Die vorliegende Erfindung betrifft einen mittels Spritzguss hergestellten
Kleiderbügel und eine Formvorrichtung bzw. Spritzgussvorrichtung zum Formen
eines derartigen Kleiderbügels.
Mittels Spritzguss hergestellte Kleiderbügel mit verschiedenen
transversalen Querschnitten sind bekannt (siehe DE-A-34-23301).
Ein bekannter Kleiderbügel mit I-Querschnitt weist einen I-förmigen
transversalen Querschnitt auf, mit oberen und unteren, im Wesentlichen planaren
Flanschen, die eine Zwischenverbindungsbahn kreuzen. Die Vorder- und Rückansichten
des Kleiderbügels sind somit identisch oder ähnlich, so dass die oberen
und unteren Flansche sowohl von der Vorderseite als auch der Rückseite des
Kleiderbügels sichtbar sind, was bei bestimmten Anwendungen nicht wünschenswert
ist. Der Kleiderbügel wird mit einer Formtrennlinie entlang der oberen und
unteren Seiten der oberen und unteren Flansche entsprechend geformt und im Wesentlichen
in der gleichen Ebene wie die Bahn, das heißt, der Kleiderbügel wird so
geformt, dass sich der Kleiderbügel horizontal in der Form 90 befindet,
wie dies in der Abbildung aus 9 dargestellt ist, wobei
Kleiderbügel 91 aneinander angrenzend bzw. benachbart angeordnet sind,
wobei sich eine obere Seite eines Kleiderbügels angrenzend an eine untere Seite
eines benachbarten Kleiderbügels befindet. Damit der Kleiderbügel aus
der Form entfernt werden kann, muss die obere Oberfläche des oberen Flansches
somit im Wesentlichen planar sein und weist keine in wünschenswerter Weise
abgerundete obere Oberfläche für die Aufnahme der Schultern eines Kleidungsstücks
auf, das auf dem Kleiderbügel aufgehängt werden soll.
Ein bekannter Kleiderbügel mit C-förmigem Querschnitt weist
einen C-förmigen transversalen Querschnitt auf, mit einem oberen Flansch oder
Abschnitt und einem unteren Flansch oder Abschnitt nur auf einer Rückseite
einer Zwischenverbindungsbahn. Die Flansche oder oberen und unteren Abschnitte sind
somit in wünschenswerter Weise nicht sichtbar von der Vorderseite des Kleiderbügels.
Der Kleiderbügel wird mit einer Formtrennlinie entlang des oberen Flanschs
oder Abschnitts geformt und für gewöhnlich auch, wenn auch nicht zwingend,
entlang dem unteren Flansch oder Abschnitt und im Wesentlichen parallel zu einer
durch die Bahn definierten Ebene, wobei der Kleiderbügel sich horizontal in
der Form 90 befindet, wie dies in 9 dargestellt
ist, wobei die Kleiderbügel 91 angrenzend aneinander bzw. benachbart
übereinander angeordnet sind, wobei sich eine obere Seite eines Kleiderbügels
angrenzend an eine untere Seite eines benachbarten Kleiderbügels befindet.
Ferner muss ausreichend Zwischenraum zwischen benachbarten Kleiderbügeln gelassen
werden, für eine seitliche Maßnahme zur Bildung eines Vorsprungs in einem
Körperabschnitt des Kleiderbügels zur Aufnahme eines Aufhängungshakens.
Damit der Kleiderbügel aus der Form entfernt werden kann, muss die obere Oberfläche
des oberen Flansches oder Abschnitts somit im Wesentlichen planar sein oder darf
nur eine begrenzte Krümmung aufweisen und keine wünschenswerte abgerundete
obere Oberfläche für die Aufnahme der Schultern eines Kleidungsstücks
aufweisen, das an dem Kleiderbügel aufgehängt werden soll.
Ein bekannter Kleiderbügel mit U-Querschnitt weist einen umgekehrten
U-förmigen transversalen Querschnitt ohne Flansche auf. Der Kleiderbügel
wird mit einer Formtrennlinie entlang einer Unterkante des Kleiderbügels geformt,
und die Trennlinie definiert eine Oberfläche, die im Wesentlichen senkrecht
ist zu Ebenen, die durch einen vorderen Abschnitt und einen im Wesentlichen parallelen
hinteren Abschnitt des Kleiderbügels definiert werden, die gegenüberliegende
Schenkel des U-förmigen Querschnitts definieren, wobei der Kleiderbügel
sich gemäß der Abbildung aus 8 vertikal in
einer Form befindet, wobei die Kleiderbügel voreinander angeordnet sind, wobei
sich eine vordere Seite eines Kleiderbügels angrenzend an eine hintere Seite
bzw. Rückseite eines benachbarten Kleiderbügels befindet. Während
dem Formen ist ein Abschnitt eines Formkerns zwischen den gegenüberliegenden
vorderen und Rückseiten des Kleiderbügels angeordnet. Somit ist eine Enge
bzw. Begrenztheit, mit der ein Kleiderbügel mit U-förmigem Querschnitt
geformt werden kann, das heißt der Abstand zwischen den vorderen und hinteren
Abschnitten oder Schenkeln, begrenzt durch die begrenzte Enge bzw. Schmalheit eines
Kerns mit ausreichender Stärke, so dass er unter den während dem Formen
ausgeübten Druckzuständen nicht verbogen wird oder bricht bzw. Risse bildet.
Aufgrund ihrer Schmalheit sind die Kerne ferner zu klein und zu schwach, um Kühlkanäle
dicht bzw. nah an einer Oberfläche des Kerns anzuordnen und somit nah an einem
gegenüberliegenden Hohlraum, für ein schnelles Kühlen des Formwerkstoffs.
Die obere Oberfläche kann jedoch in wünschenswerter Weise abgerundet werden,
um die Schultern eines Kleidungsstücks aufzunehmen, das an dem Kleiderbügel
aufgehängt werden soll.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die vorstehenden
Unzulänglichkeiten gemäß dem Stand der Technik zumindest abzuschwächen.
Vorgesehen ist gemäß der vorliegenden Erfindung ein mittels
Spritzguss hergestellter Kleiderbügel, mit einem durch einen Körper mit
invertierten J-förmigen transversalen Querschnitt, so dass ein erster Schenkel
des J-förmigen Querschnitts eine Vorderseite des Kleiderbügels bildet,
wobei eine Basis des J-förmigen Querschnitts eine transversal
gekrümmte obere Seite des Kleiderbügels zur Aufnahme der Schultern eines
Kleidungsstücks bildet, das an dem Kleiderbügel aufgehängt wird,
und mit einem zweiten Schenkel, der dem ersten Schenkel gegenüberliegt und
deutlich kürzer ist als der erste Schenkel, wobei er einen rückführenden
hinteren Abschnitt des Kleiderbügels bildet, und wobei eine Formtrennlinie
auf der Vorderseite des ersten Schenkels und auf der Rückseite des zweiten
Schenkels angeordnet ist.
In geeigneter Weise ist die Formtrennlinie an einer Basis der vorderen
Seite des ersten Schenkels angeordnet.
In vorteilhafter Weise ist die Formtrennlinie an einer Basis der Rückseite
des zweiten Schenkels angeordnet.
Vorgesehen ist gemäß einem zweiten Aspekt der vorliegenden
Erfindung eine Spritzgussvorrichtung zum Formen eines Kleiderbügels, wobei
die Vorrichtung einen Hohlraum und einen Kern aufweist, die zusammenwirkend eine
Lücke mit invertiertem J-förmigem transversalem Querschnitt zum Formen
eines Kleiderbügels definieren, so dass ein erster Schenkel mit J-förmigem
Querschnitt eine Vorderseite des Kleiderbügels bildet, wobei eine Basis des
J-förmigen Querschnitts eine transversal gekrümmte obere Seite des Kleiderbügels
zur Aufnahme der Schultern eines Kleidungsstücks bildet, das an dem Kleiderbügel
aufgehängt wird, und mit einem zweiten Schenkel, der dem ersten Schenkel gegenüberliegt
und deutlich kürzer ist als der erste Schenkel, wobei er einen rückführenden
hinteren Abschnitt des Kleiderbügels bildet, und wobei eine Formtrennlinie
mindestens eine Oberfläche definiert, die im Wesentlichen senkrecht zu der
Hauptebene des Kleiderbügels angeordnet ist.
Vorzugsweise ist die Formtrennlinie an der vorderen Seite des ersten
Schenkels und an der Rückseite des zweiten Schenkels angeordnet.
In geeigneter Weise ist die Formtrennlinie an einer Basis der vorderen
Seite des ersten Schenkels angeordnet.
In vorteilhafter Weise ist die Formtrennlinie an einer Basis der Rückseite
des zweiten Schenkels angeordnet.
Vorzugsweise sind Kühlkanäle in dem Kern in der Nähe
des Hohlraums angeordnet.
Die vorliegende Erfindung wird nachstehend beispielhaft in Bezug auf
die beigefügten Zeichnungen beschrieben. In den Zeichnungen zeigen:
1 eine vordere Perspektivansicht eines Kleiderbügels
gemäß der vorliegenden Erfindung;
2 eine hintere Perspektivansicht des Kleiderbügels
aus 1;
3 eine Vorderansicht des Kleiderbügels aus
1;
4 eine Seitenansicht des Kleiderbügels aus
1;
5 eine Rückansicht des Kleiderbügels aus
1;
6 einen vergrößerten transversalen Querschnitt
entlang der Linie A-A aus 5;
7 einen vergrößerten transversalen Querschnitt
entlang der Linie B-B aus 5;
8 eine schematische Perspektivansicht eines Formwerkzeugs,
das bekannte Kleiderbügel mit U-förmigem Querschnitt oder Kleiderbügel
gemäß der vorliegenden Erfindung aufweist; und
9 eine schematische Perspektivansicht eines Formwerkzeugs,
das bekannte Kleiderbügel mit I-förmigem Querschnitt oder bekannt Kleiderbügel
mit C-förmigem Querschnitt aufweist;
In den Abbildungen sind die gleichen Bauteile mit übereinstimmenden
Bezugsziffern bezeichnet.
In Bezug auf die Abbildungen der 1 bis
7 weist ein Kleiderbügel 10 gemäß
der vorliegenden Erfindung einen umgekehrten J-förmigen transversalen Querschnitt
auf, wie dies in den Abbildungen der 6 und
7 am besten dargestellt ist. Der Kleiderbügel
weist einen zentralen Körperabschnitt 11 mit einer aufwärts konvexen
oberen Seite 111 und einer abwärts konkaven unteren Seite
112 mit einem größeren Krümmungsradius als die obere Seite
auf. Der Körperabschnitt weist in der Mitte der oberen Seite 111 einen
Vorsprung 113 auf, der durch die obere Seite verläuft, um einen bekannten
Kleiderbügelhaken eines Kleiderbügels aufzunehmen, der nicht abgebildet
ist, zum Aufhängen des Kleiderbügels 10. Mit gegenüberliegenden
Seiten des zentralen Körperabschnitts 11 verbunden sind gegenüberliegende
erste und zweite Arme 12, 13, die im Einsatz eine Neigung unterhalb
einer horizontalen Linie durch den Körperabschnitt aufweisen. Die ersten und
zweiten Arme 12, 13 enden entfernt von dem Körperabschnitt
in entsprechenden nach unten geneigten Abschnitten 120, 130, die
jeweils eine entsprechende aufwärts konvexe obere Seite 121,
131 aufweisen, mit einem kleineren Krümmungsradius als dem Krümmungsradius
einer entsprechenden aufwärts konkaven unteren Seite 122,
132. Wie dies in den Abbildungen der 6 und
7 am besten ersichtlich ist, ist eine
obere Oberfläche der Arme 125, 135 breiter in eine transversale
Richtung der Arme 12, 13 als die obere Oberfläche
111 des Körperabschnitts 11.
Wie dies in der Abbildung aus 7 am besten
ersichtlich ist, bildet ein erster Schenkel 115 des zentralen Körperabschnitts
mit invertiertem J-förmigem Querschnitt eine Vorderseite des zentralen Körperabschnitts
des Kleiderbügels, wobei eine Basis 114 des zentralen Körperabschnitts
mit invertiertem J-förmigem Querschnitt eine transversale bogenförmige
obere Seite 111 des Körperabschnitts des Kleiderbügels bildet,
und wobei ein zweiter Schenkel 116, der dem ersten Schenkel 115
gegenüber liegt und deutlich kürzer ist als der erste Schenkel
115, einen rückführenden hinteren Abschnitt des Körperabschnitts
des Kleiderbügels 10 bildet. Wie dies in der Abbildung aus
6 am besten dargestellt ist, bildet ein erster Schenkel
127 des ersten Arms mit umgekehrtem bzw. invertiertem J-förmigem Querschnitt
eine Vorderseite des ersten Arms 12 des Kleiderbügels, wobei eine
Basis 128 des ersten Arms mit umgekehrtem J-förmigem Querschnitt eine
transversale bogenförmige obere Seite 125 des ersten Arms des Kleiderbügels
bildet, zur Aufnahme der Schultern eines Kleidungsstücks, das an dem Kleiderbügel
10 aufgehängt werden soll, und wobei ein zweiter Schenkel
126, der dem ersten Schenkel 127 gegenüber liegt und deutlich
kürzer ist als der erste Schenkel 127, einen rückführenden
hinteren Abschnitt des ersten Arms des Kleiderbügels 10 bildet. Der
zweite Arm 13 ist ein Spiegelbild des ersten Arms 12. Wie dies
in den Abbildungen der 6 und 7
dargestellt ist, entspricht die Länge des zweiten Schenkels 116,
126 im Wesentlichen der Länge des Körperabschnitts und der ersten
und zweiten Arme, während der erste Schenkel 115 im Wesentlichen achtmal
länger ist als der zweite Schenkel 116 entlang der Linie B-B in dem
Körperabschnitt, und der erste Schenkel 125 ist im Wesentlichen dreimal
länger als der zweite Schenkel 126 entlang eines Hauptabschnitts der
ersten und zweiten Arme.
Wie dies in der Abbildung aus 6 dargestellt
ist, ist eine Trennlinie 61, 62 mit einem Hohlraum 64
eine Form, die zum Formen des Kleiderbügels oberhalb der Trennlinie eingesetzt
wird, und ein Kern 65 der Form unterhalb der Trennlinie 61,
62 an einer Basis einer vorderen Seite des Kleiderbügels angeordnet,
wobei der erste Schenkel 127 des umgekehrten J-förmigen Querschnitts
gebildet wird, und an der Basis des rückführenden hinteren Abschnitts
126 an der Rückseite des Kleiderbügels. Das heißt, der Kleiderbügel
definiert eine Hauptebene, die im Wesentlichen senkrecht ist zu einer Oberfläche,
die durch die Trennlinie definiert ist. Die Kleiderbügel werden in geeigneter
Weise gemäß der Abbildung aus 8 aufrecht
in einem Werkzeug geformt. Da ein Hauptabschnitt des Kerns 65 breiter ist
als der Abstand zwischen dem ersten Schenkel 127 und dem zweiten Schenkel
126, ist der Kern stärker als ein Kern der für einen Kleiderbügel
mit U-förmigem Querschnitt verwendet wird. Somit ist es möglich, Kühlkanäle
in einem Großteil des Kerns nahe dem Hohlraum anzuordnen, was zu einem schnelleren
Kühlen führt und somit zu kürzeren Formbearbeitungszeiten, wodurch
sich die Fertigungskosten senken lassen. Das heißt, ein Abschnitt des Kerns,
der sich zwischen dem vorderen Schenkel 115, 127 und dem hinteren
Schenkel 116, 126 des Kleiderbügels befindet, weist keine
Kühlkanäle auf, wobei jedoch ein verbleibender Abschnitt des Kernblocks
65 Kühlkanäle aufweist, so dass eine effektive Kühlung erreicht
wird, da der "kurze" Abschnitt des Kerns 65 zwischen den vorderen und hinteren
Schenkeln thermisch an dem gut gekühlten Hauptabschnitt des Kernwerkzeugs angebracht
ist.
Da der umgekehrte J-förmige Querschnitt des Kleiderbügels
auf eine Seite offen ist und keine große Oberfläche aufweist, die an dem
Kern 65 schrumpft, erfordert der Auswurf des geformten Kleiderbügels
10 nicht so viele Auswurfstifte zum Auswerfen des Kleiderbügels aus
der Form wie dies bei einem Kleiderbügel mit U-förmigem Querschnitt der
Fall ist, so dass die Werkzeugbestückungskosten ebenfalls niedriger sind als
die Kosten für einen Kleiderbügel mit U-förmigem Querschnitt.
Wie dies aus den Abbildungen der 8 und
9 am besten ersichtlich ist, kann aufgrund der dichteren
bzw. engeren Anordnung eine größere Anzahl von Kleiderbügeln mit
U-förmigem und J-förmigem Querschnitt gleichzeitig in einem Formwerkzeug
mit gegebener Größe geformt werden als wie dies beim Formen von Kleiderbügeln
mit I-förmigem Querschnitt oder C-förmigem Querschnitt gleichzeitig in
einem Formwerkzeug der gleichen Größe möglich ist, wodurch die Fertigungskosten
für Kleiderbügel mit U-förmigem oder J-förmigem Querschnitt
weiter reduziert werden im Vergleich zu Kleiderbügeln mit I-förmigem oder
C-förmigem Querschnitt.
Der erfindungsgemäße Kleiderbügel mit J-förmigem
Querschnitt weist den zusätzlichen Vorteil eines robusteren Erscheinungsbilds
auf, ähnlich dem eines Kleiderbügels mit U-förmigem Querschnitt,
wobei keine Flansche sichtbar sind, während gleichzeitig ein solider bzw. robuster
Kleiderbügel oder ein Kleiderbügel mit U-förmigem Querschnitt wirtschaftlicher
hergestellt werden kann. Hiermit wird festgestellt, dass sich ein Kleidungsstück
im Einsatz in Kontakt mit der oberen und vorderen Oberfläche des Kleiderbügels
befindet.