Die Erfindung betrifft eine Detektorschaltung zur Verwendung für
Strommessungen mittels im wesentlichen identisch gewickelten Ringkern-Transformatoren,
in denen magnetomotorische Kräfte durch einen Hauptstrom induziert werden,
wobei diesen magnetomotorischen Kräften magnetomotorische Kräfte entgegenwirken,
die durch einen Kompensationsstrom induziert werden, und wo eine gegenphasige Magnetisierung
mittels eines Modulationsstroms erfolgt, wobei die Detektorschaltung als Wahlmöglichkeit
auch einen Synchrongleichrichter zur Erzeugung eines Stellsignals für den Kompensationsstrom
aufweist, und wo eine Einrichtung zur Kompensation möglicher Differenzen zwischen
den beiden Ringkern-Transformatoren vorgesehen ist.
Hintergrund der Erfindung
Das dänische Patent 149238 offenbart einen Nullfluß-Stromtransformator
zur Messung des Stroms für einen Elektromagneten in einem Teilchenbeschleuniger.
Da es sich um sehr große Stromstärken handelt, nämlich um mehrere
hundert Ampere, wird der Hauptstrom vorteilhafterweise in einen vergleichsweise
schwächeren Meßstrom umgewandelt, mit dem leicht umzugehen ist und der
über einen Meßwiderstand geführt wird. Infolgedessen kann der Spannungsabfall
am Meßwiderstand als ein Meßergebnis verwendet werden, das dem Wert des
Hauptstroms entspricht.
Die bekannten Nullfluß-Stromtransformatoren bestehen aus einer
Kombination aus einem magnetischen Integrator und einem Modulator der zweiten Harmonischen.
Im Prinzip weist ein magnetischer Integrator einen Ringkern aus einem ferromagnetischen
Material auf, wobei dieser Ringkern mit einer Primärwicklung, einer Sekundärwicklung
und einer Sensorwicklung versehen ist. Die Sensorwicklung steht mit den Eingangsanschlüssen
eines Verstärkers in Verbindung, der den Sekundärstrom über einen
Meßwiderstand fließen läßt. Somit induziert eine Magnetflußänderung
im Ringkern eine Spannung in der Sensorwicklung, und diese Spannung beeinflußt
den Verstärker derartig, daß dieser Magnetfluß einen Kompensationsstrom
erzeugt, der der Änderung des durch den Primärstrom verursachten Flusses
entgegenwirkt. Infolgedessen werden die vom Stromfluß in der Primärwicklung
erzeugten magnetomotorischen Kräfte durch die vom Stromfluß in der Sekundärwicklung
erzeugten magnetomotorischen Kräfte so ausgeglichen, daß eine spezifische
Beziehung zwischen dem Stromwert in der Primärwicklung und dem Stromwert in
der Sekundärwicklung besteht.
Der magnetische Integrator kann jedoch nicht mit Gleichstrom und sehr
niedrigen Frequenzen arbeiten, und folglich ist für diese Funktion eine getrennte
Schaltung erforderlich. Eine solche Schaltung besteht aus einem magnetischen Modulator
mit zwei identisch gewickelten Ringkernen und einer Treiberschaltung. Die Ringkerne
werden zur Sättigung gebracht, und im Symmetrie/"Nullfluß"-Zustand sind
die Stromkurven in bezug auf den Nullwert symmetrisch, was dazu führt, daß
die Inhalte von gleichen Harmonischen gleich null sind. Deshalb ist es möglich,
entweder eine direkte symmetrische Detektion mittels eines Fensterkomparator/Schmitt-Triggers
oder einen Detektor der zweiten Harmonischen bei Verwendung von Synchrongleichrichtung
des Stromsignals, das die doppelte Frequenz des Modulationssignals darstellt, zu
verwenden. In beiden Fällen wird ein Ausgangssignal gewonnen, das bei einer
Symmetrie zwischen der primären und der sekundären Amperewindungszahl
gleich null ist. Eine Unsymmetrie führt zu einer Spannung mit einer Amplitude
und einer Polarität, die vom Grad und der Polarität dieser Unsymmetrie
abhängt. Ein Ringkern genügt, um die letztgenannte Detektorfunktion auszuführen,
aber es müssen zwei Kerne in Gegenphase vorhanden sein, um zu verhindern, daß
die Kompensationsschaltung die Detektion unterdrückt, und um zu verhindern,
daß das Modulationssignal den magnetischen Integrator durch eine magnetische
Kopplung stört. Die beiden Kerne können jedoch nicht völlig identisch
sein.
US-Patent 4 536 706 offenbart einen Sensor für magnetische Ströme
zur Messung der Ströme in einer Telefonschaltung, d. h. relativ schwacher Ströme.
Dieser Stromsensor weist eine Offsetkorrekturschaltung auf, und diese Offsetkorrekturschaltung
kann eine Offsetkorrektur nur ausführen, wenn die Messung des Stroms unterbrochen
worden ist.
EP 314 234 beschreibt eine Schaltung zur
Detektion einer Asymmetrie im Magnetisierungsstrom, die durch eine Referenzwechselspannung
in einem magnetischen Modulator verursacht wird, insbesondere einem magnetischen
Modulator zur Nullflußdetektion mit zwei praktisch identisch gewickelten Magnetkernen,
die beide mindestens versehen sind mit einer Primärwicklung, die mit einem
Modulationsstrom gespeist werden kann, und einer Reihenschaltung einer Hilfswicklung
und einer Impedanz, an der während des Betriebs eine Spannung erzeugt wird,
die dem Magnetisierungsstrom proportional ist.
Beschreibung der Erfindung
Die Aufgabe der Erfindung ist somit, zu zeigen, wie es auf einfache
Weise möglich ist, eine Korrektur auszuführen, während die Strommessung
ausgeführt wird. Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch erreicht,
das die Einrichtung zur Kompensation möglicher Differenzen zwischen den Ringkern-Transformatoren
aus einer gemeinsamen Wicklung besteht, die die beiden Ringkerne umgibt, wobei diese
gemeinsame Wicklung ein mögliches Fehlersignal detektiert,
das in einer Gegenkopplungsschleife verwendet wird, die automatisch ein Gleichgewicht
herzustellen versucht.
Eine aktive Kompensation kann erfindungsgemäß ausgeführt
werden, indem ein Kern als Detektor verwendet wird, nämlich als Master-Kern,
während der zweite Kern als Slave-Kern verwendet wird. Dann fängt eine
Wicklung, die beide Kerne umgibt, ein Differenzsignal/Fehlersignal auf, das verstärkt
und zum Steuersignal für den Slave-Kern addiert wird, was dazu führt,
daß das an die Kompensationsschaltung gekoppelte Signal ungefähr 50fach
reduziert wird.
Außerdem kann erfindungsgemäß eine Gegenkopplungsschleife
bereitgestellt werden, um die Kompensation durchzuführen, wobei diese Gegenkopplungsschleife
dadurch bereitgestellt wird, daß das Fehlersignal zum Modulationssignal so
addiert wird, daß dieses Fehlersignal reduziert wird. Das Modulationssignal
kann entweder von außen oder mittels eines eingebauten Multivibrators, als
Wahlmöglichkeit ein Multivibrator mit einem Schmitt-Trigger, erzeugt werden.
Zwei Kerne werden mit Modulationssignalen versorgt, und um die beiden
Kerne zu kompensieren, damit sie zur Sättigung gelangen können, kann ein
zusätzlicher Kern hinzugefügt werden, wobei der zusätzliche Kern
keine Sättigung erreicht, da er nicht mit einem Modulationssignal versorgt
wird. Als Ergebnis wird eine annähernd 500 bis 1000fache Reduzierung erreicht.
Kurzbeschreibung der Zeichnungen
Die Erfindung ist nachstehend mit Bezug auf die beigefügten Zeichnungen
ausführlicher erläutert, die folgendes zeigen:
1 stellt eine astabile Detektorschaltung mit einer
Nulldetektor-Rauschunterdrückung und mit drei Ringkernen dar,
2 stellt eine astabile Detektorschaltung mit einer
Nulldetektor-Rauschunterdrückung und mit vier Ringkernen dar,
3 stellt eine Detektorschaltung mit drei Ringkernen
dar, wobei ein Modulationssignal von außen zugeführt wird, und
4 stellt eine Detektorschaltung mit vier Ringkernen
dar, wobei ein Modulationssignal von außen zugeführt wird.
Die beste Ausführungsform der Erfindung
Die in 1 gezeigte Detektorschaltung ist
zur Messung starker Ströme zu verwenden, und sie weist drei im wesentlichen
identische Ringkerne 1, 2, 3 auf. Ein Hauptstrom I5
fließt durch die drei im wesentlichen identischen Ringkerne und induziert magnetomotorische
Kräfte, denen ein Kompensationsstrom i4 entgegengewirken soll. Ein
Modulationssignal in Form eines Rechteckwellensignals mit einer Frequenz von einigen
hundert Hertz wird zwei von diesen Ringkernen 2, 3 zugeführt,
wobei das dem ersten Ringkern 2 zugeführte Rechteckwellensignal in
bezug auf das dem zweiten Ringkern 3 zugeführte Rechteckwellensignal
invertiert ist. Infolgedessen werden die beiden Ringkerne 2,
3 so gegenphasig magnetisiert, daß sowohl die ungleichen als auch
die gleichen Harmonischen durch eine Kopplung über die Wicklungen L1, L4 und
L5 im wesentlichen kompensiert werden.
Die Erfindung beruht jedoch auf der Tatsache, daß der durchschnittliche
Fluß in den Ringkernen gleich null ist, wenn ein Gleichgewicht oder eine Symmetrie
zwischen den Feldern besteht, die durch den Hauptstrom und den Kompensationsstrom
induziert werden. Wenn der durchschnittliche Fluß aufgrund einer Unsymmetrie
zwischen den induzierten Feldern, nämlich einer Unsymmetrie zwischen den Amperewindungszahlen
des Hauptstroms I5 und des Kompensationsstroms i4, von null
abweicht, dann weist der magnetisierende Strom in den Modulationswicklungen gleiche
Harmonische auf, wobei die zweite Harmonische die wichtigste Harmonische ist. Eine
Detektion dieser zweiten Harmonischen führt zu einem Gleichstromsignal, das
der abgeleiteten Unsymmetrie entspricht, wobei das Gleichstromsignal so zur Steuerung
eines Verstärkers verwendet wird, daß die Symmetrie zwischen den magnetomotorischen
Kräften, die durch den Primärstrom und den Sekundärstrom verursacht
werden, wiederhergestellt wird.
Eine spezifische Ausführungsform einer solchen Detektorschaltung
ist in 1 dargestellt. Das Modulationssignal wird mittels
eines Schmitt-Triggers A4 erzeugt, dessen Ausgang mit einem ersten Anschluß
der Wicklung L2 in Verbindung steht und dessen Eingang mit dem zweiten Anschluß
der Wicklung L2 in Verbindung steht. Diese Schaltung ist astabil. Der Spannungsabfall
über der Wicklung L2 verringert sich bis auf nahe null, und der Spannungsabfall
über dem Widerstand R1 (50 &OHgr;) erhöht sich genau in dem Augenblick,
in dem eine positive Spannung an die Wicklung L2 angelegt wird, so daß eine
positive Spannung am Eingang des Schmitt-Triggers A4 anliegt. Diese positive Spannung
hat zur Folge, daß ein Strom durch die Wicklung L2 fließt und bewirkt,
daß der Ringkern 2 gesättigt wird, woraufhin der Schmitt-Trigger
A4 seinen Zustand so ändert, daß eine astabile Schaltung entsteht.
Das Rechteckwellensignal am Ausgang des Schmitt-Triggers A4 wird auch
zum Eingang eines Verstärkers A5 übertragen, dessen Ausgangssignal
die Wicklung L3 versogt. Infolgedessen wird die Wicklung L3 mit einem Rechteckwellensignal
versorgt, das sich in Gegenphase zu dem Rechteckwellensignal befindet, das der Wicklung
L2 zugeführt wird.
Der Signalwert am Widerstand R1 entspricht dem Signalwert am Eingang
des Schmitt-Triggers A4. Über einen Tiefpaßverstärker A3 wird der
Signalwert am Widerstand R1 auch zu einer Addiereinheit übertragen, in der
er zu einem von der Wicklung L1 detektierten Signal addiert wird, um den Kompensationsstrom
i4 bereitzustellen. Infolgedessen ist dieser Kompensationsstrom fähig,
sowohl langsame als auch schnelle Änderungen des Hauptstroms I5
zu kompensieren.
Ferner ist erfindungsgemäß eine Einrichtung zur Kompensation
der beiden nicht völlig identischen Ringkerne 2, 3 vorgesehen.
Diese Einrichtung weist eine gemeinsame Wicklung L6 auf, die die beiden Ringkerne
2, 3 umgibt. Die gemeinsame Wicklung L6 detektiert ein mögliches
Fehlersignal i6, das zu dem zum Ringkern 3 übertragenen
Modulationssignal addiert wird. Das Fehlersignal wird so übertragen, daß
eine Gegenkopplungsschleife entsteht, wobei diese Gegenkopplungsschleife automatisch
ein Gleichgewicht herzustellen versucht. Das heißt, das Modulationssignal zum
Ringkern 3 wird verändert, bis das Fehlersignal im wesentlichen gleich
null ist.
Das Fehlersignal kann jedoch nicht genau null sein.
Das letztere ist unter anderem auf die Tatsache zurückzuführen,
daß die Einstellung vorwiegend nur solange effizient ist, wie der Ringkern
3 nicht gesättigt ist, was bei Bedarf kompensiert werden kann durch
Einbeziehen eines weiteren Ringkerns 4, der nicht gesättigt wird,
da er nicht mit einem Modulationssignal versorgt wird.
Im letzteren Fall weist die Kompensationseinrichtung eine gemeinsame
Wicklung L6 auf, die die drei Ringkerne 2, 3, 4 umgibt.
Diese gemeinsame Wicklung L6 detektiert ein mögliches Fehlersignal, das von
den Ringkernen 2 und 3 ausgeht, und dieses Fehlersignal dient
zur Beeinflussung der Magnetisierung im Ringkern 4. Infolgedessen wird
eine zusätzliche Reduzierung des Fehlersignals erreicht, und folglich wird
eine sehr genaue Messung des Hauptstroms I5 erreicht.
Gemäß einer alternativen Ausführungsform, vgl.
3, ist die astabile Schaltung durch eine Schaltung
ersetzt worden, die zuverlässig von außen betrieben wird, und zwar durch
ein Modulationssignal in Form eines Wechselstromsignals, das zur Wicklung L2 übertragen
wird, wobei dieses Wechselstromsignal vorzugsweise ein Rechteckwellensignal mit
einer Frequenz von einigen hundert Hertz ist, und durch ein Wechselstromsignal,
das vorzugsweise in Form eines Rechteckwellensignals zur Wicklung L3 übertragen
wird und in bezug auf das oben beschriebene Signal invertiert ist. Infolgedessen
werden die beiden Wicklungen L2 und L3 gegenphasig magnetisiert.
Die Signalspannung am Widerstand R1 wird zu einem Verstärker
A3 übertragen und verstärkt, woraufhin die verstärkte Signalspannung
mit einem Signal der Frequenz 2f multipliziert wird, nämlich Synchrongleichrichtung.
Das gemischte Signal wird dann zu dem von der Wicklung L1 detektierten Signal addiert.
In diesem Fall kann auch erfindungsgemäß eine Einrichtung
zur Kompensation der beiden nicht völlig identischen Ringkerne 2,
3 bereitgestellt werden, vgl. 3. Wie in
1 besteht diese Einrichtung aus einer gemeinsamen Wicklung
L6, die die beiden Ringkerne 2, 3 umgibt, wobei diese gemeinsame
Wicklung L6 ein mögliches Fehlersignal detektiert, das zu dem zum Ringkern
3 übertragenen Modulationssignal addiert wird. Das Fehlersignal wird
so übertragen, daß eine Gegenkopplungsschleife hergestellt wird, wobei
diese Gegenkopplungsschleife automatisch ein Gleichgewicht herzustellen versucht.
Das heißt, das Modulationssignal zum Ringkern 3 wird verändert,
bis das Fehlersignal im wesentlichen gleich null ist.
Wie bei der in 1 gezeigten Schaltungsanordnung
ist die Einstellung nur solange effizient, wie der Ringkern 3 nicht gesättigt
ist. Ein zusätzlicher Ringkern 4 kann hinzugefügt werden, vgl.
4, um die oben beschriebene Situation zu kompensieren,
wobei dieser zusätzliche Ringkern keine Sättigung erreicht, da kein Modulationssignal
zu diesem Kern 4 übertragen wird.
In der in 4 gezeigten Schaltungsanordnung
4 besteht die oben beschriebene Kompensationseinrichtung aus einer gemeinsamen
Wicklung L6 um die drei Ringkerne 2, 3, 4, wobei diese
gemeinsame Wicklung L6 ein mögliches Fehlersignal detektiert, das von den Ringkernen
2 und 3 ausgeht und das verwendet wird, die Magnetisierung im
Ringkern 4 zu beeinflussen.
Die beschriebenen Detektorschaltungen können beispielsweise zur
Messung starker Ströme, nämlich Magnetisierungsströme für Teilchenbeschleuniger
verwendet werden.