Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines
thermoplastischen elastomeren Vulkanisats (TVP), das eine Mischung aus einem Polyolefin
und einem vulkanisierten Kautschuk umfasst, wobei die Vulkanisation des Kautschuks
bei erhöhter Temperatur unter dem Einfluss eines Peroxids durchgeführt
wird.
Ein derartiges Verfahren ist in EP-A-72 203 offenbart.
Das Aufkommen thermoplastischer Elastomere (TPEs) in den fünfziger
Jahren des zwanzigsten Jahrhundert führte auf dem Gebiet der Polymerwissenschaft
und -technologie zu einer neuen Perspektive. Ein TPE ist ein kautschukartiges Material
mit Eigenschaften und funktionaler Leistung ähnlich denjenigen von konventionellem
vulkanisiertem Kautschuk bei Umgebungstemperatur, dennoch kann es in geschmolzenem
Zustand wie ein thermoplastisches Polymer bei erhöhter Temperatur verarbeitet
werden. Die Art von TPEs auf Basis von Polyolefinkautschuk/thermoplastischen Polymerzusammensetzungen
hat sich entlang zweier eigener unterschiedlicher Produktlinien oder -klassen weiterentwickelt:
Eine Klasse besteht aus einfachen Gemischen und wird üblicherweise als thermoplastische
elastomere Olefine (TEO) bezeichnet; in der anderen Klasse wird die Kautschukphase
(dynamisch) vulkanisiert, was zu einem thermoplastischen Vulkanisat (TPV) führt.
Morphologisch sind TPVs durch die Anwesenheit fein dispergierter, vernetzter Kautschukpartikel
gekennzeichnet, die in einer kontinuierlichen thermoplastischen Matrix verteilt
sind. Wenn die Elastomerpartikel dieses Gemisches ausreichend klein sind und wenn
sie ausreichend vulkanisiert sind, werden die physikalischen und chemischen Eigenschaften
des Gemisches allgemein verbessert.
TPVs auf Basis von Polypropylen (PP) und EPDM-Kautschuk-Gemischen
sind die wichtigsten Vertreter dieser Materialklasse. Es werden verschiedene Vernetzungsmittel
verwendet, um den EPDM-Kautschuk in PP/EPDM-Gemischen zu vernetzen. Jedes einzelne
Vernetzungssystem hat seine eigenen Vorteile und Nachteile. Aktivierte Phenol-Formaldehyd-Harze,
die üblicherweise als Resole bekannt sind, sind Vernetzungssysteme, die oft
für diesen Zweck verwendet werden. Mit TPVs auf Basis dieser Resolharze sind
jedoch zwei ernstere Probleme verbunden:
(a) Hygroskopizität sogar bei Umgebungstemperatur; die absorbierte Feuchtigkeit
muss durch längere Hochtemperaturtrocknungsverfahren vor der Verarbeitung entfernt
werden, um Produktmängel zu beseitigen, und
(b) Erscheinungsbild einer sehr dunklen bräunlichen Farbe, die sich schwer
maskieren lässt und mitunter die Verwendung zweier unterschiedlicher Pigmentsysteme
erfordert, um eine erwünschte Farbe zu erreichen.
Diese Nachteile der Resole führen zu einer Nachfrage an alternativen
Vernetzungsmitteln. Seit mehr als fünfzig Jahren ist das Vernetzen von Kautschuk
mit Peroxiden bekannt. Die allgemeinen Vorteile von Peroxiden als Vernetzungsmittel
sind: ihre Fähigkeit, ungesättigte sowie gesättigte Elastomere zu
vernetzen; gute Hochtemperaturbeständigkeit und gutes elastisches Verhalten
(Druckverformungsrest), insbesondere bei erhöhter Temperatur, keine Feuchtigkeitsaufnahme
und keine Fleckenbildung oder Verfärbung der fertigen Produkte. Es wird oft
ein Co-Mittel verwendet, um die Vernetzungseffizienz des Peroxids durch eine dichtere
Netzwerkbildung zu verbessern.
Neben den Vorteilen der Peroxide gibt es auch Nachteile. In Abhängigkeit
von der Zusammensetzung des verwendeten Peroxids sind die Zersetzungsprodukte mehr
oder weniger flüchtig. Letzteres führt oft zu einem typischen Geruch,
zeigt einen Ausblüheffekt oder kann durch Lösungsmittel aus dem vernetzten
Kompound extrahiert werden. Der typische süße Geruch von Acetophenon,
einem der Zersetzungsprodukte von Dicumylperoxid (DCP), ist beispielsweise wohl
bekannt. Ausblühphänomene finden auch infolge der Bildung von Dihydroxyisopropylbenzol
aus der Zersetzung von Di(tert.-butylperoxyisopropyl)benzol statt.
Die Verwendung eines Peroxids beeinflusst die physikalischen Eigenschaften
des fertigen TPVs auch nachteilig, da das Peroxid auch mit dem als Matrix verwendeten
Polyolefin reagiert. Wenn das Polyolefin ein Polyethylen ist, kann das Peroxid zu
Vernetzen des Polyethylens führen, woraufhin die Verarbeitbarkeit herabgesetzt
wird. Wenn das Polyolefin ein Polypropylen ist, kann das Peroxid zu Abbau der Polymerkette
mit nachteiliger Wirkung auf die mechanischen Eigenschaften führen.
Es ist ein neues Verfahren zur Überwindung der obigen Probleme
gefunden worden, das sie reduziert oder sogar eliminiert.
Das erfindungsgemäße Verfahren ist dadurch gekennzeichnet,
dass das Peroxid, welches zur Vulkanisation des Kautschuks verwendet wird, ein organisches
Peroxid mit mindestens einer endständigen Kohlenstoff-Kohlenstoff-Doppelbindung
in dem Molekül ist.
Nachfolgend werden die Bestandteile und die Verfahrensbedingungen
erörtert, die zur Herstellung des TPVs verwendet werden.
A. Das Polyolefin
Das Polyolefinharz in einem TPV ist aus der Gruppe ausgewählt,
die ein oder mehrere Polyolefine, die aus einer (Co)-Polymerisation eines &agr;-Olefins,
wie Ethylen, Propylen, Buten-1 und anderen, resultieren, sowie die kristallinen
Polycycloolefine umfasst. Sie müssen sich wie ein Thermoplast verhalten und
eine DSC-Kristallinität von mindestens 15 % haben. Bevorzugt sind Homo- und
Copolymere von Polyethylen und Polypropylen, im Fall von Copolymeren der Polyolefine
ist der Gehalt an Ethylen beziehungsweise Propylen in dem Copolymer mindestens 75
Gew.-%.
B. Der Kautschuk
Der in dem erfindungsgemäßen TPV verwendete Kautschuk kann
jeglicher Kautschuk sein, der in der Technik bekannt ist, vorausgesetzt, dass der
Kautschuk mit Peroxid vernetzbar ist. Der Leser wird hinsichtlich einer Übersicht
über Peroxid-vulkanisierbare Kautschuke auf den Artikel von Peter R. Dluzneski
in Rubber Chem. Techn., 74, 451 pp., 2001 verwiesen. Vorzugsweise brauchbare Kautschuke
sind Kautschuke ausgewählt aus der Gruppe, die Ethylen/&agr;-Olefin-Copolymerkautschuk
(EAM) sowie Ethylen/&agr;-Olefin/Dien-Terpolymerkautschuk (EADM) und Acrylnitril/Butadien-Kautschuk
(NBR) und seine hydrierte Form (HNBR) umfasst. Der Kautschuk kann auch ein thermoplastisches
Elastomer auf Styrolbasis (STPE) sein. Ein STPE ist ein Blockcopolymer, das mindestens
einen Block, der im Wesentlichen auf Poly(vinylaromatischem Monomer) basiert, in
der Regel einen Polystyrolblock, und mindestens einen elastomeren Block umfasst,
der im Wesentlichen auf Poly(konjugiertem Dien) basiert, in der Regel ein Polybutadien-
oder Polyisoprenblock oder ein Poly(isobutadien-co-isopren)block. Der elastomere
Block bzw. die elastomeren Blöcke kann bzw. können andere copolymerisierbare
Monomere umfassen und teilweise oder vollständig hydriert sein.
Das Polystyrol kann auch auf substituierten Styrolen basieren, wie
&agr;-Methylstyrol. Das Styrol/Dien-Molverhältnis liegt allgemein im Bereich
von 50/50 bis 15/85. Eine bevorzugte Form von STPE ist mindestens eines von Styrol-Butadien-Styrol-Blockcopolymeren
(SBS) und ihren teilweise oder vollständig hydrierten Derivaten (SEES). Eine
weitere bevorzugte Form von STPE ist ein Triblockcopolymer auf Basis von Polystyrol
und vinylgebundenem Polyisopren und die (teilweise) hydrierten Derivate davon (derartige
Copolymere sind im Handel von Kraton Polymers erhältlich). Polystyrolblockcopolymere,
wie Polystyrolblock-Poly(ethylen-co-propylen)block-Polystyrol (SEEPS oder SEPS),
können vorteilhaft verwendet werden. Das &agr;-Olefin ist im Fall eines EAM-
oder EADM-Kautschuks vorzugsweise Propylen, in einem derartigen Fall wird der Kautschuk
als EP(D)M bezeichnet. Es kann auch eine Mischung der oben genannten Kautschuke
verwendet werden.
C. Das TPV
Das TPV ist eine Familie thermoplastischer Elastomere, die ein Gemisch
aus dem (semi)-kristallinen Polyolefinharz und dem in dem Harz dispergierten Kautschuk
umfasst. Diese Gemische umfassen allgemein 15 bis 85 Gewichtsteile des Polyolefinharzes
und entsprechend 85 bis 15 Gewichtsteile des Kautschuks.
In dem TPV ist der dispergierte Kautschuk mindestens teilweise gehärtet
(d. h. vulkanisiert). Der Kautschuk in dem TPV hat allgemeinen einen derartigen
Vulkanisierungsgrad, dass die Menge an aus dem TPV extrahierbarer Kautschuk (bezogen
auf die Gesamtmenge an härtbarem Kautschuk) weniger als 90 % beträgt.
Diese extrahierbare Menge wird allgemein in einem Test mit einem Lösungsmittel,
in dem das Polyolefin sowie der nichtvulkanisierte Kautschuk löslich sind,
bestimmt. Siedendes Xylol ist ein geeignetes und bevorzugtes Lösungsmittel.
Um die besten Wirkungen der Vulkanisation vorteilhaft zu nutzen, wird
das TPV vorzugsweise bis zu dem Maße vulkanisiert, so dass die Menge an extrahierbarem
Kautschuk weniger als 15 % beträgt, insbesondere sogar weniger als 5 %.
D. Das Peroxid
Das zum Vulkanisieren des Kautschuks zu verwendende Peroxid ist ein
organisches Peroxid mit mindestens einer endständigen Kohlenstoff-Kohlenstoff-Doppelbindung
im Molekül. Ein Peroxid, das ein allylfunktionales Peroxid ist, wird bevorzugt
verwendet. Beispiele für diesen Typ von Peroxiden finden sich in EP-A-250 024.
Es hat sich herausgestellt, dass vorteilhafte Wirkungen auf die mechanischen
Eigenschaften sowie auf den Angriff des Peroxids auf das Polyolefin erhalten werden,
wenn das Peroxid eine relative Löslichkeit (&dgr;r) von mindestens
1 hat, wobei &dgr;r das Verhältnis zwischen dem Löslichkeitsparameter
des Peroxids (&dgr;per) und dem Löslichkeitsparameter des Polyolefins
(&dgr;po) ist, wobei beide bei 453 K bestimmt wurden.
Der Löslichkeitsparameter &dgr; und insbesondere &dgr;per
und &dgr;po werden unter Verwendung von Gruppenbeitragverfahren berechnet,
die auf der Annahme basieren, dass die Beiträge unterschiedlicher funktionaler
Gruppen zu dieser thermodynamischen Eigenschaft additiv sind (siehe A. F. M. Braton,
"Handbook of Solubility Parameters and Other Cohesion Parameters", CRC Press, Boca
Raton, 1985). Unter Verwendung der Werte der molaren Anziehungskonstanten, die in
P. A. Small, J. Appl. Chem. 3, 71 (1953) angegeben sind, können die Löslichkeitsparameter
der verschiedenen Peroxide und Polymere für 298 K berechnet werden. Um diese
Werte bei 298 K mit der Temperatur unter Vulkanisationsbedingungen zu korrelieren,
werden die Löslichkeitsparameterwerte der Peroxide bei 453 K unter Verwendung
der folgenden Gleichung berechnet:
ln &dgr;T = ln &dgr;298 – 1,25&agr; (T –
298)(1)
wobei &agr; = der Koeffizient der linearen Wärmeausdehnung des entsprechenden
Kompounds ist und T = 453 K ist. Diese &agr;-Werte werden aus Dichtemessungen
bis zu 353 K abgeschätzt (siehe A. H. Hogt, Proceedings of the Conference an
Advances in Additives and Modifiers for Polymer) und sind etwa 10–3
K–1. Die Löslichkeitsparameterwerte der Polymere (Polyolefin
und Kautschuk) bei 453 K werden unter Verwendung der folgenden Gleichung berechnet:
ln &dgr;T = ln &dgr;298 – &agr; (T – 298)(2)
(siehe S. Krause in "Polymer Elends" (Herausgeber D. R. Paul und S. Newman), Band
1, Academic Press, New York, 1978, Seiten 15-113); wobei T = 453 K.
Der Koeffizient der linearen Wärmeausdehnung für Polypropylen
hat einen Wert von 6,3 × 10–4 K–1; der
Wert für EPDM ist 2,3 × 10–4 K–1 (siehe:
D. W. Van Krevelen, "Properties of polymers, their correlation with chemical structure;
Their numerical estimation and prediction from group additive contributions", Elsevier,
Amsterdam, 1990, Seiten 189-225; und G. VerStrate, "Ethylene-Propylene Elastomers"
in Encyclopedia of Polymer Science and Engineering, Band 6, 6. Auflage, John Wiley
& Sons, 1986, Seiten 522-564). Die &dgr;-Werte bei 453 K sind, berechnet für
DCP, DTBT, TBCP und TBIB (in den Beispielen und Vergleichsbeispielen verwendete
Peroxide, siehe Tabelle I) 14,6, 19,6, 13,8 beziehungsweise 12,7 (J/cm3)1/2,
während jene von EPDM und PP 16,6 und 15,1 (J/cm3)1/2
sind. Die Rangordnung dieser &dgr;-Werte ist in 1
graphisch dargestellt.
Es kann aus all diesen &dgr;-Werte gefolgert werden, dass es bei
TBIB, TBCP und DCP eine Tendenz gibt, sich bevorzugt in der Polyolefinphase aufzuhalten,
verglichen mit DTBT, das eine Bevorzugung der EPDM-Phase zeigt.
Das &dgr;r hat insbesondere einen Wert von mindestens
1,2. Besonders bevorzugt ist das &dgr;per mindestens gleich dem Löslichkeitsparameter
des Kautschuks (&dgr;rub), oder in Form einer Formel:
&dgr;per ≥ &dgr;Kautschuk(3)
Die vorteilhafte Wirkung der Verwendung eines speziellen Peroxids,
wie in der vorliegenden Erfindung, wird vorzugsweise erhalten, wenn das Peroxid
mindestens zwei Kohlenstoff-Kohlenstoff-Doppelbindungen in dem Molekül hat.
Eine weitere Bevorzugung ist die Verwendung eines Peroxids mit einem Triazinkern
in seinem Molekül.
Die zu verwendende Menge an Peroxid liegt allgemein zwischen 0,01
und 15 Gewichtsteilen auf 100 Teile Kautschuk. Die Menge ist vorzugsweise 0,5 bis
5,0 Teile.
Neben der Verwendung der speziellen Peroxide, wie oben angegeben,
kann das Vernetzen durch Verwendung bekannter Vernetzungs-co-mittel beeinflusst
werden, wie sie in der Technik bekannt sind. Jene Co-Mittel sind bevorzugt, deren
Löslichkeitsparameter (&dgr;co, bestimmt in der gleichen Weise
wie alle anderen zuvor genannten Löslichkeitsparameter) mindestens gleich dem
&dgr;po ist und bevorzugter mindestens gleich dem &dgr;rub
ist. TAC mit seinem sehr hohen &dgr;-Wert, das möglicherweise als Co-Mittel
zugegeben wird, endet vorzugsweise in der Kautschukphase und fördert daher
die Wirkung der Kautschukvernetzung in besonderer Weise.
Hinsichtlich der in dem erfindungsgemäß zu verwendenden
Peroxid vorhandenen endständigen Kohlenstoff-Kohlenstoff-Doppelbindungen werden
ferner jene Peroxide mit der folgenden Formel bevorzugt:
R'-O-O-R'',(4)
worin sowohl R' als auch R'' diese endständigen Kohlenstoff-Kohlenstoff-Doppelbindungen
aufweisen. Ihre Verwendung reduziert die Erzeugung flüchtiger Nebenprodukte
aus diesen Peroxiden noch weiter und reduziert somit die Emission flüchtiger
Zersetzungsprodukte aus dem produzierten TPV noch weiter.
E. Die Herstellung des TPV
Das TPV kann entweder hergestellt werden, indem das Polyolefin mit
einer partikulären Form des vulkanisierten Kautschuks gemischt wird, oder nach
einem Verfahren, das als dynamische Vulkanisation bekannt ist. In dem ersten Verfahren
wird der Kautschuk unter diesen bekannten Bedingungen mit den oben genannten speziellen
Peroxiden vulkanisiert, und daher wird die Kautschukgröße reduziert, infolgedessen
liegt die Partikelgröße allgemein unter 10 &mgr;m, insbesondere unter
1 &mgr;m. Die resultierenden Kautschukpartikel können dann in einer wohl
bekannten Weise mit dem Polyolefin gemischt werden.
Das TPV wird insbesondere unter dynamischem Mischen des Polyolefins,
des Kautschuks und des Peroxids hergestellt, infolgedessen erfolgen sowohl das Mischen
des Kautschuks in das Polyolefin als auch die Vulkanisation des Kautschuks.
Informationen über dynamische Vulkanisation lassen sich beispielsweise
aus dem Artikel von Coran & Patel in Rubber Chem. Techn., 53, 141 pp., 1980 entnehmen.
Das erfindungsgemäße Verfahren führt zu einem TPV mit
verbesserten Eigenschaften, verglichen mit den im Stand der Technik bekannten TPVs.
Der unangenehme Geruch oder das Ausblühen der Oberfläche, die vermutlich
auf flüchtige Endprodukte der Peroxide des Standes der Technik zurückzuführen
sind, werden wesentlich verringert. Insbesondere bei Verwendung von Peroxiden mit
einem &dgr;r ≥ 1 wird die Verschlechterung der mechanischen
Eigenschaften der Polyolefinmatrix verhindert.
Das erfindungsgemäß (hergestellte) TPV kann erfolgreich
in jenen Anwendungen verwendet werden, in denen die hervorragenden Eigenschaften
des Produkts, insbesondere die Hochtemperatureigenschaften, von Vorteil sind. Es
können Automobilteile, insbesondere jene unter der Haube (wie Reinluftleitungen,
Kabelbeschichtung, Schutzmanschetten und Gebläse, Schläuche), Maschinenteile
und Haushaltsgeräte genannt werden. Sie können auch in einer Hart/Weich-Kombination
verwendet werden, wie Coextrusion, sequentielle und 3D/2C (d. h. dreidimensionale
und Zweikomponenten-)extrusion, wie für Reinluftleitungen.
Das TPV kann insbesondere zur Herstellung eines geschäumten thermoplastischen
elastomeren Gegenstands verwendet werden. Es kann jedes in der Technik bekannte
Verfahren zum Schäumen des TPVs verwendet werden. Es können ein oder mehrere
chemische sowie physikalische Treibmittel verwendet werden (wie Azodicarbonamide,
niedrig siedende Kohlenwasserstoffe, Wasser, N2, CO2 und Wasser
freisetzende Chemikalien). Das Treibmittel/die Treibmittel kann bzw. können
mit dem TPV trocken gemischt oder schmelzgemischt werden (vorausgesetzt, dass die
Gemischtemperatur unter der Aktivierungstemperatur des Treibmittels liegt), oder
kann bzw. können in gasförmiger oder flüssiger Form in das geschmolzene
TPV gemischt werden. Das TPV enthält vorzugsweise das Treibmittel. Die Treibmittelmenge
hängt von dem Treibmitteltyp ab: Je mehr Treibgas pro Gewichtseinheit des Treibmittels
freigesetzt wird, um so weniger ist für ein bestimmtes Ergebnis erforderlich.
Fachleute können leicht die geeignete wirksame Menge des geeigneten Treibmittels
für den speziellen Polymerschaumtyp herausfinden.
Neben den angegebenen Verbindungen kann das erfindungsgemäße
TPV weitere Bestandteile enthalten, die selbst bekanntermaßen in thermoplastischen
Elastomeren verwendet werden, wie Füllstoffe, Färbungsmittel,
(UV)-Stabilisatoren, Weichmacher, Fließverbesserer, Antioxidantien, usw.
Die Erfindung betrifft auch einen Gegenstand, der ein mit einem erfindungsgemäßen
Verfahren erhältliches TPV umfasst.
Anwendungen, in denen das erfindungsgemäße TPV verwendet
werden kann, sind z. B. Riemenstreifen; Reparaturdichtungen; weiche Griffe (Griffknöpfe);
Sonnenblenden, Abluftdichtungen; Teppichrückseiten; Kopfleisten; Sitze; Reservereifen;
Sportauflagen; Nassanzüge; Schuhwerk; Erste-Hilfe-Ausrüstung; Textilrückseiten;
Windeln; Tapes; verschiedene Spielzeuge; Decken/Auflagen; Gepäck; Rohrleitungen;
Auftriebkörper/Stoßdämpfer; Pflaster; Lärmschutzstöpsel;
Schalen; Auflagen/Matratzen; Büromöbel.
Auf Poster 13 der International Rubber Conference 2003, die in Nürnberg
vom 30. Juni bis 3. Juli 2003 abgehalten wurde, ist (ein Verfahren zur Herstellung
von) TPV beschrieben, wobei ein EPDM auf ENB-Basis mit einer Mooney-Viskosität
von 52 als Kautschuk und ein Polypropylen mit einem Schmelzindex von 0,3 g/10 Min
verwendet werden. Als Peroxide werden TBIB sowie DTBT verwendet. In dem Poster wird
weder erkannt noch gezeigt, dass es wesentlich ist, dass die Peroxide eine endständige
Ungesättigtheit haben, noch dass es eine Bevorzugung von endständigem
ungesättigtem Peroxid mit einem &dgr;r ≥ 1 gibt. Es wird
auch nicht gezeigt, dass verbesserte TPVs mit anderen Polyolefinen und Kautschuken
hergestellt werden können.
Die Erfindung wird mittels der folgenden Beispiele und Vergleichsbeispiele
näher erläutert, die die Erfindung nicht einschränken sollen.
Materialien
Ethylidennorbornen (ENB) enthaltender EPDM-Kautschuk, der 50 Gew.-%
Paraffinöl enthält, wurde von DSM Elastomers B. V., Niederlande, erhalten.
Das EPDM enthielt 63 Gew.-% Ethylen und 4,5 Gew.-% ENB, es hatte eine Mooney-Viskosität,
ML (1 + 4) bei 125°C von 52. Polypropylen (PP) wurde von SABIC Polypropylenes
B. V., Niederlande, erhalten. SEES (Typ Kraton G1651E) wurde von Kraton Polymers
B. V., Niederlande, erhalten. Der Schmelzfließindex von PP (gemessen bei 503
K und 2,16 kg) betrug 0,3 g/10 Minuten. Zwei Stabilisatoren, Irganox®
1076 und Irgafos® 168, wurden von Ciba Geigy erhalten. Die chemischen
Namen und Strukturen von vier untersuchten Peroxiden sind in Tabelle I angegeben,
sowie ihre Zersetzungstemperaturen, die einer Halbwertszeit von einer Stunde entsprechen,
bestimmt in Chlorbenzollösung.
Zwei Typen von multifunktionalen Peroxiden wurden von Akzo Nobel Polymer
Chemicals, Niederlande, synthetisiert. Sie kombinieren Peroxid und Co-Mittel-Funktionalität
in einem einzigen Molekül. Zwei konventionelle Peroxide, DCP und TBCP, wurden
als Referenz wegen ihrer strukturellen Ähnlichkeit mit den multifunktionalen
Peroxiden verwendet. Sie wurden ebenfalls von Akzo Nobel Polymer Chemicals, Niederlande,
erhalten. Triallylcyanurat (TAC), 50 % und &agr;-Methylstyrol (&agr;-MeS), 99
%, wurden als Referenzen für die Co-Mittel verwendet. DCP, TAC wurden wegen
der strukturellen Ähnlichkeit mit DTBT als Co-Mittel verwendet, für TBCP
wurde &agr;-MeS wegen der strukturellen Ähnlichkeit mit TBIB als Co-Mittel
verwendet.
Um einen fairen Vergleich zwischen den verschiedenen Peroxiden durchzuführen,
muss darauf geachtet werden, dass sich bei gleichen Mengen an Peroxiden, die auf
100 g reinen EPDM-Kautschuk zugegeben wurden, die Mengen der Co-Mittel-Funktionalität
auf 100 g reines EPDM in Abhängigkeit von der durch das Peroxid selbst bereitgestellten
Menge an Co-Mittel-Funktionalität unterscheiden. Wenn beispielsweise 15 Milliäquivalent
Peroxid verwendet werden, hat DTBT durch seine Beschaffenheit zwei endständige
allylische Gruppen, die 30 Milliäquivalent Co-Mittel liefern. Dieses Niveau
von 30 Milliäquivalenten Co-Mittel-Funktionalität wurde dann als Referenz
genommen, und es wurde eine Korrektur angewendet, um das Fehlen der Co-Mittel-Funktionalität
in den anderen Rezepten auszugleichen, indem entweder TAC oder &agr;-MeS wie in
Tabelle II gezeigt zugegeben wurde.
Herstellung von PP/EPDM-TPVs
Die verwendeten PP/EPDM-TPV-Zusammensetzungen sind in den Tabellen
III und IV wiedergegeben. Die experimentellen Variablen waren die Konzentrationen
von Peroxid und Co-Mittel: (Tabelle III) und das PP/EPDM-Gemischverhältnis:
(Tabelle IV). Alle TPVs wurden hergestellt, indem sie in einem Grabender Plasti-Corder
PL-2000 in einem Chargenverfahren mit einem Mischkammervolumen von 50 cm3
gemischt wurden. Die Chargengröße betrug 36 Gramm. Die Mischertemperatur
wurde auf 453 bis 463 K gehalten. Es wurde eine konstante Rotorgeschwindigkeit (Nockentyp)
von 80 UpM verwendet. Zuerst wurden PP, Stabilisatoren (Irganox 1076 und Irgafos
168) und EPDM-Kautschuk mechanisch schmelzgemischt. Nach 4 Minuten Mischen wurden
das Co-Mittel, entweder TAC oder &agr;-MeS, zugegeben, gefolgt von dem Peroxid.
Das Mischen wurde weitere 5 Minuten fortgesetzt, um den dynamischen Vulkanisationsprozess
abzuschließen. Die Zusammensetzung wurde unmittelbar nach dem Mischen aus dem
Mischer entfernt und, während sie noch geschmolzen war, ein Mal durch eine
kalte Zweiwalzenmühle gegeben, um eine etwa 2 mm dicke Lage zu erhalten. Die
Lage wurde geschnitten und in einer Formpressmaschine (WLP 1600/5·4/3 Wickert
Laborpresse mit 473 K, 4 Minuten und 12,5 MPa Druck) gepresst (2 mm dick). Zwischen
der geformten Lage und den Pressplatten wurde Aluminiumfolie angeordnet. Die Lage
wurde dann unter Druck auf Raumtemperatur abgekühlt. Aus der formgepressten
Lage wurden Testprobestücke ausgestanzt und nach 24 Stunden Lagerung bei Raumtemperatur
zum Testen verwendet.
Testverfahren
Mit den TPVs wurden Zugtests gemäß ISO 37 mit hantelförmigen
Probestücken (Typ 2) durchgeführt, wobei eine Zwick-Zugtestmaschine Z020
mit einer konstanten Traversengeschwindigkeit von 500 mm/Min verwendet wurde. Der
Elastizitätsmodul wurde aus der anfänglichen Neigung der Spannungs-Dehnungs-Kurve
zwischen 0,1 und 0,25 % Dehnung mit einer Traversengeschwindigkeit von 50 mm/Min
bestimmt. Die Härte der Proben wurde mit einem Zwick Härtemessgerät
(Typ Shore A, ISO R868) gemessen.
Die Gesamtvernetzungsdichte der EPDM-Phase in Gegenwart von PP wurde
auf Basis von Gleichgewichts-Lösungsmittelquellmessungen (Cyclohexan bei 296
K) bestimmt. Eine 2 mm dicke Probe wurde in Cyclohexan eingetaucht. Das Cyclohexan
wurde nach 24 Stunden durch frisches ersetzt, um das extrahierte Öl und die
organischen Stabilisatoren zu entfernen. Die gequollene Probe wurde nach weiteren
24 Stunden gewogen, getrocknet und erneut gewogen. Aus dem Quellgrad wurde eine
Gesamtvernetzungsdichte berechnet, ausgedrückt durch (&ngr; + PP).
Beispiele I bis VI und Vergleichsexperimente A bis FEinfluss der unterschiedlichen Typen und Konzentrationen von Peroxiden
auf die physikalischen Eigenschaften von TPVs bei einem festen PP/EPDM-Mischverhältnis
von 50 phr PP
Die mechanischen Eigenschaften von PP/EPDM-TPVs, die mit unterschiedlichen
Vernetzungsmitteln in ihren unterschiedlichen Konzentrationen gehärtet wurden,
sind in Tabelle III wiedergegeben. Es gibt bei DTBT eine eindeutige Tendenz der
Erhöhung der Zugfestigkeit, wenn mehr Vernetzungsmittel zugefügt wird.
In allen Fällen wird mit zunehmenden Dosen an Vernetzungsmittel
(Tabelle III) ein Anstieg der Härtewerte verzeichnet. Die Durchschnittswerte
der Härte variieren zwischen 60 und 70 Shore A. Das Vernetzungssystem DTBT
ohne zusätzliches zugesetztes Co-Mittel ergibt höhere Werte als die anderen.
Beispiele VII bis XVI und Vergleichsexperimente G bis REinfluss der unterschiedlichen Typen von Peroxiden bei festen Konzentrationen
auf die physikalischen Eigenschaften von TPVs mit verschiedenen PP/EPDM-Gemischverhältnissen
Die mechanischen Eigenschaften von PP/EPDM-TPVs, die mit unterschiedlichen
Vernetzungsmitteln und verschiedenen Gemischverhältnissen gehärtet wurden,
sind in Tabelle IV wiedergegeben. Die Eigenschaften entsprechend 50 phr PP sind
bereits in Tabelle III wiedergegeben.
Die Daten zeigen, dass die Zugfestigkeit mit zunehmender Menge an
PP zunimmt. Das multifunktionale Peroxid DTBT zeigte mit 125 phr PP die höchste
Zugfestigkeit.
Die Ergebnisse der Bruchdehnung zeigen für die vier untersuchten
Peroxide ein recht unterschiedliches Verhalten. Es wurde bei DTBT für die verschiedenen
PP-Gehalte keine signifikante Abhängigkeit der Bruchdehnung beobachtet.
Der Elastizitätsmodul nimmt mit zunehmender Menge an PP zu; bei
125 phr PP zeigte DTBT den höchsten Wert des Elastizitätsmoduls. M300
nimmt auch mit zunehmender PP-Menge zu. Ein Anstieg der Härtewerte findet mit
zunehmendem PP-Gehalt statt. Insgesamt wird zwischen den verschiedenen Peroxiden
wenig Unterschied bemerkt.
Beispiele XVII und VIII und Vergleichsexperimente S bis T
Beispiele III und VI und Vergleichsexperimente C und F wurden wiederholt;
EPDM wurde durch SEES ersetzt. Um vergleichbar zu sein, wurden in dem Rezept 100
Teile Öl zugegeben, da das EPDM auch Öl als Streckungsmittel enthielt.
Die Ergebnisse sind in Tabelle V gezeigt.
Vermeiden von unangenehm riechenden Nebenprodukten
Wie sich aus Tabelle VI ableiten lässt, erzeugt das DCP vorwiegend
Cumyloxyradikale, die sich weiter zu Acetophenon zersetzen, das einen typischen
süßen Geruch und hochreaktive Methylradikale aufweist. TBCP bildet in
ähnlicher Weise große Mengen an Acetophenon, da diese Verbindung noch
halb an DCP erinnert. Es kann aus den Zersetzungsprodukten von TBIB gefolgert werden,
dass die Menge des aromatischen Alkohols und des aromatischen Ketons unter der Nachweisgrenze
liegen (< 0,01 Mol/Mol zersetztes Peroxid); es konnten ferner keine Spuren anderer
Zersetzungsprodukte identifiziert werden. Dies legt nahe, dass die meisten der anfangs
gebildeten aromatischen Zersetzungsprodukte durch die Bildung von Addukten mit dem
Substrat reagierten. Da DTBT die gleiche grundlegende t-Butylperoxideinheit wie
TBIB enthält, kann erwartet werden, dass seine Hauptzersetzungsprodukte ähnlich
sein werden. Dies erklärt auch, warum die aus den beiden multifunktionalen
Peroxiden erhaltenen Zersetzungsprodukte im Unterschied zu DCP keinen unangenehmen
Geruch liefern.
Infolgedessen sorgt die Verwendung der multifunktionalen Peroxide,
wie DTBT und TBIB, mit sowohl Peroxid- als auch Co-Mittel-Funktionalität in
einem einzigen Molekül für TPV-Eigenschaften, die im Wesentlichen mit
üblicherweise verwendeten, durch Co-Mittel unterstützten Peroxiden vergleichbar
sind. Wenn das Co-Mittel TAC, unterstützt durch DCP, als Referenz für
die Gesamtkombination von physikalischen Eigenschaften in PP/Kautschuk-TPVs genommen
wird, verhielt sich von beiden insbesondere DTBT besser. DTBT hat einen Löslichkeitsparameter
auf der oberen Seite des Spektrums, der diese Peroxid/Co-Mittel-Kombination während
des Mischens vorzugsweise in die Kautschukphase führt. Die Co-Mittel-Funktionalität
dieser Verbindung trägt zur Verbesserung der Vernetzungswirkung bei, damit
sie mit DCP vergleichbar ist. DTBT zeigt ferner eine Zersetzungstemperatur, die
mit einer t1/2 = 1 Stunde verknüpft ist, nahe derjenigen von DCP,
was zu einer Vulkanisationsgeschwindigkeit führt, die im Wesentlichen vergleichbar
ist. Multifunktionale Peroxide können nach ihrer Zersetzung Nebenprodukte liefern,
jedoch ohne unangenehmen Geruch wie DCP.
Tabelle IChemische/Handelsnamen, Temperaturkorrelation mit der Halbwertszeit
von einer Stunde, und Strukturen der untersuchten Peroxide
® Eingetragenes Warenzeichen von Akzo Nobel Chemicals B. V.
Tabelle IIKorrektur auf Co-Mittel-Funktionalität
Tabelle VTPV-Zusammensetzungen basierend auf SEES
Tabelle VIRelative Mengen an Zersetzungsprodukten aus verschiedenen Peroxiden
Anspruch[de]
Verfahren zur Herstellung eines thermoplastischen elastomeren Vulkanisats
(TPV), umfassend eine Mischung aus einem Polyolefin und einem vulkanisierten Kautschuk,
wobei die Vulkanisation des Kautschuks bei erhöhter Temperatur unter dem Einfluss
eines Peroxids durchgeführt wird, wobei das Peroxid ein organisches Peroxid
mit mindestens einer endständigen Kohlenstoff-Kohlenstoff-Doppelbindung in
dem Molekül ist.Verfahren nach Anspruch 1, wobei das Peroxid ein allylfunktionales Peroxid
ist.Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 2, wobei das Peroxid eine
relative Löslichkeit (&dgr;r) von mindestens 1 hat, wobei &dgr;r
das Verhältnis zwischen dem Löslichkeitsparameter des Peroxids (&dgr;per)
und dem Löslichkeitsparameter des Polyolefins (&dgr;po) ist, wobei
beide bei 453K bestimmt werden.Verfahren nach Anspruch 3, wobei &dgr;r einen Wert von
mindestens 1,2 hat.Verfahren nach einem der Ansprüche 3 bis 4, wobei das &dgr;per
mindestens gleich dem Löslichkeitsparameter des Kautschuks (&dgr;rub)
ist.Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei das TPV mittels
dynamischer Vulkanisation hergestellt wird.Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei das Polyolefin
aus der Gruppe ausgewählt ist, die Polyethylen und Polypropylen umfasst.Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei der Kautschuk
aus der Gruppe ausgewählt ist, die EA(D)M, (hydriert), Styrolblockcopolymere
und (H)NBR-Kautschuk umfasst.Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, wobei das Peroxid mindestens
zwei Kohlenstoff-Kohlenstoff-Doppelbindungen in dem Molekül aufweist.Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9, wobei das Peroxid einen
Triazinkern in seinem Molekül aufweist.Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 10, wobei das TPV durch
dynamisches Vulkanisieren einer Mischung von Polypropylen, EPM oder EPDM und einem
Peroxid mit einem Triazinkern in seinem Molekül hergestellt wird.Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 11, wobei die Vernetzungsdichte
des Kautschuks in dem TPV, bestimmt als Gelgehalt in siedendem Xylol, mindestens
90 % beträgt.Verfahren nach Anspruch 12, wobei die Vernetzungsdichte mindestens 95
% beträgt.Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 13, wobei die Menge an
Peroxid 0,5 bis 5,0 Gewichtsteile auf 100 Gewichtsteile Kautschuk beträgt.Thermoplastisches Vulkanisat (TPV), das nach einem Verfahren nach einem
der Ansprüche 1 bis 14 erhältlich ist.Gegenstand, umfassend ein TPV nach Anspruch 15 oder ein TPV, das nach
einem Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 14 hergestellt ist.