in den US-Patenten 5,611,515 5,860,425 5,842,478 und 5,836,314 offenbart.

Während des Gebrauchs kann das äußere Rohr 120 durch einen Körperdurchgang innerhalb eines Patienten (nicht dargestellt) voranbewegt werden, bis die distale Spitze 127 benachbart zu einem Gewebezielgebiet, einem Knochen (ebenfalls nicht dargestellt), angeordnet ist. Alternativ kann, wenn das äußere Rohr 120 durch eine angeschliffene Nadel (nicht dargestellt) ersetzt wird, die Nadel perkutan eingeführt und durch Gewebe voranbewegt werden, bis die distale Spitze 127 sich benachbart zu einem Gewebezielgebiet befindet. Die distale Spitze 127 kann benachbart zu dem Zielgebiet angeordnet sein (oder zumindest teilweise in das Zielgebiet eingedrungen, wenn eine angeschliffene distale Spitze angebracht ist, ähnlich der vorangehenden Ausführungsform). Sobald ein Zugang zu dem Zielgebiet vorliegt, kann der Auslöser 140 gezogen werden, um die Bohrerspitze 133 in das Zielgebiet vorzuschieben und/oder zu rotieren. Energie kann über eine Elektrode und/oder einen leitenden Bereich an der Bohrerspitze 133 abgegeben werden, um Gewebe innerhalb des Zielgebiets abzutragen. Sobald die Behandlung vollendet ist, kann die Vorrichtung 110 entfernt werden, gleichartig zur vorangehenden Ausführungsform.


Anspruch[de]
Vorrichtung zum Einbringen von Energie in eine Zielstelle in einem Patienten, umfassend

einen Handgriff, der ein proximales Ende und ein distales Ende umfasst;

eine längliche Nadel, die sich von dem distalen Ende des Handgriffs erstreckt und in einer gewebedurchbohrenden distalen Spitze endet, wobei die Nadel darin ein Lumen umfasst, das sich von der distalen Spitze zu dem Handgriff hin erstreckt; und

einen innerhalb des Lumens angeordneten und aus der distalen Spitze der Nadel ausfahrbaren Bohrer, wobei der Bohrer einen elektrisch leitenden Bereich umfasst.
Vorrichtung von Anspruch 1, wobei die distale Spitze der Nadel eine eingreifende Spitze umfasst, um die Nadel relativ zur Oberfläche einer harten Gewebsstruktur innerhalb des Körpers eines Patienten zu sichern. Vorrichtung von Anspruch 1, wobei die distale Spitze der Nadel eine gezahnte Kante aufweist. Vorrichtung von Anspruch 1, wobei der Bohrer ein Schneidelement zum Bohren eines Lochs in eine harte Gewebsstruktur beinhaltet. Vorrichtung von Anspruch 4, wobei das Schneidelement ein sich entlang dem Bohrer erstreckendes schraubenförmiges Gewindemuster umfasst. Vorrichtung von Anspruch 4, wobei der Bohrer eine Welle umfasst und wobei das Schneidelement eine Bohrerspitze umfasst, die selektiv von der Welle abnehmbar ist. Vorrichtung von Anspruch 6, wobei die Bohrerspitze mittels wenigstens eines von ineinanderpassenden Gewinden, einer Elektrolytverbindung und eines mechanischen Verbindungsstücks selektiv von der Welle abnehmbar ist. Vorrichtung von Anspruch 1, weiter einen mit dem Bohrer gekoppelten Antrieb zum Rotieren des Bohrers um eine Längsachse der Nadel umfassend. Vorrichtung von Anspruch 8, wobei der Antrieb einen innerhalb des Handgriffs befindlichen Motor umfasst. Vorrichtung von Anspruch 8, wobei der Antrieb einen mechanischen Antrieb umfasst und wobei der Handgriff einen mit dem mechanischen Antrieb gekoppelten Auslöser umfasst, um den Bohrer zu rotieren, wenn der Auslöser manipuliert wird. Vorrichtung von Anspruch 8, wobei der Antrieb zum axialen Vorschieben des Bohrers, wenn der Bohrer rotiert wird, konfiguriert ist. Vorrichtung von Anspruch 8, wobei der Antrieb einen externen Motor umfasst, der an eine Bohrerwelle gekoppelt ist, die sich durch den Handgriff und die Nadel zu dem Bohrer erstreckt. Vorrichtung von Anspruch 1, weiter eine an den Bohrer gekoppelte Energiequelle zur Einbringung von Energie in den elektrisch leitenden distalen Bereich umfassend. Vorrichtung von Anspruch 13, wobei die Energiequelle einen Hochfrequenz-Elektroenergiegenerator umfasst. Vorrichtung von Anspruch 1, weiter ein Betätigungselement an dem Handgriff umfassend, das mit dem Bohrer gekoppelt ist, sodass das axiale Positionieren des Bohrers relativ zur distalen Spitze der Nadel durch Manipulieren des Betätigungselements steuerbar ist. Vorrichtung von Anspruch 15, wobei das Betätigungselement einen Riegel umfasst, der den Bohrer selektiv daran hindert, sich relativ zur distalen Spitze der Nadel axial zu bewegen. Vorrichtung von Anspruch 1, weiter einen Temperatursensor an wenigstens einem von der distalen Spitze der Nadel und dem Bohrer umfassend. Vorrichtung von Anspruch 1, wobei die Nadel vom distalen Ende des Handgriffs abnehmbar ist. Vorrichtung von Anspruch 1, wobei der Bohrer von dem Handgriff abnehmbar ist. Vorrichtung von Anspruch 1, wobei die Nadel im wesentlichen starr ist. Vorrichtung von Anspruch 20, wobei die Nadel eine oder mehrere Biegungen zwischen dem distalen Ende des Handgriffs und der distalen Spitze umfasst. Vorrichtung von Anspruch 20, wobei der Bohrer eine innerhalb der Nadel angeordnete Antriebswelle umfasst. Vorrichtung von Anspruch 22, wobei die Antriebswelle ausreichend flexibel ist, um sich an Vorschub um die eine oder mehreren Biegungen anzupassen.






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